Klinische Psychologie

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Klinische Psychologie

ISBN: 
978-3-531-17076-3

Klar, übersichtlich und in verständlicher Sprache vermittelt dieses Buch Grundkenntnisse zu den wichtigsten psychischen Störungen aus einer integrativen, störungsübergreifenden Sichtweise. Behandelt werden Angststörungen, Essstörungen, Depression, Manie und bipolare Störungen, verschiedene Störungen aus dem verhaltensmedizinischen Bereich, Schizophrenie , Verhaltenssucht und Abhängigkeitserkrankungen, Persönlichkeitsstörungen und sexuelle Funktionsstörungen. Neben störungsspezifischer Diagnostik, Epidemiologie und Störungsmodellen wird jeweils auch auf aktuelle Forschung eingegangen. Die Praxisrelevanz des Buchs wird durch den Einbezug von Psychotherapie und therapeutischer Beziehungsgestaltung in einem übergreifenden Kapitel und bei jedem störungsspezifischen Kapitel erhöht.

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Der Inhalt

• Darstellung der häufigsten psychischen Störungen von Angststörungen über Depression bis hin zu Zwangsstörung aus einer störungsübergreifenden Perspektive
• Hohe Praxisrelevanz durch Einbezug von Psychotherapie und therapeutischer Beziehungsgestaltung in einem übergreifenden Kapitel und bei jedem störungsspezifischen Kapitel

Die Zielgruppen
• Studierende mit Haupt- oder Nebenfach Psychologie in Bachelor-Studiengängen

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Frage 1 von 21
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  • Was zeichnet die multimodale Diagnostik aus?

    Lösung

    Auf der Basis jeweils mehrerer Datenebenen, -quellen, Konstrukte und Verfahren werden die Probleme und Beschwerden aber auch Ressourcen von PatientInnen erfasst. Durch die Vielzahl der Modalitäten fallen die Fehlerquellen der einzelnen Modalität weniger ins Gewicht.
  • Worin unterscheiden sich das amerikanische Klassifikationssystem DSM und das internationale System ICD?

    Lösung

    Während das ICD körperliche und psychische Störungen klassifiziert, werden im DSM nur psychische Störungen (und ggf. damit assoziierte körperliche Krankheitsfaktoren) berücksichtigt. Darüber hinaus ist das ICD-10 multiaxial und das neue DSM-5 nicht. Zuletzt beruht das DSM tendenziell eher auf Forschungsbefunden, das ICD hingegen tendenziell eher auf internationalen Konsensbestrebungen.
  • Welchen Nutzen verspricht die interpersonelle Diagnostik?

    Lösung

    Die interpersonelle Diagnostik erlaubt es, rigide Interaktionsstile von PatientInnen zu erfassen. Die gewonnenen Informationen unterstützen im Rahmen der multimodalen Diagnostik die Therapieplanung und sind auch bei der Gestaltung der Therapiebeziehung nützlich.
  • Wofür stehen die einzelnen Buchstaben der Abkürzung SORKC?

    Lösung

    SORKC steht für Situation, Organismus, Reaktion, Kontingenz, und Konsequenz (engl. consequence).
  • In welchen Bereichen menschlichen Erlebens und Verhaltens schlägt sich das depressive Syndrom nieder?

    Lösung

    Symptome, die zum depressiven Syndrom gehören, finden sich in den Bereichen Motivation (z.B. Antriebslosigkeit), Kognition (z.B. Konzentrationsschwierigkeiten), Emotion (z.B. Niedergeschlagenheit), Verhalten (z.B. sozialer Rückzug) und Körper (z.B. Appetitverminderung).
  • Wie erklärt das Verstärker-Verlust-Modell von Lewinsohn die Entstehung einer depressiven Störung?

    Lösung

    Laut diesem Modell haben Betroffene aus lerntheoretischer Sicht eine geringe Verstärkerrate bezogen auf ihr eigenes Verhalten, bedingt durch wenige oder nur schwer erreichbare Verstärker oder ein eingeschränktes Verhaltensrepertoire.
  • Was wird unter rapid cycling verstanden?

    Lösung

    Wenn sich vier oder mehr Episoden von Depression und (Hypo-)Manie innerhalb eines Jahres abwechseln, wird von rapid cycling gesprochen.
  • Worin unterscheiden sich die Bipolare Störung Typ I und Typ II?

    Lösung

    Während sich bei Typ I depressive, hypomanische und manische Episoden abwechseln (oder auch gemischt vorkommen können), alternieren bei Typ II depressive und hypomane Episoden.
  • Welche psychologischen Mechanismen können zur Erklärung der Entstehung und Aufrechterhaltung von psychotischen Symptomen wie Wahn herangezogen werden?

    Lösung

    Kognitive Verzerrungen (z.B. Neigung zum voreiligen Schlussfolgern) und emotionale Prozesse (z.B. erhöhte Stress-Reaktivität) sind zwei einer ganzen Reihe von psychologischen Mechanismen, die einen Beitrag zur Erklärung psychotischer Symptome und/oder dem damit verbundenen Leidensdruck leisten können.
  • Welche evidenzbasierten Verfahren zur Behandlung bei Schizophrenie kennen Sie?

    Lösung

    Unter anderem können kognitive Verhaltenstherapie, einige psychologische Trainings und medikamentöse Therapie als evidenzbasierte Verfahren bei der Schizophrenie-Behandlung gelten.
  • Kommen Psychose-ähnliche Erfahrungen in der Allgemeinbevölkerung vor?

