Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Akquisition
    Für die Akquisition sind Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozesse wichtig
  • Aktionalen Phase
    In der aktionalen Phase wird zielbezogen gehandelt.
  • Aktives Vermeidungslernen
    Aktives Vermeidungslernen meint die Ausführung eines bestimmten Verhaltens, um negative Konsequenzen zu vermeiden.
  • Annäherungs-Annäherungs-Konflikt
    Der Annäherungs-Annäherungs-Konflikt stellt die Wahl zwischen zwei angenehmen Alternativen dar.
  • Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt
    Der Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt liegt vor, wenn ein Objekt sowohl anziehende als auch abstoßende Eigenschaften besitzt.
  • Anreiz
    Mit Anreiz charakterisieren wir, wie stark Reize, Situationen oder Zustände uns anziehen oder abstoßen.
  • Antrieb
    Der Antrieb entsteht zunächst aus ungestillten Primärbedürfnissen (Hunger, Durst, Sexualität).
  • Anziehungs- bzw. Abstoßungkraft (K)
    Die Anziehungs- bzw. Abstoßungskraft (K) ist abhängig von der Valenz (V) der Objekte und deren Distanz (D) K = V/D.
  • Appetitive Motivationssystem
    Das appetitive Motivationssystem reguliert Verhalten zur Erreichung positiver Zustände.
  • Assimilation
    Assimilation meint die aktiv handelnde Veränderung des Ist-Zustandes in Richtung Soll-Zustand. Sie ist funktional, olange die Zielerreichung möglich ist, dysfunktional dagegen, wenn die Zielerreichung blockiert oder unmöglich ist und die Zielbindung aufrechterhalten wird.
  • Aversive Motivationssystem
    Das aversive Motivationssystem reguliert Verhalten zur Vermeidung negativer Zustände.
  • Backward chaining
    Backward chaining ist eine rückwärtsgerichtete Verkettung einzelner Verhaltensschritte: Endverhalten + Teilverhalten n + Teilverhalten n-1 + Teilverhalten n-2 + … + Startverhalten.
  • Bedürfnisse
    Es lassen sich zentrale (eher abstrakte) und periphere (eher konkrete) Bedürfnisse unterscheiden.Unbefriedigte Bedürfnisse erzeugen Spannungen, die durch bedürfnisspezifische Aktivitäten reduziert werden können. Es kann zu Ersatzhandlungen kommen, wenn ein Bedürfnis nicht direkt befriedigt werden kann. Mit unterschiedlichen Bedürfnissen gehen unterschiedliche kognitive, emotionale und motivationale Funktionslagen einher.
  • Biologische Theorie
    Biologische Theorien gehen davon aus, dass Emotionen angeborene Reaktionen auf bestimmte äußere Reizeinwirkungen sind.
  • Chamäleon-Effekt
    Mit automatischer Imitation meint man die unwillkürliche Nachahmung des Verhaltens eines Modells. Man bezeichnet das auch als Chamäleon-Effekt.
  • Closed-Loop-Theorie
    Nach der Closed-Loop-Theorie erfolgt der Fertigkeitserwerb über einen Abgleich zwischen Ist- und Soll-Zustand.
  • Dimensionale Emotionsmodelle
    Dimensionale Emotionsmodelle gehen von einer Einordnung emotionaler Erlebnisse entlang der Dimensionen Erregung und Valenz aus.
  • Diskrete Emotionsmodelle
    Diskrete Emotionsmodelle gehen von einer begrenzten Anzahl an Basisemotionen aus.
  • Doppelte Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt
    Der doppelte Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt beschreibt die Wahl zwischen zwei Objekten, die beide sowohl anziehende als auch abstoßende Eigenschaften besitzen.
  • Emotionale Ansteckung
    Unter emotionaler Ansteckung versteht man die (automatische) Tendenz, sein Gegenüber emotional zu imitieren, um emotional mit der anderen Person zu konvergieren.
  • Emotionen
    Emotionen geben uns Auskunft über die Bedeutsamkeit von Ereignissen. Sie verändern die Wahrnehmung und steuern unsere Aufmerksamkeit. Wir nutzen Emotionen als Informationen darüber, wie es uns gerade geht und was relevant ist.
