Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Der automatische Ablauf von Handlungen, die ursprünglich bewusst gesteuert waren.
  • Habit (habit)
    Gewohnheit, deren Stärke von der Anzahl ihrer Bekräftigungen abhängt.
  • Habit Reversal
    Wörtlich: Umkehrung einer Gewohnheitsbildung; verhaltenstherapeutisches Verfahrung zur Behandlung von „nervous habits and tics“.
  • Habituation
    Einfacher Lernvorgang, Gewöhnung, d. h. Minderung von Aufmerksamkeitsfokussierung und Aktivierungsreaktionen auf wiederkehrende oder anhaltende Reize (ohne Handlungsaufforderungscharakter).
  • Frühe Form des Lernens. Säuglinge zeigen bereits am Anfang ihrer Entwicklung eine Gewöhnung an Reize und lassen damit erkennen, dass sie diese wiedererkennen. Die Aufmerksamkeit, die auf einen wiederholt dargebotenen Reiz gerichtet wird, nimmt dabei im La
  • Abnahme der Reaktionswahrscheinlichkeit und -stärke zentralnervöser und peripherer Strukturen nach wiederholter Darbietung eines Stimulus, der zunächst eine Reaktion auslöst.
  • Habituation
    Prozess, bei dem die Fähigkeit eines Stimulus, eine Erregung auszulösen, mit zunehmender Darbietungshäufigkeit schwächer wird.
  • Prozess der Gewöhnung bzw. Reduktion der Reaktionsintensität bei prolongierter bzw. wiederholter Darbietung eines Reizes, der sich als unbedeutend erweist.
  • Eine einfache Form des Lernens, die sich in einer Abnahme der Reaktion auf wiederholte oder andauernd dargebotene Reize zeigt.
  • Habituation
    Abnahme der Reaktionsbereitschaft bei wiederholter Stimulusdarbietung. In dem Maß, wie ein Säugling durch wiederholte Darbietung mit einem visuellen Stimulus vertraut wird, schwindet sein Interesse. er fixiert den Stimulus immer kürzer und wendet früher den Blick ab.
  • Habituation (Gewöhnung) (habituation)
    Die allmähliche Abschwächung einer Verhaltensreaktion auf einen Reiz, die auftritt, wenn der Reiz mehrfach nacheinander wiederholt wird. Einfache (meist unbewusste) Lernform. Bei mehrfacher Wiederholung eines unbedeutenden Reizes kommt es zu einer graduellen zentralnervös bedingten Abschwächung (bis zum Ausbleiben) der motorischen oder sensorischen Reaktionsbereitschaft.
  • Habituations-Dishabituations-Paradigma
    Methode zur Prüfung, ob ein Säugling Reize voneinander differenzieren kann. Folgt nach der Gewöhnung an eine Reihe gleichartiger Reize ein neuer Reiz und der Säugling dishabituiert, folgt daraus, dass er den neuen Reiz als abweichend wahrgenommen hat.
  • Habituationsgeschwindigkeit
    Angabe, wie schnell sich ein Säugling an die wiederholte Präsentation eines Stimulus gewöhnt (in der Regel gemessen über die Abnahme der Blickzeiten zu dem präsentierten Stimulus). Sie gilt als früher Indikator der Verarbeitungsgeschwindigkeit und der gen
  • Gewohnheitsmäßig
  • Habitus
    Der Habitus ist die im Verlaufe der Sozialisation erworbene Grundhaltung des Individuums zur sozialen Welt und zu sich selbst; er umfasst die Dispositionen, Gewohnheiten, Einstellungen und Wertvorstellungen eines Individuums, die sich in Lebensweise und Lebensstil mitteilen. Der Habitus stellt ein System von Dispositionen zum Denken und praktischen Handeln bereit und konstituiert die Regelmäßigkeit von Handlungsweisen. Er ist ein generatives Prinzip der Lebensführung wie auch ein Prinzip der Bewertung von Handlungen.
  • Halbgeschwister
    Geschwister mit nur einem gemeinsamen Elternteil
  • Halbgeschwister (half-sib(ling))
    Geschwister mit nur einem gemeinsamen Elternteil
  • Eine Sinneswahrnehmung, die den unmittelbaren Realitätseindruck einer echten Wahrnehmung hat, die jedoch ohne äußeren Reiz auf das betroffene Sinnesorgan auftritt. Halluzinationen müssen von Illusionen, die Fehlwahrnehmungen oder Fehldeutungen eines äußeren Reizes darstellen, unterschieden werden. Die Person kann sich über die Tatsache, dass sie eine Halluzination hat, im Klaren sein, muss es aber nicht. Manche Personen mit akustischen Halluzinationen erkennen, dass sie eine falsche Sinneserfahrung haben, während andere davon überzeugt sind, dass die Quelle ihrer Sinneserfahrung eine unabhängige physikalische Realität besitzt. Der Ausdruck Halluzination wird in der Regel nicht für die falschen Wahrnehmungen im Traum, beim Einschlafen (hypnagog) oder beim Aufwachen (hypnopomp) gebraucht. Passagere halluzinatorische Erfahrungen können auch bei Personen ohne psychische Störung vorkommen. Es gibt akustische, gustatorische, körperbezogene, olfaktorische, optische und taktile Halluzinationen.
  • Halluzination, akustische
    Eine Halluzination, die die Wahrnehmung von Geräuschen, meist Stimmen, betrifft. Einige Kliniker und Untersucher würden Erfahrungen, die als aus dem Kopf kommend wahrgenommen werden, nicht dazurechnen, sondern die Konzeption »echter« akustischer Halluzinationen auf solche Laute begrenzen, deren Quelle als external erlebt wird. Allerdings wird im DSM-IV nicht danach unterschieden, ob die Stimmen als von innerhalb oder außerhalb des Kopfes kommend wahrgenommen werden.
  • Halluzination, gustatorische
    Eine Halluzination, die die Wahrnehmung eines (meist unangenehmen) Geschmackes betrifft.
  • Halluzination, körperbezogene
    Eine Halluzination, die mit der Wahrnehmung eines körperlichen Vorgangs im Organismus einhergeht (z. B. das Gefühl, elektrisiert zu sein). Körperbezogene Halluzinationen müssen unterschieden werden von körperlichen Empfindungen, die aus einem noch nicht diagnostizierten medizinischen Krankheitsfaktor oder aus hypochondrischer Sorge um normale körperliche Vorgänge entstehen, sowie von taktilen Halluzinationen.
  • Halluzination, olfaktorische
    Eine Halluzination, die mit der Wahrnehmung von Gerüchen einhergeht, z. B. von verbranntem Gummi oder verwesendem Fisch.
  • Halluzination, optische
    Eine Halluzination, die das Sehen betrifft. Sie kann aus geformten Bildern, z. B. Menschen, bestehen oder aus ungeformten wie Lichtblitzen. Optische Halluzinationen sind von Illusionen zu unterscheiden, die Fehlwahrnehmungen von realen äußeren Reizen sind.
  • Halluzination, taktile
    Eine Halluzination mit der Wahrnehmung des Berührtwerdens oder dass sich etwas unter der Haut befindet. Die häufigsten taktilen Halluzinationen sind die Empfindung von elektrischen Schlägen oder Ameisenkrabbeln (das Gefühl, dass etwas auf oder unter der Haut krabbelt oder kriecht).
  • Halluzinationen
    irrtümliche sensorische Wahrnehmungen, wie etwa das Sehen von Objekten ohne äußere visuelle Reize.
  • Psychedelische (»bewusstseinserweiternde«) Substanzen, wie LSD, die Wahrnehmungen verzerren und sensorische Bilder ohne sensorischen Input generieren.
  • Halluzinogene
    psychedelische (»bewusstseinserweiternde«) Substanzen, wie LSD, die Wahrnehmungen verzerren und sensorische Bilder ohne sensorischen Input generieren.
  • Einfluss einer auffälligen Eigenschaft auf die Beurteilung anderer Eigenschaften derselben Person
  • Halo-Effekt
    Die wohl bedeutsamste Fehlerquelle bei der Verhaltensbeobachtung/-beurteilung ist der Halo-Effekt. Er äußert sich in unangemessen hohen Korrelationen der Urteile über verschiedene Merkmale einer Person. Er soll dadurch zustande kommen, dass das Urteil über ein herausragendes Merkmal die Beurteilungen anderer Merkmale einer Person »überstrahlt«. Beispielsweise wirkt eine Person sehr freundlich; andere Merkmale werden daraufhin positiver beurteilt.
  • Halo-Effekt (halo effect)
    Einfluss einer auffälligen Eigenschaft auf die Beurteilung anderer Eigenschaften derselben Person
  • Hämatokrit
    Anteil der roten Blutkörperchen am Gesamtblutvolumen
  • Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder (HAWIK-IV)/Wechsler-Intelligence-Scale (WISC-IV)
    Ein weitverbreiteter Intelligenztest für Kinder zwischen sechs und 16 Jahren.
  • Hämoglobin
    Roter Blutfarbstoff, transportiert Sauerstoff
  • Hämolyse
    Zerfall der roten Blutkörperchen
  • Phase im Veränderungsmodell von Prochaska und Diclemente: Veränderungsschritte werden in die Tat umgesetzt.
  • planmäßiges Verhalten
  • Handlungen beruhen auf Intentionen, setzen freie Entscheidungen voraus und müssen verantwortet werden.
  • Handlung
    "Alle Aktivitäten oder Verhaltensweisen denen eine „Zielvorstellung"" zugrunde liegt."
  • Handlung
    Unter einer Handlung wird eine Bewegung, die zum Zwecke der Erzeugung ganz bestimmter, intendierter Effekte ausgeführt wird, verstanden: Man betätigt den Lichtschalter, um das Licht ein oder aus zu schalten, man fährt Fahrrad, um an einen anderen Ort zu gelangen, und man redet, um anderen etwas mitzuteilen.
  • Handlung (action)
    Gesamtheit der auf ein intendiertes Ziel gerichteten Bewegungen.
  • Handlung (action)
    Zielgerichtetes Verhalten.
  • Handlung (action)
    planmäßiges Verhalten
  • Eine Handlung ist im Sinne von Stengel ein Verhalten, das auf ein konkretes, bewusst angestrebtes Ziel ausgerichtet ist. Handlungen werden durch Prozesse der Zielbildung, Orientierung, Planung Ausführung und Kontrolle gesteuert.
  • Handlungen sind motorische Aktivitaten, um einen angestrebten Zielzustand zu verwirklichen.
  • Handlungs- vs. Lageorientierung
    Individuelle Emotionsregulationskompetenz, die Auswirkungen auf die Handlungssteuerung hat. Im Zustand der Handlungsorientierung gelingt es, negative Emotionen herab- und positive Emotionen heraufzuregulieren und sich einerseits rasch von Misserfolgen gedanklich wieder frei zu machen und andererseits zügig eigene Intentionen zu realisieren. Im Zustand der Lageorientierung ist die Emotionsregulationskompetenz eingeschränkt, unangenehme Erfahrungen führen zu ausgedehntem Grübeln und Schwierigkeiten bei der Absichtsumsetzung.
  • Handlungs-Satz-Kompatibilitätseffekt (action sentence compatibility effect, ACE)
    Bei Übereinstimmung zwischen der Richtung einer in einem Satz beschriebenen Handlung und der Richtung einer auszuführenden Bewegung können Bewegungen schneller ausgeführt werden.