    Lösung

    Laut der empirisch fundierten Kontinuumhypothese treten klinisch nicht relevante Formen von psychotischen Symptomen wie paranoide Ideen und akustische Halluzinationen auch in der Allgemeinbevölkerung auf.
  • Was wird unter Beziehungswahn verstanden?

    Lösung

    Beziehungswahn beschreibt eine Art von Wahn, bei der Betroffene Wahrnehmungen in der Umwelt auf sich selbst beziehen (z.B. Farbe des Pullovers eines Passanten als versteckte Botschaft). ‚Beziehung‘ ist in diesem Kontext also nicht im zwischenmenschlichen Sinne gemeint, sondern als ‚etwas auf sich beziehen‘.
    [Achtung: aufgrund eines Fehlers ist diese Information in der aktuellen Auflage des Lehrbuchs nicht enthalten gewesen – Sie konnten die Frage also durch das Lesen des Kapitels nicht beantworten].
  • Was wird unter Validierung im Rahmen von kognitiver Verhaltenstherapie bei Schizophrenie verstanden?

    Lösung

    Unter Validierung werden im Kontext der Schizophrenie-Behandlung Äußerungen von TherapeutInnen verstanden, die unter der Prämisse der Wahnidee die Nachvollziehbarkeit der emotionalen und verhaltensmäßigen Reaktion von PatientInnen vermitteln („Wenn Sie davon ausgehen, dass jemand versucht Sie zu vergiften, ist es nachvollziehbar, dass Sie Angst haben und nicht mehr auswärts essen“). Auf diese Weise wird die Wahnidee als solche weder bekräftigt noch infrage gestellt, und gleichzeitig wird das Erleben und Verhalten von PatientInnen empathisch ernst genommen.
  • Was wird unter Ich-Syntonie im Rahmen von Persönlichkeitsstörungen verstanden?

    Lösung

    Mit Ich-Syntonie ist gemeint, dass Symptome von Persönlichkeitsstörungen (d.h., rigide Erlebens- und Interaktionsmuster) von den Betroffenen selbst i.d.R. nicht als Problem angesehen werden, sondern als dem eigenen Ich zugehörig.
  • Auf welche Weise können Persönlichkeitsstörungen zusammengefasst werden?

    Lösung

    Persönlichkeitsstörungen (PS) können zu sogenannten Clustern zusammengefasst werden: sonderbar/exzentrisch (Cluster A; z.B. paranoide PS), dramatisch/emotional (Cluster B; z.B. histrionische PS) und ängstlich/vermeidend (Cluster C; z.B. zwanghafte PS).
  • Wie können krisenhafte Zuspitzungen bei Persönlichkeitsstörungen verstanden werden?

    Lösung

    Krisenhafte Zuspitzungen können als Eskalation eines Teufelskreises verstanden werden. Laut diesem Modell möchten Menschen mit Persönlichkeitsstörung ihre Bedürfnisse durch extreme interpersonelle Stile vor Verletzungen zu schützen. Die soziale Umwelt (z.B. Familie, ArbeitskollegInnen, etc.) reagieren jedoch irritiert, kritisch oder ablehnend, sodass die zugrundeliegenden Bedürfnisse doch verletzt werden. Dies wiederum führt laut Modell dazu, dass der interpersonelle Stil der Betroffenen noch extremer wird, und der Kreislauf beginnt von vorn und spitzt sich zu.
  • Was zeichnet die Borderline-Persönlichkeitsstörung aus?

    Lösung

    Die Störung zeichnet sich bei Betroffenen u.a. durch 1) exzessive Bemühungen, von ihnen erwartetes Verlassen werden zu verhindern, 2) instabile Beziehungen, 3) ein instabile Selbstbild, und 4) instabile Emotionalität aus.
  • Wofür kann motivorientierte Beziehungsgestaltung bei der Behandlung von PatientInnen mit Persönlichkeitsstörungen nützlich sein?

    Lösung

    PatientInnen mit Persönlichkeitsstörungen stellen mit ihrem extremen interpersonellen Stil auch TherapeutInnen vor eine Herausforderung. Die motivorientierte Beziehungsgestaltung ermöglicht den Aufbau und Erhalt einer tragfähigen Therapiebeziehung, indem TherapeutInnen unabhängig von problematischen Verhaltensweisen die zugrundeliegenden Motive proaktiv befriedigen.
  • Welche Phasen werden beim sexuellen Reaktionszyklus unterschieden?

    Lösung

    Masters und Johnson unterscheiden Appetenz-, Erregungs-, Orgasmus-, und Rückbildungsphase.
  • Welche Bereiche sollten eine Sexualanamnese beinhalten?

    Lösung

    Eine Sexualanamnese sollte die Bereiche Entstehungsbedingungen, derzeitiges Sexualverhalten und
    -erleben, Partnerschaft, sexuelle Entwicklung und sexuelle Sozialisation, Ressourcen, Rahmenbedingungen, sowie den somatisch-medizinischen Befund beinhalten.
  • Wofür steht PLISSIT?

    Lösung

    Das Akronym des Modells von Annon (1976) steht für Permission (P), Limited Information (LI),SpecificSuggestions (SS), und Intensive Therapy (IT).
  • Fertig!

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