  • Emotionen (Definition)
    Emotionen sind affektive Gefühle. Sie lassen sich als kurzfristige, unwillkürliche, situative und objektgerichtete affektive Reaktionen definieren, die unser Erleben und Verhalten beeinflussen. Sie lassen sich anhand von fünf Komponenten beschreiben, nämlich Erleben, Ausdruck, Kognitionen, Physiologie und Motivation. Emotionen beeinflussen unsere Informationsverarbeitung. Sie sind Motivatoren und gehen mit spezifischen Handlungsbereitschaften einher.
  • Emotionsentstehung
    Es lassen sich biologische, kognitiv-physiologische und kognitive Theorien zur Emotionsentstehung unterscheiden.
  • Empirische Evidenz
    Empirische Evidenz gibt es insbesondere für die Vorhersagen hinsichtlich der erfolgsmotivierten Personen.
  • Ereignisse
    Positive Ereignisse aktivieren das appetitive Motivationssystem, negative Ereignisse das aversive Motivationssystem.
  • Erfolgsanreiz
    Der Erfolgsanreiz hängt unmittelbar mit der erwarteten Lösungswahrscheinlichkeit ab: je unwahrscheinlicher die Lösung, desto größer der Anreiz.
  • Erfolgsorientierte Personen
    Erfolgsorientierte Personen bevorzugen mittelschwere Aufgaben.
  • Erfolgsorientierung
    Erfolgsorentierung ist eine dispositionale Eigenschaft, kann aber auch situativ variieren und hat Einfluss auf den Selbstwert
  • Ergebnis-Folge-Erwartungen
    Ergebnis-Folge-Erwartungen bezeichnen die Erwartung, welche Konsequenzen das Situationsergebnis für persönlich relevante Ziele besitzt.
  • Erleben
    Erleben ist ein bewusstseinsmäßiges Geschehnis, das subjektiv wahrgenommen wird und von außen nicht beobachtbar ist.
  • Erlebenskomponente
    Die Erlebenskomponente beschreibt den Umstand, dass sich unterschiedliche Emotionen anders anfühlen.
  • Erwartungswerttheorien
    Erwartungswerttheorien beschreiben motiviertes Verhalten als Ergebnis der Bedeutsamkeit eines Ziels und der subjektiven Erwartung, dieses Ziel auch erreichen zu können.
  • Es
    Das Es repräsentiert das ungefiltert Triebhafte in uns.
  • Evaluative Konditionierung
    Evaluative Konditionierung meint die Assoziierung eines neutralen Stimulus mit einem affektiven Stimulus.
  • Experiment zum Lernen
    Ein Experiment zum Lernen besteht aus einer Lernphase und einer Abrufphase.
  • Explizite Motive
    Explizite Motive sind sprachlich ausdrückbare Ziele und Werte einer Person. Sie können kongruent oder inkongruent sein.
  • Explizites Lernen
    Explizites Lernen kennzeichnet absichtsvolles, bewusstes Lernen, wie es etwa bei der mathematischen Beweisführung oder weitgehend beim Erlernen einer Fremdsprache im Sprachunterricht stattfindet.
  • Externale Kontrollüberzeugung
    Externale Kontrollüberzeugung ist die Überzeugung, dass externe Faktoren den Ausgang der Situation bestimmen.
  • Facial Action Coding System (FACS)
    Anhand des Facial Action Coding System (FACS) lassen sich die mimischen Ausdrucksweisen verschiedener Emotionen beschreiben.Die Facial-Feedback-Hypothese besagt, dass unser emotionales Erleben über ein Wahrnehmungsfeedback hinsichtlich unserer Gesichtsmuskulatur beeinflusst, wenn nicht sogar bestimmt wird.
  • Forward chaining (Shaping)
    Forward chaining (Shaping) ist eine vorwärtsgerichtete Verkettung einzelner Verhaltensschritte: Startverhalten + Teilverhalten 1 + Teilverhalten 2 + Teilverhalten 3 + … = Gesamtverhalten.
