Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Labeled Lines beschreiben den Umstand, dass es für jede Sinnesmodalität spezialisierte Rezeptoren, Übertragungspfade und Gehirnareale gibt.
  • Die Grundannahme hinter der Laboratoriumsmethode von Lewin ist, dass sich Lernen in einer Trainingsgruppe auf die Entwicklung der gesamten Organisation auswirkt.
  • Laborexperiment
    Eine unter künstlichen Bedingungen (= „Labor“) durchgeführte Studie, in der der Forscher absichtlich eine Veränderung der Situation herbeiführt, um die Konsequenzen dieser Veränderung zu untersuchen, während er alle anderen Faktoren konstant hält.
  • Die Laborstudie („laboratory study“) findet in einer kontrollierten Umgebung statt, um den Einfluss umwelt- bzw. untersuchungsbedingter Störvariablen möglichst auszuschließen. Erkauft wird die Kontrolle der Störvariablen im Labor meist durch eine gewisse Künstlichkeit des Untersuchungsortes, was die Übertragbarkeit der Befunde auf den Alltag erschwert.
  • Studie unter künstlich hergestellten Bedingungen
  • Laborstudie (lab(oratory) study)
    Studie unter künstlich hergestellten Bedingungen
  • Lachen und Humor
    Lachen erfüllt vor allem kommunikative Funktion und erfolgt nicht nur in Gesprächen mit befreundeten, sondern auch mit fremden Personen. Humor kann von Gruppen genutzt werden, um die soziale Bindung zu stärken bzw. Gruppenkohäsion aufzubauen, Stress entgegenzuwirken, aggressiven Gefühlen Ausdruck zu verleihen oder sich gegen Angriffe von außen abzuschirmen.
  • Lage- vs. Handlungsorientierung (action versus state orientation)
    Kontrollmodi in Kuhls Handlungskontrolltheorie. Im handlungsorientierten Zustand ist die Aufmerksamkeit auf die Verwirklichung von Absichten gerichtet, was durch die Mobilisierung positiver Emotionen und den Einsatz von Handlungskontrollstrategien unterstützt wird. Im lageorientierten Zustand neigen Personen zum Grübeln über Misserfolge, haben Schwierigkeiten, Handlungskontrollstrategien zu mobilisieren und Absichten in die Tat umzusetzen und sind weniger gut in der Lage, negativen Affekt herabzuregulieren. Der aktuelle Kontrollmodus hängt von der Interaktion situativer Bedingungen (z. B. akutem Stress) und einer entsprechenden Persönlichkeitsdisposition ab.
  • Lageorientierung
    individuelle Tendenz, Handlungen zögerlich und unbeständig auszuführen
  • Lageorientierung
    Bezeichnet individuelle Unterschiede in der Unfähigkeit, negative Erfahrungen selbstkonfrontativ und nachhaltig zu bewältigen (Gegenpol: Handlungsorientierung).
  • Lageorientierung (state orientation)
    individuelle Tendenz, Handlungen zögerlich und unbeständig auszuführen
  • Laienmeinungen über einen Gegenstandsbereich
  • Laissez­faire­Führungskräfte
    Praktizieren „Nichtführung“, beispielsweise vermeiden sie, Entscheidungen zu fällen, zögern, tätig zu werden, und sind häufig abwesend, wenn sie gebraucht werden.
  • Laktosemalabsorption
    Milchzuckerunverträglichkeit
  • Lallstadium
    beginnt mit etwa 4 Monaten. Die Phase der Sprachentwicklung, in der ein Säugling spontan verschiedene Laute hervorbringt, zunächst auch solche, die nicht in der Sprache seiner Umgebung vorkommen.
  • Lamorfrequenz
    Geschwindigkeit, mit der Wasserstoffatome um die Längsachse des statischen Magnetfeldes eines Kernspintomografen rotieren.
  • Landespsychotherapeutenkammern
    Überwachung der ordnungsgemäßen Berufsausübung und Einsatz für Interessen und Weiterbildung der Psychotherapeuten. Mitgliedschaft in einer Landespsychotherapeutenkammer ist verpflichtend.
  • Längsschnittdesign (Longitudinalstudie)
    Eine Forschungsmethode, bei der man dieselben Kinder über einen längeren Zeitraum hinweg zwei- oder mehrmals untersucht.
  • Längsschnittliches/Longitudinal Design
    Daten werden zu mehreren Messzeitpunkten gewonnen
  • Hierbei werden wiederholte Erhebungen bei einer Stichprobe vorgenommen. Dadurch wird die Möglichkeit eröffnet, intraindividuelle Entwicklungsverläufe festzustellen.
  • Bei einer Längsschnittstudie bzw. Panelstudie („longitudinal study“) wird eine Stichprobe (Panel) über längere Zeit hinweg wiederholt untersucht. Längsschnittstudien dienen der Untersuchung individueller Veränderungen über die Lebensspanne. Diese Alter(n)seffekte sind jedoch mit Kohorten- und Epocheneffekten konfundiert, was man durch komplexere längsschnittliche Designs teilweise auflösen kann.
  • Längsschnittstudie
    eine wissenschaftliche Methode, bei der die gleichen Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder untersucht und getestet werden.
  • Längsschnittstudie
    mehrfache Erhebungen in größerem Zeitabstand
  • Längsschnittstudie (longitudinal study)
    mehrfache Erhebungen in größerem Zeitabstand
  • Langzeitdepression
    Langanhaltende Reduzierung der synaptischen Effektivität; tritt an Synapsen nach niederfrequenter Aktivierung auf; mögliche Beteiligung an Lernvorgängen (Habituation, Extinktion)
  • Speicher von Informationen, die dauerhaft behalten werden.
  • Langzeitgedächtnis
    relativ zeitüberdauernder und unbegrenzt aufnahmefähiger Speicher des Gedächtnissystems. dazu gehören Wissen, Fertigkeiten und Erfahrungen.
  • Langzeitgedächtnis
    Modellvorstellung, nach der Informationen langfristig dort gespeichert werden
  • Langzeitgedächtnis
    Oberbegriff für eine Menge von verbundenen Gedächtnissystemen bzw. Gedächtnisprozessen, die das langfristige Behalten von Information leisten.
  • Langzeitgedächtnis (long-term memory)
    Struktur zur dauerhaften Speicherung von Information. Umstritten, aber letztlich nicht entscheidbar ist die Frage, ob Informationen im Langzeitgedächtnis vergessen werden, weil sie nicht mehr zugänglich sind oder weil neue Information alte verändert oder gar überschreibt.
  • Langzeitgedächtnis (long-term memory)
    Gedächtnis mit langfristig stabilen Inhalten
  • Langzeitgedächtnis (LZG) (long-term memory)
    Relativ zeitüberdauernder (von Minuten bis lebenslang) und unbegrenzt aufnahmefähiger Speicher des Gedächtnissystems, der Wissen, Fertigkeiten und Erfahrungen umfasst. Die langfristige Konsolidierung von Gedächtnisinhalten erfolgt offenbar im Wesentlichen über die cerebrale Proteinbiosynthese.
  • Langzeitpotenzierung
    Zunahme des Potenzials einer Synapse, nach einer kurzen, schnellen Stimulierung feuern zu können. Man nimmt an, dass dies eine neuronale Grundlage für Lernen und Gedächtnis ist.
  • Langzeitpotenzierung
    Langanhaltende Zunahme der synaptischen Effektivität; tritt an Synapsen nach hochfrequenter Aktivierung auf; Beteiligung an Lernprozessen
  • Langzeitpotenzierung
    Langanhaltende Zunahme der synaptischen Effektivität; tritt an Synapsen nach hochfrequenter Aktivierung auf; Beteiligung an Lernprozessen
  • Hält Information über längere Zeitspannen verfügbar. Als wichtigste Teilkomponenten werden hierbei das episodische Gedächtnis, das semantische Gedächtnis und das prozedurale Gedächtnis unterschieden.
  • Langzeitspeicher
    Permanentes Speichermedium des Menschen. Kapazität praktisch unbegrenzt. Zeichnet sich durch verschiedene Arten der Vernetztheit aus.
  • Feine, flaumartige Behaarung vor allem an Unterarmen, Rücken oder Gesicht.
  • Laparoskopie
    Spiegelung des Bauchraumes und der entsprechenden Organe durch Einführung einer Sonde mit einer Optik nach Punktion der Bauchdecke.
  • Die größeren Bereiche des Cortex, die mit generellen Kategorien des Verhaltens zusammenhängen.
  • Lärm ist ein unerwünschtes Geräusch.
