Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Gemäß dem P-E-Fit-Modell kommt es bei der Entstehung von Stress insbesondere auch auf das Gleichgewicht von Anforderungen und Ressourcen an. Dies bedeutet, dass die Ressourcen (Kenntnisse und Fähigkeiten, aber auch Persönlichkeitseigenschaften und Verhaltensweisen), die eine Person zur Verfügung hat, den Anforderungen der Arbeitsaufgabe entsprechend vorhanden sein müssen. Umgekehrt sollten auch die Merkmale der Arbeitstätigkeit den Bedürfnissen der Person entsprechen. Ist dies nicht der Fall, herrscht eine Diskrepanz zwischen erwünschten und vorhandenen Merkmalen, die für die Entstehung von Stress entscheidend ist.
  • Der p-Wert ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der in einer Stichprobe gefundene oder ein noch größerer Effekt auftreten konnte unter der Annahme, dass die Nullhypothese gilt. Er ist das zentrale Ergebnis des Signifikanztests.
  • Wahrscheinlichkeit, dass das gefundene Ergebnis oder ein extremeres Ergebnisse bei Gültigkeit von H0 eintritt.Wahrscheinlichkeit, dass das gefundene Ergebnis oder ein extremeres Ergebnisse bei Gültigkeit von H0 eintritt
  • Pacini-Körperchen
    Niederschwelliger Mechanorezeptor (Mechanosensor), der auf Grund seiner Bindegewebshüllen besonders auf Vibrationsreize anspricht (Beschleunigungsdetektor)
  • Pacini-Körperchen reagieren auf Druck und Vibration, besonders am Anfang und am Ende einer Stimulation.
  • Pädagogische oder klinische Signifikanz
    (je nach dem betroffenen Inhaltsbereich) liegt vor, wenn zwischen den Messwerten aus der Basisratenphase und der Interventionsphase keine Überlappungen (Überschneidungen) existieren und wenn der Unterschied zwischen dem Mittelwert aus diesen beiden Phasen mindestens 2 Standardabweichungen beträgt. Man geht auch dann von ihr aus, wenn der Prozentsatz nicht überlappender Daten 85% beträgt. Nähere Informationen zur Berechnung dieses Indexes finden sich ebenfalls bei Kern (1997).
  • Pädagogische Psychologie
    hat das Ziel, Erziehung aus der Perspektive und mit den Mitteln der Psychologie zu erforschen.
  • Störung der Sexualpräferenz. Das paraphile Hauptinteresse bei Pädophilie beinhaltet sexuelle Handlungen mit einem präpubertären Kind (in der Regel 13 Jahre und jünger). Für die Diagnosestellung muss die Person mit Pädophilie 16 Jahre oder älter sein und mindestens 5 Jahre älter als das Kind.
  • Erreichung sexueller Erregung durch das Berühren von meist präpubertären Kindern oder durch die Stimulation der Genitalien durch das Kind.
  • PAI 30: Test zur Praktischen Alltagsintelligenz
    Praktische Alltagsintelligenz wird, so vermuten die Autoren (Mariacher & Neubauer, 2005), in der Regel nicht durch eine bestimmte Ausbildung, sondern durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensumwelt erworben. Diese Fähigkeit zeige sich »in der Auffindung von praktischen Problemlösungen bezogen auf materielle Gegebenheiten im Alltag« (S. 11). Die Autoren grenzen das Konzept von dem der Praktischen Intelligenz ab, das auch den effizienten Umgang mit der sozialen Umwelt einschließe. Der Test umfasst 30 Aufgaben, in denen jeweils ein alltagspraktisches Problem beschrieben und durch eine Skizze oder Foto veranschaulicht wird; die Lösung ist frei zu beschreiben oder durch Ankreuzen einer Antwortalternativen einzutragen.
  • Unwillkürliche Wiederholung von Silben, Wörtern oder Wortverbindungen innerhalb einer Äußerung als hinweisendes sprechmotorisches Symptom für eine Parkinson-Krankheit.
  • Palliativtherapie
    medizinische Behandlung, die nicht auf eine Heilung einer bestehenden Grunderkrankung abzielt, sondern auf die Abschwächung der Folgen einer meist letalen Krankheit.
  • Palmarfläche
    Innenfläche
  • Pamphlet
    Eine beleidigende, polemische, unsachliche Abhandlung, Streit- und Schmähschrift. Vor allem in der Reformationszeit wurden derartige Flugblätter und -schriften als Instrumente im öffentlichen Glaubens- bzw. Meinungskampf eingesetzt.
  • Eine Stichprobe, die wiederholt zu einer bestimmten Thematik (Fernsehgewohnheiten, Konsumgewohnheiten etc.) oder auch zu verschiedenen Themen befragt wird, bezeichnet man als ein Panel (Bortz & Döring, 1995, S. 421).
  • Panelforschung
    Ein Panel ist eine immer gleiche Zusammensetzung von Probanden, die über einen längeren Zeitraum an Untersuchungen teilnimmt. Man kann Panels zu unterschiedlichen Fragestellungen, aber auch zu immer gleichen Fragestellungen untersuchen. Im letzteren Fall würde man zum Beispiel mit Hilfe der Paneldaten Entwicklungsverläufe im Längsschnitt sehen. Panels werden auch genutzt, um für spezifische Fragestellungen Stichproben aus Personen mit bestimmten Eigenschaften zu bilden. Zum Beispiel könnte man für die Neueinführung für ein Produkt eine Stichprobe aus besonders konservativen und besonders innovationsfreudigen Probanden bilden. Diese Eigenschaften (also im Beispiel die Innovationsfreude) sind dann aus früheren Erhebungen im Panel bekannt und können für spätere Fragstellungen genutzt werden.
  • Plötzliche, unvorhersehbar auftretende, zeitlich begrenzte Zustände starker Furcht, begleitet von intensiven physiologischen Reaktionen (z. B. Herzklopfen, Schwindel) und kognitiven Symptomen (z. B. Angst vor Kontrollverlust, Angst zu sterben).
  • Umschriebene Perioden mit plötzlich einsetzender intensiver Besorgnis, Angst oder Schrecken, häufig verbunden mit dem Gefühl drohenden Unheils. Während dieser Attacken bestehen Symptome wie Kurzatmigkeit oder Erstickungsgefühle, Palpitationen, Herzklopfen oder beschleunigter Herzschlag, Brustschmerzen oder -beschwerden, Beklemmungen und Angst, den Verstand oder die Beherrschung zu verlieren. Panikattacken können unerwartet sein (ohne Hinweisreiz), wobei das Einsetzen der Attacken nicht mit einem situativen Auslöser verbunden ist, sondern »aus heiterem Himmel« auftritt. Oder die Panikattacken können situationsgebunden sein, wobei sie fast ausnahmslos sofort bei der Konfrontation mit oder der Erwartung von einem situativen Auslöser (Hinweisreiz) auftreten. Oder es besteht eine situative Prädisposition, wobei die Panikattacken bei der Konfrontation mit einem situativen Auslöser mit größerer Wahrscheinlichkeit auftreten, aber nicht unveränderlich daran gebunden sind.
  • Panikstörung
    Angststörung, die sich durch unvorhersehbare Episoden intensiver Angst auszeichnet, die einige Minuten andauern und in denen die Betroffenen Todesangst erleben, verbunden mit Schmerzen im Brustkorb, dem Gefühl zu ersticken oder anderen furchterregenden Empfindungen.
  • Panikstörung [Episodisch paroxysmale Angst (ICD-10, F41.0)]
    Kennzeichnend sind wiederholt auftretende Panikattacken, die in Abwesenheit eines eindeutigen externen Auslösers auftreten. Sie führen zu deutlichen Verhaltensänderungen und zu anhaltenden Sorgen bzgl. der Attacken.
  • Panikstörung, postpartale
    Eine Panikstörung post partum, welche durch exzessive Ängste um das Wohlergehen des neugeborenen Kindes gekennzeichnet ist.
  • Bauchspeicheldrüse, produziert exokrin Verdauungsenzyme und endokrin Hormone
  • Papier-und-Bleistift-Test
    Test, für dessen Bearbeitung man lediglich Papier (z.B. Fragebogen) und ein Schreibutensil (z.B. Bleistift) benötigt
  • Papilla lacrimalis
    Tränenpapillen; Teil der ableitenden Tränenwege im medialen Augenwinken
  • Papilla nervi optici
    Sehnervpapille, weißlicher Fleck auf der Netzhaut ohne Rezeptoren, daher auch blinder Fleck genannt, an dem die Sehnervenfasern die Netzhaut verlassen
  • Papillae linguales
    Auf der Schleimhaut der Zungenrückens und des Zungenrandes lokalisierte Papillenarten (4 Arten), die sensorische Aufgaben haben
  • Warzenförmige Hauterhebung, z.B. Sehnervpapille, Zungenpapillen, Tränenpapillen
  • theoretischer Ansatz und seine Methodik
  • Bündel an ähnlichen Strömungen, das sich relativ stabil von anderen Bündeln abgrenzen lässt und eine eigenständige Tradition ausbildet
  • Paradigma
    Ein wissenschaftliches Leitbild, ein Denkrahmen bzw. eine wissenschaftliche Grundhaltung, das/die bestimmt, von welchen basalen Annahmen im Hinblick auf einen Gegenstandsbereich auszugehen ist, welche Fragen wie gestellt werden, was beobachtet und überprüft und wie die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen interpretiert werden sollen.
  • Ursprünglich ein Begriff für die „Weltanschauung“ oder „Ideologie“, der Vorstellungen oder Fragen definiert, die an ein bestimmtes Themengebiet gestellt werden. Im Zusammenhang mit empirisch-psychologischer Forschung wird Paradigma im Sinne eines aus der Theorie abgeleiteten Versuchsdesigns bzw. einer Klasse von Versuchsdesigns verwendet.
  • Paradigma der mentalen Chronometrie (mental chronometry paradigm)
    Vergleich der Dauer von vorgestellten und ausgeführten Handlungen.
  • Paradigma der minimalen Gruppen
    Experimentelles Vorgehen, bei dem auf Basis arbiträrer Kriterien Gruppen kreiert werden. Zwischen den Gruppen und innerhalb gibt es keine Interaktion. Die Versuchsteilnehmer erfahren nur die eigene Gruppenmitgliedschaft, wissen aber nicht, wer sonst zu welcher Gruppe gehört; dennoch zeigen sie Intergruppendiskriminierung.
  • Paradigma der visuellen Suche (visual search paradigm)
    ein in der Aufmerksamkeitsforschung weit verbreiteter experimenteller Ansatz, in dem einer Versuchsperson visuelle Reize dargeboten werden, unter denen sich neben einer (variablen) Anzahl von Ablenk- oder Distraktorreizen ein Zielreiz befindet (typischerweise in der Hälfte der Durchgänge). Die Aufgabe der Versuchsperson ist es, so schnell wie möglich eine Zielreiz-anwesend- bzw. -abwesend-Entscheidung zu treffen.
  • Experimentelle Vorgehensweise, bei der dem Probanden (unterschiedliche) Nachrichten auf dem linken bzw. rechten Ohr zugespielt werden. Nur die auf einem Ohr ankommende Information ist dabei zu „beschatten“ (d.h. nachzusprechen „shadowing“). Von Interesse ist, welche (Art von) Informationen (physikalisch, semantisch) über das nicht „beschattete“ Ohr wahrgenommen wird.
  • Paradigma des dichotischen Hörens (dichotic listening paradigm; auch shadowing paradigm)
    Experimentelles Vorgehen, bei dem dem linken und dem rechten Ohr einer Versuchsperson gleichzeitig je eine „Nachricht“ dargeboten wird, wobei sich die Nachrichten hinsichtlich verschiedener Charakteristika (von physikalischen bis semantischen) unterscheiden können. Eine der Nachrichten ist zu beschatten, d. h. laut nachzusprechen. Erhoben wird, inwieweit die Versuchsperson der nichtbeachteten Nachricht „gewahr“ wird, was oft im Sinne der Häufigkeit der Entdeckung von prädefinierten Zielreizwörtern in dieser Nachricht operationalisiert wird; weiterhin kann gemessen werden, inwieweit die nichtbeachtete Nachricht auch unbewusst verarbeitet wird.
  • Wirksame kognitive Technik in der Behandlung von Schlafstörungen. Anleitung des Patienten, im Gegensatz zu sonst zu versuchen, möglichst lange wach zu bleiben, um so den Teufelskreis aus Erwartungsangst, physiologischer Anspannung und resultierender Schlaflosigkeit zu unterbrechen.
  • Paradoxer Schlaf (paradoxical sleep)
    REM-Schlaf.
  • Paragrammatismus
    Komplex angelegter Satzbau mit Satzverschränkungen und Verdoppelung von Satzteilen; Funktionswörter und Flexionsformen sind oft fehlerhaft.
  • Fehlreaktion beim Schreiben.
  • Wirkung eines Hormons auf unmittelbar in seiner Nachbarschaft liegende Zielzellen
  • Fehlreaktion beim Lesen.
  • Konzept des Paradigmas der visuellen Suche, bei dem davon ausgegangen wird, dass alle präsentierten Stimuli gleichzeitig verarbeitet werden.
  • Parallele Suche (parallel search)
    Die Suchzeit in Relation zur Anzahl der Reize im Suchdisplay wird als ein Hinweis auf die beteiligten Suchmechanismen interpretiert. Suchzeiten ≤ 10 ms/Item werden dabei als Indikator dafür angesehen, dass alle Items im Display simultan, d. h. parallel, abgesucht werden (s. auch serielle Suche).
  • Zwei Tests heißen parallele Tests, wenn sie gleiche wahre Werte und gleiche Fehlervarianzen aufweisen.
  • Auf unterschiedlichen Kanälen eingehende Informationen werden gleichzeitig verarbeitet; im Gegensatz zu einer seriellen Verarbeitung.
  • Beim Parallelisieren wird die interessierende Variable vor dem Experiment gemessen und die Probanden werden bezüglich ihrer Ergebnisse in eine Rangreihe gebracht. Liegen zwei Versuchsbedingungen vor, so nimmt man aus dieser Rangfolge jeweils zwei aufeinander folgende Personen und teilt sie per Zufall den beiden Bedingungen zu.
  • Bereiche, die von parallelen Linien begrenzt sind, werden als Figuren gesehen.
  • Paralleltest-Reliabilität
    Die Vorgabe paralleler Versionen eines Tests an ein und dieselbe Gruppe von Personen gilt als »Königsweg« der Reliabilitätsbestimmung. Wie bei der Retest-Methode wird an zwei Zeitpunkten gemessen. Die Reliabilität des Tests ergibt sich aus der Korrelation der beiden Tests. Der zweite Test ist jedoch nicht mit dem ersten identisch, sondern nur inhaltlich äquivalent. Da Übungs- und Erinnerungseffekte keine Rolle spielen, kann ein relativ kurzes Zeitintervall gewählt werden. Das Problem der Merkmalsfluktuation (Veränderung eines Merkmals über die Zeit) verliert damit an Bedeutung.
  • Spezifische Form der Reliabilität, bei der zwei Testversionen eines Verfahrens erstellt und miteinander korreliert werden
  • Paralleltest-Reliabilität
    Methode der Reliabilitätsschätzung. Die Reliabilität eines Tests, von dem zwei parallele Formen existieren, wird über die Korrelation der Testwerte der beiden parallelen Testformen geschätzt.
  • Paralleltestreliabilität
    Korrelation einer Skala mit einem Paralleltest
  • Paralleltests
    Tests, deren Korrelation so hoch ist wie ihre mittlere Reliabilität
  • Parallelverarbeitung
    Prinzip, dass Informationen oftmals gleichzeitig auf getrennten bewussten und unbewussten Spuren verarbeitet werden. gleichzeitiges Verarbeiten mehrerer Aspekte eines Problems. Die natürliche Arbeitsweise des Gehirns bei der Informationsverarbeitung für eine Vielzahl von Funktionen (u. a. beim Sehen). Es handelt sich dabei um das Gegenteil der schrittweisen (seriellen) Verarbeitung der meisten Computer und der bewussten Problemlösung.
  • Parameter
    Ein statistischer Kennwert wie das arithmetische Mittel oder die Varianz, für deren Berechnung die Intervallskaliertheit der Daten Voraussetzung ist. Parameter beziehen sich immer auf die Population
  • Kennwerte einer theoretischen Verteilung oder Grundgesamtheit (im Gegensatz zu Stichprobenkennwerten) wie z. B. Erwartungswert, Streuung etc. Bezeichnung durch griechische Buchstaben
  • Parameter (parameter)
    Im Zusammenhang mit der motorischen Programmierung verwendeter Begriff zur Bezeichnung von „freien Stellen“ innerhalb erworbener Handlungsprogramme oder Schemata, mit deren Hilfe Programme an veränderliche situative Gegebenheiten angepasst werden können.
  • Parametrische Testverfahren
    Parametrische Testverfahren testen Zusammenhänge von Variablen oder Unterschiede zwischen Gruppen. Sie setzen im Gegensatz zu nonparametrischen Testverfahren eine bestimmte Verteilung – meist eine Normalverteilung – der Messwerte in der Population voraus.
  • Parametrische Verfahren
    Diese arbeiten mit Merkmalsverteilungen und können nur bei mindestens intervallskalierten Daten mit bestimmten Verteilungseigenschaften angewendet werden
  • Siehe „Strukturmodelle“.
  • paranoide Persönlichkeitsstörung
    Misstrauen und Argwohn gegenüber anderen
  • Einer von drei charakteristischen Subtypen der Schizophrenie, denen sich die meisten Störungsbilder zuordnen lassen; klinisches Bild der paranoiden Schizophrenie als häufigster Subtypus ist geprägt von Wahnideen und/oder Halluzinationen.
  • Die Hauptmerkmale einer Paraphilie sind wiederkehrende intensive sexuell erregende Phantasien, sexuell dranghafte Bedürfnisse oder Verhaltensweisen, die sich im allgemeinen auf 1. nichtmenschliche Objekte, 2. das Leiden oder die Demütigung von sich selbst oder seines Partners oder 3. Kinder oder andere nicht einwilligende oder nicht einwilligungsfähige Personen beziehen und die über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten auftreten.
  • Parapsychologie
    beschäftigt sich mit paranormalen Phänomenen wie außersinnlicher Wahrnehmung und Psychokinese.
  • Zählt zu den nichtorganischen Schlafstörungen; umfasst Störungen, die während des Schlafes auftreten, z. B. Schlafwandeln, Albträume, Pavor nocturnus.
  • Parasoziale Interaktion
    Die Rezipienten personenzentrierter (TV-)Sendungen interagieren in einer Art und Weise mit einer Ankerperson (sogenannte persona), die Interaktionen des realen Lebens vergleichbar sind und darüber hinaus die Illusion einer Face-to-Face-Beziehung mit den Fernsehakteuren vermitteln.
  • Kribbeln oder Missempfindungen in Körperteilen.
  • Der Übergangsbereich von Suizidalität zur intentionaler Selbstverletzung.
  • Parasympathikus
    Teil des autonomen Nervensystems, welcher den Sympathikus funktionell antagonisiert. Der Einfluss des Parasympathikus überwiegt unter Ruhebedingungen und unterstützt Nahrungsaufnahme und Verdauung, Reproduktion und Erholung.
  • Teil des vegetativen Nervensystems, der für die Aufrechterhaltung der normalen Organfunktion und der Regeneration des Organismus zuständig ist. Antagonist des Sympathikus.
  • Parasympathikus
    Teil des vegetativen Nervensystems, der für Beruhigung sorgt und es damit dem Körper ermöglicht, neue Energie zu speichern bzw. Energie zu sparen.
  • Parasympathikus
    Teil des autonomen Nervensystem; präganglionäre Ursprungszellen liegen in Hinstamm und Sakralmark, die postganglionären organnah; Transmitter an allen Synapsen ist Azetylcholin
  • Parawissenschaft („para science“) beschäftigt sich mit anomalen Sachverhalten, deren Existenz und Beschaffenheit auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand nicht erklärbar sind. Dabei wird gemäß wissenschaftlicher Methodologie und Methodik vorgegangen und auch der Anspruch der Wissenschaftlichkeit erhoben. Mit zunehmendem Erkenntnisgewinn kann sich eine Parawissenschaft zu einer regulären Wissenschaft entwickeln.
  • Parietallappen
    Teil des zerebralen Kortex, der oben und weiter hinten am Kopf liegt. Erhält sensorische Signale für Berührungen und Körperposition.
  • Parietallappen (Scheitellappen)
    Steuert die räumliche Verarbeitung und integriert den sensorischen Input mit der im Gedächtnis gespeicherten Information.
  • Parität
    Die Zahl der Geburten einer Frau.
  • Analyse der syntaktischen oder grammatikalischen Struktur eines Satzes.
  • Part-whole-Korrektur
    Wenn bei der Berechnung der Trennschärfe (Korrelation Item - Testwert) das Item im Testwert enthalten ist, kommt es partiell zu einer Korrelation des Items mit sich selbst. Die Korrelation des Items mit dem Test wird dadurch künstlich erhöht. Bei der manuellen oder EDV-gestützten Berechnung der Trennschärfe wird der Wert für das Item immer vom Gesamtwert subtrahiert, bevor die Korrelation berechnet wird.
