Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • b-Gewicht
    Parameter der linearen Regressionsgleichung, der die Steigung der Geraden angibt. Er ist definiert als der Quotient aus der Kovarianz der untersuchten Merkmale und der Streuung der Prädiktorvariable
  • Babinski-Antwort (Babinski sign)
    Nach dem polnisch-französischen Neurologen Joseph Babinski (1857–1932) bezeichnete reflektorische Rückwärtsbewegung der großen Fußzehe, wenn der seitliche Rand des Fußes bestrichen wird. Der Babinski-Reflex ist bei Kindern im ersten Lebensjahr auslösbar. Bei Erwachsenen ist der Reflex pathologisch und tritt nur als Folge einer Pyramidenbahnschädigung auf.
  • Baby Blues
    Eine negative Verstimmung in den ersten Tagen nach der Entbindung, die mit emotionaler Labilität, Empfindlichkeit und Weinen einhergeht. Die Symptome klingen nach wenigen Tagen wieder ab.
  • Backward Chaining
    Aufbau einer „Verhaltenskette“ (s. dort) von seinem letzten Glied her.
  • Bahn, extrapyramidale
    Alle zentrifugalen Bahnen des motorischen Systems, die nicht in der Pyramdenbahn verlaufen
  • Bahnung (priming)
    Voraktivierung der Repräsentation eines Zielreizes (target) aufgrund eines zuvor gezeigten Bahnungsreizes (prime). Bahnungseffekte können anhand von verkürzten Reaktionszeiten, verringerten Fehlerraten oder aber auch anhand von verringerten neurophysiologischen Maßen der Hirnaktivierung zu den Zielreizen nachgewiesen werden. Bahnungseffekte werden häufig zur Demonstration unbewusster Wahrnehmungsprozesse verwendet.
  • Ein strategisches Managementsystem, das die Finanz-, Kunden-, Prozess- und Mitarbeiter-/Lernperspektive berücksichtigt.
  • Balancetheorie
    Theorie der kognitiven Konsistenz, die annimmt, dass Individuen danach streben, bei der Wahrnehmung ihrer sozialen Umwelt Konsistenz (= „Balance“) aufrechtzuerhalten, d. h. als zusammengehörig erlebte Objekte oder Personen werden ähnlich bewertet.
  • Bálint-Holmes-Syndrom
    Die nach beidseitigen Läsionen des parietookzipitalen Kortex auftretende Kombination von → Simultanagnosie, Blickbewegungsstörungen, Störung der räumlichen Orientierung und ? optischen Ataxie.
  • Bálint-Syndrom
    → Bálint-Holmes-Syndrom
  • Balken
    siehe: Corpus callosum
  • Nervenstrang zwischen den beiden Großhirnhälften
  • Die Bandbreite ist der Unterschied zwischen der tiefsten und der höchsten vorkommenden Frequenz in einem Schallsignal.
  • Bandbreiten-Vertrauens-Dilemma
    Breit definierte Persönlichkeitsmessungen decken viele Verhaltensregelmäßigkeiten mit relativ geringer Validität ab, eng definierte Persönlichkeitsmessungen decken wenige Verhaltensregelmäßigkeiten mit hoher Validität ab
  • Locker organisierte Gruppen von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, die sich als Gruppe identifizieren und häufig an illegalen Aktivitäten beteiligt sind.
  • Bandwagon Effekt
    Bandwagon steht für den „fahrenden Zug“, auf den jemand aufspringt, wenn er sich einer offensichtlich erfolgversprechenden Sache anschließt. In der Konsumentenforschung hat sich der Begriff „Bandwagon-Effekt“ etabliert als Ausdruck für Situationen, in denen Konsumenten nachahmen, was andere Konsumenten auch tun. Wo von Bandwagon-Effekten die Rede ist, steht meist ein ökonomisch paradoxes Phänomen im Vordergrund: Der Effekt geht mit einer erhöhten Nachfrage einher, was den Preis für ein Produkt in die Höhe treibt. Normalerweise reguliert ein steigender Preis die Nachfrage wieder nach unten. Wenn aber das Verhalten der Konsumenten von anderen gezielt nachgeahmt wird, beobachtet man eine steigende Nachfrage bei steigendem Preis.
  • Barbiturate
    Substanzen, die zur Verringerung der Aktivität des zentralen Nervensystems führen. Sie wirken angstreduzierend, schränken jedoch das Gedächtnis und die Urteilsfähigkeit ein.
  • Baroreflexe, arterielle
    Sie ermöglichen eine Optimierung der Herzarbeit, da sie bei Blutdruckabfall eine Beschleunigung der Herzrate, bei Blutdruckanstieg eine Verlangsamung der Herzrate bewirken. Die für die Integration zuständigen Hirnstammmechanismen beeinflussen eine Reihe anderer Faktoren wie z. B. Hormonausschüttung des Nebennierenmarks, Gefäßtonus, Wachheit und Empfindlichkeit gegenüber aversiven Reizen.
  • Barorezeptor
    Druckrezeptor in Blut- und Herzvorhof­gefäßwänden, reagiert auf Druck- oder Volumenveränderungen
  • Verhindert die unmittelbare Überführung eines Ausgangs- in den Zielzustand; unterschieden werden Interpolations-, Synthese- und dialektische Barrieren.
  • Barrierefreiheit
    Gestaltung von Medienangeboten in der Weise, dass es prinzipiell von allen Menschen genutzt werden kann, also auch von behinderten Menschen ohne Erschwernis oder fremde Hilfe.
  • Verhaltensverankerte Einstufungsskala zur Leistungsbeurteilung.
  • Basalganglien
    Im Endhirn gelegene Kerngruppe (u. a. Ncl. caudatus, Putamen, Globus pallidus internus u. externus), die Teil zahlreicher, von präfrontalen Kortexabschnitten ausgehender Regelkreissysteme sind. Über die Basalganglien werden motorische Abläufe im raum-zeitlichen Kontext moduliert und auch wichtige nichtmotorische Funktionen (u. a. bestimmte Aufmerksamkeitsfunktionen) mit gesteuert.
  • Basalganglien
    Mit dem Begriff werden Striatum, das aus Nucleus caudatus und Putamen besteht, und Pallidum, das in ein äußeres und in ein inneres Segment unterteilt werden kann, zusammengefasst. Funktionell werden auch die Substantia nigra und der Nucleus subthalamicus dazugezählt. Funktionell stehen sie in engem Zusammenhang mit dem präfrontalen Kortex.
  • Basalganglien
    Eine besonders wichtige Funktion der Basalganglien besteht in der Produktion von Dopamin, einem Neurotransmitter, der zahlreiche kognitive und motorische Prozesse moduliert. Dopamin-produzierende Neurone modulieren u.a. die Arbeitsweise des DLPFC und spielen eine Rolle beim Erwerb kognitiver und motorischer Fertigkeiten.
  • Basalganglien (Stammganglien)
    Subkortikale Kerne im Telenzephalon (Nc. Caudatus, Globus pallidus, Putamen)
  • Base Rate Neglect
    Häufigster Verzerrungseffekt der Repräsentativitätsheuristik; hierbei wird die grundlegende Wahrscheinlichkeit einer Kategorie unterschätzt, wohingegen Ähnlichkeiten zu dieser Kategorie überschätzt werden.
  • Basic rest activity cycle (BRAC)
    Grundrhythmus der Schlaf-Wach-Aktivität
  • Die Basilarmembran befindet sich im Innneohr in der Cochlea. Sie trägt das Cortische Organ.
  • Basis-Raten-Regel (base-rate rule)
    Diese Regel der Wahrscheinlichkeitstheorie besagt: Die Wahrscheinlichkeit, Mitglied einer bestimmten Klasse zu sein, ist umso größer, je größer der Anteil dieser Mitglieder (base-rate) an der Gesamtheit ist.
  • Basisaffekt (core affect)
    Vermischte Rohgefühle der Angenehmheit und der Erregung
  • Die mittlere und oft zuerst gelernte Ebene einer Klassenhierarchie, so wie „Hund“ im Beispiel Tier – Hund – Pudel.
  • Nach dem strukturalistischen Emotionsansatz ist davon auszugehen, dass der Mensch von Geburt an mit gewissen Emotionen (wie Freude, Wut, Trauer, Ekel) ausgestattet ist, die mit einem spezifischen Erleben, einem spezifischen Ausdrucksverhalten und spezifis
  • Basisemotionen
    Basisemotionen sind Emotionen, die hinsichtlich des mimischen Ausdrucks universell sind, d.h. kulturübergreifend gezeigt und auch verstanden werden. Der Auffassung vieler Forscher zufolge zählen Freude, Traurigkeit, Überraschung, Ekel, Furcht und Wut dazu. Manche Forscher bezeichnen aber als Basisemotionen nur solche, die ungelernt oder überlebensdienlich sind.
  • Nach der Prototyptheorie lassen sich mindestens drei Ebenen von Kategorien unterscheiden: Neben den hier genannten gibt es auch unter- und übergeordnete Kategorien.
  • Basiskategorien (basic categories)
    Psychologisch privilegierte Kategorienebene in Taxonomien. Kategorien auf dieser Ebene (z. B. Hund) werden als Erstes gelernt, am schnellsten benannt und zeichnen sich häufig durch gleichartiges Aussehen aus. In der Regel handelt es sich um die mittlere Ebene in Taxonomien. Expertise und Kultur können aber mit beeinflussen, welche Ebene die Basisebene ist.
  • In Konzepthierarchien (→ Taxonomien) gibt es in der Regel ein hervorgehobenes, typischerweise mittleres Abstraktionsniveau, das »Basisniveau« (»basic level«) genannt wird. Die auf diesem Abstraktions- oder Allgemeinheitsniveau unterschiedenen Konzepte werden »Basiskonzepte« (»basic level concepts«) genannt. Bei der spontanen Identifikation von Objekten wird in der Regel das jeweilige Basiskonzept gewählt. Eine Meise wird bspw. spontan eher als Vogel denn als Meise oder als Tier identifiziert. Basiskonzepte bestimmen somit die Kategorien unserer spontanen Wahrnehmung.
  • Die einfachsten und am häufigsten eingesetzten geistigen Aktivitäten.
  • Den Anteil der geeigneten Bewerber in einer Bewerberstichprobe bezeichnet man als Basisrate.
  • Bei der Basisrate handelt es sich um die absolute Häufigkeit, mit der ein bestimmtes Ereignis eintritt oder mit der ein bestimmtes Merkmal in einer Population vorliegt.
  • Basisrateninformation
    Informationen, die uns eine Vorstellung davon vermitteln, wie häufig bestimmte Kategorien in der allgemeinen Population.
  • Gemäß kritischem Realismus sind empirische Daten keine reinen Abbilder der Realität, sondern im Zuge der Forschung erzeugte, stets von Theorien durchsetzte Beschreibungen, deren Übereinstimmung mit der beobachtbaren Wirklichkeit (sog. Basissatzproblem) sowie deren Entsprechung mit den jeweiligen Begriffen/Konstrukten innerhalb der zu prüfenden Theorie (sog. Korrespondenzproblem) ihrerseits theoretisch zu fassen und kritisch-empirisch zu prüfen sind anhand sog. Hilfs- oder Instrumententheorien.
  • Das Basissatzproblem („problem of basic statements“) bezieht sich auf die Problematik des Nachweises, dass Beobachtungsprotokolle bzw. die erhobenen empirischen Daten tatsächlich mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Die Übereinstimmung kann nicht bewiesen, sondern nur in einem – ständiger Kritik unterzogenen – Konsens der Wissenschaftsgemeinschaft festgelegt werden. Damit handelt es sich bei empirischen Daten im Verständnis des Kritischen Rationalismus nicht einfach um reine Fakten, sondern immer um theoriegeladene Aussagen.
  • Basking in Reflected Glory
    "Von Cialdini et al. (1976) beschriebenes Phänomen, das die Aufwertung der eigenen Person als Folge der Identifikation mit der eigenen Gruppe beschreibt. Hierbei führt die Zugehörigkeit zu einer statushohen Gruppe dazu, dass sich das Individuum in deren ""Ruhm sonnt"" und sich mit diesem identifiziert."
  • Basking in Reflected Glory
    „Sich im Glanze anderer zu sonnen“ meint hier die Erhöhung des Selbstkonzepts durch die Zugehörigkeit zu einer leistungsstarken und prestigeträchtigen Bezugsgruppe (z. B. Schulform).
  • Der Bauchrednereffekt ist ein Phänomen der Zusmmanearbeit von Hören und Sehen. Obwohl sich bei einer speziellen Anordnung eine Person und die Stimme nicht an einem Ort befinden, wird die Stimme aber trotzdem am Ort der Person wahrgenommen.
  • Bauchrednereffekt (ventriloquist effect)
    Intersensorische Beeinflussung, bei der der Ort eines auditiven Reizes zum Ort eines gleichzeitigen visuellen Reizes hin verschoben wahrgenommen wird. Dies geschieht etwa bei der Zuordnung gehörter Sprache zu den gesehenen Mundbewegungen der Puppe eines Bauchredners. Beim zeitlichen Bauchrednereffekt hingegen wird der Zeitpunkt eines meist visuellen Reizes zum Zeitpunkt eines leicht asynchronen auditiven Reizes hin verschoben wahrgenommen.