  • Erklärung des eigenen Handelns (durch internale oder externale Wirkfaktoren)
  • Handlungsausführungseffekt
    Handlungsphrasen (wie »den Ball werfen«). werden deutlich besser erinnert, wenn die Handlungen auch ausgeführt werden. Man spricht auch vom Tu-Effekt.
  • Handlungsauswahl
    Die Frage der Handlungsauswahl, ist unter zwei Perspektiven behandelt worden: Sensomotorische Ansätze haben sich vor allem mit der reizinduzierten Auswahl von reaktiven Handlungen beschäftigt; ideomotorische Ansätze mehr mit der Frage, wie das Handlungsziel die Auswahl einer Handlung ermöglicht und steuert.
  • Handlungsbeobachtungsnetzwerk (action observation network, AON)
    Beinhaltet Regionen des Spiegelsystems und weitere Regionen wie den superioren temporalen Sulcus.
  • Handlungseffekt (action effect)
    Jede wahrnehmbare, mittelbare oder unmittelbare Konsequenz einer Handlung.
  • Handlungseffekt-Blindheit
    Handlungseffekt-Blindheit beobachtet man in Experimenten, in denen Personen den Druck einer linken bzw. rechten Taste vorbereiten. Vor der Ausführung dieser Handlung werden sie mit einem maskierten, kaum sichtbaren visuellen Pfeil konfrontiert, der nach links oder rechts weist. Den Versuchspersonen ist es praktisch unmöglich, reaktionskompatible Pfeile zu erkennen. Die Vorbereitung eines linken oder rechten Tastendrucks macht also einen nach links bzw. rechts weisenden Pfeil mehr oder weniger unsichtbar.
  • Handlungsfehler
    Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Analyse der Handlungsfehler höchst interessant: Wenn wir gelungenes Handeln als das erfolgreiche Vermeiden von Fehlern interpretieren, dann befördert ein besseres Verständnis der Ursachen von Fehlern notwendigerweise auch unsere Einsicht in gelingende Handlungskontrolle.
  • Handlungsforschung (auch: Aktionsforschung)
    ist eine qualitative Forschungsmethode, die von Lewin in den 1940er Jahren entwickelt wurde. Sie versteht sich als gesellschaftskritische Forschung und zielt auf die Veränderung gesellschaftlicher Praxis ab. Gegenstand sind konkrete soziale Probleme, für die gemeinsam mit den Betroffenen in gleichberechtigter Kommunikation Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Die Betroffenen sollen durch die Forschung in die Lage versetzt werden, ihre Interessen selbst zu vertreten.
  • Handlungsinitiierung (action initiation)
    Prozess, der die schließliche Ausführung einer geplanten Handlung besorgt.
  • Handlungskontrolle
    Prozess der Initiierung und Ausführung von Handlungen
  • Handlungskontrolle (action control)
    Prozess der Initiierung und Ausführung von Handlungen
  • Handlungskontrollstrategien (action control strategies)
    Metakognitive Prozesse, durch die Absichten gegen konkurrierende Motivationstendenzen abgeschirmt werden, indem die störende Reize ausgeblendet (Aufmerksamkeitskontrolle), positive Anreize der Zielerreichung fokussiert (Motivationskontrolle), absichtsförderliche Emotionen generiert (Emotionskontrolle) oder Umweltbedingung hergestellt werden, die es weniger wahrscheinlich machen, Versuchungen nachzugeben (Umweltkontrolle)
  • Meta-Modell, bei dem der Mensch ein rationaler, zielgerichteter, bewusster und aktiver Agent ist
  • Handlungsorientiertes Lernen
    Handlungstheoretisch fundierte Lernkonzepte gehen davon aus, dass Lernen die aktive und kognitiv-reflektierende Auseinandersetzung mit den Handlungsanforderungen bei einer Aufgabe bzw. Tätigkeit erfordert. Dabei sollten insbesondere wesentliche Phasen der Handlungssteuerung wie Orientierungs-, Zielbildungs- und Planungsphase sowie Ausführungs-, Kontroll- und Reflexionsphase durchlaufen und explizit behandelt werden. Werden diese Phasen nicht oder nur unvollständig im Lernprozess abgehandelt, entwickeln sich Fehlverhaltensweisen.
  • Handlungsorientierung
    Disposition, Handlungen ohne zu zögern und ausdauernd auszuführen
  • Handlungsorientierung
    Bezeichnet individuelle Unterschiede in der Fähigkeit zur Affektregulation (Gegenpol: Lageorientierung).
  • Handlungsorientierung (action orientation)
    Disposition, Handlungen ohne zu zögern und ausdauernd auszuführen
  • Handlungsphasen (action phases)
    Aufeinanderfolgende Teilprozesse bei komplexen Handlungen, die das Abwägen alternativer Ziele, die Bildung einer verbindlichen Absicht, das Planen konkreter Handlungsschritte, die Ausführung der Handlung und die Bewertung der Handlungsergebnisse umfassen.
  • Handlungsphasenmodell
    Handlungsphasenmodelle (wie das Rubikon-Modell von Heinz Heckhausen und Peter M. Gollwitzer) unterteilen eine Handlung in unterschiedliche Phasen mit jeweils unterschiedlichen motivationalen und volitionalen Prozessen. Meist wird (mindestens) zwischen einer Phase vor der Handlung (präaktional), während der Handlung (aktional) und nach der Handlung (postaktional) unterschieden.
  • Handlungsplan
    Wird vor dem Beginn einer Bewegung erstellt und spezifiziert die Merkmale der auszuführenden Bewegung. Alternative Bezeichnung: Motorprogramm.
  • Handlungsplan
    Handlungsleitende Repräsention, die im Vorhinein diejenigen Handlungsparameter spezifiziert, die für die gelingende Ausführung einer Handlung und für die Erreichung des intendierten Handlungsziels kritisch sind. Der Handlungsplan ist weder vollständig noch muskelspezifisch, sondern beschränkt sich auf die globalen Aspekte einer Handlung. Die nähere Ausgestaltung der Bewegungsdetails und die Anpassung der Handlung an situative Bedingungen wird untergeordneten sensomotorischen Schleifen überlassen, die für die online-Spezifikation der erforderlichen Bewegung verantwortlich sind.
  • Handlungsplan (action plan)
    Kognitive Kontrollstruktur zur Realisierung intendierter Handlungseffekte.
  • Handlungsregulationstheorie
    Ein wesentlicher Ausgangspunkt der Handlungsregulationstheorie ist, dass Arbeitsverhalten bzw. -handeln durch Ziele geleitet und gesteuert wird. Arbeitshandeln kann aus zwei Perspektiven betrachtet werden. Gemäß der ersten _prozessorientierten Perspektive_ schreitet eine Handlung von einem Ziel zu einem Plan, dann zur Ausführung des Plans und schließlich zum Handlungsergebnis bzw. einer entsprechenden Rückmeldung voran. Unter einer zweiten eher _strukturellen Perspektive_ wird betrachtet, wie der Handlungsverlauf durch bestimmte hierarchisch strukturierte Formen der Informationsverarbeitung gesteuert bzw. reguliert wird.
  • Schemata sind gespeicherte Strukturen, die Input- und Outputbedingungen einer Handlung und die jeweiligen Regeln der Handlung enthalten. Normalerweise werden die Schemata durch Lernen und Übung erworben (aber angeborene Schemata bei Reflexhandlungen), sie werden aktiviert, sobald ihre Aktivationsschwelle überschritten wurde.
  • Handlungsschema (action schema)
    In der Theorie von Norman und Shallice (1986) Bezeichnung für im Langzeitgedächtnis gespeicherte Kontrollstrukturen, die durch Auslösereize oder übergeordnete Ziele aktiviert werden und einzelne Handlungssegmente oder kognitive Operationen steuern. Handlungsschemata sind hierarchisch organisiert, wobei abstrakte Schemata untergeordnete Schemata aktivieren können und inkompatible Schemata sich wechselseitig hemmen.
  • Handlungsschemata
    Handlungsschemata sind Repräsentationsstrukturen, in denen das Wissen über typische Akteure, Objekte, Orte, Instrumente, Ziele usw. von Handlungen im Gedächtnis gespeichert werden.
  • Handlungssequenz (action sequence)
    Handlung, die aus mehreren, wie auch immer definierten Teilschritten besteht, z. B. das Zubereiten einer Tasse Kaffee.
  • Handlungssequenzen
    Die in vielen Experimenten verwendeten, oft weitgehend ballistischen Bewegung fungieren im Alltag oft nur als Elemente ganze Bewegungsketten, sie sind sozusagen die Bausteine des Handelns. Anders als in vielen Experimenten benutzen wir Computertastaturen nicht, um einzelne Tasten nieder zu drücken, sondern um ganze Wörter, Sätze und Texte zu fabrizieren. Die Notwendigkeit, einzelne Handlungselemente zu umfassenderen Handlungsplänen zusammenzufassen, stellt die planende Person vor ein wichtiges Problem: die Komponenten müssen in die richtige Reihenfolge gebracht werden und in dieser Reihenfolge ausgeführt werden.
  • Handlungsspielraum
    Der Handlungsspielraum bezieht sich auf die Flexibilität bei der Aufgabenbewältigung und umfasst die objektiv vorhandenen und subjektiv wahrgenommenen Wahlmöglichkeiten wie z. B. zeitliche Organisation, Auswahl der Arbeitsmittel und des Vorgehens.
  • Vorstellung, dass die Selektion relevanter Information auf einer späten Verarbeitungsstufe stattfindet, nämlich bei der Auswahl der Reaktion (Handlungssteuerung). Alle eingehenden Reize werden also vollständig verarbeitet.
  • Handlungssteuernde Selektion (selection for action)
    Die handlungssteuernde Funktion der Aufmerksamkeit stellt das Verarbeitungssystem mit allen seinen Komponenten – von der Wahrnehmung bis zur motorischen Reaktion – so ein, dass die in der jeweils zu erledigenden Aufgabe spezifizierten Handlungsziele möglichst effizient (koordiniert) erreicht werden können.
  • Handlungssteuerung
    Gesamtheit der Prozesse, die verantwortlich sind für die Planung, die Initiierung und die Ausführung von Handlungen und deren Überwachung. Die gelingende Handlungssteuerung setzt intakte Funktionsschleifen kortikaler und subkortikaler Strukturen voraus, die den frontalen Kortex, den prämotorischen und motorischen Kortex, die Basalganglien und das Kleinhirn umfassen.
  • Bezeichnet die Vorbereitung und Planung eines zielgerichteten Verhaltens.
  • Handlungstheorie
    Theorie, die das Bewusste und Geplante menschlichen Verhaltens betont.
  • Handlungsüberwachung
    Die Handlungsüberwachung ist eine kognitive Funktion, die der Entdeckung von Problemen bei der Zielerreichung einer Handlung dient. Wenn eine Handlung ihr Ziel nicht erreicht (z. B. bei einem Fehler), oder während der Handlung festgestellt wird, dass die Zielerreichung unwahrscheinlicher wird (z. B. bei Handlungskonflikten, Unsicherheit), nutzt das Handlungsüberwachungssystem diese Information zur Aktualisierung der repräsentierten subjektiven Handlungswerte und initiiert notwendige Anpassungs- und Kompensationsprozesse.