  • Die Lärmschwerhörigkeit stellt eine chronische Ermüdung des Gehörs infolge einer andauernden Lärmwirkung dar.
  • Läsion
    Zerstörung von Gewebe. Eine Hirnläsion ist eine auf natürliche Weise, durch ein Experiment oder eine andere Operation entstandene Zerstörung von Hirngewebe.
  • Bezeichnung für Verletzungen oder Störungen der Organ- oder Körperfunktion
  • Late-closure-Prinzip
    Das Anbinden an die zuletzt verarbeitete Phrase.
  • Besondere Variante unvollständiger Versuchspläne mit drei Faktoren, die alle dieselbe Stufenzahl aufweisen (Varianzanalyse)
  • Latent Class Analyse (LCA)
    Probabilistisches Verfahren zur Kategorisierung von Personen (Objekten) in qualitative latente Klassen.
  • Latent State-Trait-Theorie
    Formale Erweiterung der Klassischen Testtheorie, die neben der Aufteilung der Messvariable Xit einer Messung i zu Messgelegenheit t in eine Messfehlervariable εit und in eine Variable der wahren Werte τit eine Trennung von situationalen und dispositionellen Einflüssen erlaubt. Dazu wird die Variable der wahren Werte τit einer Messung Xit zusätzlich in eine Trait-Variable ξit und in eine State-Residuums-Variable ζit zerlegt: Xit = τit + εit = ξit + ζit + εit
  • Latent-Class-Modelle (IRT)
    Bezeichnung für IRT-Modelle, die davon ausgehen, dass das latente Persönlichkeitsmerkmal zur Charakterisierung von Personenunterschieden aus qualitativen kategorialen latenten Klassen besteht.
  • Latent-Trait-Modelle
    Latent-Trait-Modelle gehen davon aus, dass sowohl die Ausprägungen verschiedener Probanden auf den latenten Traits als auch die traitbezogenen Anforderungen der Items an die Personen jeweils durch einen Parameter, nämlich einen einzelnen numerischen Kennwert, charakterisiert werden können. Ersterer wird als Personenparameter bezeichnet (Fähigkeits-, Einstellungs-, Dispositionsparameter, nämlich die Fähigkeit des Probanden hinsichtlich des latenten Traits), letzterer als Itemparameter. Üblicherweise werden die numerischen Ausprägungen der beiden Parameter auf einer gemeinsamen Skala (»joint scale«) angegeben.
  • Latent-Trait-Modelle (IRT)
    Bezeichnung für IRT-Modelle, die davon ausgehen, dass es sich bei dem latenten Persönlickeitsmerkmal zur Charakterisierung von Personenunterschieden um eine quantitative kontinuierliche latente Dimension handelt.
  • Nicht direkt beobachtbare Variable zu Erfassung von Merkmalsausprägungen in Leistungs-, Einstellungs- oder Persönlichkeits­merkmalen, von welchen das manifeste Verhalten als abhängig angesehen wird.
  • Latente Funktionen von Arbeit
    Nach Jahoda (1983) ermöglicht Erwerbsarbeit – ohne dass dies ihr eigentlicher Zweck wäre – das Erleben von fünf Arten von Erfahrungen, die wichtig für die Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit sind. Diese fünf latenten Funktionen sind: Zeitstruktur, Sozialkontakt, Teilhabe an kollektiven Zielen, Status/Identität und Aktivität. Im Fall von Arbeitslosigkeit kommt es zu einem Mangel hinsichtlich dieser fünf latenten Funktionen, was zu einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit führt.
  • Latente Variable
    Parameter in einem mathematischen Modell, der nicht direkt beobachtet werden kann. Die latente Variable soll das in Frage stehende psychologische Konstrukt repräsentieren – der Grad der Ausprägung wird anhand empirischer Daten geschätzt.
  • Unbeobachtete Variable, die die Interkorrelationen verschiedener manifester Variablen (Indikatoren) erklärt
  • latente Variablen
    Bei den latenten Variablen handelt es sich im Kontext der IRT um die Merkmalsausprägung in nicht beobachtbaren, dahinterliegenden Dispositionen (Einstellungen, Persönlichkeitsmerkmalen, Fähigkeiten), von welchen das manifeste Verhalten als abhängig angesehen wird.
  • Latente Variablen (Konstrukte)
    Variablen, die man nicht direkt messen kann, sondern erst mithilfe anderer Variablen erschließen muss, heißen latente Variablen. Die meisten Variablen in der Psychologie sind latent (etwa Intelligenz, Lernen, Aggression).
  • Latenter Trauminhalt
    nach Freud die verborgene Bedeutung eines Traumes (im Gegensatz zum manifesten Inhalt). Freud war davon überzeugt, dass der latente Inhalt von Träumen die Funktion eines Sicherheitsventils hat.
  • Latentes Lernen
    Form des Lernens, die erst sichtbar wird, wenn ein Anreiz besteht, das Gelernte zu zeigen.
  • Latentes Lernen
    Bei der Untersuchung → instrumentellen Konditionierens ist schon früh festgestellt worden, dass Tiere auch dann neue instrumentelle Verhaltensweisen erwerben, wenn sie für deren Ausführung keine Belohnung/Bestrafung erhalten. Dieses 'Lernen ohne Belohnung' wurde latentes Lernen genannt (vgl. → implizites Lernen). Die Existenz latenten Lernens stellt die generelle Gültigkeit des → Effektgesetzes in Frage, das die Bildung von Reiz-Reaktionsbeziehungen von Belohnungen abhängig macht.
  • Latentes Lernen (latend learning)
    Ein Lernen, das zunächst nicht gezeigt wird, aber demonstriert und sichtbar werden kann, sobald dafür eine Bekräftigung erfolgt bzw. ein Anreiz besteht, das Gelernte zu zeigen.
  • Latentes Lernen (latent learning)
    Lernen, das sich nicht unmittelbar im Verhalten zeigt, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt bei passender Gelegenheit im Verhalten manifest wird.
  • Bei einem latenten Merkmal bzw. einer latenten Variablen („latent variable“) bzw. einem theoretischen Konzept/Konstrukt („theoretical concept“, „theoretical construct“) sind die Ausprägungen nicht direkt beobachtbar und die theoretische Bedeutung ist erklärungsbedürftig.
  • latentes Motiv
    weitgehend unbewusstes Motiv
  • latentes Motiv (implicit motive)
    weitgehend unbewusstes Motiv
  • Latentes State-Residuum
    Teil eines States, der ausschließlich die Situation und die Interaktion zwischen Person und Situation repräsentiert.
  • Zeit zwischen Reiz und Reizerfolg
  • Hierin kommt es nach der psychoanalytischen Theorie Freuds zu einer vorübergehenden Abnahme der Rolle des genitalen Lustgewinns und zu einer Zunahme der intellektuellen Wissbegier als Umlenkung von Es-Energien (Sublimierung als Abwehrmechanismus).
  • Die vierte Phase in Freuds Theorie zwischen dem sechsten und dem zwölften Lebensjahr, in der sich sexuelle Energie zu sozial akzeptablen Handlungen kanalisiert.
  • Laterale Hemmung ist ein Hemmprozess, der sich seitlich in einer neuronalen Schaltung ausbreitet. In der Retina sind daran Horizontal- und Amakrinzellen beteiligt.
  • Neuronale Verschaltung im Wahrnehmungsbereich, bei der neuronal benachbarte Elemente gehemmt werden und damit zu einer Kontrastverstärkung führen. In der Netzhaut sind die Horizontal- und Amakrinzellen daran beteiligt.
  • Laterale Inhibition (lateral inhibition)
    Innerhalb eines neuronalen Schaltkreises geht häufig die Aktivierung eines Neurons mit der Hemmung benachbarter Neurone einher.
  • Bereich des Frontalhirns, der sich vor dem Sulcus präcentralis bis zum Polbereich des Frontalhirns erstreckt und dabei den seitlichen Bereich des Kortex umfasst. Kann sehr grob in den dorsolateralen und ventrolateralen präfrontalen Kortex unterschieden werden; ist u.a. in Arbeitsgedächtnisfunktionen wie das Aufrechterhalten und die Manipulation von Information sowie das Monitoring dieser Information involviert; spielt als neuronale Komponente eine wichtige Rolle bei der exekutiven Kontrolle.
  • Lateralisiertes Bereitschaftspotenzial (LRP)
    Asymmetrische Ausprägung des Bereitschaftspotenzials, wenn eine Bewegung mit einem einseitigen Körperteil ausgeführt wird. Die Negativierung fällt in diesem Fall stärker an Elektroden aus, die kontralateral zum zu bewegenden Körperteil angebracht sind.