  • Eine Variante der statistischen Entscheidungstheorie, bei der Wahrscheinlichkeiten für verschiedene Hypothesen unter der Voraussetzung eines empirisch ermittelten Untersuchungsergebnisses berechnet werden
  • Das Bayes-Theorem gibt an, wie man die A-priori-Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses mit den bedingten Wahrscheinlichkeiten für schon eingetretene Ereignisse kombinieren muss, um die A-posteriori-Wahrscheinlichkeit des Ereignisses zu bestimmen.
  • Bayes-Theorem (Bayes’ theorem)
    Aus den Axiomen der Wahrscheinlichkeitstheorie abgeleitetes Prinzip zur Bestimmung einer bedingten Wahrscheinlichkeit p(A|B), wenn p(B), p(nicht − B) und p(B|A) bekannt sind. Typischerweise beurteilt man damit die Wahrscheinlichkeit einer Hypothese im Lichte bestimmter Daten p(H|D), wenn die A-priori-Wahrscheinlichkeit der Hypothese p(H) (und damit auch p(nicht-H)) sowie die Wahrscheinlichkeit der Daten unter der Hypothese p(D|H) zur Verfügung stehen.
  • Bayes-Theorem (Bayes’ theorem)
    Es schreibt vor, wie die A-priori-Wahrscheinlichkeit einer Hypothese mit der bedingten Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses zu kombinieren ist, um die A-posteriori- Wahrscheinlichkeit der Hypothese zu bestimmen.
  • Bayesian information criterion
    Darunter wird ein dem AIC ähnliches Kriterium der Anpassungsgüte des Modells an die Daten verstanden, das im Unterschied zum AIC die Nicht-Sparsamkeit von Modellparametern stärker bestraft.
  • Bayliss-Effekt
    Blutgefäßverengung (Konstriktion) bei Druckerhöhung im Gefäß
  • Als psychische Beanspruchung bezeichnet man die individuellen, zeitlich unmittelbaren Auswirkungen der psychischen Belastung auf den Menschen.
  • Beanspruchung
    Individuelle Reaktionen auf Belastungen; unterschieden werden kann zwischen kurzfristigen Beanspruchungsreaktionen (z. B. positives/negatives Empfinden, verminderte Konzentration) und langfristigen Beanspruchungsfolgen (chronischer Stress, Burnout).
  • Im Zuge der Personalentwicklung eine einhergehende Analyse des Trainingsbedarfs einer Organisation.
  • Diese Emotion entsteht, wenn die gewählte Option zu einem schlechteren Ergebnis führt, als die nicht gewählte. Die Antizipation dieser Emotion und der Wunsch nach deren Vermeidung ist von großer Bedeutung beim Entscheiden.
  • Ausmaß, in dem die Tätigkeit einen beträchtlichen Einfluss auf das Leben anderer hat
  • Bedingte Antwortmusterwahrscheinlichkeit P(av|g)
    Bei der dichotomen Latent Class Analyse (LCA): Wahrscheinlichkeit eines Antwortmusters av unter der Bedingung, dass die Person v zur Klasse g gehört.
  • bedingte Automatizität
    Die Vornahme, eine bestimmte Handlung auszuführen, scheint den kognitiven Apparat in eine Art Reflexmaschinerie zu transformieren, die dafür sorgt, dass Reizmerkmale, die zu der intentional vorbereiteten Handlung passen, mehr oder weniger automatisch verarbeitet werden. Die eigentliche Handlung gleicht einem Reflex, es ist aber ein Reflex, der im Dienst der Intention steht und durch sie erst ermöglicht wird.
  • Bedingte Itembejahungswahrscheinlichkeit P(xvi=1|g)
    Bei der dichotomen Latent Class Analyse (LCA): Wahrscheinlichkeit, mit der ein Item i bejaht wird, wenn die entsprechende Person v zur Klasse g gehört.
  • Bedingte Kategorienwahrscheinlichkeit P(xvi=k|g)
    Bei der polytomen Latent Class Analyse (LCA): Wahrscheinlichkeit, mit der ein Item i mit der Antwortkategorie k beantwortet wird, wenn die entsprechende Person v zur Klasse g gehört.
  • Bedingte Klassenzuordnungswahrscheinlichkeit P(g|av)
    Bei der dichotomen Latent Class Analyse (LCA): Wahrscheinlichkeit, mit der eine Person v mit dem Antwortmuster av zur Klasse g gehört.
  • Bedingte Reaktion
    siehe: Konditionierte Reaktion
  • bedingter Reflex
    Reaktion auf einen konditionierten Reiz. Die unbedingte reflexhafte Reaktion auf einen unkonditionierten Stimulus wird an einen zuvor neutralen Reiz gekoppelt und erfolgt nach einiger Zeit bereits bei bloßer Darbietung des vormals neutralen, jetzt konditionierten Reiz.
  • Bedingter Stimulus
    siehe: Konditionierter Stimulus bzw. Reiz
  • Untersuchung der Bedingungen, die an der Entwicklung, Aufrechterhaltung und Auslösung einer symptomatischen Reaktion beteiligt sind.
  • Bedingungsbezogene Analyseverfahren
    Sie zielen darauf ab, Anforderungen und Ausführungsbedingungen der Arbeitstätigkeit unabhängig von konkreten Personen mithilfe von Beobachtungen und Befragungen zu erfassen. Es wird daher von individuellen Besonderheiten der Aufgabenbewältigung und der Beurteilung von Arbeitsmerkmalen abgesehen und verallgemeinernd auf Regulationserfordernisse, Motivationspotenziale und Bewältigungsmöglichkeiten geschlossen.
  • Bedingungsfreie Wertschätzung
    Einer der drei Faktoren, der die therapeutische Grundhaltung in der GT prägt: Eine nicht an Bedingungen oder an Verhalten geknüpfte positive Anerkennung eines Menschen.
  • Bedingungslose positive Wertschätzung
    mitfühlende, akzeptierende, nicht wertende Haltung, von der Carl Rogers glaubte, dass sie Klienten dabei helfen würde, Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz zu entwickeln.
  • Bedrohung durch ein Stereotyp
    siehe: Stereotype Threat
  • Bedürfnis
    Psychischer oder physischer Mangelzustand, mit dem ein unangenehmes Spannungserleben verbunden ist, was zu bedürfnisbefriedigenden Handlungen motiviert.
  • 1. aktueller Zustand: Abweichung zwischen Istwert und Sollwert in einem Regelkreismodell der Motivation 2. Eigenschaft: Sollwert in einem Regelkreismodell der Motivation
  • Drang mit Spannungszustand, der abgebaut (bzw. erfüllt) werden möchte
  • Bedürfnis
    Spezifischer Mangel- oder Störungszustand im Organismus (wie Hunger, Durst oder Schmerz), der einen unspezifischen Trieb von bestimmter Stärke und mit verhaltensaktivierender Funktion hervorruft.
  • Bedürfnis (need)
    "(1.) aktueller Zustand: Abweichung zwischen Istwert und Sollwert in einem Regelkreismodell der Motivation; (2.) Eigenschaft: Sollwert in einem Regelkreismodell der Motivation"
  • Bedürfnis nach einem abschließenden Urteil
    Bezieht sich auf das Bedürfnis von Menschen, eine klare Antwort auf eine Frage zu haben – irgendeine Antwort im Gegensatz zu Unsicherheit. Das Bedürfnis ist ein Persönlichkeitsmerkmal, es kann aber auch durch Situationen induziert werden.
  • Bedürfnis nach Zugehörigkeit
    Die elementare und angeborene Motivation des Menschen, positive, starke und stabile Bindungen zu anderen zu knüpfen.
  • Bedürfnishierarchie
    Maslows Pyramide der menschlichen Bedürfnisse. beginnend mit den physiologischen Bedürfnissen, die erst erfüllt sein müssen, bevor auf einer höheren Stufe das Bedürfnis nach Sicherheit und danach die psychischen Bedürfnisse aktuell werden.
  • Dritte Phase der IPT. Ziele: angemessener Umgang mit Behandlungsende, Verfestigung neu erreichter Kompetenzen, Vorbereitung der Zukunft.
  • Phase im Veränderungsmodell von Prochaska und Diclemente: Stabilität des neuen Verhaltens ohne weitere Anstrengungen vs. Rückfall in alte Verhaltensmuster.
  • Befragung
    Technik, bei der die von ihnen selbst berichteten Einstellungen oder Verhaltensweisen der Menschen einer bestimmten Gruppe ermittelt werden. i. Allg. wird eine repräsentative Zufallsstichprobe befragt.
  • Indirektes Datenerhebungsverfahren, bei dem eine große (repräsentative) Stichprobe von Personen aus einer großen Grundgesamtheit mittels Fragebogen oder Interview befragt wird und die Daten nach bestimmten Regeln ausgewertet werden.
  • Bei einer Befragung per Austeilen und Einsammeln („delivery and collection survey“) wird ein Paper-Pencil-Fragebogen an die anwesenden Befragungspersonen (meist in einer Gruppe) ausgeteilt und nach dem Ausfüllen vor Ort direkt wieder eingesammelt.
  • Ein von Herbert Simon eingeführtes Modell menschlichen Entscheidens. Demnach befördert eine Reihe von Mechanismen (z.B. Entscheidungsstrategien, Person- und Umweltfaktoren) eine zufriedenstellende Balance zwischen Aufwand und Entscheidungsgüte - trotz der kognitiven Begrenzungen, denen das Denken unterliegt.
  • Begriff
    mentale Gruppierung ähnlicher Gegenstände, Ereignisse, Ideen oder Personen.
  • Mentale Gruppierung ähnlicher Gegenstände, Ereignisse, Personen oder Ideen.
  • Begriffsbildung
    Begriffsbildung hat ihren Ausgangspunkt in der Feststellung der gemeinsamen Merkmale von Dingen, Qualitäten und Ereignissen, die aufgrund der Ähnlichkeit ihrer Merkmale zu einer semantischen Kategorie zusammengefasst werden können.
  • Der Kritische Rationalismus konzentriert sich im Zusammenhang mit wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn auf den Begründungszusammenhang. Mit dem Begründungs- oder Rechtfertigungszusammenhang („context of justification“) ist die Frage angesprochen, ob und wie eine Theorien intersubjektiv nachvollziehbar als ungültig (falsifiziert) oder als vorläufig bestätigt bzw. bewährt (bislang nicht falsifiziert) ausgewiesen werden kann. Die Prüfung von wissenschaftlichen Theorien soll laut Kritischem Rationalismus in der Forschung gemäß dem deduktiven Falsifikationsprinzip methodisch angeleitet in nachvollziehbarer Weise anhand von empirischen Daten erfolgen. Wobei gemäß raffiniertem methodologischem Falsifikationismus immer auch die Erklärungskraft der Theorie im Vergleich zu anderen Theorien ein Beurteilungskriterium ist.
  • Behandlung
    Unter Behandlung werden sehr unterschiedliche Interventionen subsumiert. Es mag sich dabei um eine eng umschriebene Maßnahme handeln (wie z. B. die Therapie eines Klienten) oder um eine Kombination vieler einzelner »treatments« (wie z. B. den Einbezug der Familie oder der Arbeitskollegen in den Behandlungsplan).
  • Beharren auf Überzeugungen
    Festhalten an den ursprünglichen Auffassungen, nachdem die Grundlage, auf der sie gebildet wurden, zweifelhaft geworden ist.
  • Behavior Modeling Training
    Das Behavior Modeling Training basiert auf der „Theorie des sozialen Lernens“. In diesem wird davon ausgegangen, dass menschliches Verhalten überwiegend durch Beobachtung an aktuellen oder symbolischen Modellen gelernt wird. Im Kern des Trainings steht daher die Präsentation von Verhaltensmodellen, die demonstrieren, anhand welcher Verhaltensweisen eine Arbeits- bzw. Problemsituation erfolgreich bewältigt werden kann. Die Modelle werden üblicherweise als Film präsentiert oder durch Akteure unmittelbar dargestellt.
  • Behavioral Approach System (BAS)
    Zentralnervöses System, das nach Gray Annäherungsverhalten auslöst, wenn Reize Belohnung oder Nicht-Bestrafung signalisieren. Höhere Aktivität ist u.a. mit manischen Zuständen assoziiert. Behavioral Inhibition System (BIS).
  • Behavioral Inhibition
    "Verhaltenshemmung; Verhaltenstendenz bei Kindern, in unbekannten Situationen mit Scheu oder Zurückhaltung zu reagieren."
  • Behavioral Inhibition System (BIS)
    Zentralnervöses System, das nach Gray Verhalten hemmt, wenn konditionierte Strafreize, Nicht-Belohnung, angeborene Fluchtreize oder neuartige Reize aversive Konsequenzen signalisieren. Höhere Aktivität ist u.a. Angststörungen und negativer Affektivität assoziiert. Behavioral Approach System (BAS).
  • Theorien, die Lernen und Verhalten mit Hilfe von Stimulus-Response-Verknüpfungen beschreiben und erklären. Die Theorien des Klassischen Konditionierens und des Operanten Konditionierens sind Beispiele dafür. Zu Vertretern gehören z.B. Skinner, Watson, Pawlow.
  • Behaviorismus
    Sichtweise von der Psychologie als 1. einer objektiven Wissenschaft, die 2. das Verhalten ohne Bezugnahme auf mentale Prozesse untersucht. Heute stimmen die meisten Psychologen, die in der Forschung tätig sind, lediglich der 1. Aussage zu.