  • Handlungsüberzeugung
    bewusst repräsentierte Stile der Erwartungsbildung, Handlungskontrolle und Ergebnisattribution
  • Gedanken zu der Wirksamkeit eigener Handlungen
  • Handlungsüberzeugung (action belief)
    bewusst repräsentierte Stile der Erwartungsbildung, Handlungskontrolle und Ergebnisattribution
  • Handlungsverlauf
    Wird im Rubikon-Modell der Handlungsphasen als ein zeitlicher und somit horizontaler Pfad verstanden, der mit den Wünschen einer Person beginnt und mit der Bewertung des jeweils erreichten Handlungszieles endet.
  • Handlungsvorstellung/Bewegungsvorstellung (action imagery/ motor imagery)
    Mentale Simulation einer Handlung, ohne dass tatsächliche Bewegungen ausgeführt werden.
  • Handlungsziel
    Unter einem Handlungsziel wird i.d.R. das angestrebte Produkt einer Handlung, der durch sie zu erreichende Endzustand verstanden.
  • Unter Haptik versteht man die Wahrnehmung von Form und Oberfläche von Objekten.
  • (1) Gesamtheit der Tastwahrnehmungen ohne visuelle Kontrolle, insbesondere zur Erkennung dreidimensionaler Objekte und Oberflächenbeschaffenheiten, wobei mehrere Systeme (Hautsinne, Motorik, Propriozeption und Kognition) zusammenarbeiten. (2) bezeichnet die Exploration von Gegenständen mittels des Tastsinnes. Von besonderer Bedeutung sind hierbei typische Abtastbewegungen von Hand und Fingern.
  • Haptische Explorationsbewegung
    Unter haptischen Explorationsbewegungen (exploratory procedures, EPs) versteht man die Bewegung der Hände und Finger, um dreidimensionale Objekte durch Berührung zu identifizieren (Goldstein 2008).
  • Haptische Signale
    Berührungen, die im Kommunikationsverlauf eingesetzt werden können und häufig zu einer positiven Beurteilung der berührenden Person führen. Unter welchen Umständen man wen wie berühren darf, unterliegt gesellschaftlichen Normen, die kontextabhängig sind und kulturell variieren.
  • Haptische Wahrnehmung
    Unter haptischer Wahrnehmung versteht man die Verarbeitung von durch aktives Abtasten vermittelten Reizinformationen bzw. die Objektidentifizierung durch haptische Exploration (Goldstein 2008).
  • Hardiness steht für Widerstandskraft bzw. Unempfindlichkeit. Personen mit einem hohen Hardiness-Wert sind durch folgende Merkmale gekennzeichnet: Sie sehen Anforderungen ihrer Umwelt eher als Herausforderungen denn als Bedrohungen. Sie nehmen die Gegebenheiten ihrer Umwelt eher als beeinflussbar wahr. Sie zeigen ein verstärktes Engagement bzw. fühlen sich stärker verpflichtet.
  • Harmonische Frequenzen sind sinusförmige Schwingungen, die ganzzahlige Vielfache eines Grundtons sind.
  • Harninkontinenz
    Unfreiwilliger Harnabgang.
  • Hauptachsenanalyse
    Methode der exploratorischen Faktorenanalyse, mit der versucht wird, das Beziehungsmuster zwischen den manifesten Variablen mit dahinterliegenden Faktoren zu erklären.
  • Haupteffekt
    Begriff für die separaten Effekte jeder unabhängigen Variable in einem > faktoriellen Experiment.
  • Haupteffekt
    Im Zuge der mehrfaktoriellen Varianzanalyse beschreiben Haupteffekte neben der Interaktion zwischen verschiedenen UVs den isolierten Effekt der einzelnen UVs auf die AV.
  • Haupteffekt
    Systematischer Einfluss eines Faktors auf die abhängige Variable unabhängig von allen anderen Faktoren
  • In Abgrenzung zu einem Interaktionseffekt in der mehrfaktoriellen Varianzanalyse kennzeichnet ein Haupteffekt die Wirkungsweise eines bestimmten Faktors bzw. einer bestimmten unabhängigen Variablen
  • Dieser zeigt sich also im Vergleich der Mittelwerte der Stufen des Faktors. Sind die Mittelwerte gleich oder nur wenig unterschiedlich, so liegt kein Haupteffekt(HE) vor. Zeigen sich dagegen deutliche Unterschiede, so kann mit statistischen Methoden überprüft werden, ob der Haupteffekt(HE) nicht nur erkennbar, sondern im statistischen Sinne auch überzufällig ist.
  • Haupteffekt, einfacher
    Systematischer Einfluss eines Faktors auf die abhängige Variable in einer Stufe eines anderen Faktors, unabhängig von allen anderen Faktoren
  • s. Theorie der gesteuerten Suche
  • Wichtigstes Verfahren zur Extraktion von Faktoren. Faktoren einer Hauptkomponentenanalyse sind voneinander unabhängig und erklären sukzessiv maximale Varianzanteile (Faktorenanalyse)
  • Hauptkomponentenanalyse
    Methode der exploratorischen Faktorenanalyse, mit der versucht wird, möglichst viel Varianz der beobachteten Variablen durch sog. Hauptkomponenten zu erklären.
  • Ein peripherphysiologischer Indikator für emotionale Erregung.
  • Über die Hautsinne werden die Erregungen der Rezeptoren in der Haut vermittelt: Berührung, Schmerz, Temperatur.
  • HAWIK-IV: Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder
    Beim HAWIK-IV (Petermann & Petermann, 2007) handelt es sich um die deutsche Version der amerikanischen Wechsler Intelligence Scale for Children-IV von 2003. Der Test dient der Messung der Allgemeinen Intelligenz und liefert zusätzlich Informationen über vier kognitive Fähigkeiten, die als Teilaspekte der Intelligenz aufzufassen sind: Sprachverständnis, Wahrnehmungsgebundenes Logisches Denken, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit.
  • Hawthorne-Effekt
    verzerrender Einfluss bei experimentellen Untersuchungen. Nicht die durchgeführte experimentelle Manipulation wirkt sich auf die abhängigen Variablen aus, sondern allein die Tatsache, dass eine Untersuchung durchgeführt wird.
  • Hawthorne-Effekt
    Bezeichnet den Effekt, der entsteht, wenn sich Teilnehmer an einer Studie der Tatsache bewusst sind, dass ihr Verhalten beobachtet wird.
  • Hawthorne-Effekt (Hawthorne effect)
    (1) Verzerrender Einfluss bei experimentellen Untersuchungen. Nicht die durchgeführte experimentelle Manipulation wirkt sich auf die abhängigen Variablen aus, sondern allein die Tatsache, dass eine Untersuchung durchgeführt wird. (2) Positiver Einfluss sozialer Zuwendung im Betrieb auf die Arbeitsleistung.
  • HbA1C
    Glykiertes Hämoglobin, das in etwa die mittlere Blutglukosekonzentration der letzten 2–3 Monate als „Langzeitzuckerwert“ widerspiegelt.
  • Die Checkliste HCR-20 (Historical, Clinical, and Risk Management-20 von Webster et al., 1997) liegt auch in einer deutschen Fassung vor (Müller-Isberner et al., 1998). Sie soll zukünftiges gewalttätiges Verhalten vorhersagen. Ein Beurteiler stuft 20 Risikofaktoren (= Items) aus der Vorgeschichte, zu gegenwärtigen klinischen Symptomen und zum künftigen Risiko-Management auf einer dreistufigen Skala (0 = Item trifft definitiv nicht zu; 1 = Item trifft möglicherweise/teilweise zu; 2 = Item trifft sicher zu) ein. Er soll dabei auf alle denkbaren Informationsquellen wie Berichte von Behörden, Ämtern, Polizei und Staatsanwaltschaft oder auf Stellungnahmen von Psychologen, Psychiatern, Sozialarbeitern und Krankenpflegepersonal zurückgreifen; auch ein Interview ist möglich.
  • Head’sche Zonen
    Hautzonen, in denen Schmerz auftritt, obwohl Eingeweideschmerz vorliegt. Die Ursache hierfür liegt in der Konvergenz sensibler Nervenfasern von Haut und Eingeweiden im selben Rückenmarksabschnitt.
  • Heautoskopie
    Multimodale Halluzination des eigenen Selbst im Körperaußenraum (auch als “Doppelgänger-Erlebnis” bezeichnet).
  • Synapsen, deren simultane Aktivierung zu einer funktionellen und anatomischen Verstärkung ihrer Verbindung durch Stoffwechseländerungen und/oder Wachstumsprozesse führt.
  • Fundamentales Prinzip neuronaler Plastizität, das auch dem Lernen zugrunde liegt. Es gilt für Hebb-Synapsen, die die Eigenart haben, bei simultaner Erregung ihre Verbindung zu verstärken. Kurzform: „Neurone, die gemeinsam feuern, verbinden sich.“
  • Hebenephrene/desorganisierte Schizophrenie
    Einer von drei charakteristischen Subtypen der Schizophrenie, denen sich die meisten Störungsbilder zuordnen lassen; klinisches Bild ist primär durch wenig planvolles Handeln gekennzeichnet: Denken und Sprechen sind ungeordnet, Stimmung und emotionaler Ausdruck passen oft nicht zur aktuellen Situation.
  • Subjektiv-emotionale Bewertung von Reizen und Reaktionen als positiv oder negativ
  • Helicobacter pylori
    Stäbchenbakterium, das den menschlichen Magen besiedeln kann. Die Infektion mit Helicobacter pylori kann zu einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und/oder Geschwüren führen.
  • Die Helligkeit entspricht der Intensität eines Farbreizes.
  • Unter Helligkeitskonstanz versteht man die gleichbleibende Wahrnehmung der Objekthelligkeit bei verschiedenen Beleuchtungen.
  • Helligkeitskonstanz (lightness constancy)
    Phänomen, bekannte Objekte/Oberflächen unabhängig von Veränderungen ihrer Beleuchtung als gleichbleibend hell wahrzunehmen.
  • Regeln zur Erzeugung eines vollständigen Satzes orthogonaler Einzelvergleiche (Varianzanalyse)
  • Hemianope Lesestörung
    Sammelbegriff für die Beeinträchtigung des Lesens aufgrund eines halbseitigen Gesichtsfeldausfalls, der das ganzheitliche Erfassen von Wörtern behindert. Die hemianope Lesestörung findet sich typischerweise in Fällen mit weniger als 3 Grad Restgesichtsfeld links und weniger als 6 Grad rechts vom Ort des schärfsten Sehens (Fovea).
  • Durch eine einseitige Hirnschädigung (z. B. Schlaganfall) hervorgerufener Ausfall einer Gesichtsfeldhälfte (jeweils kontralateral zur Hirnschädigung).
  • Nur noch selten gebräuchlicher Ausdruck für einen → Neglect.
  • Durch eine einseitige Hirnschädigung (z. B. Schlaganfall) hervorgerufene teilweise Lähmung des Armes und Beines kontralateral zur Hirnschädigung.
  • Durch eine einseitige Hirnschädigung (z. B. Schlaganfall) hervorgerufene vollständige Lähmung des Armes und Beines kontralateral zur Hirnschädigung.
