Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Ein Verfahren der nichthierarchischen Clusteranalyse
  • K-SADS-PL (Kiddie-Schedule for Affective Disorders and Schizophrenia Present and Lifetime)
    Klinisches Interview zur störungsspezifischen Diagnostik: Erfasst aktuell auf die Lebenszeit bezogene psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters. (Übersetzung und Adaption: Delmo et al. 2000/2001)
  • Kaiser-Guttmann-Kriterium
    Nur Faktoren mit einem Eigenwert größer 1 sind als bedeutsam einzustufen. Überschätzt in der Regel die Anzahl bedeutsamer Faktoren (Faktorenanalyse)
  • Managementsystem mit dem Ziel kontinuierlicher, schrittweiser Optimierung aller Unternehmensbereiche.
  • Kälterezeptoren sprechen in einem bestimmten Temperaturbereich auf ein Absinken der Temperatur an.
  • Kameradschaftliche Liebe
    Bezieht sich auf die Gefühle emotionaler Nähe und Zuneigung, die wir gegenüber einer anderen Person empfinden, wenn uns die Person sehr am Herzen liegt, wir jedoch in ihrer Gegenwart nicht notwendigerweise Leidenschaft oder Erregung erleben.
  • Kameradschaftliche Liebe
    tiefe, liebevolle Bindung, die wir gegenüber Menschen empfinden, mit denen unser Leben in komplexer Weise verbunden ist.
  • Kameralistik
    Das Wort Kameralistik leitet sich vom Konzept der fürstlichen Schatzkammer ab und findet sich heute noch im Begriff „Kämmerer“ als Bezeichnung für einen kommunalen Finanzdezernenten. Die traditionelle oder einfache Kameralistik betrachtet lediglich Einnahmen und Ausgaben, d. h., sie erfasst den Verbrauch von Finanzen, nicht aber den von Ressourcen. Dementsprechend fokussiert die traditionelle Kameralistik auf Finanzziele und schließt Sachziele aus. Die erweiterte Kameralistik ergänzt die traditionelle Kameralistik um Sachziele und Wirkungen; Merkmale der erweiterten Kameralistik sind u. a. Kosten-Leistungs-Rechnung, Controlling, wirkungsorientierte Ziele, Zielvereinbarungen und Leistungsaufträge, dezentrale Budgets und Benchmarking (vgl. Brede 2005).
  • Kanaltreue
    Bindung eines Medienrezipienten an ein institutionalisiertes Informationsangebot wie z. B. eine Tageszeitung, einen Fernseh- oder Radiosender.
  • Die kanonische Ansicht hilft die Objekte besonders gut und schnell zu erkennen.
  • Erfasst den Zusammenhang zwischen mehreren Prädiktorvariablen und mehreren Kriteriumsvariablen
  • Kanonische Korrelationskoeffizienten CR („canonical correlation coefficients“) sind die paarweisen Korrelationen zwischen den Prädiktor- und Kriteriumsvariablenfaktoren, sie quantifizieren die Enge (nicht jedoch die Richtung) der Zusammenhänge der Variablensätze. In einer kanonischen Korrelationsanalyse können maximal so viele kanonische Korrelationskoeffizienten berechnet werden, wie sich Variablen im kleineren Variablensatz befinden. Die kanonischen Korrelationskoeffizienten werden auf Signifikanz geprüft. Enge und Richtung des Einflusses der einzelnen Prädiktoren und Kriterien auf den Gesamtzusammenhang sind an deren Faktorladungen ablesbar.
  • Eine kanonische Zusammenhangshypothese behauptet, dass zwischen mehreren Prädiktorvariablen einerseits und mehreren Kriteriumsvariablen andererseits ein systematischer Zusammenhang besteht. Sie wird mit der kanonischen Korrelationsanalyse überprüft. Dabei werden die Prädiktoren sowie die Kriterien jeweils zu Faktoren gebündelt (pro Prädiktor- und Kriteriumsvariablensatz entspricht die Zahl der gebildeten Faktoren jeweils der Zahl der Variablen).
  • Kanzerogene
    Faktoren, die das Auftreten maligner Tumoren erhöhen, im Wesentlichen unterschieden in chemische (organische und anorganische) und physikalische (ionisierende und ultraviolette Strahlen) Kanzerogene.
  • Begriff, der das Potenzial eines kognitiven Prozesses umschreibt, eine bestimmte Menge an „Arbeit“ leisten zu können. Je mehr von der Ressource/Kapazität vorhanden ist, desto mehr Arbeit kann geleistet werden. Wenn es zur Unterversorgung eines Prozesses mit Ressourcen kommt, sinkt die (Arbeits)Leistung. Wird stark in der Grundlagenforschung kritisiert, da es keine Möglichkeit gibt, den Ressourcenumfang einer Person objektiv zu bestimmen.
  • Kapazitätslimitiertes Verarbeitungssystem
    "Ein Informationsverarbeitungssystem, das in der Menge der Information begrenzt ist, die es gleichzeitig verarbeiten kann. Das Konzept spielt eine Rolle, wenn es darum geht den Flaschenhals (""bottleneck"") in einem Informationsverarbeitungsprozess zu identifizieren."
  • Kapazitätsu?berzeugungen
    Überzeugungen darüber, auf die wirksamen Kausalfaktoren in einem Bereich (z.B. Schule, akademische Fähigkeiten) Zugriff zu haben (z. B. selbst fähig zu sein).
  • Kapillare
    Kleinste Blutgefäße, die zwischen dem arteriellen und venösen Teil des Blutkreislaufs liegen, deren Wand nur aus Epithelzellen besteht
  • Kapillarnetz
    Netz feinster Blut- und Lymphgefäße
  • Verfahren, mit dem man die Übereinstimmung von zwei Klassifikationen derselben Objekte erfassen und überprüfen kann
  • Kardinalität
    Anzahl von Elementen einer Menge.
  • Mit der Kardinalskala bzw. metrischen Skala („metric scale“) sind als Oberbegriff sowohl die Intervall- als auch die Verhältnisskala angesprochen. Denn in der sozialwissenschaftlichen Forschungsstatistik existieren keine wichtigen Verfahren, die speziell nur auf Verhältnisskalen zugeschnitten sind.
  • Kardinalzahl
    Bezeichnet quantitative Zahlzuweisungen und bezieht sich auf die Anzahl von Elementen einer Menge (Kardinalität, „Numerosität“).
  • Karzinom, kolorektales
    Bösartiger Tumor im Dick- und Mastdarmbereich.
  • Karzinome
    Maligne (bösartige) Neubildungen (NeopIasien), die ihren Ursprung im Epithelgewebe haben.
  • Kassenärztliche Vereinigungen
    Vertretung von Ärzten und Psychotherapeuten in Sachen Vergütung: Über diese wird Psychotherapie bei gesetzlich versicherten Patienten (nach spezifischen Honoraren gemäß der Gebührenverordnung) abgerechnet (zur Zeit ca. 80 € für 50-minütige Therapiestunde).
  • Kasuistik
    Die Kasuistik bzw. Fall-Methode ist ein Verfahren, um durch ein gründliches, sich stetig ausweitendes Studium einzelner konkreter (wirklicher oder erdachter) Fälle zu verallgemeinerbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gelangen.
  • Einer von drei charakteristischen Subtypen der Schizophrenie, denen sich die meisten Störungsbilder zuordnen lassen; klinisches Bild ist primär durch motorische Störungen gekennzeichnet (sowohl motorische Übererregung, als auch Haltungsstereotypien sind möglich). Oft sind Patienten nur schwer verbal erreichbar, dadurch sind innerpsychische Prozesse schwer zugänglich.
  • Katatones Verhalten
    Ausgeprägte motorische Anomalien. Dazu gehören: motorische Unbeweglichkeit, verschiedene Formen exzessiver motorischer Aktivität, extremer Negativismus und Mutismus, Posieren oder stereotype Bewegungen sowie Echolalie, Echopraxie.
  • Katecholamine
    biogene Amine mit Katecholring (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin); dienen als Transmitter und Hormone
  • Kategoriale Bildung
    Kategoriale Bildung im Sinne Klafkis meint die Fähigkeit, sich einen Inhaltsbereich oder Sachverhalt gedanklich zu erschließen und zugleich sich durch erlernte Methoden eigenständig Sachverhalte und Kompetenzen anzueignen.
  • Dichotomisierung der Diagnosenvergabe in Form von kategorialen Einheiten: Diagnosen werden so vergeben, als wären sie klar zu trennende Zustände (entweder gesund oder krank). Psychische Störungen werden demnach als diskrete, klar voneinander und von der Normalität abgenzbare und unterscheidbare Störungseinheiten verstanden.
  • Im neurologischen System des Menschen verankerte Tendenz, bei der Wahrnehmung von Reizen, die auf einer kontinuierlichen Dimension variieren, kategorial unterschiedliche Qualitäten wahrzunehmen.
  • Kategoriale Wahrnehmung tritt in der Sprachwahrnehmung auf. Trotz eine großen Variation der Vokaleinsatzzeit nimmt ein Hörer in der Regel bei dieser Variation nur zwei Kategorien wahr.
  • Umfasst eine Menge von Objekten, Ereignissen, Sachverhalten oder Handlungen, die bestimmte Gemeinsamkeiten aufweisen.
  • Menschen strukturieren die Wahrnehmung ihrer Umwelt mithilfe von Kategorien. Beispiele hierfür sind Schemata und Stereotypen.
  • Kategorien (categories)
    Klassen von Objekten oder Ereignissen, die aufgrund von Gemeinsamkeiten zusammengefasst werden.
  • Kategorienbasierte Induktion (category-based induction)
    Schluss von bestimmten Kategorien (z. B. „Rotkehlchen haben X“) auf andere mehr oder weniger ähnliche Kategorien (z. B. „Straußenvögel haben X“). Neben der Kategorienähnlichkeit beeinflussen aber auch kausale und funktionale Beziehungen die induktiven Schlussfolgerungen.
  • Kategorienbildung (Konzeptbildung)
    Konzepte werden gebildet, wenn die Erfahrung gemacht wird, dass auf individuell unterschiedliche Objekte gleiches Verhalten angewendet werden kann, um ein gegebenes Ziel zu erreichen. Die entsprechenden Objekte werden dann als eine Kategorie funktional äquivalenter Objekte, und damit als ein Konzept, im Gedächtnis einheitlich repräsentiert.
  • Kategorienspezifische Defizite (category-specific deficits)
    Klinische Beobachtung, dass es bei einzelnen Patienten mit Gehirnläsionen zu selektiven Problemen mit spezifischen Inhaltsbereichen kommen kann (z. B. Lebewesen vs. Artefakte).
  • Kategorischer Syllogismus (categorical syllogism)
    Schlussfigur für kategorische Aussagen mit Quantoren.
  • Kategorisierung
    Die Tendenz, Objekte (einschließlich Menschen) aufgrund gemeinsamer charakteristischer Merkmale in diskrete Gruppen einzuteilen.
  • Kategorisierung (categorization)
    Prozess der Zuordnung von Objekten zu einem Konzept.
  • Katharsis
    Abbau aggressiver Spannung durch symbolisches aggressives Verhalten.
  • Katharsis
    emotionale Befreiung. Die Katharsishypothese der Psychologie sagt aus, dass man sich durch das »Herauslassen« aggressiver Energie (durch Handlungen oder in der Fantasie) von aggressiven Impulsen befreien kann.
  • Katharsishypothese
    Teil der triebtheoretischen Überlegungen Freuds; dabei soll das Ausleben bestimmter Gefühlszustände zur Reduktion derselben führen, wobei sich die Entladung nicht zwangsläufig auf die ursprüngliche Quelle der Emotion richten muss.
  • Katharsisthese
    Die Katharsisthese geht von einer „reinigenden“ Wirkung dargestellter Gewalt aus, indem durch das Beobachten und gedankliche Miterleben dargestellter Gewalt der eigene Aggressionstrieb abgeleitet und so reale Aggression gemindert werden kann.
  • "schwanzwärts gelegen" bzw. zu den Füßen, nach unten hin orientiert
  • Kaufman-Assessment Battery for Children (K-ABC)
    Die K-ABC (Kaufman-Assessment Battery for Children, deutsche Version von Kaufman et al., 2001) stellt ein eigenständiges, nicht an die Wechsler-Tests angelehntes Verfahren dar. Im Gegensatz zum HAWIK-IV wird beim K-ABC strikt zwischen Intelligenz im Sinne einer kognitiven Leistungsfähigkeit und erworbenen Fertigkeiten unterschieden. Die K-ABC kann bereits im Vorschulalter eingesetzt werden, des Weiteren stehen vier sprachfreie Untertests zur Verfügung.
  • Hellhäutiger (Europäer, Araber, Inder)
  • Kaukasier (Caucasian)
    Hellhäutiger (Europäer, Araber, Inder)
  • Kausalattribution
    Der Prozess, durch den Betrachter zu Schlussfolgerungen über die Ursachen des Verhaltens einer anderen Person gelangen.
  • Kausalattributionen bezeichnen das Ergebnis eines Prozesses, bei dem das eigene Verhalten oder das Verhalten anderer Personen auf innere oder äußere Bedingungen bzw. Ursachen bezogen wird.
  • Kausalattributionen
    Subjektive Ursachenzuschreibung für Handlungsergebnisse. Personen versuchen, die Ursachen von Ereignissen zu verstehen und auf dieser Grundlage zukünftiges Verhalten vorherzusagen und zu kontrollieren. Die Kenntnis von kausalen Zusammenhängen dient dabei vorwiegend der Adaptation des eigenen Verhaltens an die Umwelt mit dem Ziel, das eigene Handeln effektiver zu gestalten.
  • Kausalattributionen, krankheitsbezogene
    Vermutungen des Patienten über die Ursachen einer Erkrankung.
  • Kausaldimensionen
    Eigenschaften von festgelegten Ursachenfaktoren, hinsichtlich derer einzelne Ursachenfaktoren (Glück, Anstrengung usw.) klassifiziert werden können. Von besonderer Bedeutung sind: Lokation, Stabilität über die Zeit, Kontrollierbarkeit und Globalität.
  • Kausale Kraft
    Eine intrinsische Eigenschaft eines Objekts oder eines Ereignisses, die es dazu befähigt, einen Einfluss auf ein anderes Objekt oder Ereignis auszuüben.
  • Kausale Schemata
    Konfigurationskonzepte über das Zusammenwirken verschiedener Ursachen. Ist eine vollständige Informationsverarbeitung aufgrund fehlender Informationen oder mangelnder Ressourcen wie Zeit oder Motivation nicht möglich, können kausale Schemata zur Ursachenerklärung herangezogen werden. Kausale Schemata sind auf Erfahrungen basierende Annahmen über mögliche Ursachen von Ereignissen.
  • Kausales Schema
    Eine Wissensstruktur, die Attributionen steuert. Kausale Schemata können entweder abstrakte Repräsentationen allgemeiner kausaler Prinzipien sein (z. B. kausales Schema der multiplen notwendigen bzw. multiplen hinreichenden Ursachen) oder bereichsspezifische Vorstellungen darüber, auf welche Weise bestimmte Ursachen zu bestimmten Wirkungen führen.
  • Beziehung zwischen zwei Variablen. Ein kausaler Effekt bei festem Individuum und festem Zeitpunkt von Bedingung A versus Bedingung B liegt dann vor, wenn die abhängige Variable (die zeitlich nach der Bedingung liegt) unter Bedingung A und unter Bedingung B unterschiedlich ausgeprägt ist.
  • Kausalitätsu?berzeugungen
    Überzeugungen dazu, wie und durch welche Einflüsse (z. B. Anstrengung, Fähigkeit, gute Beziehungen zum Lehrer) man bestimmte Ereignisse (z. B. gute Schulnoten zu bekommen) für kontrollierbar hält.
  • Kausallernen (response-outcome learning)
    Lernen der kausalen Struktur von Ereignissen.
  • Kausalmodelle (causal models)
    Ereignisstrukturen, die Ursache- Wirkungs-Zusammenhänge beinhalten. Kausalrelationen sind asymmetrisch, da Ursachen Wirkungen hervorrufen können, aber nicht umgekehrt. Kausale Kategorien beziehen sich häufig auf Kausalmodelle (z. B. Krankheiten, bei denen Symptome und Ursachen kausal verknüpft sind).
  • Kennard-Prinzip
    Die überlegene Kompensationsfähigkeit des sich entwickelnden Gehirns gegenüber dem Gehirn eines Erwachsenen nach fokalen Läsionen.
  • Kernspintomografie
    siehe: Magnetresonsanztomografie
  • Ketoazidose
    Übersäuerung des Blutes durch Fettsäuren, die bei Abbau von Fett zur Glukosebereitstellung entstehen. Akutkomplikation bei Diabetes, die unbehandelt zu Bewusstlosigkeit führen kann (synonym: diabetisches Koma).
  • Kettenmodell
    Frühere Sequenzierungsmodelle nahmen an, dass die Ausführung von Handlungssequenzen durch assoziative Ketten kontrolliert wird. Es wird ein Kettenmodell angenommen, von welchem verschiedene Versionen existieren: Diese Versionen unterscheiden sich darin, ob sie Assoziationen zwischen Repräsentationen benachbarter Reize für die Sequenzbildung verantwortlich machen, Assoziationen zwischen Repräsentationen benachbarter motorischer Aktionen oder Assoziationsketten zwischen Repräsentationen von Handlungseffekten.
  • Kieler Änderungssensitive Symptomliste KASSL
    Die Kieler Änderungssensitive Symptomliste KASSL wurde im Kontext der Gesprächspsychotherapie entwickelt und erfasst mit 50 Fragebogenitems eine Reihe von Beschwerden. Auf faktorenanalytischer Basis wurden die Skalen sozialer Kontakt, Stimmung, Beruf sowie Leistung und Konzentration etabliert. Zusätzlich kann ein Gesamtwert zur Symptombelastung gebildet werden
  • Lymphozyt des angeborenen Immunsystems
  • Killerzelle (killer cell)
    Lymphozyt des angeborenen Immunsystems
  • Kinästhesie
    Fähigkeit zur Wahrnehmung der Position und Bewegung einzelner Gliedmaßen.
  • Kinästhetische Wahrnehmung bezeichnet die Wahrnehmung der Lage des Körpers in Raum und Zeit. Man spricht auch von Körperempfindung.
  • Kindzentrierte Sprache (infant-directed talk, IDT)
    Der besondere Sprachmodus, den Erwachsene annehmen, wenn sie zu Babys und Kleinkindern sprechen.
  • In der Motorikforschung bezeichnet man damit die Charakterisierung der Position, Geschwindigkeit und Beschleunigung der Hand oder eines anderen Körperteils als Funktion der Zeit.
  • Kinematik (kinematics)
    Teilgebiet der Physik, das untersucht, wie sich die Lage eines Körpers über die Zeit verändert, ohne nach den Ursachen der Bewegung zu fragen. Typische kinematische Variable sind Position (des Körpers), Geschwindigkeit und Beschleunigung.
  • Eine Kippfigur ist ein Figur-Grund Muster, das sich beim Betrachten umkehrt. Oft erfolgt diese Umkehr von Figur und Grund automatisch in regelmäßigen Zeitabständen.
  • Ein Klang besteht aus einem Grundton und mehreren Obertönen. Die Obertöne haben Frequenzen, die ganzzahige Vielfache der Fundamentalfrequenz des Grundtons sind.
  • Verschiedene Musikinstrumente erzeugen Töne mit verschiedenen Klangfarben trotz gleicher Tonhöhe.
  • Klassenführung
    Unter dem Begriff der Klassenführung werden verschiedene Unterrichtsmerkmale gebündelt. Zentral ist, dass Lernumgebungen so gestaltet werden, dass Lernen störungsarm abläuft, die vorgegebene Lernzeit maximal ausgeschöpft wird und die Lehrenden die Lernprozesse optimal begleiten und unterstützen.
  • Klassen oder Kategorien, die durch Ober-/Unterbegriff-Relationen verknüpft sind wie zum Beispiel Tier – Hund – Pudel.
  • Klassenmanagement
    Effektives „Klassenmanagement wird verstanden als Haltung und situativ angepasstes Handeln der Lehrperson, welche auf die Schaffung von gegenseitig anerkennenden Beziehungen aller im Unterricht Beteiligten, auf die Errichtung und Aufrechterhaltung von Ordnungs- und Kommunikationsstrukturen sowie auf die aktive Partizipation der Schülerinnen und Schüler am Unterricht zielt und somit Rahmenbedingungen schafft, welche das Lernen der Schülerinnen und Schüler begünstigt“ (Schönbächler 2008, S. 210).
  • Einordnung von Phänomenen (mit bestimmten gemeinsamen Merkmalen) in ein Kategoriensystem.
  • Verfahren, mit dem man überprüfen kann, zu welcher von k Gruppen ein Individuum aufgrund eines individuellen Merkmalsprofils am besten passt (Diskriminanzanalyse)
  • Klassifikation
    Spezialfall der Beschreibung, bei dem Menschen zu vordefinierten Klassen zugeordnet werden.
  • Klassische Arbeitsgruppen
    Klassische Arbeitsgruppen sind durch eine starke Funktions- und Arbeitsteilung geprägt. Die Aufgaben der Gruppenmitglieder liegen fast ausschließlich im produzierenden Bereich. Die Arbeitsverteilung, die Personal- und Arbeitszeitplanung und die Kontrolle der Mitarbeiter sowie die Lösung auftretender Probleme fallen in den Verantwortungsbereich des Meisters. Unterstützende Tätigkeiten, wie z. B. Wartung und Instandhaltung, sowie vor- und nachgelagerte Tätigkeiten, wie z. B. Transport und Qualitätssicherung, werden von anderen Funktionsbereichen übernommen. Jeder Mitarbeiter hat seine eigene Aufgabe, was den Handlungsspielraum des Einzelnen stark einschränkt.