  • Behaviorismus
    Von John B. Watson begründete Forschungsrichtung, die von der empirischen Vorgehensweise der Naturwissenschaften ausgehend nur objektiv beobachtbare Verhaltensphänomene analysierte.
  • Behaviorismus
    Forschungsrichtung in der Psychologie, die davon ausgeht, dass Verhalten allein durch Reiz-Reaktions-Zusammenhänge zu erklären ist. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer bestimmten Reaktion auf einen vorangegangenen Stimulus definiert sich darüber, wie oft das betreffende Verhalten in der Vergangenheit belohnt bzw. bestraft wurde. Dabei bleiben internale Zustände des Individuums, die zwischen Reiz und Reaktion vermitteln, unberücksichtigt.
  • Behaviorismus
    Paradigma der Psychologie, das sich auf beobachtbares Verhalten beschränken wollte
  • Behaviorismus
    Siehe Verhaltenstheorie
  • Der Behaviorismus entstand zu Beginn des 20sten Jahrhunderts. Ihre Begründer hatten sich »auf die Fahnen geschrieben«, psychologische Forschung auf streng naturwissenschaftliche Weise zu betreiben, bei der es einzig darum geht, gesetzmäßige Beziehungen zwischen objektiv messbaren Größen zu erkennen. Annahmen über innere Prozesse und Zustände, wie etwa Ziele, Wünsche oder Erwartungen, die nur der Selbstbeobachtung (Introspektion) zugänglich sind und somit nicht objektiv gemessen werden können, sollten in Erklärungskonzepten keine Rolle spielen. Objektiv messbar waren zum damaligen Zeitpunkt nur die Situations- oder Reizbedingungen, unter denen man ein bestimmtes Verhalten beobachtete, und die Eigenschaften des Verhaltens selbst, etwa die Häufigkeit oder Intensität von Reaktionen. Dementsprechend waren Aufbau und Zerfall von Reiz-Reaktionsbeziehungen der zentrale Forschungsgegenstand des Behaviorismus. Durch die ausschließliche Konzentration auf Reiz-Reaktionsbeziehungen wurde die psychologische Grundlagenforschung von ihrem originären Gegenstand, den zwischen Situation und Verhalten vermittelnden inneren Prozessen, entfremdet.
  • Sichtweise von der Psychologie (1) als einer objektiven Wissenschaft, (2) als einer Wissenschaft, die das Verhalten ohne Bezugnahme auf mentale Prozesse untersucht.
  • Behaviorismus (behaviorism)
    Paradigma der Psychologie, das sich auf beobachtbares Verhalten beschränken wollte
  • behavioristisch-lerntheoretische Emotionstheorien
    Behavioristisch-lerntheoretische Ansätze gehen davon aus, dass Emotionen im Laufe der individuellen Lerngeschichte durch klassisches und instrumentelles Konditionieren erworben werden.
  • Behavioristische Ansatz
    befasst sich ausschließlich mit dem offenen, beobachtbaren Verhalten (Reaktionen) und untersucht dessen Bezug zu den vorangehenden Reizgegebenheiten in der Umwelt sowie den nachfolgenden Konsequenzen, woraus Verhaltensvorhersage und Verhaltensmodifikation möglich werden. Er macht keine Aussagen über innerkörperliche (biochemisch neuronale) oder innerpsychische (motivationale, kognitive) Prozesse.
  • Behavioristische Theorien
    waren in den 1970er Jahren verbreitet und akzeptieren nur Aussagen über beobachtbares Verhalten als wissenschaftlich (Psychologie als Verhaltenswissenschaft). Intrapsychische (z.B. kognitive) Vorgänge werden aus der Betrachtung weitgehend ausgeschlossen.
  • Beitragsdilemma
    Überbegriff für Dilemmata, in denen jeder einzelne versucht ist, seinen individuellen Nutzen zu maximieren, während das kollektive Wohl nur durch die Kooperation von vielen gesichert werden kann.
  • Persönlichkeitsbeschreibungen von Dritten (z. B. Freunden)
  • Elemente werden zu Figuren zusammengefasst, wenn diese Figuren bekannt oder bedeutungshaltig sind.
  • Als psychische Belastung wird die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen einwirken, verstanden.
  • Belastungen sind objektive Faktoren und Größen (z. B. Lärm, Zeitdruck oder Störungen des Arbeitsablaufs), die von außen auf den Menschen einwirken und Auswirkungen im Menschen und auf den Menschen haben. Diese Auswirkungen werden als _Beanspruchungen_ (z. B. in Form von Müdigkeit, Gereiztheit oder fehlerhaftes Arbeitsverhalten) bezeichnet. _Psychische Belastungen_ beziehen sich auf die Gesamtheit der erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und auf ihn psychisch einwirken. Unter _psychischer Beanspruchung_ wird die individuelle, zeitlich unmittelbare und nicht langfristige Auswirkung der psychischen Belastung im Menschen in Abhängigkeit von seinen individuellen Voraussetzungen und seinem Zustand verstanden.
  • Belastungen
    Berufsbezogene und andere Umweltfaktoren, die auf eine Person einwirken. Unterschieden wird zwischen objektiven Belastungen (wie z. B. Lärm als psychophysiologisch nachweisbare Belastungsquelle) und subjektiven Belastungen (wie z.B. die individuelle Wahrnehmung und Interpretation von Arbeitsplatzbedingungen oder finanziellen Härten).
  • Drei Belastungsbereiche können unterschieden werden: der materiell-technische, der soziale und der persönliche Bereich. Die Entstehung von Belastungen kann in jedem der drei Bereiche erfolgen; auch in Überschneidungen der Bereiche.
  • Belastungsfaktor, psychosozialer
    Lebensereignisse oder Veränderungen der Lebensumstände, die zeitlich mit Ausbruch, Auftreten oder Verschlechterung einer psychischen Störung in Beziehung stehen können.
  • Konsequenzen von Belastungen am Arbeitsplatz lassen sich in kurz- und mittel- bis langfristige Belastungsfolgen unterteilen. Belastungen können auf der physiologischen, der psychischen und auf der Verhaltensebene auftreten.
  • Belastungsstörung, postpartale posttraumatische
    Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) als Reaktion auf eine Geburt, die subjektiv als traumatisch erlebt wurde.
  • Eine Kategorie des soziometrischen Status, die sich auf Kinder oder Jugendliche bezieht, die von vielen Peers positiv (gemocht) und von wenigen Peers negativ (nicht gemocht) gesehen werden.
  • soziometrisch: Zahl erhaltener positiver Wahlen
  • Beliebtheit (popularity)
    soziometrisch: Zahl erhaltener positiver Wahlen
  • Positives Ereignis oder Reiz, der auf ein Verhalten folgt und es positiv verstärkt. Führt zur Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens.
  • Belohnungsaufschub (delay of gratification)
    Fähigkeit, auf eine sofortige kleine Belohnung zugunsten einer erst später verfügbaren größeren Belohnung zu verzichten.
  • Belohnungssystem
    Unter dem Begriff des Belohnungssystems werden die Schaltkreise zusammengefasst, deren Aufgabe die Beurteilung des Belohnungswertes von Verhaltensleistungen ist. War eine spezifische Verhaltensleistung nützlich oder eher abträglich für den Organismus? Eine Verhaltensleistung ist dann nützlich, wenn sie den Organismus belohnt, indem sie Bedürfnisse wie etwa Hunger oder Durst befriedigt.
  • Benennungsaufgabe (naming)
    Aufgabe in Experimenten, bei der Versuchspersonen Reize laut aussprechen sollen.
  • Benningtonstudie
    Eine längsschnittliche Feldstudie zu sozialem Einfluss; sie zeigt, wie sich die politischen Einstellungen von ursprünglich konservativen Studentinnen mit der Zeit in Richtung der liberalen Einstellungen änderten, die auf diesem Universitätscampus vorherrschten.
  • Benutzeroberfläche
    Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine
  • Substanz aus der Wirkgruppe der GABAergen Beruhigungsmittel, z. T. auch als Einschlafmittel eingesetzt. Es besteht Suchtgefahr.
  • Psychoaktive Substanz aus der Gruppe der Hypnotika, die zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt werden kann. Paradoxerweise ist diese Substanz aber auch gleichzeitig möglicher Auslöser von Schlafstörungen: Verursachung von sogenannter Rebound-Insomnie als Entzugssymptom bereits nach mehrtägiger Einnahme. Metaanalytisch ist deutliche Überlegenheit im Vergleich zu Placebo nachgewiesen bei Einnahme bis zu sechs Wochen. Risiken und Nebenwirkungen: hohes Toleranz- und Abhängigkeitsrisiko, plötzliches Absetzen löst häufig Rebound-Insomnie aus.
  • Beobachterdrift
    Von Beobachterdrift spricht man, wenn die Genauigkeit der Beobachtung über die Beobachtungsphase hinweg entweder nachlässt (z. B. wegen Ermüdung) oder zunimmt (z. B. wegen zunehmender Geübtheit).
  • beobachteter Wert
    Der Testwert, der aus der einmaligen Testung einer Person resultiert. Er setzt sich zusammen aus dem wahren Wert der Person und einem Fehlerwert.
  • Als wissenschaftliche Beobachtung bezeichnet man das planvolle Wahrnehmen und Registrieren von Ereignissen und Verhaltensweisen. Die Ergebnisse werden so dokumentiert, dass die Gütekriterien überprüft werden können.
  • Beobachtung in natürlicher Umgebung
    Beobachten und Erfassen von Verhalten in natürlichen Situationen unter Verzicht auf Manipulation oder Kontrolle der Situation.
  • Das Beobachtungsinterview dient der peronenunabhängigen Untersuchung der Arbeitssituation. Die Kombination aus Interview und Beobachtung soll neben der reinen Beobachtung der Arbeitssituation auch Informationen über die Bedeutung der Arbeit für die Arbeiter liefern und deren Erfahrung erfassen.
  • Beobachtungsinterview
    Bei dieser Erhebungsform beobachtet der Verfahrensanwender den Beschäftigten bei der Ausübung seiner Tätigkeit in einer halbstandardisierten Form und stellt währenddessen gezielte, ebenfalls halbstandardisierte Fragen an die arbeitende Person zu den Arbeitsaufgaben, den Anforderungen sowie den Belastungen und Beanspruchungen. Auf dieser Basis beantwortet er die im Rahmen der Datenerhebung für ein bestimmtes Verfahren gestellten Fragen und nimmt Einschätzungen von Analysemerkmalen vor. Durch die Kombination der Beobachtungs- mit Befragungsmethoden wird versucht, die jeweiligen Schwächen der beiden Methoden zu kompensieren.
  • Beobachtungslernen
    Eine Form des Lernens, bei dem ein Beobachter/eine Beobachterin neues Verhalten erlernt, das sie/er bei jemand anderem beobachtet hat. Zur Anleitung ist es erforderlich, dass der Lernende seine Aufmerksamkeit auf das relevante Verhalten richtet, die relevanten Aspekte wahrnimmt, sie im Gedächtnis speichern und abrufen kann, die motorische Reproduktion bewältigt und in der Situation motiviert ist, das Verhalten zu zeigen.
  • Beobachtungslernen
    durch die Beobachtung anderer Menschen lernen.
  • Beobachtungslernen
    Lernen durch Imitation des Verhaltens anderer
  • Beobachtungslernen (imitation)
    Lernen durch Imitation des Verhaltens anderer
  • Beobachtungslernen (Lernen durch Beobachtung)
    Imitationslernen
  • Beobachtungslernen (observational learning)
    Instrumentelles Lernen allein durch Beobachten einer Modellperson, d. h. ohne Ausführung einer eigenen Reaktion.
  • Beratung, pädagogisch-psychologische
    Meist kurzfristige angelegte und prinzipiell freiwillige Beziehung, in der Berater vorwiegend mittels sprachlicher Interaktion und unter Rückgriff auf pädagogisch-psychologisches Wissen versuchen, Personen oder Gruppen von Personen aus dem erzieherischen Feld in die Lage zu versetzen, ihr Problem zu lösen, um Entwicklungsprozesse zu optimieren.
  • Bereich. Es dient hauptsächlich dazu, Probanden diversen psychiatrischen Kategorien zuzuordnen oder um festzustellen, dass sie zur unauffälligen »Normal«-Population gehören. "
  • Annahme, dass sich die Erfahrungen verschiedener Lebensbereiche (z. B. erworbene Kompetenzen) gegenseitig positiv beeinflussen. (Stichwort: Work-Life-Balance)
  • bereichsspezifische Eigenschaft
    Eigenschaft mit niedriger Konsistenz zwischen verschiedenen Situationsklassen
  • bereichsspezifische Eigenschaft (domain-specific trait)
    Eigenschaft mit niedriger Konsistenz zwischen verschiedenen Situationsklassen
  • Bereitschaftspotenzial (readiness potential)
    Langsame negative rampenförmig ansteigende Potenzialverschiebung in frontalen Hirnbereichen (evozierte Potenziale), die 500 – 1000 ms vor der Ausführung einer Willkürbewegung einsetzt (s. auch lateralisiertes Bereitschaftspotenzial).