  • Hemisphärektomie
    Operative Entfernung einer Hemisphäre, zumeist zur Behandlung einer durch Medikamente nicht zu behandelnden Epilepsie. Heute wird jedoch überwiegend eine Diskonnektion (statt Entfernung) des Gewebes vorgenommen (Hemisphärotomie).
  • Hemisphärenasymmetrie
    Unterschiedliche Struktur und Funktionstüchtigkeit beider Hirnhälften
  • Hemisphärenlateralisierung
    Bevorzugte Funktionen einer der beiden Hirnhemipsphären; z.B. Anlage für Sprachfunktion in linker Hirnhälfte, für räumliche Beziehungen in rechter Hirnhälfte
  • Eine Hemmung senkt die Auftretenswahrscheinlichkeit von Nervenimpulsen.
  • Hemmung (inhibition)
    Vorgang, der die Aktivierung von Repräsentationen senkt. Laterale Hemmung (lateral inhibition) bezeichnet den Vorgang, dass Einheiten innerhalb einer Repräsentationsebene sich gegenseitig in ihrer Aktivierung hemmen.
  • Hemmung durch ein Publikum
    Eine Erfahrung von Anwesenden in einer Notsituation, deren Verhalten von anderen Anwesenden beobachtet werden kann: In Notsituationen befürchten die Betreffenden möglicherweise, dass sie sich durch ihre eigenen Handlungen in der Reaktion auf die Notsituation blamieren. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass sie eingreifen.
  • Hemmung, autogene
    Von den Sehnenrezeptoren ausgehende Hemmung der homonymen Motoneurone; verhindert schädlich hohe Muskelkontraktionen/-spannungen
  • Hemmung, laterale
    Zone mit gehemmten Neuronen, die maximal erregte Neurone umgibt; dient u.a. der Kontrastverschärfung
  • Herdenverhalten
    Uniformes Verhalten von Marktteilnehmern (z. B. dass nahezu alle plötzlich bestimmte Aktien kaufen wollen) selbst in Situationen, in denen dies objektiv von der Informationslage her nicht gerechtfertigt ist.
  • Heritabilitätsrate
    Maß für den genetischen Einfluss auf Eigenschaften. Gibt den durch Gene erklärbaren Anteil der Varianz eines Merkmals an.
  • Ziel der Hermeneutik ist es, zu einem angemessenen und umfassenden Verständnis des Gesagten zu gelangen und dabei die Subjektivität des Verstehens im Alltag zu überwinden. Dies setzt einen Hintergrund geteilter Bedeutung voraus. Grundprinzip des hermeneutischen Verstehens ist die hermeneutische Spirale: Vorverständnis und Textverständnis, Verständnis von Textteilen und Textganzem greifen ineinander. In diesem Prozess wird das Textverständnis sukzessive vertieft.
  • Mit der Herstellungsmethode kann die Absolut- oder Unterschiedsschwelle gefunden werden. Der Proband verändert einen Reiz so lange, bis er wahrgenommen wird oder bis er als verschieden von einem anderen Reiz angesehen wird.
  • Hertz ist die Maßeinheit für Schwingungen einer Welle pro Sekunde.
  • Herzinfarkt
    Mangeldurchblutung eines Herzmuskelbezirks infolge Verschlusses einer Koronararterie mit Zelltod.
  • Herzkrankheit, koronare
    Erkrankung des Herzens, die durch Engstellen oder Verschlüsse in den Herzkranzgefäßen (Koronararterien) verursacht wird.
  • Herzrate
    Häufigkeit der Herzschläge pro Minute. Normal sind 60–100 Schläge pro Minute. Während des Schlafs kann die Herzrate bei gut Trainierten auf Werte um 40 pro Minute absinken, während Belastung kann sie auf 200 pro Minute steigen. Man spricht in diesen Fällen von Bradykardie oder Tachykardie. Tritt eine Tachykardie oder Bradykardie unter inadäquaten Bedingungen auf, so sollte an Rhythmusstörungen gedacht werden.
  • Herzratenvariabilität
    Die Herzrate ist nicht konstant. Aufgrund autonomer Einflüsse variiert die Herzrate erheblich. Diese Variationen können herangezogen werden, um an der Körperoberfläche Informationen über die Aktivität des Vagusnervs (Parasympathikus) und über die Balance zwischen der sympathischen und vagalen Aktivität zu erhalten.
  • Relationen zwischen Phänomenen auf der gleichen Ebene (d.h. ohne hierarchische Zuordnungen)
  • Diese setzt sich aus unterschiedlichen Fällen zusammen (Gegensatz zur homogenen Stichprobe).
  • Heterogenistische Willenstheorien
    Heterogenistische Willenstheorien versuchen, Willensphänomene rein introspektiv zu ergründen.
  • Heteronom
    Heteronom bedeutet fremdgesetzlich, von Gesetzen anderer abhängig und bestimmt. Im Gegensatz dazu bedeutet autonom so viel wie selbstständig, unabhängig, nach eigenen Gesetzen lebend.
  • Stadium nach Piaget, das durch Gehorsam gegenüber Autoritäten und ein starres Festhalten an übernommenen Regeln und Normen gekennzeichnet ist. Weiterhin orientiert sich das moralische Urteil an der Höhe des angerichteten Schadens und nicht an der zugrunde
  • Griech. „hetero-“ = ungleich. Ein Ausfall, der in den Gesichtsfeldern beider Augen unterschiedliche Regionen betrifft.
  • Heterosexualität
    Disposition, durch Menschen des anderen Geschlechts sexuell erregt zu werden
  • Heterosexualität (heterosexuality)
    Disposition, durch Menschen des anderen Geschlechts sexuell erregt zu werden
  • heterotype Stabilität
    Stabilität einer Eigenschaft bei unterschiedlichem Messverfahren in unterschiedlichem Alter
  • heterotype Stabilität (heterotypic stability)
    Stabilität einer Eigenschaft bei unterschiedlichem Messverfahren in unterschiedlichem Alter
  • Individuen, die für ein Merkmal zwei verschiedene Allele haben.
  • Heureka-Effekt
    Bedeutet, dass die richtige Lösung für ein Problem, wenn sie gefunden wurde, von den Gruppenmitgliedern sofort als richtig erkannt wird.
  • Heuristic-Systematic-Model (HSM, auch: heuristisch-systematisches Modell)
    Das HSM besagt, dass Menschen Informationen systematisch (bei hoher Motivation/Fähigkeit) und heuristisch (bei niedriger Motivation/Fähigkeit) verarbeiten können. Somit ist das HSM dem ELM sehr ähnlich. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass das HSM zusätzlich zwischen drei Motiven unterscheidet: dem Verteidigungsmotiv, nach dem Menschen ihre Meinungen beibehalten möchten, dem Wahrheitsmotiv, nach dem Menschen sich eine realistische Meinung bilden möchten, und dem sozialen Motiv, nach dem Menschen bestimmte soziale Ziele (z. B. Anerkennung) erreichen möchten.
  • Heuristics-and-Biases-Forschungsprogramm (heuristics-and-biases program)
    Sammelbegriff für das von Daniel Kahneman und Amos Tversky begründete Forschungsprogramm, das viele Abweichungen von normativen Entscheidungsmodellen demonstriert und mittels heuristischer Verarbeitungsprinzipien
  • Unter Heuristik versteht man ein erkenntnistheoretisches und methodisches Verfahren zur Gewinnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und zur Problemlösung.
  • "Einfache Denkstrategie für effizientere Urteile und Problemlösungen; schneller, aber auch fehleranfälliger als der Algorithmus."
  • Heuristik
    Eine oft genutzte, nicht optimale Faustregel, die Menschen verwenden, um zu einem Urteil zu gelangen, die in vielen Fällen effektiv ist, jedoch nicht in allen. Häufig wird gesagt, dass Stereotype als Heuristiken wirken.
  • Faustregel zur Lösung eines Problems. Führt nicht sicher, sondern nur wahrscheinlich zu einem Ergebnis. Wird daher angewendet, wenn eine sorgfältige Problemlösung nicht möglich ist (vgl. z.B. . peripherer Weg der Beeinflussung).
  • Heuristik
    einfache Denkstrategie fu?r effizientere Urteile und Problemlösungen. schneller, aber auch fehleranfälliger als der Algorithmus.
  • Heuristik
    Eine kognitive Faustregel, die Menschen verwenden, um zu einem Urteil zu gelangen. Heuristiken liefern zwar häufig zutreffende Ergebnisse, wegen ihres vereinfachenden Charakters aber nicht immer. Soziale Stereotype können als Beispiel für Heuristiken gesehen werden.
  • Heuristik (heuristic)
    Daumenregel zur Verringerung der möglichen Zustände bei der Suche im Problemraum.
  • Heuristik (heuristic)
    Wörtlich „Finderegel“, ist ein regelbasiertes Verfahren, das nur begrenzt Informationen nutzt oder deren Integration vereinfacht und (nur) unter bestimmten Bedingungen zu einem guten Ergebnis gelangen kann.
  • Heuristik (Urteilsheuristik)
    Einfache Daumenregel, mit der versucht wird, komplexe Entscheidungsprobleme möglichst schnell und einfach zu lösen.
  • Faustregeln zum Urteilen und Entscheiden unter Unsicherheit. Sie sind vereinfachend, kapazitätssparend und hinreichend genau, können aber auch zu systematischen Fehlern führen.
  • Als Werkzeug zum Lernen und Finden von Problemlösungen dienend, v.a. wenn man explorativ und durch Trial-and-Error vorgeht
  • Heuristisch-systematisches Model (HLM)
    Eine Einstellungsänderung als Reaktion auf persuasive Botschaften wird über eine heuristische und/oder eine systematische Verarbeitung vermittelt: Sind die Motivation und die Fähigkeit hoch, ist eine systematische Verarbeitung wahrscheinlich. Wenn beides gering ausgeprägt ist, verlassen sich Individuen auf heuristische Hinweisreize.
  • Heuristisch-systematisches-Modell
    Zwei-Prozess-Modell zur Vorhersage von Einstellungsänderungen, das zwischen heuristischem und systematischem Verarbeitungsmodus unterscheidet. Diese Modi werden von drei Grundmotiven beeinflusst: Accuracy Motivation, Defense Motivation und Impression Motivation.
  • Heuristische Regeln haben sich aus frühen Wahrnehmungserfahrungen ergeben, auch aus der Sicht der Evolution, und werden bei der Interpretation von Wahrnehmungssituationen implizit genutzt.
  • Heuristische Verarbeitung
    Abschätzung der Gültigkeit einer Kommunikation, indem man statt auf die Bewertung von Argumenten auf Heuristiken vertraut, d. h. auf einfache Regeln wie „Statistiken lügen nicht“, „Auf Experten kann man sich verlassen“ oder „Konsens impliziert Korrektheit“.
  • Ein Fragebogeninstrument von Kibeom Lee und Michael C. Ashton zur Erfassung der Persönlichkeit, das die Big Five durch die Dimension Humility (Bescheidenheit im Gegensatz zu Narzissmus) erweitert: _H_umility – _E_motionality – e_X_traversion – _A_greebleness – _C_onscientiousness – _O_penness. Eine deutsche Übersetzung ist bei den Autoren Lee und Ashton erhältlich.
