Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Berufliche Informationsplattform des amerikanischen Arbeitsministeriums, die von Personalpsychologen entwickelt wurde.
  • Oberflächenähnlichkeit (surface similarity)
    Ähnlichkeiten zwischen den konkreten Elementen eines Quell- und Zielproblems beim analogen Transfer.
  • Begriff aus der Emotionsarbeit. Die arbeitende Person gibt nach aussen hin über Mimik, Gestik und Stimme vor, die erwartete Emotion zu empfinden, obwohl dies innerlich nicht der Fall ist.
  • Oberflächliche Verarbeitung
    Enkodierung auf einer sehr einfachen Stufe, die auf der Struktur oder dem Erscheinungsbild von Wörtern basiert.
  • Obertöne sind in einem Klang die Töne mit dem ganzzahligen Vielfachen der Frequenz eines Grundtons.
  • Objektagnosie (object agnosia)
    Neuropsychologisches Syndrom bei dem nach Hirnschädigung die Identifikation von Objekten gestört ist.
  • Ein Tiefenhinweis, bei dem ein Objekt den Hintergrund immer mehr verdeckt und damit anzeigt, dass es sich nähert.
  • Annahme, dass Aufmerksamkeit auf der Ebene von Objekten operiert und daher einzelnen Objekten zugewiesen werden kann.
  • In neueren psychoanalytischen Theorien geht es hierbei um die kindlichen Beziehungen zu Bezugspersonen (insbesondere zur Mutter). Diese Beziehungen werden vor allem in ihrer Funktion gesehen, die Entwicklung des Ich und der psychischen Unabhängigkeit zu e
  • Objektbeziehung
    psychoanalytisch: enge Beziehung, v. a. Eltern-Kind- und Partnerbeziehung
  • Objektbeziehungstheorien
    psychoanalytische Ansätze, die Objektbeziehungen betonen
  • Objektbezogene Aufmerksamkeitsmodelle
    Modelle, die postulieren, dass Aufmerksamkeit nicht auf einen Ort gerichtet wird, sondern auf ein Objekt an einem bestimmten Ort.
  • ist eine sozialwissenschaftliche Variante der Hermeneutik. Zielsetzung ist es, unter Heranziehung des Wissens über soziale Regeln die Sinnstruktur herauszuarbeiten, die einer sprachlichen Äußerung zugrunde liegt. Zu den verschiedenen Formen zählen die Feinanalyse, die Sequenzanalyse und die Interpretation der objektiven Sozialdaten.
  • Die objektiven Messmethoden („objective measurement methods/techniques“) sind Messverfahren, die nicht auf Selbstauskünften der Untersuchungsobjekte basieren, sondern bei denen die Daten durch Außenstehende oder Apparaturen erfasst werden. Zu den objektiven Messmethoden zählen neben der Fremdbeobachtung und einigen psychologischen Testverfahren vor allem die physiologischen Messungen. Der Hauptvorteil der physiologischen Messung als objektiver Messmethode liegt darin, dass subjektive Verzerrungen durch die Untersuchungsteilnehmenden, wie sie bei Selbstauskunftsdaten vorkommen, weitgehend ausgeschlossen werden können. Ihr Hauptnachteil – neben dem meist hohen untersuchungstechnischen Aufwand – besteht darin, dass von objektiven physiologischen Messdaten kein direkter Rückschluss auf menschliches Erleben und Handeln möglich ist – dazu werden Selbstauskunftsdaten benötigt.
  • Objektive Persönlichkeitstests
    Objektive Persönlichkeitstests werden heute in der Regel computergestützt durchgeführt. Der Test wirkt meist wie ein Leistungstest: Die Probanden sollen auf bestimmte Aufgaben reagieren und haben dabei nur einen kleinen Verhaltensspielraum, können also nur zwischen wenigen Optionen wählen. Dadurch werden die Durchführung und die Auswertung standardisiert. Letztere besteht beispielsweise darin, dass ein Kennwert für die Häufigkeit risikoreicher Entscheidungen oder für die Ausdauer bei einer gleichförmigen Aufgabe berechnet wird. Die Testperson ist sich dabei in der Regel nicht über die Bedeutung ihres Verhaltens im Klaren, so dass es ihr schwerfallen würde, sich sozial erwünscht darzustellen. Objektive Persönlichkeitstests sind stärker verbreitet als nichtsprachliche Persönlichkeitstests.
  • Im Zusammenhang mit Testverfahren bezieht sich diese auf die Frage, ob das Testergebnis unabhängig von Einflüssen des Untersuchers ist. Sie kann sich auf die Durchführung, Auswertung und Interpretation beziehen.
  • Unter Objektivität als Gütekriterium von Instrumenten der Personalauswahl versteht man, dass die Ergebnisse einer begutachteten Person unabhängig davon sein sollen, wer das Auswahlinstrument administriert, Verhaltensübungen beobachtet oder ein Interview durchführt (Durchführungsobjektivität), auswertet (Auswertungsobjektivität) oder interpretiert (Interpretationsobjektivität).
  • Objektivität
    Wesentliches Gütekriterium zur Beurteilung diagnostischer Verfahren; bezeichnet den Grad, in dem Testergebnisse unabhängig von der Durchführung, Auswertung und Interpretation sind.
  • Objektivität
    Objektivität bedeutet, dass die Ergebnisse eines diagnostischen Verfahrens unabhängig davon zustande kommen, wer die Untersuchung, die Auswertung und die Interpretation durchführt.
  • Psychometrisch: Standardisierte Durchführung, Auswertung und Interpretation eines Verfahrens bzw. dessen Ergebnisse
  • Objektivität (intersubjektive Vergleichbarkeit)
    Hier handelt es sich um ein allgemeines Gütekriterium wissenschaftlicher Untersuchungen: Verschiedene Forscher müssen unter den gleichen (Versuchs-) Bedingungen zu den gleichen Ergebnissen gelangen (Unabhängigkeit der Resultate von Versuchssituation und Versuchsleitern).
  • Objektivität eines Tests
    Ein Test entspricht dann diesem Gütekriterium, wenn er dasjenige Merkmal, das er misst, unabhängig von Testleiter, Testauswerter und von der Ergebnisinterpretation misst.
  • Objektmanagement
    Objektmanagement dient der Aufgabe, Bildungseinrichtungen so zu organisieren und zu gestalten, dass optimale Bedingungen gegeben sind, die ein reibungsloses und effektives Handeln der verantwortlichen Personen ermöglichen. Die Funktion von Objektmanagement ist es, alle infrastrukturellen, technischen und betriebswirtschaftlichen Vorgänge zu organisieren, die die Unterhaltung von Bildungseinrichtungen betreffen. Beispielsweise ist dafür zu sorgen, dass Schulen optimal ausgestattetet werden, um ihren Aufgaben entsprechen zu können.