  • Gegenwartspräferenz
    Mit Gegenwartspräferenz wird das Phänomen beschrieben, zeitlich näherliegenden Ereignissen einen höheren Wert beizumessen als zukünftigen Ereignissen.
  • Generalisierte Erwartungen
    Generalisierte Erwartungen lassen sich nach internaler Kontrolle und externaler Kontrolle unterscheiden.
  • Gesamtmotivation
    Die Gesamtmotivation setzt sich stets aus Erfolgs- und Misserfolgsmotivation zusammen. Bei der Gesamtmotivation sind auch extrinsische Faktoren zu berücksichtigen.
  • Gesetz der Erfahrung
    Das Gesetz der Erfahrung beschreibt, dass das Ergebnis eines vorangehenden Verhaltens das nachfolgende Verhalten beeinflusst
  • Gewohnheit
    Mit Gewohnheit ist das durch Verstärkungsprozesse gelernte Verhalten gemeint.
  • Grawe
    Grawe nennt vier psychologische Grundbedürfnisse, nämlich das nach Orientierung und Kontrolle, das nach Lustgewinn bzw. Unlustvermeidung, das Bedürfnis nach Bindung und das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung.
  • Handeln
    Mit Handeln meint man intentionales (absichtsvolles) Verhalten.
  • Handlungs-Ergebnis-Assoziationen
    Um zu handeln, müssen wir lernen, welche Handlung mit welchem Ergebnis verknüpft ist und welches Ergebnis welche Handlungen verlangt.
  • Handlungs-Ergebnis-Erwartungen
    Handlungs-Ergebnis-Erwartungen bezeichnen die Erwartung, durch eigenes Zutun den Ausgang der Situation zu verändern.
  • Hull
    Nach Hull lässt sich Verhalten als Funktion von Antrieb und Gewohnheit verstehen. Hulls erweitertes Modell beschreibt Verhalten als Funktion von Gewohnheit (H = habit), Antrieb (d = drive) und Anreiz (I = incentive): f(V) = H × D × I.
  • Ich
    Das Ich ist der Vermittler zwischen Es und Über-Ich.
  • Implizite Motive
    Implizite Motive sind dispositional verankerte, emotional eingefärbte Präferenzen, situationsübergreifend auf bestimmte Reize in bestimmter Art und Weise zu reagieren. Sie können kongruent oder inkongruent sein.
  • Implizites Lernen
    Implizites Lernen ist „Lernen, ohne es zu merken“. Es lässt sich nur an veränderten Verhaltensweisen ablesen. Es ist unbewusst und geschieht beiläufig. Implizites Lernen ist vor allem in den ersten Lebensjahren die einzige Form des Lernens. Es ist besonders effizient bei komplexen Reizmustern
  • Internale Kontrollüberzeugung
    ""Internale Kontrollüberzeugung meint die Überzeugung, durch eigenes Handeln die Situation verändern zu können. Internale Kontrollüberzeugung und Selbstwirksamkeit sind vergleichbare Konzepte.
  • James-Lange-Theorie
    Die James-Lange-Theorie besagt, dass Emotionen nichts anderes als die Wahrnehmung körperlicher Reaktionen sind.
  • Kognitiv-physiologische Theorien
    Kognitiv-physiologische Theorien sehen Emotionen als das Ergebnis von (kultur-sozial bedingten) Kategorisierungsprozessen von Rohgefühlen (core affects) an.
  • Kognitive Emotionstheorien
    Kognitive Emotionstheorien sehen Emotionen allein als Ergebnis von Bewertungsprozessen an.
  • Komponenten-Prozess-Modell
    Nach dem Komponenten-Prozess-Modell bewerten wir Ereignisse permanent nach ihrer Relevanz, ihren Implikationen, unserem Bewältigungspotenzial und ihrem Bezug zu unserem Selbstkonzept und unseren Normen und Werten.
  • Konditionierung 1. Ordnung
    Bei der klassischen Konditionierung wird ein neutraler Stimulus mit einem unkonditionierten Stimulus assoziiert
  • Konditionierung 2. Ordnung
    Damit bezeichnet man die Kopplung zwischen einem neutralen Reiz und einem konditionierten Stimulus.