  • Hick und Hyman (Gesetz von)
    Logarithmischer Anstieg der Reaktionszeit mit der Anzahl der Wahlalternativen.
  • Hicks‘ Gesetz
    Mathematische Regel, die die Vorhersage des Anstiegs der Reaktionszeit ermöglicht, sobald die Anzahl der Reaktionsalternativen bekannt ist.
  • Hidden Profile
    Beschreibt die Entscheidungssituation in einer Gruppe, bei der aufgabenrelevante Informationen unter den Gruppenmitgliedern auf eine Weise verteilt sind, dass kein individuelles Gruppenmitglied aufgrund seiner eigenen Informationen die beste Lösung finden kann.
  • Hidden Profile
    Gruppenspezifisches Paradigma, bei dem entscheidungsrelevante Informationen nicht allen Gruppenmitgliedern gleichermaßen zugänglich sind (ungeteilte Informationen). Dies kann dazu führen, dass ungeteilte Informationen zu wenig berücksichtigt werden und Gruppenentscheidungen vorwiegend auf Basis geteilter Informationen getroffen werden.
  • Relationen zwischen Phänomenen auf verschiedenen über- oder untergeordneten Ebenen (z. B. stärker abstrakt vs. weniger abstrakt)
  • Hierarchie versus Egalitarismus
    Kennzeichen einer Kultur, in der Ungleichheit akzeptiert wird und man gegenüber Ranghöheren der eigenen Gruppe Ehrerbietung zeigt, statt allen Menschen Gleichheit zuzubilligen.
  • Hierarchie-von-Effekten-Modell
    Vor allem in den 1970er Jahren bekannt gewordene Unterscheidung von verschiedenen Werbewirkungsmodellen, wobei diese eine unterschiedliche „hierarchische“ Abfolge von Werbewirkungseffekten unterstellen. Die drei bekanntesten Hierarchie-von-Effekten-Modelle sind die Lernhierarchie („learn-feel-do“), die Dissonanz-Attributions-Hierarchie („do-feel-learn“) und die Geringes-Involvement-Hierarchie („learn-do-feel“).
  • Hierarchisch geschachtelte Modelle
    Mehrere Modelle der konfirmatorischen Faktorenanalyse werden als hierarchisch geschachtelt bezeichnet, wenn sie dieselbe Modellstruktur aufweisen, sich jedoch in der Anzahl der fixierten oder freigesetzten Parameter unterscheiden. Sie heißen hierarchisch geschachtelt, weil in den verschiedenen Modellen zunehmend mehr Parameter fixiert oder freigesetzt werden, so dass sie auseinander hervorgehen, während die Modellstruktur ansonsten erhalten bleibt.
  • Hierarchisch lineares Modell, Mehrebenenmodell
    Statistisches Analyseverfahren ähnlich der Regression (Prädiktor sagt Kriterium voraus), aber Assoziationen werden auf mehreren, meistens hierarchisch ineinander geschachtelten Ebenen modelliert und Parameter ebenenspezifisch geschätzt (z. B. wenn Kinder in Schulklassen geschachtelt sind)
  • Hierarchisch organisierte Verarbeitung
    Vorstellung, dass die Verarbeitung von Informationen in aufeinander folgenden Schritten von basalen zu höheren Stufen organisiert ist.
  • Hierarchische Modelle der Werbewirkung
    Stufen- oder hierarchische Modelle der Werbewirkung beschreiben die Werbewirkung als das „geordnete Durchlaufen verschiedener Wirkungsstufen und -ebenen” (Moser, 1997, S. 270). Eine erfolgreiche Wirkung auf der unteren Ebene ist dabei Voraussetzung für das Erreichen der nächsthöheren Stufe.
  • Hierarchische Versuchspläne
    Versuchspläne, bei denen durch Schachtelung je eines Faktors unter den vorherigen eine Hierarchie der Faktoren entsteht (Varianzanalyse)
  • Hierarchisches Selbstkonzeptmodell
    Shavelson et al. entwickelten ein Modell, in dem angenommen wird, dass das Selbstkonzept ein strukturiertes, mehrdimensionales, hierarchisches Gefüge ist, das sich mit zunehmendem Alter ausdifferenziert. Das Modell unterscheidet ein schulisches und ein ni
  • High Density Lipoprotein
    Lipoprotein aus einer hohen Dichteklasse; dient als Transportvehikel fettähnlicher Substanzen im Blutplasma.
  • High Reliability Organisations (HRO)
    Sie zeichnen sich durch eine äußerst geringe Anzahl von Störfällen und Unfällen bei der Handhabung sehr komplexer und risikoreicher Technologien (z. B. Flugsicherung) aus. HRO bewältigen die schwierigen Sicherheitsanforderungen durch eine flexible Anpassung der Arbeitsorganisation an die jeweilige Betriebssituation und ihr Risikopotenzial. In Zeiten mit einem hohen Arbeitsvolumen und schwierigen Bedingungen (z. B. Schlechtwetterphasen bei der Flugsicherung) werden die Arbeitsprozesse aufgabenbezogen und dezentral gesteuert, während im Routinebetrieb HRO stark hierarchisch organisiert sind und durch formalisierte Abläufe gesteuert werden. Voraussetzung dafür ist eine Organisationskultur, die in Phasen einer notwendigen Dezentralisierung die Ordnung und sichere Regelung der Abläufe aufrechterhält und damit wesentliche Funktionen der zentralen Systemorganisation ersetzt. Außerdem zeichnen sich HRO durch die konsequente Förderung eines kontinuierlichen Lernens aus Betriebserfahrungen sowie Belohnungsmechanismen für Fehlerentdeckung und Fehlermeldung aus.
  • Sonderform der Familienstudie. Untersucht werden Personen mit erhöhtem Krankheitsrisiko (z. B. Kinder von der Krankheit betroffener Eltern).
  • Hilfeverhalten
    Handlungen, mit denen die Absicht verfolgt wird, anderen einen Nutzen zu bieten oder ihr Wohlbefinden zu verbessern.
  • Hilfeverhalten
    Aktives hilfreiches Verhalten gegenüber einer hilfsbedürftigen Person, das nicht beruflich motiviert ist.
  • Hilflosigkeitsorientierung
    Eine allgemeine Tendenz, Erfolg und Misserfolg unveränderlichen Aspekten des Selbst zuzuschreiben und angesichts von Misserfolgen aufzugeben.
  • Hindsightbias
    Tendenz, nach dem Eintreten eines Ereignisses zu glauben, man hätte es vorhersehen können (auch bekannt als _Rückschaufehler_).
  • Unter dem Hintergrundwissen versteht man Wissensbestände, die benötigt werden, um jene Untersuchungssituation zu konstruieren, mit welcher die Hypothese konfrontiert werden soll.
  • Hinweise aus der experimentellen Situation
    Hinweisreize im Experiment, die dem Versuchsteilnehmer als Anhaltspunkt dienen, welche Verhaltensweisen von ihm erwartet werden, d. h. Hinweisreize, die zu einer bestimmten Art von Reaktion „auffordern“ (demand).
  • Hippocampus
    Vermittelt das deklarative, kontextgebundene Gedächtnis sowie Lernen (Konditionierung) und kontrolliert die Stresshormonachse. Exzessive Glukokortikoidfreisetzung und Stress schädigen den Hippocampus.
  • Neuronenzentrum im limbischen System, das an der Verarbeitung expliziter Erinnerungen für die endgültige Speicherung beteiligt ist.
  • Hippocampus
    neuronales Zentrum im limbischen System, das an der Verarbeitung expliziter Erinnerungen für die endgültige Speicherung beteiligt ist.
  • Teil des limbischen Systems
  • Der Hippocampus ist die zentrale Grundlage für das episodische Erinnern. Seine operative Entfernung hat schwerste Beeinträchtigungen des episodischen Erinnerns zur Folge .
  • Hippocampus (hippocampus)
    "Paariges phylogenetisch altes neuronales Zentrum in den Temporallappen mit Verbindungen zu Amygdala und Assoziationscortex; wichtig für Lern- und Gedächtnisprozesse."
  • Der Hippokampus ist ein stammesgeschichtlich älteres Kortexfeld, das seinen Namen aufgrund seiner Form erhalten hat, die einem Seepferdchen ähnelt. Er ist eine Struktur des limbischen Systems, gehört rein anatomisch gesehen dennoch zum medialen Teil des G
  • Hippokampus
    Ammonshorn, Teil des Vorderhirns, im Temporallappen liegend, zum limbischen System gehörig
  • Die beiden Hälften des Gehirns, die sensorische Information jeweils überwiegend aus der gegenüberliegenden Körperseite erhalten.
  • Mit dem Begriff wird zum Ausdruck gebracht, dass es bei den beiden Hirnhälften im Laufe der Entwicklung zu einer Funktionsteilung kommt, indem beispielsweise die linke Hirnhälfte vorrangig für eine sequenzielle und die rechte Hirnhälfte verstärkt für eine
  • Hirnorganisches Psychosyndrom
    "Psychosyndrom bei diffusen Hirnschädigungen (z. B. bei Gefäßprozessen, Hirnverletzungen, chronischen Stoffwechselschäden, Alkoholismus); äußert sich z. B. mit Hirnleistungsschwäche (z. B. Merk- und Kombinationsfähigkeit) und Persönlichkeitsveränderungen."
  • Hirnstamm
    ältester Teil und Kern des Gehirns, der dort beginnt, wo das Rückenmark in den Schädel eintritt und etwas dicker wird. Der Hirnstamm ist für die automatische Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen zuständig.
  • Hirnstamm
    Alle Bereiche, die unter dem Diencephalon (Zwischenhirn) liegen, d.h. Mittelhirn, Brücke, verlängertes Mark
  • Beitragsdilemma, bei dem allseitige Kooperation zur besten Lösung für alle führt. Kommt es dennoch zur Desertation, dann aus Angst davor, andere könnten desertieren.
  • Trägt man in einer Grafik die empirische Häufigkeitsverteilung einer diskreten Variablen in Form von Balken ab, erhält man ein Histogramm
  • histrionische Persönlichkeitsstörung
    Heischen nach Aufmerksamkeit und übertriebener Emotionsausdruck
  • histrionische Persönlichkeitsstörung (histrionic personality disorder)
    Heischen nach Aufmerksamkeit und übertriebener Emotionsausdruck
  • Hitze-Hypothese
    Hypothese, nach der Aggression mit steigender Temperatur zunimmt.
  • HIV („human immunodeficiency virus“)

    Retrovirus, der CD4+-T-Zellen und Zellen des Monozyten/Makrophagensystems infiziert und zerstört. Diese langsame Verringerung von CD4+-Zellen in der Peripherie ist charakteristisch für die HIV-Erkrankung.

  • Typische Bezeichnung, wenn der Intelligenzquotient oberhalb von 130 liegt.
  • Hochbegabung
    »Die Feststellung einer intellektuellen Hochbegabung orientiert sich als Richtwert an einem Intelligenzquotienten (IQ) von 130 bzw. einem Prozentrang (PR) von 98« (Amtsblatt des Hessischen Kultusministeriums, 2001, S. 518; zit. nach Rost et al., 2006).