  • In einer Objektorganisation werden gleiche Aufgaben dezentral objektbezogen durchgeführt. Durch die Gliederung in Objekte entstehen Sparten oder Geschäftsbereiche, die wie eigenständige Unternehmen aufgebaut sind
  • Objektorientierungsagnosie
    → Agnosie von Objektorientierungen.
  • Kennzeichnet das Wissen darüber, dass Objekte auch dann bestehen bleiben, wenn sie nicht mehr unmittelbar wahrnehmbar sind. Solange kein Schema für einen Gegenstand vorliegt, ist dagegen der Gegenstand verschwunden, sobald er aus dem Blickfeld verschwunde
  • Das Wissen darüber, dass Objekte auch dann weiterexistieren, wenn sie sich außerhalb des Wahrnehmungsfeldes befinden.
  • Objektpermanenz
    Wissen, dass ein Gegenstand weiterhin existiert, auch wenn er gerade nicht wahrgenommen werden kann.
  • Anwendungsgebiet der Psychotechnik, bei der Arbeitsmittel und -bedingungen an die psychische Natur des Menschen angepasst werden.
  • Eine Form des Als-ob, bei der ein Objekt dem Anschein nach als etwas anderes verwendet wird, als es tatsächlich ist. So kann auf einem Besen als Repräsentanten eines Pferdes geritten werden.
  • Die Identifikation einzelner Objekte in einer visuellen Szene.
  • Faktorenrotation, die zu schiefwinkligen bzw. korrelierten Faktoren führt (Faktorenanalyse)
  • Obstipation
    Verstopfung
  • Obstruktion, funktionelle
    Beckenbodenfunktionsstörung mit Stuhlentleerungsstörung. Ursache ist eine temporäre Verlegung des Defäkationsweges, die beim Pressen zur Stuhlentleerung auftritt. Typische Symptome sind heftiges Pressen bei mehrmals aufeinander folgenden Toilettenbesuchen, Blockierungsgefühl beim Pressen und Gefühl der unvollständigen Darmentleerung, sowie Versuche, den Enddarm manuell zu entleeren.
  • OCD
    siehe: Zwangsstörung
  • Methode der Aufteilung eines Tests in Testhälften zur Bestimmung der Splithalf-Reliabilität. Die Items des Tests werden nach ihrer Schwierigkeit geordnet und abwechselnd den beiden Halbtests zugewiesen. Ein Halbtest enthält so alle ungeradzahligen Items, der andere die geradzahligen Items des Gesamttests.
  • Assoziationsmaß in der Epidemiologie. Quotient zweier Odds (= Verhältnis zwischen der Wahrscheinlichkeit des Auftretens und des Nichtauftretens eines Ereignissen). Nicht kausal interpretierbar.
  • Oder-Strategie
    Bei einer »Oder-Strategie« genügen entsprechend hohe Punktwerte in einem von mehreren Prädiktoren. Eine solche Auswahlstrategie liegt dann nahe, wenn die durch das Kriterium geforderte Leistung entweder auf die eine oder auf die andere Weise erbracht werden kann.
  • Oeffentlichkeitsarbeit
    "Management von Informations- und Kommunikationsprozessen zwischen Organisationen einerseits und ihrer internen oder externen Umwelt (Teilöffentlichkeit) andererseits. Funktionen von Public Relations sind Information, Kommunikation, Persuasion, Imagegestaltung, kontinuierlicher Vertrauenserwerb, Konfliktmanagement und das Herstellen von gesellschaftlichem Konsens. Aktivitätsfelder von Public Relations sind beispielsweise Presse- und Medienarbeit (Media Relations), interne Kommunikation mit Führungskräftekommunikation und Nachbarschafts-/Standort-PR (Community Relations), Investor Relations und Lobbying & Public Affairs."
  • Die ökologische Optik erfasst die potenzielle Umweltinformation in der Umgebung eines sich bewegenden Beobachters im theoretischen Ansatz von Gibson.

  • Off-Ganglienzellen haben ein rezeptives Feld, das aus einem kreisförmigen hemmenden Zentrum und einem erregendem Umfeld besteht.
  • Offenbarungspflicht
    Gesetzliche Regelung (§ 138 StGB), die die Pflicht zur Anzeige bestimmter geplanter Straftaten betrifft
  • Dies sind Verfahren (der Datenerhebung oder –auswertung), bei denen keine vorgegebenen Kategorien an den Gegenstand herangetragen werden (Gegensatz zu geschlossenen Verfahren, geschlossenen Fragen).
  • Offenes Codieren ist der erste Auswertungsschritt im Rahmen der Gegenstandsbezogenen Theoriebildung. Erste relevante Konzepte im Datenmaterial werden als Codes festgehalten. Es erfolgt datennah und Zeile für Zeile. Codes können unmittelbar in der Begrifflichkeit der Teilnehmenden formuliert sein (in vivo-Codes).
  • Eigenschaft, intellektuell-künstlerisch aufgeschlossen zu sein
  • Okzipitallappen
    Teil des zerebralen Kortex, der am Hinterkopf liegt. Umfasst Areale, die Informationen aus dem Blickfeld erhalten.
  • Okzipitallappen (Hinterhauptslappen)
    Der Teil des Cortex, der vorrangig an der Verarbeitung visueller Information beteiligt ist.
  • Olfaktion (olfaction)
    Geruchssinn.
  • Oligomenorrhö
    Zyklusstörung, welche sich durch zu seltene Regelblutungen aufgrund zu langer Blutungsintervallen kennzeichnet.
  • OLMT: Objektiver Leistungsmotivations Test
    Der Objektive Leistungsmotivations Test OLMT (Schmidt-Atzert, 2007) soll die Leistungsmotivation über eine kognitiv wenig anspruchsvolle Aufgabe messen: Durch Drücken von zwei Tasten ist auf dem Bildschirm wiederholt eine »Straße« möglichst schnell abzufahren. Der Test liefert mit vier Hauptkennwerten (z. B. »Anspruchsniveau«, »Motivation durch Konkurrenz«) Informationen zur individuellen Leistungsmotivation.
  • Vollständige Informationsverarbeitung ist einem Menschen aus pragmatischen Gründen und wegen seiner eingeschränkten kognitiven Kapazität nicht möglich. Nach Herbert Simon wäre dazu nur ein übermenschliches Wesen in der Lage. In Anspielung darauf, bezeichnete er die nutzentheoretischen Prinzipien des Entscheidens als olympisches Modell.