  • Lateralisierung
    Spezialisierung der Großhirnhemisphären auf bestimmte Funktionen (→ Asymmetrie des Gehirns)
  • Systematische Gestaltung der Laufbahn von Mitarbeitern durch die Organisation, z. B. durch die Definition von Führungs- und Fachlaufbahnen.
  • Typische Abfolge von unterschiedlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Verlauf einer bestimmten beruflichen oder betrieblichen Laufbahn. Das Potenzial einer Person bezieht sich darauf, in wieweit sie intellektuell, motivational und emotional in der Lage ist, eine solche Abfolge von Aufgaben und Tätigkeiten erfolgreich zu durchlaufen.
  • dient der Erfassung kognitiver Prozesse. Die Befragten werden aufgefordert, alles laut zu verbalisieren, was ihnen bei der Bearbeitung einer vorgegebenen Aufgabe durch den Kopf geht. Die Verbalisierung kann während der Aufgabenbearbeitung erfolgen (periaktional) oder unmittelbar im Anschluss (postaktional).
  • Die während einer Problembearbeitung ablaufenden Denkprozesse werden kontinuierlich verbalisiert.
  • Die Lautstärke ist die Schallintensität, angegeben in Dezibel.
  • "Zusammenhang zwischen Verhalten und Verhaltenskonsequenzen; Schlüsselelement für die systematische funktionale Verhaltensanalyse und -modifikation."
  • Siehe „Effektgesetz“.
  • Lean Production bedeutet 'schlanke Produktion' und ist eine Bezeichnung für das in der MIT-(Massachusetts Institute of Technologie) Studie entdeckte Verfahren der Japaner, das zu höherer Produktivität und gleichzeitig höherer Qualität in der Produktion führt.
  • Learned non-Use
    Gelernter Nichtgebrauch; Unterlassen einer Verhaltensweise aufgrund differenzieller Bestrafung einer Reaktion und gleichzeitiger Belohnung einer kompensatorischen Reaktion.
  • Intelligente Softwareprogramme zur Verwaltung von Trainings und zur Dokumentation des Lernfortschritts.
  • Lebenslage
    Der Begriff Lebenslage bezeichnet die allgemeinen Umstände und Randbedingungen, unter denen einzelne Personen in einer Gesellschaft leben, einschließlich der dabei eingenommenen sozialen Position. Aspekte der Lebenslage sind z. B. die Familiensituation, die Arbeitssituation, die Einkommens- und Vermögenssituation, der Gesundheitszustand, die Wohnverhältnisse oder die Bildung.
  • Lebensqualität
    Individuelle Sicht der eigenen Position im Kontext der Kultur und des Wertesystems, in dem eine Person lebt.
  • Auftretenshäufigkeit einer Krankheit/Störung über die gesamte Lebensspanne in einer bestimmten Population.
  • Lebenszufriedenheit
    kognitive Komponente des Wohlbefindens
  • Lebenszufriedenheit (life satisfaction)
    kognitive Komponente des Wohlbefindens
  • Lehrerüberzeugungen
    Vorstellungen und Annahmen von Lehrkräften über schul- und unterrichtsbezogene Phänomene und Prozesse mit einer bewertenden Komponente.
  • Lehrmethoden
    Lehrmethoden umfassen immer wiederkehrende Verhaltensmuster des Lehrens, die auf verschiedene Fachgebiete angewandt werden können, die für das Lernen relevant sind (Gage und Berliner 1996).
  • Leidenschaftliche Liebe
    Ein Zustand intensiven Sehnens nach Vereinigung mit einer anderen Person, gewöhnlich gekennzeichnet durch häufiges Denken an den Partner bzw. übermäßige gedankliche Beschäftigung mit ihm, durch Idealisierung des anderen und durch den Wunsch, den anderen zu kennen, sowie den Wunsch, von der anderen Person gekannt zu werden.
  • Leidenschaftliche Liebe
    erregter Zustand intensiven, vollkommenen Ineinander-Aufgehens, der in der Regel zu Beginn einer Liebesbeziehung auftritt.
  • Leistung im Sinne einer Bewertung der Arbeitsergebnisse – häufig auch als Effektivität bezeichnet – umfasst die Beiträge des Mitarbeiters zur Erreichung der Ziele der Organisation. Leistungsverhalten ist demnach das Mittel, um Leistung zu erzielen.
  • Ergebnis von Handlungen, die nach einem Gütemaßstab bewertet werden (gut/schlecht)
  • Leistung (achievement)
    Streben nach Erfolg bei der Auseinandersetzung mit einem Gütemaßstab.
  • Leistung (achievement)
    Ergebnis von Handlungen, die nach einem Gütemaßstab bewertet werden (gut/schlecht)
  • Leistungs- bzw. Fähigkeitstests („achievement tests“) sind vollstrukturierte psychologische Testverfahren, mit denen Leistungsmerkmale (Ausprägungen von Fähigkeiten und Fertigkeiten) gemessen werden. Diese Tests zeichnen sich dadurch aus, dass Testaufgaben zu bearbeiten sind, für die es objektiv richtige und falsche Lösungen gibt und mittels derer die Testpersonen ihre maximalen Fähigkeiten unter Beweis stellen sollen. Als Leistungsindikatoren werden z. B. Lösungsmenge (Anzahl richtiger Lösungen) und Lösungsgüte (Qualität der Lösungen) herangezogen. Leistungstests werdenmeist unter Zeitdruck durchgeführt (Speed-Test) und/oder arbeiten mit sukzessiver Steigerung der Aufgabenschwierigkeit (Power-Test).
  • Funktion, die den Zusammenhang zwischen aufgebrachten Ressourcen für einen kognitiven Prozess und der Leistung in diesem Prozess beschreiben soll. Unterschiedliche Arten von Leistungs-Ressourcen-Zusammenhängen sind denkbar.
  • Leistungsanreize
    In der Leistungsmotivationstheorie die Schwierigkeit einer Aufgabe. Je schwieriger eine Aufgabe ist, desto größer ist der Stolz, wenn die Aufgabe bewältigt wird (Erfolgsanreiz). Umgekehrt ist die Beschämung, die bei einem Misserfolg erlebt wird, umso größer, je einfacher eine Aufgabe ist (Misserfolgsanreiz). Bei Aufgaben mittlerer Schwierigkeit halten sich Erfolgsanreiz und Misserfolgsanreiz die Waage, sodass die Richtung des Leistungsverhaltens (Annäherung vs. Vermeidung) durch die relative Stärke von Erfolgsmotiv und Misserfolgsmotiv bestimmt wird (s.a. Valenz).
  • Leistungsbeurteilung
    Viele Unternehmen nehmen regelmäßig, meist einmal im Jahr, eine Personal- oder Mitarbeiterbeurteilung vor. Anlass für eine Mitarbeiterbeurteilung können auch der Ablauf der Probezeit eines Mitarbeiters oder der Weggang einer Führungskraft sein. Da meist die Beurteilung der Leistung im Vordergrund steht, wird dafür häufig auch der Begriff »Leistungsbeurteilung« verwendet. Die Beurteilung kann schriftlich in Form eines Zwischenzeugnisses oder in einem Gespräch erfolgen.
  • Leistungsemotionen
    Leistungsemotionen sind tätigkeits- bzw. ergebnisbezogene Emotionen in Leistungssituationen. Dazu gehören z.B. Lernfreude, Langeweile, Stolz oder Scham.
  • Leistungsmotiv
    Zeitlich stabile Wertungs- und Verhaltensdispositionen für den Leistungsbereich. Leistungsmotiviertes Verhalten ist gekennzeichnet durch die Auseinandersetzung mit einem als verbindlich erachteten Gütemaßstab. Leistungsmotiviertes Verhalten (z. B. etwas besonders gut machen wollen, etwas besser als andere machen wollen etc.) kann somit gelingen oder scheitern. Die Selbstbewertung eigener Tüchtigkeit vor dem Hintergrund des Gütemaßstabs bildet den Anreiz der leistungsmotivierten Zielverfolgung.
  • Leistungsmotiv
    Motiv, Leistung zu erbringen
  • Leistungsmotiv
    "Das zeitlich überdauernde Bestreben, sich im eigenen Tun mit Gütestandards auseinanderzusetzen, die Qualität und Effektivität des eigenen Handelns und seiner Ergebnisse stetig zu verbessern und stolz auf eigene Leistungserfolge sein zu können (s.a. Hoffnung auf Erfolg; Furcht vor Misserfolg)."