  • Konfrontationstherapie
    Bei der Konfrontationstherapie werden Betroffene mit dem angstauslösenden Reiz direkt konfrontiert, um neue Lernerfahrungen zu ermöglichen.
  • Kontiguität
    Kontiguität meint die räumlich-zeitliche Nähe zwischen zwei Reizen (klassische Konditionierung) bzw. Reiz und Konsequenz (operante Konditionierung).
  • Kontingenz
    Kontingenz bedeutet, dass das Vorkommen des einen Reizes immer mit dem Vorkommen des anderen Reizes bzw. der Reaktion verbunden ist. Kontingenz ist für Lernen wichtiger als Kontiguität.
  • Kybernetische Regelkreismodelle
    Kybernetische Regelkreismodelle beschreiben prototypisches Verhalten zur Beseitigung von Ist-Soll-Diskrepanzen.
  • Leadership Motive Syndrom
    Das Leadership Motive Syndrom beschreibt die Merkmalskombination aus hohem Macht- und Leistungsmotiv und geringem sozialen Motiv.
  • Lebenstrieb
    Als Lebenstrieb beschreibt Freud jene körperlichen Bedürfnisse, die mit unserem Selbsterhalt zu tun haben.
  • Leistungsmotiv
    Das Leistungsmotiv beschreibt generell das Bedürfnis, seine Leistung an eindeutigen und nachvollziehbaren Standards zu messen und zu verbessern.
  • Leistungssituation
    In Leistungssituationen kann dabei zwischen dem Motiv Erfolg zu erzielen und dem Motiv Misserfolg zu vermeiden unterschieden werden.
  • Lernen
    Lernen ist ein erfahrungsbasierter Prozess, der in einer relativ überdauernden Veränderung des Verhaltens oder des Verhaltenspotenzials resultiert. Man kann absichtlich lernen oder beiläufig (inzidentelles Lernen).
  • Lernprozess
    Der Lernprozess selbst kann nicht beobachtet werden, nur das veränderte Verhalten. Man unterscheidet assoziatives Lernen, nicht assoziatives Lernen und Modelllernen.
  • Libido
    Mit Libido wird die uns energetisierende Kraft bezeichnet.
  • Machtmotiv
    Das Machtmotiv beschreibt das Streben, auf andere Einfluss auszuüben und sie in gewünschter Art und Weise zu beeinflussen. Es kann zwischen einem personalen und einem sozialen Motiv unterschieden werden.
  • Maslow
    Die Bedürfnishierarchie von Maslow unterscheidet fünf aufeinander aufbauende Grundbedürfnisse.
  • Menschliches Verhalten
    Menschliches Verhalten ist eine Funktion von Person und Umwelt.
  • Misserfolgsmotivation
    Die Misserfolgsmotivation steigt mit zunehmender Lösungswahrscheinlichkeit. Sie ist immer negativ und wirkt hemmend.
  • Misserfolgsorientierte Personen
    Misserfolgsorientierte Personen sollten leichte bzw. schwere Aufgaben präferieren.
  • Misserfolgsorientierung
    Misserfolgsorientierung ist eine dispositionale Eigenschaft, kann aber auch situativ variieren und hat Einfluss auf den Selbstwert
  • Motivation
    Motivation ist ein Zustand, in dem wir uns, durch Anreize ausgelöst, in eine bestimmte Richtung hin verhalten, mit einer bestimmten Intensität und für eine bestimmte Dauer.
  • Motivationspsychologie
    Die moderne Motivationspsychologie unterscheidet drei implizite Motivklassen („big three“), nämlich Leistung, Macht und ein soziales Motiv.
  • Motive
    Motive sind dispositionale Vorlieben und Präferenzen, bestimmte Reize als Anreiz zu empfinden.
  • Nachahmen
    Das Nachahmen ist für das gegenseitige Verständnis und das Entwickeln von Empathie wichtig.