  • Omega-Quadrat (Ω2, ω2)
    Effektstärkenmaß auf Populationsebene. Gibt den Anteil der von einem bestimmten Effekt aufgeklärten Varianz auf der Populationsebene an. Ω2 ist der Populationseffekt, ω2 der Schätzer dieses Populationseffekts
  • Omega-Quadrat (Ω2, ω2)
    Effektstärkenmaß auf Populationsebene. Gibt den Anteil der von einem bestimmten Effekt aufgeklärten Varianz auf der Populationsebene an. Ω2 ist der Populationseffekt, ω2 der Schätzer dieses Populationseffekts
  • On-Ganglienzellen haben ein rezeptives Feld, das aus einem kreisförmigen erregenden Zentrum und einem hemmenden Umfeld besteht.
  • One­shot­Fallstudie
    Forschungsdesign, bei dem Beobachtungen an einer Gruppe gemacht werden, nachdem ein Ereignis vorgefallen ist oder eine Manipulation durchgeführt wurde.
  • Onkogene
    Gene nach deren Aktivierung der maligne Phänotyp eines Tumors gefördert wird.
  • Wissenserwerb kann online (Rezipienten sind aktuell über das Internet verbunden) oder offline erfolgen (z.B. können sich Studierende eine aufgezeichnete Vorlesung anhören, wann immer sie dies tun wollen.
  • Online Access Panel
    Pool von Personen, die sich bereit erklärt haben, gelegentlich an Untersuchungen via Internet teilzunehmen.
  • Online Dating
    Partnersuche im Internet
  • Bei einer Online-Befragung („online survey“, „web survey“) wird ein elektronischer Fragebogen per Internet (vor allem Web) verbreitet und meist an stationären Computern bearbeitet. Die gewählten Antworten der Befragungspersonen werden auf einem Befragungsserver gespeichert und stehen als digitale Datensätze zur Verfügung.
  • Das Online-Leitfaden-Interview („semi- structured online interview“, „semi-structured Internet interview“) ist eine medienvermittelte Variante des Leitfaden-Interviews. Hierbei findet der Interviewkontakt computervermittelt entweder zeitversetzt (z. B. E-Mail-Interview) oder zeitgleich (z.B. Chat-Interview, Webcam-Interview) statt. Es wird typischerweise dialogisch eine Frage gestellt, die Antwort abgewartet und dann die nächste Frage gestellt. Im Unterschied zum selbstadministrierten Online-Fragebogen kann bei einem Online- Leitfaden-Interview individuell auf die Antworten der Befragten eingegangen werden.
  • Online-Tutoring
    Unter einem Online-Tutoring wird eine Software verstanden, die den Lerner durch eine Reihe von Wissensbeständen führt und sein Verständnis des Gezeigten prüft. Es kann sich durchaus um komplexe Wissensbestände handeln, wobei der Lerner die Auswahl bestimmen kann.
  • Onlinebasierte Interventionen
    Unterstützung von Betroffenen bei der Bewältigung bestehender psychischer/psychosomatischer Symptomatik und/oder zur Prävention von Gesundheitsproblemen durch Nutzung therapeutischer Angebote die das Medium Internet bietet. Arten: Therapeutenkontakt in Echtzeit, Self-help-Interventionen, Guided-self-help-Interventionen, Blended care. Überwiegend Verwendung von kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren aufgrund Eignung zur Onlinenutzung durch hohe Strukturiertheit und Methodenfokussierung.
  • Bezieht sich auf die Entwicklungsveränderungen zwischen der Konzeption und dem Tod eines Individuums.
  • Ontogenese
    Entwicklung des Menschen von der Geburt bis ins hohe Alter.
  • Organisationen können als Systeme verstanden werden. Das Open Systems-Modell berücksichtigt, dass Organisationen im Kontext einer Umwelt existieren, die einerseits auf die Organisation einwirkt und andererseits durch die Organisation beeinflusst wird.
  • Open-loop control
    → Bewegungskontrolle.
  • Open-Loop-Kontrolle (open-loop control)
    Siehe Feedforwardkontrolle.
  • Open-Loop-Steuerung
    Programmsteuerung.
  • Faktoren, die verstärkenden Einfluss ausüben und somit die Auftretenswahrscheinlichkeit für ein Verhalten erhöhen (z. B. Krankheitsverhalten und die positive Konsequenz der Zuneigung von Angehörigen, wodurch Krankheitsverhalten verstärkt wird; oder Lob des Therapeuten zur Verstärkung funktionalen Verhaltens).
  • operante Konditionierung
    Form des Lernens, bei der ein Verhalten dadurch zunimmt, dass ihm ein Verstärker folgt, oder abnimmt, weil eine Bestrafung folgt.
  • Operante Konditionierung
    Die operante Konditionierung wurde insbesondere von Burrhus Frederic Skinner (1904–1990) sehr intensiv beforscht und beruht auf der Wirkung von positiven oder negativen Folgen eines Verhaltens für die weitere Auftretenswahrscheinlichkeit dieses Verhaltens. Die Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens wird bei positiven Konsequenzen erhöht (Verstärkung) und bei negativen verringert (Bestrafung).
  • Operante Konditionierung
    Form des Lernens, bei der ein Verhalten dadurch bekräftigt wird, dass ihm ein Verstärker folgt, oder abgeschwächt wird, weil eine Bestrafung folgt.
  • Operante Konditionierung
    Lernform, bei der die Belohnung oder Bestrafung einer bestimmten Verhaltensweise deren zukünftige Auftretenswahrscheinlichkeit beeinflusst.
  • Operante Konditionierung (operant conditioning)
    (1) Form des Lernens, bei der ein Verhalten zunimmt, weil ihm ein Verstärker folgt, oder abnimmt, weil ihm z. B. Eine Bestrafung folgt (Myers 2008). (2) Der Organismus lernt eine dreifache Kontingenz: Eine bestimmte Reaktion in einer bestimmten Reizsituation wird von einem Reinforcement gefolgt (J. R. Anderson 2000).
  • Gruppe von Interventionsmethoden, die auf dem Prinzip der instrumentellen Konditionierung beruhen und die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens über die nachfolgenden Konsequenzen beeinflussen.
  • Operanter Motivtest (OMT) (operant motive test)
    Test zur Messung impliziter Motive. Probanden antworten stichpunktartig auf zu Bildern formulierte Fragen.
  • Bedeutet, dass die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens durch die darauf folgenden Konsequenzen erhöht oder gesenkt wird.