  • Berliner Intelligenzstruktur-Test (BIS)
    Dem Berliner Intelligenzstruktur-Test (Form 4; BIS-4) von Jäger et al. (1997) liegt mit dem »Berliner Intelligenzstrukturmodell« ein Strukturmodell zugrunde, das sich deutlich von dem anderer Tests unterscheidet. Dieses Modell erweist sich auch als nützlich, um andere Intelligenztests oder Aufgabengruppen konzeptuell einzuordnen. Die Autoren unterscheiden vier Arten von »Operationen«, die jeweils mit drei unterschiedlichen »Inhalten« kombinierbar sind. Zur Hochbegabungsdiagnostik steht mit dem BIS-HB (Jäger et al., 2006) eine Testversion zur Verfügung, die nicht nur an durchschnittlich begabten, sondern auch an über 500 hochbegabten Schülern normiert wurde.
  • Der Beruf dient nicht nur dem kurzfristigen Einkommenserwerb, sondern auch der langfristigen Schaffung, Erhaltung und Weiterentwicklung der Lebensgrundlagen für den Berufstätigen und seine Familie.
  • Beruf-Familie-Konflikt (B-F-Konflikt)
    Der B-F-Konflikt bezeichnet Störungen des Familienlebens (F) durch gleichzeitige Anforderungen im beruflichen Bereich (B).
  • Berufliche Entwicklung
    Berufliche Entwicklung ist ein lebenslanger Prozess, der von der Laufbahnentwicklungstheorie in fünf Phasen eingeteilt wird, nämlich: Wachstums-, Explorations-, Etablierungs-, Erhaltungsphase und Ausscheiden aus dem Erwerbsleben.
  • Berufliche Entwicklungsaufgaben
    Ein wichtiger Auslöser beruflicher Entwicklungsprozesse sind sog. Entwicklungsaufgaben, die als geteilte normative Erwartungen von der sozialen Umgebung an das Individuum herangetragen werden. Die erfolgreiche Bewältigung einer Entwicklungsaufgabe führt zu Zufriedenheit und Anerkennung, während das Versagen bei einer Entwicklungsaufgabe das Individuum unglücklich macht, auf Ablehnung durch die Gesellschaft stößt und zu Schwierigkeiten bei der Bewältigung späterer Entwicklungsaufgaben führt.
  • Die Berufliche Handlungskompetenz unterteilt sich in vier Kompetenzbereiche: Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz.
  • Berufliche Passung
    Das normative Passungsmodell der Berufsfindung postuliert die Wichtigkeit einer objektiven Passung zwischen individuellen Lernpotenzialen und den spezifischen Anforderungen bestimmter Berufe sowie der Passung zwischen den Bedürfnissen von Personen und den Gratifikationen, die sie innerhalb eines bestimmten Berufes erlangen können. Für die Laufbahnentwicklungstheorie kommt es dagegen weniger darauf an, was eine Person objektiv leisten kann und leistet und wie gut sie objektiv zu einem bestimmten Beruf passt, sondern wie die betroffene Person selbst die individuelle Passung wahrnimmt und einordnet. Die Kongruenz mit dem Selbstkonzept einer Person ist dort also die entscheidende Größe beruflicher Passung.
  • Unterstützung bei der Findung eines individuell geeigneten Berufes.
  • Berufseignungsdiagnostik
    »Berufseignungsdiagnostik bezeichnet die Methodologie der Entwicklung, Prüfung und Anwendung psychologischer Verfahren zum Zwecke eignungsbezogener Erfolgsprognosen und Entscheidungshilfen im beruflichen Kontext« (Schuler & Höft, 2007, S. 102).
  • Sammlung gesetzlicher Richtlinien zur praktischen Ausübung eines bestimmten Berufs (hier Psychotherapeut).
  • Dienen der bundeslandspezifischen verbindlichen Regelung der praktischen Berufsausübung, z. B. Umgang mit Patientendaten, Dokumentations- und Aufklärungspflichten.
  • Berufsprestige
    kulturelle Bewertung des ausgeübten Berufs
  • Berufsprestige (occupational status)
    kulturelle Bewertung des ausgeübten Berufs
  • Die Wahrnehmung einer passiven Berührung der Haut wird als Berührungswahrnehmung bezeichnet.
  • Verhaltenserwartungsskala zur Leistungsbeurteilung.
  • Beschäftigungskrampf
    → Dystonie, fokale
  • Beschränkungen durch die soziale Realität
    Belege dafür, dass die Fremdgruppe auf einer bestimmten Dimension eindeutig besser ist, können dazu führen, dass die Eigengruppenbegünstigung im Hinblick auf diese Dimension nur schwer zu rechtfertigen ist.
  • Beim Beschreiben werden Angaben über die Erscheinungsformen und Merkmale von mindestens einem Sachverhalt gemacht. Dies geschieht durch Benennen, Ordnen und Klassifizieren, Definieren, Angaben zu Häufigkeit bzw. Ausprägungsgrad.
  • Entscheidungen können auf der Basis von Beschreibungen der Konsequenzen oder aufgrund erfahrungsbasierten Wissens gefällt werden. In der Forschung werden häufig beschreibungsbasierte Entscheidungen untersucht, während unsere Alltagsentscheidungen häufig erfahrungsbasiert sind.
  • Bezeichnen das Phänomen, dass allein der Besitz eines Objektes zu dessen Aufwertung beim Besitzer führt.
  • Besser-als-der-Durchschnitt-Effekt (BDE)
    Der Befund, dass mehr als 50 % der Teilnehmer an Studien angeben, sie selbst seien in Bezug auf eine Vielfalt von Kriterien besser als der Durchschnitt.
  • Bestätigungsfehler (confirmation bias)
    Tendenz von Menschen nur Beobachtungen zu erzeugen, die ihren Hypothesen entsprechen.
  • Bestätigungstendenz
    Tendenz, nach Informationen zu suchen, die eine vorgefasste Meinung bestätigen, und Hinweise zu ignorieren oder zu verzerren, die dieser Meinung widersprechen.
  • Zur Bestätigungstendenz kommt es, wenn Personen vor ihren Urteilen oder Entscheidungen überproportional solche Informationen suchen, die ihren Erwartungen oder Hypothesen entsprechen.
  • Setzen einer negativen Konsequenz oder Wegnahme einer positiven Konsequenz. Hierdurch wird die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens gesenkt.
  • Verhaltenskonsequenz, die auf ein unerwünschtes Verhalten hin erfolgt und entweder im Hinzufügen eines aversiven Reizes (direkte bzw. positive Bestrafung) oder im Entfernen eines bis dahin vorliegenden angenehmen Reizes (indirekte bzw. negative Bestrafung) besteht. Bezweckt wird damit eine Reduzierung der Auftretenswahrscheinlichkeit des unerwünschten Verhaltens.
  • Bestrafung
    Ereignis, das das vorausgehende Verhalten reduziert.
  • Bestrafung (punishment)
    Vorgehen des instrumentellen Konditionierens, in dem ein aversiver Reiz kontingent auf eine Reaktion folgt.
  • Bestrafung (punishment)
    Vorgehen der instrumentellen Konditionierung, bei dem ein aversiver Reiz kontingent auf eine Reaktion erfolgt. Ein Ereignis, das zur Reduzierung des vorausgehenden Verhaltens führen kann.
  • Beta-Fehler (Fehler zweiter Art)
    Der Beta-Fehler ist die Wahrscheinlichkeit, mit der man beim Signifikanztest aufgrund eines Stichprobenergebnisses fälschlicherweise die Nullhypothese annimmt und die Alternativhypothese verwirft (obwohl diese eigentlich in der Population gilt).
  • Betaendorphin
    Ein natürlich vorkommendes Opioid, das mit der Motivation, sich putzen zu lassen, in Zusammenhang zu stehen scheint. Der Spiegel dieses Opioids im Nervensystem nimmt bei Tieren beim Putzen zu.
  • Unter dem Begriff Betriebsklima wird gewöhnlich die Stimmung oder die Atmosphäre verstanden, die für einen ganzen Betrieb oder seine Teileinheiten typisch ist und von den Mitarbeitern bewertet wird.
  • Betriebsmanagement
    Mit dem Objektmanagement eng verbunden ist das Betriebsmanagement, das die Steuerung und Organisation der betrieblichen, personalen und finanziellen Rahmenbedingungen einer Bildungseinrichtung umfasst. Betriebsmanagement betrifft dabei u. a. die innere Organisation einer Bildungseinrichtung, Planung, Steuerung und Kontrolle der ablaufenden Prozesse und insbesondere die Stärkung der Leistungsfähigkeit und sozialen Kompetenz der verantwortlich Handelnden.
  • Beurteilungsaufgaben
    Bei diesen Aufgaben wird der individuelle Zustimmungs- oder Ablehnungsgrad zu einer vorgelegten Aussage (Statement) erfasst.
  • Der Bewährungsgrad („corroboration“) einer erfahrungswissenschaftlichen Theorie zu einem bestimmten Sachverhalt ist im Verständnis des Kritischen Rationalismus von der Anzahl und Strenge der überstandenen Replikations- bzw. Falsifikationsversuche abhängig.
  • Bewältigung
    Bemühungen einer Person mit spezifischen externalen und/oder internalen Bedingungen umzugehen.
  • Bewältigung
    siehe: Coping
  • Bewältigung
    Unter Bewältigung versteht man alle Versuche eines Individuums, Anforderungen und Belastungen in seinem Alltag zu meistern. Dabei wird versucht, die Anforderung möglichst genau zu verstehen und die Ursachen der Belastung anzupacken. Ist dies nicht möglich, so kann auch versucht werden, die Einstellung gegenüber der Belastung und die emotionale Verarbeitung so anzupassen, dass sie als weniger gravierend erlebt wird.
  • Eine allgemeine Tendenz, Erfolg und Misserfolg veränderbarem Anstrengungsaufwand zuzuschreiben und angesichts von Misserfolgen beharrlich zu bleiben.
  • Strategien im Umgang mit unangenehmen Emotionen, die durch Schemata ausgelöst werden.
  • Bewältigungsstil
    Art des Umgangs mit Belastungen
  • Bewältigungsstil (coping style)
    Art des Umgangs mit Belastungen
  • Gewohnheitsmäßige Strategie, um mit Problemen umzugehen
  • Bei einer Bewegungsagnosie oder Akinetopsie besteht infolge einer Gehirnschädigung die Unfähigkeit zur Wahrnehmung der Bewegung eines Objektes.
  • Bewegungsdeterminierte Imitation
    Die Nachahmung von gesehenen Körperbewegungen mit dem Ziel, die raumzeitlichen Eigenschaften der gesehenen Bewegung möglichst getreu zu übernehmen.
  • Bewegungskontrolle
    An der Kontrolle von Bewegungen sind zwei Mechanismen beteiligt: Die „open-loop control“ (ermöglicht die schnelle Ausführung von Bewegungen unabhängig von Feedback) und die „closed-loop control“ (ermöglicht die adaptive Steuerung von Bewegungen anhand des eintreffenden Feedbacks). Meist arbeiten die Mechanismen bei der Bewegungssteuerung zusammen.
  • Als Bewegungsnacheffekt wird die Scheinbewegung eines Objektes bezeichnet, wenn der Beobachter vorher für etwa 30 Sekunden die Bewegung eines anderen Objektes anschaut.
  • Bewegungsnacheffekt (motion aftereffect)
    Scheinbare Bewegung (Illusion) eines ortsfesten Objekts, die auftritt, nachdem man zuvor für einige Zeit (1) eine Bewegung gesehen hat, (2) ein bewegungsinduzierendes Reizmuster angeblickt hat (Wasserfalltäuschung). Der Nacheffekt erfolgt in Gegenrichtung.
  • Bei der Bewegung eines Beobachters scheinen sich für ihn die Objekte in seiner Nähe schneller zu bewegen als weiter entfernt Objekte. Die Parallaxe ist ein Tiefenkriterium.
  • Dieses monokulare Tiefenkriterium bezeichnet die unterschiedlich weite (und unterschiedlich schnelle) gegenseitige Verschiebung der Projektionsbilder weit entfernter und naher Objekte auf der Retina bei einer Kopf- oder Körperbewegung. Nahe Objekte scheinen sich schneller in Gegenrichtung zu bewegen als ferne. Der Unterschied der scheinbaren Bewegungsgeschwindigkeit gibt einen Indikator für Entfernung und räumliche Tiefe.
  • Bewegungsparallaxe (motion parallax)
    Ein bewegungsinduziertes Tiefenkriterium, dem zufolge sich bei Eigenbewegung ein Objekt am Horizont langsamer „bewegt“ und länger im Gesichtsfeld verbleibt als ein nahes Objekt.
  • Eine Bewegungstäuschung ist eine Scheinbewegung. Infolge der Täuschung werden Bewegungen nicht bewegter Objekte wahrgenommen.
  • Bewegungszeit
    Zeit, die zwischen dem Beginn und dem Ende einer Bewegung verstreicht. Indikator für die Information, die eine Person verarbeiten muss, um eine Bewegung auszuführen.
  • Bewertungsangst
    "Eine erlernte Reaktion auf die Anwesenheit anderer bei der Ausführung einer Aufgabe; dabei erlebt der Ausführende eine Erregung, wenn er Bewertung durch andere erwartet. Kann zu sozialer Erleichterung führen und auch Hilfeverhalten beeinflussen."
  • Bewertungsangst
    Die Angst vor Blamage oder negativer Beurteilung durch andere Personen. Mangelndes Wissen bzw. mangelnde Kompetenz kann diese Angst verstärken.