  • Klassische Konditionierung
    Von Pawlow entdeckte Form des Lernens, bei der ein Organismus Reize koppelt. Ein neutraler Reiz wird durch wiederholte Darbietung mit einem unkonditionierten Reiz, auf den eine Reflexreaktion folgt, gekoppelt. In der Folge löst der ursprünglich neutrale Reiz auch alleine die Reaktion aus.
  • Klassische Konditionierung
    Die klassische Konditionierung ist ein grundlegendes Prinzip der Verhaltensänderung, das folgendermaßen beschrieben werden kann: Ein _unkonditionierter Stimulus_, welcher automatisch bzw. reflexartig eine _unkonditionierte Reaktion_ hervorruft, wird mit einem weiteren Reiz bzw. Stimulus assoziiert, d. h., mehrfach in enger Verknüpfung miteinander präsentiert. Von einer Konditionierung wird dann gesprochen, wenn der weitere, dann _konditionierte Reiz_ die gleiche, dann _konditionierte Reaktion_ hervorrufen kann wie der unkonditionierte Reiz.
  • Klassische Konditionierung
    Form des Lernens, bei der ein Organismus zwei oder mehr Reize miteinander assoziiert und Ereignisse vorwegnimmt.
  • Klassische Konditionierung
    Lernform, bei der die wiederholte Kopplung eines ursprünglich neutralen Reizes mit einem unbedingten (=reaktionsauslösenden) Reiz bewirkt, dass der neutrale Reiz zu einem bedingten Reiz wird, der die Reaktion selbst auslösen kann.
  • Klassische Konditionierung
    Die klassische Konditionierung geht von unbedingten (physiologisch vermittelten) Reiz-Reaktionsverbindungen aus, wie beispielsweise das Speicheln auf die Gabe von Futter. Wird nun der unbedingte Reiz (US, z.B. Futter) verlässlich durch einen weiteren Reiz (z.B. ein Ton) angekündigt, tritt eine der unbedingten Reaktion ähnliche Reaktion auch auf den neuen Reiz ein (z.B. Speicheln auf den Ton): Der prädiktive Reiz wird zum bedingten (konditionierten) Reiz (CS) und die auf ihn eintretende Reaktion zur bedingten (konditionierten) Reaktion (CR). Das Eintreten der CR auf den CS wird bedingter Reflex genannt. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass erworbene bedingte Reflexe wieder schwächer werden und die CR schließlich völlig ausbleibt, wenn der bedingte Reiz wiederholt ohne US dargeboten wird. Es handelt sich beim bedingten Reflex also um eine nicht dauerhafte, wieder auflösbare Verbindung.
  • Klassische Konditionierung (classical conditioning)
    Form des Lernens, bei der der Organismus durch wiederholte, zeitlich kontingente Darbietung von einem zunächst neutralen Reiz (CS) und einem bereits eine Reaktion auslösendem (unkonditionierten) Stimulus (US) eine Assoziation (Verknüpfung) zwischen diesen bildet, sodass der CS die Reaktion schließlich auch allein auslöst.
  • Klassische Sicht (classical view)
    Gemäß dieser Sicht werden Kategorien in Form von notwendigen und hinreichenden Merkmalen (d. h. Definitionen) repräsentiert. Diese Sicht wird durch eine Reihe empirischer Befunde (Prototypentheorie) infrage gestellt, wie etwa den Befund, dass nicht alle Exemplare als gleich typisch für eine Kategorie angesehen werden.
  • Die Klassische Testtheorie (KTT; „classical test theory“, auch: „true score theory“, TST) nimmt an, dass das Testergebnis direkt dem wahren Ausprägungsgrad des untersuchten Merkmals entspricht, dass aber jedeMessung oder jedes Testergebnis zusätzlich von einem Messfehler überlagert ist.
  • Klassische Testtheorie
    Die KTT ist eine Reliabilitätstheorie, liefert also eine theoretische Begründung der Reliabilität (Messgenauigkeit) eines Tests. Eine grundlegende Annahme ist, dass Testwerte, also die Ergebnisse, die uns Persönlichkeitsfragebögen, Intelligenztests, Konzentrationstests etc. liefern, fehlerbehaftet sind.
  • Bedeutet, dass eine bereits vorhandene Reiz-Reaktions-Verbindung mit einem neuen Auslösereiz gekoppelt wird.
  • Klassisches Konditionieren
    Eine Form des Lernens, bei der ein ursprünglich neutraler Reiz (beim Pawlow’schen Hund ein Klingelton) mit einem Reiz (Futter) assoziiert wird, der immer eine bestimmte Reaktion (Speicheln) auslöst.
  • Klassisches Konditionieren
    → bedingter Reflex
  • klassisches Konditionieren
    Lernen bedingter Reize
  • Klassisches Konditionieren (classical conditioning)
    Die Prozedur, in der ein Organismus eine konditionierte Reaktion (CR) auf einen neutralen Reiz (CS) zeigt, wenn dieser CS mit einem biologisch bedeutsamen unkonditionierten Stimulus (US) kontingent ist, der eine unkonditionierte Reaktion (UR) auslöst.
  • klassisches Konditionieren (classical conditioning)
    Lernen bedingter Reize
  • Kleinhirn
    Cerebellum. Koordiniert schnelle zielgerichtete Bewegungen und Bewegungsabläufe und ist wichtig für die Spracherkennung und andere Wahrnehmungsleistungen.
  • Kleinhirn
    »kleines Gehirn« am hinteren Teil des Hirnstamms, das für die Verarbeitung der sensorischen Signale sowie für die Koordination zwischen motorischen Reaktionen und dem Gleichgewichtssinn zuständig ist.
  • Kleinhirn
    Strukturen des Kleinhirn sind an der Regulation des Muskeltonus beteiligt, an der Kontrolle der Stütz- und Gangmotorik und an der Koordination von Bewegungsabläufen. Sie sind involviert beim motorischen Lernen und bei der Vorhersage der sensorischen Konsequenzen konkreter Bewegungen.
  • Kleinhirn/Zerebellum
    Das Kleinhirn funktioniert als Modulator für Muskelbewegungen. Es bewirkt präzise Veränderungen der Muskelspannung und koordiniert feine Bewegungen, die von anderen Gehirnteilen initiiert wurden. Es wirkt vor allem hemmend auf Größe, Umfang und Weite von Bewegungen. Neben den motorischen Funktionen wird auch die Beteiligung an kognitiven Prozessen diskutiert, da viele kortikale Strukturen zum Kleinhirn ­projizieren.
  • Klientenzentrierte Therapie
    Von Carl Rogers entwickelte humanistische Therapie, bei der der Therapeut in einem echten, akzeptierenden und empathischen Setting Techniken wie aktives Zuhören anwendet, um das Wachstum des Klienten zu fördern (auch personzentrierte Therapie genannt).
  • Klientenzentrierte Therapie
    von Carl Rogers entwickelte humanistische Therapie, bei der der Therapeut in einem echten, akzeptierenden und empathischen Setting Techniken wie aktives Zuhören anwendet, um das Wachstum des Klienten zu fördern (auch als personzentrierte Therapie bezeichnet).
  • Klimakterisches Syndrom
    Symptomkomplex bestehend aus körperlichen und psychischen Beschwerden, welche während des Klimakteriums auftreten können.
  • Klimakterium
    Wechseljahre. Die Zeit vor und nach der letzten Menstruationsblutung (Menopause) einer Frau. (Kap. 10)
  • klinisch-psychologische Intervention
    Psychologische Unterstützung bei der Bewältigung psychischer, sozialer und körperlicher Beeibträchtigungen und Störungen. (z. B. präventive Maßnahmen, Krisenintervention, Psychotherapie, usw.)
  • Klinische Psychologie
    "Teildisziplin der Psychologie, die sich mit psychischen Störungen und den psychischen Aspekten somatischer Störungen und Krankheiten in der Forschung, der Diagnostik und Therapie beschäftigt; umfasst die Erforschung, Diagnostik und Therapie der Gesamtheit psychischer Störungen bei Menschen aller Altersstufen; weist enge Beziehungen zur Psychiatrie, Soziologie, Neurobiologie, Psychopharmakologie, Neurologie und anderen medizinischen Fächern auf."
  • Teildisziplin der Psychologie, deren Forschungs- und Praxisschwerpunkt sich mit psychischen Störungen und psychischen Aspekten somatischer Störungen und Krankheiten beschäftigt. Speziell: Deskription, Klassifikation, Diagnostik, Verbreitung, Verlauf, Ätiologie- und Bedingungsanalyse, Gesundheitsförderung, primäre und sekundäre Prävention, Therapie und Rehabilitation bei psychisch (mit-)bedingten Gesundheitsproblemen.
  • Klinische Psychologie
    Teildisziplin der Psychologie, die Menschen mit psychischen Störungen untersucht, testet und behandelt.
  • Klinische Psychologie
    Gegenstand der Klinischen Psychologie ist die Erforschung von Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen sowie auch körperlicher Störungen, bei denen psychische Faktoren eine bedeutsame Rolle spielen. Zur Klinischen Psychologie gehören die Diagnostik der entsprechenden Erkrankungen und Probleme sowie die Entwicklung und Überprüfung psychologischer bzw. psychotherapeutischer Behandlungen. Dabei werden Erkenntnisse und Forschungsmethoden aus den Grundlagenfächern der wissenschaftlichen Psychologie genutzt.
  • Klinische Signifikanz
    Bedeutsamkeit, Größenordnung der Befunde ist klinisch relevant bzw. von praktischer Bedeutung.
  • Ein Verfahren, bei dem die Fragen in Abhängigkeit von den Antworten des Befragten angepasst werden.
  • Genetisch identische Kopie
  • Klonierung
    Vermehrung von DNA-Segmenten in Plasmiden oder Viren
  • KLT-R: Konzentrations-Leistungs-Test – Revidierte Fassung
    Dem KLT-R von Düker et al. (2001) liegt das Konzept der Koordination zugrunde. Darunter verstehen die Autoren das geordnete Zusammenwirken von Einzeltätigkeiten, die zur Erreichung eines bestimmten Zweckes erforderlich sind. Bei der Bearbeitung der Items des KLT sind die Einzeltätigkeiten »Auffassen«, »Rechnen«, »Merken«, »Regelabruf« und »Entscheiden« zu koordinieren.
  • Man zieht eine Klumpenstichprobe („cluster sample“), indem man aus einer in natürliche Gruppen (Klumpen) gegliederten Population nach dem Zufallsprinzip eine ausreichende Anzahl von Klumpen auswählt und diese Klumpen dann vollständig untersucht.
  • Als Klumpen (Cluster) bezeichnet man eine definierte Teilgruppe einer Population (z.B. die Schüler einer Schulklasse, die Patienten eines Krankenhauses etc.). Eine Klumpenstichprobe besteht aus allen Individuen, die sich in einer Zufallsauswahl von Klumpen befinden. Beispiel: Alle Alkoholiker aus zufällig ausgewählten Kliniken
  • Klumpenstichprobe
    Stichprobe, die aus mehreren zufällig ausgewählten Teilmengen der Zielpopulation (z. B. mehrere Schulen oder Schulklassen) besteht.
  • Klüver-Bucy-Syndrom
    Eine Reihe von Verhaltensauffälligkeiten, die 1939 von Klüver und Bucy nach bilateraler Entfernung vorderer Anteile des Temporallappens von Affen beschrieben wurden (abnorme Zahmheit, undifferenziertes Fressverhalten, visuelle Agnosie, Hypersexualität etc.). Diese Konstellation an Symptomen kann auch bei Menschen, z. B. in Verbindung mit einer Herpes-Enzephalitis (durch bestimmte Herpesviren verursachte Entzündung des Gehirns), auftreten.
  • Knock-out-Mäuse
    Mäuse, denen ein oder mehrere Gene entfernt wurden
  • Veränderung der Aussprache eines Sprachlauts in Abhängigkeit von darauffolgenden Lauten.
  • Koartikulation (coarticulation)
    Bezeichnung für vorwärts- oder rückwärtsgerichtete Lautanpassungen an benachbarte Laute beim Sprechen.
  • Koartikulation (coarticulation)
    Veränderung der Artikulation eines Lautes oder (metaphorisch gesprochen) einer manuellen Bewegung infolge nachfolgender, offenbar antizipierter Laute oder anderer Bewegungselemente.
  • Kochlea
    spiralförmig aufgerollte, flüssigkeitsgefüllte knöcherne Röhre im Innenohr, über die die Schallwellen Nervenimpulse auslösen.
  • In der Kochlea sind zwischen Basilarmembran und Tektorialmembran die Sinneszellen untergebracht.
  • Kochleaimplantat
    Gerät zur Umwandlung elektrischer Signale und zur Stimulation des Hörnervs über Elektroden, die in die Kochlea eingefädelt werden.
  • Kodalität
    Informationen können in unterschiedlicher Zeichenform repräsentiert werden, indem man analoge (z. B. Bilder, lautmalerische Töne) oder abstrakte Zeichen (z. B. Buchstaben, Sprachlaute) verwendet.
  • Kodetermination
    Bedingung einer Variable durch zwei Einflüsse
  • Kodetermination (codetermination)
    Bedingung einer Variable durch zwei Einflüsse
  • Kodierung gemäß Grounded-Theory-Methodologie
    Die Grounded-Theory-Methodologie („grounded theory methodology“, GTM) ist eine qualitative Forschungsstrategie, die auf theoretischer Stichprobenziehung („theoretical sampling“), der Kodiermethode des permanenten Vergleichs („constant comparison coding/analysis“) sowie dem systematischen Verfassen von Memos basiert („memoing, memowriting“). Im Ergebnis läuft die Methode auf eine gegenstandsverankerte Theorie („grounded theory“) hinaus. Die Kodierung gemäß GTM kann auf vorgefundene ebenso wie auf forschungsgenerierte Dokumente angewendet werden, wobei der gesamte Forschungsprozess an der Grounded-Theory-Methodologie auszurichten ist. Im Unterschied zur qualitativen Inhaltsanalyse und zur Interpretativen Phänomenologischen Analyse, deren Kategorien eher zusammenfassenddeskriptiven Charakter haben, werden mit der Kodiermethode des permanenten Vergleichs im Rahmen der GTM Kategorien gebildet, die einen erklärenden Charakter aufweisen. Die Kodiermethode des permanenten Vergleichs beinhaltet dabei das offene Kodieren, das axiale Kodieren und das selektive Kodieren.
  • gemeinsamer Unterricht beider Geschlechter
  • Alle geistigen Aktivitäten, die mit Denken, Wissen, Erinnerung und Kommunikation zu tun haben.
  • Kognition
    Gesamtheit der geistigen Aktivitäten im Zusammenhang mit Denken, Wissen, Erinnern und Kommunizieren.
  • Kognition
    Der Begriff „Kognition“ (vom lateinischen cognitio für „Erkenntnis“) ist ein Sammelbegriff für Prozesse und Strukturen, die sich auf die Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung von Informationen beziehen. Dazu zählen u. a. Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache, Denken und Problemlösen sowie Intelligenz.
  • Die Gesamtheit aller Funktionen und Prozesse, die mit der Aufnahme, Speicherung und Wiederverarbeitung von Informationen zu tun haben.
  • Kognitionsbedürfnis
    Ein Persönlichkeitsmerkmal; es beschreibt individuelle Unterschiede im Hinblick darauf, wie viel und gern Menschen über die in einer Botschaft enthaltenen Argumente nachdenken.
  • Kognitionswissenschaftliches Paradigma
    Aus dieser Perspektive wird die Rezeption von Medieninhalten als Informationsverarbeitungsprozess beschrieben. Der Mensch wird hier als informationsverarbeitendes System konzipiert, das Input selektiv und bedürfnisgeleitet enkodiert, intern repräsentiert und verarbeitet und infolge der internen Informationsverarbeitungsprozesse einen bestimmten Output (z. B. ein bestimmtes Verhalten, eine interne Repräsentation) produziert.
  • Kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansatz
    Techniken der Verhaltenstherapie, die mit Neu-Erlernen und Umstrukturieren von krankheitsverstärkenden Denkweisen und Verhalten arbeitet.
  • Kognitive (Land-)Karte (cognitive map)
    Mentale Repräsentation der eigenen oder einer anderen Umgebung im Gedächtnis. Eine (hypothetische) mentale Repräsentation des Handlungsraumes beziehungsweise der Lernsituation, die Informationen über die verschiedenen Ereignisse derselben umfasst. So verhalten sich Ratten nach der Erkundung eines Labyrinths, als hätten sie eine solche Landkarte des Labyrinths entwickelt.
  • Kognitive Aktivierung
    In Abgrenzung zu handlungsorientierten Konzepten wird betont, dass der Wissenserwerb nicht von der sichtbaren Aktivität des Lerners (z. B. Experimentieren im Schülerlabor) abhängt sondern von dem Grad, indem er im Unterricht zu einer gedanklichen Auseinandersetzung mit dem Gegenstand motiviert wird. Zur kognitiven Aktivierung der Lernenden kann die Lehrperson beitragen, indem sie herausfordernde Aufgaben und Fragen stellt, kognitive Widersprüche und Konflikte „provoziert“ und das Vorwissen und die Konzepte der Lernenden einbezieht.
  • Kognitive Algebra
    Ein hypothetischer Prozess der Durchschnittsbildung bzw. Aufsummierung von Informationen über Persönlichkeitsmerkmale, während man sich einen Eindruck über andere Menschen bildet.
  • betrachtet die mentalen kognitiven („geistigen“) Prozesse und Strukturen als wichtigste Grundlage für das Verständnis menschlichen Verhaltens und als primären Gegenstand der Psychologie überhaupt. Verhalten wird erklärt in enger Anlehnung an informationsverarbeitende, kybernetische Systeme auf der Basis individuell konstruierter, mentaler Repräsentationen der Wirklichkeit, die verhaltensbestimmend wirken. Ausgehend von der Untersuchung menschlichen Denkens und Wissens (Kognition) hat sich der Ansatz auf fast alle Gebiete der Psychologie erweitert.
  • Steigt bei Problemen infolge selektiver Aufmerksamkeit bzw. aufgrund der beschränkten Verarbeitungskapazität an und kann bei Überlastung zu Störungen führen.
  • kognitive Bewertungstheorien
    Kognitiven Bewertungstheorien zufolge entstehen Emotionen durch die Einschätzung von Situationen auf der Basis unserer Bedürfnisse, Ziele und Bewältigungsmöglichkeiten.
  • Kognitive Dissonanz
    Ist ein aversiver Zustand, der Individuen dazu motiviert, ihn abzubauen.
  • Kognitive Dissonanz
    Unter kognitiver Dissonanz versteht man einen intrapsychischen motivationalen Spannungszustand, der entsteht, wenn Kognitionen miteinander oder Verhalten mit Kognitionen nicht verträglich sind. Das Individuum strebt nach der Auflösung der Dissonanz, was je nach Situation z.B. durch Verhaltens- oder Einstellungsänderung erreicht werden kann.
  • Kognitive Dissonanz
    Aversiver motivationaler Zustand, der entsteht, wenn mindestens zwei kognitive Inhalte (Gedanken, Einstellungen, Verhaltensweisen, etc.) nicht oder nur schwer miteinander zu vereinen sind. Es existieren verschiedene Mechanismen, um diesen unangenehmen Zustand wieder abzubauen (Festinger, 1957).
  • Kognitive Einschränkung
    Beschreibt einen individuellen Fertigkeitsverlust bei Gruppenaufgaben, die das Generieren von Ideen erfordern. Er tritt auf, wenn eine Idee, die von einem anderen Gruppenmitglied erwähnt wurde, dazu führt, dass man sich auf diejenige Kategorie konzentriert, zu der diese Idee gehört, auf Kosten des Generierens von Ideen aus anderen Kategorien.
  • Kognitive Einstellungskomponente
    Überzeugungen, Gedanken und Merkmale, die mit einem Einstellungsobjekt verbunden sind.
  • Insbesondere die Entwicklung des Denkens und Schlussfolgerns, des Problemlösens, der Wahrnehmung und der Sprache.
  • Kognitive Fehler/Denkfehler
    Systematische Fehler in der Verarbeitung relevanter Informationen über die eigene Person oder die Umwelt. Zu den Denkfehlern zählen u. a. dichotomes Denken, Maximierung/Minimierung, Übergeneralisierung, willkürliches Schlussfolgern.
  • Kognitive Flexibilität
    Zentrales Konzept in der Beschreibung exekutiver Funktionsstörungen. Bei Störungen der kognitiven Flexibilität zeigen sich auf der Ebene des beobachtbaren Verhaltens häufig perseverative Verhaltenstendenzen bzw. rigide Antwortmuster.
  • Kognitive Karte
    Für eine Gedächtnisstruktur, die ziel- und situationsbedingte Flexibilität bei der Auswahl von Wegen zu einem Ziel erlaubt, führte Tolman 1948 den Begriff der kognitiven Karte ein. Die von O‘Keefe und Nadel 1978 vorgeschlagene Unterscheidung von Routen- und Kartenwissen entwickelt den Begriff weiter und legte damit eine Grundlage für die moderne Einteilung von Gedächtnisleistungen in deklarative und nicht deklarative. Der Begriff der kognitiven Karte wird hinsichtlich des Anteils metrischer Information (Koordinatensysteme) und der möglichen Lokalisation im Gehirn kontrovers diskutiert. Aktuell ist vor allem die Debatte über die Rolle der verschiedenen ortsspezifischen Neurone im Hippocampus und Parahippocampus der Nagetiere von Bedeutung.