  • operantes Konditionieren
    Lernen durch Verstärkung
  • Operantes Konditionieren
    kann beim Menschen (anders als bei den meisten Tieren) auch bei verzögerten Konsequenzen erfolgen, da wir die Fähigkeit haben, kausale kontingente Beziehungen auch zu späteren Konsequenzen zu entdecken.
  • Operantes Konditionieren (auch instrumentelles Lernen)
    Während beim Klassischen Konditionieren das Verhalten noch als à bedingter Reflex auf den unkonditionierten (und später dann auch den konditionierten) Reiz folgte, geht beim operanten Konditionieren das Verhalten dem unkonditionierten Reiz voraus. Es bekommt quasi den Charakter des Mittels zur Erreichung des Konditionierten Reizes. Ein typisches Beispiel ist etwa mein regelmäßiger Gang zu dem Laden, wo es immer die tollen Sonderangebote gibt (Verhalten), weil ich dort immer wieder so tolle Schnäppchen bekommen habe (unkonditionierter Reiz, Belohnung).
  • Operantes Konditionieren (instrumentelles Lernen)
    Das Lernen der Beziehung zwischen dem eigenen Verhalten und den daraus entstehenden Folgen.
  • Operantes Konditionieren (operant conditioning)
    Lernprozedur, das die Häufigkeit einer Reaktion verändert (instrumentelles Lernen).
  • Operantes Verhalten
    Verhalten, das die Umwelt beeinflusst und Konsequenzen auslöst.
  • Operationale Definition
    Festlegung der Vorgehensweise (Operation) bei der Definition der Untersuchungsvariablen. So kann Intelligenz beispielsweise operational definiert werden als »das, was ein Intelligenztest misst«.
  • Operationale Definition
    Unter einer operationalen Definition eines theoretischen Konstrukts versteht man die genaue Angabe der Maßnahmen oder Ereignisse, die für seine Erfassung relevant sind.
  • Operationale Definition
    Eine Sache (ein Konstrukt) wird nur insoweit definiert, als sie sich durch Angabe von Operationen oder Messverfahren empirisch fassen lässt. Als Problem bleibt, dass es dementsprechend mehrere operationale Definitionen für ein komplexes Konstrukt geben kann. Vermieden wird dagegen die Mehrdeutigkeit alltagssprachlicher deskriptiver Begriffe.
  • Operationale Intelligenzdefinition
    Definiert Intelligenz als das, was ein Intelligenztest misst. Damit wird das Problem umgangen, eine inhaltliche Intelligenzdefinition zu erstellen.
  • Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik OPD
    Ziel dieses Ansatzes ist, diagnostische Konzepte der psychodynamischen Theorie und Psychotherapie möglichst reliabel zu erfassen. Über nichtformalisierte oder standardisierte diagnostische Gespräche werden theoretisch relevante Bereiche auf fünf Achsen (z. B. zeitlich überdauernde Konflikte) abgebildet.
  • Die Operationalisierung („operationalization“) eines theoretisches Konzepts bzw. einer latenten Variable legt fest, anhand welcher beobachtbaren Variablen (Indikatoren) die Ausprägung des theoretischen Konzepts bei den Untersuchungsobjekten festgestellt werden soll. Neben der Auswahl der Indikatoren gehört zur Operationalisierung auch die Festlegung der Messinstrumente, mittels derer den Ausprägungen der einzelnen Indikatoren jeweils entsprechende numerische Werte zugeordnet und zu einem Gesamtmesswert für das Konstrukt verrechnet werden. Komplexe theoretische Konstrukte werden selten mit einem einzigen Indikator (Einzelindikator als Messinstrument) operationalisiert, sondern meist über einen Satz von Indikatoren (d. h. über eine psychometrische Skala oder einen Index). Mit der Festlegung der Operationalisierung wird für ein theoretisches Konzept (dargelegt über seine Nominaldefinition) eine konkretisierende operationale Definition („operational definition“) vorgenommen.
  • Operationalisierung
    Die Art und Weise, mit der in einer bestimmten Studie ein theoretisches > Konstrukt in eine messbare > abhängige Variable oder eine manipulierbare > unabhängige Variable überführt wird.
  • Operationalisierung
    Die Operationalisierung gibt die Art und Weise an, wie ein Begriff oder eine psychologische Größe definiert, beobachtet und gemessen werden soll.
  • Umsetzung einer eher abstrakten Variable bzw. eines theoretischen Konstruktes in ein konkret messbares Merkmal; Beispiel: Operationalisierung der Variable „mathematische Begabung“ durch die Variable „Mathematiknote“. Wichtig ist, dass die operationalisierte Variable die abstrakte Variable tatsächlich widerspiegelt
  • Operationalisierung
    Angabe eines Messverfahrens für ein Konstrukt
  • Wenn eine Hypothese mit abstrakten und/oder komplexen Variablen geprüft, also mit der Realität konfrontiert werden soll, müssen diese Variablen der Beobachtung und Erfassung zugänglich gemacht werden, d. h., sie müssen operationalisiert werden. Dies geschieht dadurch, dass ihnen auf der Basis des vorliegenden Hintergrundwissens empirische Sachverhalte (d. h. konkret mess- bzw. beobachtbare Größen) zugeordnet werden. Dadurch wird entscheidbar, ob und in welcher Ausprägung die abstrakten (theoretischen) Begriffe in der (empirischen) Realität vorliegen.
  • Operationalisierung
    Nach Atteslander (2010) sind unter Operationalisierung die Schritte der Zuordnung von empirisch erfassbaren oder von zu beobachtenden Indikatoren zu einem theoretischen Begriff gemeint. Durch Operationalisierung werden Messungen der durch einen Begriff bezeichneten empirischen Erscheinungen erst möglich.
  • Operationalisierung, operationale Definition
    Genaue Bestimmung bzw. Standardisierung eines Konstrukts durch die Festsetzung von empirischen Indikatoren und die Herleitung von Messverfahren dafür
  • Operative Abbilder
    Operative Abbilder stellen relativ stabile, invariante Abbildungen der zu erreichenden Ziele, Pläne und der dabei zu berücksichtigenden Bedingungen des eigenen Handelns dar. Sie sind somit wesentliche kognitive Grundlagen des menschlichen (Arbeits-)Handelns. Hierbei erfüllen sie verschiedene Funktionen: Als Repräsentationen über Ziele und Teilziele dienen sie dem Handelnden zur Antizipation des Arbeitsergebnisses. Sie beinhalten darüber hinaus Repräsentationen der Ausführungsbedingungen von Arbeitshandlungen und dienen damit zur Orientierung über den Handlungskontext. Drittens beziehen sie sich auf Repräsentationen der Transformationsmaßnahmen des Ist- in den Soll-Zustand (z. B. Handlungspläne) und unterstützen damit die Handlungsplanung und -ausführung.