  • Bewertungsdisposition
    Werthaltung oder Einstellung
  • Bewertungsdisposition
    Werthaltung oder Einstellung
  • Bewertungstheorien (appraisal theories)
    Eine Gruppe von Emotionstheorien, die davon ausgehen, dass unsere Bewertung einer äußeren Situation zu dem subjektiven Erleben einer Emotion und der damit verbundenen Erregung führt.
  • Bewusste (auch: absichtsvolle) Stichprobenziehung (auch: Fallauswahl)
    Diese beinhaltet eine gezielte Auswahl von Fällen nach bestimmten Kriterien, meist ohne eine statistische Verallgemeinbarkeit von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit anzustreben. Wichtiger als die Größe ist die Zusammensetzung der Stichprobe. Beispiele für verschiedene Formen sind: theoretische Stichprobenziehung, qualitative Stichprobenpläne, Auswahl von typischen Fällen, von Extremfällen usw.
  • Bewusste Verarbeitung
    Form der Enkodierung, die Aufmerksamkeit und bewusste Anstrengung erfordert.
  • Bewusste Verarbeitung (effortful processing)
    Form der Encodierung, die Aufmerksamkeit und bewusste Anstrengung erfordert.
  • Bewusstsein
    Gesamtheit der unmittelbaren Erfahrung, die sich aus der Wahrnehmung von uns selbst und unserer Umgebung, unseren Kognitionen, Vorstellungen und Gefühlen zusammensetzt.
  • Bewusstsein (consciousness)
    (1) Einerseits das wache Wissen um unser Erleben, um geistige und seelische Zustände, Wahrnehmungen und Gedanken sowie das Aufmerken auf einzelne Erlebnisse und andererseits das wache Wissen um unser von uns kontrolliertes und initiiertes Handeln. (2) Gesamtheit der unmittelbaren Erfahrung, die sich aus der Wahrnehmung von uns selbst und unserer Umgebung, unseren Kognitionen, Vorstellungen und Gefühlen zusammensetzt.
  • Bewusstseinslage
    Bestimmte Art von kognitiver Orientierung, die für die Erledigung der in einer bestimmten Handlungsphase anstehenden Aufgabe förderlich ist.
  • Bewusstseinslage (mind set)
    Kognitive Orientierungen in unterschiedlichen Handlungsphasen. Das Abwägen von Zielen geht mit einer realitätsorientierten Bewusstseinslage einher, in der Informationen über die Wünschbarkeit und Realisierbarkeit von Zielen unparteiisch verarbeitet werden, während das Planen und Ausführen von Handlungen mit einer realisierungsorientierten Bewusstseinslage einhergehen, in der die Aufmerksamkeit selektiv auf Informationen gerichtet ist, die die Verwirklichung der Absicht fördern.
  • soziale Beziehung
  • Beziehung (relationship)
    soziale Beziehung
  • Beziehung zwischen Einstellung und Verhalten
    Das Ausmaß, in dem eine Einstellung Verhalten vorhersagt.
  • Eine Art der Aggression, bei der man andere aus der sozialen Gruppe ausschließt oder versucht, die Beziehung eines anderen zu einer Gruppe zu beschädigen. Dazu gehört, Gerüchte über Peers zu verbreiten, Freundschaft vorzuenthalten, um Verletzungen zuzufüg
  • Beziehungsaggression
    Versuch, soziale Beziehungen anderer zu schädigen
  • Beziehungsaggression (relational aggression)
    Versuch, soziale Beziehungen anderer zu schädigen
  • Die Tendenz, die Beziehungen zu anderen durch emotionale Offenheit, Empathie und Kooperation zu stärken.
  • Beziehungseffekt
    Parameter im Modell von Kenny, der eine Beziehung unabhängig von Akteur- und Partnereffekt charakterisiert
  • Beziehungseffekt (relationship effect)
    Parameter im Modell sozialer Beziehungen, der eine Beziehung unabhängig von Akteur- und Partnereffekt charakterisiert
  • Beziehungskonflikte beziehen sich auf zwischenmenschliche Unstimmigkeiten, die mit Misstrauen, Angst, Ärger oder Frustration sowie insgesamt negativen Gefühlen einhergehen.
  • Beziehungsmatrix
    Schema zur einheitlichen Beschreibung mehrerer Beziehungen derselben Person
  • Beziehungsmatrix (relationship matrix)
    Schema zur einheitlichen Beschreibung mehrerer Beziehungen derselben Person
  • Beziehungsschema
    kognitive Repräsentation einer Beziehung bei einer der beiden Bezugspersonen
  • Beziehungsschema (relationship schema)
    kognitive Repräsentation einer Beziehung bei einer der beiden Bezugspersonen
  • Beziehungsstatus
    Qualität der Beziehungsmatrix einer Person
  • Ein Wahn mit dem Thema, dass Ereignisse, Objekte oder andere Personen aus der unmittelbaren Umgebung des Betroffenen eine einzigartige und ungewöhnliche Bedeutung haben. Diese Wahnphänomene sind meist negativer oder beeinträchtigender Natur, können aber auch grandiosen Inhalt haben. Der Beziehungswahn ist von einer Beziehungsidee zu unterscheiden, bei der die falsche Überzeugung weder so starr festgehalten, noch so vollständig zu einer wahren Überzeugung umkonstruiert wird.
  • Gruppe von Menschen, mit denen man sich vergleicht
  • Bezugsgruppe (reference group)
    Gruppe von Menschen, mit denen man sich vergleicht
  • Bezugsgruppeneffekt
    siehe Big-Fish-Little-Pond-Effekt
  • Bezugsnormen
    Gütemaßstäbe (oder Standards), mit deren Hilfe die Qualität einer Leistung bewertet werden kann. Bei einer individuellen Norm werden aktuelle Leistungen in Relation zu eigenen früheren Leistungen bewertet. Bei einer sozialen Norm wird die eigene Leistung in Relation zur Leistung relevanter anderer Personen bewertet. Bei einer sachlichen Norm erfolgt die Leistungsbewertung nach einem vorab festgelegten Kriterium (z.B. Lernerfolg), das einer Aufgabe immanent ist (z.B. die Anzahl oder der Prozentsatz an Aufgaben, deren Lösung erforderlich ist, um von einem Lernerfolg sprechen zu können).
  • Dem Bewusstsein unzugängliche körperliche Vorgänge werden durch technische Hilfsmittel (Rückmeldung optischer oder akustischer Art) wahrnehmbar gemacht. Kurz: Systematische Rückmeldung (Feedback) physiologischer Parameter (Bio). Körperliche Vorgänge sollen dabei vom Patienten mithilfe der Feedbackfunktion in therapeutisch gewünschte Richtung verändert werden. Patient lernt durch aktive Steuerung psychophysiologischer Prozesse, seine Beschwerden direkt oder indirekt positiv zu beeinflussen.
  • Systematisch fehlerhafte Urteilstendenz.
  • Ein Bias ist ein systematischer Urteils- oder Meßfehler. Im Unterschied zum unsystematischen Error bleiben Biases über mehrere Urteile hinweg erhalten, und können sich somit sogar verstärken. Ein typischer Bias im sozialen Urteil ist das Attraktivitätsstereotyp, das systematisch attraktive Personen gegenüber unattraktiven bevorzugt.
  • Systematisch fehlerhafte Urteilstendenz.
  • Biased-Competition-Modell
    Ein Erklärungsmodell für selektive Aufmerksamkeit, das postuliert, dass die Repräsentationen multipler Reize um Zugang zu begrenzten Aufmerksamkeitskapazitäten konkurrieren.
  • Behandlung mittels schriftlicher Materialien, v. a. im Rahmen von Psychoedukation und kognitiver Therapieansätze weit verbreitet.
  • Bibliotherapie
    In der Bibliotherapie wird Lesen zu therapeutischen Zwecken nutzbar gemacht. Im engeren Sinne stellt sie eine Hilfsmethode der Psychotherapie dar. Im weitesten Sinne kann Lesen bei der Bewältigung von Lebensaufgaben (Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung) und Lebenskrisen eingesetzt werden.
  • Bidirektionale Sozialisation
    Beschreibung des Sozialisationsprozesses als eine wechselseitige Einflussnahme im Sinne eines reziproken Determinismus.
  • Bidirektionalität der Eltern-Kind-Interaktionen
    Die Vorstellung, dass sich Eltern und ihre Kinder durch ihre Eigenschaften und Verhaltensweisen gegenseitig beeinflussen.
  • Big Data (Big Data)
    sehr große Datensätze über Verhaltensspuren
  • die fünf Hauptfaktoren von Persönlichkeitsunterschieden
  • Nach heutigem Stand kann man die Begriffe zur Beschreibung von Persönlichkeit fünf globalen Dimensionen zuordnen: Neurotizismus, Extraversion, Verträglichkeit, Offenheit für Erfahrung und Gewissenhaftigkeit.
  • Taxonomie von fünf grundlegenden Persönlichkeitsdimensionen (Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, soziale Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit)
  • Big Five (Big Five)
    die fünf Hauptfaktoren von Persönlichkeitsunterschieden
  • Big-Fish-Little-Pond-Effekt
    Der BFLPE beschreibt die negativen Auswirkungen der Leistungsstärke einer Bezugsgruppe (z. B. Schulklasse) auf das Selbstkonzept einzelnen Schülers: Danach hat von zwei Schülern identischer Leistungsstärke mit einiger Wahrscheinlichkeit derjenige ein höheres Selbstkonzept, der sich in der leistungsschwächeren Klasse befindet.
  • Anhand des lexikalischen Ansatzes generiertes Modell zur Beschreibung der Hauptdimensionen von Persönlichkeit mittels den 5 unabhängigen und kulturstabilen Faktoren Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit.
  • Bikulturelle Identität
    Sich selbst gleichzeitig als zu zwei kulturell unterschiedlichen Gruppen zugehörig betrachten.
  • Bikulturelle Identitätsintegration
    Liegt vor, wenn eine Person ihre unterschiedlichen Identitäten als miteinander vereinbar ansieht.
  • Bild-Wort-Interferenz (picture-word interference)
    Experimentelle Methode; Variante des Priming-Paradigmas, bei der Versuchspersonen Bilder benennen sollen, während geschriebene oder gesprochene Ablenker ignoriert werden sollen.
  • Bildgebende Verfahren
    Im engeren Sinne wird damit meist bezeichnet: die funktionelle Kernspintomografie (fMRT), die Positronenemissionstomografie (PET) und die Magnetenzephalografie (MEG). Aber auch die transkranielle Magnetstimulation (TMS) und z .B. die EEG-Kohärenzanalyse werden manchmal dazu gerechnet.
  • Strukturelle und funktionelle (Positronenemissionstomografie, PET; funktionelle Magnetresonanztomografie, fMRT) Verfahren, mit denen neuronale Aktivitäten kognitiven Prozessen zugeordnet werden.
  • Bildgebende Verfahren
    Die Entwicklung der funktionalen Neurowissenschaften beruht auf der Entwicklung folgender Techniken: der Positronenemissionstomografie (PET) und der funktionalen Magnetresonanztomografie (fMRI). Diese Techniken erlauben es, zusammen mit der Messung von ereigniskorrelierten Potenzialen (EKP), die Aktivität des Gehirns bei verschiedenen kognitiven Aufgaben zu messen und bildlich darzustellen. Man spricht in diesem Zusammenhang allgemein von bildgebenden Verfahren.
  • Bildgebende Verfahren (imaging techniques)
    Neurophysiologische Methoden u. a. zur Erfassung von Gehirnprozessen als Folge von Reizdarbietungen. Zu den momentan gängigen Verfahren gehören die Positronenemissionstomografie (PET), die funktionelle Kernspintomografie (fMRI), das ereigniskorrelierte Potenzial (EKP bzw. ERP) und die Magnetencephalografie (MEG).
  • Bildgeschichtenübung
    "Die Bildgeschichtenübung sieht vor, dass Probanden Geschichten zu Bildmaterial verfassen, die dann nach strengen Auswertungskategorien (""Verrechnungsschlüsseln"") ausgewertet werden. "
  • Unter bildhaftem Denken versteht man das Denken in bildhaften, meist visuellen Bildern, die wir „im Geiste“ sehen (aber auch hören oder tasten) können.
  • Bildüberlegenheitseffekt
    Bilder von Objekten werden sehr viel besser erinnert als ihre Bezeichnungen.
  • Bildungsniveau
    höchster bisher erreichter Bildungsabschluss
  • Bildungsniveau (educational level)
    höchster bisher erreichter Bildungsabschluss
  • Bildungspsychologie
    Teil der Pädagogischen Psychologie, der sich mit der Untersuchung des Lehrens und Lernens befasst.
  • Bildungssystem
    Das Bildungssystem bezeichnet das Gefüge aller schulischen Einrichtungen und Möglichkeiten des Erwerbs von Bildung in einem Staat. Es umfasst das Schulsystem als solches, seine angegliederten Bereiche, das Hochschulwesen und den Bereich der persönlichen Weiterbildung. Im Schulsystem werden Qualifikationen erworben und bescheinigt, die für die berufliche Laufbahn von Personen entscheidend sind. Es hat neben der Selektionsfunktion auch die Aufgabe, Chancengerechtigkeit herzustellen: Alle Mitglieder einer Gesellschaft sollen gerechte Bildungschancen erhalten unabhängig von ihrer soziale oder kulturellen Herkunft, ihrem Geschlecht oder anderen Personenmerkmalen.