  • Leistungsmotiv (achievement motive)
    Motiv, Leistung zu erbringen
  • Leistungsmotivation
    Ausmaß des Strebens nach herausragenden Leistungen. beinhaltet einen Wunsch nach Kontrolle und nach schnellem Erreichen eines hohen Standards.
  • Leistungsmotivation
    Leistungsmotivation ist die Gesamtheit aller „aktuellen emotionalen und kognitiven Prozesse, die in der individuellen Auseinandersetzung mit (…) der Leistungssituation angeregt werden“ (Gabler 2004b, S. 210).
  • Leistungsmotivation
    Als leistungsmotiviert gilt ein Verhalten, wenn es auf die Erreichung eines Gütestandards gerichtet ist, man also bestrebt ist, eine Aufgabe zu meistern, etwas besonders gut zu machen, sich selbst zu übertreffen oder auch sich im Wettbewerb mit anderen zu beweisen.
  • Leistungsmotivation (achievement motivation)
    Ausmaß des Strebens nach herausragenden Leistungen verbunden mit dem Wunsch nach Kontrolle und schnellem Erreichen eines hohen Standards (Myers 2008). Das Verlangen etwas Bedeutsames zu erreichen. Streben nach Erfolg.
  • Leistungsprüfsystem (LPS)
    Das Leistungsprüfsystem LPS (Horn, 1983) ist ein Intelligenztest mit 15 Untertests. Diese sollen die Thurstone-Faktoren Verbal Comprehension (Tests 1, 2, 5, 6, 12), Reasoning (3, 4), Word Fluency (5, 6), Closure (10, 11), Space (8, 9, 10), Perceptual Speed (13, 14) und Number (Arbeitskurve) erfassen.
  • Leistungsrückmeldung
    Beeinflusst neben der Zielbindung den Prozess der Zielverfolgung und unterstützt dabei auch die Entscheidung für oder gegen die Weiterverfolgung eines Ziels. Besonders effektiv für zielorientiertes Handeln ist es, wenn sie aus der Aufgabe selbst kommt, und zwar dann, wenn man eigenständig kontrollieren kann, inwieweit die aktuelle Bearbeitung dem zuvor entwickelten Handlungsplan entspricht.
  • Leistungstest
    Test, mit dem erfasst werden soll, was eine Person in einem bestimmten Bereich gelernt hat.
  • Leistungstest
    In Leistungstests müssen die Testpersonen arbeiten: Sie rechnen, vergleichen geometrische Figuren miteinander, suchen Fehler in Texten oder bestimmte Figuren unter ähnlichen etc. Gemessen wird, wie viele solcher Aufgaben sie in einer feststehenden Bearbeitungszeit lösen oder wie viel Zeit sie zur Bearbeitung einzelner oder auch aller Aufgaben brauchen. Die geleistete Arbeit ist damit quantifizierbar; das Ergebnis nennen wir Testleistung.
  • Tests zur Erfassung der individuellen kognitiven Leistungsfähigkeit in Problemlösesituationen. Beispiele: Intelligenztests, Konzentrationsleistungstests etc.
  • Leistungsverhalten
    Leistungsverhalten umfasst das Verhalten im Rahmen aller betrieblichen Aufgaben, in die Mitarbeiter in einer Organisation eingebunden sind. Leistungsverhalten wird auch als produktives Verhalten bezeichnet.
  • Leistungszielorientierung
    Motivationale Tendenz, eigene Stärken zu demonstrieren bzw. eigene Schwächen zu verbergen. Das Leistungsverhalten wird vornehmlich durch den Vergleich mit anderen bestimmt.
  • Das halbstrukturierte bzw. Leitfaden-Interview („semi-structured interview“) basiert auf einer geordneten Liste offener Fragen (Interview-Leitfaden). Leitfaden-Interviews können persönlich, telefonisch (telefonisches Leitfaden-Interview) und online (Online- Leitfaden-Interview), mit Laien und mit Experten (Experten-Interview) durchgeführt werden. Sie können sich auf bestimmte Problemlagen konzentrieren (problemzentriertes Interview) oder auf konkrete Medienangebote fokussieren (fokussiertes Interview). Typisch sind bei den verschiedenen Varianten des Leitfaden-Interviews jeweils Einzelinterviews; es existieren aber auch halbstrukturierte Paar- und Gruppeninterviews.
  • ist ein halbstandardisiertes Interview. Das bedeutet, dass die Reihenfolge der Fragen dem Gesprächsverlauf angepasst wird und die Fragen in Anlehnung an die Begrifflichkeit der Teilnehmenden formuliert werden. Der Leitfaden dient bei der Gesprächsführung also lediglich als Anhaltspunkt.
  • Leitmedium
    Ein Leitmedium ist ein Medium, welches von vielen Menschen intensiv genutzt wird, sowohl in Bezug auf den Zeitumfang als auch auf die Bandbreite der Bedürfnisse, welche damit abgedeckt werden. Es ist zudem für den öffentlichen Diskurs der jeweiligen Gesellschaft von hoher Bedeutung.
  • Lemma (lemma)
    Repräsentation im mentalen Lexikon, in der die syntaktisch-strukturellen Eigenschaften von Wörtern codiert sind (z. B. Wortklasse, Genus).
  • Repräsentation im mentalen Lexikon, in der die syntaktischstrukturellen Eigenschaften eines Wortes (wie Wortklasse, Genus) codiert sind.
  • Hormon, das auf den Hypothalamus einwirkt, um die Nahrungsaufnahme zu hemmen. Je mehr Fett es im Körper gibt, desto mehr davon wird produziert. Es dient dem Gehirn als Signal für die Menge des Fetts, das im Körper gespeichert ist, und trägt dazu bei, langfristig das Körpergewicht zu regulieren. Es wirkt auch als kurzfristiges Signal: Der Spiegel im Blut nimmt gegen Ende einer Mahlzeit zu, fördert damit das Sättigungsgefühl und umgekehrt auch das Hungergefühl.
  • Leptindefizienz
    Mangel an Leptin.
  • Lern- und Trainingsbedarf
    Berufliche Trainings- bzw. Aus- und Weiterbildungsprozesse sollten abgestimmt sein auf die Anforderungen, die an die Ausübung bestimmter Berufe bzw. betrieblicher Tätigkeiten oder Aufgaben gestellt werden, und den tatsächlichen Lernbedarf, der bei bestimmten Personen und Mitarbeitergruppen vorhanden ist, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Zur Bestimmung des entsprechenden Lern- bzw. Trainingsbedarf gibt es eine Reihe von Methoden und analytischen Zugängen. Dabei werden vor allem drei Analyseebenen unterschieden, die durch folgende Leitfragen gekennzeichnet sind: Wo wird Training gebraucht (Erfassung organisationsbezogener Merkmale)? Was soll trainiert werden (Erfassung tätigkeits- bzw. aufgabenbezogener Merkmale)? Wer mit welchen Wissens- und Fähigkeitsvoraussetzungen soll trainiert werden (Erfassung personenbezogener Merkmale)?
  • Lern- vs. Performanzziele
    Menschen unterscheiden sich danach, ob sie in Leistungssituationen v.a. Neues dazulernen (Lernziel) oder sich v.a. Rechenschaft über ihre Leistungsfähigkeit ablegen möchten (Performanzziel). Die beiden Zieltypen führen zu unterschiedlichen affektiven, kognitiven und verhaltensbezogenen Reaktionen auf Misserfolg.
  • Lernbegleitung
    Die Qualität der Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden in der Begleitung, Unterstützung und Rückmeldung von Lernprozessen sowie das Klima innerhalb einer Klassengemeinschaft sind Kennzeichen einer Lernbegleitung im Unterricht. Ziel einer Lernbegleitung im Unterricht ist es, die Schüler zu einer möglichst lang andauernden und intensiven Auseinandersetzung mit Lerninhalten anzuregen.
  • Lerndisposition
    Tiere und wahrscheinlich auch Menschen sind genetisch disponiert (prepared), in elementaren Verhaltensbereichen die Aufmerksamkeit jeweils auf diejenigen Reize zu richten, die sich im Laufe der Evolution für den jeweiligen Verhaltenserfolg als wichtig erwiesen haben. Tinbergen hat in diesem Zusammenhang von Lerndispositionen gesprochen, die dafür sorgen, dass bestimmtes Verhalten an bestimmte Reize schnell, an andere Reize aber nur schwer gebunden wird.