  • Kognitive Kontrolle
    Synonym → „exekutive Funktionen“. Hiermit ist die Fähigkeit gemeint, auf Reize nicht stereotyp zu antworten, sondern den Kontext, Erfahrungen und auf die Zukunft gerichtete Erwägungen zu nutzen, um Verhaltensalternativen, die angemessener sind, zu realisieren. Der präfrontale Kortex gilt als das wesentliche Substrat  der Mechanismen kognitiver Kontrolle.
  • Kognitive Kontrolle (cognitive control)
    Sammelbegriff für Mechanismen, die die flexible Koordination sensorischer, emotionaler und motorischer Prozesse im Sinne übergeordneter Ziele und die Realisierung von Absichten trotz konkurrierender Motivationsoder Reaktionstendenzen vermitteln.
  • Kognitive Landkarte
    mentale Darstellung der eigenen Umgebung. Beispielsweise verhalten sich Ratten, nachdem sie ein Labyrinth erkundet haben, als hätten sie eine kognitive Landkarte dieses Labyrinths entwickelt.
  • Kognitive Neuropsychologie (cognitive neuropsychology)
    Ansatz, der die Untersuchung der kognitiven Funktionen bei hirngeschädigten Patienten einschließt, zum besseren Verständnis normaler Kognition.
  • Kognitive Neurowissenschaft
    die interdisziplinäre Untersuchung der Gehirnaktivität in Verbindung mit Kognition (einschließlich Wahrnehmung, Denken, Gedächtnis und Sprache).
  • Kognitive Neurowissenschaft (cognitive neuroscience)
    Interdisziplinärer Ansatz, der das Ziel hat, menschliche Kognition durch die Verbindung von Information vom Verhalten und von Hirnfunktionen zu verstehen (Eysenck und Keane 2010).
  • Das Bestreben, mit minimalem Mitteleinsatz maximalen Effekt zu bewirken.
  • Kognitive Psychologie (cognitive psychology)
    Ansatz, der das Ziel hat, menschliche Kognition durch die Untersuchung des Verhaltens zu verstehen.
  • Wirksamer psychologischer Behandlungsansatz zur Schizophreniebehandlung. Intervention zielt darauf ab, die neurokognitiven Defizite schizophrener Patienten zu reduzieren.
  • Kognitive Stimulation
    Ist ein individueller Fertigkeitsgewinn bei Gruppenaufgaben, zu denen das Generieren von Ideen gehört. Dazu kommt es, wenn eine Idee, die von einem anderen Gruppenmitglied erwähnt wird, eine kognitive Kategorie stimuliert, an die man ansonsten nicht gedacht hätte.
  • Kognitive Strategien/Lernstrategien
    Ein oder mehrere geistige Prozesse, die zur Unterstützung eines Lernprozesses eingesetzt werden, z.B. Reduktion der Inhalte auf wichtige Aussagen oder Zusammenfassungen und Kategorisieren von Lerninhalten. Es werden im Wesentlichen drei Kategorien unterschieden: Wiederholungs-, Organisations- und Elaborationsstrategien.
  • Systematischer Fehler des Urteilens, Denkens oder des Gedächtnisses. Der Begriff bezieht sich auf die Parallele zu optischen Täuschungen. Hier wie dort geht es darum, dass es zu einer zuverlässigen Abweichung von der „Realität“ kommt.
  • Ziel kognitiver Techniken bei Behandlung von Schlafstörungen: Identifikation, Hinterfragung und Veränderung dysfunktionaler Schlafkognitionen.
  • Lehrt die Patienten neue, sinnvollere Denk- und Handlungsweisen. Die kognitive Therapie beruht auf der Annahme, dass zwischen Ereignis und Reaktion Gedanken vermittelnd Einfluss nehmen.
  • Kognitive Therapie
    lehrt die Patienten neue, besser an die Realität angepasste Denkweisen. Beruht auf der Annahme, dass zwischen Ereignissen und emotionalen Reaktionen Gedanken vermittelnd Einfluss nehmen.
  • Therapieform, die auf der Annahme beruht, dass dysfunktionale Einstellungen, Bewertungen, Schlussfolgerungen und kognitive Reaktionsmuster (Schemata) für Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung psychischer Störungen eine zentrale Rolle spielen. Prototypische Interventionsformen: Gedankenprotokolle, Disputation, hypothesenprüfende Experimente, kognitive Umstrukturierung etc.
  • Kognitive Trainings
    Sie beruhen auf der Anwendung und Kombination verschiedener Lehr-Lernmethoden (z. B. heuristische Regeln oder Selbstreflexionstechniken), die sich auf Konzepte der Handlungsregulationstheorie und der Problemlösepsychologie beziehen. Sie dienen dazu, Kompetenzen zur Bewältigung komplexer Arbeitsaufgaben zu trainieren, die Planungs-, Entscheidungs- und Problemlösefähigkeiten erfordern. Hierbei sollen nicht konkrete Tätigkeitsabläufe erlernt werden, sondern Denkleistungen wie gedankliches Probehandeln und Fähigkeiten zum situationsangemessenen Planen und Entscheiden bei bestimmten Arbeitsaufgaben.
  • Von Beck postuliertes kognitives Muster, das mit einer verzerrt-negativen Sicht der eigenen Person, der Welt und der Zukunft verbunden ist.
  • Kognitive Umstrukturierung
    Neubewertung, Reattribution. Interventionsstrategien im Rahmen der kognitiven Verhaltenstherapie, die es dem Patienten ermöglichen sollen, ein möglichst verzerrungsfreies Bild der Umwelt aufzubauen oder irrationale Einstellungen zu hinterfragen. Zu Strategien im Rahmen der kognitiven Umstrukturierung zählen Realitätstest, geleitetes Entdecken, Entkatastrophisieren und Reattribution.
  • Kognitive Verhaltenstherapie
    Verbreitete integrative Therapie, bei der die Techniken der kognitiven Therapie (Veränderung der selbstabwertenden Gedankenmuster) mit den Techniken der Verhaltenstherapie (Verhaltensänderungen) kombiniert werden.
  • Kognitive Verhaltenstherapie
    verbreitete integrative Therapie, bei der die Techniken der kognitiven Therapie (Veränderung der selbstabwertenden Gedankenmuster) mit den Techniken der Verhaltenstherapie (Verhaltensänderung) kombiniert werden.
  • Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
    Ursprünglich durch empirisch-wissenschaftlichen Ansatz definierte Form der Psychotherapie, die Elemente der kognitiven Therapie und der Verhaltenstherapie vereinigt. Zeichnet sich durch empirisch-wissenschaftliche Ausrichtung, durch Problem- und Zielorientierung, durch Transparenz und durch KVT-typische Erklärungsmodelle und Interventionsmethoden aus (wie z. B. Verstärker-Verlust-Theorie, behaviorale Aktivierung, kognitive Umstrukturierung oder Expositionsverfahren).
  • Mentale Operation, die zum selben Zeitpunkt nicht für mehr als eine Aufgabe durchgeführt werden kann.
  • Kognitiver Geizkragen
    Sichtweise, der zufolge Menschen oft in ihrer Verarbeitungskapazität begrenzt sind und dazu neigen, wo immer möglich, kognitive Abkürzungen zu nehmen, um sich das Leben zu vereinfachen.
  • Kognitiver Stil
    Menschen mit einem analytischen Stil konzentrieren sich auf den Hauptaspekt der Informationen, die sie verarbeiten. Menschen mit einem holistischen Stil konzentrieren sich auf die Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Elementen in den Informationen, die sie verarbeiten.
  • Kognitives Lernen
    der Erwerb mentaler Information durch das Beobachten von Ereignissen, anderer Menschen oder durch Sprache.
  • Kognitives neo-assoziationistisches Modell
    Erklärt aggressives Verhalten als Ergebnis eines negativen Affekts, der kognitiv verarbeitet wird und dabei ein Netzwerk aggressiver Gedanken und Gefühle aktiviert.
  • Kognitives Vortesten
    Bei diesem Vorgehen legt der Testleiter in Erprobung befindliche Items vor und bittet die Probanden alle Überlegungen, die zur Beantwortung der Frage führen, zu formulieren. Diese Äußerungen werden meist auf Video aufgenommen.
  • Kohärenz
    Fähigkeit Anforderungen des Lebens als Herausforderungen und nicht als Überforderungen zu erleben. Ein Individuum mit hoher Kohärenz antizipiert und bewertet belastende Umweltereignisse vor dem persönlichen Hintergrund eines überdauernden Vertrauens in die eigene Person.
  • Korrelation zweier Messungen derselben Eigenschaft in derselben Situation
  • Kohärenz
    Im Kontext der Kommunikation bedeutet Kohärenz, auf die Äußerungen des anderen Bezug nehmen. Kooperation in der Kommunikation wird erst möglich, wenn beide Akteure ihr kommunikatives Handeln aufeinander abstimmen und dabei auch ein Minimum an Kohärenz entwickeln. Um sich auf die Äußerungen des anderen Bezug nehmen zu können, müssen sie zumindest partiell von ihren eigenen Kommunikationsplänen abweichen.
  • Kohärenz (coherence)
    Inhaltlicher Zusammenhang zwischen Sätzen.
  • Kohärenz (coherence)
    Kohärenz und Korrespondenz (s. dort) sind Kriterien, die herangezogen werden können, um die Rationalität von Urteilen und Entscheidungen einzuschätzen. Das Kriterium der Kohärenz fordert dabei vorwiegend innere Widerspruchsfreiheit und ist meist an ein normatives Modell angelehnt.
  • Kohärenz (coherence)
    Korrelation zweier Messungen derselben Eigenschaft in derselben Situation
  • Unter Kohärenz versteht man die zusammenhängende Abfolge der Wahrnehmungsprozesse.
  • Kohärenzgefühl
    Gefühl der Zuversicht, dass innere oder äußere Erfahrungen sinnhaft, verstehbar und zu bewältigend sind.
  • Menschen mit einem hohen Kohärenzgefühl erleben die Welt um sich herum als begreifbar und beeinflussbar. Personen mit dieser globalen Orientierung haben ein generalisiertes und überdauerndes Gefühl des Vertrauens, dass Ereignisse strukturiert, vorhersehbar und erklärbar sind, Ressourcen zur Verfügung stehen, um diese Anforderungen zu bewältigen, und Anforderungen Herausforderungen darstellen, dies es wert sind, Einsatz und Engagement zu zeigen. Menschen, die ein entsprechendes Kohärenzerleben haben, können besser mit Bedrohungen umgehen und zeigen in höherem Maße Merkmale seelischer Gesundheit.
  • Kohärenzgefühl
    Kohärenzgefühl beschreibt das Gefühl eines Menschen, das Leben sei verstehbar, sinnvoll und bewältigbar.
  • Kohärenznetzwerke (coherence networks)
    Netzwerke, die Entscheidungen als das Herstellen einer widerspruchsfreien Interpretation der Entscheidungssituation auffassen. Der zentrale Prozess ist dabei das Aufwerten kohärenter und Abwerten konflikthafter Informationen.
  • Salutogenetisches Konzept, auch Ressource. Beschreibt, in welchem Maße eine Person ein durchdringendes, andauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens hat. Beruht auf der Annahme, dass Lebensereignisse, strukturierbar, vorhersagbar und erklärbar sind, es Möglichkeiten zur Bewältigung von Problemen und zur Bedürfnisbefriedigung gibt, und Probleme des Lebens Herausforderungen darstellen, für die Lösungen gesucht und gefunden werden sollen.
  • Kohäsion
    Die Kraft, die die Mitglieder an die Gruppe bindet.
  • Kohäsion (cohesion)
    Formaler Zusammenhalt zwischen Sätzen, der durch spezielle sprachliche Hinweisreize vermittelt wird (z. B. Pronomina, Deiktika, Konnektiva).
  • Kohlenhydrate
    Organische Verbindungen aus Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff; dienen zur Deckung des Energiebedarfs, als Speicher- und als Baustoffe
  • Köhlereffekt
    Ist ein Motivationsgewinn in Gruppen und bezeichnet den Vorgang, dass schwächere Gruppenmitglieder sich mehr anstrengen, als sie es individuell täten, um zu vermeiden, dass sie für eine schwache Gruppenleistung verantwortlich sind.
  • Gruppe von Personen, die im selben Zeitraum geboren wurden.
  • Kohorte
    Population, deren Mitglieder im selben Zeitraum geboren wurden.
  • Kohorte
    Kohorte bezeichnet im Kontext von entwicklungspsychologischen Studien eine Population, deren Mitglieder zum gleichen Zeitpunkt bzw. im gleichen Zeitraum geboren wurden, z. B. der gleiche Jahrgang oder Gruppen von Jahrgängen.
  • Hierbei bestehen Unterschiede zwischen den Entwicklungsverläufen unterschiedlicher Geburtskohorten. So können sich beispielsweise die 1990 Geborenen von den 2000 Geborenen unterscheiden, indem sie unterschiedliche Bildungsbedingungen erlebt haben.
  • Kollaboration (Zusammenarbeit)
    Eine Kombination von Durchsetzungsverhalten und Beziehungsaufbau. Sie hängt mit der Flexibilität der Geschlechterrollen zusammen und ist unter Mädchen verbreiteter als unter Jungen.
  • Kollektive können sich entsprechend im zeitlichen Ablauf verändern und die Position des Einzelnen kann sich wandeln.
  • Kollaterale
    1. Nebenäste von Arterien oder Venen, die dieselbe Körperregion versorgen, können z.B. bei Stenosen als Umgehungskreislauf genutzt werden; 2. Seitenäste von Axonen und Dendriten
  • Kollektive Gewalt
    Instrumenteller Einsatz von Gewalt durch Personen, die sich mit einer bestimmten Gruppe identifizieren, zur Durchsetzung politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Ziele.
  • Gespräch unter Kindern, bei dem der Inhalt dessen, was das eine Kind sagt, wenig oder gar nichts mit dem zu hat, was das andere Kind gerade gesagt hat. Die Äußerungen weisen inhaltlich keinen wechselseitigen Bezug auf.
  • Kollektives Unbewusstes
    Carl Jungs Konzept einer gemeinsamen Erbmasse an Erinnerungsspuren aus der Geschichte unserer Art.
  • Kollektivismus
    die Ziele der Gruppe (oft die Großfamilie oder die Arbeitsgruppe) haben Priorität, die Definition der eigenen Identität richtet sich an ihnen aus.
  • Kollektivismus
    Werthaltung, die die Eingebettetheit in eine In-Gruppe betont
  • Kollektivismus (collectivism)
    Werthaltung, die die Eingebettetheit in eine In-Gruppe betont
  • Kombinationsmethode
    indirekte Einflussschätzung durch den Vergleich von mehr als zwei Typen von Personenpaaren (z. B. Zwillinge und Adoptivgeschwister)
  • Kombinationsmethode (combination method)
    indirekte Einflussschätzung durch den Vergleich von mehr als zwei Typen von Personenpaaren (z. B. Zwillinge und Adoptivgeschwister)
  • Kommerzialisierung
    Der Prozess der Transformation von marktfreien Ansprüchen, Tätigkeiten und Tauschrelationen in marktgängige Produkte und Dienstleistungen, also der Verwandlung von informellen in professionelle Dienste und von menschlichen Beziehungen in Waren („commodities“). Zum Problem wird dieser kulturelle Prozess durch die Externalisierung, soweit diese die Marktgüter verbilligt und dadurch die Balance der marktfreien und der marktgängigen Güter gefährdet.
  • Kommissur
    Naht, Verbindungsstelle; im Gehirn unterscheidet man die vordere und hintere Kommisur, über die beide Hirnhälften zusätzlich zum Corpus callosum (dem Balken) miteinander kommunizieren
  • kommunale Motive (communal motives)
    Streben nach Gemeinschaft
  • Ausmaß, in dem die Varianz einer Variablen durch die Faktoren aufgeklärt wird (Faktorenanalyse)
  • Die Kommunalität einer Variablen i gibt an, in welchem Ausmaß die wahre Varianz der Variablen durch die extrahierten q Faktoren erklärt wird.

  • Kommunikation bezeichnet die Übermittlung oder den Austausch von Informationen. Kommunikation kann verbal oder nonverbal erfolgen. Während verbale Kommunikation auf der Übermittlung sprachlicher Zeichen beruht, bedient sich nonverbale Kommunikation der Mimik, Gestik und der Körperhaltung.
  • Kommunikation
    Zielgerichteter, wechselseitig aufeinander bezogener medienvermittelter Prozess der Bedeutungsübermittlung.
  • Kommunikation
    Kommunikation (lateinisch communicare = mitteilen) ist der Austausch oder die Übertragung von Information. Information ist eine zusammenfassende Bezeichnung für Wissen, Erkenntnis oder Erfahrung.
  • Kommunikationsformen
    Lassen sich u. a. nach der Anzahl der Adressaten in intrapersonale Kommunikation und interpersonale Kommunikation unterteilen. Auf einer darunterliegenden Ebene können Individualkommunikation und Massenkommunikation als Formen der interpersonalen Kommunikation unterschieden werden. Auf einer darunter liegenden Ebene können Individual- und Massenkommunikation weiter unterteilt werden, da beide Formen sowohl direkt als auch medienvermittelt erfolgen können. Schließlich können medienvermittelte Individualkommunikation und medienvermittelte Massenkommunikation in nicht-digital vermittelte (d. h. setzt keinen PC voraus) und digital vermittelte Kommunikation (setzt PC voraus) unterschieden werden.
  • Kommunikationskomponenten
    Kommunikationskomponenten sind der Kontext, der Sender, die Botschaft, der Kanal und der Empfänger.
  • Kommunikationsmetapher
    Ein bildhafter Vergleich, der dazu dient das Konstrukt Kommunikation mit Hilfe vorhandener Erfahrungen zu veranschaulichen (z. B. Metapher der Übertragung von Botschaften oder Container-Metapher).
  • Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun
    Unterscheidet vier Seiten einer Nachricht: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. Menschliche Kommunikation kann nach diesem Modell analysiert werden. Dies kann jeweils mit Blick auf die sendende oder die empfangende Person erfolgen.
  • Kommunikationsmodell nach Shannon und Weaver
    Ein Encoder-/Decoder Modell, welches die Übertragung von Botschaften thematisiert. Die dabei unterschiedenen Elemente der Kommunikation sind Sender, Kodierer, Signal, Kanal, Dekodierer, Empfänger sowie mögliche Störungen.
  • Kommunikationsorientierte Verfahren der Personalentwicklung
    Sie zielen auf die Förderung der Präsentations-, Moderations-, Unterweisungs-, Gesprächsführungs- sowie Inspirationskompetenz ab.
  • Kommunikationspsychologie
    Ist eine vergleichsweise junge Teildisziplin der Psychologie. Sie beschäftigt sich mit Einflussfaktoren auf Kommunikation, Kommunikationsverhalten und Ergebnissen bzw. Folgen des kommunikativen Handelns.
  • Kommunikationsregeln nach Rogers
    Ein Modell das Grundlagen für den Aufbau einer unterstützenden therapeutischen Beziehung beschreibt. Die drei dort beschriebenen Basiskomponenten für therapeutisches Handeln sind Empathie, Kongruenz sowie emotionale positive Wertschätzung.
  • Kommunikative Kompetenz (Kommunikationskompetenz)
    Bezeichnet die Fähigkeit von Kommunizierenden, angemessenes Verhalten auszuwählen und so interpersonale Ziele zu erreichen, ohne Interessen des Gegenübers massiv zu verletzen. Sie ist ein Aspekt der sozialen Kompetenz und stellt einen wichtigen Faktor für Erfolg im beruflichen und privaten Leben dar. Kommunikative Kompetenz umfasst einerseits die Fähigkeit, angemessene Wege für die Übertragung einer Botschaft zu finden und andererseits die Fähigkeit, das Befinden und Anliegen eines Gegenübers zu erkennen.
  • Der Begriff stammt aus dem Forschungsprogramm Subjektive Theorien und bezeichnet die erste Phase im Rahmen dieser Forschungsmethode. Hier werden die Subjektiven Theorien einer Person erhoben und rekonstruiert. In einem ersten Schritt erfolgt die Erhebung der Theorie-Inhalte in einem Leitfadeninterview. In einem zweiten Schritt wird die Theorie-Struktur unter Verwendung eines Struktur-Lege-Verfahrens im Dialog-Konsens zwischen den Teilnehmenden und den Forschenden rekonstruiert.
  • Komorbidität
    gleichzeitige Auftreten von mindestens zwei Erkrankungen und/oder Störungen bei der gleichen Person.
  • Gemeinsames Auftreten verschiedener voneinander abgrenzbarer psychischer oder somatischer Störungen in einem definierten Zeitintervall.
  • Das gleichzeitige Vorliegen verschiedener Erkrankungen bei einer Person.
  • Auftreten einer oder mehrerer zusätzlicher Störungsbilder/Erkrankungen bei der gleichen Person.
  • Komorbidität
    gleichzeitiges Auftreten zweier Krankheiten
  • Komorbidität (comorbidity)
    gleichzeitiges Auftreten zweier Krankheiten
  • Prinzip, welches postuliert, dass bei einem Patienten so viele Diagnosen gestellt werden, wie für die Gesamtbeschreibung der klinischen Problematik notwendig sind.