  • Bezeichnung für sprachliche Ausdrücke wie → Quantoren, Fragepronomen usw.
  • Operator (operator)
    Abstrakte Beschreibung einer Handlung, die einen Problemzustand in einen anderen überführt.
  • Opferbereitschaft
    Die Tendenz, das unmittelbare Eigeninteresse aufzugeben, um das Wohl des Partners oder der Beziehung zu fördern.
  • Opiate
    Opium und seine Derivate wie Morphium und Heroin vermindern die neuronale Aktivität und lindern daher zeitweise Schmerzen und Angstgefühle.
  • Synthetisch oder halbsynthetisch hergestellte Opiate mit opiatähnlichen Wirkungen, wie z. B. Heroin, Morphium oder Methadon.
  • In Bronfenbrenners bioökologischem Modell die ökonomischen Ressourcen, die ein Makrosystem bietet, einschließlich der Einstellung zu diesen Ressourcen.
  • Oppositionelles aufsässiges Verhalten (ODD)
    Eine Störung, bei der altersunangemessen und dauerhaft oppositionelles aufsässiges Verhalten wie Wut, Trotz und Reizbarkeit gezeigt wird.
  • Opsonierung
    »Markierung« von Bakterien durch Opsonin; regt die Phagozytoserate von Makrophagen und Granulozyten an
  • Akute-Phase-Globulin, das zu Beginn einer bakteriellen Infektion mit der Aufgabe gebildet wird, sich an die Oberfläche der Bakterien anzuheften
  • Optimale Integration (optimal integration)
    Spezialfall der (robusten) schwachen Fusion, bei der die Gewichte der Einzelschätzer optimal gewählt sind, sodass sie bei gegebener Präzision der Einzelschätzer die Präzision des Gesamteindrucks maximieren. Die empirische Überprüfung, ob optimale Integration vorliegt, kann nur vorgenommen werden, wenn gleichzeitig gewisse mathematische Annahmen getroffen werden, etwa über die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Einzelschätzer.
  • Um zu vermeiden, dass eine Studie uneindeutige statistische Ergebnisse produziert, sollte bei der Untersuchungsplanung der optimale Stichprobenumfang veranschlagt werden. Es handelt sich dabei um den Stichprobenumfang, der mindestens notwendig ist, um einen Effekt bestimmter Größe mit einer Teststärke von mindestens 80% aufdecken zu können.
  • Optimalklassen
    Schulklassen, die sich im Vergleich zu anderen Klassen in verschiedenen Dimensionen positiv entwickelt haben, also z. B. eine durchschnittlich besonders positive kognitive und motivationale Entwicklung zu verzeichnen haben.
  • Optionen sind die Alternativen, zwischen denen ein Entscheider wählen kann. Dies können Handlungen, Objekte, Pläne oder Strategien sein.
  • Option (option)
    Eine zur Wahl stehende (Handlungs-)Alternative.
  • Optische Aphasie
    Selektive Störung des Benennens von visuell dargebotenen Objekten. Die Störung beim Benennen von gesehenen Gegenständen kontrastiert mit weit besserem oder sogar gänzlich ungestörtem Benennen bei Wahrnehmung über andere Sinneskanäle und mit intakten visuoperzeptiven Leistungen. Die Abgrenzung zur assoziativen Agnosie ist unsicher.
  • Optische Ataxie
    Fehlerhafte Ausführung zielgerichteter Bewegungen beim Ergreifen eines Objekts oder beim Zeigen auf ein Ziel nach einseitiger, parietookzipitaler Hirnschädigung. Bei erhaltener Kraft und ungestörter Koordination der Bewegungen kommt es zu einem deutlichen Abweichen der Hand vom Ziel.
  • Optische Flussfelder
    → Visuelle Flussfelder.
  • optische Täuschungen
    Optische Täuschungen bieten die Möglichkeit, die Beziehung zwischen Wahrnehmung und Handlung zu studieren. In entsprechenden Experimenten zeigt sich, dass es möglich ist, dass ein und derselbe sensorische Input die Wahrnehmung und die Steuerung manueller Handlungen und die bewusste Wahrnehmung ganz unterschiedlich beeinflusst; die Steuerung von Bewegungen ist oft immun gegenüber Täuschungen der Wahrnehmung.
  • Optogenetik (optogenetics)
    Forschungsgebiet, das sich mit der Kontrolle von genetisch modifizierten Zellen mittels Licht beschäftigt. Fluoreszierende Calciumindikatorproteine werden in das Genom des Organismus eingebaut. Die leuchtenden Substanzen ermöglichen eine wesentlich höhere zeitliche und räumliche Auflösung als bisherige nichtinvasive Methoden wie funktionelle Kernspintomografie (fMRI) oder Positronenemissionstomografie (PET). Anders als die Stimulation von Neuronen über Mikroelektroden, die lokal begrenzt sind, können optogenetische Verfahren die Aktivität eines neuronalen Netzwerks darstellen.
  • Tritt oft in Kombination mit nächtlichem Bruxismus auf. Beinhaltet Zusammenpressen der Zähne, Lippen oder Zunge, Nägelkauen, usw. tagsüber.
  • Entwicklungsphase nach der psychoanalytischen Theorie Freuds, in der der Lustgewinn durch die Nahrungsaufnahme im Vordergrund steht.
  • Die erste Phase in Freuds Theorie im ersten Lebensjahr, in der die primäre Quelle für Befriedigung und Lust in oralen Aktivitäten besteht.
  • psychoanalytisch: Entwicklungsphase mit Mund als primärer erogener Zone
  • Gehirnregion des vorderen Frontallappens direkt hinter den Augen. Er scheint eine Schlüsselrolle bei der Vermittlung von Gefühlen und Kognitionen im Entscheidungsprozess zu spielen.
  • orbitofrontaler Kortex (OFC)
    Strukturen des OFC repräsentieren die affektiven Konsequenzen von Handlungen und beeinflussen Entscheidungen zwischen alternativen Handlungen nach Maßgabe der jeweils zu erzielenden Belohnungen.
  • Orbitofrontaler Realitätsfilter
    Gedächtniskontrollmechanismus, der von Area 13 des orbitofrontalen Kortex und seinen subkortikalen Verbindungen vermittelt wird und aufkommende Erinnerungen nach 200-300 ms auf ihren Bezug zur Realität prüft. Dem Mechanismus scheint die Fähigkeit zur Extinktion zugrunde zu liegen.
  • Ordinalität
    Position eines Elements in einer Folge.