  • Partialkorrelation
    Korrelationstechnik, die es gestattet, den Einfluss einer Dritt- bzw. Störvariable aus dem Zusammenhang zweier Merkmale heraus zu rechnen
  • Partielle (intermittierende) Verstärkung
    nur gelegentliche Verstärkung einer Reaktion. Intermittierende Verstärkung führt zu langsamerem Erlernen einer Reaktion, ist aber deutlich löschungsresistenter als eine Reaktion, die durch kontinuierliche Verstärkung gelernt wird.
  • Gibt den Zusammenhang zweier Variablen an, aus dem der lineare Einfluss einer dritten Variable eliminiert wurde. Sie stellt eine bivariate Korrelation zwischen den Regressionsresiduen dar
  • Partielles Eta-Quadrat (ηp2)
    Effektstärkenmaß auf Stichprobenebene. Gibt den Anteil der durch einen Effekt verursachten Variabilität der Messwerte (als Quadratsumme) an der gemeinsamen Variabilität des Residuums und des Effekts an. Im t-Test und der einfaktoriellen Varianzanalyse ohne Messwiederholung entsprechen sich ηp2 und η2, da nur ein Effekt betrachtet wird und deshalb die Summe der Quadratsummen von Residuum und Effekt der Gesamtquadratsumme entspricht. In mehrfaktoriellen Analysen und bei Messwiederholung ist ηp2 ≥ η2, da in diesen Fällen der Nenner von ηp2 (Summe aus den Quadratsummen von Effekt und Residuum) fast immer kleiner ist als der Nenner von η2 (Gesamtquadratsumme, siehe auch Eta-Quadrat
  • Moderne Form des Taylorismus, bei dem Mitarbeiter aktiv an der Entwicklung und Optimierung von Standards und Routinen mitwirken.
  • Partnereffekt
    Parameter im Modell von Kenny, der beschreibt, welches Verhalten eine Person bei anderen hervorruft
  • Partnergewalt
    Ausführung oder Androhung körperlicher Gewalt gegenüber einem Beziehungspartner.
  • Partnerschaftsfragebogen PFB
    Der Partnerschaftsfragebogen von Hahlweg (1996) zielt auf die Erfassung der Ehequalität ab. Die Items betreffen überwiegend das Verhalten des Partners und werden zu den Skalen »Streitverhalten«, »Zärtlichkeit« und »Gemeinsamkeit/Kommunikation« verrechnet.
  • Partnerschaftsstabilität
    Dauer einer Partnerschaft (Ehe) bis zur Trennung
  • Partnerschaftszufriedenheit
    Zufriedenheit mit einer Partnerschaft (Ehe)
  • Paruresis
    Spezialform der sozialen Phobie, bei dem betroffene Frauen und Männer Schwierigkeiten haben bzw. es ihnen nicht möglich ist, in öffentlichen Toiletten, in denen andere anwesend sind oder die Gefahr besteht, dass andere dazustoßen, zu urinieren. Entsprechende Situationen werden unter großer Angst ertragen oder vermieden.
  • Parvozelluläres System
    Kleine retinale Ganglionzellen und Zellen im Nucleus (Corpus) geniculatum laterale, die ein gutes räumliches und ein schlechtes zeitliches Auflösevermögen besitzen und unterschiedlich empfindlich für verschiedenen Farben sind. Dieses System stellt in erster Linie den Eingang für den ventralen Pfad (Was-System) dar.
  • Passagestörung
    Verstopfung infolge eines insgesamt verzögerten Transports von Material durch den Darm.
  • Die biologischen Eltern schaffen ein Umfeld, das zu ihrer eigenen Genausstattung passt, das jedoch wegen der genetischen Überlappung gleichzeitig auch ein günstiges Umfeld für die Kinder schafft. Die Kinder gelangen dadurch ohne eigenes Zutun (also passiv
  • passive Genom-Umwelt-Kovarianz
    Ähnlichkeit zwischen Genom und Umwelt, die durch genetisch Verwandte der Person hervorgerufen wird
  • Das passive Berühren ist die Darbietung eines Reizes auf der Haut.
  • Übereinstimmung von Anforderungen und Befriedungspotenzialen einer Stelle oder einer Laufbahn einerseits und den Qualifikationen, den Bedürfnissen und dem Potenzial einer Person andererseits.
  • Bei einem Patensystem wird einem neuen Mitarbeiter ein erfahrener Kollege – der Pate – zur Seite gestellt, der ihn in der Zeit der Einarbeitung betreut und zur Beantwortung aller wichtigen Fragen zur Verfügung steht.
  • Fragebogen zur Messung der Therapiemotivation und Therapieerwartung von Patienten durch Skalen Hoffnung auf Verbesserung, Furcht vor Veränderung, wahrgenommene Passung zwischen therapeutischem Angebot und Ausgangslage des Patienten.
  • Pathogen
    Ein krankheitsverursachender Organismus.
  • Gesetzmäßigkeiten des weiteren Verlaufs einer Erkrankung. Darunter fallen typische Erkrankungsdauer und -form, Komplikationen sowie vorübergehende oder bleibende Konsequenzen.
  • Pathologisches Glücksspielen
    Ein chronisch-rezidivierendes, maladaptives Spielverhalten, das persönliche, familiäre oder Freizeitbeschäftigungen stört oder beeinträchtigt.
  • Pathomechanismus
    Synonym zum Begriff Pathogenese. Beide Begriffe beziehen sich auf die kausale Erklärung von physischen und/oder psychischen Vorgängen, die zu einer Erkrankung führen.
  • Pathophysiologie
    Lehre von den krankhaften Veränderungen physiologischer Prozesse
  • Pavor nocturnus
    hohes Erregungsniveau und ein Gefühl starker Angst sind typisch für diese Schlafstörung. Im Gegensatz zu Albträumen treten diese Phasen nächtlicher Panik im NREM-3-Schlaf innerhalb der ersten 2–3 Stunden nach dem Einschlafen auf. in der Regel können sich die Betroffenen am nächsten Tag nicht daran erinnern.
  • Principal Components Analysis (s. Hauptkomponentenanalyse)
  • PDP-Modell der Handlungskontrolle
    Menschen können sehr häufig mit ein und demselben Reiz verschiedene, miteinander inkompatible Tätigkeiten ausführen. Das PDP-Modell der Handlungskontrolle versucht zu erklären, wie unser kognitiver Apparat sicher stellt, dass i.d.R. nur eine der möglichen Handlungsalternativen zum Zuge kommt und andere nicht.
  • Peer-Tutoring
    Peer-Tutoring ist eine Lern- bzw. Beratungssituation zwischen Gleichgestellten. Im Gegensatz zu einer klassischen Beratungssituation, beispielsweise zwischen Lehrperson und Schülern, gibt es kein Autoritätsverhältnis, sondern eine symmetrische Machtbeziehung zwischen dem Tutor und seinem Kommunikationspartner. Der Begriff Peer-Tutoring wurde von Bruffee (z. B. Bruffee 1984) geprägt.
  • Menschen mit annähernd gleichem Alter und Status.
  • Peerstatus
    Der Peerstatus eines Kindes wird daraus errechnet, wie häufig bei soziometrischen Verfahren andere Kinder angeben, dieses Kind zu mögen und mit ihm zusammen arbeiten oder spielen zu wollen. Dieser Index bildet das Ansehen eines einzelnen Kindes innerhalb der Klasse ab. Dabei werden zwei verschiedene Dimensionen berücksichtigt: die soziale Präferenz (social preference) und die soziale Beachtung (social impact) eines Kindes. Die soziale Präferenz leitet sich aus der Differenz zwischen der Anzahl der positiven und negativen Stimmen, die ein Kind erhalten hat, ab und beschreibt, wie sehr ein Kind von den Gruppenmitgliedern gemocht wird. Die soziale Beachtung ergibt sich aus der Summe der positiven und negativen Nennungen und bildet damit ab, wie stark ein Kind von den Klassenkameraden wahrgenommen wird.
  • Die wahrnehmbaren, empirisch beobachtbaren kulturellen Artefakte, d.h. Konkrete Verhaltensergebnisse, wie z.B. Kleidung oder Architektur.
  • In Performance Operationg Characteristics (POC) wird das Leistungsniveau in einer Aufgabe A mit dem Leistungsniveau in der einer anderen Aufgabe B in Verbindung gesetzt und durch eine Funktion beschrieben. Für die Erstellung von POC muss die Ausführung eines Aufgabenpaares A und B mehrmals unter verschiedenen Ausmaßen der Ressourcenverteilung auf A und B gemessen werden.
  • Performance-Operating-Characteristic-Kurve (POC-Kurve)
    Ein aufgabendiagnostisches Werkzeug zur Leistungsanalyse in Doppelperformanzaufgaben, wobei die Abbildung der Leistung (bzw. der dafür eingesetzten Ressourcen) in einer Aufgabe als Funktion der Leistung (bzw. der dafür investierten Ressourcen) in der anderen Aufgabe erfolgt.
  • Performance-Resource-Funktionen (PRF; performance resource function)
    Wichtiges Werkzeug zur Leistungsanalyse in Doppelperformanzaufgaben, wobei die Abbildung der Leistung als Funktion der eingesetzten Ressourcen erfolgt.
  • Performanz (performance)
    Beobachtbares sprachliches Verhalten, das begrenzt ist durch Kapazitätsbeschränkungen des kognitiven Apparats, aber auch durch temporäre Faktoren (z. B. Müdigkeit, Ablenkung).
  • Performanz und Kompetenz
    Die Verwendung des Begriffs der Performanz im Unterschied zur Kompetenz geht auf Chomsky (1972) zurück, der mit Performanz die Sprachverwendung und mit Kompetenz die der Sprachverwendung zugrunde liegenden Fähigkeiten bezeichnete. Im heutigen Sprachgebrauch wird Performanz als begriffliches Komplement zu Kompetenz gebraucht und meint die Ausführung und den Vollzug einer Handlung bzw. eine Leistung. Dementsprechend bezeichnet Performanz den Vollzug einer Handlung und Kompetenz die Befähigung dazu.
  • Perfusion
    Durchströmung mit einer Flüssigkeit; Vorgang bei dem das Blut des Tieres durch Salzlösung oder Fixativ ersetzt wird
  • Perfusionsdruck
    Druckdifferenz, die die Durchströmung eines Organs mit einer Flüssigkeit bewirkt
  • Periaquäduktales Grau
    Ein Kerngebiet im Bereich des Mittelhirns, das bei subhumanen Primaten, wahrscheinlich aber auch beim Menschen an der Koordination emotionaler Lautäußerungen (Warnrufe, Angstschreie etc.) beteiligt ist.
  • Gesichtsfeldmessung, bei der die Größe, Lage und Dichte eines Gesichtsfeldausfalls mit bewegten oder statischen Lichtreizen bestimmt werden kann.
  • Perinatalperiode
    Zeitspanne von der 22. Schwangerschaftswoche bis zum vollendeten 7. Tag nach der Geburt.
  • Perinatologie
    Zweig der Heilkunde, der sich auf Probleme rund um die Geburt spezialisiert.
  • Periodizitätstheorie
    Dieser Theorie zufolge wird die Tonfrequenz durch die gleich hohe Frequenz der erzeugten Nervenimpulse codiert und ermöglicht so die Tonhöhenwahrnehmung.
  • Periphere Route der Überzeugung
    tritt auf, wenn man durch nebensächliche Hinweise beeinflusst wird, wie beispielsweise die Attraktivität eines Redners.
  • Periphere Route zur Persuasion
    Umfasst diejenigen Persuasionsprozesse, die nicht auf themenrelevantem Denken beruhen (z. B. evaluative Konditionierung, heuristische Verarbeitung).
  • Periphere Route zur Persuasion
    Umfasst diejenigen Persuasionsprozesse, die nicht auf aufwändigem themenrelevanten Denken beruhen (z.B. klassische Konditionierung, heuristische Informationsverarbeitung).
  • Ein Hinweisreiz (z.B. ein Aufleuchten des Hintergrunds) im Spatial-Cueing-Paradigma, der an dem (relativ zu einer zentralen Fixation peripheren) Ort positioniert ist, an dem der Zielreiz mit hoher Wahrscheinlichkeit erscheint.
  • Peripheres Nervensystem
    sensorische Neuronen und Motoneuronen, die das zentrale Nervensystem (ZNS) mit dem Rest des Körpers verbinden, sowie die Neuronen des autonomen Nervensystems.
  • Peripheres Nervensystem
    Gesamtheit der Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark. (autonomes Nervensystem)
  • Peripheres Persönlichkeitsmerkmal
    Ein Merkmal, dessen Vorhandensein den Gesamteindruck von einer Persönlichkeit nicht bedeutsam beeinflusst.
  • Perisylvische Raumorientierungsareale
    Der Orientierung im Raum liegen neuronale Strukturen zugrunde, die vorwiegend mit Hirnarealen assoziiert werden, die in der rechten Hemisphäre um die seitliche Hirnfurche (Fissura sylvii) angeordnet sind. Diese Hirnareale liegen weitgehend im Versorgungsgebiet der A. cerebri media.
  • Perisylvische Sprachareale
    Der Perzeption und Produktion von Sprache liegen neuronale Strukturen zugrunde, die vorwiegend mit Hirnarealen assoziiert werden, die in der linken Hemisphäre um die seitliche Hirnfurche (Fissura sylvii) angeordnet sind. Diese Hirnareale liegen weitgehend im Versorgungsgebiet der A. cerebri media.
  • Permeabilität
    Durchlässigkeit einer Membran (Grenzfläche) für Ionen oder Moleküle
  • Erziehungsstil, der durch ein niedriges Ausmaß an Lenkung und ein hohes Ausmaß an Responsivität gekennzeichnet ist. Der Erziehende hält sich bei der Lenkung, bei der Reglementierung oder bei Anforderungen an das Kind stark zurück, kümmert sich aber dennoc
  • Permissiver Erziehungsstil
    Ein Erziehungsstil, der stark auf die Kinder eingeht, aber kaum Anforderungen stellt. Permissive Eltern reagieren auf die Bedürfnisse ihrer Kinder und verlangen nicht, dass sie sich selbst regulieren oder sich angemessen oder vernünftig verhalten.
  • Permissiver Erziehungsstil
    Eltern sind wenig lenkend und kontrollierend, stellen wenig Anforderungen und überlassen es dem Kind, sich selbst zu steuern.
  • Werden in einem Zufallsexperiment (z.B. Urne, Kartenspiel) alle Objekte gezogen und nicht zurückgelegt, bezeichnet man die bei einer Durchführung dieses Experiments aufgetretene Reihenfolge der Objekte als eine Permutation. Bei n Objekten gibt es n! Permutationen
  • Perseveranz Paradigma
    Das Perseveranz Paradigma ist eine Versuchsanordnung, die belegt, daß Menschen eine Information, von der sie bereits verstanden haben, daß sie falsch ist, später nach wie vor als wahr behandeln. Neueren Untersuchungen bestätigen, daß dieser Effekt besonders stark auf die affektiven Reaktionen zu der Information zutrifft (affektive Perseveranz).
  • Perseveration
    Wiederholung einer initial adäquaten oder inadäquaten motorischen oder sprachlichen Handlung oder von Teilen einer Handlung in unpassendem Kontext. Der Inhalt von Perseverationen ist anders als beim Automatismus nicht über längere Zeiträume (z. B. Tage) konstant.
  • Immer wiederkehrendes und nur schwer zu unterbindendes Auftreten einer gleichen Handlung oder eines gleichen Gedanken, der nicht adäquat zur jeweiligen Situation sein kann.
  • Wiederholung eines zuvor gezeigten, mittlerweile situationsunangemessenen Verhaltens.
  • Perseveration (perseveration)
    Übermäßiges Beharren auf Zielen, Verhaltensdispositionen oder Aufgabenregeln, das sich in rigidem unflexiblem Verhalten manifestiert. Perseveration kann nach Läsionen des Frontalhirns auftreten und wird mit dem Wisconsin-Kartensortiertest und Aufgabenwechselparadigmen erfasst.
  • Personen, die sich vielfach bereits im Kindesalter durch Auffälligkeiten auszeichnen (Störung des Sozialverhaltens etc.), die in ein delinquentes Verhalten während der Adoleszenz, häufig fortgesetzt bis ins Erwachsenenalter, münden. Diese Jugendlichen hab
  • Persistenz (persistence)
    Bezeichnung für die Ausdauer oder Beharrlichkeit bei der Zielverfolgung, die sich u. a. darin manifestiert, dass beim Auftreten von Problemen alternative Mittel zur Zielerreichung eingesetzt und Handlungen nach einer Unterbrechung bevorzugt wieder aufgenommen werden.
  • Persistenz (persistency)
    Ausdauer bei der Zielverfolgung, insbesondere angesichts von Hindernissen und Widerständen.
  • Der Person-Environment Fit bezeichnet die Übereinstimmung zwischen einer Person und ihrem Arbeitsumfeld.
  • Nach diesem Modell sollte es ein Gleichgewicht zwischen den Ressourcen (»abilities«), über die eine Person verfügt, und den Anforderungen (»demands«) der Arbeitsaufgabe geben. Ebenso sollten auch die Merkmale (»supplies«) der Arbeitsaufgabe den Bedürfnissen (»needs«) der Person entsprechen.
  • Debatte darum, ob Personenvariablen wie Persönlichkeitsmerkmale oder Situationen Erleben und Verhalten (und deren Konsistenz) stärker bedingen
  • Mit dem Begriff Personal bezeichnet man die in Organisationen in abhängiger Stellung arbeitenden Menschen, die innerhalb einer institutionell abgesicherten Ordnung eine Arbeitsleistung erbringen. Es geht somit um die Mitarbeiter eines Unternehmens oder einer Organisation, die zur Realisierung von Geschäfts- und Arbeitsprozessen eingesetzt und bezahlt werden. Personal wird im betriebswirtschaftlichen Sinne als eine Ressource aufgefasst, die es zu managen bzw. zu steuern gilt. Dabei geht es sowohl um die Verhaltenssteuerung im Sinne einer Mitarbeiterführung als auch die Gestaltung von Systemen zur Steuerung der Personalfunktionen wie Beschaffung, Auswahl, Entwicklung, Beurteilung, Vergütung etc.
  • Die Personalauswahl ist ein Prozess, der aus Anforderungsanalyse, Personalmarketing und der Identifizierung sowie Einstellung des am besten geeigneten Bewerbers besteht.
  • Personalauswahl
    Ermittlung der Person, die für eine Aufgabe möglichst gut geeignet ist.
  • Personalauswahl
    arbeitsbezogene Auswahl von Personen
  • Personalbedarf
    Das Ausmaß, in dem die tatsächliche Anzahl der Gruppenmitglieder der idealen Anzahl Gruppenmitglieder entspricht.
  • Personale Bewältigungsressourcen
    Das individuelle Bewältigungsrepertoire, das einer Person zur Verfügung steht (z. B. die verfügbaren Bewältigungsstrategien).
  • Alle unmittelbaren, wechselseitigen und tendenziell eher nicht-symmetrischen Interaktionsprozesse, die zwischen einem oder mehreren Führenden und einem oder mehreren Geführten stattfinden.
  • Personalentwicklung umfasst Maßnahmen zur Erweiterung der individuellen beruflichen Handlungskompetenz.
  • Personalentwicklung
    Systematische Weiterentwicklung der Mitarbeiterqualifikationen mit dem Ziel, Stärken auszubauen und Schwächen zu verringern.
  • Personalentwicklung
    Fortbildung durch Betrieb oder Organisation
  • Ansatz der Organisationsentwicklung, der an der Person des Organisationsmitglieds ansetzt.
  • Personalisation
    Personalisation ist ein lebenslanger Prozess der Persönlichkeitsbildung, bei dem Wandlungen und Entwicklungen einer Person, aber auch der sie umgebenden Umwelt eine fortdauernde Korrektur von Wissen, Einstellungen, Haltungen und Verhaltensweisen nötig machen.
  • Alle Interaktionsprozesse, die direkt zwischen gleichzeitig anwesenden Personen geschehen.
  • Alle Interaktionsprozesse im Dienste der Unternehmensführung, die auf die Steuerung der humanen Ressourcen der jeweiligen Organisationsmitglieder zielen.
  • Personalmarketing dient der langfristigen Gewinnung und Bindung von qualifizierten Mitarbeitern.
  • Personalmarketing
    Sämtliche Aktivitäten einer Organisation, die auf die Gewinnung und Bindung geeigneter Mitarbeiter und die Freisetzung ungeeigneter bzw. nicht mehr geeigneter Mitarbeiter abzielen.
  • Die Personalpsychologie zielt auf die interindividuellen Unterschiede von Arbeitenden ab (z.B. Personalauswahl).
  • Personalpsychologie
    ein Unterfeld der A&O-Psychologie, das seinen Schwerpunkt auf Einstellung, Auswahl, Platzierung, Training, Einschätzung und Entwicklung von Arbeitern legt.
  • Im Zuge der Personalentwicklung wird mithilfe der Personenanalyse festgestellt, welche Mitarbeiter ein Training benötigen.