  • Komparationsforschung
    nach William Stern: Vergleich zweier Personen in vielen Eigenschaften
  • Komparationsforschung (comparation research)
    nach William Stern: Vergleich zweier Personen in vielen Eigenschaften
  • wurde von Jüttemann als spezifisch psychologisches Verfahren zur Auswertung von biografischem Material entwickelt. Ziel ist die Konstruktion von Theorien über entwicklungspsychologische Phänomene. In einem ersten Schritt wird jeder Fall inhaltsanalytisch ausgewertet. Dieser Schritt dient der Beschreibung und Analyse des Phänomens, wie es sich in den einzelnen Fällen manifestiert. In einem zweiten Schritt werden auf der Grundlage der Einzelfallbeschreibungen typische Einzelfallkonstellationen erstellt.
  • Komparativ bedeutet vergleichend oder auf Vergleichen beruhend. Ein komparatives Grundlagenmodell, in diesem Fall auf fünf Orientierungen beruhend, ist ein Modell, das die fünf verschiedenen Orientierungen untereinander vergleicht.
  • Der Komparator im Reafferenzprinzip ist eine Vergleichsinstanz, in der die Efferenzkopie und die afferenten Signale verglichen werden.
  • Komparatormodell (comparator model)
    Das Komparatormodell beruht auf der Annahme interner Modelle (inverser Modelle und Vorwärtsmodelle) bei der Handlungssteuerung.
  • Vereinbarkeit vieler buddhistischer Konzepte und überlieferter Grundgedanken des Buddah mit kognitiv-verhaltenstherapeutischen Erklärungs- und Veränderungstheorien.
  • Kompatibilität, ideometrische
    Reiz-Reaktions-Beziehung, bei der die zu gebende Reaktion dem zu beantwortenden Reiz stark ähnelt, zum Beispiel das Nachsprechen von Wörtern.
  • Kompatibilität, Reiz-Reaktions-
    Übereinstimmung zwischen Attributen eines Reizes und der auf den Reiz auszuführenden Reaktion, zum Beispiel, wenn linksseitig dargebotene Reize mit linksseitigen Tastendrücken und rechtsseitig dargebotene Reize mit rechtsseitigen Tastendrücken zu beantworten sind (räumliche Übereinstimmung)
  • Kompensation
    Ausgleich eines ausgefallenen somatischen Funktionssystems durch ein Alternativverhalten.
  • Ausgleich von kognitiven Defiziten durch die Vermittlung von Ersatzstrategien oder durch Einsatz unbeeinträchtigter Fähigkeiten, um ausgefallene Fähigkeiten zu ersetzen (z. B. Nutzung elektronischer oder schriftlicher Speichermedien zur Erinnerung an Termine).
  • Annahme, dass die Freizeit dazu genutzt wird, um arbeitsbezogene Entbehrungen zu kompensieren und sich zu erholen. (Stichwort: Work-Life-Balance)
  • Kompensationsmodell der Personalauswahl
    Defizite der Bewerber bei einem Prädiktor können durch besondere Stärken bei einem anderen Prädiktor ausgeglichen werden.
  • Kompensatorische Entscheidungsstrategien (compensatory decision strategies)
    Kompensatorische Entscheidungsstrategien zeichnen sich dadurch aus, dass Attribute sich gegenseitig ausgleichen oder überstimmen können. So können beispielsweise positive Werte auf manchen Attributen negative Werte auf anderen Attributen ausgleichen.
  • Integrieren Werte von Konsequenzen innerhalb einer Option, sodass sich variierende Wertausprägungen in der Gesamtbewertung ausgleichen können. Im gegenteiligen Fall wird dieser Ausgleich nicht vorgenommen, sondern Optionen auf den einzelnen Werten ihrer Konsequenzen verglichen.
  • kompensatorisches Entscheidungsmodell
    Ein kompensatorisches Entscheidungsmodell bedeutet, dass sich die Prädiktoren gegenseitig ausgleichen (kompensieren) können. Es wird ein Gesamtwert berechnet, in den die Merkmale gleich gewichtet oder auch mit unterschiedlichen Gewichten eingehen. Die optimale Gewichtung kann man empirisch u. a. mittels multipler Regression ermitteln.
  • Kompetenz (competence)
    Das Wissen, das ein Sprecher über seine Sprache besitzt und das seinem sprachlichen Verhalten zugrunde liegt.
  • Durch Training ausdifferenzierbare Eigenschaften, die einen Leistungscharakter aufweisen können
  • Kompetenzen schließen fach- und berufsübergreifende sowie persönlichkeitsnahe Leistungsvoraussetzungen mit ein, die Individuen zur Bewältigung von Aufgaben befähigen, für die sie noch keine fertigen und direkt abrufbare Handlungsprogramme und Wissensvoraussetzungen besitzen. Der Kompetenzbegriff ist somit in einem ganzheitlichen und integrativen Sinne zu verstehen und bezieht neben fachlich-funktionalen auch soziale, motivationale, volitionale und emotionale Aspekte menschlichen Arbeitshandelns mit ein.
  • Kompetenzentwicklung
    Kompetenzentwicklung bezieht sich auf den Prozess des Erwerbs und der Weiterentwicklung von Kompetenzen durch sowohl selbstgesteuerte informelle als auch stärker fremdgesteuerte formelle Lehr-/Lernprozesse in unterschiedlichen arbeitsnahen und anderen Lernkontexten.
  • Inhaltliche Ausrichtung der Personalarbeit – und damit auch der Personalentwicklung – auf Kompetenzen.
  • Komplementär- und Alternativmedizin
    bisher wissenschaftlich nicht belegte Behandlungen im Rahmen der Gesundheitsversorgung, die die Schulmedizin ergänzen oder als Alternative dazu dienen sollen. Im Allgemeinen werden sie nicht in den medizinischen Fakultäten gelehrt, nicht in den Krankenhäusern praktiziert und gewöhnlich auch nicht von den Krankenkassen erstattet. Sobald die Forschung eine Therapie als sicher und effektiv anerkennt, wird sie gewöhnlich auch zu einem akzeptierten Bestandteil der medizinischen Praxis.
  • Komplementäre Beziehungsgestaltung
    Therapeutisches Prinzip, nach dem der Therapeut sich komplementär, d.h. erfüllend und bestätigend, zu den wichtigsten interaktionellen Zielen des Patienten verhält. Die Bestätigung wichtiger Beziehungsziele des Patienten soll den Abbau von Defensivverhalten gegen therapeutische Interventionen fördern.
  • Komplementäre Beziehungsgestaltung
    Methode zur Stärkung der therapeutischen Beziehung: Therapeut verhält sich so, dass der Patient den Kontakt als förderlich für seine Zielerreichung erlebt; Therapeut verhält sich komplementär zu den individuellen Bedürfnissen und Motiven des Patienten. Beispiel: Einem nach Autonomie strebenden Patienten gewährt man in der Therapie möglichst viel Autonomie.
  • Komplexe corticale Zelle
    Komplexe corticale Zellen sind Neurone im visuellen Cortex, die optimal auf bewegte Streifen oder Kanten einer bestimmten Orientierung ansprechen. Dabei reagieren viele Zellen gleichermaßen auf eine bestimmte Bewegungsrichtung.
  • Komplexe visuelle Reizerscheinungen
    Sehen von komplexen visuellen Reizen (z. B. Objekte, Gesichter, Tiere, belebte und unbelebte Szenen), die durch krankhafte Erregung neuronaler Strukturen vor allem in temporookzipitalen Hirnarealen hervorgerufen werden.
  • Menschenbild eines vielschichtigen Menschen, der vielfältige inter- und intraindividuelle Bedürfnisse hat, die jeweils von der Situation und dem Entwicklungsstand der jeweiligen Person abhängen.
  • Besteht in einer großen Zahl unbekannter Lücken, die sich teilweise erst im Verlauf der Problembearbeitung auftun; es handelt sich um eine schlecht definierte Situation.
  • Komplexes Problemlösen (complex problem solving)
    Steuerung von Simulationen mit komplexer Eigendynamik.
  • Komplexität im Sinne vieler beteiligter Variablen überschreitet die begrenzte Kapazität der menschlichen Informationsverarbeitung und zwingt den Problemlöser zu komplexitätsreduzierenden Maßnahmen.
  • Komplexitätseffekt (effect of complexity)
    Auswirkungen des Umfangs oder des Detailreichtums einer Handlung auf die für ihre Planung erforderliche Zeit.
  • Komplizierte Trauer
    Anhaltende Trauerreaktion auf den Verlust eines nahe stehenden Menschen, die mit einer ausgeprägten Beeinträchtigung des Funktionsniveaus, Wertlosigkeitsempfinden, Suizidgedanken, psychotischen Merkmalen oder einer psychomotorischen Verlangsamung einhergeht und die Kriterien einer Major Depression erfüllt.
  • Kompositionalität (compositionality)
    Semantisches Prinzip, wonach die Bedeutung eines aus Teilausdrücken zusammengesetzten Ausdrucks durch die Bedeutung seiner Teile sowie der Art und Weise ihrer Zusammensetzung bestimmt ist. Dieses Prinzip geht auf den Logiker Gottlob Frege zurück und wird deshalb teilweise auch als Frege-Prinzip bezeichnet.
  • Kompositum (compound)
    Morphologisch komplexes Wort, in dem Teile, die selbstständig vorkommen können, kombiniert werden.
  • Konation
    Bezeichnung für zielorientiertes Denken und Handeln, d.h. eine Absicht bzw. Intention, aus eigenem Antrieb heraus eine Handlung vorzunehmen.
  • konditionale Entwicklungsstrategie
    genetisch fixierte, umweltabhängige Lenkung der Individualentwicklung in eine bestimmte Richtung
  • konditionale Entwicklungsstrategie (conditional developmental strategy)
    genetisch fixierte, umweltabhängige Lenkung der Individualentwicklung in eine bestimmte Richtung
  • Konditionales Schließen (conditional reasoning)
    Schließen mit Prämissen (Argumenten), die durch wenn … dann verbunden sind.
  • Konditionieren höherer Ordnung (second order conditioning)
    Paradigma des klassischen Konditionierens, in dem zunächst eine Assoziation zwischen einem neutralen CS1 mit einem US gelernt wird, gefolgt von dem Lernen einer Assoziation zwischen einem neutralen CS2 zu dem CS1 (s. auch sensorisches Vorkonditionieren).
  • konditionierte Hemmung
    Wenn Im Rahmen einer → Klassischen Konditionierung ein Reiz hinreichend verlässlich das Nichteintreten eines unbedingten Reizes (US) ankündigt erwirbt er die Tendenz, eine bereits ausgebildete konditionierte Reaktion zu unterdrücken. Im Gegensatz zu einem aktivierenden konditionierten Reiz (CS+) spricht man von einem hemmenden CS (CS-) oder einer konditionierten Hemmung.
  • Konditionierte Inhibition (conditioned inhibition)
    Die bedingte Erwartung, dass ein CS mit der Abwesenheit des US assoziiert ist.
  • Konditionierte Reaktion
    in der klassischen Konditionierung die gelernte Antwort auf einen zunächst neutralen, nun jedoch konditionierten Reiz (CS).
  • Konditionierte Reaktion (CR)
    In der klassischen Konditionierung die gelernte Antwort auf einen zunächst neutralen konditionierten Reiz (CS).
  • Konditionierte Reaktion (CR)
    Beim klassischen Konditionieren der ursprüngliche Reflex, der nun auch durch den konditionierten Reiz ausgelöst wird.
  • Konditionierte Reaktion (CR, conditioned response)
    Die Reaktion, die beim klassischen oder instrumentellen Konditionieren gelernt wird.
  • Konditionierte Verstärker (sekundäre Verstärker) (conditioned reinforcer)
    Reize, die durch vorangegangene Assoziation mit einem Verstärkerreiz selbst verstärkend wirken.
  • Beim klassischen Konditionieren ein anfangs neutraler Reiz, der mit dem unkonditionierten Reiz gemeinsam auftritt (assoziiert wird).
  • Konditionierter Reiz (CS, conditioned stimulus)
    Der Reiz, der den unkonditionierten Stimulus (US) beim klassischen Konditionieren signalisiert, d. h. mit ihm kontingent ist.
  • Konditionierter Stimulus (CS)
    In der klassischen Konditionierung ein zunächst bedeutungsloser Reiz, der nach der Assoziation mit einem unkonditionierten Reiz (US) eine konditionierte Reaktion auslöst.
  • Konditionierter Stimulus bzw. Reiz
    in der klassischen Konditionierung ein zunächst irrelevanter Reiz, der nach der Assoziation mit einem unkonditionierten Reiz (US) eine konditionierte Reaktion (CR) auslöst.
  • Konditionierter Verstärker
    Reiz, der dadurch verstärkend wirkt, dass er mit einem primären Verstärker gekoppelt wird. auch bekannt als _sekundärer Verstärker_.
  • Konditionierung höherer Ordnung
    Prozess, bei dem der konditionierte Reiz aus einer konditionierten Erfahrung mit einem neuen neutralen Reiz verbunden wird und dadurch ein zweiter (oftmals schwächerer) konditionierter Reiz geschaffen wird. Wenn ein Tier z. B. gelernt hat, dass ein Ton Futter vorhersagt, könnte es lernen, dass ein Lichtsignal den Ton vorhersagt und dann schon auf das Lichtsignal reagieren. (Auch _Konditionierung zweiter Ordnung_ genannt.)
  • Konditionierung, klassische
    Nach mehrmaligem, gemeinsamem Auftreten eines unkonditionierten Reizes (UCS) mit einem neutralen Reiz wird gelernt, dass der vormals neutrale Reiz einen Hinweis auf den UCS darstellt. Dieser Lernprozess führt dazu, dass der neutrale Reiz zu einem konditionierten Reiz (CS) wird, und die vorher unkonditionierte Reaktion (UR) durch den CS ausgelöst wird (konditionierte Reaktion, CR).
  • Konditionierung, operante oder instrumentelle
    Die Auftretenshäufigkeit eines Verhaltens wird durch die Konsequenzen darauf bedingt. Verhaltensweisen bzw. physiologische Reaktionen treten häufiger auf, wenn ihnen ein verstärkender Reiz folgt. Bei aversiven Konsequenzen nehmen sie ab.
  • Die operante Konditionierung ist ein Paradigma der Lernpsychologie und betrifft das Erlernen von Reiz-Reaktions-Mustern (Stimulus-Response) aus ursprünglich spontanem Verhalten. Die Häufigkeit eines Verhaltens wird durch seine angenehmen oder unangenehmen Konsequenzen nachhaltig verändert. Der Konditionierungsprozess ist der Prozess, durch den die Verhaltensänderung resultiert, also jede Wiederholung des Reiz-Reaktions-Musters.
  • Konditionierungsprozesse
    Prozesse des respondenten und operaten Lernens (s. Lernen).
  • Konduktion
    Wärmeleitung durch Körpergewebe
  • Konfabulation
    Erinnerungen an Vorkommnisse und Erlebnisse, die gar nicht dagewesen sind. Verschiedenen Formen werden unterschieden: 1. Intrusionen in Gedächtnistests (einfache provozierte Konfabulationen); 2. Augenblickskonfabulationen (auch momentane oder Verlegenheitskonfabulationen genannt); 3. fantastische Konfabulationen; 4. spontane Verhaltenskonfabulationen.
  • Konfident
    „Komplize“ bzw. Mitarbeiter des Versuchsleiters, bei dem es sich scheinbar um einen weiteren Versuchsteilnehmer handelt, der in Wirklichkeit jedoch eine genau vorgeschriebene Rolle im Experiment spielt.
  • Das Konfidenzintervall („confidence intervall“, CI) kennzeichnet denjenigen Bereich von Merkmalsausprägungen, in dem sich 95% (99%) aller möglichen Populationsparameter befinden, die den empirisch ermittelten Stichprobenkennwert erzeugt haben können.
  • Konfidenzintervall
    Ein Konfidenzintervall im Rahmen der Inferenzstatistik ist ein Wertebereich, bei dem man darauf vertrauen (konfident sein) kann, dass er den wahren Wert in der Population mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (der Vertrauenswahrscheinlichkeit) beinhaltet.
  • Konfidenzintervall
    Ein Konfidenzintervall gibt die Präzision eines Stichprobenergebnisses an. Es wird anhand des Standardfehlers und eines festgelegten Fehlerniveaus konstruiert
  • Wertebereich, in dem sich der Populationsparameter mit einer vorgegebenen Sicherheit (z.B. 95% oder 99%) befindet
  • Konfidenzintervall
    Bereich der wahrscheinlichen Abweichung des wahren Wertes vom gemessenen Wert
  • Konfidenzintervall
    Als Konfidenzintervall (auch Erwartungsbereich oder Vertrauensintervall) bezeichnet man den Bereich, in dem der wahre Testwert einer Person bei einer zuvor festgelegten Sicherheits- bzw. Irrtumswahrscheinlichkeit liegt.
  • Konfidenzintervall
    Kennzeichnet denjenigen Bereich um einen empirisch ermittelten individuellen Testwert xv, in dem sich 95% (99%) aller möglichen wahren Testwerte τv befinden, die den Testwert xv erzeugt haben können.
  • Konfidenzintervall (confidence interval)
    Bereich der wahrscheinlichen Abweichung des wahren Wertes vom gemessenen Wert
  • Zwischen dem Konfidenzintervall und dem klassischen Signifikanztest besteht insofern eine Parallele, als ein Konfidenzintervall, das nicht die Null umschließt, gleichzeitig auch impliziert, dass der bestreffende Parameter statistisch signifikant ist (Ablehnung des H?-Modells).
  • Konfiguraler Hinweisreiz (configural cue)
    Reizkombinationen, die als gemeinsames Element mit anderen Reizen oder Reaktionen assoziiert werden.
  • Konfigurationsfrequenzanalyse
    Verallgemeinerung der Kontingenztafelanalyse auf eine mehrdimensionale „Tafel“, mit der die Häufigkeiten mehrerer nominalskalierter Merkmale mit mehreren Stufen verglichen werden können. Geprüft wird die stochastische Unabhängigkeit der Merkmale voneinander
  • Konfigurationsmodell
    Ein ganzheitlicher Ansatz zur Eindrucksbildung, der annimmt, dass Betrachter aktiv aus den einzelnen Informationen über andere Menschen tiefergehende Bedeutungen konstruieren.
  • Konfigurationsmodell der Personalauswahl (Modell mehrfacher Hürden)
    Jeder zu akzeptierende Bewerber muss bei allen Prädiktoren eine Mindestleistung zeigen.
  • Konfirmatorische FA
    Verfahren zur Datenreduktion, mit dem Hypothesen über die Anzahl der Faktoren, die Korrelationen zwischen den Faktoren und die Zuordnung der beobachteten Variablen zu den einzelnen Faktoren theoriegeleitet überprüft werden. Bildet das sog. Messmodell der Verfahrensgruppe der Strukturgleichungsmodelle.
  • Testung, inwiefern vorliegende Daten auf ein (theoriegeleitetes) Faktorenmodell passen
  • Konflikt
    wahrgenommene Unvereinbarkeit von Handlungen, Zielen oder Ideen.
  • Konflikt
    Nach Kurt Lewin eine Situation, in der gleichzeitig entgegengesetzt gerichtete, dabei aber annähernd gleichstarke Kräfte auf das Individuum einwirken.
  • Konflikt (conflict)
    Psychischer Zustand, der sich durch das gleichzeitige Bestehen von mindestens zwei gleich starken, aber entgegen gerichteten Verhaltenstendenzen auszeichnet.
  • Konflikt, sozialer
    Der Begriff des sozialen Konflikts umfasst das aversive Erleben von Unvereinbarkeit im Miteinander zweier Parteien und sämtliche Reaktionen dieser Parteien auf die erlebte Unvereinbarkeit.
  • Wichtiger Begriff im Modell der dynamischen Kontrolle von Verhalten. Auftretende Konflikte zwischen angezieltem Verhalten und den aktuellen Verhaltensresultaten müssen entdeckt und deren Entstehung an nachgeordnete Prozesse gemeldet werden, wodurch adaptive Verhaltensänderung möglich wird. Zur Zeit wird von vielen Autoren angenommen, dass Konflikterkennung im Verhalten mit Aktivationsänderungen im anterioren cingulären Kortex (ACC) verbunden ist, obwohl eine kausale Rolle des ACC nicht gezeigt werden konnte.
  • Annahme, dass Arbeits- und familiäre Anforderungen aufgrund ihrer Gegensätzlichkeit sowie zeitlichen Einschränkungen und Beanspruchung miteinander in Widerspruch stehen. (Stichwort: Work-Life-Balance)
  • Konflikttheorie des ACC
    Jüngere Untersuchungen haben gezeigt, dass Neuronenpopulationen im Bereich des ACC nicht allein das Auftreten von Fehlern signalisieren, sondern jedwede Art von kognitiven Problemen während der Verarbeitung. Diese Beobachtungen haben die Konflikttheorie des ACC motiviert, der zu Folge der ACC das kognitive System hinsichtlich des Auftretens kognitiver Konflikt überwacht. Wenn ein Konflikt festgestellt wird, meldet der ACC dies an Instanzen der kognitiven Kontrolle, die infolgedessen unmittelbar verstärkt wird, indem die Sensibilität gegenüber aufgabenrelevanter Information erhöht wird.
  • Konformismus und Nonkonformismus
    Der Begriff Konformität oder Konformismus bezeichnet die Übereinstimmung einer Person mit den Normen und Regeln eines soziokulturellen Kontextes. Diese Übereinstimmung kann aufgrund subtiler unbewusster Einflüsse oder eines unmittelbaren und offen zu Tage tretenden sozialen Drucks zustande kommen (Cialdini und Goldstein 2004). Der Gegensatz dazu ist Nonkonformismus. Ein Nonkonformist ist jemand, der sich einer herrschenden Meinung nicht anschließt.