  • Eine auf Erfahrung basierende dauerhafte Veränderung in der Verhaltensdisposition eines Individuums.
  • Als Lernen bezeichnen wir jede Änderung in den Verhaltensmöglichkeiten einer Person, die nicht schon angelegt war, die also von Umwelteinflüssen herrührt. Damit sind sowohl absichtsvolle Lernergebnisse gemeint, etwa der Erwerb von Wissen beim Einpauken von Vokabeln, als auch unabsichtliche, aber durch die Umwelt herbeigeführte, zum Beispiel die Ausbildung einer bestimmten affektiven Reaktion nach mehrmaligem Betrachten einer Werbevorlage
  • Lernen
    relativ dauerhafte Veränderung im Verhalten eines Organismus aufgrund von Erfahrung.
  • Lernen
    Lernen bezeichnet die relativ überdauernde Veränderung des Verhaltenspotenzials aufgrund von Erfahrungen.
  • Lernen ist ein theoretischer Grundbegriff, der von vielen Wissenschaftsdisziplinen verwendet wird, um auf Erfahrungen gründende Veränderungen von Dispositionen zu bezeichnen. Lernen ist von der Reifung zu unterscheiden, die biologisch und genetisch bestimmte Prozesse umfasst und ebenfalls Dispositionsveränderungen bewirkt.
  • Lernen (learning)
    Lernen ist ein Prozess, der als Ergebnis von Erfahrungen relativ langfristige Änderungen im Verhaltenspotenzial erzeugt.
  • "Relativ permanente Veränderung des Verhaltens als Folge von vorausgehender Erfahrung (Atkinson et al. 2000; Myers 2008). Genauer: Änderung der Wahrscheinlichkeit des Auftretens bestimmter Verhaltensweisen in bestimmten Reizsituationen (oder des Verhaltenspotenzials), wobei es sich um eine direkte Folge früherer Begegnungen mit dieser oder einer ähnlichen Reizsituation handelt (vgl. Angermeier 1972)."
  • Im Gegensatz zur Pawlowschen klassischen Konditionierung wird dieses Lernen nicht als eine Assoziation zwischen zwei Reizen verstanden, sondern als eine Reiz-Reaktions- (SR-)Assoziation, wobei diese Verbindung zwischen einem Stimulus (S) und der ausgewählten Reaktion (R) des Organismus durch Bekräftigung verstärkt wird (Gesetz des Effekts).
  • Lernen am Modell
    Beim Lernen von Modellen (auch: Modelllernen) wird typischerweise eine Person beobachtet, die ein exemplarisches Problem löst (Lernen aus Lösungsbeispielen). Die Lernenden können dabei sehen, wie man beim Problemlösen sinnvollerweise vorgehen kann und wie Sackgassen und Schwierigkeiten überwunden werden können. Das „Modell-Lernen“ gilt als ein zentraler Mechanismus für Sozialisationsprozesse (Kinder lernen am Modell ihrer Eltern) und wurde in instruktionspsychologischen Ansätzen (z.B. cognitive apprenticeship) systematisch zu nutzen versucht; häufig wird hiermit auch die Wirkung von Medien (z. B. aggressionsfördernde Wirkung von Gewaltdarstellungen im Fernsehen) zu erklären versucht.
  • Lernen am Modell
    Lernen am Modell (Lernen durch Beobachtung und Nachahmung) bezeichnet den Sachverhalt, dass sich das Verhalten einer Person aufgrund der Wahrnehmung von Verhaltensweisen anderer Personen (Modelle) oder aufgrund der symbolischen Vermittlung des Modellverhaltens (z. B. durch Sprache oder einen Film) deutlich ändert, und zwar in Richtung größerer Ähnlichkeit mit dem beobachteten oder vermittelten Verhalten des Modells.
  • Lernen aus Lösungsbeispielen
    Bezeichnet üblicherweise nicht (!) das Lernen mit Lösungsbeispielen im traditionellen Unterricht oder in typischen Lehrbüchern. Dort wird meist nach der Einführung eines Prinzips oder Gesetzes ein Beispiel gegeben, dann werden Aufgaben zum Bearbeiten präsentiert. Beim Lernen aus Lösungsbeispielen wird die Phase des Beispielstudiums verlängert, damit sichergestellt wird, dass die Lernenden ein Prinzip oder Gesetz und dessen Anwendung verstanden haben, bevor sie selbst verständnisorientiert Aufgaben lösen. Komplexe Beispiele, bei denen eine Person aufzeigt, wie man ein Problem löst, werden meist Modelle genannt (Lernen von Modellen).
  • Lernen aus Texten
    Bei dieser Lernart wird den Lernenden schriftlicher und mündlicher Text dargeboten, den es zunächst zu „verstehen“ gilt. Gelernt werden sollen dabei meist nicht der ganze Text in seinen einzelnen Aussagen, sondern die Kernaussagen des Textes und „naheliegende“ Schlussfolgerungen. Für das Lernen ist ein „Verstehen“ des Textes, im Vergleich z. B. zu einem oberflächlichen Auswendiglernen, ein günstige Bedingung. Für tiefes Verstehen muss der Lernende sein Vorwissen mit der Textformation in Verbindung bringen; dieser Prozess fördert auch die Speicherung im Langzeitgedächtnis, also Lernen.
  • Lernen durch Tun
    Diese Bezeichnung wird für im Detail ganz unterschiedliche Lernarrangements verwendet, die aber alle gemeinsam haben, dass die Lernenden selbst Aufgaben bearbeiten bzw. Probleme lösen. Bisweilen ist diese Lernform durch ein Versuch-Irrtum-Vorgehen gekennzeichnet; andererseits kann das Lernen durch Tun auch stark strukturiert und angeleitet sein, etwa in intelligenten tutoriellen Systemen, die die Lernaufgaben, Rückmeldungen und Hilfen auf das spezifische Vorwissen des einzelnen Lernenden abstimmen.
  • Lernen, latentes
    Besagt, dass sich Lernen nicht unmittelbar im Verhalten niederschlagen muss, d. h. Gelerntes wird ohne Motivation nicht im Verhalten ausgedrückt. Durch Lernen werden lediglich Wissensstrukturen (Lernfaktor) gebildet.
  • Lernen, operantes
    Instrumentelle Konditionierung. Von B. F. Skinner besonders ausführlich untersuchte Form des Lernens, die auf Belohnung und Bestrafung von Verhaltensreaktionen basiert.
  • Lernen, respondentes
    Klassische Konditionierung. Von I. Pawlow besonders ausführlich beschriebene Form des Lernens von assoziativen Verbindungen zwischen neutralen und biologisch bedeutsamen Reizen.
  • Unter dem Begriff Lernkultur werden die Werte und Normen des Unternehmens in Bezug auf das Lernen seiner Mitarbeiter und deren Umsetzung bei der Gestaltung lernförderlicher Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen verstanden.
  • Lernmanagementsystem
    Ein Lernmanagementsystem, auch Lernplattform genannt, bildet in der Regel den technischen Kern einer komplexen webbasierten E-Learning-Infrastruktur. Es handelt sich dabei um eine auf einem Webserver installierte Software, die das Bereitstellen und die Nutzung von Lerninhalten unterstützt und Instrumente für das kooperative Arbeiten und eine Nutzerverwaltung bereitstellt.
  • Beim Lernprozess bilden sich Zellensembles durch gleichzeitiges kohärentes Feuern. Ihre Stärke wird in der Synchronisation neuronaler Entladungen und EEG- und EMG-Rhythmen sichtbar.
  • Lernstandserhebungen
    Überprüfen Lernergebnisse im Hinblick auf Standards, wie sie in den länderübergreifenden Bildungsstandards bzw. den daran gekoppelten Anforderungen/Kerncurricula der Länder formuliert werden. Sie zielen darauf, nach vorgegebenen Aufgaben und Beurteilungsmaßstäben Aussagen über die zu fest definierten Zeitpunkten von Schülern erreichten Lernergebnisse und damit über erreichte Kompetenzniveaus machen zu können.
  • Lernstrategie
    Handlungsplan zur Steuerung des eigenen Lernens. Weit verbreitet ist die Differenzierung in kognitive, metakognitive und ressourcenbezogene Lernstrategien.
  • Lerntagebücher
    Standardisierte, strukturierte Beobachtungsleitfäden, die die Aufmerksamkeit des Lerners mittels offener und geschlossener Fragen auf wesentliche Aspekte des Lernprozesses lenken. Zur systematischen Beobachtung und Dokumentation von Lernverhalten haben sich neben standardisierten Lerntagebüchern auch Portfolios und Lernprotokolle etabliert.