  • Ordnet den Objekten eines empirischen Relativs Zahlen zu, die so geartet sind, dass von jeweils zwei Objekten das Objekt mit der größeren Merkmalsausprägung die größere Zahl erhält. Eine Ordinalskala erlaubt Aussagen über die Gleichheit (Äquivalenzrelation) und die Rangfolge (Ordnungsrelation) von Objekten. Sie sagt aus, ob ein Objekt eine größere Merkmalsausprägung besitzt als ein anderes, nicht aber, um wie viel größer diese Ausprägung ist. Beispiel: Rangfolge für die Schönheit dreier Bilder: 1=am schönsten; 3=am wenigsten schön. Bild 2 muss nicht „mittelschön“ sein, sondern kann fast so schön sein wie Bild 1
  • Eine Ordinalskala („ordinal scale“) ordnet den Objekten eines empirischen Relativs Zahlen (Rangzahlen) zu, die so geartet sind, dass von jeweils zwei Objekten das dominierende Objekt die größere Zahl erhält. Bei Äquivalenz der Merkmalsausprägung sind die Zahlen identisch (Verbundränge).
  • Diese Aufgaben werden bearbeitet, indem die einzelnen Bestandteile der Aufgabe so umgeordnet oder einander zugeordnet werden, dass idealerweise eine logisch passende Ordnung entsteht.
  • Organelle
    Hochorganisierte, von einer Lipidmembran umgebene Struktur im Zytoplasma, z.B. Golgi-Apparat, Mitochondrium
  • Organigramm
    Mit dem Organigramm können Organisationen und Verbände in ihrer hierarchischen Struktur und den wechselseitigen formellen und informellen Abhängigkeiten von Stellen bzw. Personen grafisch dargestellt werden.
  • Eine Organisation ist ein fest bestehendes arbeitsteiliges System, in dem personale oder sachliche Aufgabenträger zur Erfüllung der Unternehmensaufgabe und zur Erreichung der Unternehmensziele eingebunden sind.
  • Organisation
    Mit dem Begriff Organisation sind soziale Gebilde (wie z. B. Schulen, Universitäten, Betriebe, Behörden) gemeint, „die dauerhaft ein Ziel verfolgen und eine formale Struktur aufweisen, mit deren Hilfe Aktivitäten der Mitglieder auf das verfolgte Ziel ausgerichtet werden sollen“ (Kieser und Kubicek 1993, S. 4). Unter strukturellem Aspekt ist eine Organisation „ein Gebilde interdependenter Handlungen“, die in „arbeitsteiliger Kooperation und […] Koordination […] zielgerichtet miteinander verknüpft sind“ (Müller-Jentsch 2003, S. 19).
  • Organisational-Behavior-Modification-Ansatz
    Im Fokus dieses Verhaltensmodifikationsprogramms steht die Identifikation kritischer Verhaltensweisen, die im Zusammenhang mit guten Arbeitsleistungen bzw. -ergebnissen stehen und durch Prinzipien der operanten Konditionierung verstärkt, reduziert oder verändert werden sollen. Bei der Umsetzung sind folgende Vorgehensschritte zu beachten: Identifikation kritischer Verhaltensweisen (beobachtbares Verhalten, das in Zusammenhang mit organisationalen Erfolgs- bzw. Leistungskennziffern steht und suboptimal ausgeprägt ist), Messung der Basisrate des kritischen Verhaltens, funktionale Analyse (Identifikation der Stimuli der Arbeitssituation, welche das kritische Verhalten hervorrufen), Ausarbeitung einer Interventionsstrategie (Anwendung von Prinzipien der operanten Konditionierung), Evaluation (Überprüfung, ob die Interventionsstrategie zur gewünschten Verhaltensveränderung geführt hat).
  • Organisationale Sozialisation
    Mit dem Begriff organisationale Sozialisation wird der Prozess der Vermittlung und des Erwerbs von Kenntnissen, Fertigkeiten, Fähigkeiten, Überzeugungen, Werthaltungen und Normen beschrieben, der eine Person dazu befähigt, die von der Organisation an sie gestellten Handlungsanforderungen zu erfüllen.
  • Organisationen bezeichnen den Zusammenschluss von Menschen zur Erreichung bestimmter Ziele, die hierfür eine zielgerichtete Ordnung bzw. Regelung von Aufgaben in bestimmten sozialen Gebilden (z. B. Betriebe oder gesellschaftliche Institutionen) entwickelt haben bzw. sich dieser Ordnung unterwerfen. Organisationen sind in der Regel durch bestimmte formale und zweckgerichtete Strukturen bzw. Regelsysteme gekennzeichnet, in denen festgelegt ist, was Organisationsmitglieder in welcher Situation wie zu tun haben, wer wem Anweisungen gibt und wer diese zu befolgen hat, wer über was durch wen zu informieren ist und wer in welcher Hinsicht wie zu behandeln ist. Diese Funktions-, Führungs- und Kommunikationsstrukturen weisen je nach Zielsetzung, Größe und Selbstverständnis der Organisation sowie wirtschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen unterschiedliche Aufbau- und Ablaufformen auf.
  • Im Zuge der Personalentwicklung geht es bei der Organisationsanalyse um die Grundfrage, wie der Organisationskontext für ein Training aussieht.
  • Organisationsansatz
    Die Grundvorstellung dieses Ansatzes ist, dass wir die zu erinnernden Reize wiederfinden müssen. Hierbei sind die kategorialen Beziehungen zwischen den Lernreizen wichtig. Sie stellen ein zentrales Organisationsprinzip unseres semantischen Wissens. Außer über kategoriales Wissen verfügen wir auch über andere Wissensschemata. Hierzu gehören Schemata für Ereignisse und Handlungen sowie für räumliche Anordnungen von Objekten..
  • Organisationsdiagnose liefert ein systematisches Verständnis von Organisationen. Auf dieser Grundlage können geeignete Maßnahmen zur Organisationsentwicklung abgeleitet werden, um Probleme zu lösen und die Effektivität zu verbessern.
  • Organisationsdiagnose
    Die psychologische Organisationsdiagnose dient dazu, das regelhafte Erleben und Verhalten der Organisationsmitglieder zu beschreiben, zu erklären und zu prognostizieren mit dem Ziel der Aufdeckung organisationaler Handlungsfelder und der Vorbereitung von Organisationsentwicklungsmaßnahmen.
  • Organisationsdiagnostik
    »Die [psychologische] O-Diagnose dient dazu, die psychologischen Aspekte des Erlebens und Verhaltens von Mitgliedern in Organisationen zu diagnostizieren, um Regelhaftigkeiten im Erleben, im Verhalten und in den Interaktionen zu beschreiben, zu erklären und zu prognostizieren« (Büssing, 2007, S. 558).