  • Konformität
    > Mehrheitseinfluss
  • Konformität
    Anpassung des Verhaltens oder Denkens, um mit dem Gruppenstandard übereinzustimmen.
  • Interventionsmethode, bei der Patienten dazu angeleitet werden, sich einer vormals vermiedenen, häufig angstbesetzten Situation auszusetzen, um so korrigierende Lernerfahrungen machen bzw. habituieren zu können.
  • Zu Störvariablen werden andere Einflussgrößen erst dann, wenn sie systematisch mit den Stufen einer UV variieren und auf die AV einwirken. Diesen Sachverhalt nennt man Konfundierung. Zu verhindern ist also die systematische Variation einer potenziellen Einflussgröße mit den Stufen einer oder mehrerer UV.
  • kongenitale adrenale Hyperplasie
    genetisch bedingte frühe hormonelle Vermännlichung
  • Kongenitale adrenale Hyperplasie (CAH)
    Eine seltene pränatale Entwicklung bei genetisch weiblichen Kindern, bei der die Nebennierendrüsen hohe Pegel von Hormonen produzieren, die ähnlich wie Androgene wirken. Diese Wirkung kann zur Ausbildung maskuliner oder teilweise maskuliner äußerer Geschl
  • kongenitale adrenale Hyperplasie (congenital adrenal hyperplasia)
    genetisch bedingte frühe hormonelle Vermännlichung
  • Einer der drei Faktoren, der die therapeutische Grundhaltung in der GT prägt: Beziehung des Therapeuten zu sich selbst (Fähigkeit, neue Informationen in eigenes Selbstbild zu integrieren). Beziehung des Therapeuten zum Patienten (echt, authentisch, unverfälscht).
  • Konjunktionsregel der Wahrscheinlichkeitstheorie
    Sie besagt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Aussage (Proposition) nicht geringer sein kann als die Wahrscheinlichkeit, die sie in Verbindung mit einer anderen Aussage hat.
  • Aufgabe in Experimenten der visuellen Suche, bei denen sich der Zielreiz durch eine bestimmte Kombination von Merkmalen von den Distraktorstimuli unterscheidet.
  • Variable, die zusammen mit einer anderen Variablen auftritt
  • Konkordanz bzw. Urteilerübereinstimmung
    Mit Konkordanz bzw. Urteilerübereinstimmung („inter-rater concordance“, „inter-rater agreement“, „inter-rater reliability“) ist die Übereinstimmung der Paarvergleichsurteile von zwei oder mehr Urteilenden gemeint.
  • Konkret-operationale Entwicklungsphase
    Entwicklungsphase nach der kognitiven Theorie Piagets (Altersbereich 7-11 Jahre), die eine Ablösung der Denkoperationen von den beobachteten Abläufen beinhaltet, wobei die Denkoperationen noch immer auf konkrete Handlungen und Wahrnehmungen bezogen sind u
  • Konkret-operationales Stadium
    In Piagets Theorie die Phase (sieben bis zwölf Jahre), in der Kinder fähig werden, über konkrete Objekte und Ereignisse logisch nachzudenken.
  • Konkret-operatorisches Stadium
    in Piagets Theorie das Stadium der kognitiven Entwicklung (vom 6./7. bis zum 11. Lebensjahr), in dem Kinder die geistigen Operationen entwickeln, die sie dazu befähigen, logisch über konkrete Ereignisse nachzudenken.
  • konkurrente Validität
    Ausmaß, in dem eine Messung ein zeitgleich erhobenes Kriterium vorhersagt
  • Spezifische Form der (Kriteriums-)Validität, bei der eine Skala mit einer zeitgleich erhobenen Kriteriumsvariable korreliert wird
  • konkurrente Validität (concurrent validity)
    Ausmaß, in dem eine Messung ein zeitgleich erhobenes Kriterium vorhersagt
  • Ein Typ von Informationsverarbeitungstheorie, der die gleichzeitige Aktivität zahlreicher miteinander verbundener Verarbeitungseinheiten betont.
  • Konnektionistische Lernmodelle (connectionist learning models)
    Computermodelle des Lernens, die in Analogie zu neuronalen Netzwerken entwickelt wurden. Sie bestehen in der Regel aus Knoten, die Merkmale oder Kategorien codieren, und assoziativen Verbindungen, die Assoziationsstärken ausdrücken. Komplexere Modelle beinhalten auch vermittelnde weitere Knoten, die die Aufgabe haben, Merkmalskonfigurationen oder Lernexemplare zu repräsentieren. In den meisten Modellen wird eine Fehlerkorrektur-Lernregel angewandt, die die Assoziationsgewichte in Abhängigkeit von der Lernrückmeldung so modifiziert, dass die Fehler, die das Netzwerk macht, minimiert werden. Es handelt sich um assoziationistische Modelle, die dem Gedanken ähnlichkeitsbasierter Kategorisierungstheorien verhaftet sind.
  • Konnektionistische Modelle (connectionist models)
    Modelle kognitiver Prozesse, die ein Netzwerk von Verbindungen (connections) zwischen Merkmalsknoten annehmen, die erregend oder hemmend wirken können.
  • Konnektionistische Theorien
    Betonen im Gegensatz zu klassischen Mehrspeichermodellen der Informationsverarbeitung, die im Wesentlichen von einer sequenziellen Informationsverarbeitung ausgehen, die parallele Informationsverarbeitung.
  • Konnektionistisches Modell
    Verschiedene Arbeitswege werden nicht so klar voneinander getrennt wie in Stufenmodellen (z. B. das Logogenmodell). Ein kontinuierlicher Informationsfluss breitet sich netzwerkartig aus, sodass Teilinformationen auf verschiedenen Ebenen zeitlich parallel verarbeitet werden und die Ebenen sich gegenseitig beeinflussen.
  • Konnektivismus
    Konnektivismus stellt einen neuen lerntheoretischen Ansatz dar, welcher die technologische Entwicklung und deren Konsequenzen auf das Lernen berücksichtigt. Aus konnektivistischer Sicht wird Lernen im Gegensatz zu klassischen Lerntheorien nicht mehr als interne individualisierte Aktivität aufgefasst, sondern als ein Prozess der Herstellung und des Erhalts von Verbindungen zu Informationsquellen, auch als Knoten bezeichnet. Diese Knoten können sowohl Personen, Anwendungen oder Wissensnetzwerke wie z.B. Web 2.0 umfassen.
  • Konnexonen
    Verbindung, auch verbindender Organteil, Teil elektrischer Synapsen
  • Der Begriff Konnotation bezeichnet die Nebenbedeutung eines Wortes. Genauer bezeichnet er die subjektive, zusätzliche gedankliche Struktur, die die Hauptbedeutung eines Wortes begleitet. Die Konnotation ist das, was bei der Verwendung eines Begriffes unbewusst noch mitschwingt.
  • bezieht sich auf kulturell zugeschriebene, affektive Bedeutungen von Zeichen.
  • Konsensheuristik
    Wer auf Basis der Konsensheuristik entscheidet, beachtet das, was andere Personen tun, und folgt dieser Meinung dann. Die Anwendung der Konsensheuristik ist keineswegs irrational oder gar als „Herdenverhalten“ des Menschen abzutun. So kann z.B. ein Blick auf die Länge der Schlangen an unterschiedlichen Theken der Kantine einen zuverlässigen Hinweis geben, an welcher Ausgabe das attraktivste Essen zu erwarten ist.
  • Konsensusinformation
    Informationen darüber, wie sich unterschiedliche Handelnde gegenüber derselben Entität verhalten.
  • Konsequenz (consequence, outcome)
    Mögliches Ergebnis der Wahl bei einer riskanten Entscheidung. Die Konsequenz hängt nicht nur von der gewählten Option ab, sondern auch von nicht kontrollierbaren Ereignissen, die das Ergebnis mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten beeinflussen (z. B. Wetter).
  • Faktor für die Aufrechterhaltung der nichtorganischen Insomnie gemäß des psychophysiologischen Modells der primären Insomnie: Folgen von Schlafstörungen sind oft Müdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsstörungen, Beeinträchtigungen der Stimmung, Depressivität oder Ängstlichkeit. Mitunter liegt subjektive Überbewertung der eigenen Beeinträchtigung vor, obwohl Leistung und Konzentration objektiv gesehen im Normalbereich liegen.
  • Optionen führen zu Konsequenzen (Ergebnissen), die einen Wert (positiv, negativ) für den Entscheider haben.
  • Konsequenzvariable
    Als Konsequenzvariable (abhängige Variable, Kriterium) bezeichnet man die Dann- bzw. Folgenkomponente einer empirischen Wenn-dann-Aussage (Hypothese). Wenn beispielsweise Aufgaben schwierig, aber erreichbar sind, strengen sich Personen mehr an als bei leichten Aufgaben. Die Variable _Anstrengung_ ist hier die Konsequenzvariable.
  • Variable, die die Konsequenz einer anderen Variable ist und daher oft in Regressionsmodellen als Kriteriumsvariable genutzt wird
  • konservative Entscheidung
    Wenn ein statistischer Signifikanztest aufgrund von Voraussetzungsverletzungen eher zugunsten von H0 entscheidet
  • Konsiliartätigkeit
    Untersuchung und Behandlungsempfehlung oder Mitbehandlung des Patienten durch den Konsiliarius (psychologischer Psychotherapeut/Psychiater) aufgrund einer Aufforderung durch den behandelnden Arzt.
  • Unter Konsistenz („intra-rater consistency“, „intra-rater reliability“) versteht man die Widerspruchsfreiheit der Paarvergleichsurteile, die eine Person über die Urteilsobjekte abgibt.
  • Konsistenz
    Ein Verhaltensstil, der bedeutet, dieselbe Position über die Zeit hinweg aufrechtzuerhalten; wird als zentral für den Einfluss von Minderheiten angesehen.
  • Kriterium der Parameterschätzung: Eigenschaft eines Schätzwertes, wenn er sich mit wachsendem Stichprobenumfang dem zu schätzenden Parameter nähert
  • meist: transsituative Konsistenz
  • Stabilität von Verhalten über verschiedene Situationen hinweg
  • Die Konsistenz einer Messvariablen beschreibt das Ausmaß der durch ein Trait erklärten Varianz relativiert an der Gesamtvarianz der Messvariablen.
  • Konsistenz (consistency)
    meist: transsituative Konsistenz
  • Konsistenz des Verhaltens
    Konsistenz des Verhaltens bedeutet, dass Menschen über bestimmte Äquivalenzklassen von Situationen hinweg Reize ähnlich interpretieren und handeln.
  • Konsistenzdebatte
    durch Mischel ausgelöste Debatte, ob eine niedrige transsituative Konsistenz gegen das Konzept der Persönlichkeitseigenschaft spricht
  • Konsistenzdebatte (consistency debate)
    Debatte, ob eine niedrige transsituative Konsistenz gegen das Konzept der Persönlichkeitseigenschaft spricht
  • "Treten dann auf, wenn Probanden versuchen, ""stimmige Antworten"" aufgrund ihrer Antworten auf vorangegangene Items zu geben."
  • Konsistenzinformation
    Informationen darüber, ob sich das Verhalten eines Handelnden gegenüber einer Entität in verschiedenen Situationen und zu verschiedenen Zeitpunkten unterscheidet.
  • Klasse von kognitiven Theorien, die postulieren, dass Menschen nach Konsistenz zwischen Kognitionen über das Selbst streben. Siehe auch „Dissonanztheorie“.
  • Konsistenztheorien
    Gruppe von Theorien (> Balancetheorie, Theorie der kognitiven Dissonanz), denen zufolge Menschen Kongruenz bzw. Konsistenz zwischen ihren diversen Kognitionen bevorzugen, insbesondere zwischen Überzeugungen, Wertvorstellungen und Einstellungen.
  • Eine Konstante ist eine Beobachtungsgröße mit nur einer Ausprägung. Diese sind im Gegenstandsbereich der Psychologie kaum vorzufinden (Hussy & Jain, 2002).
  • Zum Konstanthalten zählen alle Maßnahmen der Standardisierung der Untersuchungssituation und damit auch Maßnahmen der Versuchsleiterschulung.
  • Psychophysische Methode, bei der mehrere Reizkonfigurationen mit unterschiedlicher Ausprägung einer Merkmalsdimension wiederholt in zufälliger Reihenfolge dargeboten werden.
  • Konstituentenmodelle oder Komponentenmodelle listen im Rahmen variabler systematischer Ordnungen wesentliche Aspekte des Konstrukts auf, so dass man eine differenzierte Vorstellung davon bekommt, aus welchen Teilen die Gesamtheit besteht
  • Konstrukt
    Ein abstrakter theoretischer Begriff (wie z. B. sozialer Einfluss).
  • nicht beobachtbares, empirisch verankertes theoretisches Konzept
  • Nicht direkt beobachtbares Konzept, das theoretisch verankert ist und sich evtl. empirisch erforschen lässt
  • Bezeichnung für ein nicht direkt beobachtbares, aber empirisch verankerbares latentes Persönlichkeitsmerkmal.
  • Konstrukt (construct)
    nicht beobachtbares, empirisch verankertes theoretisches Konzept
  • Konstrukt/Konzept
    Ein theoretischer Begriff, der sich nicht vollständig auf Beobachtungsbegriffe zurückführen lässt.
  • Konstruktäquivalenz
    Empirisch bestätigte Äquivalenz eines psychologischen Konstrukts über Sprachen und Kulturen hinweg.
  • Konstruktionen und Interpretationen des Selbst
    Die Ansichten und das Wissen einer Person über sich selbst werden durch einen aktiven Konstruktionsprozess geformt, der sich in der Interaktion mit der sozialen Umwelt abspielt. Dieser Prozess wird davon gesteuert, wie man sich selbst gern sieht.
  • Konstruktives Gedächtnis (constructive memory)
    Bezeichnung für die Eigenart unseres Gedächtnisses, Erinnertes aus den gespeicherten Repräsentationen neu zu rekonstruieren, das somit nicht unbedingt zutreffend sein muss.
  • Konstruktivismus
    Eine theoretische Perspektive, die davon ausgeht, dass menschliches Wissen und Erkenntnis durch die Auseinandersetzung einer Person mit ihrer Umwelt aktiv konstruiert werden.
  • Konstruktorientierte Verfahren der Personalauswahl
    Personalauswahlverfahren auf der Basis psychologischer Konstrukte, wie z. B. allgemeine Intelligenz, emotionale Stabilität, Leistungsmotivation etc.
  • Konstruktstabilität (construct stability)
    Ausmaß, in dem Konstruktmessungen zu verschiedenen Zeitpunkten dieselbe Konstruktvalidität aufweisen
  • Konstruktvalidierung
    Überprüfung der faktoriellen, konvergenten und diskriminanten Validität eines psychologischen Messinstrumentes.
  • Konstruktvalidität („construct validity“): Repräsentieren die verwendeten Messinstrumente (abhängige Variablen) sowie die hergestellten Untersuchungsbedingungen (unabhängige Variablen) inhaltlich in hohem Maße jeweils genau die interessierenden theoretischen Konstrukte? Kann von den empirisch-statistischen Ergebnissen auf die interessierenden theoretischen Konstrukte zurückgeschlossen werden? Die Konstruktvalidität ist vor allem von der Qualität der Theoriearbeit (Konzeptspezifikation) sowie der Operationalisierung abhängig.
  • Konstruktvalidität
    Gültigkeit der Annahme, dass unabhängige und abhängige Variablen die theoretischen Konstrukte, die sie repräsentieren sollen, adäquat operationalisieren.
  • Konstruktvalidität
    Ausmaß, in dem eine Messung tatsächlich das Konstrukt erfasst, das erfasst werden soll
  • Konstruktvalidität
    Unter Konstruktvalidität versteht man empirische Belege dafür, dass ein Test das Konstrukt erfasst, welches er erfassen soll – und nicht ein anderes.
  • Spezifische Form der Validität, bei der eine Skala das zu erfassende Konstrukt auch tatsächlich erfasst
  • Konstruktvalidität
    Liegt vor, wenn ein Test tatsächlich das Konstrukt erfasst, das er erfassen soll.
  • Konstruktvalidität (construct validity)
    Ausmaß, in dem eine Messung tatsächlich das Konstrukt erfasst, das erfasst werden soll
  • Konsumentensouveränität
    Der Begriff ist an das Konzept der Volkssouveränität angelehnt und soll ausdrücken, dass die Konsumenten durch ihre Kaufentscheidungen die Produktion gemäß ihren Bedürfnissen steuern, ähnlich wie die Wähler durch ihre Wahlentscheidungen. Wie bei den politischen Wahlen setzt dies voraus, dass den Konsumenten geeignete Alternativen angeboten werden, dass sie äußere und innere Entscheidungsfreiheit haben und dass sie zutreffend informiert sind.
  • Kontakthypothese
    Intergruppenkontakt wird Vorurteile abbauen, wenn er (1) das Potenzial zum Anknüpfen von Bekanntschaften birgt, (2) unter Bedingungen gleichen Status‘ abläuft, (3) Kooperation in Richtung auf ein gemeinsames Ziel beinhaltet und (4) in einem unterstützenden normativen Klima stattfindet.
  • Kontakthypothese
    Annahme Allports (1954), dass häufiger und intensiver Kontakt zwischen Mitgliedern unterschiedlicher Gruppen bewirkt, dass die Vorurteile und Feindseligkeiten gegenüber den Mitgliedern der jeweils anderen Gruppe abnehmen.
  • Jeder Reiz wird in einem raumzeitlichen Kontext mit anderen Reizen wahrgenommen. Neben diesen äußeren Kontexten können auch innere Kontexte wie emotionaler Zustand oder verfügbares Wissen betrachtet werden.
  • Alle Elemente einer Kommunikationssituation, die das Verständnis einer Äußerung bestimmen (Bußmann 2002).
  • Mit Kontextabhängigkeit wird der Einfluss zeitlich und räumlich benachbarter Reize als auch kognitiver, sozialer und emotionaler Kontexte auf die Wahrnehmung bezeichnet.
  • Kontextbezogene Leistung
    Der Beitrag einer Person zur Aufrechterhaltung ihrer organisationalen Arbeitsumgebung. Zwei wichtige Komponenten der kontextuellen Leistung sind _Arbeitsengagement_ („job dedication“) und _soziale Erleichterung_ („social facilitation“).
  • Kontexteffekte (context effects)
    Unter Kontext verstehen wir Aspekte der physikalischen (visuellen, akustischen, olfaktorischen etc.) Umgebung, in der die Information gelernt bzw. abgerufen wird, ebenso wie innere Zustände und Stimmungslagen sowie bloß vorgestellte Kontexte und Assoziationen. Auch die spezifischen Aufgaben während der Lernphase und während der Testphase können als Kontext betrachtet werden.
  • Kontexteffekte (context effects)
    Gelernte Information wird im gleichen Kontext besser erinnert als bei einem Kontextwechsel. Prinzip der Encodierspezifität.
  • Kontextinterferenz (contextual interference)
    Phänomen der Übungsorganisation, nach dem die Übungsleistung und der Lernertrags durch den Kontext, in dem eine Bewegung geübt wird, beeinflusst werden. Bei geblockter Übung (niedrige Kontextinterferenz) wird eine Bewegung im Kontext identischer Bewegungen geübt, während bei randomisierter Übung (hohe Kontextinterferenz) durch ständige Aufgabenwechsel die Bewegung im Kontext unterschiedlicher Bewegungen geübt wird.
  • Kontextualismus
    Annahme, dass psychologische Konstrukte vergleichbar zwischen Populationen sind, wenn ihre Operationalisierung und Interpretation kulturell angepasst wird
  • Kontextualismus (contextualism)
    Annahme, dass psychologische Konstrukte vergleichbar zwischen Populationen sind, wenn ihre Operationalisierung und Interpretation kulturell angepasst wird
  • Zeitliche Nähe zwischen Konsequenz und Verhalten z. B. im Rahmen operanter Konditionierung. Eine hohe Kontiguität liegt vor, wenn die Konsequenz unmittelbar auf das Verhalten erfolgt.
  • Als Kontiguität bezeichnet man das räumlich-zeitliche Zusammentreffen von unkonditioniertem und neutralem Stimulus, das nach der Vorstellung des klassischen Konditionierung zum bedingten Reflex führen soll.
  • Die Kontiguität zwischen zwei Reizen ist bestimmt durch die Wahrscheinlichkeit, mit der beide Reize in einem raum-zeitlichen Zusammenhang gemeinsam auftreten.
  • Kontiguität (contiguity)
    Das räumlich-zeitlich benachbarte Auftreten zweier Elemente.
  • Kontiguität (contiguity)
    Das bei der klassischen Konditionierung nach Pawlow notwendige Auftreten zweier Reize in großer zeitlicher und räumlicher Nähe.
  • Kontinenz, rektoanale
    Das Vermögen, die Entleerung von Stuhl aus dem Enddarm willkürlich zu steuern.
  • Das Kontingenzverhältnis bezeichnet die Stärke der Assoziation zwischen Verhalten und Konsequenz. Eine hohe Kontingenz liegt vor, wenn eine Konsequenz immer auf ein bestimmtes Verhalten erfolgt.
  • Die Kontingenz zwischen zwei Reizen wird durch den Anstieg der Wahrscheinlichkeit bestimmt, mit der einer der beiden Reize eintritt wenn der andere Reiz gegeben ist. Die stärkste Kontingenz besteht, wenn der eine Reiz nur dann eintritt, wenn auch der andere Reiz gegeben ist. Keine Kontingenz besteht, wenn das Eintreten des einen Reizes die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des anderen Reizes nicht verändert. Eine negative Kontingenz besteht, wenn das Eintreten des einen Reizes die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des anderen Reizes reduziert.