  • Hofeffekt
    Siehe Halo-Effekt
  • Hoffnung auf Anschluss
    Die Stärke des Motivs Hoffnung auf Anschluss gibt Auskunft darüber, mit wie viel positiven Emotionen und Erwartungen eine Person die Kommunikation mit wenig bekannten anderen Personen aufnimmt.
  • Hoffnung auf Erfolg
    Damit wird die „Annäherungskomponente“ (Erfolgsmotiv) des Leistungsmotivs bezeichnet. Personen mit hohem Erfolgsmotiv werden maximal motiviert, wenn bei einer Aufgabe mittelhohe Erfolgserwartungen bestehen. Sie führen Erfolge auf Merkmale der eigenen Person zurück (Anstrengung und Fähigkeit) und erleben intensivere Gefühle des Stolzes über gelungene Leistungen als Personen, bei denen dieses Motiv vergleichsweise niedriger ausgeprägt ist.
  • Hoffnung auf Erfolg/Furcht vor Misserfolg
    Das Leistungsmotiv umfasst zwei Komponenten, die je nach ihrer Ausprägung beim Individuum zu einer annähernden (Hoffnung auf Erfolg) oder vermeidenden (Furcht vor Misserfolg) Haltung gegenüber Leistungssituationen führt.
  • Hoffnungsmotive
    Hoffnungsmotive (z.B. Hoffnung auf Erfolg, Hoffnung auf Anschluss, Hoffnung auf Kontrolle) sind darauf ausgerichtet, einen motivspezifischen positiven Anreiz zu erreichen und stellen somit eine dispositionelle Annäherungsorientierung dar.
  • Ganzheitlichkeit
  • Holistische Rehabilitationsprogramme
    Holistische Rehabilitationsprogramme: Ziel ist die Verbesserung der psychosozialen Anpassung und Lebensqualität der Betroffenen. Holistische Rehabilitation beinhaltet neuropsychologische Verfahren zur positiven Beeinflussung kognitiver Leistungsfähigkeit. Die Besonderheit ist aber die individualisierte, alltagsbezogene Umsetzung dieser Interventionen und die Integration psychotherapeutischer Verfahren in die Einzel- und Gruppentherapie.
  • Diese beinhaltet die Untersuchung des Gegenstandes in seiner Gesamtheit, ohne ihn in einzelne Aspekte (Variablen) zu zerlegen; wird auch als ‚Fallorientierung’ bezeichnet (Gegensatz zur Variablenorientierung).
  • Holistische Wahrnehmung
    Der Begriff „holistisch“ umfasst zwei unterschiedliche Aspekte der Wahrnehmung. Erstens bezeichnet man damit das Phänomen, dass die Wahrnehmung von Einzelmerkmalen innerhalb eines Objekts durch die anderen Merkmale beeinflusst wird. Dieses Phänomen wird besonders bei der Gesichtswahrnehmung deutlich: Es ist beispielsweise schwierig, den Mund von Angela Merkel auszuwählen, wenn verschiedene Münder ohne Gesicht zur Auswahl gezeigt werden, während die Aufgabe viel leichter ist, wenn ihr Gesicht mit falschem oder richtigem Mund gezeigt wird. Zweitens ist damit die Fähigkeit gemeint, ein Objekt (Gesicht) als Ganzes wahrnehmen zu können, ohne es in seine Einzelteile zu zerlegen und getrennt zu verarbeiten.
  • Technik zur Korrektur des Fehlers 1. Art beim multiplen Testen. Sie ist weniger konservativ als die Bonferroni-Korrektur
  • Phase der Einwortsätze, in der mit einem Wort vielfach bereits komplexe Aussagen ausgedrückt werden sollen.
  • Die Phase, in der Kinder die Wörter ihres begrenzten Produktionswortschatzes so gebrauchen, dass ihre Äußerungen aus einem einzigen Wort bestehen.
  • Holzwegeffekt (garden path effect)
    Wird bei Mehrdeutigkeiten aufgrund von Verarbeitungspräferenzen eine Satzanalyse eingeschlagen, die sich letztlich als falsch erweist, führt dies zu Verstehensverzögerungen, die auch bewusst spürbar sein können. Das Verarbeitungssystem wurde auf den Holzweg geführt (was led up to the garden path).
  • Holzwegsätze (garden path sentences)
    Sätze, bei denen viele Leser zunächst eine syntaktische Struktur aufbauen, die sich noch vor Satzende als falsch erweist.
  • Vorform des heutigen Menschen
  • Homo erectus (homo erectus)
    Vorform des heutigen Menschen
  • Theoretisches Modell des Economic Man in der Wirtschaftswissenschaft.
  • Menschenbild der Wirtschaftswissenschaften. Es besagt, dass Personen sich in Knappheitssituationen als rationale Nutzenmaximierer verhalten und dabei auch nicht vor Arglist und Täuschung zurückschrecken.
  • Homo sapiens (homo sapiens)
    heutige Menschen (biologische Art)
  • Homo sapiens sapiens
    Heutige Menschen (biologische Art). Die Neandertaler gehören nicht hierzu, sondern zur übergeordneten Klasse Homo sapiens
  • Theoretisches Modell des Virtual Man.
  • Ähnlichkeit der Eltern in einer bestimmten Eigenschaft
  • Homogamie (homogamy)
    Ähnlichkeit der Eltern in einer bestimmten Eigenschaft
  • Diese setzt sich aus gleichartigen Fällen zusammen (Gegensatz zur heterogenen Stichprobe).
  • Unter Homogenisierung versteht man allgemein die Schaffung einer homogenen, das heißt möglichst gleichartigen und gleichmäßigen Struktur.Ein Homogenisierungseffekt ist also ein Effekt, der dazu führt, dass eine Menge (z.B. die Mitarbeiter eines multinationalen Konzerns) möglichst gleichmäßig wird. Dies kann zu Problemen führen, wenn man davon ausgeht, dass man es mit einer inhomogenen Struktur zu tun hat.
  • Homogenität
    Gemeint ist hiermit das Ausmaß von formaler und inhaltlicher Einheitlichkeit. Sofern der Itemtypus gleich bleibt und dessen Inhalt offenkundig ein- und demselben Aspekt einer Merkmalsdimension gilt, sind die Items (und damit die Skala, die sie konstituieren) homogen. Nach dem Ansatz von Guttman sind Skalen dann homogen, wenn jene Probanden, die ein Item bestimmter Schwierigkeit lösen, auch alle Items geringerer (»darunterliegender«) Schwierigkeit meistern.
  • Liegt vor, wenn die verschiedenen Items eines (Sub-)Tests dasselbe Merkmal messen.
  • homoiotherm
    Warmblütig (Vögel, Säugetiere)
  • Biologie: Ähnlichkeit von Arten aufgrund eines gemeinsamen evolutionären Vorfahrens
  • Homologie (homology)
    Biologie: Ähnlichkeit von Arten aufgrund eines gemeinsamen evolutionären Vorfahrens
  • Lässt sich ein empirisches durch ein numerisches Relativ so abbilden, dass eine bestimmte Relation im empirischen Relativ der Relation im numerischen Relativ entspricht, bezeichnet man diese Abbildung als homomorph. Beispiel: empirisches Relativ: Mathekenntnisse der Schüler einer Klasse; numerisches Relativ: Mathenoten. Bilden die Mathenoten die Kenntnisse der Schüler „wirklichkeitsgetreu“ ab, ist diese Abbildung homomorph
  • Griech. „homo-“ = gleich. Ein Ausfall, der in den Gesichtsfeldern beider Augen dieselbe Region betrifft
  • Der Begriff Homöostase wurde von dem Physiologen Cannon eingeführt als Sammelbegriff für all jene regulativen Mechanismen im Organismus, die (relativ) konstante physiologisch-chemische Bedingungen garantieren. Steigt z. B. die menschliche Körpertemperatur über die normalen 37 °C an, setzen im Organismus automatisch Prozesse ein, um das alte Niveau wiederherzustellen.
  • Homöostase
    Tendenz, einen ausgeglichenen und konstanten inneren Zustand aufrechtzuerhalten. Regulation aller Bereiche der Körperchemie, wie z. B. die Regulierung des Blutzuckers auf einer bestimmten Höhe.
  • Homöostase
    Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen
  • Homöostase
    Verschiedenen Motivationstheorien basieren auf der Grundannahme, dass Organismen nach der Aufrechterhaltung dieses organismischen Gleichgewichtszustandes streben. Gibt es Abweichungen vom Gleichgewichtszustand, entsteht Energie, den Gleichgewichtszustand wieder herzustellen.
  • Homöostase (homeostasis)
    Von W. Cannon (1915) beschriebenes Prinzip (Tendenz), einen ausgeglichenen und konstanten inneren Gleichgewichtszustand aufrechtzuerhalten (z. B. Blutzuckerspiegel, Kernkörpertemperatur).
  • Homöostase (systemische Therapie)
    Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts durch Regelprozesse innerhalb eines Systems.
  • Homophilie
    Homophilie bezeichnet das Phänomen, dass Kontakt zwischen ähnlichen Personen wahrscheinlicher ist als Kontakt zwischen unähnlichen Personen. „Gruppenhomophilie“ bedeutet, dass Mitglieder einer Gruppe einander ähnlicher sind als Nicht-Gruppenmitglieder, „Freundschaftshomophilie“ bedeutet, dass Menschen auch ihre Freunde vorzugsweise unter solchen Personen wählen, die ihnen selbst auf relevanten Merkmalen ähnlich sind.
  • Homosexualität
    Disposition, durch Menschen des eigenen Geschlechts sexuell erregt zu werden
  • Homosexualität (homosexuality)
    Disposition, durch Menschen des eigenen Geschlechts sexuell erregt zu werden
  • Gehören einer sexuellen Minderheit an, die sich vom gleichen Geschlecht angezogen fühlt und für die die Frage nach der persönlichen sexuellen Identität oft verwirrend und schmerzhaft ist.
  • Homosexuelle Orientierung
    Überdauernde sexuelle Attraktivität und Wunsch nach Geschlechtsverkehr mit gleichgeschlechtlichen Partnern. Sie kann als der eine Endpunkt eines Kontinuums »sexuelle Orientierung« mit dem gegensätzlichen Endpol »heterosexuelle Orientierung« beschrieben werden. Wird seit dem DSM-III als eine mögliche Variante einer gesunden sexuellen Orientierung aufgefasst.
  • Liegt vor, wenn bei einer bivariaten Verteilung zweier Variablen x und y die zu jedem beliebigen Wert xi gehörenden y-Werte gleich streuen. Beispiel: Erhebt man Körpergröße (x) und Schuhgröße (y), sollten die Schuhgrößen von Menschen, die 180 cm groß sind, die gleiche Varianz aufweisen wie die Schuhgrößen von Menschen, die 170 cm groß sind
  • homotype Stabilität
    Stabilität einer Eigenschaft bei konstantem Messverfahren
  • homotype Stabilität (homotypic stability)
    Stabilität einer Eigenschaft bei konstantem Messverfahren
  • Individuen, die für ein Merkmal zweimal dasselbe Allel haben.