  • Unter Organisationsentwicklung werden alle geplanten Bemühungen verstanden, um Organisationen, organisatorische Einheiten und ihre Mitglieder zu entwickeln.
  • Organisationsentwicklung (OE)
    Charakteristisch für Organisationsentwicklung (OE) sind folgende Merkmale: 1) OE ist eine geplante Form des Wandels; 2) OE ist langfristig angelegt; 3) betrifft ganze Organisationen (Betriebe, Schulen, Krankenhäuser etc.) und nicht nur einzelne Abteilungen oder Gruppen; 4) am OE-Prozess sind die Betroffenen beteiligt; 5) der Wandel wird durch erfahrungsgeleitete Lern- und Problemlöseprozesse herbeigeführt; 6) das Lernen und Problemlösen wird durch Verfahren der angewandten Sozialwissenschaften ausgelöst und unterstützt; 7) OE zielt weniger auf die Beeinflussung der Produktivität, als vielmehr auf die Verbesserung der Lebensqualität und der Problemlösefähigkeit in einer Organisation.
  • Organisationsform
    bezieht sich auf die Unterscheidung von Ein- und Mehrliniensystemen, d. h. auf die Regelung von Weisungsbefugnissen und Verantwortlichkeiten.
  • Organisationsklima
    Organisationsklima ist definiert als die relativ überdauernde Qualität der inneren Umwelt der Organisation, die durch die Mitglieder erlebt wird, ihr Verhalten beeinflusst und durch die Werte einer bestimmten Menge von Merkmalen der Organisation beschrieben werden kann.
  • Organisationskultur
    Organisationskultur ist ein Muster gemeinsam geteilter, grundlegender Annahmen, die von einer Gruppe bei der Lösung von Problemen der Anpassung an die Umwelt sowie der Integration ihrer Mitglieder gelernt wurden, die sich als hinreichend erfolgreich bei der Lösung dieser Probleme erwiesen haben und neuen Mitgliedern als die richtige Art und Weise, in der solchen Problemen zu begegnen ist, gelehrt wird.
  • Die Organisationsprinzipien bilden die gestaltpsychologische Grundlage der Wahrnehmungsorganisation. Sie beschreiben, wie sich Elemente in der Wahrnehmung automatisch zu Gruppen organsieren.
  • In der Organisationspsychologie werden v.a. der Einfluss von Organisationsstrukturen und Arbeitsgruppen sowie die Interaktionen der Menschen innerhalb der Organisationen erforscht.
  • Organisationspsychologie
    ein Unterfeld der A&O-Psychologie, das die Einflüsse der Organisation auf die Arbeiterzufriedenheit und Produktivität untersucht und organisatorische Veränderungen erleichtert. Es befasst sich mit Bedingungen, Abläufen und Konsequenzen des Handelns von Menschen in Organisationen, mit Problemen betrieblicher und institutioneller Zusammenarbeit.
  • Organisationsstrategien
    Unter dieser Bezeichnung werden Vorgehensweisen beim Lernen zusammengefasst, die sich auf das eigenständige Herausarbeiten zentraler Gedanken eines Textes beziehen, bei denen Lernende Fakten und Zusammenhänge ordnen und umordnen oder in bildlichen Verfahren (mind-map, Graphen, Diagramme) zusammenfassen und miteinander in Beziehung setzen.
  • Die Organisationstruktur umfasst die Gesamtheit der dauerhaften und generellen Regelungen.
  • Organisationsstruktur
    Gesamtheit aller formalen Regelungen zur Arbeitsteilung und zur Koordination von Leistung und Verhalten der Mitglieder einer Organisation.
  • Organisationssysteme
    Organisationssysteme sind besondere Sozialsysteme mit generalisierten Handlungs- und Erwartungsstrukturen. Sie besitzen eine eigene Rationalität und Handlungsimperative, wobei oft eine Trennung zwischen dem Handlungsträger als Person und seiner Rolle vorgenommen wird (Abels 2009).
  • Organisierende Hormoneinflüsse
    Die Wirkung von Hormonen auf die Differenzierung und Strukturierung der Gehirnorganisation im Laufe der Entwicklung.
  • nennt man eine UV, wenn die Vpn deren Ausprägung als Merkmal mit in die Untersuchung einbringen und von daher den Stufen nicht zufällig zuzuordnen sind.
  • Meta-Modell, bei dem der Mensch als ein komplexes und mit seiner Umwelt in ständiger Wechselwirkung stehendes System begriffen wird (wie z. B. eine biologische Zelle)
  • Organizational Citizenship Behavior
    Organizational Citizenship Behavior ist freiwilliges Verhalten, das sich positiv auf die Funktionsfähigkeit der Organisation auswirkt und im Rahmen des formalen Anreizsystems nicht direkt oder explizit berücksichtigt wird.
  • Vierte Phase des Sexualverhaltens: gekennzeichnet durch Orgasmus und Ejakulation bzw. weitere Kontraktionen im Sexualbereich.
  • Orientierungsbedürfnis
    Dieses Konstrukt wird als Funktion der persönlichen Relevanz eines Themas und der mit ihm verknüpften Unsicherheit verstanden. Geringe Relevanz führt automatisch zu einem geringen Orientierungsbedürfnis. Hohe Relevanz und geringe Unsicherheit hat ein mittleres Orientierungsbedürfnis zur Folge. Seine höchste Ausprägung erfährt das Konstrukt bei gleichermassen hoher Relevanz und Unsicherheit.
  • Orientierungsreaktion
    Unkonditionierte, unspezifische Reaktion auf Veränderungen der Reizumgebung, die mit Veränderungen der zentralnervösen und vegetativen Aktivität einhergeht. Bewirkt eine optimierte Bereitschaft des Körpers zur Aufnahme und Verarbeitung relevanter Reize.
  • Orientierungsreaktion
    Reflexhafte Zuwendung der Aufmerksamkeit auf einen ungewohnten, neuartigen Reiz.
  • Orientierungsreaktion
    Orientierungsreaktion ist ein kurzfristiger Prozess, der nach einer einschneidenden Änderung physiologischer und psychologischer Vorgänge im Reizfeld eine erhöhte Informationsempfänglichkeit und Handlungsbereitschaft auslöst.
  • Orientierungsreaktion
    Die Orientierungsreaktion (OR) erfolgt auf jeden neuen, unerwarteten Reiz und besteht in einer Reihe psychischer und physiologischer Veränderungen des ganzen Organismus, die insgesamt dazu dienen, die Sensibilität des Organismus für ankommende Reize zu erhöhen (Sokolov 1960).