  • Bildungssystem
    Als Bildungssystem wird die staatlich organisierte Gesamtheit der Bildungseinrichtungen bezeichnet. Zweck und Funktion ist, die Gesellschaft eines Landes für die Dauer des gesamten Lebens der Individuen mit Bildung zu versorgen. Neben dem Schulsystem umfasst das Bildungssystem das Hochschulwesen und den Bereich der persönlichen Weiterbildung. Während das Schulsystem staatlich reguliert und straff organisiert ist, verfügt das Bildungssystem auch über weite, nicht reglementierte Bereiche. Das Bildungssystem steht mit drei gesellschaftlichen Funktionssystemen in Beziehung: mit dem sozial-kulturellen, dem ökonomischen und dem politischen System.
  • Bezieht sich auf ein Aufwachsen von Kindern in zwei (oder mehr) Sprachkontexten. Ein Aufwachsen in mehreren Sprachkontexten ist in der Regel nicht mit erkennbaren Nachteilen für die Kinder verbunden. In vielen Fällen zeigen sich im Gegenteil eher Vorteile
  • Die Fähigkeit, zwei Sprachen zu sprechen.
  • Verteilung mit zwei Gipfeln
  • Binaurales Hören (binaural hearing)
    Abgleich der am linken und rechten Ohr anliegenden Informationen; von großer Bedeutung für die Lokalisierung von Schallquellen und für die ortsbasierte Zuwendung von Aufmerksamkeit auf eine Schallquelle.
  • Bezieht sich auf die Qualität der emotionalen Beziehung eines Kindes zu einer Bezugsperson. Als Qualitäten werden eine sichere, die unsicher-vermeidende, die unsicher-ambivalente und die desorganisierte Ausprägung voneinander unterschieden.
  • Emotionales Band zwischen dem Kind und seiner Bezugsperson. Das Kind sucht die Nähe zur Bezugsperson und reagiert auf Trennung mit Zeichen von Kummer und Schmerz.
  • Bindung (Commitment) an die Organisation liegt vor, wenn ein Mitarbeiter deren Werte und Normen internalisiert hat, bereit ist, sich für die Organisation zu engagieren, und in der Organisation bleiben möchte. _Kalkulative_ Bindung entsteht, wenn die Kosten für das Verlassen des Unternehmens zu hoch sind; _affektive_ Bindung liegt vor, wenn man sich gefühlsmäßig mit dem Unternehmen identifiziert; _normative_ Bindung beruht auf dem Gefühl der Verpflichtung gegenüber dem Unternehmen.
  • Eine emotionale Beziehung zu einer bestimmten Person, die räumlich und zeitlich Bestand hat. Meistens werden Bindungen im Hinblick auf die Beziehung zwischen Kleinkindern und den jeweiligen Betreuungspersonen diskutiert; sie treten aber ebenfalls im Erwac
  • Bindung
    emotionales Band zwischen dem sehr kleinen Kind und seiner Bezugsperson. Das Kind sucht die Nähe zur Bezugsperson und reagiert auf Trennung mit Kummer und Schmerz.
  • Dieser Begriff bezieht sich zunächst auf die Interaktionerfahrungen von Kindern in den ersten Lebensmonaten. Je nachdem, wie prompt und feinfühlig (responsiv) die primären Bezugspersonen auf kindliche Signale reagieren, entwickelt sich eine sichere, unsichere, ambivalente oder diffuse Bindung. Aus bindungstheoretischer Sicht werden diese Beziehungserfahrungen als internale Arbeitsmodelle gespeichert und prägen damit die Gestaltung nachfolgender Beziehungen.
  • enge Beziehung, wobei eine der beiden Bezugspersonen der anderen Schutz bei Gefahr bietet oder bieten sollte
  • Bindung (attachment)
    enge Beziehung, wobei eine der beiden Bezugspersonen der anderen Schutz bei Gefahr bietet oder bieten sollte
  • Bindung (Commitment)
    "Gefühl der Verpflichtung, des Engagements und der Verbundenheit gegenüber einer Person, einer Sache oder einer Einstellung. (Der Begriff ""Bindung"" wird im Deutschen auch verwendet um den englischen Begriff ""Attachment"" zu übersetzen, der psychologisch aber eine deutlich andere Bedeutung hat als commitment.)"
  • Bindungs-Problem
    Wie können Gehirne, die nach dem Prinzip der verteilten Kodierung arbeiten, kohärente Repräsentationen von Wahrnehmungs- und Handlungsereignissen generieren? Um das Bindungs-Problem zu lösen, wird diskutiert, dass räumlich verteilte Neuronenpopulationen, die verschiedene Aspekte ein und desselben Ereignisses kodieren, ihre Entladungsmuster zeitlich synchronisieren und so signalisieren, welche der aktivierten Kodes zusammengehören und welche nicht.
  • Bindungsmodelle bei Erwachsenen
    Arbeitsmodelle von Bindung im Erwachsenenalter, von denen man annimmt, dass sie auf den Wahrnehmungen der eigenen Kindheitserfahrungen – besonders der Beziehungen zu den Eltern – sowie auf der Wahrnehmung des Einflusses dieser Erfahrungen auf das Erwachse
  • Bindungsproblem
    Problem der Integration von Information, die verteilt in einem neuronalen System bearbeitet wird.
  • Mit Bindungproblem wird das Problem bezeichnet, wie die Aktivitäten von getrennt arbeitenden Gehirnarealen im Erkennungsprozess miteinander verknüpft werden.
  • Bindungsproblem (binding problem)
    Das in Merkmalstheorien aufgrund der Annahme verteilter Codierungen hervorgerufene Problem, wie die verschiedenen Merkmale bei der Objekterkennung integriert werden. Neurophysiologisch entspricht es dem Problem, wie die Aktivitäten in den verschiedenen spezialisierten Hirnarealen zueinander in Beziehung gesetzt werden.
  • Bindungsqualität
    Qualität einer Bindung
  • Bindungssicherheit
    Ab etwa dem achten Lebensmonat ist eine Bindung zwischen Kindern und ihren Bezugspersonen klar zu erkennen. Die Bindung kann in ihrer Qualität deutlich variieren. Kinder können sicher oder unsicher an ihre Bezugspersonen gebunden sein. Bei einer sicheren Bindung bildet die Bezugsperson eine sichere Basis für das Kind, zu der es im Falle einer drohenden Gefahr oder unsicheren Situation zurückkehren und bei der es Schutz und Hilfe erwarten kann.
  • individuelle Bindungsqualität (sicher, ängstlich, vermeidend, desorganisiert-desorientiert)
  • Bindungsstil (attachment style)
    individuelle Bindungsqualität (sicher, ängstlich, vermeidend, desorganisiert-desorientiert)
  • System des Säuglings, welches darauf abzielt, ihm Nähe und Sicherheit seitens der Bezugsperson zu gewährleisten. In den frühen Formulierungen der Bindungstheorie stand dabei vor allem der Aspekt der Sicherung der Nähe der Bezugsperson im Vordergrund, währ
  • Bindungstheorie
    Die Theorie nimmt an, dass die Entwicklung einer sicheren Bindung zwischen Kleinkind und Bezugsperson in der Kindheit die Grundlage für die Fähigkeit ist, stabile und intime Beziehungen im Erwachsenenalter aufrechtzuerhalten.
  • Die auf John Bowlbys Arbeiten zurückgehende Theorie, welche die biologische Veranlagung von Kindern postuliert, Bindungen zu Betreuern und Bezugspersonen zu entwickeln, um die eigenen Überlebenschancen zu erhöhen.
  • Bindungstypen
    "Die Bindungstypen ""sicher"", ""unsicher-vermeidend"", ""unsicher-ambivalent"" und ""desorganisiert"" sind Begriffe aus der Bindungstheorie von Ainsworth et al. (1978) und bezeichnen verschiedene Bindungsqualitäten zwischen Müttern und Kindern. "
  • Verhaltensweisen (wie Weinen, Blickkontakt etc.), die vom Säugling eingesetzt werden, um das Fürsorgesystem seiner Bezugspersonen zu aktivieren.
  • "Syndrom, das derzeit unter den sog. nicht näher bezeichneten Essstörungen (NNB) gefasst wird; es treten regelmäßige Essanfälle entsprechend der bei der Bulimie beschriebenen Kriterien auf; die Nahrung wird oft schneller und in größeren Mengen als gewöhnlich, bis hin zu einem unangenehmen Völlegefühl aufgenommen ohne jedoch hungrig zu sein, und ist begleitet von Gefühlen wie Ekel, Traurigkeit oder Schuld nach dem Essen. Es werden keine regelmäßigen, einer Gewichtszunahme gegensteuernden Maßnahmen ergriffen. "
  • Essstörung, die durch wiederkehrende Essanfälle ohne kompensatorische Maßnahmen gekennzeichnet ist.
  • Binge-Eating-Störung
    deutliche Fressepisoden, gefolgt von Leiden, Ekel oder Schuld, aber ohne die Kompensation durch Erbrechen oder Fasten, wie bei der Bulimia nervosa.
  • Der Unterschied zwischen den Bildern eines Objekts auf den Netzhäuten beider Augen, durch den zwei leicht abweichende Signalmuster von den Netzhäuten an den visuellen Cortex gesendet werden. Die binokulare Disparität bildet eine Grundlage des räumlichen S
  • s. Disparität
  • Binokulare Hinweisreize
    Tiefenmerkmale, wie retinale Disparität, die voraussetzen, dass man beide Augen zu Hilfe nimmt.
  • Binokulare Rivalität (binocular rivalry)
    Wahrnehmungsphänomen, für dessen Erzeugung jedem Auge ein anderer Reiz präsentiert wird. Es wird dabei trotz konstanter visueller Stimulation jeweils abwechselnd für eine bestimmte Zeit der Reiz des linken oder des rechten Auges bewusst wahrgenommen. Binokulare Rivalität wird als Stimulationsverfahren in Untersuchungen zu bewussten visuellen Wahrnehmungsprozessen eingesetzt.
  • Binokulare Tiefenkriterien sind die Kriterien, die infolge der Beidäugigkeit zur Verfügung stehen. Das bekannteste Kriterium ist die Disparität.
  • Binokulärer Wettstreit
    Widersprüchliche Wahrnehmungssituation, die dann auftritt, wenn den beiden Augen sehr unterschiedliche Reize dargeboten werden. In diesem Fall erfolgt die Wahrnehmung alternierend jeweils nur durch eines der beiden Augen.
  • Ein Neuron ist binokular, wenn es Erregungen aus beiden Augen verarbeitet.
  • Wahrscheinlichkeitsverteilung, die aussagt, wie wahrscheinlich x Erfolges bei n Wiederholungen eines Zufallsexperiments sind. Ein Erfolg tritt dabei in jedem Versuch mit der Wahrscheinlichkeit π ein, ein Misserfolg mit Wahrscheinlichkeit (1 − π). Beispiel Münzwurf: Erfolg = Zahl, Misserfolg = Kopf
  • Biofeedback
    Verfahren, bei dem die Person Kontrolle über körperliche Vorgänge durch optische oder akustische Rückmeldung der jeweiligen Körpersignale erlernt.
  • Methode, bei der Informationen über einen kaum wahrnehmbaren physiologischen Status wie etwa Blutdruck oder Muskelspannung elektronisch aufgezeichnet, verstärkt und an den Benutzer rückgemeldet werden.
  • Methode zur Vermittlung psychophysiologischer Erklärungen für körperliche Beschwerden sowie zur Einflussnahme auf ansonsten nicht willentlich steuerbare Vorgänge. In der Regel werden dabei relevante biologische Prozesse mithilfe technischer Hilfsmittel erfasst und in Signale umgesetzt, die der Patient wahrnehmen kann. Beispiel: Muskelanspannung wird in Form eines in Tonhöhe/Lautstärke variierenden Tones rückgemeldet.
  • Verfahren, bei dem Informationen über einen kaum wahrnehmbaren physiologischen Zustand (wie Blutdruck, Muskelspannung) elektronisch aufgezeichnet und der Person rückgemeldet werden.
  • Biofeedbacktraining, anorektales
    Die Funktionen der Beckenbodenmuskulatur, der Analsphinkter oder des Rektums werden mithilfe elektromyografischer Erfassung in visuelle oder auditorische Signale umgewandelt. Der Patient kann so lernen die Schließmuskeln des Analkanals zu beeinflussen.
  • Motive, die Verhaltens- und Wertungsdispositionen auf genetischer Basis bezeichnen (Schneider und Schmalt 1981).
  • ist eine qualitative Forschungsmethode. Ziel ist die Erhebung und Rekonstruktion lebensgeschichtlicher Erzählungen. Diese fungieren als „Schnittstelle“ zwischen der individuellen Lebenswirklichkeit der Erzählerinnen und Erzähler und der sozialen Wirklichkeit. Lebensgeschichte ist immer individuell erlebte und rekonstruierte Wirklichkeit. Lebensgeschichten sind daher nicht als Abbildung objektiver Gegebenheiten zu sehen und sollten auch nicht im Hinblick auf ihren „Wirklichkeitsgehalt“ bewertet werden.
  • Biografieorientierte Verfahren der Personalauswahl
    Verfahren der Bewerberauswahl, die den bisherigen Lebenslauf (biographischer Fragebogen) und die bisherige berufliche Entwicklung (Analyse und Interpretation der Arbeitszeugnisse) zur Entscheidung heranziehen. Das Prinzip lautet dabei: Vergangenes Verhalten sagt zukünftiges Verhalten vorher.