  • personenbezogen-empirische Methode
    Die personenbezogen-empirische Methode nutzt empirisch ermittelte Zusammenhänge zwischen Personenmerkmalen wie Intelligenz oder Persönlichkeitsmerkmalen und Kriterien des Ausbildungs- oder Berufserfolgs. Idealerweise stammen die Validitätsbefunde aus dem eigenen Unternehmen. Da die eingestellten Bewerber in der Regel nach den erhobenen Merkmalen ausgewählt wurden, ist die Streuung der Prädiktoren eingeschränkt. Für eine angemessene Bewertung der Korrelationen muss unbedingt die Varianzeinschränkung rechnerisch korrigiert werden.
  • Die personenbezogene Arbeitsanalyse umfasst die Beschreibung von Arbeitstätigkeiten und -inhalten aus der Sicht des Arbeiters. Der Schwerpunkt liegt hier auf der subjektiven Einschätzung und Wahrnehmung des Arbeiters.
  • Personenbezogene Arbeitsanalysen
    Bei personenbezogenen Arbeitsanalysen steht die subjektive Wahrnehmung und Einschätzung der Arbeitstätigkeit und ihrer Ausführungsbedingungen durch individuelle Personen im Vordergrund. Damit wird nicht eine objektive, sondern eine „redefinierte“ Wahrnehmung und Einschätzung von Tätigkeitsmerkmalen und Arbeitsbedingungen meist mittels schriftlicher Befragungen (standardisierte Fragebögen) erfasst. Im Vordergrund steht die Einschätzung spezifischer Arbeitsmerkmale, -aufgaben und -bedingungen in einem kognitiv interpretierenden bzw. evaluativen Sinne.
  • Personenlizenzen
    Im Rahmen der berufsbezogenen Eignungsbeurteilung nach DIN 33430 wurden Personenlizenzen eingeführt, zu deren Erwerb man erfolgreich an einer Prüfung teilnehmen muss. Neben einer umfassenden Lizenz ist es möglich, eine Lizenz »Mitwirkende an Eignungsinterviews« und eine Lizenz »Mitwirkende an Verhaltensbeobachtungen« zu erwerben. Dahinter verbirgt sich das Konzept, Personen, die ausschließlich Eignungsinterviews durchführen bzw. die als Beobachter in einem Assessment Center fungieren, speziell für diese Aufgabe zu schulen und durch eine Prüfung ihre Qualifikation festzustellen.
  • Analyseeinheiten sind Personen
  • Unter Personenparametern versteht man in der IRT die latente Merkmalsausprägung ξv einer Person v, die im Rahmen eines IRT-Modells geschätzt wird.
  • Ableitung von Personengruppen (Typen), bei denen sich Gruppenmitglieder in Merkmalsausprägungen bzw. Merkmalsprofilen ähnlich sind
  • Personenvarianz
    Systematische Varianz zwischen Versuchspersonen, z. B. aufgrund von allgemeinen Persönlichkeits- oder Motivationsunterschieden. Bei der Varianzanalyse ohne Messwiederholung geht dieser Teil in die Residualvarianz mit ein. Die Varianzanalyse mit Messwiederholung kann diesen Varianzanteil schätzen, was zu einer Verringerung der Residualvarianz und zu einer höheren Teststärke führt
  • Personifikationsanosognosie
    → Somatoparaphrenie.
  • Personifizierung
    Die Personifizierung ist ein beliebtes Verfahren in der Marktforschung, um auf indirektem Weg die Einstellungen und Werte der Verbraucher gegenüber einer Marken zu erheben. Bei dieser Technik stehen die Eigenschaften der Marke bzw. des Produkts im Vordergrund. Die Instruktion kann z.B. lauten : „Wenn Kodak als Person auf die Welt käme, wie würde er oder sie dann aussehen? Welche Eigenschaften hätte er oder sie?“.
  • Stabile Beziehung zu einer anderen Person
  • Eine Form des Egozentrismus von Jugendlichen, die den Glauben an die Einzigartigkeit der eigenen Gefühle und Gedanken beinhaltet.
  • Persönliche Kontrolle
    unser Gefühl, die Umwelt unter Kontrolle zu haben, statt uns hilflos zu fühlen.
  • persönliche Umwelt
    die gesamte Situationsexposition einer Person
  • Gewohnheitsmäßige soziale und physische Umgebung einer Person
  • Entscheidungen, die sich auf Handlungen beziehen, bei denen vor allem persönliche Präferenzen berücksichtigt werden.
  • persönliches Ziel
    bewusst repräsentiertes, individuell für wichtig gehaltenes längerfristiges Ziel
  • Überdauerndes Muster des Wahrnehmens, der Beziehungsgestaltung und des Denkens über die Umwelt und sich selbst. Persönlichkeitszüge sind ausgeprägte Aspekte der Persönlichkeit, die in einem breiten Spektrum wichtiger sozialer und persönlicher Zusammenhänge zum Ausdruck kommen. Nur wenn die Persönlichkeitszüge unflexibel und schlecht angepasst sind und entweder eine deutliche funktionale Beeinträchtigung oder subjektives Leiden hervorrufen, bilden sie eine Persönlichkeitsstörung.
  • Persönlichkeit
    das für ein Individuum charakteristische Muster des Denkens, Fühlens und Handelns.
  • Persönlichkeit
    Persönlichkeit ist „ein bei jedem Menschen einzigartiges, relativ stabiles und den Zeitablauf überdauerndes Verhaltenskorrelat“ (Herrmann 1991, S. 29).
  • Persönlichkeit
    Gesamtheit aller Persönlichkeitseigenschaften einer Person
  • Organisierte und dynamische Gesamtheit der überdauernden Erlebens- und Verhaltensmuster einer Person
  • Persönlichkeits- und erlebnisorientierte Verfahren der Personalentwicklung
    Diese Verfahren umfassen Sensititvitätstrainings, gruppendynamische Trainings sowie Persönlichkeitstrainings. Ihre Wirkungen sind umstritten.
  • Persönlichkeitsdisposition
    Disposition, in der sich Menschen unterscheiden
  • Persönlichkeitseigenschaft
    überdauerndes Merkmal, in dem sich Menschen unterscheiden
  • Persönlichkeitseigenschaften von Führungskräften
    Sind relativ stabile individuelle Merkmale (z. B. Charakter, Intelligenz, motivationale Dispositionen), von denen angenommen wird, dass sie vorhersagen können, wer Führungskraft wird und wie effektiv sich eine Person als Führungskraft erweist.
  • Persönlichkeitsentwicklung
    langfristige Veränderung der Persönlichkeit
  • Persönlichkeitsfaktor
    durch Faktorenanalyse bestimmter Faktor von Eigenschaftsmessungen
  • Persönlichkeitsförderlichkeit
    Persönlichkeitsförderlichkeit als Kriterium humangerechter Arbeitsgestaltung beinhaltet, dass die arbeitsgestalterischen Lösungen bei einer längerfristigen Ausübung der Tätigkeit lern- und persönlichkeitsförderlich wirken sollen; d. h., die Arbeit sollte einen ausreichenden Spielraum für Lernen und Weiterentwicklung sowie zur Bedürfnisbefriedigung (im Sinne von Wohlbefinden und Zufriedenheit) enthalten. Dies wird beispielsweise überprüft anhand von erforderlichen Lernaktivitäten zur Tätigkeitsausübung oder Zeitanteilen für selbstständige Verrichtungen.
  • Persönlichkeitsinventar
    Fragebogen, bei dem die Probanden auf Items (oft Richtig-falsch-Items oder Aussagen, die mit »stimme zu – stimme nicht zu« zu beantworten sind) antworten, die so konzipiert sind, dass sie einen weiten Bereich von Gefühlen und Verhaltensweisen abdecken. wird zur Erfassung ausgewählter Persönlichkeitsmerkmale eingesetzt.
  • Persönlichkeitsinventar
    diagnostisches Instrument, das aus mehreren Persönlichkeitsskalen besteht
  • Persönlichkeitsmerkmale
    Persönlichkeitsmerkmale sind mehr oder weniger zeitlich stabile psychische und physische Eigenschaften von Probanden (z.B. Extraversion, Körpergröße).
  • Persönlichkeitsprototyp
    Persönlichkeitstyp, repräsentiert durch eine typische fiktive Person
  • Persönlichkeitspsychologie
    empirische Wissenschaft der Persönlichkeit
  • Psychologische Disziplin, die sich mit Persönlichkeit beschäftigt
  • Persönlichkeitsskala
    mehrere Items, die dieselbe Eigenschaft messen sollen
  • Persönlichkeitsstörung
    Eine Persönlichkeitsstörung stellt ein überdauerndes Muster von innerem Erleben und Verhalten dar, das merklich von den Erwartungen der soziokulturellen Umgebung abweicht, tiefgreifend und unflexibel ist, seinen Beginn in der Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter hat, im Zeitverlauf stabil ist und zu Leid oder Beeinträchtigungen führt.
  • Persönlichkeitsstörung
    Überdauerndes Muster von innerem Erleben und Verhalten, das merklich von den Erwartungen der soziokulturellen Umgebung abweicht, tiefgreifend und unflexibel ist und zu Leid oder Beeinträchtigungen bei den Betroffenen (und/oder im sozialen Umfeld) führt.
  • Persönlichkeitsstörung
    psychische Störung, die gekennzeichnet ist durch unflexible, andauernde Verhaltensmuster, die die soziale Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.
  • Persönlichkeitsstörung
    tiefgreifendes, stabiles, pathologisches Persönlichkeitsmuster
  • Persönlichkeitsstörungen
    Als Persönlichkeitsstörungen werden signifikante Abweichungen vom Normalverlauf der Persönlichkeitsentwicklung bezeichnet, die dazu führen, dass bestimmte Eigenschaften extrem ausgeprägt, rigide und unangepasst sind. Es gibt keine einheitliche Vorstellung über die Entstehung von Persönlichkeitsstörungen und ebenso besteht kein Konsens, ab wann Persönlichkeitseigenschaften als Störung zu bezeichnen sind. Als eine Art Daumenregel gilt, dass Persönlichkeitsstörungen sich durch Verhaltensmuster ausdrücken, die in charakteristischer Weise von den sozial bestimmten Normen eines situationsangemessenen Erlebens und Handelns abweichen.
  • Persönlichkeitstests („personality tests“) sind vollstrukturierte psychologische Testverfahren zur Messung von Persönlichkeitsmerkmalen. Hierbei werden individuelle Merkmale anhand von Selbstauskunfts-Items gemessen, die sich auf situations- und zeitüberdauernde Aspekte des emotionalen, motivationalen und sozialen Verhaltens und Erlebens beziehen. Im Unterschied zu Leistungstests gibt es bei den Test-Items in Persönlichkeitstests keine richtigen oder falschen Lösungen und es geht auch nicht um maximale Fähigkeiten, sondern um Selbstauskünfte über typisches Erleben und Verhalten der betreffenden Person.
  • Persönlichkeitstests
    Persönlichkeitstests dienen der Erfassung von individuell typischem Verhalten als Indikator für die Ausprägung von Persönlichkeitsmerkmalen (Verhaltens- oder Erlebensdispositionen).
  • Persönlichkeitstyp
    Gruppe ähnlicher Personen
  • Persönlichkeitszug
    siehe: Trait
  • Die Perspektive erfasst die Einflüsse der Entfernung eines Objektes auf die Projektion in einer Ebene. Ein Beispiel ist die Konvergenz paralleler Linien mit wachsender Entfernung.
  • Das Beachten der Perspektive einer anderen Person, durch das sich Verhalten, Denken und Fühlen dieser Person besser verstehen lässt.
  • Perspektivenübernahmefähigkeit
    Fähigkeit, sich in die Perspektive eines anderen Menschen zu versetzen und dadurch dessen Denken und Fühlen zu verstehen.
  • Persuasion
    Persuasion ist die Veränderung von Einstellungen durch soziale Einflussnahme im Rahmen von Kommunikationsakten.
  • Persuasion
    Persuasion bezeichnet Kommunikation, die darauf abzielt, beim Empfänger einer Botschaft Einstellungen bzw. Verhaltensweisen gegenüber einem Thema (Einstellungsobjektes) zu formen, zu verstärken oder zu ändern. Persuasive Effekte können über die Präsentation von Argumenten, die Darstellung von Personen mit großer Autorität, Vergleiche mit anderen Situationen usw. ausgelöst werden.
  • Beeinflussung von Einstellungen über die Kommunikation.
  • Persuasive Kommunikation und Propaganda
    Persuasive Kommunikation (vom lateinischen Wort persuadere, d. h. überreden) ist eine Form der Kommunikation, deren Ziel eine Vereinheitlichung von Einstellungen, Überzeugungen und sozialen Verhaltensweisen der Kommunikationspartner ist. Im Vordergrund steht nicht die Verständigung oder der Informationsaustausch, sondern die zielgeleitete Einflussnahme auf die Meinungsbildung mit den Mitteln des Überredens und Überzeugens. Propaganda bezeichnet den absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen, Meinungen und Einstellungen zu formen und so zu manipulieren, dass ein konformes Verhalten von Personen daraus resultiert (Bussemer 2005). Der Begriff Propaganda wird vor allem in politischen Zusammenhängen verwendet, während im ökonomischen Kontext von Werbung und im religiösen Kontext auch von Missionierung gesprochen wird.
  • Perturbationstechnik (perturbation technique)
    Bei dieser Technik werden künstliche Objekte präsentiert, bei denen redundante Signale leicht diskrepante Information über eine Eigenschaft des Objekts liefern. Die Diskrepanzen sind klein, sodass sie nicht bemerkt werden können und auch durch die begrenzte Präzision sensorischer Verarbeitung zustande gekommen sein könnten. Der beim künstlichen Objekt wahrgenommene Wert der Eigenschaft wird zu den Werten der einzelnen Signale (oder besser zu deren wahrgenommener Größe) in Bezug gesetzt, um die Beiträge einzelner Signale bei der Integration redundanter Information zu bestimmen.
  • Perzentil
    Prozentrang.
  • Das p-te Perzentil ist derjenige Skalenwert, welcher die unteren p% einer Verteilung abschneidet. In einer Grafik werden die unteren p% der Verteilungsfläche abgeschnitten
  • Bezeichnet jenen Testwert, der einem bestimmten Prozentrang in der Normierungsstichprobe entspricht. Beispielsweise wird derjenige Testwert, welcher von 30% der Testwerte unterschritten bzw. höchstens erreicht wird, als 30. P. bezeichnet.
  • Ein Perzept ist das Ergebnis eines komplexen Wahrnehmungsprozesses, über das wir berichten können. In diesem Sinne ist es Bestandteil unseres phänomenalen Bewusstseins.
  • "Resultat des Wahrnehmungsprozesses; das, was das Individuum wahrnimmt. Die Wahrnehmungshypothese."
  • Vorstellung, dass die Selektion relevanter Information in einem sehr frühen Stadium der Verarbeitung stattfindet – nämlich unmittelbar nach bzw. zusammen mit der Wahrnehmung (Perzeption).
  • Perzeptive Selektion (perceptual selection)
    Die Funktion der Auswahl bestimmter Information auf der Stufe der Wahrnehmung mit dem Ziel, diese Information dem Bewusstsein bzw. der Steuerung von Denken und Handeln zugänglich zu machen.
  • Von den Wahrnehmungsorganen verarbeitete Information.
  • Perzeptuelle Mehrdeutigkeit und Disambiguierung
    Wenn ein Reiz verschiedene mögliche Interpretationen im Wahrnehmungsprozess hat und diese ungefähr gleich wahrscheinlich sind, sprechen wir von einem mehrdeutigen Reiz. Kippfiguren, wie z. B. der Necker-Würfel oder das bekannte Bild einer weißen Vase auf schwarzem Grund, das auch als zwei schwarze Gesichter auf weißem Grund gesehen werden kann, sind Beispiele mehrdeutiger Wahrnehmung. Mehrdeutige (ambige) Wahrnehmung kann oftmals durch zusätzliche Sinnesreize eindeutig gemacht werden, wie z.B. wenn in einem Necker-Würfel ein Stab eingeschoben wird, und es so klar ist, welche Seite des Würfels vorne ist. Dies nennen wir perzeptuelle Disambiguierung.
  • PET
    siehe: Positronenemissionstomografie
  • → Positronenemissionstomografie.
  • Positronen-Emissions-Tomografie,
  • Mit ihrer Hilfe werden anhand empirischer Daten a priori formulierte „Kausalhypothesen“ zur Erklärung von Merkmalszusammenhängen geprüft
  • statistisch: Verfahren der Kausalanalyse auf der Grundlage von Korrelationen
  • Grafische Veranschaulichung eines Kausalmodells
  • Pfade der visuellen Informationsverarbeitung
    Zahlreiche Befunde weisen darauf hin, dass die Verarbeitung visueller Information entlang zweier separater kortikaler Pfade erfolgt, einem so genannten ventralen Pfad, der vom primären visuellen Kortex in die inferotemporalen Kortex projiziert und einem so genannten dorsalen Pfad, der vom primären visuellen Kortex in den posteriorparietalen Kortex projiziert. Der ventrale Verarbeitungspfad spielt eine zentrale Rolle für die Objekterkennung und stellt Information über die Identität von Objekten bereit. Der dorsale Pfad stellt hingegen Information die für die visuelle Kontrolle von Handlungen benötigt wird: Information über die Größe von Objekten, ihre Orientierung und Position im Raum sowie Informationen über die Richtung und Geschwindigkeit bewegter Objekte.
  • Pfadkoeffizient
    statistisch: Maß der Einflussstärke eines Prädiktors auf eine Variable bei Kontrolle aller anderen berücksichtigten Prädiktoren
  • Pfortadersystem
    Blutgefäßsystem im Hypophysenstiel, welches den Hypothalamus mit der Adenohypophyse verbindet. Über dieses Blutgefäßsystem gelangen hypothalamische Freisetzungs- und Hemmhormone zur Adenohypophyse.
  • Phagozytose
    Aktive Aufnahme von verschiedensten Strukturen in Leukozyten, v.a. Granulozyten, wichtig z.B. zur Infektabwehr
  • Entwicklungsphase nach der psychoanalytischen Theorie Freuds, in der der Lustgewinn durch die genitalen Zonen an Bedeutung gewinnt.
  • Die dritte Phase in Freuds Theorie zwischen dem dritten und dem sechsten Lebensjahr, in der sich der sexuelle Lustgewinn auf die Genitalien richtet.
  • phallische Phase
    psychoanalytisch: Entwicklungsphase mit Phallus als primärer erogener Zone
  • physiologische Messung des Penisumfangs als Maß der sexuellen Erregung des Mannes
  • Ein beobachtbares oder erfahrbares Geschehen; Sachverhalte, die auf empirischen Daten beruhen.
  • Phänomen »Fühl dich gut, und du tust etwas Gutes«
    Tendenz von Menschen, hilfreich zu sein, wenn sie bereits in einer guten Stimmung sind.
  • Phänomenales Bewusstsein ist die Zusammenfassung aller geistigen Zustände und Ereignisse, die erlebt werden und subjektiven Charakter haben.
  • Phänomenales Bewusstsein (phenomenal consciousness)
    Individuelles Erleben mentaler Repräsentationen wie die Wahrnehmung „der Röte des Rots“ oder das Fühlen „des Stechens des Schmerzes“.
  • Ein phänomenologischer Zugang beruht auf der Methode einer Beschreibung unmittelbarer Wahrnehmungseindrücke durch eine Person.
  • Erscheinungsbild eines Individuums. Es ergibt sich aus dem Genotyp (der genetischen Ausstattung) sowie den Umgebungseinflüssen, die das Erscheinungsbild innerhalb der genetischen Modifikationsbreite beeinflussen.
  • Inneres und äußeres Erscheinungsbild eines Organismus, d. h. sämtliche beobachtbaren Merkmale, Eigenschaften und Verhalten.
  • Das beobachtbare Erscheinungsbild der Körper- oder Verhaltensmerkmale, d. h. die Ausprägung (Expression) des Genotyps.
  • Phänotyp
    Äußeres Erscheinungsbild eines Organismus, das nicht durch genetische Einflüsse bedingt ist. Gegensatz von Genotyp
  • Nach der Amputation eines Körpergliedes besteht die Wahrnehmung eines Schmerzes im amputierten Glied weiter.
  • Phantomschmerz
    Gravierende, andauernde Schmerzen nach Amputation von Gliedmaßen; können in Häufigkeit und Intensität zunehmen; sind durch „Bewegung“ des Phantoms in der Vorstellung auslösbar und unterscheiden sich von denjenigen im Stumpf. Phantomschmerz ist mit einer Verzerrung der kortikalen Karte der Körperrepräsentation verknüpft, die durch die Deafferenzierung ausgelöst worden ist.
  • Phantomschmerzen
    Schmerzen nach Amputation eines Körperteils, die in das nicht mehr vorhandene Körperteil projiziert werden.
  • Phasen der Verhaltensänderung
    Unterteilung des Veränderungsprozesses in verschiedene Stationen/Phasen (Prochaska und Diclemente: Präkontemplation, Reflexion, Entschlussfassung, Handlung, Aufrechterhaltung, Beendigung/Rückfall) mit jeweils spezifisch zuordenbaren therapeutischen Interventionen, die den Übergang in die nächste Phase erleichtern sollen (letzte Phase in diesem Fall: Aufrechterhaltung).
  • Teilt den Prozess des Entscheidens in eine präselektionale, selektionale und postselektionale Phase.
  • Medikamentöse Langzeitbehandlung bei Patienten mit rezidivierenden oder manisch depressiven Störungen, die dem Wiederauftreten einer depressiven oder manischen Phase vorbeugen soll. Die gebräuchlichsten Phasenprophylaktika sind Lithium, Carbamazepin und Valproinsäure.