  • Orientierungsschätzung
    Einschätzung der Parallelität zweier Linienorientierungen. Synonym: Orientierungsdiskrimination
  • orthodrom
    In der efferenten Richtung vom Zellkörper (Soma) zu den Synapsen verlaufend
  • Unkorrelierte Faktoren (Faktorenanalyse)
  • orthogonale Faktoren
    statistisch: unkorrelierte Faktoren
  • Orthogonale Hinweisreizaufgabe (orthogonal cueing-paradigm)
    In dieser Aufgabe wird die Aufmerksamkeit durch einen Hinweisreiz (cue) auf die linke oder rechte Seite der Körpermittellinie der Versuchsperson gelenkt. Danach erscheint ein Zielreiz (links oder rechts) an einer oberen oder unteren Position. Versuchspersonen sollen per Drücken auf eine obere oder untere Taste schnell entscheiden, ob der Zielreiz oben oder unten erschienen ist. Die beurteilte Reizdimension und die Dimension der geforderten Reaktion sind orthogonal zur Dimension, entlang derer Aufmerksamkeit manipuliert wird. Hinweis- und Zielreiz können sich auf unterschiedliche Sinne beziehen, um die Kopplung der Aufmerksamkeit zwischen Sinnen zu studieren.
  • Ortsbasierte Aufmerksamkeit ist die Annahme, dass Aufmerksamkeit ortsbasiert ist, d.h. allen visuellen Informationen eines umschriebenen Raums zugewiesen werden kann (unabhängig davon, ob die Information eine oder mehrere repräsentiert).
  • Ortsbasierte Selektivität
    Die Ausrichtung eines visuellen Aufmerksamkeitsfokus auf einen bestimmten Bereich des Gesichtsfeldes, wodurch es zu überlegenen Leistungen in der Reaktion auf in diesem Bereich dargebotene Reize kommt.
  • Die Ortsfrequenz ist die Anzahl der Helligkeitsänderungen pro Sehwinkel.
  • Ortstheorie
    besagt, dass beim Gehör jede Tonhöhe der Erregung eines bestimmten Orts der Basilarmembran der Kochlea entspricht.
  • Die Ortstheorie des Hörens geht davon aus, dass unterschiedliche Frequenzen eine Erregung an unterschiedlichen Orten der Basilarmembran auslösen.
  • Osmolalität
    Menge gelöster Teilchen pro Kilogramm Wasser [mosm/kgH2O]
  • Osmolarität
    Menge gelöster Teilchen pro Liter Wasser [mosm/lH2O]
  • Übergang eines Lösungsmittels oder eines gelösten Moleküls in eine stärker konzentrierte Lösung durch eine nur für das Lösungsmittel bzw. das Molekül durchlässige (semipermeable) Membran
  • Ostrazismus am Arbeitsplatz liegt vor, wenn eine einzelne Person oder eine Gruppe keine Handlungen zeigt, die ein anderes Organisationsmitglied in eine Interaktion einbeziehen, obwohl solche Handlungen sozial angemessen wären.
  • Oszillation
    Periodische Schwingung oder Schwankung in der belebten und unbelebten Natur
  • Other-Race-Effekt
    Tendenz, sich an Gesichter der eigenen Ethnie besser zu erinnern, als an die von Mitgliedern anderer Herkunft.
  • Otolithen
    Syn: Statoconien; Kalkkonkremente in der Deckmembran von Sacculus und Utriculus des Gleichgewichtorgans; wichtig für die Erregungsentstehung bei Beschleunigung des Kopfes
  • Out-of-Africa-Hypothese
    Hypothese, dass alle heutigen Menschen von einer in Südostafrika lebenden Population von Homo sapiens sapiens abstammen
  • Methode, die dem Arbeitnehmer den Wiedereinstieg in den Beruf bzw. das Finden einer neuen Anstellung erleichtern soll.
  • Bewerbungstrainings für zu entlassende Beschäftigte, die vom Arbeitgeber für die zu entlassenden Beschäftigten initiiert und finanziert werden, um deren berufliche Wiedereingliederung zu erleichtern.
  • Outplacement
    Eine vom Arbeitgeber finanzierte Beratungsleistung, bei der einem freizusetzenden Mitarbeiter Unterstützung bei der Suche nach einem neuen, qualifikations- und bedürfnisangemessenen Arbeitsplatz gegeben wird. Die Beratung findet üblicherweise als Einzel- und teilweise auch als Gruppenberatung statt und umfasst verschiedene Elemente wie z. B. Aufarbeitung der Trennungserfahrung, Situationsanalyse, Zielformulierung, Erstellung eines Stärken- und Schwächenprofils, Planung des Vorgehens bei der Bewerbung, Unterstützung bei der Formulierung von Bewerbungsunterlagen, Training für Bewerbungsgespräche und Supervision des Bewerbungsprozesses.
  • Variablentyp, der im Zuge des GMP expliziert wird. Beinhaltet kurz- und langfristige Behandlungsergebnisse.
  • Ovarsyndrom, polyzystisches (PCO)
    Endokrine Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Ovar-Achse, welche zu einer erhöhten Produktion männlicher Sexualhormone (Androgene) führt und sich in einem heterogenen Symptombild äußert (z.B. Zyklusstörungen, Sterilität, Androgenisierung).
  • Overachiever
    Messfehlerbedingt mögen sich unter den diagnostizierten Hochbegabten auch Personen mit einem wahren IQ von etwas weniger als 130 befinden. Es sind normal begabte Overachiever, die durch herausragende Leistungen aufgefallen sind und in der diagnostischen Untersuchung die magische IQ-Grenze von 130 erreicht haben.
  • Overshoot
    Positives Potenzial, das sich nach Reizung einer erregbaren Zelle durch Natriumeinstrom entwickelt
  • Ovulation
    Eisprung.
  • Own-Race-Bias
    siehe: Other-Race-Effekt
  • Hormon
  • Oxytocin (oxytocin)
    Neuropeptid, das im Hypothalamus synthetisiert wird und eine wesentliche Rolle bei der Regulation anschluss- und intimitätsmotivierten Verhaltens spielt.
  • Hormon des Hypophysenhinterlappens. Neurotransmitter, der u. a. eine Kontraktion der glatten Muskulatur der Gebärmutter bewirkt. Begünstigt Partnerbindungsverhalten.
  • Hormon des Hypophysenhinterlappens, bewirkt u.a. eine Kontraktion der glatten Muskulatur der Milchausgänge, der Gebärmutter und des männlichen ejakulatorischen Systems (postejakulatorische Refraktärphase) und wirkt als Neurotransmitter im Gehirn; begünstigt Partner-Bindungsverhalten