  • Biokatalysator
    Sammelbegriff für Enzyme, Hormone und Vitamine, die chemische Reaktionen beschleunigen
  • Biologische Bewegung
    Bewegung biologischer Objekte und insbesondere artikulierte Körperbewegung. Solche Bewegungen können anhand von stark vereinfachten visuellen Stimuli erkannt werden, die z. B. nur die Bewegung der Gelenke als Punktmuster zeigen.
  • Die biologische Bewegung ist die Eigenbewegung eines Lebewesen.
  • Biologische Bewegung (biological motion)
    Die wahrnehmbare aktive Fortbewegung von Lebewesen, insbesondere die visuelle Darstellung menschlicher Bewegung. Untersucht wird unsere Fähigkeit, allein aus Lichtpunkten, die an markanten Stellen des sich bewegenden Körpers angebracht sind, die Bewegungseigenschaften eines Lebewesens/Menschen zu erkennen.
  • Biologische Psychologie oder Perspektive
    Teilbereich der Psychologie, der sich mit dem Zusammenspiel von Biologie und Verhalten beschäftigt. Bezieht Psychologen ein, die in den Neurowissenschaften, Verhaltensgenetik und der evolutionären Psychologie arbeiten. Diese können sich als _Verhaltensneurowissenschaftler_, _Neuropsychologen_, _Verhaltensgenetiker_, _physiologische Psychologen_ oder _Biopsychologen_ bezeichnen.
  • Biologische Verfahren zum Nachweis des Konsums psychotroper Substanzen
    Beispielsweise Atem-, Urin-, Blut-, oder Haaranalysen.
  • Biomedikamentöse Therapie
    verschriebene Medikamente oder medizinische Verfahren, die direkt auf das Nervensystem des Patienten einwirken.
  • Biopolymer
    Körpereigene Verbindungen, die bei gleichem atomaren Verhältnis unterschiedliche Molekülgrößen haben
  • Objektiv gemessenes Verhalten (Behavior), indirekte Maße (Indirect measures), Verhaltensbeobachtung (Observation), biophysiologische Maße (Physiological measures), Beschreibungen durch Fremde (Strangers‘ impressions), Beschreibungen durch Bekannte (Informants‘ knowledge), ambulatorisches Assessment (Experience sampling) und Selbstbeschreibungen (Self-reports) als generelle Datenquellen, um individuelle Unterschiede anzuzapfen
  • Biopsychologie
    Teilgebiet der Psychologie, das die Zusammenhänge zwischen neuronalen, hormonellen und biochemischen Prozessen im Körper und Verhalten erforscht. Es versucht mit Hilfe von experimentellen und klinischen Methoden zu untersuchen, wie sich psychologische Zustände und Vorgänge (Verhalten) und biologische Strukturen und Funktionen wechselseitig beeinflussen. Es betrachtet Lebensprozesse aller Organe, jedoch vorrangig die Funktionsweise des Gehirns.
  • Biopsychologische Ansatz
    befasst sich mit den biologisch-neuronalen Grundlagen menschlichen und tierischen Verhaltens. Er untersucht die biologisch funktionalen und neuronalen Zusammenhänge zwischen dem beobachtbaren oder erlebten Verhalten einerseits und den ihnen zugrunde liegenden biochemischen, elektrischen und neuronalen Prozessen andererseits.
  • Biopsychosozialer Ansatz
    eine integrierende Sichtweise, die biologische, psychologische und soziokulturelle Analyseebenen berücksichtigt.
  • BIP: Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung
    Das BIP (Hossiep & Paschen, 2003) ist ein mehrdimensionaler Persönlichkeitsfragebogen speziell für die berufliche Eignungsdiagnostik. Es liegt in einer Selbst- und einer Fremdbeurteilungsform vor und soll 14 berufsrelevante Dimensionen der Persönlichkeit erfassen.
  • Diese Form der affektiven Störung zeichnet sich aus durch eine oder mehrere manische, hypomane oder gemischte Episoden, die gewöhnlich mit Episoden einer Major Depression einhergehen.
  • Bipolare Störungen sind eine affektive Erkrankung, bei der extreme Antriebs-, Aktivitäts- und Stimmungsauslenkungen episodenhaft in depressiver oder (hypo-/)manischer Form auftreten. Sie verlaufen in der Regel chronisch und bedingen erhebliche psychosoziale Beeinträchtigungen.
  • Bipolare Störung
    affektive Störung, bei der ein Mensch zwischen der Hoffnungslosigkeit und Lethargie der Depression und dem übererregten Zustand der Manie hin und her wechselt (früher manisch-depressive Störung genannt).
  • Bipolare Zellen in der Retina übermitteln Signale von den Rezeptoren zu den Ganglienzellen.
  • Korrelationskoeffizient rbis für ein metrisches und ein künstlich dichotomes Merkmal
  • biseriale Rangkorrelation
    Korrelationskoeffizient für ein (echt oder künstlich) dichotomes und ein rangskaliertes Merkmal
  • Bisexualität
    Disposition, durch Menschen beiderlei Geschlechts sexuell erregt zu werden
  • Bisexualität (bisexuality)
    Disposition, durch Menschen beiderlei Geschlechts sexuell erregt zu werden
  • Bistabilität (bistability)
    Eigenschaft des auditiven Systems, im Fall ambigen Inputs zwei konkurrierende mentale Repräsentationen zu bilden und zwischen diesen hin und her zu wechseln.
  • Die bivariate Korrelation („bivariate correlation“) bestimmt über einen Korrelationskoeffizienten die Enge des Zusammenhangs (schwacher oder starker Zusammenhang) sowie die Richtung des Zusammenhangs (positiver oder negativer Zusammenhang) zwischen zwei Merkmalen. Für Variablen unterschiedlichen Skalenniveaus existieren verschiedene bivariate Assoziationsmaße. Der bivariate Korrelationskoeffizient hat einen Wertebereich von -1 (perfekter negativer = gegensinniger Zusammenhang) bis +1 (perfekter positiver = gleichsinniger Zusammenhang). Bei Werten um Null existiert kein systematischer Zusammenhang.
  • Zusammenhang zwischen zwei kovariierenden Variablen
  • bivariate Normalverteilung
    Verteilung, die sich ergibt, wenn zwei Merkmale gemeinsam erhoben werden und dabei nicht nur die Verteilung jedes Merkmals für sich allein, sondern auch deren gemeinsame Verteilung normal ist; in diesem Fall ergibt die grafische Darstellung der gemeinsamen Verteilung eine (dreidimensionale) Glockenform
  • Verteilung zweier gemeinsam erhobener Variablen; grafische Darstellung als Punktwolke oder dreidimensional
  • Beinhaltet ein Phänomen, das im kulturellen Umfeld des Betroffenen als völlig unplausibel bezeichnet werden würde.
  • behavioristisches Konzept, wonach Prozesse, die zwischen Reiz und Reaktion vermitteln, nicht untersuchbar sind
  • Black Box (black box)
    behavioristisches Konzept, wonach Prozesse, die zwischen Reiz und Reaktion vermitteln, nicht untersuchbar sind
  • Bläschen (Vesikel), synaptische
    Speichern die Überträgersubstanzen (Transmitter), die präsynaptisch freigesetzt werden und zur postsynaptischen Potenzialänderung führen
  • Blended care (internetbasierte Interventionen)
    Kombination von internetbasierten und Face-to-face-Interventionen.
  • Verknüpfung traditioneller Präsenzveranstaltungen und virtuellem Lernen.
  • Die Analyse von Blickbewegungen (Sakkaden und Fixationen) erlaubt eine direkte, prozessbegleitende Erfassung des Problemlöseverhaltens.
  • Ein Verhalten, das zur Untersuchung der visuellen Aufmerksamkeit von Säuglingen herangezogen wird; man zeigt den Säuglingen zwei Muster oder zwei Objekte gleichzeitig, um herauszufinden, ob sie eines davon bevorzugt anschauen.
  • Forschungsmethode der Prozessverfolgung. Mithilfe einer computergesteuerten Videoapparatur werden entscheidungsrelevante Informationen am Monitor dargeboten und Augenposition und Augenbewegung des Entscheiders bei der Informationssuche aufgezeichnet.
  • Blinder Fleck
    Punkt der Netzhaut, an dem der Sehnerv das Auge verlässt und ein »blinder« Fleck entsteht, weil hier keine Rezeptorzellen vorhanden sind.
  • blinder Fleck
    Stelle, an der der Sehnerv die Netzhaut verlässt
  • Ein blinder Fleck ist ein Bereich auf der Retina, der keine Rezeptoren enthält. An dieser Stelle verlässt der Sehnerv die Retina.
  • Blinder Fleck (blind spot)
    Kleiner Bereich der Retina, an dem der Sehnerv das Auge verlässt und keine Lichtwahrnehmung möglich ist, weil hier keine Rezeptorzellen vorhanden sind.
  • Blindes Sehen
    Zustand, in dem eine Person auf einen visuellen Stimulus reagieren kann, ohne diesen bewusst zu erleben.
  • Blindheit durch Unaufmerksamkeit
    die Unfähigkeit, sichtbare Objekte zu sehen, wenn die Aufmerksamkeit woanders ist.
  • Die Fähigkeit von Patienten mit retrogenikulär verursachtem Gesichtsfeldausfall, statistisch signifikant auf Sehreize zu reagieren, die sie nicht bewusst sehen.
  • Blindsicht (blindsight)
    Phänomen bei Patienten mit Läsionen im primären visuellen Cortex, die trotz eines vollständigen Ausfalls der bewussten Wahrnehmung nach Aufforderung bestimmte Handlungen an visuellen Reizen ausrichten können.
  • Blindsicht (blindsight)
    Neuropsychologisches Syndrom, bei dem Patienten nach Schädigungen des Okzipitallappens trotz Verlust der bewussten visuellen Wahrnehmung Handlungen an visuellen Reizen ausrichten können.
  • Bei Blindversuchen kennt der Versuchsleiter nicht die der Untersuchung zugrunde liegende Hypothese und kann damit keine systematische Erwartungshaltung aufbauen und (unbewusst) an die Vpn weitervermitteln.
  • Blitzlichterinnerungen
    sehr klare Erinnerungen an emotional bedeutsame Momente oder Ereignisse.
  • Im Kontext von Lerntheorien bezieht sich 'Blockierung' auf das Phänomen, dass eine bereits bestehende Erwartung für eine verhaltensrelevante Situation (in der Regel der unbedingte Reiz US bei einer → klassischen Konditionierung) die Konditionierung neu hinzutretender Prädiktoren blockiert. Die neuen Reize werden nicht mehr als Prädiktoren in die Verhaltenssteuerung einbezogen.
  • Blockierung (blocking)
    Die Tendenz, dass ein Stimulus beim Konditionieren verhindert, dass ein weiterer Stimulus auf den gleichen US konditioniert wird.
  • Blockierung (blocking)
    Der Effekt beim Konditionieren, dass ein bereits gelernter Stimulus (CS1) bei gleichzeitiger Darbietung die Konditionierung eines weiteren Reizes (CS2) auf den gleichen unkonditionierten Reiz (US) verhindert.
  • Wenn bei wiederholter Untersuchung derselben Untersuchungspersonen Transfer-Effekte drohen, sollte ein randomisierter Blockplan („randomized block plan“) eingesetzt werden. Die k-fache Messung einer Untersuchungsperson wird hierbei durch Einzelmessungen von k Untersuchungspersonen ersetzt, wobei die k Untersuchungspersonen eines Blocks nach Ähnlichkeit auszuwählen sind (“Matched Samples“) und zufällig den k Messzeitpunkten zugeordnet werden. Die Blöcke werden zufällig der Experimental- bzw. Kontrollbedingung zugeordnet.
  • Bloße Darbietung
    Zunahme an positiver Bewertung eines Objekts als Effekt von dessen wiederholter, unverstärkter Darbietung.
  • Blut-Hirn-Schranke
    Zelluläre Barriere, die die Diffusion von Substanzen aus den Blutkapillaren in das Hirngewebe erschwert und damit das Gehirn vor dem Eindringen toxischer Substanzen, evtl. auch von Pharmaka, schützt.
  • Bei der Blutdruckmessung („blood pressure measurement“) wird der Blutdruck entweder direkt – d. h. invasiv mit Kanüle und Manometer – oder indirekt mit einem nicht-invasiven Manschettendruckverfahren erfasst. Blutdruckwerte können grafisch als Blutdruckkurve dargestellt werden, indem sie kontinuierlich oder in zeitlichen Abständen abgetragen werden.
  • Bochumer Matrizentest – advanced (BOMAT)
    Der Bochumer Matrizentest – advanced (Hossiep et al., 1999) verwendet den gleichen Typ von Matrizenaufgaben wie der CFT 20 und soll die Allgemeine Intelligenz erfassen. Die Aufgaben bestehen immer aus einer 5 × 3-Matrix mit einem leeren Feld, das durch eines von sechs zur Auswahl stehenden Mustern zu ergänzen ist. Der Test wurde für den oberen Intelligenzbereich konstruiert und an 303 Studierenden und Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen normiert.
  • Body Mass Index (BMI)
    Index zur Bestimmung des Gewichtsstatus; wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch die quadrierte Körperlänge in Metern dividiert wird.