  • Homunculus
    Von einem Homunculus wird dann gesprochen, wenn man in der Theoriebildung ein Phänomen oder ein Verhalten dadurch "erklärt", dass man ein (funktional oder neuroanatomisch definiertes) System einführt, welches das zu erklärende Phänomen hervorbringt (wenn man beispielsweise postuliert, dass willkürliches Handeln durch ein System des Willens hervorgebracht wird).
  • Homunculus-Problem (homunculus problem)
    Die Erklärung eines kognitiven Prozesses mithilfe eines „kleinen Menschen im Kopf “ (nicht zu verwechseln mit dem kartografischen Homunculus im somatosensorischen Cortex).
  • Ein Homunkulus ist die Bezeichnung für die neuronale Projektion des Körpers im somatosensorischen Kortex.
  • Hörbahn (auditory pathway)
    Verarbeitungspfad auditiver Informationen zwischen Peripherie und Cortex; beinhaltet im Vergleich zum visuellen System eine hohe Anzahl an Schaltstellen, was auf ein hohes Maß an Vorverarbeitung hinweist.
  • Die Horizontalzellen vermitteln in der Retina einen Kontakt zwischen benachbarten Rezeptoren. Dadurch entsteht eine gegenseitige Beeinflussung der Rezeptorausgänge.
  • Träger der Informationsübertragung über die Blutbahn
  • Körpereigener Botenstoff, der von spezialisierten Drüsenzellen gebildet wird; wird über den Blutstrom befördert und löst an Zielzellen spezifische Reaktionen aus
  • Hormon (hormone)
    Träger der Informationsübertragung über die Blutbahn
  • Hormon, antidiuretisches (ADH, Adiuretin)
    syn. Vasopressin; in der Hypophyse gebildetes Hormon, das u.a. die Wasserrückresorption in der Niere reguliert
  • Hormon, glandotropes
    Auf Drüsen einwirkendes Hormon
  • Hormon, hypophysäres
    Hormon, das in der Hypophyse gebildet wird
  • Hormone
    Chemische Botenstoffe, die typischerweise in die Blutbahn freigesetzt werden und Informationen im gesamten Organismus an Zielzellen vermitteln, welche mit Rezeptoren für die Hormone ausgestattet sind. Hormone beeinflussen physiologische Funktionen und Verhalten.
  • Hormone
    Einige Studien sprechen dafür, dass ein höherer Testosteronspiegel und ein geringerer Cortisolspiegel mit einer erhöhten Aggressionsneigung verbunden sein könnten, aber hormonelle Einflüsse sind im Zusammenwirken mit Umweltfaktoren zu betrachten.
  • Hormone
    von den endokrinen Drüsen hergestellte chemische Botenstoffe, die sich durch den Blutkreislauf fortbewegen und andere Gewebe beeinflussen.
  • Körpereigene Botenstoffe, die von endokrinen (innersekretorischen) Drüsen gebildet und über den Blutstrom transportiert werden und an den Zielzellen (Organen) spezifische Reaktionen auslösen (Regulierung z. B. von Körperwachstum, Nierenfunktion, Geschlechtsausbildung).
  • hormonelles Geschlecht
    hormonell definiertes Geschlecht
  • hormonelles Geschlecht (hormonal sex)
    hormonell definiertes Geschlecht
  • Hormonrezeptoren
    Spezifische Bindungsstellen für Hormone, welche die Effekte der Hormone in Zielzellen vermitteln. Man unterscheidet Membranrezeptoren und Steroidhormonrezeptoren.
  • Die Hornhaut ist eine durchsichtige Struktur des Auges, die vom Licht im Auge zuerst passiert wird. Sie hat einen lichtbrechenden Effekt.
  • Den Horopter bilden Objekte, die korrespondierende Punkte und damit die Disparität Null haben.
  • Horopter (horopter)
    Theoretischer Kreis durch den Fixationspunkt und die beiden optischen Mittelpunkte der Augen. Auf ihn fallen korrespondierende Netzhautstellen.
  • Die Hörschwellenkurve gibt für alle hörbaren Frequenzen den Schalldruckpegel für die Absolutschwelle an.
  • Verfahrensgruppe zur Überprüfung multivariater Unterschiedshypothesen, d. h. Unterschiedshypothesen auf der Basis mehrerer abhängiger Variablen
  • hormonelles System, das die Ausschüttung der Nebennierenmarkshormone regelt
  • HPA-Achse (hypothalamo-pituitary-adrenal axis)
    hormonelles System, das die Ausschüttung der Nebennierenmarkshormone regelt
  • hormonelles System, das die Ausschüttung der Geschlechtshormone regelt
  • HPG-Achse (hypothalamo-pituary-gonadal axis)
    hormonelles System, das die Ausschüttung der Geschlechtshormone regelt
  • Beitragsdilemma, bei dem allseitiges Desertieren zum kollektiven Untergang führt.
  • Human Factors
    Human Factors bezeichent eine Wissenschaft, welche sich mit den menschlichen Fähigkeiten und deren Grenzen (z.B. hinsichtlich Konzentration, Aufmerksamkeit etc.) auseinander setzt und wie diese bei der Gestaltung von technischen Systemen berücksichtigt werden, um Fehlern und Unfällen vorzubeugen.
  • Human-Factors-Psychologie
    ein Unterfeld der A&O-Psychologie, das untersucht, wie Mensch und Maschinen miteinander interagieren und wie Maschinen und physische Umwelten sicher und einfach nutzbar gemacht werden können.
  • Denkansatz der Psychologie, der den Menschen und zwischenmenschliche Beziehungen im Unternehmen in den Vordergrund stellt.
  • Human-Relations-Bewegung
    Die Human-Relations-Bewegung ist als Reaktion auf die Hawthorne-Studien entstanden, in denen gezeigt wurde, dass Arbeitsverhalten sehr stark durch soziale Prozesse beeinflusst wird. In der Folge wurde im Rahmen dieser Bewegung propagiert, dass es vor allem wichtig sei, die Mitarbeiter zufriedenzustellen, um die Unternehmensziele zu erreichen.
  • Denkansatz der Psychologie, der den Menschen als wichtige Resource des Unternehmens ansieht. Der Mitarbeiter muss gefördert werden und das Gefühl vermittelt bekommen, einen nützlichen Beitrag zu leisten.
  • Humanisierung der Arbeit
    Der Begriff bezieht sich auf ein umfangreiches und sehr breit angelegtes Förderprogramm der Bundesregierung in Deutschland in den 70er- und 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts, bei dem die Analyse und Gestaltung humangerechter Arbeitsstrukturen und -bedingungen durch unterschiedliche Formen der Aufgabenerweiterung und der Gruppenarbeit und durch eine Abkehr von tayloristischen Formen der Arbeitsorganisation im Vordergrund stand.
  • Humanistische Psychologie
    historisch bedeutsame Auffassung, bei der das Wachstumspotenzial gesunder Menschen und das individuelle Potenzial für persönliches Wachstum betont werden.
  • Humanistische Theorien
    betrachten Persönlichkeit in Bezug auf das menschliche Potenzial zu gesundem persönlichem Wachstum.
  • Bildung, Ausbildung, Berufserfahrung und spezielle berufliche Qualifikationen des Personals.
  • Die Humankriterien beschreiben die persönlichkeitsfördernde, beeinträchtigungsfreie, schädigungslose und ausführbare Gestaltung von Arbeitstätigkeiten und Arbeitssystemen.
  • Durch Kreuzung genetisch unterschiedlicher Eltern erhaltener Nachkömmling
  • sind Methoden, die in sich eine Kombination qualitativer und quantitativer Elemente beinhalten.
  • Variablen in der Theorie von Herzberg, die lediglich die Unzufriedenheit der Mitarbeiter beeinflussen
  • hyperaktivierende Strategie
    Bindungstheorie: Übertreibung von Gefahren und ängstliche Überwachung von Bezugspersonen beim ängstlichen Bindungsstil
  • hyperaktivierende Strategie (hyperactivating strategy)
    Bindungstheorie: Übertreibung von Gefahren und ängstliche Überwachung von Bezugspersonen beim ängstlichen Bindungsstil
  • Übersteigerter Drang zu motorischen Äußerungen bei psychischer Unruhe, z. B. bei Manie, psychotischen/organisch bedingten Erregungszuständen.
  • Hyperalgesie
    Übermäßige Schmerzempfindlichkeit. Es wird die primäre Hyperalgesie (Schmerzüberempfindlichkeit im Zentrum einer Verletzung) von der sekundären Hyperalgesie, welche die Überempfindlichkeit der angrenzenden Hautareale beschreibt, unterschieden.
  • Faktor für die Aufrechterhaltung der nichtorganischen Insomnie gemäß des psychophysiologischen Modells der primären Insomnie: Angespanntheit und Übererregung als zentraler Faktor. Äußerung auf physiologischer, kognitiver und emotionaler Ebene.
  • Hyperemesis gravidarum
    Übermäßiges Schwangerschaftserbrechen.
  • Hyperemesis gravidarum
    Übermäßiges Schwangerschaftserbrechen, vermutl. infolge schwangerschaftsbedingter hormonaler, metabolischer und immunologischer Umstellungen in der Frühschwangerschaft. Geht einher mit Dehydratation (Austrocknung), Störungen des Stoffwechsels sowie des Elektrolythaushalts und macht mitunter eine stationäre Behandlung erforderlich.
  • Hyperglykämie
    Erhöhter Zuckergehalt des Blutes (zu hohe Blutglukose); Leitsymptom des Diabetes mellitus.
  • Hyperinsulinämie
    Vermehrte pankreatische Ausschüttung von Insulin, oft eine Folge einer Reduktion der Insulinsensitivität bei Typ-2-Diabetes.
  • Merkmale sind Hyperaktivität, Impulsivität und eine gestörte Aufmerksamkeit. Es lassen sich verschiedene Subtypen unterscheiden, bei denen entweder alle drei Symptombereiche, nur die Aufmerksamkeitsstörung oder nur die Hyperaktivität gemeinsam mit Impulsi
  • Hyperkomplexe corticale Zelle
    Hyperkomplexe corticale Zellen sind Neurone, die optimal auf Linien oder auf Winkel einer bestimmten Länge und Orientierungsrichtung in einer bestimmten Bewegungsrichtung ansprechen.
  • Hyperlipidämie
    Erhöhung von Serumlipiden; Oberbegriff für Hypercholesterinämie und Hypertriglyzeridämie. Die Mehrzahl der Hyperlipidämien resultiert aus einer Kombination von erblichen und nutritiven Faktoren. Ursachen sekundärer Hyperlipidämien können Essstörungen, Diabetes mellitus u. a. sein.
  • Hypermedia
    Verschiedene Medien werden über analoge oder elektronische Verknüpfungen miteinander in Beziehung gesetzt.
  • Hypersensibilitätshypothese
    Besagt, dass Patienten mit funktionellen Darmerkrankungen durch eine besondere Empfindlichkeit der Darmwand gekennzeichnet sind und deshalb möglicherweise normale Motilitätsmuster zu unangenehmen oder schmerzhaften Empfindungen führen können.
  • Hypertext
    Hierbei handelt es sich um Texte, die in nichtlinearer Form (meist über elektronische Verknüpfungen, sog. Hyperlinks) miteinander verbunden sind.
  • Hypertonie, primäre
    Nicht organisch bedingter Bluthochdruck.