  • Phasensynchronisation neuronaler Aktivität (phase-locked synchronization of neural activity)
    Die Aktionspotenziale mehrerer Neurone erfolgen zu bestimmten Zeitpunkten gleichzeitig, wenn sie Merkmale desselben Objekts codieren. Neuronaler Mechanismus, der sowohl der Bindung verschiedener Merkmale eines Objekts (zeitliche Bindungshypothese) als auch der bewussten visuellen Wahrnehmung zugrunde liegen soll.
  • Phenylketonurie
    genetisch bedingte Stoffwechselstörung, die unbehandelt die Intelligenz beeinträchtigt
  • Eine Störung, die auf ein defektes rezessives Gen auf Chromosom 12 zurückgeht, das den Umbau von Phenylalanin verhindert.
  • Pheromone
    Geruchsstoffe, welche der innerartlichen Kommunikation dienen, z.B. kann Androsteron aus dem Achselschweiß des Mannes den Zyklus der Frau synchronisieren
  • Körpereigene Duftstoffe, die der innerartlichen Kommunikation dienen.
  • Phi-Koeffizient
    Korrelationskoeffizient zweier dichotomer Variablen und Effektstärkenmaß für den Vierfelder Chi-Quadrat-Test
  • Phi-Koeffizient
    Korrelationskoeffizient zweier dichotomer Variablen und Effektstärkenmaß für den Vierfelder Chi-Quadrat-Test
  • Korrelationskoeffizient für zwei natürlich dichotome Merkmale; diese werden im Allgemeinen in einer 2 × 2-Tabelle dargestellt
  • Phi-Phänomen
    Scheinbewegung, die durch zwei oder mehr nebeneinander angeordnete Lichter erzeugt wird, die in rascher Folge an- und ausgehen.
  • Stroboskopische Bewegung, die erscheint, wenn Lichtreize in bestimmter kurzzeitiger Abfolge aufleuchten.
  • Phineas Gage war ein Eisenbahnarbeiter, der einen Unfall überlebte, bei dem sein orbitofrontaler Kortex weitestgehend zerstört wurde. Obwohl seine kognitiven Fähigkeiten intakt waren, hatte er schwere Defizite beim Entscheiden und Planen von Handlungen.
  • Anhaltende und unbegründete oder übertriebene Furcht vor einem bestimmten Objekt, einer Handlung oder einer Situation (phobischer Stimulus), die den Wunsch hervorruft, den phobischen Stimulus zu vermeiden. Der phobische Stimulus wird vermieden oder nur mit starker Angst ertragen.
  • Unbegründete, übermäßig starke, krankhafte Angst vor abgrenzbaren Stimuli.
  • Phobie
    Angststörung, gekennzeichnet durch anhaltende irrationale Angst und Vermeidung eines spezifischen Objekts, einer bestimmten Aktivität oder Situation.
  • Maßeinheit für die subjektiv empfundene Lautstärke, bezogen auf den Pegel des Normaltones von 1000 Hz. Die Phonskala reicht von 0 Phon (Hörschwelle) bis etwa 130 Phon (Schmerzschwelle).
  • Die kleinsten lautlichen Einheiten innerhalb der Phonologie.
  • Phonem
    kleinste unterscheidbare Lauteinheit in einer gesprochenen Sprache.
  • Kleinste lautliche Einheit der Sprache, die keine Bedeutung trägt, aber bedeutungsunterscheidend ist (z. B. Bein/Pein).
  • Ein Phonem ist die kleinste bedeutungstragende Einheit in einer Sprache. Die Änderung eines Phonems bewirkt die Änderung der Wortbedeutung.
  • Phonem (phoneme)
    Kleinste lautliche Einheit mit bedeutungsunterscheidender Funktion. Phoneme werden beschrieben als Bündel von phonologischen Merkmalen (features).
  • (1) Kleinste sprachliche Lauteinheit in einer gesprochenen Sprache, deren Veränderung zu einer Veränderung der Bedeutung der Äußerung führen kann (Anderson 1996). (2) Kleinste lautliche Einheit mit bedeutungsunterscheidender Funktion. (3) Bündel von phonologischen Merkmalen (Zwitserlood 2008).
  • Phonematische Paraphasie
    Lautliche Veränderung eines Wortes durch Substituierung, Auslassung, Umstellung oder Hinzufügung einzelner Laute.
  • Die Phonemdiskrimination bezeichnet die Unterscheidungsfähigkeit von Phonemen einer Sprache.
  • Die elementaren lautlichen Einheiten einer Sprache, deren Veränderung mit Bedeutungsunterschieden einhergeht.
  • Phonetische Grenze ist die Vokaleinsatzzeit, bei der die Wahrnehmung eines Lautes die Kategorie wechselt.
  • Bezug auf das Lautsystem der Sprache. Entwicklungspsychologisch stehen dabei die Grundlagen des Verständnisses und der Produktion des Lautsystems einer Sprache im Vordergrund.
  • Untersucht die Eigenschaften der bedeutungsunterscheidenden Sprachlaute (→ Phoneme) sowie die Regeln, die ihrer Kombination zugrunde liegen (→ Morphologie).
  • Phonologie (phonology)
    Die Regeln der Lautbildung und Regeln der Prosodie (Betonungsmuster, Intonation, Sprachrhythmen) einer Sprache.
  • Die Fähigkeit, die lautliche Struktur von Wörtern zu identifizieren.
  • Phonologische Bewusstheit
    "Der Begriff "Phonologische Bewusstheit" bezeichnet die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf die formalen Eigenschaften der gesprochenen Sprache zu lenken bzw. Wissen über die lautliche Struktur der Sprache heranzuziehen. Phonologische Bewusstheit im weiteren Sinn umfasst die Fähigkeiten, Wörter in Silben zu zerlegen und Silben zu einem Wort zusammenzufügen. Phonologische Bewusstheit im engeren Sinn bezeichnet hingegen die Fähigkeiten, Anlaute zu erkennen, aus Lauten ein Wort zu bilden oder ein Wort in seine Laute zu zerlegen."
  • Phonologische Encodierung
    In psycholinguistischen Modellen der Sprachproduktion bezeichnet dieser Begriff die Prozesse, die eine aus einem Langzeitspeicher abgerufene Wortform in einen durch die Sprechmuskulatur ausführbaren Code, also in ein Bewegungsprogramm, transformieren.
  • Der Erwerb des Wissens über das Lautsystem einer Sprache.
  • Die Fähigkeit, Buchstaben in Laute zu übersetzen und diese zu Wörtern zu verbinden.
  • Phonologische Schleife
    Die phonologische Schleife entspricht weitgehend dem Kurzzeitspeicher des klassischen Mehrspeichermodells. Sie besteht aus einem phonologischen Speicher und einem artikulatorischen Kontrollprozess zur Wiederholung und Aufrechterhaltung der Reize im phonologischen Speicher.
  • Phonologische Schleife (phonological loop)
    Ein von Baddeley im Arbeitsgedächtnis angenommenes Subsystem, in dem akustische und artikulatorische Information verarbeitet und erhalten wird. Visuell präsentierte sprachliche Information wird beim Lesen in einen artikulatorischen Code übersetzt und so ebenfalls hier gespeichert (subvokales Wiederholen, Rehearsal).
  • photopisches Sehen
    Farbsehen bei Tageslicht
  • Photopisches Sehen erfolgt mit den Zapfen.
  • Photorezeptoren
    Lichtempfindliche Sensoren in der Netzhaut des Auges, die Lichtenergie in nervöse Erregungen umwandeln. In der Netzhaut des Menschen gibt es Stäbchenphotorezeptoren, die wegen ihrer hohen Empfindlichkeit für das Dunkelsehen geeignet sind, und Zapfenphotorezeptoren, die für das Tagessehen wichtig sind. Es gibt drei verschiedene Klassen von Zapfen mit unterschiedlicher spektraler Empfindlichkeit, auf denen das Farbensehen beruht.
  • "Satzeinheit; eine Gruppe von Wörtern, die zusammen eine Idee ausdrücken (z. B. ein altes Buch = Nominalphrase)."
  • Stammesgeschichtliche Entwicklung von Arten bzw. Spezies. Als Spezialfall kann die Anthropogenese aufgefasst werden, die sich auf die stammesgeschichtliche Entwicklung des Menschen richtet.
  • Phylogenese
    Entstehung bzw. Entwicklung des Menschen (und aller anderen Lebewesen) im Laufe der Evolution.
  • Phylogenetische Kontinuität
    Die Vorstellung, dass die Evolutionsgeschichte von Mensch und Tier kontinuierlich verläuft und deshalb der Mensch viele Eigenschaften, Verhalten und Entwicklungsprozesse mit anderen Tieren, insbesondere Säugern, teilt.
  • Physikalische Messmethoden
    Mithilfe physikalischer Messmethoden lassen sich Umgebungsbedingungen der Arbeitstätigkeit relativ exakt erfassen. Das Ziel besteht meist darin, diese mit den subjektiven Beanspruchungen und Beanspruchungsfolgen des Arbeitenden zu vergleichen bzw. in Beziehung zu setzen. Zu den Methoden, die im Rahmen von Felduntersuchungen unkompliziert einsetzbar sind, gehören Messungen des Lärms, der Beleuchtung und des Klimas.
  • Physiologie
    Lehre von den normalen Lebensfunk­tionen, baut auf der Anatomie auf und setzt sich in die Biochemie (Physiologische Chemie) fort
  • Die physiologischen Messungen („physiological measurements“) dienen der objektiven Erfassung und Quantifizierung bestimmterMerkmale physiologischer Prozesse in unterschiedlichen Organsystemen des Körpers mittels entsprechender Messgeräte. Die erhobenen Merkmale (z.B. Herzschlagfrequenz) werden als physiologische Indikatoren („physiological indicator“) oder Biosignale („bio signal“) bezeichnet. Meist werden mehrere Biosignale integriert erfasst und ausgewertet (z. B. Hirnaktivität und Blickbewegungen).
  • Physische (körperliche) Abhängigkeit
    physisches Bedürfnis nach der Droge, gekennzeichnet durch unangenehme Entzugssymptome beim Absetzen der Droge.
  • Physische Aggression
    Verhalten, das auf die körperliche Schädigung der Zielperson ausgerichtet ist.
  • physische Attraktivität
    Schönheit
  • Physische Charakteristika
    Bilden die Basis, auf der sich Eindrücke über Ethnie, Geschlecht oder Alter einer Person entwickeln. Wie wir unser Gegenüber wahrnehmen, wird unter anderem von dessen Attraktivität, Körpergröße, -form    und Kleidung beeinflusst.
  • Unversehrtheit und Absenz körperlicher Krankheiten
  • physisches Merkmal
    körperliches Merkmal als Teil der Persönlichkeit
  • Picture Frustration Test
    Auch Rosenzweig-Test. Eigentlich ein projektives Verfahren aus der Persönlichkeitsdiagnostik, dessen Grundidee allerdings auch in der Marktforschung eingesetzt wird. Der Picture-Frustration Test hat seinen Namen daher, dass die Probanden stets eine Szene betrachten, die ein Frustrations- und Konfliktpotential birgt. Eine der abgebildeten Personen äußert sich zu der Situation, Aufgabe des Probanden ist, anzugeben, was eine bestimmte andere Person antwortet.
  • Picture Story Exercise (PSE) (picture story exercise)
    Bildgeschichtenübung. Verfahren zur Erfassung impliziter Motive. Probanden schreiben wie beim Thematischen Auffassungstest (TAT) Geschichten zu vorgegebenen Bildern. Die Geschichten werden nach Motivthemen (z. B. Leistung, Macht, Anschluss) anhand von Kategoriensystemen ausgewertet. Von den Geschichten wird auf die Motivdispositionen der Probanden zurückgeschlossen.
  • Piepsertechnik
    Protokoll bestimmter Ereignisse zu vorbestimmten Zeitpunkten, die durch einen Piepston signalisiert werden
  • Piktogramme
    Sie benutzen meist vereinfachte bildhafte Darstellungen des darzustellenden Gegenstandes oder Sachverhaltes zur Informationsvermittlung.
  • Scheinpräparat oder Scheinintervention ohne aktive Wirkstoffe oder wirksame Bestandteile.
  • Placeboeffekt
    experimentelle Ergebnisse, die nur durch Erwartungen zustande kommen. jede Auswirkung auf das Verhalten, die durch die Verabreichung einer unwirksamen Substanz hervorgerufen wird, von der der Versuchsteilnehmer jedoch annimmt, dass sie wirkt.
  • Placeboeffekt (placebo effect)
    Ergebnis eines Experiments, einer Behandlung, bei denen die Wirkung ausschließlich durch die Erwartung einer Wirkung zustande kommt.
  • Plagiarismus („plagiarism“) liegt vor, wenn in wissenschaftlichen Werken Ideen oder Textteile anderer Autorinnen und Autoren übernommen werden, ohne dies entsprechend durch Zitation der Originalquellen kenntlich zu machen. Neben dem Fremdplagiat existiert auch das Selbstplagiat, wenn ohne Kennzeichnung auf eigene frühere Texte zurückgegriffen wird.
  • Diagnostisches Verfahren der vertikalen Verhaltensanalyse. Versuch, von konkreten Verhaltensweisen auf allgemeine Handlungsregeln und Pläne einer Person zu schließen.
  • Erweiterung der vertikalen Verhaltensanalyse. Erstellung einer Hierarchie der Ziele und Pläne eines Patienten, die ihn zu bestimmten (problematischen) Verhaltensweisen motivieren. Es besteht die Möglichkeit, auf zwei Weisen eine Plananalyse durchzuführen: entweder im Sinne des Bottom-up-Ansatzes (ausgehend von auffälligen Verhaltensweisen des Patienten wird dieser befragt, was er mit diesen Verhaltensweisen zu erreichen versucht) oder im Sinne der Top-down-Methode (ausgehend von den Grundbedürfnissen fragt der Therapeut den Patienten, was dieser zur Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse tut). Diese Zielstrukturen dienen dazu, Konflikte zwischen Zielen oder Diskrepanzen zwischen Zielen und den Wahrnehmungen der Realität zu identifizieren und zu lösen.
  • Das wiederholenden Produzieren von Lautfolgen aus Konsonant-Vokal-Silben wie „bababa“ beim Sprechen oder Handbewegungen beim Gebärden, das in den frühen Phasen der Sprachentwicklung zu beobachten ist.
  • Veränderungsfähigkeit des Gehirns durch Erfahrung, insbesondere auch nach Schädigungen.
  • Plastizität
    Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen, vor allem während der Kindheit. Geschieht durch Reorganisation nach einer Verletzung oder durch Bilden neuer Verbindungen basierend auf Erfahrungen.
  • Plastizität
    Der Begriff der neuronalen Plastizität beschreibt die Eigenschaft von Hirnarealen, Synapsen und Nervenzellen, ihre Eigenschaften in Abhängigkeit von äußeren oder inneren Einflüssen zu ändern. So kann sich beispielsweise die Rekrutierung unterschiedlicher Hirnareale für bestimmte Funktionen nach einer Hirnschädigung ändern (→ Reorganisation).
  • Plastizität ist die funktionale und strukturelle Anpassung neuronaler Systeme an die zu verarbeitenden Signale.
  • Plastizität des Gehirns
    Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen, neue neuronale Verbindungen zu knüpfen
  • Plastizität des Gehirns
    Neuronale Netzwerke sind gekennzeichnet durch Plastizizät und Flexibilität und passen sich fortlaufend durch Modifizieren, Installieren und Eliminieren von Verbindungen an die Gegebenheiten des Organismus und seine Aktivitäten an.
  • Dritte Pase des Sexualverhalten, gekennzeichnet durch Verstärkung der physiologischen Aktivierung und durch zunehmende Koitusbewegungen.
  • Entscheidung, welcher von unterschiedlichen Behandlungen, die zur Verfügung stehen, eine Person zugeführt werden soll.
  • Platzierung
    Bei einer Platzierungsentscheidung verbleiben alle Probanden im System. Sie werden lediglich einer von mehreren Bedingungen zugeordnet. Dies kann eine Personalentwicklungsmaßnahme, eine Schulklasse oder etwa (in der klinischen Psychologie) eine bestimmte Therapie sein.
  • Plazenta
    Ein hormonproduzierendes Organ, welches sich während der Schwangerschaft in der Gebärmutter bildet und Mutter und Fetus miteinander verbindet. Dadurch ermöglicht die Plazenta den Transport maternaler Nährstoffe zum Fetus und den Abbau fetaler Stoffwechselendprodukte. Zudem übernimmt die Plazenta eine schützende Barrierefunktion für den Fetus.
  • Ein Unterstützungsorgan für den Fetus; es hält die Blutkreislaufsysteme von Fetus und Mutter getrennt, ermöglicht aber als eine halbdurchlässige Membran den Austausch einiger Stoffe (Sauerstoff und Nährstoffe von der Mutter zum Fetus, Kohlendioxyd und Abf
  • Ein plötzlicher und unerklärlicher Tod im Säuglingsalter (meist innerhalb des 1. Lebensjahres). Auch wenn die Ursache noch nicht abschließend geklärt ist, lassen sich Risikofaktoren benennen, die die Wahrscheinlichkeit des Auftretens erhöhen: Ein bereits
  • Pluralistische Ignoranz
    Der Prozess, bei dem bei einem Notfall anwesende Personen darauf achten, wie andere Anwesende auf ein plötzliches und unerwartetes Ereignis reagieren. Da niemand sofort reagiert, beobachtet jeder, dass auch die anderen Zuschauer nicht reagieren und interpretiert ihre Untätigkeit als Hinweis darauf, dass das Ereignis nicht schwerwiegend ist und daher keine Reaktion nötig ist.
  • Pluralistische Ignoranz
    Tendenz, sich am Verhalten anderer Personen zu orientieren, um v.a. uneindeutige Situationen besser einschätzen zu können. Dabei wird jedoch häufig die Ähnlichkeit der beteiligten Individuen unterschätzt, was zu fehlerhaften Einschätzungen führen kann.
  • PMR (Progressive Muskelrelaxation)
    Ökonomisches, leicht erlernbares und effektives Entspannungsverfahren nach E. Jacobson. Vorgehen: Abwechselnde An- und Entspannung einzelner Muskelgruppen soll fortschreitenden (=progressiven) psychophysiologischen Entspannungszustand bedingen. Zentral: Erleben des Kontrasts aktiv hergestellter muskulärer Anspannung und bewusst wahrgenommener (muskulärer) Entspannung.
  • PNS
    siehe: Peripheres Nervensystem
  • poikilotherm
    Wechselwarm
  • Point of Sale (POS)
    (Gelegentlich auch Point of Purchase, POP). Ort, an dem die Ware angeboten und die Kaufentscheidung getroffen wird, zum Beispiel der Verkaufsraum in einem Warenhaus.
  • Politik
    Es gibt eine Vielzahl von Politikbegriffen, die jeweils unterschiedliche Aspekte hervorheben. Politik umfasst die Formen, in denen Politik gemacht wird (z. B. Institutionen, Verfassung, Rechtsordnung), die Inhalte, die durch Politik verwirklicht werden sollen, und die Prozesse, die zwischen den am politischen Geschehen Beteiligten ablaufen.
  • Familienform, bei der eine Frau mehrere Ehemänner hat
  • Vererbung, bei der Eigenschaften oder Wesenszüge von mehr als einem Gen bestimmt werden.
  • Polygenie
    An der Phänotypbildung sind mehrere Gene beteiligt
  • Grafik zur Veranschaulichung einer empirischen Häufigkeitsverteilung einer metrischen Variablen. Auf den Kategorienmitten werden Lote errechnet, deren Länge jeweils der Kategorienhäufigkeit (absolut oder prozentual) entspricht. Verbindet man die Endpunkte der Lote, erhält man das Polygon
  • Polygraf
    ein Gerät, das meist mit dem Ziel verwendet wird, Lügen aufzudecken. Es misst die physiologischen Reaktionen, die mit Emotionen einhergehen (wie Änderungen in der Schweißproduktion, im Herzschlag und in der Atmung).
  • Familienform, bei der ein Mann mehrere Ehefrauen hat
  • Polymenorrhö
    Zyklusstörung, welche sich durch zu häufige Regelblutungen aufgrund von zu kurzen Blutungsintervallen kennzeichnet.
  • Polymorphismus
    Auftreten von Sequenzvariationen in den Genen einer Population.
  • Polymorphismus
    Genort mit 2 oder mehr Allelen
  • Mehrere (eventuell konfligierende) Ziele werden simultan verfolgt und verlangen Kompromissbildung.
  • polytome Items
    Items mit mehrfach gestufter Antwortmöglichkeit
  • Als Population bezeichnet man die Grundgesamtheit von Personen, auf die Forscher ein Untersuchungsergebnis verallgemeinern möchten (z. B. Mitarbeiter, Vorgesetzte, Kunden etc.). Deshalb ist eine Population die Gesamtheit aller einschlägigen Stichproben.
  • Population
    Die klar definierte Menge aller Personen, die für einen Forscher von Interesse sind. Sie kann sehr weitläufig (alle lebenden Menschen) oder sehr eng definiert sein (alle Studierenden in der ersten Reihe des Hörsaals)
  • Population
    sämtliche Fälle in einer Gruppe, aus der eine Stichprobe für eine Studie gezogen wird. (_Achtung_: Mit Ausnahme von nationalen Studien ist damit nicht die gesamte Population eines Landes gemeint.)