  • Lernen manifestiert sich als Änderung verhaltenssteuernder Strukturen im Resultat von Erfahrungen. Jede Lerntheorie sollte wenigstens zu drei Dingen verbindliche Aussagen machen: Erstens zu den Strukturen und Mechanismen, die der Generierung und Ausführung von Verhalten zugrunde liegen. Zweitens zu den möglichen Änderungen in diesen Strukturen und Mechanismen, und drittens dazu, welche Erfahrungen zu welchen Änderungen führen.
  • Die Leuchtdichte ist die von einer beleuchteten Fläche reflektierte Lichtmenge.
  • Leukozyten
    Weiße Blutkörperchen; die wichtigsten Zellen des Immunsystems.
  • Leukozyten
    Weiße Blutkörperchen; Oberbegriff kernhaltiger Blutzellen, die kein Hämoglobin enthalten; werden in Granulo-, Mono- und Lymphozyten differenziert
  • Leung-Bond-Methode
    faktorenanalytische Technik in kulturvergleichenden Studien, die den Effekt einer Standardisierung innerhalb von Populationen auf die faktorielle Struktur individueller Merkmale prüft
  • Levene-Test der Varianzgleichheit
    F-Test, testet die Varianzen der betrachteten Gruppen auf Varianzhomogenität, wird signifikant, wenn keine Varianzhomogenität vorliegt
  • Lexikale Entscheidung (lexical decision)
    Aufgabe in Experimenten, bei der Versuchspersonen entscheiden, ob eine Buchstabenfolge oder ein gesprochener Reiz ein Wort ihrer Sprache ist.
  • Lexikales Konzept (lexical concept)
    Aus einem oder mehreren Konzepten abgeleitete Einheit, für die im mentalen Lexikon eine Repräsentation vorhanden ist.
  • Lexikalische Entscheidung (lexical decision task)
    Aufgabe, bei der Personen so schnell wie möglich entscheiden, ob eine Buchstabenfolge (gesprochene Lautfoge) ein Wort ist oder nicht.
  • Lexikalische Entscheidungsaufgabe
    Eine kognitive Messmethode, mit der erfasst wird, wie rasch Versuchsteilnehmer Stimuli als echte Wörter oder sinnlose Buchstabenfolgen klassifizieren; raschere Reaktionen auf bestimmte Wortkategorien zeigen erhöhte Zugänglichkeit an.
  • Lexikalische Prozedur
    Benutzt Einträge im Lexikon, d.h. im Langzeitwortspeicher.
  • lexikalischer Ansatz
    Reduktion der Eigenschaftsworte einer Sprache auf wenige Faktoren
  • lexikalischer Ansatz (lexical approach)
    Reduktion der Eigenschaftsworte einer Sprache auf wenige Faktoren
  • Lexikalisches Konzept (lexical concept)
    Abgeleitete Einheit aus einem oder mehreren Konzepten, für die eine Repräsentation im mentalen Lexikon vorhanden ist.
  • Lexikalisches Wissen
    Das lexikalische Wissen umfasst die Regeln der Phonologie, Morphologie Syntax sowie der Orthografie.
  • Analytische, nonkompensatorische Entscheidungsstrategie, die zuerst die Werte der Konsequenzen der Optionen auf dem wichtigsten Attribut vergleicht. Wenn eine Option hier besser abschneidet als alle anderen, wird diese gewählt. Ist dies nicht der Fall, wird zum nächsten Attribut übergegangen, so lange bis ein Attribut die eine oder andere Option besser abschneiden lässt.
  • Gesamtheit der Wörter einer Sprache.
  • Liaisontätigkeit
    Regelmäßige Teilnahme des psychologischen Psychotherapeuten oder psychiatrischen/psychosomatischen Arztes an den Aktivitäten der jeweiligen Station in Form von Teilnahme an Visiten, Stationsbesprechungen oder informellen Besuchen auf der jeweiligen Station. Die Patientenmitbehandlung wird innerhalb dieser Kontakte mit dem medizinischen Personal vereinbart.
  • psychoanalytisch: psychische Energie
  • Libido (libido)
    psychoanalytisch: psychische Energie
  • Beschreibt visuelle Aufmerksamkeit als einen Lichtkegel („spotlight“), in dessen Schein liegende Stimuli weiterverarbeitet werden.
  • Lichtkegelmetapher der Aufmerksamkeit (spotlight metaphor of attention)
    Vorstellung, dass Aufmerksamkeit wie ein Lichtkegel funktioniert, der einen bestimmten Ort beleuchtet, der prioritär verarbeitet wird; d. h., Stimuli an solchen Orten werden rascher und gründlicher verarbeitet als Stimuli an anderen Orten. Zwei kontroverse Annahmen konzipieren den Lichtkegel entweder mit einer festen Größe oder aber in Analogie zu einer Gummilinse (zoom lens) mit einer variablen Größe und einer von der Größe abhängigen Auflösung.
  • Lichtpunktdarstellung (point light display)
    Eine sich bewegende Person wird durch wenige Punkte auf einem einfarbigen Hintergrund dargestellt. Die Punkte sind zumeist auf den Gelenken und den Körperextremitäten platziert.
  • Lichtpunktläufer (point light walker)
    Wie eine Lichtpunktdarstellung. Bei Lichtpunktläufern wird eine gehende Person dargestellt.
  • Lichtquant/Photon
    Elementarteilchen der Lichtwellen
  • Der Wahn, dass eine Person, gewöhnlich von höherem Status, in den Betroffenen verliebt ist.
  • Life Events
    Diskrete, beobachtbare Ereignisse von kurzer Dauer, die bedeutsame Veränderungen mit sich bringen.
  • In der Latent Class Analyse (LCA) ist die Likelihood das Anpassungskriterium bei der Parameterschätzung. Es ist dort definiert als das Produkt der unbedingten Antwortmusterwahrscheinlichkeiten P(av) über alle Antwortmuster in der Stichprobe (Na) hinweg.
  • Likelihood-Ratio-Test (LRT)
    Möglichkeit zur inferenzstatistischen Absicherung der Güte eines LCA-Modells: Der Test wird zur inferenzstatistischen Absicherung des Unterschieds zweier geschachtelter Modelle („nested models“) verwendet.
  • Eine Likert-Skala („likert scale“) ist eine psychometrische Skala, die aus mehreren (z. B. 10–20) Aussagen besteht, die alle dasselbe Merkmal messen und auf Ratingskalen hinsichtlich des Grades der Zustimmung einzuschätzen sind. Typischerweise werden 5-stufige Ratingskalen verwendet. Die Likert-Items repräsentieren unterschiedliche Intensitäten des gemessenen Merkmals. Der Skalenwert der Likert- Skala berechnet sich als Summen- oder Durchschnittsscore der einzelnen Ratings. Neben eindimensionalen Likert-Skalen existieren auch mehrdimensionale Likert-Skalen; dabei bilden dann Teilmengen der Items jeweils die Subskalen, die Unteraspekte des interessierenden Merkmals erfassen. Für jede der (z. B. 2–4) Subskalen wird ein eigener Skalenwert berechnet. Der Likert-Skala wird üblicherweise Intervallskalenniveau, manchmal auch nur Ordinalskalenniveau zugeschrieben.
  • Limbisches System
    Hirnstruktur, die an der Steuerung aller Verhaltens- und Denkprozesse und insbesondere der emotionalen Prozesse beteiligt ist (Verbindung von neokortikalen und Stammhirnfunktionen).
  • Dem Limbischen System werden wichtige Anteile an der Verarbeitung von Emotionen und emotionalen Reizen zugeschrieben. Es bestehen allerdings Vernetzungen mit einer Vielzahl anderer Hirnregionen, so dass auch andere Hirnregionen an der Emotionsverarbeitung
  • Ringförmiges neuronales System zwischen dem Hirnstamm und den zerebralen Strukturen. Die Aktivität des Systems ist verbunden mit Gefühlen wie Angst und Aggression sowie dem Nahrungs- und Sexualtrieb. Zum limbischen System gehören der Hippocampus, die Amygdala und der Hypothalamus.
  • Limbisches System
    neuronales System (beinhaltet den _Hippocampus_, die _Amygdala_ und den _Hypothalamus_), das unter den zerebralen Hemisphären liegt. Die Aktivität des Systems wird in Zusammenhang gebracht mit Gefühlen und Trieben.