  • Hyperventilationstest
    Der Hyperventilationstest wird bei der Behandlung von Angststörungen verwendet, insbesondere bei Panikstörungen. Dabei wird der Patient gebeten, so tief und schnell wie möglich einzuatmen (willentliches hyperventilieren) wodurch verschiedene körperliche Symptome provoziert werden, die Paniksymptomen sehr ähnlich sein können. Der Test kann als diagnostisches Instrument, als Hilfsmittel zur interozeptiven Exposition und im Rahmen von Verhaltensexperimenten herangezogen werden.
  • Übermäßig ausgeprägte Wachsamkeit, Aufmerksamkeit und z. T. Wahrnehmung.
  • Erhöhte Wachsamkeit und Reaktivität gegenüber Reizen, die mit potenziellen Gefahren assoziiert sind.
  • Übermäßige Wachsamkeit; fortdauerndes Gefährdungsgefühl.
  • Grafische Darstellung der Abfolge der verschiedenen Schlafstadien und Schlafphasen einer Nacht.
  • Soziale Interaktion, in der eine Person (der Hypnotiseur) einer anderen (dem Hypnotisierten) suggeriert, dass bestimmte Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken oder Verhaltensweisen spontan auftreten.
  • Imaginatives Verfahren, bei dem der Patient in bewusstseinsveränderten Trancezustand versetzt wird, in dem innere Verarbeitungsprozesse und Veränderungen angestoßen werden können.
  • Hypnose
    soziale Interaktion, in der eine Person (der Hypnotiseur) einer anderen (dem Hypnotisierten) suggeriert, dass bestimmte Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken oder Verhaltensweisen spontan auftreten.
  • Hypnosetherapie (Hypnotherapie, Hypnosepsychotherapie)
    Therapieformen, die anstreben, Trancezustände psychotherapeutisch therapeutisch zu nutzen.
  • Somatoforme Störung. Übermäßige Beschäftigung mit der Angst oder der Überzeugung, eine ernsthafte Erkrankung zu haben, was auf einer Fehlinterpretation körperlicher Symptome beruht.
  • Hypochondrische Störung
    Bestehen unklarer körperlicher Missempfindung. Angst oder die Überzeugung, ernsthaft krank zu sein, ist der zentrale Unterschied zu anderen somatoformen Störungen. Die Angst muss mindestens ein halbes Jahr trotz der medizinischen Rückversicherung bestehen, dass keine Erkrankung vorliegt.
  • Hypoglykämie
    Unterzuckerung; zu niedrige Blutglukosespiegel.
  • Hypoglykämie
    Verminderung des Blutzuckerspiegels unter die Normgrenze, häufig bei Diabetikern nach Insulinüberdosierung
  • "Affektive Störung, charakterisiert durch anhaltende, leicht gehobene Stimmung, gesteigerten Antrieb und Aktivität und meist auffallendes Gefühl von Wohlbefinden, körperlicher und seelischer Leistungsfähigkeit; häufig begleitet von gesteigerter Gesprächigkeit, Geselligkeit, Vertrautheit, Libido oder Reizbarkeit, vermindertes Schlafbedürfnis. Führt anders als manische Episoden nicht zwangsläufig zu Abbruch der Berufstätigkeit oder sozialer Ablehnung. "
  • Hypomanie als leichtere Ausprägung der Manie: Stimmung ist anhaltend für die Dauer von wenigstens einigen Tagen leicht gehoben; zusätzliche Symptome: gesteigerter Antrieb und Aktivität, auffallendes Gefühl von Wohlbefinden und erhöhte Leistungsfähigkeit, erhöhte Geselligkeit und verringertes Schlafbedürfnis. Die Symptomausprägungen sind nicht so stark, dass sie zu einem Abbruch der Berufstätigkeit oder zu sozialer Ablehnung führen.
  • Einflussreichste Drüse des endokrinen Systems. Unter dem Einfluss des Hypothalamus reguliert sie das Wachstum und die Aktivität anderer Drüsen.
  • Hypophyse
    wichtigste Drüse des endokrinen Systems. Unter dem Einfluss des Hypothalamus reguliert sie das Wachstum und kontrolliert die Aktivität anderer endokriner Drüsen.
  • Hirnanhangsdrüse, Teil des hormonellen Systems
  • Hypophyse
    Hirnanhangdrüse; hormonproduzierende und -speichernde Drüse am vorderen Boden des Zwischenhirns hängend; wird in Vorder- und Hinterlappen unterteilt
  • Hypothalamisch-hypophysäres System
    Neuroendokrine Schnittstelle zwischen Hypothalamus und Hypophyse, über welche das Gehirn die periphere Hormonfreisetzung kontrolliert.
  • Hypothalamus
    Kontrolliert Vitalfunktionen und steuert die Hormonfreisetzung aus der Hypophyse. Wichtige Struktur für die Koordination der Stressreaktion.
  • Der Hypothalamus ist ein Teil des Zwischenhirns und gehört zum limbischen System. Trotz seiner geringen Größe ist er eine der wichtigsten Schaltstationen zwischen anderen Gehirnregionen und dem Körper. Seine Funktion ist vor allem, die Lebensfunktionen de
  • Neuronale Struktur, die unterhalb (»hypo«) des Thalamus liegt. Von hier aus werden die lebenserhaltenden Aktivitäten (wie Essen, Trinken und die Körpertemperatur) gesteuert. Außerdem beeinflusst der Hypothalamus über die Hypophyse das endokrine System und die Gefühle.
  • Hypothalamus
    neuronale Struktur, die unterhalb (»hypo«) des Thalamus liegt. steuert die lebenserhaltenden Aktivitäten (wie Essen, Trinken und die Körpertemperatur), beeinflusst über die Hypophyse das endokrine System und wird mit Emotionen in Zusammenhang gebracht.
  • steuert das vegetative Nervensystem
  • Hypothalamus
    Unterhalb des Thalamus gelegene Kerne des Dienzephalons, die vegetative und homöostatische Triebe und Funktionen regulieren und Hormone produzieren
  • Hypothalamus
    Eine Hirnstruktur im Dienzephalon (Zwischenhirn), direkt unter dem vorderen Teil des Thalamus. Sie steuert die Hormonfreisetzung aus der Hypophyse und spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung verschiedener motivationaler Zustände und der Kontrolle der vegetativen Funktionen (Temperatur, Blutdruck, Osmolarität, Hunger, Durst, zirkadiane Rhythmik, Schlaf, Sexual- und Fortpflanzungsverhalten).
  • Hypothalamus (hypothalamus)
    Neuronale Struktur unterhalb (hypo) des Thalamus. Steuerung lebenserhaltender Funktionen (Körpertemperatur, Essen, Trinken), beeinflusst das endokrine System und ist an der Emotionserregung beteiligt.
  • Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse)
    Physiologisches »Stresssystem«, welches das Stresshormon Kortisol produziert und damit Einfluss auf den Stoffwechsel, das Immunsystemund das Gehirn nimmt. Erkrankungen bzw. Störungen wie Depression, Angst oder Übergewicht werden u. a. auf Dysfunktionen der HPA-Achse zurückgeführt.
  • Hypothese
    Eine aus einer Theorie abgeleitete Vorhersage; sie betrifft die Beziehung zwischen Variablen.
  • In einer wissenschaftlichen Hypothese wird der Zusammenhang zwischen zwei oder mehreren Variablen vorhergesagt. Eine wissenschaftliche Hypothese bringt also zum Ausdruck, welche Erwartungen die forschende Person darüber hat, wie z. B. der Zusammenhang zwischen der Trainingsmodalität (mit oder ohne Zielsetzung) und der Leistung nach dem Training ausfallen wird.
  • Eine begründete Vermutung.
  • Hypothese
    meist aus einer Theorie abgeleitete überprüfbare Vorhersage.
  • ist eine vorläufige (vermutete) Antwort, die Forscher auf eine ihrer Fragen geben (Hussy & Jain, 2002). Um Vermutungen handelt es sich solange, als der wissenschaftliche Nachweis noch aussteht.
  • Hypothese
    Hypothesen sind Erklärungen, wie irgendetwas geschieht, während Vorhersagen gebildete Schätzungen sind, was sich in bestimmten Situationen unter bestimmten Bedingungen mit einer Wahrscheinlichkeit x ereignen wird.
  • Hypothese (hypothesis)
    Aus Beobachtungen oder einer Theorie abgeleitete überprüfbare Behauptung.
  • Hypothese der integrierten Kompetition
    Ansatz einer Rahmentheorie zur Integration behavioraler und neuronaler Befunde, der davon ausgeht, dass Stimuli in einen Wettbewerb um die Handlungssteuerung treten, wobei der Wettbewerb z. B. durch aktuelle Handlungsziele beeinflusst wird.
  • Hypothese der integrierten Kompetition
    Ein Ansatz einer Rahmentheorie zur Integration behavioraler und neuronaler Befunde, der davon ausgeht, dass Stimuli in einen Wettbewerb um die Handlungssteuerung treten, wobei der Wettbewerb z.B. durch aktuelle Handlungsziele beeinflusst wird.
  • Hypothese des erweiterten Kontakts
    Das bloße Wissen, dass ein Mitglied der Eigengruppe eine enge Beziehung zu einem Mitglied der Fremdgruppe hat, kann die Einstellungen gegenüber der Fremdgruppe verbessern.
  • Hypothesenprüfende Einzelfalluntersuchung
    Bei der hypothesenprüfenden Einzelfalluntersuchung („single-subject research“, „single case research“, „single participant research“) geht es darum, Einzelfallhypothesen – also Annahmen über Merkmale oder Verhaltensweisen einer einzelnen Person bzw. eines einzelnen Objektes – anhand eines systematisch erhobenen quantitativen Datensatzes zu überprüfen. Für hypothesenprüfende Einzelfallanalysen werden Verhaltensstichproben derselben Person in verschiedenen Situationen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten und/oder unter variierenden Aufgabenstellungen gezogen. Zur Auswertung eignen sich v. a. visuelle Verfahren sowie nonparametrische (verteilungsfreie) Signifikanztests.
  • Enthält die über einen Problemraum generierten Hypothesen.
  • Nach der Hypothesentheorie der sozialen Wahrnehmung beginnt jeder soziale Urteilsprozess mit einer Hypothese. Wie sehr die Wahrnehmung von der ausgewählten Erwartungshypothese beeinflusst wird, hängt von ihrer Verfügbarkeit und Stärke ab. Das Ziel eines Wahrnehmungsvorgangs besteht in der Regel darin, eine Hypothese zu bestätigen.
  • Hypothetisches Konstrukt
    Persönlichkeitsmerkmale und innere Prozesse (Gedanken, Absichten, Aufmerksamkeit) lassen sich nicht direkt beobachten. Vielmehr muss aufgrund von Verhaltensbeobachtungen (z.B. Lächeln) auf das hypothetische Konstrukt (z.B. Opti-mismus) geschlossen werden. Es handelt sich dabei um auf theoretischen Annahmen beruhende Konstruktionen.
  • Hypoventilation, alveoläre
    Gasaustauschstörung, die mit einer ungenügenden Belüftung der Lungenkapillaren einhergeht. Folgeerscheinungen können ein Sauerstoffmangel und ein erhöhter Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut sein.
  • Hysterektomie
    Operative Entfernung der Gebärmutter.