  • Alle untersuchbaren Objekte, die ein gemeinsames Merkmal aufweisen. Beispiel: Bewohner einer Stadt, Frauen, dreisilbige Substantive
  • geographisch-historisch eingegrenzte Gruppe von Menschen
  • Population
    Die Population oder Grundgesamtheit bezeichnet in der Bio- und Sozialstatistik die untersuchte Anzahl von Individuen.
  • Population (Grundgesamtheit)
    Die Begriffe Grundgesamtheit und Population beziehen sich auf die Gruppe von Menschen, für die eine bestimmte Aussage zutreffen soll (also entweder auf alle Menschen oder auf eine spezifische Subgruppe wie etwa Depressive oder Studierende).
  • Unter Population bzw. Zielpopulation („population“; „target population“) versteht man die Gesamtmenge aller Untersuchungseinheiten (z. B. Personen, Verhaltensweisen, Objekte), über die im Rahmen einer quantitativen empirischen Studie wissenschaftliche Aussagen getroffen werden sollen
  • Der Populationscode ist eine Repräsentation durch ein Aktivitätsmuster von kleineren Neuronennetzwerken.
  • Populationsgenetik
    Genetik der interindividuellen Unterschiede in einer Population auf der Basis indirekter Einflussschätzungen
  • Populationsvektor
    Entladungsverhalten einer Population von Nervenzellen, das eine Sequenz von sensorischen oder motorischen Ereignissen abbildet
  • serieller Positionseffekt.
  • Positiv-Negativ-Asymmetrie
    Belege dafür, dass Menschen mehr Eigengruppenbegünstigung zeigen, wenn sie positive Belohnungen anstatt Bestrafungen oder Sanktionen verteilen.
  • Positive Differenzierung
    Bedeutet, die Gruppe im Vergleich zur Fremdgruppe auf verfügbaren Vergleichsdimensionen positiver erscheinen zu lassen (z. B. mithilfe positiverer Bewertungen oder Zuweisungen von Belohnungen), s. auch > Eigengruppenbegünstigung.
  • Positive Interdependenz
    Eine Situation, in der es positive Bindungen zwischen Einzelpersonen oder Gruppen gibt, die durch Kooperation, Reziprozität und wechselseitige Vorteile gekennzeichnet sind.
  • Positive Korrektheit
    Prozentsatz der Erkrankten an, die durch einen Screeningtest richtig als krank identifiziert werden. Eine positive Korrektheit von 25% bedeutet also, dass (nur) 25% der vom Test als krank Identifizierten tatsächlich krank sind und 75% der positiven Testergebnisse falsch-positiv sind.
  • Positive Psychologie
    die wissenschaftliche Untersuchung der Funktionsfähigkeit des Menschen mit dem Ziel, die Stärken und guten Eigenschaften zu entdecken und zu fördern, die das Gedeihen des Einzelnen und der Gemeinschaft ermöglichen.
  • Positive Verstärker (positive reinforcers)
    "Reize, die zu einer Stärkung oder höheren Auftretenswahrscheinlichkeit einer vorausgegangenen Reaktion oder Verhaltensweise führen. Futter oder Wärme sind positive Verstärker für Tiere; Aufmerksamkeit, Lob oder Geld sind gebräuchliche Verstärker bei Menschen. Gegensatz negative Verstärker."
  • Positive Verstärkung
    Ein im weitesten Sinne angenehmer Reiz folgt auf ein Verhalten und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Handlung oder ein Verhalten erneut gezeigt werden.
  • Eine Belohnung, die verlässlich auf ein Verhalten folgt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass dieses Verhalten zukünftig wiederholt wird.
  • Positive Verstärkung
    Zunahme der Häufigkeit eines Verhaltens, wenn positive Reize wie Essen dargeboten werden. Ein positiver Verstärker ist jeder Reiz, der, wenn er dargeboten wird, die Reaktion bekräftigt.
  • Positive Verstärkung (positive reinforcement)
    Prozedur des instrumentellen Konditionierens, bei der ein wünschenswerter Stimulus durch eine Reaktion erzeugt werden kann.
  • Positiver Prädiktionswert
    Wahrscheinlichkeit, mit der eine positive Diagnose zutreffend ist
  • Positiver Transfer
    Positiver Transfer bezeichnet im Rahmen der Lebensgestaltung das Ausmaß, in dem die Teilhabe an und das positive Erleben in einem Lebensbereich (z. B. Berufsarbeit) durch die Fähigkeiten und Erfahrungen erleichtert werden, die sich aus der Teilhabe an einem anderen Lebensbereich (z. B. Familie) ergeben.
  • Positives und negatives Patterning
    Wenn im Rahmen der → klassischen Konditionierung zwei Reize gleichzeitig konditioniert werden, spricht man von positivem patterning wenn der unbedingte Reiz (US) nur dann dargeboten wird, wenn beide Reize gleichzeitig gegeben sind. Negatives Patterning liegt vor, wenn der US nur dann dargeboten wird, wenn jeweils nur einer der beiden Reize gegeben ist.
  • Positivsymptomatik (Plussymptomatik)
    Symptomatik, die einen pathologischen Überschuss oder bizarre Zusätze zum normalen Verhaltensrepertoire beinhaltet, wie z. B. Wahn oder Halluzinationen. Tritt im Rahmen schizophrener Psychosen auf.
  • Positivsymptome der Schizophrenie
    Symptome der Schizophrenie, die das gewöhnliche Erleben und Verhalten erweitern (z. B. Wahnvorstellungen).
  • Positronen-Emissions-Tomografie (PET) (positron emission tomography)
    computerbasiertes bildgebendes Verfahren (nach Injektion einer radioaktiven Substanz) zur Messung des Blutflusses an definierten Stellen des Gehirns, um damit die neuronalen Aktivitäten des lebenden Gehirns zu kartographieren. Es hat eine gute räumliche, aber eine schwache zeitliche Auflösung.
  • Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
    Bildgebendes Verfahren, bei dem von kollidierenden Positronen abgegebene Gammastrahlung registriert wird
  • Positronenemissionstomografie
    Bildliche Darstellung (mit unterschiedlicher Farbgebung) des Funktionszustandes des Gehirns unter Nutzung der Emission von injizierten Radioisotopen. Stoffwechselaktive Zellbereiche werden als rotgelbe Farbflecke dargestellt.
  • Positronenemissionstomografie
    Form der Visualisierung von Gehirnaktivität, bei der die Verteilung radioaktiv markierter Glukose im Gehirn beobachtet werden kann, während eine vorgegebene Aufgabe ausgeführt wird.
  • Kurz PET, bezeichnet ein bildgebendes Verfahren, welches aktivierte Gehirnareale mittels eines in das Blut injizierten schwach radioaktiven Markers, hochauflösend darstellen kann.
  • Positronenemissionstomografie (PET)
    Nuklearmedizinische Technik, bei der mit Hilfe von radioaktiven Liganden der regionale zerebrale Blutfluss (rCBF) gemessen werden kann. Dieser erlaubt Rückschlüsse auf lokale Gehirnaktivität.
  • Post partum
    Nach der Geburt.
  • Verlängerung der Reaktionszeit, nachdem ein Fehler gemacht wurde.
  • Bei einer Post-hoc-Teststärkeanalyse („post hoc power analysis“) wird nach Durchführung einer quantitativen empirischen Studie anhand des festgelegten Signifikanzniveaus, des realisierten Stichprobenumfanges sowie der interessierenden Populationseffektgröße die Teststärke geschätzt. Dabei wird die interessierende Populationseffektgröße entweder anhand der Stichprobeneffektgröße festgesetzt (retrospektive Teststärkeanalyse, „retrospective power analysis“), was methodisch problematisch ist, oder anhand theoretischer bzw. praktischer Argumente festgelegt, was die empfehlenswerte Vorgehensweise ist. Bei einem nicht-signifikanten Ergebnis ist die Post-hoc-Teststärkeanalyse relevant, um mangelnde Teststärke bzw. eine nicht aussagekräftige Studie zu identifizieren. Bei einem signifikanten Ergebnis ist die Post-hoc-Teststärkeanalyse wichtig, um übermäßige Teststärke zu identifizieren bzw. ein signifikantes Ergebnis als theoretisch und/oder praktisch bedeutungslos zu identifizieren, wobei Effektgrößenmaße zum Einsatz kommen. Aber auch bei einem signifikanten Ergebnis kann zu geringe Teststärke ein Problem sein und als Hinweis auf das mögliche Vorliegen eines ?-Fehlers dienen.
  • Post-hoc-Verfahren
    Statistische Folgetests der Varianzanalyse zur Ermittlung der konkret vorliegenden Datenstruktur bei einem signifikanten Ergebnis. Post-hoc-Tests zeigen, welche einzelnen Mittelwerte sich signifikant voneinander unterscheiden. Die Anwendung ist nur sinnvoll bei der Betrachtung von mehr als zwei Gruppen
  • Bei einer postalischen Befragung („postal survey“) wird ein Paper-Pencil-Fragebogen (oder ein auf einem Datenträger gespeicherter elektronischer Fragebogen) per Post verbreitet und auch auf dem Postweg wieder eingesammelt (beiliegender frankierter Rückumschlag).
  • posterior
    Hinterer/s; hinten liegend
  • Postexperimentelle Aufklärung
    Verfahren, bei dem den Versuchsteilnehmern der Zweck des Experiments, an dem sie sich gerade beteiligt haben, erklärt wird; es werden dabei alle Fragen beantwortet, die der Teilnehmer möglicherweise hat.
  • Postexperimentelle Befragung
    Von Orne vorgeschlagene Technik zur Aufdeckung der Wirkung von Hinweisen aus der experimentellen Situation. Der Versuchsteilnehmer wird nach der Teilnahme an einem Experiment sorgfältig befragt, um Aufschluss über seine Wahrnehmungen im Hinblick auf den Zweck des Experiments zu gewinnen.
  • Posthypnotische Suggestionen
    Suggestion, die während einer Hypnosesitzung gegeben wird, aber erst nach Auflösung der Hypnose ausgeführt werden soll. wird von einigen Hypnotherapeuten verwendet, um unerwünschte Symptome und Verhaltensweisen besser zu kontrollieren.
  • Stadium nach der Theorie des moralischen Urteils von Kohlberg, in dem das Individuum zwar die gesellschaftlichen Konventionen für eine Entscheidungsfindung berücksichtigt, sich aber nicht mehr an diesen orientiert. Vielmehr haben Personen in diesem Stadiu
  • Beim Mann i. d. R. mit Refraktärzeit verbunden, in der sich Erregung zurückbildet. Erst nach Ablauf der Refraktärzeit sind die meisten Männer wieder zu erneuter Erregung in der Lage.
  • Postpartalzeit
    Zeitspanne nach der Geburt bis ungefähr 1 Jahr danach.
  • Postprandial
    Nach der Nahrungsaufnahme.
  • Postsynaptische Hemmung
    die Erregbarkeit der synaptischen Soma- und Dendritenmembran der Neurone wird herabgesetzt.
  • Posttraumatische Belastungsstörung
    Charakteristische Symptomatik, die als Folge traumatischer Erfahrungen (wie etwa einer Vergewaltigung) auftreten kann.
  • Posttraumatische Belastungsstörung
    Angststörung, die charakterisiert ist durch quälende Erinnerungen, Albträume, sozialen Rückzug, nervöse Angst und/oder Schlaflosigkeit, die 4 Wochen oder länger nach einer traumatischen Erfahrung anhalten.
  • Posttraumatisches Wachstum
    positive psychologische Veränderungen als Ergebnis einer Auseinandersetzung mit extrem herausfordernden Lebensumständen und -krisen.
  • potentielle Unterstützung
    subjektive Überzeugung, Unterstützung zu finden, wenn es nötig ist
  • Potenzgesetz des Lernens (power law of learning)
    Beschreibt den Zusammenhang zwischen Übung und Leistungsverbesserung. Der Übungsgewinn nimmt mit zunehmender Übung ab.
  • Das Potenzgesetz von Stevens beschreibt den gesetzmäßigen Zusammenhang zwischen der physikalischen Reizintensität und der subjektiven Wahrnehmung. Die Gesetzmäßigkeit folgt einer Potenzfunktion.
  • Wichtiges Element der Personalentwicklungsplanung. Überprüfung der Eignung einer Person für eine bestimmte betriebliche Laufbahn.
  • Potenzielle Gruppenleistung
    Auch als Gruppenpotenzial bezeichnet, ist die Leistung, die erzielt worden wäre, wenn die Mitglieder einer Gruppe unabhängig voneinander und nicht als Gruppe gearbeitet hätten. Sie ist häufig eine Bezugsgröße, um die tatsächliche Gruppenleistung zu bewerten.
  • Potenzierung, tetanische
    Nach hochfrequenter Entladung von Neuronen in diesen oder im Muskel auftretender Erregungsanstieg
  • Siehe Teststärke
  • power stress
    """Power stress"" bezeichnet ein aufgrund innerer oder äußerer Faktoren unter Druck stehendes Machtmotiv. So wird z.B. das Machtmotiv aufgrund eigener Einstellungen oder sozialer Normen nicht in Machthandeln umgesetzt."
  • Power-Tests
    Siehe Niveautests
  • Leistungstests mit eher schwierigen Aufgaben, wobei erhoben wird, welches Schwierigkeitsniveau der Aufgaben der Proband ohne Zeitbegrenzung bewältigen kann. (Auch Niveautests genannt)
  • Technik zum Lesen und Erarbeiten von Informationen aus Lehrbüchern, mit den Schritten: Vorschau (Preview), Fragen (Question), Lesen (Read), Wiederholen (Self recitation) und anschließendem Test.
  • Präattentive Gruppierung
    Gruppierung einer visuellen Szene in gemeinsame und getrennte perzeptuelle und funktionelle Gruppen, die der Stufe der Informationsverarbeitung vorausgeht, auf die sich Aufmerksamkeit bezieht.
  • Präbariatrisch
    Vor Beginn einer medizinischen Behandlung des Übergewichts.
  • Spezifische Handlungsweisen einer Kultur, die sich von Handlungsweisen anderer Kulturen unterscheiden, wie es z.B. bei Ritualen, Kommunikations- oder Höflichkeitsformen der Fall ist.
  • Prädiabetes
    Vorform“ des Typ-2-Diabetes, bei dem Nüchternglukosespiegel, orale Glukosetoleranz oder HbA1C-Wert über den normalen Grenzwerten, aber noch unterhalb der Kriterien für eine Diagnose eines Diabetes liegen.
  • Prädikatenlogik (predicate calculus)
    Teilgebiet der formalen Logik, das in der Denkpsychologie verwendet wird, um festzulegen, welche syllogistischen Schlüsse logisch gültig sind.
  • Eigenschaftszuschreibungen an die eigene Person aus unterschiedlichen Quellen im informationsverarbeitungstheoretischen Ansatz der Selbstkonzeptforschung. Differenziert wird zwischen direkten und indirekten Zuschreibungen durch andere Personen sowie kompa
  • Vorhersage
  • Prädiktion (prediction)
    Vorhersage zukünftiger auditiv-sensorischer Informationen auf der Basis mentaler Modelle (die beispielsweise anhand von Regularitäten in der Reizabfolge gebildet werden); vereinfacht zahlreiche Probleme der auditiven Wahrnehmung.
  • Prädiktive Validität beschreibt den Zusammenhang zwischen der Testleistung und einem Kriterium, das zu einem späteren Zeitpunkt erhoben wird (bspw. Berufsleistung).
  • prädiktive Validität
    Ausmaß, in dem eine Messung ein späteres Kriterium vorhersagt
  • Spezifische Form der (Kriteriums-)Validität, bei der eine Skala mit einer in der Zukunft erhobenen Kriteriumsvariable korreliert wird
  • Prädiktorvariable
    Die unabhängige Variable bei der Regression, die zur Vorhersage der abhängigen Variable (Kriterium) eingesetzt werden soll
  • Variable, mittels derer unter Verwendung der Regressionsgleichung eine Vorhersage über eine andere Variable (Kriteriumsvariable) gemacht werden kann
  • Prädisponierende Faktoren für Schlafstörung
    Schlafqualität kann durch organische Erkrankungen beeinträchtigt werden (z. B. Herz- und Lungenerkrankungen, chronische Schmerzen). Auch psychische Störungen (v. a. Major Depression) bedingen Ein- und Durchschlafstörungen, sowie Veränderung der Schlafarchitektur. Andere schlafbeeinträchtigende psychische Störungen sind z. B. Angststörungen, Alkoholabhängigkeiten, Demenzen, Essstörungen und Schizophrenien.
  • Präeklampsie (EPH-Gestose)
    Schwangerschaftsvergiftung, einhergehend mit Bluthochdruck, Eiweiß im Urin und Wassereinlagerungen im Körper.
  • Hierbei werden dem Säugling zwei oder mehr Stimuli präsentiert, und aus der Reaktion des Kindes wird auf seine Präferenz für einen der Stimuli geschlossen.
  • Bei der Wahl zwischen zwei Optionen kann ein Entscheider die eine Option der anderen vorziehen oder indifferent zwischen beiden sein.
  • Präferenzumkehrung (preference reversal)
    Der Effekt, dass Personen in intertemporalen Entscheidungsaufgaben eine größere spätere gegenüber einer kleineren früheren Belohnung präferieren, solange beide Belohnungen in der Zukunft liegen, aber die kleinere Belohnung wählen, wenn diese sofort verfügbar ist.
  • Präferiertes mentales Modell (preferred mental model)
    Modell, das als Erstes aus den Prämissen generiert wird.
  • Präfrontaler Cortex (prefrontal cortex)
    Zusammenfassende Bezeichnung für die vorderen Regionen des Frontallappens, die Verbindungen zu den meisten corticalen Assoziationsfeldern und zahlreichen subcorticalen Zentren aufweisen. Der laterale Präfrontalcortex ist an kognitiven Kontrollfunktionen wie der Handlungsplanung, der Ausrichtung des Verhaltens an Zielen, der Unterdrückung inadäquater Reaktionen, der Abschirmung von Informationen gegen Störreize und der Koordination multipler Ziele beteiligt. Demgegenüber sind orbitofrontale und ventromediale präfrontale Regionen an der Regulation emotionaler Impulse, Bewertungsprozessen und der Ausrichtung des Verhaltens an soziale Normen beteiligt.
  • Dem Präfrontalen Kortex wird eine wichtige Bedeutung für die Handlungsplanung, Handlungskontrolle und Handlungssteuerung zugeschrieben. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Zentrale Exekutive zu nennen, der diese Aufgaben zugeordnet wird.
  • Präfrontaler Kortex
    Die vorderen Teile des Frontallappens, die nicht wie seine hinteren Teile (mit primärem Kortex und prämotorischem Kortex) der Motorik dienen.
  • Der seitliche Bereich des lateralen präfrontalen Kortex ist aktiv in Prozesse der Aufrechterhaltung, Aktualisierung und das Manipulieren von Information im Arbeitsgedächtnis involviert.
  • Bezieht sich auf die Kompetenzen zur Verwendung von Sprache zur Kommunikation.
  • Pragmatik (pragmatics)
    Beschäftigt sich mit dem kontextabhängigen Gebrauch von Sprache und mit dem sprachlichen Handeln (Sprechakte).
  • Der Erwerb des Wissens darüber, wie Sprache verwendet wird.
  • Aspekte des sozialen Kontexts, die für das Lernen von Wörtern herangezogen werden.
  • Pragmatisches Schema (pragmatic schema)
    Schema, das nur in bestimmten Situationen aktiviert wird und dann richtige Schlussfolgerungen erlaubt.
  • Pragmatisches Wissen (pragmatics)
    bezeichnet Wissen über die Art, wie Sprache in der realen Welt gebraucht und verstanden wird, auch unter Berücksichtigung der intendierten (nicht wörtlichen) Bedeutung (meaning), z. B. Metaphern.
  • Pragmatismus
    Meint in der pädagogischen Theorie die Bewertung und Zusammenführung von Lerntheorien nach deren praktischer Anwendbarkeit. So kann beispielsweise eine behavioristische Vorgehensweise berechtigt mit einer kognitivistischen kombiniert werden, wenn dies in einer bestimmten Lernsituation angemessen und praktisch anwendbar erscheint.
  • Es existieren unterschiedliche Auffassungen dazu, ob für erfolgreiche Mixed-Methods- Forschung eine eigenständige wissenschaftstheoretische Grundlage notwendig ist und wie diese aussehen sollte. Manche Beiträge erklären den Mixed-Methods-Ansatz zu einem dritten Paradigma innerhalb der empirischen Sozialforschung und sehen eine Fundierung im philosophischen Pragmatismus, der erkenntnistheoretische Positionen von Kritischem Rationalismus und Interpretionismus vereine.
  • Nach diesem übergeordneten Prinzip der Einfachheit wird ein Muster so gesehen, dass es eine möglichst einfache und stabile Gestalt hat.