  • Operante Konditionierung
    Operante Konditionierung st Lernen von Verhaltenskonsequenzen. Es handelt sich um Verhalten-Wirkung-Assoziationen.
  • Passives Vermeidungslernen
    Passives Vermeidungslernen meint das Unterlassen von Verhalten, um negative Konsequenzen zu vermeiden.
  • Performanz
    Für die Performanz spielen Motivation und motorische Reproduktionsfähigkeit eine wichtige Rolle
  • Personenmodell
    Das Personenmodell beschreibt die unterschiedlichen Bedürfnisse und Ziele einer Person.
  • Persönlichkeit
    Die Persönlichkeit einer Person setzt sich nach Freud aus den drei Instanzen Es, Ich und Über-Ich zusammen. Konflikte zwischen den drei Instanzen der Persönlichkeit können Abwehrmechanismen in Gang setzen.
  • Positive Stimmung
    Positive Stimmung ist häufig mit einer eher oberflächlichen Informationsverarbeitung verbunden, negative Stimmung dagegen eher mit einer elaborierten Verarbeitung.
  • Postaktionalen Phase
    In der postaktionalen Phase wird das Handlungsergebnis bewertet.
  • Präaktionalen Phase
    In der präaktionalen Phase wird die Zielerreichung vorbereitet und geplant.
  • Prädezisionalen Phase
    In der prädezisionalen Phase werden unterschiedliche Ziele gegeneinander abgewogen, es kommt zur Intentionsbildung.
  • Präferenzwechsel
    Der Präferenzwechsel beschreibt das Phänomen, dass weniger wertige Objekte u. U. höherwertigen Objekten vorgezogen werden, wenn diese einfacher oder schneller zugänglich sind.
  • Premack-Prinzip
    Das Premack-Prinzip besagt, dass jedes Verhalten ein anderes Verhalten verstärken kann.
  • Primäre Emotionen
    Als primäre Emotionen (Basisemotionen) werden angeborene Emotionen bezeichnet.
  • Primäre Triebe
    Primäre Triebe sind Hunger, Durst, Sexualität.
  • Projekt-Komplettierungseffekt
    Der Projekt-Komplettierungseffekt beschreibt den Befund, wonach die Bereitschaft zu noch mehr Investitionen zum Ende eines Projektes hin steigt.
  • Reizdiskriminierung
    Diskriminierung bei der klassischen Konditionierung
  • Reizgeneralisierung
    Generalisierung bei der klassischen Konditionierung
  • Rescorla-Wagner-Modell
    Das Rescorla-Wagner-Modell ist eine mathematische Formulierung von Assoziationslernen in Abhängigkeit vom Ausmaß der Überraschung.
  • Risiko-Wahl-Modell
    Das Risiko-Wahl-Modell beschreibt Motivation als Produkt vonMotivstärke, Erwartung und Anreiz.
  • Rohgefühle
    Rohgefühlen (core affects) sind unspezifische Erregungen ohne Objektbezug.
  • Rubikon-Modell
    Das Rubikon-Modell der Handlungsphasen unterscheidet zur Beschreibung von intentionalem Handeln vier Phasen und differenziert dabei zwischen Zielsetzung und Zielrealisierung.
  • Sekundäre Emotionen
    Sekundäre Emotionen bezeichnen dagegen Emotionen, die sich als Mischung aus primären Emotionen ergeben.
  • Sekundäre Triebe
    Sekundäre Triebe sind Reize, die durch Konditionierungsprozesse mit den primären Trieben assoziiert wurden.
  • Selbstbestimmungstheorie
    Die Selbstbestimmungstheorie unterscheidet fünf Motivationslagen, nämlich externale Regulation, introjizierte Regulation, identifizierte Regulation, integrierte Regulation und intrinsische Regulation.
  • Selbstwirksamkeit
    Selbstwirksamkeit ist eine Kompetenzerwartung und bezeichnet die allgemeine Überzeugung, eine Situation durch bestimmte Handlungen bewältigen zu können.
  • Situationsergebnis-Erwartungen
    Situationsergebnis-Erwartungen bezeichnen die Erwartung, dass eine Situation ohne eigenes Zutun zu einem gewünschten Ergebnis führen.