  • Limbisches System
    Ursprünglich definiert als eine Ansammlung von Hirnstrukturen, die sich saumartig um den Balken konzentrieren. Inzwischen so erweitert und verändert, dass es eine größere Anzahl allokortikaler und subkortikaler Strukturen enthält, die vor allem mit der Verarbeitung von Emotion und Gedächtnis befasst sind. Hierzu gehören z.B. die hippocampale Formation, die Amygdala und Strukturen des medialen Dienzephalons.
  • Ringförmig neurales Gebiet, das u. a. den Hippocampus, die Amygdala und den Hypothalamus umfasst. Es ist wesentlich an der Regulation von Emotionen, motivationalen Bedürfnissen und vegetativen Organfunktionen sowie Gedächtnisprozessen beteiligt.
  • Limbisches System (limbic system)
    System von corticalen und subcorticalen Strukturen, die stark miteinander vernetzt sind. Es reguliert emotionale und motivationale Prozesse im Sinne einer Schaltstelle zwischen Wahrnehmung und Motorik.
  • Die Kollektive sind im zeitlichen Verlauf stabil und die innere Ordnung ist strikt.
  • Linear-logistische Modelle
    Zerlegen die Schwierigkeitsparameter der Items in für die Bearbeitung des Items erforderliche Basisoperationen. Jeder der Schwierigkeitsparameter wird als Linearkombination einer möglichst geringen Anzahl von Basisparametern ausgedrückt.
  • Linguistik/Sprachwissenschaft
    Untersucht die Sprache als abstraktes System auf der Laut-, Wort- und Satzebene. Sie befasst sich sowohl mit sprachlichen Universalien als auch Spezifika, um die Eigenschaften der menschlichen Sprache zu erfassen.
  • Linguistische Kategorien/Konzepte
    Linguistische Kategorien oder Konzepte sind Zusammenfassungen von sprachlichen Elementen nach ihrer linguistischen Äqivalenz. Darunter fallen kategoriale Zusammenfassungen von Wortklassen wie bspw. _Substantive_ oder _Verben_, bis hin zu kategorialen Zusammenfassungen von lyrischen Formen wie bspw. _Ballade_ oder _Limerick_.
  • Linguistischer Determinismus
    Whorfs Hypothese, dass die Sprache unsere Denkweise bestimmt.
  • Linguistischer Determinismus (linguistic determinism)
    Von Whorf (1956) vertretene Sicht, dass Sprache unser Denken determiniert.
  • Kopplungsgruppe; bezeichnet Gene, die gemeinsam vererbt werden
  • Linse
    durchsichtiger Körper hinter der Pupille, der zur Scharfstellung der Bilder auf der Retina seine Form verändern kann.
  • Die Linse des Auges ist eine lichtbrechende Einheit, die in ihrer Krümmung durch Akkomodation verstellt werden kann.
  • Linsenmodell (lens model)
    Allgemeines Rahmenmodell zur Beschreibung und Analyse des Urteilsprozesses. Die Urteilsdimension ist nicht direkt, sondern nur durch Hinweisreize (Cues) erschließbar. Das Linsenmodell beschreibt sowohl den Zusammenhang des Urteilskriteriums mit den Cues als auch die Verwendung der Cues durch die urteilende Person und ermöglicht so die Ermittlung verschiedener Kenngrößen wie Achievement, Passung zwischen Urteiler- und Umweltmodell sowie der Konsistenz des Urteilers.
  • Fettspaltendes Enzym der Bauchspeicheldrüse
  • Lipolyse
    Enzymatischer Abbau von Fettgewebe durch Lipasen, u. a. zur Energiebereitstellung in Form freier Fettsäuren.
  • Computerprogramm von Jöreskog und Sörbom (1993) zur Überprüfung linearer Strukturgleichungsmodelle
  • Liste prägender Bezugspersonen (CBASP)
    Dient der Erarbeitung der Übertragungshypothese, damit Therapeut in die Lage versetzt wird, kritische Punkte in interpersonellen Kontakten von Patient genau kennenzulernen und zu verstehen (inkl. Prägung und Beeinflussung von Denkens- und Verhaltensweisen des Patienten durch Bezugspersonen).
  • Listing’sches Gesetz
    Ein Sonderfall des generellen Problems der Reduktion der Freiheitsgrade. Augen verfügen über 3 Freiheitsgrade der Bewegung (horizontal, vertikal und torsional). Das Listing’sche Gesetz besagt, dass im Falle zielgerichteter Augenbewegungen die torsionalen Bewegungskomponenten minimiert werden. Durch diese Festlegung wird der Kontrollaufwand reduziert und ein stabiler Seheindruck gefördert.
  • Chemikalie, die als wirksame medikamentöse Therapie bei den Stimmungsschwankungen der bipolaren (manisch-depressiven) Störung eingesetzt wird ( Phasenprophylaxe).
  • Lizenzprüfung nach DIN 33430
    Nachweis einschlägiger Kenntnisse von Auftragnehmern (Lizenz A), bzw. Mitwirkenden an Verhaltensbeobachtungen (Lizenz MV) und von Mitwirkenden an Eignungsinterviews (Lizenz ME) gemäß DIN 33430.
  • LMI: Leistungsmotivationsinventar
    Schuler & Prochaska (2001) verfolgten bei der Entwicklung des LMI das Ziel, ein Verfahren zur »breiten« Messung der berufsbezogenen Leistungsmotivation bereit zu stellen. Dem entsprechend liefert das LMI nicht nur einen Gesamtwert, sondern auch eine Beschreibung der individuellen Leistungsmotivation auf 17 Skalen.
  • Lobbying
    Der vor allem politische Kommunikationsprozess, der sich zwischen Akteuren nicht-politischer Organisationen einerseits – wie etwa Unternehmen, Verbände, Vereine, Gewerkschaften, Kirchen, Non-Profit-Organisationen etc. – und politischen Akteuren in Regierung und Administration andererseits abspielt. Als ein Sonderfall anzusehen ist die Lobbyierung eines politischen Akteurs durch einen anderen politischen Akteur – etwa, wenn ein Bundestagsabgeordneter einen anderen Abgeordneten von einem bestimmten politischen Kurs zu überzeugen sucht.
  • Lobotomie
    psychochirurgischer Eingriff, der früher angewendet wurde, um unkontrollierbar emotionale oder gewalttätige Patienten ruhigzustellen. Bei dem Eingriff wurden die Nervenverbindungen zwischen den Frontallappen und den emotionssteuernden Zentren im Inneren des Gehirns durchtrennt.
  • Lobus, Lobulus des Kleinhirns
    Die Windungen (oder Folia) des Kleinhirns werden zu drei Lappen (Lobi) zusammengefasst (Lobus anterior, posterior und flocculonodularis), die wiederum in kleinere Lobuli unterteilt werden (Lobus anterior: Lobuli I-V; Lobus posterior: Lobuli VI-IX; Lobus flocculonodularis: Lobulus X).
  • Behaltenstechnik, bei der die zu erinnernden Einheiten bildhaft mit einer bekannten räumlichen Sequenz, den Orten entlang eines Weges (Loci), verknüpft werden, die dann als Hinweisreize für den richtigen sequenziellen Abruf dienen.
  • Locked-in-Syndrom
    Bezeichnung für das Symptomspektrum, das nach Schlaganfall in der Pons auftritt; es sind nur noch vertikale Augenbewegungen möglich. Im Locked-in-Zustand befindet sich eine Person dann, wenn ihr nur noch wenige Muskeln zur Kommunikation zur Verfügung stehen (unabhängig von der Ätiologie). Menschen im Locked-in-Zustand können eine hohe Lebensqualität erleben, die sich von der gesunder Menschen nicht unterscheidet.
  • Ein persönlichkeitspsychologisches Konstrukt, das sich auf die von einer Person wahrgenommene Verursachung von Situationen bezieht. Personen mit einem sog. _internalen_ Locus of Control sind der Überzeugung, dass Ereignisse stark von ihren eigenen Fähigkeiten und ihren Anstrengungen gesteuert werden können. Personen mit einem sog. _externalen_ Locus of Control gehen dagegen davon aus, dass Situationen entweder von mächtigen anderen oder von Zufall und Schicksal bestimmt werden.