  • Eine Form des Lernens, die bei manchen Vogel- und Säugetierarten auftritt und insbesondere die Bindung an die Mutter unmittelbar nach der Geburt beeinflusst; bei der Bindungsprägung binden sich die Neugeborenen fest an einen erwachsenen Vertreter ihrer Ar
  • Prägung
    Vorgang, der bei manchen Tieren zur Ausbildung eines Bindungsverhaltens führt. Die Prägung erfolgt in der kritischen Phase.
  • Prägung (imprinting)
    Meist in der frühen Jugend erfolgende Lernprozesse, die an sensible Phasen der Verhaltensentwicklung gebunden sind und zu überdauernden (oft irreversiblen) Verhaltensänderungen führen.
  • Phase im Veränderungsmodell von Prochaska und Diclemente: Problemverhalten wird als unproblematisch gesehen.
  • Stadium nach der Theorie des moralischen Urteils von Kohlberg, in dem das Denken selbstbezogen, die Perspektive egozentrisch und das Kind darauf konzentriert ist, Belohnung zu bekommen, eigene Bedürfnisse zu befriedigen und Strafe zu vermeiden oder den ei
  • Praktische Intelligenz
    Fähigkeit, mit realen Problemen erfolgreich umzugehen.
  • Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS)
    Schwere Form des prämenstruellen Syndroms, bei der vor allem die psychischen Beschwerden im Vordergrund stehen.
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
    Ausgeprägte, periodisch auftretende körperliche und psychische Beschwerden, welche 7–10 Tage vor der Menstruation auftreten und wenige Tage nach Einsetzen der Menstruation wieder abklingen.
  • Präoperationale Entwicklungsphase
    Entwicklungsphase nach der kognitiven Theorie Piagets (Altersbereich 3-6 Jahre), die gekennzeichnet ist durch eine enge Gebundenheit des Denkens an Konkretem und die eigenen Handlungen. Es besteht eine Tendenz zur Zentrierung auf eine Dimension (eine Pers
  • In Piagets Theorie die Phase (zwei bis sieben Jahre), in der Kinder fähig werden, ihre Erfahrungen in Form von Sprache, geistigen Vorstellungen und symbolischem Denken zu repräsentieren.
  • Präoperatorisches Stadium
    in Piagets Theorie die Phase (etwa vom 2. bis zum 6. oder 7. Lebensjahr), in der ein Kind lernt, Sprache zu verwenden, jedoch die Denkoperationen der konkreten Logik noch nicht begreift.
  • Präsenz
    Präsenz meint die Erfahrung bzw. das Erleben des „da Seins“ in einer medienvermittelten Umwelt. Das Bewusstsein, das das Erleben technisch bzw. medienvermittelt ist, ist bei Präsenz ausgeblendet, man ist voll in die medienvermittelte Umwelt eingetaucht (Immersion). Von dem räumlichen Präsenzerleben („being there“) lässt sich ein soziales Präsenzerleben („being there together“) abheben – ein Gefühl bzw. Erleben des Zusammenseins und kommunikativen Austauschs mit anderen. Wenn räumliche und soziale Präsenz zusammenfallen, liegt Ko-Präsenz vor („being together in a shared space“).
  • Präskriptive Modelle liefern Anleitungen und Techniken für das Urteilen, Entscheiden oder Problemlösen, die Menschen helfen sollen, sich dem Ideal normativer Theorien anzunähern.
  • Präsynaptische Hemmung
    an der nachfolgenden Synapse werden weniger Transmitter freigesetzt. Die präsynaptische Hemmung dient dadurch der Empfindlichkeitsverstellung somatosensorischer Eingänge und zur gezielten Hemmung einzelner Eingänge eines Neurons.
  • Prävalenz
    Häufigkeit einer Erkrankung zu einem Zeitpunkt (Punkprävalenz) oder innerhalb einer Zeitspanne (z. B. Lebenszeitprävalenz), meist auf 10.000 oder 100.000 Personen einer Population bezogen.
  • Häufigkeit des Vorhandenseins eines bestimmten Merkmals (z. B. einer psychischen Störung) in einer definierten Population zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über eine bestimmte Zeitspanne.
  • relative Häufigkeit einer Diagnose
  • Prävention
    Alle Vorkehrungen zur Erhaltung von Gesundheit.
  • Bemühungen mit dem Ziel, physischen und psychischen Auffälligkeiten bei Kindern vorzubeugen. Sie können universell oder risikogruppenspezifisch ausgelegt und an Kinder, Eltern oder andere relevante Personen gerichtet sein.
  • Maßnahme zur Vorbeugung psychischer oder somatischer Störungen. Es werden primäre und sekundäre Prävention unterschieden, wobei primäre Prävention auf die Verhinderung des Erstauftretens einer Störung und sekundäre Prävention auf die Verhinderung des Wiederauftretens einer Störung ( Rückfallprophylaxe) zielt.
  • Begriff umfasst alle vorbeugenden Maßnahmen zur gezielten Verhinderung einer gesundheitlichen Schädigung, zur Verringerung der Wahrscheinlichkeit einer solchen oder zur Verzögerung ihres Eintritts. Beinhaltet auch Anstreben der Vermeidung von Rückfällen bzw. neuen Krankheitsepisoden. Prävention ist von Gesundheitsförderung abzugrenzen.
  • Prävention
    Als Prävention werden Maßnahmen zusammengefasst, die der Vermeidung physischer oder psychischer Probleme dienen. Primärpräventive Maßnahmen werden eingesetzt, bevor Probleme eingetreten sind, während sekundärpräventive Maßnahmen mit einer korrektiven Zielsetzung eingesetzt werden, wenn bereits erste Probleme erkennbar sind, um eine weitere Stabilisierung oder Ausweitung zu vermeiden. Bei der tertiären Prävention geht es darum, mögliche Folgeprobleme einzudämmen, die aus bereits entstanden Problemen erwachsen können.
  • Beeinflussen und Verändern als Prävention: Hier geht es darum, das Eintreten eines schlechten Zustands zu verhindern. Man greift ein, damit bestimmte Risiken sich nicht erfüllen. Beispiele hierfür sind das Erlernen von Stressbewältigung zur Prävention psychischer Probleme (auch Psychohygiene genannt) oder die Mitarbeiterschulung zwecks Unfallverhütung am Arbeitsplatz. (Nolting & Paulus, 2008).
  • Prävention, primäre
    Tatsächliche Vorbeugung von Erkrankungen und/oder Störungen.
  • Prävention, sekundäre
    Vorbeugende Maßnahme zur Gesundheitserhaltung, nachdem ein Risikofaktor, der die Gesundheit bedrohen könnte, aufgetreten ist.
  • Präventionsfokus
    Personen mit einem Präventionsfokus fokussieren auf ein Sollselbst (wie sollte ich sein?) und sind darauf ausgerichtet, Verluste zu vermeiden. Ein Präventionsfokus kann dispositionell (i.S. eines stabilen Merkmals einer Person) oder durch die Situation bedingt sein (Higgins, 1997).
  • Die präventive Arbeitsgestaltung hat das Ziel schon das Auftreten gesundheitlicher Schädigungen und psychosozialer Beeinträchtigungen zu vermeiden.
  • Präventive Arbeitsgestaltung
    Bei der präventiven Arbeitsgestaltung werden mögliche gesundheitliche Schädigungen und psychosoziale Beeinträchtigungen der Beschäftigten, die durch die Auseinandersetzung mit der Arbeitstätigkeit auftreten können, gedanklich vorweggenommen. Das bedeutet, dass arbeitswissenschaftliche Konzepte zum Arbeits- und Gesundheitsschutz schon frühzeitig im Prozess der Arbeitsgestaltung herangezogen werden.
  • Präventive Selbstverpflichtung (precommitment)
    Selbstkontrollstrategie, bei der Personen ihre eigenen zukünftigen Handlungsoptionen so einschränken, dass es unmöglich oder weniger wahrscheinlich wird, in Versuchung zu geraten oder einer zukünftigen Versuchung nachzugeben.
  • Unter Präzision versteht man die Wahrscheinlichkeit, dass ein in der Population tatsächlich vorhandener Zusammenhang bzw. Unterschied durch die Untersuchung auch wirklich nachgewiesen werden kann.
  • Präzision (precision)
    Der Begriff der Präzision bezieht sich hier auf das Ausmaß unsystematischer Ungenauigkeiten, mit denen ein Schätzer eine Eigenschaft der Umwelt abbildet. Abzugrenzen ist der Begriff „akkurat“, der sich auf systematische Ungenauigkeiten bezieht. Die Präzision in der Wahrnehmung kann z. B. über Diskriminationsschwellen bestimmt werden.
  • Bei einer Preisgarantie (auch Niedrigpreisgarantie) behauptet der Anbieter, der preisgünstigste zu sein. Die Garantie besteht darin, daß der Anbieter die Differenz bezahlt, falls der Kunde ein günstigeres Angebot nachweisen kann.
  • Zur Preisstruktur zählt alles, was die Aufteilung und Kommunikation von Preisen betrifft. Preisstrukturen können sich auf den effektiven Preis eines Produktes auswirken. Dies gilt zum Beispiel, wenn sich der Preis auf eine Grundgebühr und Einheitenpreise aufteilt. Zu Preisstrukturen gehören aber auch rechnerisch irrelevante Variationen bei der Darstellung von Preisen. So ist es zum Beispiel ökonomisch irrelevant, ob man für ein mehrdimensionales Angebot einen Pauschalpreis angibt, oder ob man bei gleicher Endsumme für einzelne Komponenten des Angebots die Preise eigens ausweist. Diese beiden unterschiedliche Kommunikationsformen des selben Endpreises werden allerdings von Konsumenten als sehr unterschiedlich attraktiv bewertet.
  • Preisstruktur
    Zur Preisstruktur zählt alles, was die Aufteilung und Kommunikation von Preisen betrifft. Preisstrukturen können sich auf den effektiven Preis eines Produktes auswirken. Dies gilt z. B., wenn sich der Preis auf eine Grundgebühr und Einheitenpreise aufteilt. Zu Preisstrukturen gehören aber auch rechnerisch irrelevante Variationen bei der Darstellung von Preisen. So ist es z. B. ökonomisch irrelevant, ob man für ein mehrdimensionales Angebot einen Pauschalpreis angibt oder ob man bei gleicher Endsumme für einzelne Komponenten des Angebots die Preise eigens ausweist. Diese beiden unterschiedlichen Kommunikationsformen desselben Endpreises werden allerdings von Konsumenten als unterschiedlich attraktiv bewertet.
  • Prekäre Beschäftigungsverhältnisse
    Unsichere und/oder gering entlohnte Erwerbsarbeit (zeitlich befristete Beschäftigung, Teilzeitbeschäftigung, Scheinselbstständigkeit).
  • Eine bevorzugte Aktivität führt, wenn sie kontingent nach einer weniger geschätzten Verhaltensweise ausgeführt werden darf, zu einer größeren Häufigkeit der weniger geschätzten Verhaltensweise, die sie verstärkt.
  • Nach Seligman biologische Prädisposition, auf bestimmte Reize besonders empfindlich zu reagieren. Diese Reiz-Reaktions-Verbindungen werden leichter gelernt, weil sie biologisch gebahnt sind ( klassische Konditionierung).
  • Evolutionär bedingte, biologische Prädisposition zum Erlernen bestimmter Reiz-Reaktions-Assoziationen.
  • Presse- oder Medienarbeit
    "Public Relations-Arbeit, welche auf Beziehungen zu Journalisten, auf journalistische Berichterstattung zielt. Stellt in der Regel einen wichtigen Teil der Public Relations-Arbeit einer Organisation dar; daher finden sich gelegentlich undifferenzierte Gleichsetzungen."
  • Prevention-focus
    → Regulatorischer Fokus
  • Primacy- und Recency-Effekt
    Unter Primacy- und Recency-Effekt versteht man, dass sich Beurteiler übermäßig stark von den Beobachtungen beeinflussen lassen, die sie am Anfang bzw. am Ende der Beobachtungsphase gemacht haben.
  • Primacy-Effekt
    Früher dargebotene Informationen haben bei der sozialen Wahrnehmung und Interpretation einen stärkeren Einfluss als später dargebotene.
  • Primacy-Effekt
    Phänomen, dass bei der seriellen Darbietung von Informationen die erstgenannten besser erinnert werden als die Informationen in der Mitte. Einen weiteren Erinnerungsvorteil gibt es zudem für die letztgenannten Informationen (Recency-Effekt)
  • Übergewichtung der Information, die als erste dargeboten wurde.
  • serieller Positionseffekt.
  • primär-motorischer und lateraler prämotorischer Kortex
    Neurone im primär-motorischen und lateral prämotorischen Kortex kodieren eine Reihe motorischer Parameter (wie etwa die Richtung und die Geschwindigkeit von Bewegungen, die Stellung von Gelenkwinkeln und Muskelkräfte) und steuern selbst komplexe Bewegungsabläufe.
  • Bei der Primärstudie bzw. Primäranalyse („primary analysis“) als dem typischen Fall einer empirischen Studie werden die empirischen Daten selbst erhoben und anschließend analysiert.
  • Primäre Emotion bzw. Basisemotion (primary, basic emotion)
    Biologisch fixierte Emotion, die bei allen Menschen unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht und ihrer Sozialisation auftritt und einen unverwechselbaren Ausdruck im Verhalten findet.
  • Primäre Emotionen (Basisemotionen) (primary emotions)
    Relativ kleine Anzahl (2 bis 11) von Emotionen, die generell jede durch eine ganz spezifische, aber universelle Bewertung (appraisal) einer bestimmten typischen Situation oder eines Ereignisses ausgelöst wird (nach Plutchik 1980).
  • Primäre Geschlechtsmerkmale
    zur Fortpflanzung nötige Organe und Strukturen (Eierstöcke, Hoden und äußere Genitalien).
  • Nichtorganische Insomnie im Sinne eines eigenständigen Störungsbildes. Häufigste Form der Schlafstörung. Hauptbeschwerden: Ein- und/oder Durchschlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen, nichterholsamer Schlaf und entsprechende Beeinträchtigung der Tagesbefindlichkeit.
  • Trieb.
  • Primäre und sekundäre Verstärker
    Zur → instrumentellen Konditionierung von Verhaltensweisen werden zumeist Belohnungen eingesetzt, die elementare physiologische Bedürfnisse der Tiere unmittelbar befriedigen. In aller Regel erhalten hungrige Tiere Futter und durstige Tiere Wasser. Man spricht von primären Verstärkern. Als Verstärker können aber auch neutrale Reize dienen, wenn sie mit einem primären Verstärker assoziiert werden, bspw. ein Ton, der als Prädiktor von Futter konditioniert wurde. Man spricht dann von einem konditionierten oder sekundären Verstärker.
  • Primärer auditorischer Kortex ist ein Areal im Temporallappen, der Signale der Hörbahn zuerst verarbeitet.
  • Primärer olfaktorischer Kortex ist ein kleines Areal unter dem Temporallappen und erhält Signale von den Riechzellen.
  • Ein primärer somatosensorischer Kortex ist ein Areal im Kortex und erhält Signale von der Haut und den inneren Organen. Die Signale entstehen infolge von Berührung, Schmerz oder Temperatur.
  • Primärer Verstärker
    von Geburt an verstärkender Reiz, der beispielsweise ein natürliches Bedürfnis befriedigt.
  • Primärer visueller Cortex
    Das auch als Area striata bezeichnete Areal im Hinterhauptlappen, das Signale vom Corpus geniculatum laterale erhält.
  • Die erste neokortikale Region, in der Information von der Retina verarbeitet wird.
  • Kurz V1, eine Gehirnstruktur, die mit früher visueller Verarbeitung assoziiert wird.
  • Primares Kontrollpotenzial
    Die Kapazität eines Individuums, durch das eigene Verhalten Ereignisse und die Umwelt zu beeinflussen. Dieses Kontrollpotenzial kann momentan oder über den Lebenslauf hinweg aufgefasst und optimiert werden.
  • Primäres Kontrollstreben
    Bestreben, durch das eigene Verhalten Ereignisse und die Umwelt zu beeinflussen.
  • Nach der Intelligenztheorie von Thurstone lassen sich sieben dieser Faktoren der Intelligenz unterscheiden. Es handelt sich um räumliches Vorstellungsvermögen, schlussfolgerndes Denken, Merkfähigkeit, Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Rechenfähigkeit, Sprachve
  • Primärfaktoren der Intelligenz
    Sieben Fähigkeiten, die nach Thurstone entscheidend zur Intelligenz beitragen.
  • Primärfarben sind Blau, Rot, Gelb und Grün. Alle wahrnehmbaren Farben können damit beschrieben werden.
  • Maßnahmen, die vor dem erstmaligen Auftreten einer Erkrankung oder eines unerwünschten Zustands, durchgeführt werden. Somit richtet sich die Primärprävention vor allem an gesunde Menschen. Ein klassisches Beispiel aus dem medizinischen Kontext ist eine Impfung.
  • Prävention, die sich an gesunde Individuen richtet, die keinerlei Erkrankungsanzeichen zeigen. Dient dem Erhalt der Gesundheit, indem sie bei der Bewältigung von Risikofaktoren hilft und entsprechende Ressourcen zur Verfügung stellt.
  • Nach Wilhelm Wundt, einem der Begründer der modernen Psychologie, sind Gefühle den Kognitionen („Vorstellungselementen“) vorgeordnet.
  • Priming
    Die Aktivierung eines Stimulus (z. B. Vogel) erleichtert die anschließende Verarbeitung eines anderen, damit zusammenhängenden Stimulus (z. B. Flügel, Feder).
  • Unter Priming versteht man das mentale Aktivieren eines bestimmten Konzepts, das dann in der Folge die Abrufwahrscheinlichkeit dieses und verwandter Konzepte erhöht. Wenn ich etwa von Urlaub spreche, ist der Begriff „Urlaub“ für einige Zeit leichter abrufbar (direktes Priming), aber auch verwandte Begriffe wie Ferien oder Strand werden nun eher genutzt als vor der Priming-Episode (indirektes Priming). Die Verwandtschaft der aktivierten Begriffe muss keine semantische sein – auch affektiv ähnliche Konzepte können einander durch Priming aktivieren (der Begriff „schön“ aktiviert auch andere positiv bewertete Konzepte).
  • Priming
    oft unbewusste Aktivierung bestimmter Assoziationen. damit wird die Wahrnehmung, das Gedächtnis oder die Reaktion in bestimmter Weise empfänglich gemacht.
  • Priming
    Priming ist die Beeinflussung der kognitiven Verarbeitung von Reizen durch eine vorhergehende Aktivierung impliziter Gedächtnisinhalte. Diese zumeist unbewusst ablaufende Bahnung kann sowohl durch visuelle und auditorische als auch taktile oder olfaktorische Reize ausgelöst werden. Erleichtert der vorangegangene Reiz die Verarbeitung des folgenden Stimulus, spricht man von positivem Priming, wird die Verarbeitung hingegen erschwert, wird dieser Vorgang als negatives Priming bezeichnet.
  • Technik zur Messung impliziter Einstellungen
  • Priming
    Die Aktivierung eines Stimulus (z.B. Waffe) erleichtert die anschließende Wahrnehmung und Interpretation eines darauffolgenden, damit zusammenhängenden Stimulus.
  • Methode der unbewussten Voraktivierung von Wissensinhalten im Gedächtnis.
  • Befund, dass die vorangehende Darbietung relevanter oder ähnlicher Reize die Verarbeitung nachfolgender Reize erleichtert. Vielfach unbewusst erfolgende Aktivierung spezifischer Assoziationen im Gedächtnis aufgrund von Vorerfahrungen mit den betreffenden Informationen, wodurch Wahrnehmung, Erinnern oder Reagieren in bestimmter Hinsicht sensibilisiert werden.
  • Priming-Paradigma (priming paradigm)
    Experimentelle Methode, bei der die Beziehung zwischen Vorreizen (primes) und Zielreizen (targets) manipuliert wird.
  • Prinzip rationaler Entscheidungen, das aus der Axiomatisierung der Nutzentheorie folgt. Es verlangt, dass nie eine Option präferiert wird, die einen geringeren Erwartungswert hat als eine andere.
  • Prinzip der ganzheitlichen und rekonstruktiven Untersuchung lebensweltlicher Phänomene
    Ontologisch wird die im qualitativen Paradigma empirischer Sozialforschung untersuchte soziale Wirklichkeit auf der Ebene der alltäglichen Lebenswelt der Individuen angesiedelt. Denn menschliches Erleben und Handeln lässt sich im Verständnis des qualitativen Paradigmas nicht durch allgemeine Gesetzmäßigkeiten kausal erklären, sondern nur anhand der jeweils individuellen Weltsichten und Sinngebungen der Beteiligten in ihren jeweiligen Alltagszusammenhängen verstehen und intentional erklären. Durch diese Gegenstandsbestimmung befinden sich nicht-lebensweltliche Makro- und Mikro- Phänomene außerhalb des Fokus der qualitativen Sozialforschung.
  • Prinzip rationaler Entscheidungen, das aus der Axiomatisierung der Nutzentheorie folgt. Es verlangt, dass die Darstellung der Optionen und ihrer Konsequenzen irrelevant für die Präferenzordnung ist.