  • Kontingenz (contingency)
    Der Zusammenhang im Auftreten zweier Ereignisse.
  • Kontingenz (contingency)
    Verlässliche Vorhersage bei der klassischen Konditionierung. Sie ist gegeben, wenn der unkonditionierte Reiz (CS) den unkonditionierten Reiz (US) verlässlich (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit) vorhersagt.
  • Kontingenzansatz
    Der Kontigenzansatz beschreibt bei Kaufentscheidungen, wie die Wahl einer Entscheidungsstrategie in Abhängigkeit von Zielen der Konsumenten und Kontextfaktoren getroffen wird.
  • Kontingenzansätze
    Betonen bei der Untersuchung von Führung die Rolle situativer Faktoren (z. B. Merkmale der Aufgabe, der Mitarbeiter) und wie sie den Zusammenhang zwischen Merkmalen bzw. Verhaltensweisen der Führungskraft und der Effektivität der Führung moderieren.
  • Das Erkennen und akkurate Beurteilen von Zusammenhängen zwischen Ereignisklassen ist eine der grundlegendsten kognitiven Funktionen und ein zentrales Merkmal adaptiver Intelligenz. Untersuchungen zum Erkennen von Zusammenhängen zwischen Ereignisklassen beziehen sich meistens darauf, dass Kontingenzen zwischen zwei Variablen bestehen.
  • Maß zur Charakterisierung des Zusammenhangs zweier nominalskalierter Merkmale
  • Lernform, bei der Zusammenhänge zwischen dem eigenen Handeln und darauf folgenden Konsequenzen erkannt werden.
  • Kontingenzmanagement
    Steuerung von Verhaltensraten durch Einflussnahme auf die Konsequenzen eines Verhaltens (d. h. die Verstärkungs- und Bestrafungsmechanismen).
  • Kontingenzmodell
    beschreibt Führung als das Ergebnis situationsabhängiger Prozesse, die zwischen Führungsverhalten und Führung vermitteln.
  • Tabellarische Darstellung der gemeinsamen Häufigkeitsverteilung mehrerer kategorialer Merkmals
  • Kontinuierliche Entwicklung
    Die Vorstellung, dass altersbedingte Veränderungen allmählich und in kleinen Schritten geschehen, so wie ein Baum höher und höher wächst.
  • Kontinuierliche Verstärkung
    Verstärkung der erwarteten Reaktion bei jedem Auftreten.
  • Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)-Gruppen
    (KVP)-Gruppen sind zeitlich begrenzte Arbeitsgruppen, die im Team in kleinen Arbeitsschritten gemeinsam Arbeitsprozesse kontinuierlich optimieren sollen. Sie existieren nur temporär und haben das Ziel, Mitarbeiter in Problemlösungsprozesse zu integrieren.
  • Kontinuierlicher Wiedererkenntest
    Form von Gedächtnistest, bei dem eine Serie von Stimuli (Bilder, Wörter etc.) nacheinander präsentiert wird und die Probanden angeben müssen, wenn sich Stimuli wiederholen.
  • Nach diesem Gestaltfaktor werden verbundene Elemente als Figuren gesehen.
  • Kontinuität einer Eigenschaft
    zeitliche Konstanz einer Eigenschaft (als Konstrukt)
  • Kontinuitätsnannahme psychotischer Erfahrungen
    Die Annahme eines kontinuierlichen Übergangs zwischen normalem Erleben und psychotischen Symptomen.
  • Kontinuummodell der Eindrucksbildung
    Eindrucksbildung wird als Prozess verstanden, der sich von kategoriebasierten Bewertungen auf dem einen Ende des Kontinuums bis zu individualisierten Reaktionen auf dem anderen erstreckt. Es wird angenommen, dass das Fortschreiten entlang des Kontinuums vom Zusammenspiel zwischen motivationalen Faktoren und Aufmerksamkeitsfaktoren abhängt.
  • Kontinuumsmodell der Schizophrenie
    Ätiologisches Modell der Schizophrenieentstehung, das auf der Annahme basiert, dass es keinen qualitativen Bruch zwischen normalem Erleben und psychotischen Symptomen gibt, sondern Patienten sich am psychopathologischen Pol eines Kontinuums psychotischer Erfahrungen befinden.
  • Kontrafaktische Gedanken
    Kontrafaktische Gedanken beschäftigen sich mit der mentalen Simulation nicht eingetretener Ereignisse („Was wäre gewesen, wenn … ?“), indem Aspekte der Vergangenheit mental verändert werden.
  • Kontrafaktisches Denken
    Nachdenken über das, was nicht der Fall ist. Meist eine grüblerische Auseinandersetzung mit besseren Versionen der Realität. Im Konsumentenverhalten zeigt es sich beispielsweise als Reue nach einem Kauf, häufiger aber noch als vorweggenommene Reue vor dem Kauf (z.B. Angst ein Produkt voreilig zu einem schlechteren Preis gekauft zu haben oder Angst herauszufinden, daß das eigene Los gewonnen hätte, wenn man gar nicht in der Lotterie mitgespielt hat).
  • Von lateinisch contra (gegen) und indicare (anzeigen). Bezieht sich darauf, welche therapeutische Maßnahme bei einer bestimmen Störung nicht angebracht ist und nicht zum Einsatz kommen soll. Das Ignorieren einer Kontraindikation kann zu einer Verschlechterung der Symptomatik führen.
  • Kontraktion
    Zuckung oder Anspannung eines Muskels oder muskulären Hohlorgans
  • Kontraläsional
    Der Seite der Hirnschädigung gegenüberliegend.
  • Auf der gegenüber liegenden Seite (des Gehirns) liegend (s. auch ipsilateral)
  • Kontraproduktives Verhalten
    Kontraproduktives Verhalten verletzt die legitimen Interessen einer Organisation, wobei es prinzipiell deren Mitglieder oder die Organisation als Ganzes schädigen kann. Dazu zählen mit Blick auf die Mitglieder der Organisation z. B. Mobbing oder sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, mit Blick auf die Schädigung der Organisation u. a. Diebstahl, Sabotage oder bewusst herbeigeführte Störfälle.
  • Kontraproduktivität
    Die Summe von Maßnahmen und Verhaltensweisen, die zur Schädigung öffentlicher Güter beitragen.
  • Dienen der Überprüfung von Unterschieden zwischen einzelnen Stufen eines Treatments im Rahmen der Varianzanalyse. Man unterscheidet a priori und a posteriori Kontraste. Eine andere Bezeichnung für Kontrast ist Einzelvergleich
  • Der Kontrast ist die Intensitätsamplitude zwischen hellen und dunklen Teilen eines Bildes.
  • Kontrasteffekt
    Verhaltensgenetik: Überschätzung der Unähnlichkeit von Geschwistern durch ihre Bezugspersonen
  • Das Urteil weicht in eine den Erwartungen entgegengesetzte Richtung von der tatsächlich vorliegenden Ausprägung eines Verhaltensmerkmals ab.
  • Kontrasteffekt (contrast effect)
    Verhaltensgenetik: Überschätzung der Unähnlichkeit von Geschwistern durch ihre Bezugspersonen
  • Die Fähigkeit, Unterschiede zwischen den hellen und dunklen Bereichen eines optischen Musters zu erkennen.
  • Die Kontrastsensitivität charakterisiert die Unterscheidungsfähigkeit der Lichtintensität von zwei benachbarten Bildflächen.
  • Die Kontrastverstärkung ist ein Wahrnehmungseffekt. An einer Hell-Dunkel-Grenze wird im helleren Bereich ein schmales Band als noch heller und auf der dunkleren Seite ein schmales Band noch dunkler wahrgenommen.
  • Kontrolldilemma (control dilemma)
    Bezeichnung für antagonistische Anforderungen bei der Handlungssteuerung wie z. B. das Ausblenden störender Reize vs. die Überwachung der Umwelt auf potenziell bedeutsame Reize (Abschirmungs-Überwachungs- Dilemma), oder die Aufrechterhaltung und Abschirmung von Absichten gegen konkurrierende Handlungstendenzen vs. das flexible Wechseln zwischen Absichten (Persistenz-Flexibilitäts- Dilemma).
  • Kontrollgruppe
    Gruppe von Versuchsteilnehmern, die nicht dem Treatment der Experimentalgruppe ausgesetzt ist.
  • Die Gruppe von Teilnehmern an einem Experiment, die den interessierenden Bedingungen nicht ausgesetzt werden, die aber in jeder anderen Hinsicht gleich behandelt werden wie die Experimentalgruppe.
  • Kontrollgruppe
    Gruppe in einem Experiment, die keine Behandlung erhält. die Kontrollgruppe steht der Versuchsgruppe gegenüber und wird als Vergleich herangezogen, um die Wirkung der Behandlung zu evaluieren.
  • Kontrollierte Verarbeitung (controlled processing)
    Kontrollierte Prozesse sind von limitierter Kapazität, erfordern Aufmerksamkeit und können in sich verändernden Situationen flexibel eingesetzt werden (s. auch automatische Verarbeitung).
  • Kontrollierter Prozess
    Ein absichtsgeleiteter Prozess, welcher der willentlichen Kontrolle des Individuums unterliegt, aufwändig ist und bewusst abläuft.
  • Kontrolliertes Trinken
    Zur Abstinenz alternatives Verhaltensziel in der Therapie der Alkoholabhängigkeit. Angestrebt wird ein sozial und gesundheitlich adäquates Trinkverhalten.
  • Kontrollskalen
    Um eine Verfälschung bei der Bearbeitung von Fragebögen zu entdecken, steht eine Reihe von Kontrollskalen zur Verfügung, die in unterschiedlichem Maße »self-deception« und »impression management« erfassen.
  • Geht von einer wechselseitigen Einflussnahme von Eltern und Kindern auf den Sozialisationsprozess aus. Toleranzschwellen für Verhaltensweisen des Gegenübers sorgen in dem Modell für die Auslösung von Kontrollreaktionen.
  • Kontrolltechniken
    Als Kontrolltechniken bezeichnet man Gestaltungsformen von psychologischen Untersuchungen mit Bedingungsvariation, die darauf abzielen, den Einfluss von potenziellen Störvariablen auf die untersuchte abhängige Variable auszuschalten. Die wichtigsten Kontrolltechniken sind _Konstanthalten_, _Randomisieren_, _Parallelisieren_ und _Ausbalancieren_.
  • Als Kontrollvariable bezeichnet man vermutete Einflussgrößen auf eine Konsequenzvariable, die die Wirkung von im Mittelpunkt einer Untersuchung stehenden Antezedenzvariablen so überlagern könnten, dass der eigentliche Effekt der Bedingungsvariablen abgeschwächt oder vollkommen überdeckt werden könnte. Um dies zu verhindern, werden diese Variablen in der Studie kontrolliert, z. B. durch Konstanthalten. Wenn man z. B. die Auswirkung verschiedener Trainingsmethoden auf die Leistung untersuchen will und vermutet, dass die Leistung auch vom Geschlecht und Alter abhängt, sollte man die Studie mit geschlechts- und altersgleichen Gruppen durchführen. Kann man Geschlecht und Alter aber nicht konstant halten, sollte man sie erfassen und ihren Einfluss auf die Konsequenzvariable Leistung ermitteln, ehe man den Einfluss der verschiedenen Trainingsmethoden untersucht. In diesem Fall sind _Alter_ und _Geschlecht_ die _Kontrollvariablen_.
  • Eine Kategorie des soziometrischen Status, die sich auf Kinder oder Jugendliche bezieht, die von einigen Peers gemocht, von einer Reihe anderer Peers aber nicht gemocht werden.
  • Eine Objektgrenze, die durch Helligkeistkontraste definiert ist.
  • Konvektion
    Wärmeleitung durch das Blut und die Lymphe
  • Stadium nach der Theorie des moralischen Urteils von Kohlberg, bei dem sich das Kind bei seinem Urteil an gesellschaftlichen Konventionen orientiert. Das Denken ist an sozialen Beziehungen orientiert und das Kind ist zunehmend in der Lage eine Gruppenpers
  • Konvergente Validität
    Wird erreicht, indem man zeigt, dass unterschiedliche Maße für dasselbe Konstrukt (z. B. Selbstbeurteilung, implizites Maß, Beobachtung) signifikant miteinander zusammenhängen.
  • konvergente Validität
    Ausmaß, in dem eine Messung hoch mit Kriterien hoher Validität korreliert
  • konvergente Validität
    Den Zusammenhang mit weiteren Indikatoren des Konstrukts, das man erfassen will, nennt man konvergente Validität.
  • Spezifische Form der (Konstrukt-)Validität, bei der eine Skala mit anderen Skalen, die das gleiche Konstrukt erheben, hoch korreliert
  • Konvergente Validität
    Im Rahmen der Konstruktvalidierung gilt die konvergente Validität als nachgewiesen, wenn Messungen eines Konstrukts, das mit verschiedenen Methoden erfasst wird, hoch miteinander korrelieren.
  • konvergente Validität (convergent validity)
    Ausmaß, in dem eine Messung hoch mit Kriterien hoher Validität korreliert
  • konvergentes Denken
    schrittweises Lösen vorgegebener Probleme
  • konvergentes Denken (convergent thinking)
    schrittweises Lösen vorgegebener Probleme
  • Diese Informationsquelle für räumliche Tiefe bezieht sich auf die Fixationsentfernung des Auges.
  • Kombiniert die Längs- und Querschnittmethode, indem Teiluntersuchungen so miteinander kombiniert werden, dass ein zusammengesetzter, sich teilweise überlappender Gesamtlängsschnitt entsteht.
  • Konversion
    Eine Veränderung auf der privaten Ebene (Einstellung, Meinung), nachdem man dem Einfluss anderer ausgesetzt war; internalisierte Veränderung; Veränderung der Art und Weise, wie man einen Aspekt der Realität strukturiert.
  • Laut Moscovici und Personnaz (1980) ein subtiler Prozess wahrnehmungsbezogener oder kognitiver Veränderung, bei dem als Folge tiefer Elaboration die ursprüngliche Meinung zugunsten einer anderen Sichtweise aufgegeben wird. Dieser Prozess kann dabei unbewusst und ohne äußeren Zwang ablaufen.
  • Pseudoneurologische Symptome: erwecken den Anschein, als läge eine neurologische Krankheit vor.
  • Konversionstheorie
    Von Moscovici (1980) aufgestellte Theorie, die sich mit dem Einfluss von Minderheiten befasst. Dieser zufolge führt Einstellungsänderung in Richtung einer Minderheit zu privater Akzeptanz und Einstellungsänderung in Richtung einer Mehrheit vorwiegend zu öffentlicher Compliance.
  • Konzentration
    Schmidt-Atzert et al. (2004) haben vorgeschlagen, den Begriff »Konzentration« auf alle Stufen der Verarbeitung von Informationen zu beziehen: von der selektiven Wahrnehmung (= Aufmerksamkeit) über die Kombination und Speicherung bis hin zur Handlungsplanung. Konzentration wird als Fähigkeit verstanden, unter Bedingungen schnell und genau zu arbeiten, die das Erbringen einer kognitiven Leistung normalerweise erschweren.
  • Konzentrationstest für 3. und 4. Klassen – Revision (KT 3-4 R)
    Die Items des Konzentrationstests für 3. und 4. Klassen – Revision (KT 3-4 R) von Nell et al. (2004) beinhalten Würfel, die zeichnerisch so dargestellt sind, dass man immer drei Flächen mit jeweils 1 bis 6 Punkten sehen kann. Jedes Item ist mit den vier Musterwürfeln zu vergleichen.
  • Konzentrationstests
    Konzentrationstests lassen sich – beispielsweise im Gegensatz zu Intelligenztests – nicht nach theoretischen Modellen unterscheiden, da solche Modelle bisher nicht ausgearbeitet wurden. Für Anwender ist vor allem relevant, welche Art von Aufgaben verwendet wird und für welche Zielgruppe ein Test vorgesehen ist. Die Art der Testaufgaben ist wichtig, da häufig nicht »die« Konzentrationsfähigkeit (als allgemeine und breite Fähigkeit) gefragt ist, sondern die Fähigkeit, sich unter näher bestimmbaren Bedingungen zu konzentrieren.
  • Konzentrierte Aufmerksamkeit
    Tests, die von Schmidt-Atzert et al. (2008) der konzentrierten Aufmerksamkeit zugeordnet werden, erfordern die Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit. Der entscheidende Unterschied zur Daueraufmerksamkeit besteht darin, dass die Probanden ihr Arbeitstempo selbst bestimmen können. Nicht der Computer gibt vor, wann das nächste Item erscheint, sondern der Proband bearbeitet alle Aufgaben nacheinander in dem von ihm gewählten Arbeitstempo.
  • Mentale Konstrukte über die Gemeinsamkeiten der Mitglieder einer Kategorie und über Unterschiede zu Nicht-Kategoriemitgliedern.
  • Konzepte (oder auch Begriffe) sind untereinander assoziierte (→ Assoziation) Gedächtnisrepräsentationen, in denen Informationen über Klassen von Objekten und/oder Erscheinungen zusammenfassend gespeichert werden.
  • Nichtsprachliches Wissen im Langzeitgedächtnis über Objekte, Zustände, Geschehnisse oder Handlungen.
  • Konzept (concept)
    Wissen über Objekte, Geschehnisse, Zustände, Handlungen; nichtsprachlich; gespeichert im Langzeitgedächtnis; zusätzliche Repräsentation in sensomotorischen Hirnarealen.
  • Konzeptbildung
    Konzeptbildung ist der Prozess der erfahrungsabhängigen Herausbildung von Konzepten. Aus behavioristischer Perspektive wird Konzeptbildung als Aufbau von Assoziationen zwischen konkreten Objekten bzw. den von ihr wahrgenommenen Merkmalen (Reizen, S) und konzeptuellen Zuordnungen (Reaktionen, R) verstanden. Im 'Informationsverarbeitungsansatz' werden Konzeptbildungen dagegen als strategiegeleitete Bildung von Hypothesen über die das Konzept kennzeichnenden Merkmale untersucht. Unter natürlichen Bedingungen bilden sich Konzepte vermutlich spontan aus der Erfahrung → funktionaler Äquivalenzen im Handeln.
  • Konzeptbildungsexperimente
    Experimente zur Untersuchung der lernabhängigen Herausbildung von Konzepten. In der Regel wird vom Experimentator ein Konzept vorgegeben, dessen Merkmalscharakteristik von den Versuchspersonen anhand von Informationen über die Konzeptzugehörigkeit einzelner Objekte herausgefunden werden soll. In diesen Experimenten wird somit die Findung und nicht die originäre (Neu)Bildung eines Konzeptes untersucht.
  • Allgemeine Vorstellungen oder Auffassungen, mit deren Hilfe man Gegenstände, Ereignisse, Eigenschaften oder abstrakte Sachverhalte, die sich auf irgendeine Art ähnlich sind oder etwas gemeinsam haben, zu Klassen zusammenfassen kann.
  • Die Vereinigung von Eizelle und Spermium.
  • Unter Konzeptspezifikation („conzeptualization“, „concept specification“) versteht man die Nominaldefinition bzw. Explikation eines theoretischen Konzeptes, Konstruktes bzw. latenten Merkmals. Bei komplexen Merkmalen nennt die Definition theoriebasiert in der Regel noch verschiedene Subdimensionen oder Aspekte des Konzeptes.
  • Konzeptualisieren (conceptualiser)
    Vorbereitender Vorgang bei der Sprachproduktion, bei dem auszudrückende Konzepte in eine Reihenfolge von lexikalen Konzepten gebracht werden.
  • Nichtsprachlicher vorbereitender Prozess bei der Sprachproduktion, bei dem ein intendiertes in das Arbeitsgedächnis gebracht und zur Formulierung vorbereitet wird.
  • Konzeptualisierung (conceptualization)
    Erste Phase der Sprachproduktion, auf der die präverbale Botschaft entsteht und damit der Inhalt der sprachlichen Äußerung unter Berücksichtigung der aktuellen Situation, unseres Vorwissens und anderen Umgebungsfaktoren festgelegt wird.
  • Konzeptuelle Kombination (conceptual combination)
    Kombination von einfachen Konzepten zu komplexeren Konzepten (z. B. Haus + Tier = Haustier).
  • Konzeptuelles Gedächtnis
    (im Langzeitgedächtnis) beinhaltet unser semantisches Wissen. Dies umfasst Konzepte und Propositionen.
  • Konzeptuelles Kriterium
    Das Konstrukt (z. B. Arbeitsleistung), das der aktuellen Kriteriumsmessung (z. B. Vorgesetztenbeurteilungen) zugrunde liegt.
  • Kooperationsprinzip
    Wir formulieren unsere Gesprächsaussagen (zumeist) unter dem erwarteten Kenntnishorizont unseres Zuhörers.
  • Kooperatives Lernen
    Bezeichnet die Zusammenarbeit von Lernenden in Kleingruppen (einschließlich Tandems), um Lernaufgaben zu bewältigen. Es steht dabei nicht (alleine) die Qualität eines „Produktes“ oder einer Problemlösung im Vordergrund, wie etwa bei einer Gruppenarbeit im Arbeitskontext, sondern das Lernen eines jeden Einzelnen.
  • Koordinatensystem (coordinate frame)
    Ein Koordinatensystem dient zur eindeutigen Bestimmung der Position eines Objekts oder Ereignisses. Bei der Verarbeitung sensorischer Information spielen verschiedene Koordinatensysteme eine Rolle, die Positionen z. B. relativ zum Auge, zum Kopf oder zum Körper codieren. Damit räumliche Information aus verschiedenen Sinnen aufeinander bezogen werden kann, ist in der Regel eine Transformation zwischen den Koordinatensystemen erforderlich.