  • Skript-Theorie
    Nach der Skript-Theorie lernen wir Verhaltensskripte (Drehbücher) für bestimmte Situationen durch Beobachtung, die dann abgerufen werden, wenn die aktuelle Situation der Lernsituation ähnelt.
  • Somatischen Marker Theorie
    Die Theorie der somatischen Marker geht davon aus, dass wir uns an Körpererfahrungen im Zusammenhang mit Entscheidungen erinnern können, wobei diese Erinnerungen uns dann später als Bauchgefühl zur Verfügung stehen.
  • Sozial-kognitive Lerntheorie
    Die sozial-kognitive Lerntheorie unterscheidet zwischen Akquisition und Performanz.
  • Soziale Motiv
    Das soziale Motiv beschreibt unsere sozialen Bedürfnisse, die darin bestehen, Kontakt mit anderen zu suchen bzw. zu vertiefen. Es wird zwischen dem Anschlussmotiv und dem Intimitätsmotiv unterschieden.
  • Sozioemotionale Selektivitätstheorie
    Die sozioemotionale Selektivitätstheorie geht davon aus, dass ältere Menschen sich zunehmend solche Bedingungen aussuchen, bei denen die für sie positiven Aspekte überwiegen.
  • Stimmungen
    Stimmungen sind nicht objektbezogen.
  • Stimmungskongruente Reize
    Stimmungskongruente Reize werden bevorzugt verarbeitet
  • Todestrieb
    Der Todestrieb steht für unser (selbst-)zerstörerisches Verhalten.
  • Trieb
    Triebe entsprechen körperlichen Bedürfnissen. Triebgesteuertes Verhalten wird durch Deprivation in Gang gesetzt. Triebe können nicht immer direkt befriedigt erden, tauchen aber in sublimierter Form auf.
  • Über-Ich
    Das Über-Ich steht für die verinnerlichten Normen.
  • Umweltmodell
    Das Umweltmodell beschreibt die Objekte und die davon ausgehenden anziehenden und abstoßenden Kräfte, die sich im Lebensraum der Person befinden.
  • Valenz (V)
    Die Valenz eines Objektes hängt von den aktuellen Bedürfnissen ab.
  • Verhalten
    Als Verhalten definieren wir Geschehnisse, die von außen beobachtbar sind und die sich von anderen Geschehnissen unterscheiden lassen.
  • Verhaltenskonflikte
    Verhaltenskonflikte sind dann gegeben, wenn zwei Alternativen mit entgegengesetzter Kraft auf die Person einwirken.
  • Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikt
    Der Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikt bedeutet die Wahl zwischen zwei unangenehmen Alternativen.
  • Verstärker
    Verstärker sind alle Reize, die die Auftretenswahrscheinlichkeit von Verhalten beeinflussen können. Primäre Verstärker sind unkonditionierte Verstärker wie Nahrung und Schmerzen. Sekundäre Verstärker sind konditionierte Verstärker.
  • Volition
    Unter Volition versteht man, dass ein Ziel auch gewollt werden muss, damit zielbezogene Handlungen initiiert werden.
  • Yerkes-Dodson Gesetz
    Nach dem Yerkes-Dodson Gesetz ergibt sich die beste Leistung bei mittelschweren Aufgaben und mittlerem Erregungsniveau.
  • Zeigarnik-Effekt
    Der Zeigarnik-Effekt beschreibt das Phänomen, dass unerledigte Aufgaben im Gedächtnis salienter (verfügbarer) sind.
  • Zwei-Prozess-Modell
    Das Zwei-Prozess-Modell der Handlungsregulation unterscheidet zwischen assimilativen und akkommodativen Prozessen der Diskrepanzreduktion.
  • Akkommodation
    Akkommodation meint die Anpassung des Soll-Zustandes an die Möglichkeit des Ist-Zustandes. Sie ist funktional, wenn die Zielerreichung nicht mehr möglich ist, dysfunktional jedoch dann, wenn sie zu einer zu frühen Zielablösung führt.