  • Prinzip der Kommunikation und Kooperation zwischen Forschenden und Beforschten
    Da der qualitative Ansatz in der Regel auf die Rekonstruktion der Sichtweisen der am untersuchten sozialen Phänomen Beteiligten abzielt, ist die direkte (zuweilen auch medienvermittelte) Kommunikation zwischen Forschenden und Beforschten das zentrale Erkenntnismittel. Damit diese Kommunikation ein möglichst weitreichendes Fremdverstehen ermöglicht, ist eine kooperative Haltung auf beiden Seiten notwendig. Die Beforschten müssen sich vertrauensvoll öffnen und die Forschenden müssen sich persönlich in den Kontakt einbringen und ein dem jeweiligen Gegenüber und dem Forschungsziel angemessenes Arbeitsbündnis aufbauen, dieses reflektieren und dokumentieren.
  • Prinzip der maximalen strukturellen Variation
    liegt dem qualitativen Experiment zugrunde. Es besagt, dass alle relevanten Aspekte eines Gegenstandes auf Ähnlichkeiten und Unterschiede hin analysiert werden sollen.
  • Prinzip der reflektierten theoretischen Offenheit zwecks Bildung neuer Theorien
    Erkenntnisgewinn zielt im Paradigma der qualitativen Sozialforschung vor allem auf die Bildung neuer Hypothesen und Theorien ab, die passgenau auf den jeweiligen Untersuchungsgegenstand (d. h. ein lebensweltliches soziales Phänomen) zugeschnitten sind. Deswegen sollen sich die Forschenden eben nicht mit einer bereits im Vorfeld ausgewählten fertigen Theorie und vordefinierten theoretischen Konstrukten mit einem durchstrukturierten Forschungsprozess dem Gegenstand nähern. Stattdessen sollen sie ihr (immer in gewisser Weise vorhandenes und auch notwendiges) Vorverständnis kritisch hinterfragen und ausdrücklich offen sein für Fälle, Situationen und Daten, die ihren Vorannahmen widersprechen und somit über die bisherigen theoretischen Vorstellungen hinaus neue Kenntnisse über den Untersuchungsgegenstand vermitteln.
  • Prinzip der Selbstreflexion der Subjektivität und Perspektivität der Forschenden
    Das qualitative Paradigma empirischer Sozialforschung vertritt eine subjektivistische Erkenntnistheorie, dergemäß der Erkenntnisprozess immer untrennbar mit der Person der Forschenden – ihrer Subjektivität und Perspektivität – verknüpft ist. Ihr persönliches Verhältnis zum jeweiligen Untersuchungsgegenstand und zu den Untersuchungspersonen müssen Forschende deswegen kritisch reflektieren. Die Reflexion der Subjektivität und Perspektivität gilt als zentrale Erkenntnisquelle und muss entsprechend auch dokumentiert werden. Das betrifft nicht zuletzt die Position und Perspektive der Forschenden im Kontext sozialer Hierarchien und gesellschaftlicher Machtverhältnisse.
  • Prinzip rationaler Entscheidungen, das aus der Axiomatisierung der Nutzentheorie folgt. Es verlangt, dass die Präferenzordnung unabhängig von den Konsequenzen ist, die die Optionen teilen.
  • Prinzip der verteilten Kodierung
    Das menschliche Gehirn repräsentiert Merkmale von Handlungen (wie Merkmale von sensorischen Ereignissen) nicht durch einzelne Neurone (die überwiegend merkmalsspezifisch operieren) oder lokale Neuronenverbände, sondern durch neuronale Aktivität, die sich praktisch über das ganze Gehirn verteilt.
  • Prinzip rationaler Entscheidungen, das aus der Axiomatisierung der Nutzentheorie folgt. Es verlangt, dass Optionen hinsichtlich ihrer Präferenz verglichen und transitiv (widerspruchsfrei, konsistent) geordnet werden können.
  • Prinzip der Zirkularität und Flexibilität des Forschungsprozesses zwecks Annäherung an den Gegenstand
    Der qualitative Forschungsprozess wird nicht vorab vollständig durchgeplant, festgelegt und dann linear abgearbeitet, sondern idealerweise flexibel gestaltet: In mehreren Untersuchungszyklen innerhalb einer Studie sollen anhand der Zwischenergebnisse jeweils das Untersuchungsdesign, die Auswahl der Fälle und/oder die Datenerhebungs- und Datenanalyse-Hilfsmittel überarbeitet (Flexibilität des Vorgehens) und dem untersuchten Gegenstand somit schrittweise immer besser angepasst werden (Zirkularität bzw. Spiralförmigkeit der verstehenden Annäherung an den Untersuchungsgegenstand).
  • Prinzip-Umsetzungs-Lücke
    Die prinzipielle Akzeptanz der ethnischen Gleichheit geht dennoch mit einem Widerstand gegen bestimmte Maßnahmen einher, die eine ethnische Gleichheit herbeiführen würden.
  • Molekül, das nur aus Aminosäuren besteht; Auslöser verschiedener Krankheiten, z.B. Creuzfeldt-Jakob, Rinderwahnsinn
  • Prismen-Adaptations-Versuche
    Eine Möglichkeit, die Beziehung zwischen Wahrnehmung und Handlung zu studieren, besteht darin, die Art dieser Beziehung zu verändern. Das geschieht beispielsweise in Versuchen, in denen Personen Umkehrbrillen tragen, die durch ein Spiegelsystem realisiert werden können, das „oben“ und „unten“ sowie „links“ und „rechts“ vertauscht.
  • Prismenadaptation (prism adaptation)
    Experimentelles Paradigma, bei dem durch das Tragen einer Brille mit Prismengläsern eine seitliche Verschiebung des visuellen Feldes relativ zur medialen sagittalen Ebene des Kopfes entsteht, die durch perzeptuellmotorische Integrationsprozesse angepasst werden kann.
  • Eine Prismenbrille bricht den einfallenden Lichtstrahl in einer vorgegebenen Weise. Sie wird zur Untersuchung der Anpassungfähigkeit des visuellen Systems an neue Wahrnehmungssituationen eingesetzt.
  • Private Akzeptanz
    Innere Zustimmung zu der Meinung einer Einflussquelle. Diese wird internalisiert und dann auch öffentlich vertreten.
  • Privilegierte Wissensdomänen
    Bereiche, in denen bereits früh im Entwicklungsverlauf ein intuitives Kernwissen besteht, auf das im Laufe der weiteren Entwicklung aufgebaut werden kann. Zu ihnen zählen insbesondere die Physik, die Biologie und die Psychologie, in denen bereits sehr frü
  • Nicht gefühlsbasierte Aggression, die auf die Erfüllung von Wünschen und Zielen gerichtet ist.
  • Proaktive Hemmung
    siehe: Proaktive Interferenz
  • Vorwärtswirkende Gedächtnishemmung eines ersten gelernten Materials (z. B. Liste von Wörtern) auf das Wiedererinnern eines später gelernten Materials.
  • Proaktive Interferenz
    Störeffekt von früher Gelerntem auf die Reproduktion neuer Informationen.
  • proaktive Interferenz
    Einer der Faktoren, die zur Größe von Wechselkosten beitragen. Das Ausführen einer Aufgabe übt einen störenden, proaktiven Effekt auf darauf folgende Aufgaben aus, und zwar umso mehr, je schneller die Aufgaben aufeinanderfolgen.
  • Proaktive Interferenz
    Hemmende Wirkung eines vorausgegangenen Lernmaterials auf Lernen und Behalten neuer Information. Gegensatz: retroaktive Interferenz.
  • Proaktive Interferenz (proactive interference)
    Mit proaktiver Interferenz wird der Befund beschrieben, dass eine Zielinformation aufgrund zeitlich vorangegangener Lernerfahrungen (proaktive Interferenz) später schlechter abrufbar ist (s. auch retroaktive Interferenz).
  • Proaktives Verhalten
    Proaktives Verhalten wird definiert als selbstinitiiertes, zukunftsorientiertes und problemorientiertes Verhalten in einem organisationalen Kontext, wobei das Verhalten auf das Herbeiführen einer Veränderung abzielt und entweder auf eine Veränderung bzw. Verbesserung der Situation bzw. des Arbeitsprozesses oder eine Veränderung des persönlichen Verhaltens ausgerichtet ist.
  • Wahrscheinlichkeitsbasiert
  • Probabilistische Modelle
    Gehen im Unterschied zu deterministischen Modellen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Item zu lösen bzw. ihm zuzustimmen, jeden Wert zwischen 0 und 1 annehmen kann; die IC-Funktion entspricht einer monoton steigenden Funktion.
  • Die Probabilistische Testtheorie (PTT; „probabilistic test theory“, auch: „modern test theory“, „latent trait theory“, „strong true score theory“) – international meist als Item-Response- Theorie (IRT; „item response theory“) bezeichnet – basiert auf der Annahme, dass die Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Antwort auf ein einzelnes Item von Merkmalen des Items (Item-Parameter) und latenten Merkmalen der Person (Personen-Parameter) abhängt.
  • Probabilistische Testtheorie
    Siehe Item-Response-Theorie
  • Probabilistische Testtheorie bzw. Item Response Theorie
    Die Probabilistische Testtheorie (PTT; „probabilistic test theory“) bzw. Item Response Theorie (IRT; „item response theory“) beschreibt die Zusammenhänge zwischen einem zu testenden Merkmal (latente Variable) und dem in einem Test tatsächlich beobachtbaren Antwortverhalten (manifeste Variable). Während die Klassische Testtheorie (KTT) das Testergebnis unmittelbar als messfehlerbelastete Ausprägung des zu messenden Konstruktes auffasst, ordnet die PTT/IRT dem als Indikator interpretierten Testergebnis mit bestimmter Wahrscheinlichkeit latente Merkmalsausprägungen zu. Die Lösungs- bzw. Zustimmungswahrscheinlichkeiten eines Items bzw. einer Item-Kategorie werden in probabilistischen Testmodellen stets in Abhängigkeit von der Ausprägung des latentenMerkmals sowie – je nach Testmodell – von weiteren Einflussgrößen (z. B. Itemschwierigkeit, Itemtrennschärfe, Ratewahrscheinlichkeit, Antworttendenz) berechnet.
  • Probabilistische Theorien und Hypothesen
    In der empirischen Sozial- und Humanforschung arbeitet man nicht mit deterministischen Theorien und Hypothesen, die den Anspruch erheben, ausnahmslos jeden Einzelfall zu erklären („Alle Raucher entwickeln Lungenkrebs“). Stattdessen setzt man eine (bislang nicht erklärte oder grundsätzlich nicht erklärbare) Individualität der Einzelfälle voraus und erhebt mit probabilistischen (wahrscheinlichkeitstheoretischen) Theorien und Hypothesen („probabilistic theories/hypotheses“) lediglich den Anspruch, die untersuchten Phänomene der Tendenz nach bzw. auf Aggregatebene zu erklären („Raucher entwickeln mit höherer Wahrscheinlichkeit Lungenkrebs als Nichtraucher“).
  • Probabilistischer Kontrast
    Vergleich der Häufigkeit eines Effekts bei Vorhandensein einer potenziellen Ursache mit seiner Häufigkeit bei Nichtvorhandensein dieser Ursache.
  • Besteht aus einem Ist-Zustand, einem Soll-Zustand und einer Barriere, die der Erreichung des Soll-Zustandes im Weg steht.
  • Problem der dritten Variable
    Die Tatsache, dass eine Korrelation zwischen zwei Variablen durch eine dritte (störende) Variable beeinflusst oder verursacht sein kann.
  • Problem der Freiheitsgrade
    Ein gegebenes Bewegungsziel kann durch eine Unzahl von Konfiguration des Armes bzw. anderer Effektoren unseres Körpers erreicht werden, Folge einer Vielzahl beteiligter Gelenke und Bewegungsmöglichkeiten in diesen Gelenken. Wie wird aus dieser großen Zahl von Möglichkeiten nun eine bestimmte selektiert? Das ist das Problem der Freiheitsgrade.  
  • Problem der inversen Dynamik
    In der Newton’schen Mechanik werden die Bewegungen berechnet, die durch bekannte Kräfte ausgelöst werden. Die inverse Dynamik stellt umgekehrt die Frage, welche Kräfte erforderlich sind, um vorgegebene Bewegungsprofile zu realisieren. Ein Problem resultiert, weil die zu lösenden Gleichungen im Falle biologischer Systeme (z. B. Arm) äußert komplex sind und keine schnelle und präzise rechnerische Lösung erlauben.
  • Problem der Verursachungsrichtung
    Die Tatsache, dass eine Korrelation zwischen zwei Variablen nicht angibt, welche (und ob überhaupt eine) Variable Ursache für die andere ist.
  • Problemanalyse
    Die Problemanalyse beginnt auf der Ebene des »Verhaltens in Situationen« (ViS). Zentraler Schritt ist dabei zunächst die genaue Exploration und Beschreibung des Problems bzw. der Symptomatik auf den drei zentralen Ebenen: Physiologie (Welche körperlichen Vorgänge treten auf?), Kognition und Emotion (Welche Gedanken und Gefühle gehören zur Symptomatik bzw. gehen mit ihr einher?), Verhalten (Was tut die Person?).
  • Problemfokussierte Bewältigung
    Versuch, den Stress direkt zu verringern, indem wir den Stressor selbst oder die Art und Weise ändern, wie wir damit umgehen.
  • Finden eines zuvor unersichtliches Weges zur Überwindung der Barriere, um somit die Differenz zwischen Ist- und Soll-Zustand bewältigen zu können.
  • Der Prozess der Überführung eines Ausgangszustands in einen End- oder Zielzustand durch Anwenden einer Strategie, mit der ein Hindernis überwunden werden kann.
  • Problemlösen bedeutet das Beseitigen eines Hindernisses oder das Schließen einer Lücke in einem Handlungsplan durch bewusste kognitive Aktivitäten, die das Erreichen eines beabsichtigten Ziels möglich machen sollen.
  • ist zielgerichtet und besteht in der Reduktion der Diskrepanz zwischen (1) einem Ausgangszustand (Beginn des Problemlöseprozesses) und (2) einem Zielzustand, der durch die Lösung erreicht werden soll, und (3) den Operatoren (Regeln, Hilfsmitteln, Schritten), mit deren Hilfe die Diskrepanz überwunden werden kann (Newell und Simon 1972).
  • Problemlösestrategien
    Strategien, die zur Lösung von Problemen dienen. Besonderes Interesse erfuhren solche, bei denen das Problem in Teilziele zerlegt wird (s. auch Mittel-Ziel-Analyse, Unterschiedsreduktion, Rückwärtssuche).
  • Kognitive Technik zur Behandlung von Schlafstörungen. Anstelle ruminativen Grübelns wird ein aktives, konstruktives Problemlösen gesetzt.
  • Problemlösetraining
    Verfahren der kognitiven Verhaltenstherapie zur Steigerung der allgemeinen Problemlösefähigkeit. Besteht in der Regel aus fünf bis sieben Stufen, die eine Definition des Problems, die Erarbeitung von möglichen Lösungen, die Auswahl der günstigsten Lösungsmöglichkeit sowie die Umsetzung und Kontrolle des Ergebnisses beinhalten.
  • (Gruppen-)Training zur Stärkung genereller Problemlösekompetenz, durch Vermittlung einer generellen Heuristik für den Umgang mit Problemen im Allgemeinen. Ziel: Förderung der Selbstständigkeit des Patienten im Umgang mit Problemen durch Stärkung und Optimierung seiner Problemlösefähigkeiten.
  • Problemlösungen bei Schimpansen
    spiegeln offenbar ein geistiges Ausprobieren wider, wobei das Tier eine mentale Repräsentation des Problems bildet und die einzelnen Komponenten so lange manipuliert, bis es auf eine Lösung stößt, die es dann in der sichtbaren Welt ausführt.
  • problemorientierte Bewältigung
    Veränderung belastender Situationen durch eigenes Handeln
  • Umfasst alle möglichen Zustände, die sich bei der Bearbeitung eines Problems durch Anwendung entsprechender Operatoren erzeugen lassen.
  • Problemraum (problem space)
    Alle möglichen Zustände, die durch Anwendung von Operatoren auf ein bestimmtes Problem generiert werden können.
  • Problemraumtheorie (problem space theory)
    Theorie, die davon ausgeht, dass menschliches Denken durch Suchprozesse innerhalb eines Problemraumes verstanden werden kann.
  • ist ein Leitfadeninterview, das an einem konkreten gesellschaftlichen Problem ansetzt.
  • Proctalgia fugax
    Kurzdauernde, krampfartige Schmerzzustände im Anal- und Enddarmbereich.
  • Proctalgie
    Schmerzen im Bereich von unterem Mastdarm und After, häufig kurzzeitig und krampfartig.
  • Die Phase einer Krankheit, die vor Ausbruch florider Symptome oder Ausbildung des Gesamtsyndroms auftritt. Meist durch das Auftreten unspezifischer Symptome oder Krankheitszeichen gekennzeichnet.
  • Phase, die häufig vor Störungsbeginn auftritt. Geht mit unspezifischen Symptomen einher (z. B. Ängste, Schlafstörungen, Depression) und bedeutet meistens eine Reduktion des vorher bestehenden Funktionsniveaus.
  • Unspezifisches Vorläufersymptom einer Krankheit.
  • Product Placement
    In vielen Film- und Fernsehproduktionen werden im Rahmen der Spielhandlung tatsächlich existierende Produkte verwendet und deutlich gezeigt. Von Product Placement im engeren Sinne spricht man eigentlich erst, wenn das Zeigen des Produkts über das Maß hinausgeht, das unverzichtbar ist, um eine natürliche Situation darzustellen.
  • Produkt-Moment-Korrelation
    Standardisiertes Maß der bivariaten Deskriptivstatistik, das den Zusammenhang zweier intervallskalierter Variablen beschreibt. Gibt den Anteil der empirischen Kovarianz an der theoretisch maximalen Kovarianz an. Der Wertebereich der Korrelation reicht von –1 bis +1
  • Produktionsblockierung
    Beschreibt einen Prozessverlust, der typisch ist für Brainstorming-Aufgaben bei Face­to­face­Gruppen. Da in einer Gruppe zu einem Zeitpunkt nur eine Person sprechen kann, können die anderen Gruppenmitglieder in dieser Zeit ihre eigenen Ideen nicht äußern.
  • Hierbei werden Memorisierungsstrategien nicht spontan eingesetzt, obwohl man prinzipiell (z. B. nach gezielter Instruktion) in der Lage wäre, sie mit Gewinn einzusetzen.
  • Produktivität ist die Summe aus Effektivität (Grad der Erreichung der von der Organisation vorgegebenen Ziele) und Effizienz (Verhältnis der erreichten Ergebniseinheiten zum Ausmaß eingesetzter organisationaler Ressourcen).
  • Produktlinienerweiterung
    Die Ausdehnung einer Marke innerhalb einer Produktkategorie, z. B. durch die Spezifizierung eines vorhandenen Produkts, wird als Produktlinienerweiterung bezeichnet (z. B. Hinzufügen eines „Shampoo for Men“ zur Shampoo-Serie).
  • Mehrere Merkmale (und deren Ausprägungen) bei einer Person
  • Progesteron
    Weibliches Geschlechtshormon, das primär von den Eierstöcken und dem Gelbkörper (Corpus luteum) abgegeben wird. Zusammen u. a. mit Östrogenen wichtig für die Regulierung des menstruellen Zyklus.
  • primär weibliches Geschlechtshormon
  • Steuerungsform von Bewegungen, die anhand eines vor Bewegungsbeginn festgelegten Planes, ohne Berücksichtigung sensorischen Feedbacks, erfolgt.
  • Programmtheorien erklären detailliert die Wirkungsweise einer evaluierten Maßnahme bzw. eines evaluierten Programms. Sie liegen meist nicht im Vorfeld vor, sondern werden im Zuge der Evaluationsforschung entwickelt und geprüft. Bei einer Programmtheorie handelt es sich also um eine Unterform der technologischen Theorien.
  • progressive Entscheidung
    Wenn ein statistischer Signifikanztest aufgrund von Voraussetzungsverletzungen eher zugunsten von H1 entscheidet
  • Progressive Muskelrelaxation
    Entspannungsmethode, bei welcher der Entspannungszustand über die nach einer willkürlichen Anspannung erfolgende physiologische Gegenregulation eingeleitet wird.
  • Progressive Muskelrelaxation
    Systematisches Entspannungsverfahren nach Jacobson, das auf der differenzierten Wahrnehmung von Muskelanspannung und Entspannung beruht. Dabei werden aufeinanderfolgend verschiedene Muskelgruppen zunächst angespannt und wieder entspannt.
  • Projektgruppen sind zeitlich begrenzte Arbeitsgruppen, die aus Experten verschiedener Bereiche und Disziplinen bestehen und gemeinsam an einer Aufgabenstellung arbeiten.
  • Projektgruppen bearbeiten meist einmalige umfangreiche Aufgaben bzw. Aufträge, die von der Unternehmensleitung vorgegeben werden. Häufig setzen sie sich aus Experten unterschiedlicher Fachbereiche zusammen, die nicht freiwillig der Projektgruppe beitreten, sondern gezielt aufgrund ihrer Sachkompetenz ausgewählt werden. In Abhängigkeit von der gewählten Projektorganisation treffen sich die Projektmitglieder entweder nur von Zeit zu Zeit oder arbeiten kontinuierlich zusammen und werden dementsprechend für die Zeit der Projektdauer, die zeitlich befristet ist, teilweise oder ganz von ihren Arbeitsaufgaben freigestellt.