  • Locus-of-Slack-Methode
    Ein wichtiges Werkzeug bei der Lokalisierung von Verarbeitungsengpässen stellt die so genannte Locus-of-Slack-Methode dar. In Untersuchungen, die diese Methode verwenden, bearbeiten Versuchspersonen zwei Aufgaben, deren zeitliche Überlappung variiert. Die Grundüberlegung ist die, dass für die Bearbeitung einer Aufgabe eine Reihe von Verarbeitungsstufen durchlaufen werden müssen. Manche dieser Verarbeitungsstufen können zeitgleich oder parallel durchlaufen werden, andere hingegen stellen einen Verarbeitungsengpass dar. Um zu ermitteln, welche kognitiven Prozesse Verarbeitungsengpässe darstellen und welche nicht, erfordert die Methode die systematische Variation der Verarbeitungsdauer der hypothetischen Stufe in einer von zwei zeitlich mehr oder weniger überlappenden Aufgaben. Interagieren Verarbeitungsdauer und das Ausmaß der zeitlichen Überlappung, dann wird davon ausgegangen, dass die betreffende Verarbeitungsstufe einen Engpass darstellt.
  • Protokoll bestimmter Ereignisse, die sofort nach ihrem Auftreten aufgezeichnet werden
  • Logbuch (daily log)
    Protokoll bestimmter Ereignisse, die sofort nach ihrem Auftreten aufgezeichnet werden
  • Logik (logic)
    Laut Spock der Anfang aller Weisheit, nicht das Ende (Star Trek VI, 1991).
  • logischer Fehler
    Der logische Fehler kommt basiert auf der unangemessen Annahme, das hohe Interkorrelationen zwischen zwei oder mehr Merkmalen oder Verhaltensweisen bestehen. Anstatt die Ausprägung eines Verhaltens oder Merkmals unabhängig einzuschätzen, wird sie aufgrund impliziter Zusammenhangsannahmen aus anderen Variablen mit erschlossen.
  • Lokale stochastische Unabhängigkeit
    Bedingung, die erfüllt sein muss, um die Korrelation zwischen zwei Testitems auf eine dahinterliegende latente Persönlichkeitsvariable zurückführen zu können. Die lokale stochastische Unabhängigkeit liegt dann vor, wenn die Korrelation zwischen den Items verschwindet, wenn man sie auf den einzelnen („lokalen“) Stufen des latenten Persönlichkeitsmerkmals untersucht.
  • Long-Hot-Summer-Effekt
    Effekt, der die Häufigkeit aggressiven Verhaltens in Relation zur Höhe der Außentemperatur setzt. Demnach kommt es bei hohen Temperaturen zu einem Anstieg an Gewalttaten und Ausschreitungen (Carlsmith & Anderson, 1979).
  • "Kontinuierliches Schwächerwerden der konditionierten Antwort. In der klassischen Konditionierung tritt Löschung ein, wenn ein unkonditionierter Reiz (US) nicht dem konditionierten Reiz (CS) folgt; in der operanten Konditionierung geschieht dies, wenn eine Reaktion nicht mehr verstärkt wird."
  • Löschung
    kontinuierliches Schwächerwerden der konditionierten Reaktion. In der klassischen Konditionierung tritt Löschung ein, wenn dem konditionierten Reiz (CS) kein unkonditionierter Reiz (US) folgt. in der operanten Konditionierung geschieht dies, wenn eine Reaktion nicht mehr verstärkt wird.
  • Löschung (auch: Extinktion)
    Im klassischen Konditionieren kommt es zu Löschung der konditionierten Reaktion, wenn auf den CS auf Dauer der UCS nicht mehr folgt. Das konditionierte Verhalten wird schwächer und verschwindet mit der Zeit wieder. Im operanten Konditionieren wird das Verhalten gelöscht, wenn es auf Dauer nicht mehr verstärkt wird. Ein alternativer Weg, ein konditioniertes Verhalten abzustellen ist die Gegenkonditionierung.
  • Löschung (extinction)
    Die Prozedur beim Konditionieren, den unkonditionierten Reiz (US) oder den Verstärker nicht mehr darzubieten; dies führt zum Ausbleiben der konditionierten Reaktion (CR).
  • Löschung (Extinktion), Abschwächung
    bezeichnet bei der klassischen Konditionierung das Verschwinden einer konditionierten Reaktion, wenn dem CS kein US mehr folgt (bei der operanten Konditionierung, wenn die gelernte Reaktion nicht mehr bekräftigt wird.
  • Zweite Phase der Situationsanalyse. Erarbeitung, wie Patient sein erwünschtes Ergebnis besser erreichen kann: Vergleich von tatsächlichem und erwünschtem Ergebniss ist anfangs meist inkongruent, deshalb werden beim Patienten oft starke negative Emotionen hervorgerufen. Ziel: Reduktion des negativen Affekts durch Erarbeitung adaptiven Verhaltens in der Lösungsphase.
  • Bei dem Lotterieparadigma handelt es sich um eine häufig verwendete Untersuchungsmethode der empirischen Entscheidungsforschung, bei der den Probanden die Optionen (typischerweise Lotterien), deren Werte (Gewinne, Verluste) und Wahrscheinlichkeiten vollständig vorgegeben werden.
  • Low-Carb-Diät
    Ernährungsform, die eine Reduzierung des Kohlenhydratanteils an der täglichen Nahrungsaufnahme fokussiert.
  • LPC-Maß
    Beschreibung des am wenigsten geschätzten Mitarbeiters als Maß für die Mitarbeiterorientierung eines Vorgesetzten. Eine mitarbeiterorientierte Führungskraft zeichnet sich dadurch aus, dass sie diesen noch relativ positiv sieht.
  • LSD
    starke halluzinogene Droge, auch als »Acid« bekannt.
  • LTP
    siehe: Langzeitpotenzierung
  • Lubrikation
    Vermehrte Gleitfähigkeit (z.B. der Vagina durch erhöhte Sekretproduktion bei sexueller Erregung)
  • Ausbleiben des Feuchtwerdens als sexuelles Problem.
  • Lubrikationsstörung
    Mangelnde Befeuchtung der Scheide bei sexueller Erregung.
  • Veränderung der Intensität der Leuchtkraft. In Versuchsdesigns verwendet als sehr effektive Reize zu Aufmerksamkeitsverschiebung.
  • Lungenkrebs
    Zweithäufigster maligner Tumor beim Mann; steigende Inzidenz (dritthäufigster Tumor) bei Frauen. In Bezug auf die Mortalität aktuell häufigste Todesursache durch Krebs bei Männern und zweithäufigste krebsassoziierte Todesursache bei Frauen.
  • Lungenparenchym
    Gesamtheit aller spezifischen Lungenzellen
  • Lungenwurzel
    Die am Lungenhilus in die Lunge ein­tretenden Gefäße und Nerven (Pulmonalarterien, -venen, Stammbronchien, Nerven)
  • Lupus erythematodes, systemischer (SLE)
    Eine den gesamten Organismus betreffende Autoimmunerkrankung, die durch die Bildung von Auto-Antikörpern, die sich gegen Bestandteile des Zellkerns richten, charakterisiert ist.
  • Luteinisierendes Hormon (LH)
    Sexualhormon, welches zur Gruppe der Gonadotropine zählt und von der Hypophyse pulsatil ausgeschüttet wird. LH regt bei der Frau während der Lutealphase des Menstruationszyklus die Entwicklung des Corpus luteum in den Ovarien und dadurch die Progesteronproduktion an. Vorher löst noch ein drastischer LH-Anstieg in der Mitte des Menstruationszyklus die Ovulation aus. Beim Mann stimuliert LH die Androgenproduktion in den Hoden.
  • Luzides Träumen (lucid dreaming)
    Traumerleben mancher Menschen, bei dem der Träumende, wie wachend, in das Traumgeschehen eingreifen oder auch Fragen stellen und den Verlauf beeinflussen kann.
  • Lymphozyt
    Weißes Blutkörperchen; Hauptaufgabe: Zerstörung von Erregern und abnormalen Zellen
  • Lymphozyten
    Eine Subklasse von Leukozyten, die aus lymphoiden Stammzellen im Knochenmark, Lymphknoten, Thymus und Milz gebildet werden und hauptsächlich über die Lymphbahnen ins Blut gelangen. Es werden B-Lymphozyten (Träger der humoralen Immunität) und T-Lymphozyten (Träger der zellulären Immunität) unterschieden.
  • Lymphozyten
    zwei Arten von weißen Blutkörperchen, die zum körpereigenen Immunsystem gehören. B-Lymphozyten werden im Knochenmark gebildet und setzen Antikörper frei, die bakterielle Infektionen bekämpfen. T-Lymphozyten werden in der Thymusdrüse gebildet und haben u. a. die Aufgabe, Krebszellen, Viren und körperfremde Substanzen anzugreifen.
  • Lysergsäurediethylamid
    siehe: LSD