  • Koordinatentransformation
    Die Position von Körperteilen und Objekten kann in einer Vielzahl prinzipiell gleichwertiger Koordinatensysteme abgebildet werden. Beispiel: Lage eines Bildes auf der Netzhaut in einem zweidimensionalen Koordinatensystem, das durch eine vertikale und eine horizontale Achse durch die Fovea definiert wird. Genauso gut könnte die Bildposition relativ zum Kopf oder zum Rumpf usw. definiert werden. Unterschiedliche Teile des Gehirns verwenden unterschiedliche Koordinatensysteme. Der Austausch von Informationen zwischen ihnen erfordert die Transformation der Positionsinformationen von einem Koordinatensystem in ein anderes.
  • Koordinationsverluste
    Beschreiben die verringerte Leistung einer Gruppe, wenn es ihr nicht gelingt, die individuellen Beiträge ihrer Mitglieder optimal zu koordinieren.
  • KOP (Klärungsorientierte Psychotherapie)
    Weiterentwicklung der klassisch-rogerianischen Form der GT. Annahme: Patient wird durch teilweise dysfunktionale, oft unbewusste Schemata (hier: organisierte Strukturen von Annahmen mit kognitivem und affektivem Gehalt) gesteuert, die problematisches Handeln bzw. psychische Probleme bedingen können und vom Patienten (alleine) nicht verändert werden können. Aufgabe des Therapeuten: aktive, direktive Steuerung des Klärungsprozesses des Patienten.
  • Kopplungsstudien (Linkage-Studien)
    Untersuchung der gemeinsamen Vererbung von genetischen Markern und einer interessierenden Krankheit in Familien. Als Marker dienen natürlich vorkommende Variationen in den Basenpaaren (Polymorphismen). Aufgrund eines überzufällig häufigen gemeinsamen Auftretens von Krankheit und Marker kann so auf eine (nicht zwangsläufig kausale) Bedeutung dieses genetischen Faktors für die Erkrankung geschlossen werden.
  • Koreferenz (coreference)
    Zwei sprachliche Ausdrücke gelten als koreferent, wenn sie sich auf dieselbe Diskursentität beziehen. Häufig sind das Antezedens und der anaphorische Ausdruck koreferent.
  • Koronarangiografie
    Röntgenverfahren mit Kontrastmittel zur Darstellung der Herzkranzgefäße durch Einführung eines Katheters in eine große Arterie (A. brachialis oder A. femoralis).
  • Koronare Herzerkrankungen
    zusammenfassende Bezeichnung für alle Erkrankungen, bei denen die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels durch verstopfte Gefäße beeinträchtigt ist. eine der Haupttodesursachen in vielen Industrienationen.
  • Körperausdruck
    Ausdruck von Emotionen oder anderen Informationen durch die Körperhaltung und Körperbewegungen.
  • Körperbezogener Wahn
    Ein Wahn, dessen Inhalt dem Aussehen oder der Funktion des Körpers gilt.
  • Die Wahrnehmung des eigenen Körpers und die damit verbundenen Gefühle.
  • Körperdysmorphe Störung
    Gemäß ICD-10 klassifiziert als Spezialform der Hypochondrie, trotz geringer Gemeinsamkeiten. Betroffene beschäftigen sich anhaltend mit einer wahrgenommenen Entstellung/Missbildung, die von anderen nicht (in entsprechendem Ausmaß) nachvollzogen werden kann.
  • Körperliche Aktivität
    „Körperliche Aktivität meint‚ jede durch die Skelettmuskulatur ausgelöste Bewegung, die den Energieverbrauch über den Ruheumsatz anhebt‘ (Thiel et al. 2011, S. 12). Diese Art der physikalischen Arbeit größerer Muskelgruppen kann verschiedene Formen annehmen, z. B. Alltags- und Freizeitaktivitäten (Spazierengehen, Fahrradfahren, Gartenarbeit, Putzen etc.), berufliche Aktivitäten (Treppensteigen, Gehen, Heben und Transport von Gegenständen etc.) oder sportliche Aktivitäten.“ (Oertel-Knöchel und Hänsel 2016, S. 6)
  • Körperschema
    Das Wissen um die Gestalt unseres Körpers einschließlich der Stellung der Körperteile zueinander und die Abgrenzung des Körpers von der Außenwelt.
  • Körperschemastörung
    Verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers oder von Teilen des eigenen Körpers. Kernsymptom der Anorexia nervosa, bei der eine Überschätzung des eigenen Gewichts und Körperumfangs vorliegt.
  • Hierbei handelt es sich um einen spezifischen Teil des Selbstkonzepts, der sich auf die Vorstellungen über den eigenen Körper bezieht und dabei vier Facetten umfasst: sportliche Kompetenz, physische Attraktivität, körperliche Fitness und physische Kraft.
  • Körpersprache
    Eine Unterform von nonverbaler Kommunikation, wobei jede Körpersprache nonverbale Kommunikation ist, aber nicht jede nonverbale Kommunikation ist auch Körpersprache. Ein Beispiel: Wenn Klaus Ines zunickt, ist das Körpersprache. Er nutzt seinen Körper und nur diesen, um mit ihr zu kommunizieren. Fährt er mit einem Porsche an ihr vorbei, um ihr zu imponieren, ist das ebenfalls nonverbale Kommunikation, aber keine Körpersprache. Er nutzt ein Statussymbol zur Kommunikation. Körpersprache umfasst Gestik, Kopfbewegungen, Körperhaltung, Augen- und Blickkontakt sowie den Gesichtsausdruck.
  • Korrektive Arbeitsgestaltung
    Von korrektiver Arbeitsgestaltung spricht man, wenn Arbeitssysteme und betriebliche Abläufe _nach_ ihrer Einführung und der Identifizierung von Mängeln verändert werden. Sie wird meist dann notwendig, wenn sicherheitstechnische, ergonomische, physiologische und psychologische Erfordernisse nicht oder nicht angemessen berücksichtigt wurden und ist daher unumgänglich, um sich anbahnende oder potenzielle Beeinträchtigungen und Schädigungen der physischen und psychischen Gesundheit von Beschäftigten zu vermeiden.
  • Die korrektive Arbeitsgestaltung befasst sich mit der Korrektur, Verbesserung und Beseitigung einer Arbeitssituation oder -umgebung, wenn bereits Probleme und Mängel aufgetreten sind.
  • Beeinflussen und Verändern als Korrektur: In diesem Fall gilt der Ausgangszustand als ‚problematisch’, ‚gestört‚, ‚unnormal‚; die Intervention soll folglich in erster Linie etwas Negatives aufheben und nicht so sehr etwas Positives entwickeln. Hier liegt der Schwerpunkt von Aktivitäten, die insbesondere unter Begriffen wie ‚Therapie‚ oder ‚Rehabilitation‚ zu finden sind.
  • Variable, die mit einer anderen Variablen korreliert ist
  • Bezeichnet ganz allgemein das gemeinsame Auftreten von zwei Merkmalen oder Ereignissen z.B. Prüfungsangst und Testleistung. Der Korrelationskoeffizient ist ein statistisches Maß für die Enge und die Richtung dieses Zusammenhangs (nehmen beide Merkmale jeweils gemeinsam zu oder ab bzw. nimmt eines ab, während das andere zunimmt?).
  • Korrelation
    Standardisiertes Maß für den Zusammenhang zweier Variablen
  • Korrelation
    Standardisiertes Maß für den Zusammenhang zweier Variablen
  • Der Zusammenhang zwischen zwei Variablen.
  • Korrelation
    Maßeinheit, welche das Ausmaß des Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalsvariablen angibt und damit ausdrückt, wie gut eine Variable die andere Variable vorhersagt.
  • Korrelation
    Enge des Zusammenhangs zwischen Merkmalen. Dieser kann zwischen +1 (je mehr Merkmal A, desto mehr Merkmal B) und -1 (je mehr Merkmal A, desto weniger Merkmal B) liegen. Unabhängig von deren Höhe dürfen Korrelationen nicht als Kausalbeziehung interpretiert werden.
  • statistisch: Maß des linearen Zusammenhangs zwischen zwei Variablen
  • Korrelation (auch Pearson-Korrelation oder Produkt-Moment-Korrelation)
    Die Korrelation beschreibt das Ausmaß des linearen Zusammenhangs zweier Variablen. Man spricht auch von einem bivariaten Zusammenhang bzw. von einer bivariaten Korrelation. Die Größe des Zusammenhangs wird in standardisierter Form ausgedrückt, ist daher unabhängig von der ursprünglichen Skalierung der Variablen und kann Werte zwischen -1 und +1 annehmen. Man erhält die Korrelation durch Standardisierung der Kovarianz.
  • Korrelation (correlation)
    statistisch: Maß des linearen Zusammenhangs zwischen zwei Variablen
  • Untersuchungen, die auf die Beziehungen zwischen Variablen gerichtet sind.
  • Korrelationsforschung
    nach William Stern: Beschreibung des Zusammenhangs zweier Eigenschaften in einer Population
  • Korrelationsforschung (correlation research)
    nach William Stern: Beschreibung des Zusammenhangs zweier Eigenschaften in einer Population
  • Korrelationskoeffizient
    Der Korrelationskoeffizient ist ein statistisches Maß für die Richtung und Stärke des Zusammenhangs von zwei Variablen. Er kann zwischen –1 und +1 variieren. Ein Korrelationskoeffizient von null besagt, dass kein Zusammenhang zwischen zwei Variablen vorliegt.
  • Ein statistischer Kennwert für die Richtung und Stärke einer Korrelation.
  • Korrelationskoeffizient
    statistische Maßzahl des Zusammenhangs zwischen zwei Variablen (von –1 bis +1).
  • Korrelationskoeffizient
    Statistische Kennzahl, die die Richtung und Stärke des Zusammenhangs zwischen zwei Variablen angibt.
  • Zusammenhangsmaß, welches einen Wert zwischen −1 und +1 annimmt. Ein positiver Korrelationskoeffizient besagt, dass hohe x-Werte häufig mit hohen y-Werten auftreten. Ein negativer Korrelationskoeffizient besagt, dass hohe x-Werte häufig mit niedrigen y-Werten auftreten
  • Korrelationskoeffizient (correlation coefficient)
    Statistische Maßzahl, die das Ausmaß und die Richtung des Zusammenhangs (der Übereinstimmung) zwischen zwei oder auch mehr Merkmalsvariablen angibt ( –1.0 = maximale negative Korrelation, 0 = keinerlei Beziehung, +1.0 = maximale positive Korrelation).
  • Korrespondenz (correspondence)
    Im Gegensatz zum Kohärenzkriterium (s. dort) fordert das Korrespondenzkriterium, dass Urteile oder Entscheidungen mit den realen Zuständen der Welt oder den Fakten übereinstimmen sollen.
  • Das Korrespondenzproblem („problem of correspondence“) bezieht sich auf die Problematik des Nachweises, dass die in einer empirischen Untersuchung eingesetzten Indikatoren tatsächlich das erfassen, was mit den in der zu prüfenden Theorie verwendeten abstrakten Begriffen bzw. theoretischen Konstrukten gemeint ist. Diese Übereinstimmung kann nicht bewiesen, sondern nur in einem – ständiger Kritik unterzogenen – Konsens derWissenschaftsgemeinschaft festgelegt werden.
  • Korrespondenzproblem (Bewegungswahrnehmung)
    Das Korrespondenzproblem (Bewegungswahrnehmung) ergibt sich dadurch, dass Punkte in einem Einzelbild mit den Punkten im zeitlich darauf folgenden Bild verglichen werden müssen, um eine Scheinbewegung zu erzeugen.
  • Korrespondenzproblem (correspondence problem)
    Es bezeichnet in der Tiefenwahrnehmung das bei Querdisparation vorliegende Problem, wie die korrespondierenden Informationen der beiden Netzhauthälften zueinander in Beziehung gesetzt werden. Das Korrespondenzproblem stellt sich auch bei stroboskopischen Scheinbewegungen, hier allerdings zwischen zwei und mehr zeitlich aufeinanderfolgenden Bild- bzw. Reizdarbietungen.
  • Korrespondenzproblem (correspondence problem)
    In natürlichen Umwelten liegt eine Vielzahl von Reizen an jedem unserer Sinne an. Das Wahrnehmungssystem muss erkennen, welche Information aus den verschiedenen Sinnen zu demselben Ereignis oder Objekt gehört und daher gemeinsam verarbeitet werden sollte.
  • Korrespondenzproblem (Tiefenwahrnehmung)
    Die Punkte von zwei Stereobildern müssen abgeglichen werden, um die Disparation zu erhalten.
  • Korrespondenzverzerrung
    Die hypothetische Neigung, aus einem beobachteten Verhalten auf eine persönliche Disposition zu schließen, die diesem Verhalten entspricht (korrespondiert), selbst wenn das Verhalten durch die Situation bestimmt war.
  • Alle Punke auf dem Horopter werden auf den Netzhäuten der beiden Augen auf korrespondierende Punkte abgebildet.
  • Korresponsivitätsprinzip
    Menschen suchen aufgrund bestimmter Persönlichkeitsmerkmale Situationen auf, in denen diese Merkmale wiederum verstärkt werden
  • Korresponsivitätsprinzip (corresponsive principle)
    Menschen suchen aufgrund bestimmter Persönlichkeitsmerkmale Situationen auf, in denen diese Merkmale wiederum verstärkt werden
  • Korrumpierungseffekt
    "Der Korrumpierungseffekt beschreibt empirische Befunde, nach denen zuvor vorhandene intrinsische Motivation durch äußere Faktoren (Belohnungen, Bestrafungen, Bewertungen, Zeitdruck) untergraben, also ""korrumpiert"" wird."
  • Korsakoff-Syndrom
    Ursprünlich von Bonhoeffer 1991 als die Kombination von anterograder Amnesie, retrograder Amnesie, Desorientiertheit und einer Tendenz zu Konfabulationen definiert. Bezeichnet heute die Amnesie aufgrund von Thiaminmangel, meist infolge Mangelernährung im Rahmen übermäßigen Alkoholkonsums.
  • Der Kortex stellt als Oberfläche des Großhirns den Bereich mit dem größten Anteil grauer Nervenzellen dar und ist in zwei Hemisphären und vier Lappen eingeteilt: Frontallappen, Parietallappen, Okzipitallappen und Temporallappen. Der Kortex stellt das stam
  • Großhirnrinde
  • Kortex, zerebraler
    Großhirnrinde. Zuständig für Interpretation von sensorischen Reizen und für höhere motorische Kontrolle sowie Denken, Problemlösen und Zuordnen von Assoziationen. Der präfrontale Kortex, Teil des zerebralen Kortex, kontrolliert Emotionen und Impulse.
  • Kortikale Mittellinienareale
    Areale entlang der Mittellinie des Gehirns, die zentral bei der Verarbeitung selbstbezogener Information sind.
  • In der Großhirnrinde liegende Nervenzellen.
  • Kortikale Reorganisation
    Veränderungen in kortikalen Repräsentationsarealen, die für bestimmte sensorische oder motorische Funktionen verantwortlich sind. Afferenter Einstrom und damit die Aktivierungsmuster werden durch intensive, verhaltensrelevante Übung moduliert oder durch mangelnden afferenten Einstrom oder Schädigung der Rezeptoren reduziert. In einer Kompetition für kortikale Repräsentation gewinnen stärker aktivierte Bereiche gegen­über denjenigen, die keine eigenen Afferenzen mehr erhalten. „Repräsentationskarten“ werden somit zum Abbild der Bedeutung der Reizkonstellationen in der Peripherie (→ Plastizität).
  • Eine kortikale Repräsentation ist der neuronale Erregungszustand, der im Ergebnis der Wahrnehmung entsteht.
  • Die kortikale Verstärkung ist Ausdruck der vergrößerten Repräsentation fovealer Bereiche des Sehfeldes im visuellen Kortex.
  • Kortikosteroide
    Chemisch veränderte Abkömmlinge der Glukokortikoide, vor allem immunsuppressive Wirkung.
  • Kortikosteroide
    Große Gruppe von chemischen Verbindungen mit Steran-Grundgerüst aus der Nebennierenrinde; die einzelnen Steroide haben sehr unterschiedliche biologische Eigenschaften und Wirkungen
  • Kortikotropin-Releasing-Hormon („corticotropin releasing hormone“, CRH)
    Hormon, das durch den Hypothalamus freigesetzt wird und die Hypophyse zur Abgabe von ACTH stimuliert, das wiederum stimulierend auf die Nebennierenrinde wirkt, wo Kortisol produziert wird. Auch durch die Plazenta wird dieses Hormon gebildet. Erhöhte Werte sind ein möglicher Hinweis auf eine Frühgeburt.
  • Kortisol
    Hormon, das in der Nebennierenrinde, nach Stimulation durch ACTH aus der Hypophyse, gebildet wird und zahlreiche metabolische und immunmodulatorische Effekte hat. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Koordination der Stressreaktion.
  • Hormon
  • Extensive Diskussion mit anderen Personen über die eigenen emotionalen Probleme.
  • Analyse der Kosteneffizienz einer Intervention unter simultaner Berücksichtigung ihres Nutzens hinsichtlich der Reduktion direkter und indirekter Krankheitskosten, sowie der Kosten einer klinischen Implementierung des Verfahrens.
  • Kostenminimierung
    Aus der Vielzahl möglicher Bewegungsbahnen, mit denen etwa eine Hand auf ein Zielobjekt zugeführt wird, wird die ausgewählt, die einem Kostenminimierungsprinzip genügt. Beispiele solcher Prinzipien sind etwa das Ziel maximaler Glattheit der Bewegung (bzw. die Minimierung der Abweichungen von Glattheit) oder das einer Minimierung der energetischen Kosten. 
  • Kotransmitter
    Zusätzlicher Transmitter an einer Synapse, meist ein Peptid
  • Die Kovarianz gibt das Ausmaß des Zusammenhangs zweier Variablen in deren natürlicher Maßeinheit an, also nicht in standardisierter Form. Sie beschreibt das Ausmaß, in welchem zwei Variablen gemeinsam variieren.
  • Kovarianz
    Unstandardisiertes Maß, welches das gemeinsame Abweichungsprodukt zweier intervallskalierter Variablen erfasst. Die theoretisch maximale Kovarianz ist durch das Produkt der beiden Merkmalsstreuungen bestimmbar
  • Maß für den Grad des Miteinander-Variierens zweier Messwertreihen x und y. Eine positive Kovarianz besteht, wenn viele Versuchspersonen bei einem hohen x-Wert auch einen hohen y-Wert haben; eine negative Kovarianz besteht, wenn viele Versuchspersonen bei einem hohen x-Wert einen niedrigen y-Wert haben. Die Kovarianz z-transformierter Variablen entspricht der Produkt-Moment-Korrelation
  • Verfahren zur Überprüfung der Bedeutsamkeit einer Kovariaten für eine Untersuchung. Der Einfluss dieser Variablen wird „neutralisiert“ (Varianzanalyse)
  • Kovarianzanalyse
    Die Kovarianzanalyse ist ein allgemeines lineares Modell mit einer kontinuierlichen abhängigen Variable und einem oder mehreren Prädiktoren. Sie ist eine Verknüpfung von Varianzanalyse und Regressionsanalyse und prüft, ob Prädiktoren einen Effekt haben, wenn der Effekt einer Kovariate kontrolliert wird.
  • Merkmal, das weder abhängige noch unabhängige Variable ist, sondern nur miterhoben wird, um prüfen zu können, ob es einen Einfluss auf das Untersuchungsergebnis hatte
  • Kovariationsmodell
    Normatives Modell von Kelley (1967), das beschreibt wie Attributionen rationalistisch vorgenommen werden. In diesem Modell wird davon ausgegangen, dass ein beobachteter Effekt mit seiner Ursache kovariiert und ein Effekt derjenigen Ursache zugeschrieben wird, die vorhanden ist, wenn der Effekt vorhanden ist und die nicht vorhanden ist, wenn auch der Effekt fehlt. Insbesondere werden Kovariationen des Effekts mit handelnden Personen (Konsensus), Entitäten (Distinktheit) sowie Zeitpunkten bzw. Modalitäten (Umstände) betrachtet.
  • Kovariationstheorie
    Nimmt an, dass Beobachter kausale Schlüsse über Verhalten ziehen, indem sie Daten über vergleichbare Fälle sammeln. Als Verhaltensursache wird vom Beobachter diejenige Person, Entität oder Situation angesehen, die mit dem beobachteten Effekt kovariiert.
  • Kraftfeldadaptation (force-field adaptation)
    Experimentelles Paradigma, bei dem die normale Bewegungsausführung durch äußere Kräfte gestört wird, beispielsweise indem ein Roboterarm die Handbewegung der Versuchsperson in Abhängigkeit von der Bewegungsgeschwindigkeit in eine bestimmte Richtung auslenkt.
  • Subjektives und objektives Bestehen körperlicher oder psychischer Störungen bzw. Veränderungen.
  • Krankheitsmodell, subjektives
    Individuelle Annahmen über die eigene Erkrankung bezüglich der Ursachen, Folgen, Einflussmöglichkeiten und des Verlaufs.