  • Body Mass Index (BMI)
    Maß zur Normierung von Körpergewicht, definiert als Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die quadrierte Körpergröße in Metern (BMI=kg/m²).
  • Bogus Pipeline
    Gerät zur indirekten Messung von Stereotypen/Vorurteilen. Hierbei wird der Versuchsperson suggeriert, dass die gewonnenen physiologischen Messwerte einen Rückschluss auf die Richtung und das Ausmaß ihrer Einstellung zulassen. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit für sozial erwünschte Antworten.
  • Bogus-Pipeline-Technik
    Technik zur Reduzierung bewusster Verfälschungstendenzen in der Einstellungsmessung
  • Bogus-Pipeline-Technik (bogus pipeline technique)
    Technik zur Reduzierung bewusster Verfälschungstendenzen in der Einstellungsmessung
  • BOLD-Kontrast
    Blood Oxygenation Level Dependent Contrast. Ein Kontrast, der auf den unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften von Oxy- und Desoxyhämoglobin beruht. Der BOLD-Kontrast ist ein guter indirekter Marker für neuronale Aktivität in einer Gehirnregion und wird bei der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) genutzt.
  • Korrektur des festgelegten Fehlers 1. Art bei mehreren Einzelhypothesen zur Überprüfung einer Gesamthypothese
  • Der Monte-Carlo-Methode ähnliche Computersimulationstechnik, mit der die Verteilung eines Stichprobenkennwertes erzeugt wird
  • Verhaltensbeobachtungsskala zur Leistungsbeurteilung.
  • Botschaft (message)
    Bezeichnet bei der Sprachproduktion die zu kommunizierende Nachricht, die in präverbaler Form vorliegt.
  • Bottom up-Verfahren der bewussten Stichprobenziehung
    Dies sind Verfahren der bewussten Fallauswahl, bei denen sich die Kriterien für die Zusammensetzung der Stichprobe erst im Untersuchungsverlauf ergeben, z. B. die theoretische Stichprobenziehung.
  • Bottom-up (bottom-up)
    Informationsfluss von Repräsentationen, die dicht an der Signaleingabe liegen, zu weiter entfernten Repräsentationen.
  • Bottom-up-Effekte
    Der Einfluss, den physikalische Aspekte sensorischer Reize auf das Aktivitätsniveau sensorischer Neurone in der Großhirnrinde haben. So bewirkt z. B. steigender Kontrast eines visuellen Reizes im Allgemeinen eine erhöhte Aktivierung kortikaler Neurone.
  • Konzeptionierung von Prozessen als exogen initiiert und determiniert; d.h. stimulusgetriebene Prozesse. Je nach Autor wird von strengeren Definitionen ausgegangen, die voll automatische präattentive Prozesse fordern oder von Definitionen die ein Maß an Top-town-Modulation erlauben (s. hierzu den Komplementärbegriff „Top-Down-Mechanismus“).
  • Bei einem Bottom-up-Prozess wird von einfachen Merkmalen eines Musters ausgehend eine komplexere Wahrnehmungsleistung vollbracht, ohne dass im Gedächtnis verfügbare Information benutzt wird. Der Prozess wird auch datengeleitet genannt.
  • Vom Stimulusinput her beeinflusste Informationsverarbeitung.
  • Bottom-up-Verarbeitung
    Analyse, die mit den Sinnesrezeptoren beginnt und aufsteigend bis zur Integration der sensorischen Information durch das Gehirn erfolgt.
  • Bottom-up-Verarbeitung (bottom-up processing)
    Von der Stimulation an den Rezeptoren ausgehende Verarbeitungsprozesse, die weitgehend unabhängig von anderen kognitiven Prozessen (z. B. Gedächtnis, Motivation) verlaufen.
  • Bottom-up-Verarbeitung (bottom-up processing)
    Aufsteigende, datengesteuerte Informationsverarbeitung. Wahrnehmungsanalyse, die von den sensorischen Daten der Umwelt ausgeht und aufsteigend zur Integration und abstrakten Repräsentation im Gehirn weiterführt.
  • Siehe „Begrenzte Rationalität“.
  • Verfahren zur Überprüfung der Homogenität einer Varianz-Kovarianz-Matrix. Wird bei multivariaten Mittelwertvergleichen benötigt
  • Ein Boxplot ist eine Form der grafischen Darstellung von Daten. Es bildet die Verteilung einer einzelnen Variable ab. Im Boxplot sind Median und Interquartilsabstand abgetragen. Es bietet eine gute Möglichkeit, die Rohdaten unverzerrt darzustellen und Ausreißer zu identifizieren. Das Boxplot ist Teil der explorativen Datenanalyse.
  • Bradykinese (bradykinesia)
    Verlangsamung des Bewegungsablaufs. Bradykinese kann sich auch in verlängerten motorischen Reaktionszeiten ausdrücken.
  • Die Braille-Schrift besteht aus einem System von erhabenen Punkten, wobei jedes Punktmuster für einen Buchstaben steht. Wahrgenommen werden die Punktmuster mit dem Tastsinn.
  • Brain Computer Interface (= Gehirn-Computer-Schnittstelle)
    Verbindungen zwischen Gehirn und Computer, die dazu eingesetzt werden können, verlorene motorische Funktionen zu ersetzen und neurologische oder psychiatrische Störungen zu behandeln. Sie ermöglichen, die elektrische Aktivität des Gehirns zu messen und in Echtzeit zurückzumelden
  • Brain Derived Neurotrophic Factor (BDNF)
    Protein, das auf Neurone des zentralen und peripheren Nervensystems wirkt und das neuronale Wachstum fördert.
  • Brain-Computer Interface
    Neurofeedbacksystem, welches die Hirnstromaktivität über einen Computer wahrnehm- und damit steuerbar macht.
  • Brainstorming
    Eine Gruppentechnik, die darauf abzielt, die Kreativität in Gruppen zu verbessern, indem zu einem bestimmten Thema so viele Ideen wie möglich generiert werden; die Ideen sollen keinerlei Einschränkungen unterliegen.
  • Brainstorming
    Eine Gruppentechnik, die darauf abzielt, die Kreativität in Gruppen zu verbessern, indem über ein bestimmtes Thema so viele Ideen wie möglich generiert werden.
  • Hirnregion, die im Wesentlichen für die Sprachproduktion zuständig ist, während das Wernicke-Areal mit dem Sprachverständnis in Zusammenhang gebracht wird.
  • Broca-Region
    Motorisches Sprachzentrum; im unteren, linken, posterioren Frontallappen gelegen; Brodmann Areale 44 und 45
  • Broca-Zentrum
    steuert den sprachlichen Ausdruck. Teil des Frontalkortex, meist in der linken Hemisphäre. steuert die Muskelbewegungen, die an der Lautbildung beteiligt sind.
  • Brustkrebs (Mammakarzinom)
    Karzinom der Brustdrüse; häufigste Krebserkrankung bei Frauen.
  • Bruttowertschöpfung
    Der Wert, der in einem Wirtschaftszweig durch die Weiterverarbeitung von Vorleistungsprodukten zusätzlich geschaffen wird. Er entspricht den Einkommen, die die Arbeitskräfte (Löhne und Gehälter) und die Kapitalbesitzer (Gewinne oder Verluste) in den Unternehmen dieses Wirtschaftszweiges erhalten, plus den Aufwand, der zum Erhalt der in der Produktion verwendeten Bauten und Ausrüstungen notwendig sind (Abschreibungen). Die Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftszweige addiert sich zum Bruttoinlandsprodukt (BIP).
  • Nächtliches Zähneknirschen: kann als Schlafstörung klassifiziert werden. Kennzeichnend: stereotype Kieferbewegungen während des Schlafs; Folgen: Zahnabrieb, Zahnschmerzen, Schmerzen im Kiefermuskel und -gelenk sowie Kopfschmerzen. Klassifikation von Bruxismus gemäß ICSD-2 als Sleep related moving disorder. Behandlung: Einsatz von Aufbissschienen, Biofeedback.
  • Störung, bei der wiederholte Essattacken auftreten, denen mit gegensteuernden Maßnahmen (z. B. selbstinduziertem Erbrechen) begegnet wird. Im Gegensatz zur Anorexia nervosa liegt bei Betroffenen kein Untergewicht vor.
  • Bulimia nervosa
    Essstörung, die durch Fressepisoden gekennzeichnet ist, bei denen meistens riesige Kalorienmengen aufgenommen werden, gefolgt von Erbrechen, der Verwendung von Abführmitteln oder Fasten.
  • Essstörung. Hauptmerkmale sind Heißhunger- oder Essanfälle, deren Einsetzen und Beenden die Betroffene als kaum kontrollierbar erleben sowie verschiedene unangemessene Kompensationsmaßnahmen zur Verhinderung einer Gewichtszunahme (z. B. Erbrechen, Diaten, Laxanzienabusus).
  • Krankheitssyndrom, bei dem Essattacken von willkürlichem Erbrechen gefolgt sind, um einen Gewichtsanstieg zu vermeiden
  • Unter Bullying wird ein aggressives Verhalten gefasst, bei dem ein Schüler oder eine Schülerin wiederholt und über einen längeren Zeitraum den schädigenden Handlungen von (einer Gruppe von) Mitschülern ausgesetzt ist. Kennzeichnend ist dabei ein Ungleichgewicht der (physischen oder psychischen oder sozialen) Kräfte von Täter/n und Opfer. Es werden in der Literatur drei Arten von Bullying unterschieden: physisches, verbales und relationales Bullying.
  • Bullying (auch Mobbing)
    Aggressives Verhalten von Stärkeren (Bullys) gegen Schwächere (Opfer), die sich nicht wirksam verteidigen können, zumeist in der Schule oder am Arbeitsplatz.
  • Bumerang-Effekt
    Reaktanter Widerstand gegen eine beeinflussende Kommunikation (siehe auch Reaktanz). Bei offen sichtbarer Beeinflussungsabsicht aufseiten des Kommunikators (z. B. bei einem emotionalen Beeinflussungsversuch) wird die freie Meinungsbildung des Empfängers so stark bedroht, dass dieser besondere Widerstände gegen die beeinflussende Kommunikation entwick+B19elt. Eine Meinungsänderung wird besonders unwahrscheinlich. Der B. ist besonders bei hohem Involvement des Empfängers zu erwarten.
  • Bumerang­Effekt
    Wenn Unterdrückungsversuche eines Stereotyps scheitern, kann sich ein unterdrücktes Stereotyp unter Umständen wieder bemerkbar machen und einen noch größeren Einfluss auf die Urteile eines Menschen über eine Person aus einer stereotypisierten Gruppe ausüben.
  • Bürgerschaftliches Engagement
    Der besonders in der politischen Diskussion verwendete Begriff hebt die gesellschaftliche Bedeutung freigemeinnützigen Engagements hervor. Bürgerschaftliches Engagement ist freiwillig, nicht auf materiellen Gewinn gerichtet, gemeinwohlorientiert, findet im öffentlichen Raum statt und wird i. d. R. gemeinschaftlich ausgeübt. Die Bezeichnung „bürgerschaftlich“ betont Motive und Wirkungen wie etwa die Übernahme von Verantwortung für andere oder den Erwerb gemeinschaftlicher Kompetenz. Der Begriff wird zunehmend auch auf das Engagement, das von Unternehmen geleistet wird, ausgedehnt. Viele der bürgerschaftlich bzw. freiwillig Engagierten präferieren die Bezeichnungen „Freiwilligenarbeit“ oder „Ehrenamt“ für ihre Tätigkeit.
  • Burn-out bezeichnet einen besonderen Zustand berufsbezogener chronischer Erschöpfung insbesondere in Sozial- und Pflegeberufen. Es wird meist als ein Syndrom aus emotionaler Erschöpfung, Depersonalisierung und reduzierter Leistungsfähigkeit beschrieben. _Emotionale Erschöpfung_ ist durch hohe interpersonelle Anforderungen und die Beanspruchung emotionaler Ressourcen gekennzeichnet. Die Betroffenen fühlen sich durch den Kontakt mit anderen Menschen emotional überanstrengt und ausgelaugt. _Depersonalisation_ beinhaltet negative, gefühlslose und zynische Einstellungen gegenüber Klienten, Kunden oder Patienten. Ein Zustand, in dem die Betroffenen gefühlslose und abgestumpfte Reaktionen gegenüber ihren Klienten zeigen. _Persönliche Leistungseinbußen_ beschreibt die Tendenz, die eigene Arbeit negativ zu bewerten und ein Gefühl mangelnden bzw. schwachen beruflichen Selbstwertes zu entwickeln.
  • Burnout ist eine spezifische Folge von Stress am Arbeitsplatz, welche zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es handelt sich dabei um ein Syndrom aus emotionaler Erschöpfung, Depersonalisation und reduzierter Leistungsfähigkeit, welches bei Personen, die in irgendeiner Weise mit Menschen arbeiten, auftreten kann.
  • Der Begriff beschreibt ein psychologisches Syndrom, das meist in Folge langfristiger Beanspruchung auftritt. Es ist gekennzeichnet durch emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und ein Gefühl verminderter Leistungsfähigkeit.
  • Bystander-Effekt
    Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Person in einer Notsituation eingreift und einem potenziellen Opfer hilft, sinkt mit zunehmender Anzahl anwesender Personen. Als Gründe hierfür werden meist pluralistische Ignoranz, Verantwortungsdiffusion und Bewertungsangst angeführt .