  • Krankheitsverhalten
    Einnehmen einer Krankenrolle (unabhängig von objektivierbaren Krankheitssymptomen)
  • Krankheitsverhalten (illness behavior)
    Einnehmen einer Krankenrolle (unabhängig von objektivierbaren Krankheitssymptomen)
  • Krankheitsverhalten („sickness behavior“)
    Die individuelle Art und Weise, mit der ein Individuum ein Symptom bzw. eine Erkrankung wahrnimmt, sie kognitiv und emotional bewertet und darauf reagiert. Im Sinne von Konstellation unspezifischer Symptome (wie Schwäche, Unwohlsein, Lustlosigkeit und Konzentrationsschwäche) und von Symptomen der Depression, Lethargie und Appetitlosigkeit im Verlauf von Infektionen, vermittelt durch proinflammatorische Zytokine (vor allem Interleukin (IL-)1β, IL-6 und Tumornekrosefaktor-α). Symptome lassen sich tierexperimentell auch durch direkte Zytokininjektion in das ZNS auslösen. Symptome treten auch im Rahmen der Chemotherapie von Krebspatienten auf.
  • Kreativität
    Fähigkeit, neuartige und wertvolle bzw. nützliche Ideen hervorzubringen.
  • Fähigkeit zum divergenten Denken
  • Das Herstellen neuer Assoziationen und das Ziehen von Analogieschlüssen.
  • Kreativität (creativity)
    Fähigkeit zum divergenten Denken
  • Bei einer Kreuzadaptation führt die konstante Reizung in einer Geschmacksqualität zu einer Änderung des Wahrnehmungseindrucks in einer anderen Qualität.
  • Kreuzadaption
    Experimentelle Klassifizierungsmöglichkeit von Gerüchen. Nach gewisser Zeit werden Gerüche mit gemeinsamer chemischer Struktur nicht mehr wahrgenommen, synonym: Adaptation dehnt sich von einem bestimmten Reiz auf andere aus.
  • Kreuzklassifikationen (cross classifications)
    Nichthierarchische alternative Kategorisierungen des gleichen Objekts oder Ereignisses (z. B. Professorin, Psychologin, Tennisspielerin).
  • Kreuzkorrelation
    Korrelation zwischen zwei unterschiedlichen Variablen zu unterschiedlichen Zeitpunkten
  • Kreuzkorrelation (cross-correlation)
    Korrelation zwischen zwei unterschiedlichen Variablen zu unterschiedlichen Zeitpunkten
  • Kreuztabelle (Kontingenztafel)
    Kreuztabellen oder Kontingenztafeln bilden die verschiedenen Kombinationen der Ausprägungen nominalskalierter Variablen ab. Die Zellen enthalten die Häufigkeiten, mit denen die Merkmalskombinationen auftreten.
  • Verfahren, bei dem zwei Regressionsgleichungen aufgrund von zwei Teilstichproben bestimmt werden, deren Vorhersagekraft in Bezug auf die Kriteriumswerte der anderen Stichprobe geprüft wird
  • Krise bezeichnet eine Entwicklungsherausforderung, bei der das Individuum eine Diskrepanz zwischen einer Anforderung und seinen Möglichkeiten zur Bewältigung der Anforderung wahrnimmt. Sie macht eine Umstellung von Lebensplänen und Handlungsroutinen notwendig.
  • Krise der Sozialpsychologie
    Sinnkrise unter Sozialpsychologen während der 1960er-Jahre. In den Krisenjahren stellten die Sozialpsychologen die Werte, Methoden und den wissenschaftlichen Status ihres Fachgebiets infrage.
  • Das Intelligenzmodell von Cattell unterscheidet zwei Komponenten der Intelligenz. Die hier genannte Komponente umfasst Faktenwissen über die Welt, den Wortschatz, Rechenfähigkeiten und andere wissensorientierte Informationen. Sie ist im Gegensatz zur ande
  • Das Faktenwissen über die Welt.
  • Kristalline Intelligenz
    gesammeltes Wissen und Ausdrucksfähigkeit eines Menschen. Diese Form der Intelligenz steigt im Alter tendenziell an.
  • kristalline Intelligenz
    entspricht dem durch Lernen angeeigneten Wissen
  • Kriteriale Vergleiche
    Vergleiche der eigenen Leistung mit einem vorliegenden Kriterium wie beispielsweise Bildungsstandards, Kompetenzstufen oder Lehrplanvorgaben.
  • Kriterien für die Güte eines Punktschätzers
    Die Güte eines Punktschätzers (d. h. der Schätzmethode) wird v. a. über fünf Kriterien definiert: 1. Erwartungstreue (Unverzerrtheit, Unverfälschtheit, „mean-unbiasedness“): Ein erwartungstreuer Schätzer entspricht im Mittel dem Populationsparameter. 2. Konsistenz („consistency“, „asymptotic consistency“): Ein konsistenter Schätzer wird mit wachsendem Stichprobenumfang genauer, d. h. er ist erwartungstreu und seine Varianz sinkt mit wachsendem Stichprobenumfang. 3. Effizienz („efficiency“): Ein effizienter Schätzer ist genauer (d. h. weist eine geringere Varianz auf) als alternative erwartungstreue Schätzer. 4. Suffizienz („sufficiency“): Ein suffizienter/erschöpfender Schätzer berücksichtigt alle relevanten Informationen in der Stichprobe. 5. Robustheit („robustness“): Ein robuster Schätzer ist gegenüber Ausreißern bzw. Extremwerten in der Stichprobe unempfindlich.
  • Variable, auf die sich die Kriteriumsvalidität bezieht
  • Kriterium (criterion)
    Variable, auf die sich die Kriteriumsvalidität bezieht
  • kriteriumsbezogene Skalenentwicklung
    Siehe externale Konstruktion
  • Kriteriumsdefizienz
    Der Anteil des konzeptuellen Kriteriums, der nicht mit dem aktuellen Kriterium gemessen wird.
  • Kriteriumskontamination
    Der Anteil am aktuellen Kriterium, der nichts mit dem konzeptuellen Kriterium zu tun hat.
  • kriteriumsorientierte Tests
    Kriteriumsorientierte Tests sind inhaltsvalide Testverfahren, die nicht die Position einer Person in Relation zu einer Vergleichsnorm, sondern das Erreichen oder Verfehlen eines konkreten Kriteriums ermitteln wollen.
  • Kriteriumsorientierte Testwertinterpretation
    Bei dieser Form der Testwertinterpretation erfolgt die Interpretation des Testwertes nicht in Bezug zur Testwerteverteilung einer Bezugsgruppe, sondern in Bezug auf ein spezifisches inhaltliches Kriterium. Es wird vorab festgelegt, welches Testverhalten zum Erreichen des Kriteriums führt.
  • Kriteriumsorientierte Validierung von Personalauswahlverfahren
    Überprüfung der Gültigkeit eines Auswahlverfahrens anhand von externen Kriterien wie z. B. Arbeitsleistung, Weiterbildungserfolg, Unfallhäufigkeit etc.
  • Kriteriumsrelevanz
    Der Anteil des konzeptuellen Kriteriums, der vom aktuellen Kriterium gemessen wird.
  • Eine Rotationstechnik, mit der eine empirische Faktorenstruktur einer vorgegebenen Kriteriumsstruktur maximal angenähert wird (Faktorenanalyse)
  • Kriteriumsvalidität
    siehe: Vorhersagevalidität
  • Kriteriumsvalidität
    Ausmaß, in dem eine Messung mit einem Kriterium des zu erfassenden Konstrukts korreliert
  • Kriteriumsvalidität
    Unter Kriteriumsvalidität versteht man den Zusammenhang zwischen Testergebnis und konkreten Leistungen oder Verhaltensweisen außerhalb der Testsituation. Das Kriterium muss für den vorgesehenen Einsatzbereich des Tests relevant sein. Die Erhebung des Kriteriums kann im gleichen Zeitraum erfolgen wie die Testdurchführung, aber auch deutlich später. Man spricht in diesem Zusammenhang dann von Übereinstimmungsvalidität (»concurrent validity«) bzw. prognostischer Validität oder Vorhersagevalidität (»predictive validity«).
  • Spezifische Form der Validität, bei der eine Skala eine Kriteriumsvariable vorhersagt
  • Kriteriumsvalidität
    Liegt vor, wenn von einem Testergebnis auf ein für diagnostische Entscheidungen praktisch relevantes Kriterium außerhalb der Testsituation geschlossen werden kann. Kriteriumsvalidität kann durch empirische Zusammenhänge zwischen dem Testwert und möglichen Außenkriterien belegt werden.
  • Kriteriumsvalidität (external validity)
    Ausmaß, in dem eine Messung mit einem Kriterium des zu erfassenden Konstrukts korreliert
  • Kriteriumsvariable
    Die abhängige Variable bei der Regression, d. h. das Merkmal, dessen Ausprägung vorhergesagt werden soll
  • Variable, die mittels einer oder mehrerer Prädiktorvariablen und einer Regressionsgleichung vorhergesagt werden kann
  • In Regressionsmodelle die „abhängige“ Variable, die durch Prädiktoren (als „unabhängige“ Variablen) vorhergesagt wird
  • Kritische Differenz
    "In der Praxis werden manchmal zwei Testwerte eines Probanden verglichen. Mithilfe der Berechnung einer ""Kritischen Differenz"" kann man herausfinden, wie groß eine Differenz zwischen zwei Testwerten sein muss, um nicht mehr alleine mit Messfehlern erklärt werden zu können. "
  • Kritische Kontemplation/Reflexion
    Phase im Veränderungsmodell von Prochaska und Diclemente: Es bildet sich eine Veränderungsabsicht heraus.
  • Einschneidende und belastende Schicksalsschläge im Leben eines Menschen. Dazu gehören beispielsweise der Tod eines oder beider Elternteile, das Miterleben eines Unfalls, einer Naturkatastrophe oder eines Krieges.
  • Kritische Lebensereignisse
    Hierunter werden außerordentliche Veränderungen im Leben von Personen verstanden (wie Krankheit, Trennungen oder Arbeitslosigkeit), die stressbedingte Langzeitfolgen hervorrufen können, sofern sie die (individuellen oder kollektiven) Bewältigungskapazitäten überschreiten. Kritische Lebensereignisse werden von kumulativen „Mikrostressoren“ (daily hassles) und normativen Entwicklungsaufgaben abgegrenzt.
  • Kritische Merkmalstheorie (definite attribute view)
    Nach der kritischen Merkmalstheorie wird ein Konzept charakterisiert durch das Vorhandensein von einer genügend großen Anzahl notwendiger Merkmale.
  • Kritische Perioden
    Phasen in der Entwicklung des Zentralnervensystems, während derer spezifische Erfahrungen vorhanden sein müssen, damit ein neuronales System seine Funktion erwerben kann. Nach Abschluss der kritischen Periode kann diese Funktion nicht mehr oder nur unvollständig durch das neuronale System vermittelt werden.
  • Kritische Perioden (critical periods)
    Zeitabschnitte im Leben eines Individuums, in denen für einen normalen Entwicklungsverlauf bestimmte Ereignisse, zumeist eine bestimmte Stimulation, eintreten müssen. – (Spezifisch: Zeitabschnitte, innerhalb derer eine kognitive Fähigkeit erworben werden muss, wenn sie später in normalem Ausmaß beherrscht werden soll).
  • Kritische Phase
    wird ein Organismus zu diesem optimalen, frühen Zeitpunkt bestimmten Reizen oder Erfahrungen ausgesetzt, so wird der angemessene Entwicklungsprozess in Gang gesetzt.
  • Kritische Phase für den Spracherwerb
    Die Zeitspanne zwischen dem fünften Lebensjahr und der Pubertät, in der Sprache leicht erlernt wird und nach deren Verstreichen der Spracherwerb wesentlich schwieriger und letztlich weniger erfolgreich ist.
  • Kritische-Lebensereignisse-Ansatz (Life-event-Ansatz) zur Erklärung psychischer Störungen
    Versuch, die Entstehung psychischer Störungen durch kritische Lebensereignisse zu erklären. Annahme, dass psychische Störungen oft von belastenden Ereignissen ausgelöst werden, die eine bedeutsame Anpassungsleistung verlangen. Die Relevanz des Konzepts ist durch empirische Studien mit kleinen bis mittleren Zusammenhängen belegt, reicht aber allein nicht aus, um psychische Störungen zu erklären.
  • Dieser ist ein besonders einschlägiger Fall (in Abhängigkeit von der Fragestellung), der sich auch für die Prüfung von Theorien eignet.
  • Gemäß der wissenschaftstheoretischen Position des Kritischen Rationalismus („critical rationalism“) kommt Erkenntnis dadurch zustande, dass der menschliche Verstand (Ratio) zunächst Theorien als Vermutungen über die Realität aufstellt. Aus diesen Theorien werden deduktiv empirisch prüfbare Hypothesen abgeleitet und anhand von Daten kritisch in derWissenschaftsgemeinschaft geprüft. Die kritische Prüfung von Hypothesen umfasst darüber hinaus immer auch eine kritische Betrachtung der Voraussetzungen der Datengewinnung (d. h. eine Methodenkritik) sowie eine kritische Auseinandersetzung mit konkurrierenden Hypothesen und Theorien.
  • Kritischer Rationalismus als Wissenschaftstheorie
    Wissenschaftstheoretische Basis des quantitativen Paradigmas in der empirischen Sozialforschung ist vor allem der Kritische Rationalismus („critical rationalism“). Er geht davon aus, dass Erkenntnisgewinn dadurch zustande kommt, dass man zunächst Theorien formuliert, daraus Hypothesen ableitet und diese in nachvollziehbarer Weise anhand von Daten prüft. Dabei wird die Erfahrungswirklichkeit anhand ihrer einzelnen Merkmale (Variablen) und deren Relationen untereinander anhand größerer Stichproben von Untersuchungseinheiten analytisch untersucht.
  • Im Kritischen Rationalismus wird die Existenz einer außerhalb des menschlichen Bewusstseins existierenden, bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgenden Wirklichkeit angenommen, über die der Mensch prinzipiell Erkenntnisse gewinnen kann, wenn auch dasWissen immer unsicher bleibt (kritischer Realismus; „critical realism“).
  • Kritisches Denken
    eine Art zu denken, die Argumente und Schlussfolgerungen nicht einfach blindlings akzeptiert. Stattdessen werden Vorannahmen einer Prüfung unterzogen, Abweichungen werden aufgedeckt, Beweise auf ihre Richtigkeit hin überprüft und daraus resultierende Schlussfolgerungen werden erfasst.
  • kritisches Lebensereignis
    irreguläres, emotional bedeutsames Ereignis
  • kritisches Lebensereignis (critical life event)
    irreguläres, emotional bedeutsames Ereignis
  • Kultivierungsanalyse
    Die uniformen Botschaften des sog. „Mainstream Mediums“ Fernsehens (z.B. viel Gewalt oder Gender-Klischees) formen bei den Vielsehern längerfristig fernsehtypisch ähnliche Vorstellungen von der Realität, was zu einer Angleichung der Ansichten bzw. zur Homogenisierung der Gesellschaft führt.
  • Kultivierungsansatz
    "Der Kultivierungsansatz der Medienwirkung von Georg Gerbner (z..B. Gerbner & Gross, 1976) untersucht, ob und in welcher Weise Medien durch das Setzten von kulturellen und sozialen Standards (z.B. zu Lebensformen, Gewalt) Einfluss auf die Öffentlichkeit nehmen."
  • Kultur
    Ein soziales System, das durch die geteilten Bedeutungen gekennzeichnet ist, die seine Mitglieder Personen und Ereignissen zuschreiben.
  • Kultur
    überdauernde Verhaltensweisen, Vorstellungen, Einstellungen, Werte und Traditionen, die von einer großen Gruppe von Menschen geteilt und von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.
  • 1. menschgemachte Umwelt einer Population 2. Intellekt/Offenheit als Eigenschaft
  • Kultur (culture)
    "(1.) menschgemachte Umwelt einer Population; (2.) Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen"
  • Kulturdimension „Individualismus/Kollektivismus“
    Die Kulturdimension „Individualismus/Kollektivismus“ beschreibt das Ausmaß, in dem eine Kultur die Autonomie des Individuums bzw. die Gruppenzugehörigkeit und Konformität mit den Gruppennormen betont. Sie wirkt sich u.a. darauf aus, welcher Emotionsausdruck gesellschaftlich gefördert oder sanktioniert wird.
  • Immaterielle Bedeutungen wie Fragen nach Werten, Glaubenssätzen, Gefühlen, Gründen, resultierend aus Erziehung, kulturellem und sozialem Umfeld.
  • kulturelle Dimension
    Dimension, auf der Kulturen sich in dem Mittelwert ihrer Mitglieder unterscheiden
  • Kulturelle Einflüsse auf die Wahrnehmung können durch kulturelle Besonderheiten wie die Art der Schriftsprache ausgelöst werden.
  • Kulturelle Männlichkeit – Weiblichkeit
    Das Ausmaß, in dem in einem Land die Geschlechterrollen als unterschiedlich (Männlichkeit) oder als ähnlich (Weiblichkeit) angesehen werden.
  • Kulturelle Modelle
    Kulturelle Modelle sind kognitive Schemata, die von den Mitgliedern einer sozialen Gruppe intersubjektiv geteilt werden (D’Andrade 1990). Sie werden informell gelernt und begründen kollektive Bedeutungs- und Sinnsysteme, die als Orientierungsrahmen für das Verständnis spezifischer Bereiche der sozialen Wirklichkeit dienen.
  • Kulturelles Kapital
    Unter kulturellem Kapital versteht man eine wichtige Einflussgröße der sozialen Herkunft auf die schulische und berufliche Entwicklung der Kinder. Das kulturelle Kapital manifestiert sich in der Beherrschung der gesellschaftlichen Verkehrssprache, der Ausbildung der Eltern sowie ihrer kulturellen Praxis. Die PISA-Studie zeigte, dass das kulturelle Kapital einen starken Einfluss auf die Schulleistungen und den Schulerfolg in Deutschland hat.
  • Ein für die Angehörigen einer Kultur gültiges und sinnstiftendes Orientierungssystem
  • Die unzähligen Produkte der menschlichen Erfindungskraft, die die kognitiven Leistungen erhöhen.
  • Kundenbindung
    Kundenbindung umfasst das bisherige Wiederkauf- und Weiterempfehlungsverhalten von Kunden sowie die Absicht zum Wiederkauf, Zusatzkauf bzw. zur Weiterempfehlung.
  • Kundenzufriedenheit
    Kundenzufriedenheit ist die Reaktion des Kunden auf eine Erfüllung („fulfillment“) seiner konsumbezogenen Erwartungen. Es ist die Beurteilung, dass ein Merkmal des Produktes oder der Dienstleistung, oder das Produkt bzw. die Dienstleistung selbst, einen angenehmen Grad der konsumbezogenen Erfüllung geboten hat, wobei Grade der Über- und Untererfüllung eingeschlossen sind.
  • Kundenzufriedenheit
    Kundenzufriedenheit ist die kognitive und emotionale Bewertung der gesamten Erfahrungen mit einem bestimmten Anbieter und dessen Produkten.
  • Künstliche Intelligenz
    Künstliche Intelligenz bezeichnet ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens beschäftigt.
  • Künstliche Neuronale Netze
    Künstliche Neuronale Netze unterscheiden sich von den üblichen Regressionsmodellen zunächst dadurch, dass zwischen den Prädiktoren und dem Kriterium eine Zwischenschicht mit eingefügt wird, die den Zusammenhang zwischen ihnen vermittelt. Die Anzahl der »Neurone« in der Zwischenschicht ist frei wählbar. Zunächst werden die Verbindungen mit Zufallszahlen gewichtet; die Neurone »lernen« durch Variation der Gewichtung der einzelnen Pfade, wie sie das Kriterium optimal vorhersagen können. Nutzbringende Pfade werden iterativ verstärkt, während andere abgeschwächt werden. Das Modell wird so lange optimiert, bis die von ihm vorgesagten Kriteriumswerte gut zu den tatsächlichen passen. Künstliche Neuronale Netze sind robuste mathematische Algorithmen, für die nur relativ wenige Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Allerdings besteht grundsätzlich immer die Gefahr, dass sie überangepasste Lösungen erzeugen, also Zufallsvarianz ausbeuten.
  • Pfeilgift südamerikanischer Indianer, welches die cholinerge Übertragung an der neuromuskulären Endplatte blockiert und daher eine muskelrelaxierende Wirkung hat
  • Kurativ
    Eine Therapie, die auf die Heilung eines pathologischen Zustands ausgerichtet ist.
  • Kurzzeitgedächtnis
    aktiviertes Gedächtnis, das einige Items für kurze Zeit festhält (wie z. B. die 7 Ziffern einer Handynummer ohne Vorwahl, während die Nummer gewählt wird), um sie dann entweder abzuspeichern oder zu vergessen.
  • Kurzzeitgedächtnis
    Modellvorstellung, nach der Informationen kurzfristig dort gespeichert werden
  • Kurzzeitgedächtnis (KZG) (short-term memory)
    (1) Komponente des Gedächtnissystems mit beschränkter Kapazität (z. B. sieben Ziffern einer Handynummer), das erfasste Informationsinhalte nur für kurze Zeit festhält (um sie dann abzuspeichern oder zu vergessen). (2) Das Behalten kleiner Gedächtnismengen über sehr kurze Zeit (wenige Sekunden bis Minuten).
  • Kurzzeitgedächtnis (short-term memory)
    modalitätsspezifisches Kurzzeitgedächtnis
  • Kurzzeitspeicher
    Der Kurzzeitspeicher (KZS) ist der Kern der klassischen Mehrspeichertheorie. Durch ihn kommt Information in den Langzeitspeicher (LZS) und in ihn wird Information aus dem LZS geholt, um mitgeteilt zu werden. Beide Speicher arbeiten unabhängig voneinander.
  • Kybernetik
    Kybernetik (griech. Steuermannskunst) ist die Wissenschaft von der Funktion komplexer Systeme, insbesondere der Kommunikation und der Steuerung eines Regelkreises.