  • Projektion
    Der Begriff der Projektion geht auf Freud zurück und meint ursprünglich die Verlegung einer Eigenschaft, die das Ich bedroht und an der eigenen Person nicht wahrgenommen wird, auf eine Person der Außenwelt.
  • Bei diesen Tests kommt mehrdeutiges Stimulusmaterial (meist Bilder) zum Einsatz. Es wird angenommen, dass Probanden unbewusste oder verdrängte Bewusstseinsinhalte in das Bildmaterial hineinprojizieren und dadurch Persönlichkeitsmerkmale ermittelt werden können.
  • Projektive Testverfahren (Persönlichkeits- Entfaltungstests, „projective tests“) basieren auf der psychoanalytischen Annahme, dass Testpersonen unbewusste psychische Prozesse in eine freie Interpretation von uneindeutigen Reizvorlagen (in der Regel Bildmaterial) oder in die freie Gestaltung von Geschichten und Zeichnungen hinein projizieren. Projektive Testverfahren sind unstrukturierte bzw. teilstrukturierte Verfahren, die mit offenen Aufgabenstellungen den Testpersonen viel Spielraum lassen, um ihre Persönlichkeit darzustellen. Das von den Testpersonen produzierte nicht-numerische Datenmaterial wird von geschulten Testanwendern ausgewertet, um Rückschlüsse auf die Persönlichkeit der Testpersonen zu ziehen.
  • Man unterscheidet nichtoder teilstrukturierte projektive Tests („projective tests“) mit offenen Aufgaben (z.B. eine Zeichnung erstellen, ein Bild interpretieren) von vollstrukturierten psychometrischen Tests („psychometric tests“), die aus einer Batterie vollstandardisierter Testitems (z. B. Rechen- oder Logik- Aufgaben mit genau einer korrekten Lösung; Selbstauskunftsfragen mit Ratingskalen als Antwortformat) bestehen. In Forschung und Praxis dominieren die psychometrischen Tests.
  • Verfahren, die dem psychoanalytischen Ansatz entstammen und vielfach mehrdeutiges Testmaterial verwenden, um so einen Zugang zu psychischen Vorgängen zu finden (z. B. durch Beschreibungen von mehrdeutig interpretierbaren Bildern).
  • Projektive Verfahren
    Verfahren, bei denen mehrdeutiges bzw. auslegungsfähiges Bildmaterial (z. B. Tintenkleckse, Zeichnungen von motivrelevanten Situationen) von den Probanden zu interpretieren ist. Es wird angenommen, dass Einstellungen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale sich in diesen Interpretationen äußern bzw. auf das Bildmaterial „projiziert“ werden. Projektive Tests sind weniger anfällig für gezielte Selbstdarstellungen als Fragebogen, aber auch weniger objektiv und reliabel.
  • projektiver Test
    In einem Projektiven Test erhält der Proband ein vieldeutiges Reizmaterial, zu dem er nach unterschiedlichen Instruktionen frei Gedanken, Assoziationen bzw. Geschichten assoziieren soll. Die hierbei entstehenden Texte geben Aufschluß über Einstellungen, Werthaltungen oder Persönlichkeit der Befragten.
  • Projektiver Test
    Persönlichkeitstest, z. B. Rorschach-Test, der vieldeutige Reize vorgibt, um eine Projektion der inneren Dynamik des Probanden hervorzurufen.
  • projektiver Test
    Motivdiagnostik durch freie Beschreibung mehrdeutiger Bilder
  • Prolaktin
    Hormon, das aus der Hypophyse freigesetzt wird. Spielt eine wichtige Rolle für die Brusternährung direkt nach der Entbindung. Hohe Konzentrationen können für das Ausbleiben der Menstruation und Infertilitätsprobleme verantwortlich sein.
  • Promotion-focus
    → Regulatorischer Fokus
  • Promotionsfokus
    Personen mit einem Promotionsfokus fokussieren auf ein Idealselbst (wie möchte ich sein?) und sind darauf ausgerichtet, Gewinne zu erzielen. Ein Promotionsfokus kann dispositionell (i.S. eines stabilen Merkmals einer Person) oder durch die Situation bedingt sein (Higgins, 1997).
  • Operantes Verfahren, bei dem der Aufbau erwünschten Verhaltens schrittweise durch verbale oder nonverbale Hilfestellungen unterstützt wird.
  • Propaganda
    Propaganda bezeichnet die Werbetätigkeit bzw. Reklame im Sinne von Verbreitung weltanschaulicher oder politischer Ideen.
  • Proportionalrezeptoren/P-Rezeptor
    Messen die Reizstärke (Amplitude) eines mechanischen, chemischen oder thermischen Reizes (Intensitätsdetektoren)
  • Proposition
    Bedeutungseinheiten der Sprache oder Vorstellung; es werden sensorische, motorische und Bedeutungsproposi­tionen unterschieden
  • Proposition (proposition)
    (1) (Abstrakte) Bedeutungseinheit, die eine Beziehung zwischen Konzepten, Gegenständen oder Ereignissen ausdrückt. Sie wird auch als kleinste Wissenseinheit bezeichnet. (2) Kleinste Wissenseinheit, die eine eigenständige Aussage bildet und die als wahr oder falsch kategorisiert werden kann. Sie besteht aus einem Prädikat und in der Regel aus mehreren Argumenten.
  • Propositionales Netzwerk (propositional network)
    Darstellungsform, bei der die Beziehungen innerhalb und zwischen Propositionen als Netzwerk angeordnet sind.
  • Propositionen (propositions)
    In der Sprachpsychologie bezeichnet der Begriff „Proposition“ eine Form der Bedeutungsrepräsentation einer Aussage. Es handelt sich um eine symbolische und amodale Repräsentation, die aus einer Relation und einem oder mehreren Argumenten besteht. Die Elemente von Propositionen sind Konzepte oder selbst wieder Propositionen.
  • Propriozeption
    Wahrnehmung der Aktivität von Muskel-, Sehnen- und Gelenkaktivität.
  • Propriozeption
    Über Sensoren (Propriorezeptoren oder kurz: Propriozeptoren) vermittelte Eigenwahrnehmung des Körpers. Diese in den Gelenken und Muskeln befindlichen Sensoren liefern dem Gehirn ständig Informationen über die Lage unseres Körpers im Raum, sodass wir auch bei geschlossenen Augen einen sehr guten Eindruck von unserer Körperposition, von der Position unserer Arme und Hände haben.
  • Propriozeption
    Modalität der Somatosensorik, dient der Eigenwahrnehmung von Körperstellung und -bewegung, syn: Tiefensensibilität
  • Die Propriozeption umfasst die vestibuläre und kinesthetische Sinnesinformation, die für die Lagebestimmung des Körpers notwendig ist.
  • Propriozeption (proprioception)
    Über Propriozeptoren in Muskeln, Sehnen und Gelenken vermittelte Wahrnehmung der Bewegung und Stellung der eigenen Körperteile sowie Kontrolle der Körperhaltung.
  • Propriozeptor
    Obergriff für alle Mechanorezeptoren, die zur Propriozeption beitragen
  • Die charakteristischen Muster, mit denen eine Sprache gesprochen wird: Rhythmus, Tempo, Tonfall, Melodie, Intonation und so weiter.
  • Akustische Eigenschaften von sprachlichen Einheiten, die größer sind als ein einzelner Laut, z. B. Betonungsmuster. Neben einer Abfolge von Konsonanten und Vokalen weisen lautsprachliche Äußerungen auch eine distinkte Intonation und einen distinkten Rhythmus auf. Diese sog. prosodischen Merkmale tragen zur Spezifizierung der linguistischen Struktur bei (linguistische Prosodie), z. B. Differenzierung von Aussage und Frage, vermitteln aber auch den stimmlichen Ausdruck der Befindlichkeit eines Sprechers (affektive/emotive Prosodie). Beeinträchtigungen der Expression oder Perzeption dieser Komponenten lautsprachlicher Äußerungen werden als Dys- oder Aprosodie bezeichnet.
  • Satzmelodie, hervorgerufen durch Betonung, Intonation, Frequenz, Geschwindigkeit und Pausen beim Sprechen.
  • Prosopagnosie
    Durch Hirnschädigung bedingte Störung des Gesichtererkennens. Auch: Visuelle Agnosie des Gesichtererkennens
  • Die Prosopagnosie ist eine neuronal bedingte Störung der Gesichtererkennung bei intaktem Sehsystem.
  • Prosoziale Persönlichkeit
    Eine überdauernde Tendenz, an die Rechte und das Wohl von anderen zu denken, Anteilnahme und Empathie zu empfinden und so zu handeln, dass es den anderen nützt.
  • Prosoziales Verhalten
    Ein Verhalten, das von der Gesellschaft als nützlich für andere Menschen definiert wird. Das betreffende Verhalten könnte aufgrund einer egoistischen oder altruistischen Motivation erfolgen. Nicht darin eingeschlossen ist ein Verhalten, das durch berufliche Verpflichtungen motiviert ist.
  • Freiwilliges Verhalten, von dem andere profitieren sollen, beispielsweise helfen, teilen oder trösten.
  • Prosoziales Verhalten
    positives, konstruktives, hilfsbereites Verhalten. Das Gegenteil von antisozialem Verhalten.
  • Prosoziales Verhalten
    Sammelbegriff für alle Formen zwischenmenschlicher Unterstützung. Es meint die verhaltenswirksame Intention einer Person, einer anderen Person eine Wohltat zu erweisen (Bierhoff, 2010).
  • Prosoziales Verhalten
    Verhalten, bei dem eine Person einer anderen Person hilft (andere Bezeichnungen sind altruistisches oder auch hilfreiches Verhalten). Nach Bierhoff (1996) müssen dazu zwei Bedingungen erfüllt sein: zum einen muss die Absicht besteht, der anderen Person etwas Gutes zu tun, zum anderen müssen der helfenden Person auch andere Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, sie also nicht zu einer Hilfeleistung gezwungen (z.B. durch Befehl, Beruf, etc.) werden.
  • Prospect Theory
    Eine der bedeutendsten psychologischen Entscheidungstheorien. Zu ihren wichtigsten Kernannahmen gehören:Menschen bewerten Gewinne und Verluste nicht absolut, sondern relativ zu einem Referenzpunkt, der stark variieren und beeinflusst werden kann. Menschen bewerten einen Zuwachs an Gewinnen und Verlusten umso schwächer, je höher bereits das Ausgangsniveau von Gewinn und Verlust ist.Menschen sind stärker zu motivieren, einen Verlust zu verhindern, als einen gleich großen und gleich wahrscheinlichen Gewinn herbeizuführen.
  • Die Prospect Theory ist von Daniel Kahneman und Amos Tversky entwickelte SEU-Theorie, die versucht, Verletzungen der Prinzipien rationalen Entscheidens zu erklären.
  • Prospect-Theorie (prospect theory)
    Erweiterung der Theorie des erwarteten Nutzens, um behaviorale Abweichungen davon erklären zu können (z. B. Framing-Effekte, Risikoaversion und Risikoneigung). Gewinne und Verluste werden nicht absolut, sondern relativ zu einem subjektiven Referenzpunkt (Anspruchsniveau) definiert; eine spezielle Gewichtungsfunktion für Wahrscheinlichkeiten soll die Übergewichtung kleiner und die Untergewichtung großer Wahrscheinlichkeiten erklären. Eine der einflussreichsten und erfolgreichsten Theorien der riskanten Wahl.
  • Die prospektive Arbeitsgestaltung legt ihren Schwerpunkt auf die Schaffung von Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung in der Arbeitssituation und den Arbeitsinhalten.
  • Prospektive Arbeitsgestaltung
    Bei der prospektiven Arbeitsgestaltung gestaltet man bereits bei der Planung bzw. Neugestaltung von Arbeitsstrukturen Aufgaben, Anforderungen und Arbeitsplätze so, dass sie sich positiv auf die Gesundheit und Persönlichkeitsförderlichkeit des Arbeitnehmers auswirken. Dazu gehört zum einen das Schaffen von Tätigkeitsspielräumen für die Beschäftigten mit der Möglichkeit, das Aufgabenfeld selber zu gestalten. Zum anderen schließt dieses Konzept auch die Gestaltung lernförderlicher Aufgaben mit ein.
  • Prospektive Longitudinalstudie
    Man versteht darunter einen Untersuchungsansatz, bei dem eine oder mehrere Stichproben mehrfach hintereinander (längsschnittlich) über einen längeren Zeitraum untersucht werden.
  • Prospektives Gedächtnis (prospective memory; intention memory)
    Absichtsgedächtnis. Gedächtnis für Handlungen, die zu einem späteren Zeitpunkt auszuführen sind. Die Gedächtnisrepräsentation einer Absicht beinhaltet den angestrebten Zielzustand, die zur Zielerreichung notwendigen Handlungen sowie die Ausführungsbedingungen der Handlungen.
  • Prostatakarzinom
    Krebserkrankung der Vorsteherdrüse (Prostata); häufigstes Karzinom beim Mann.
  • Genetisch bedingte Störung des Farbensehens, bei der ein Teil der Zapfen in der Netzhaut, die Rot-Zapfen, ausfallen. Es sind dann nur Grün- und Blau-Zapfen vorhanden. Es kann auch zu einer verringerten Anzahl an Rot-Zapfen kommen, die sich als Rot-Grün-Schwäche manifestiert und als Protanomalie bezeichnet wird.
  • Proteanisches Laufbahnmodell
    Proteus ist der Meeresgott, der sich nach Wunsch und Bedarf in einen Löwen, eine Schlange, einen Panther etc. verwandeln kann. Eine solche von selbstbestimmten Zielen geleitete berufliche Wandlungsfähigkeit wurde als modernes Leitbild für Erwerbstätige vorgeschlagen.
  • Protegé (wörtlich: Schützling)
    Neueinsteiger oder berufliche Nachwuchskraft, die von einer erfahreneren und hochrangigen Person in ihrer beruflichen Entwicklung persönlich unterstützt wird. Andere Bezeichnung ist auch Mentee.
  • Organisches Molekül aus einer Vielzahl miteinander verbundener Aminosäuren, deren gefaltete und gedrehte Struktur ihm viele Funktionen ermöglicht.
  • "Bildung von Proteinen (Eiweißmolekülen); findet an den Ribosomen in der lebenden Zelle statt."
  • protektive Selbstdarstellung/Selbstüberwachung
    Selbstdarstellung/Selbstüberwachung mit dem Ziel, negative Bewertung durch andere zu vermeiden
  • Kategorisierungen auf der Basis der korrelativen Struktur der konstituierenden Merkmale einer Kategorie. Da bestimmte Merkmale vielfach gemeinsam auftreten, kommt es bei der Kategoriebildung darauf an, die gemeinsam variierenden Merkmale zu identifizieren
  • Prototyp
    Vorstellungsbild oder typisches Beispiel fu?r eine Kategorie. Wenn man neue Wahrnehmungen mit dem Prototyp abgleicht, hat man ein schnelles und einfaches Verfahren, Wahrnehmungen in Kategorien zu sortieren (z. B. wenn man gefiederte Lebewesen mit prototypischen Vögeln wie dem Spatz vergleicht).
  • Prototyp
    Vorab-Exemplar einer späteren Serienfertigung, das zur Erprobung von Eigenschaften dient.
  • Ein Prototyp ist allgemein ein Objekt, das eine Klasse von Objekten am besten repräsentiert. In ansichtenabhängigen Theorien sind die gespeicherten Ansichten eines Objektes die Prototypen.
  • Prototypenansatz
    Die Objekte der Umwelt werden von uns in Kategorien wie z. B. Möbel, Früchte oder Tiere gruppiert. Innerhalb jeder dieser Kategorien gibt es Exemplare, die das Gemeinsame der jeweiligen Klasse in besonderer Klarheit in sich vereinigen (Prototypen). Weitere Objekte werden in eine Kategorie aufgenommen, wenn sie den Prototypen ähnlich sind. Bei nur geringer Ähnlichkeit wird die Kategorie am Rand unscharf, und es stellen sich Überlappungen mit anderen Kategorien ein. Cantor und Mischel (1979) haben diesen Ansatz mit Erfolg auf Typen von Menschen wie z. B. »eine modische Frau« oder »eine emotional stabile Person« usw. übertragen. Auch Eigenschaften bzw. die sie konstituierenden Verhaltensweisen können Kategorien zugeordnet werden, wobei sich prototypische und weniger prototypische Beispiele finden lassen.
  • Prototypenrepräsentation
    Das Konzept 'Prototypenrepräsentation' bezieht sich auf die Auffassung, dass Konzepte vor allem durch einen Prototyp repräsentiert sind, der entweder die 'durchschnittliche' Erscheinungsform der zum Konzept gehörenden Erscheinungen wiedergibt (anschaulicher Prototyp) oder eine 'durchschnittliche' Merkmalsbeschreibung der zum Konzept gehörenden Erscheinungen liefert (merkmalsbasierter Prototyp).
  • Prototypensicht (prototype theories, probabilistic view)
    Theorie der Kategorisierung, die davon ausgeht, dass Kategorienrepräsentationen nicht nur notwendige und hinreichende, sondern auch charakteristische Merkmale enthalten. Kategorien sind Abstraktionen über Lernexemplare, die nur die charakteristischen Merkmale enthalten (Prototyp). Neue Exemplare werden auf der Basis von Ähnlichkeitsvergleichen zu den Prototypen klassifiziert.
  • Prototypentheorie (Abstraktionstheorie)
    Nach der Prototypentheorie wird ein Konzept durch ein prototypisches, repräsentatives Beispiel charakterisiert, das in etwa der zentralen Tendenz der Attribute aller Mitglieder des Konzeptes entspricht.
  • Provozierte Konfabulationen
    Fehlerhafte Produktionen aus dem Gedächtnis beim Versuch, Informationen detaillierter aus dem Gedächtnis abzurufen, als sie tatsächlich gespeichert sind. Sie kommen auch bei Gesunden vor.
  • Umfasst Aspekte der Territorialität, des persönlichen Raumes und der interpersonellen Distanz sowie Fragen der Ausrichtung und Sitzanordnung.
  • Faktoren, die eine direkte und unmittelbare Wirkung auf ein Verhalten oder ein Symptom haben bzw. ihm (un)mittelbar vorausgehen.
  • proximale Variable
    unmittelbar wirkender Einfluss
  • Ein proximaler Reiz ist die reizbedingte Stimulation direkt an den Rezeptoren.
  • Projiziertes Abbild (die ankommende Reizenergie) auf dem Sinnesorgan (z. B. Netzhautbild). Gegensatz: distaler Reiz.
  • proximate Erklärung
    Erklärung durch einen individuellen biologischen oder psychologischen Mechanismus
  • Prozedurale Gerechtigkeit bezieht sich auf das Vorgehen bei einer Entscheidungsfindung. Sie umfasst die Möglichkeit, seine Meinung kund zu tun (»voice«), das Vertrauen in die Neutralität der Entscheidungsträger sowie konsistente, alle Bedürfnisse berücksichtigende Entscheidungsverfahren.
  • Die auf Fertigkeiten bezogenen Gedächtnisanteile. Es handelt sich im Wesentlichen um automatisierte Fertigkeiten, die ohne bewusste Steuerung eingesetzt werden.
  • prozedurales Gedächtnis
    Merken von Fertigkeiten; Einprägung und Wiedergabe benötigen keine bewusste Aufmerksamkeit
  • Prozedurales Gedächtnis
    Das prozedurale Gedächtnis umfasst die Speicherung von erworbenen Strukturen zur Steuerung körperlichen und sprachlichen Verhaltens. Das sind vor allem Handlungsroutinen wie bspw. zum Ergreifen eines Objektes, zum Fahrradfahren, oder zum Schreiben.
  • Prozedurales Gedächtnis
    implizites Gedächtnis.
  • Prozedurales Wissen
    Entspricht in etwa dem Begriff des Könnens im deutschen Sprachgebrauch – in Abgrenzung zu (deklarativem) Wissen. Prozedurales Wissen bezeichnet „Wissen, wie“, z. B., wie man bestimmte Aufgaben aus der Mathematik oder Physik ausrechnet oder auch wie man eine bestimmte Maltechnik zum Einsatz bringt (z. B. in Kunstunterricht).
  • Prozedurales Wissen
    Prozedurales Wissen bezeichnet eine Form des Wissens, die dynamisch und praktisch einsetzbar ist.
  • Gibt an, wie viel Prozent der Bezugsgruppe bzw. Normierungsstichprobe einen Testwert erzielten, der niedriger oder maximal ebenso hoch ist, wie der Testwert xv der Testperson v.
  • Prozentränge
    Bei Prozenträngen (PR) sind keinerlei Annahmen über die Verteilung der Testwerte nötig. Die Transformation besteht darin, dass dem Testwert die relative Position auf der nach Größe ranggereihten Messwerteskala der Bezugsgruppe zugeordnet wird.
  • Prozess der gegenseitigen Nötigung
    Eskalation aggressiven Verhaltens durch Aggression-Gegenaggression
  • Variablentyp, der im Zuge des GMP expliziert wird. Beinhaltet Merkmale des Behandlungsprozesses an sich, die in sechs Kategorien unterteilt werden können, die untereinander in Wechselbeziehung stehen (formale, technische, interpersonale, intrapersonale, klinische und zeitliche Aspekte).
  • Prozessanalytische Verfahren stützen sich auf Beobachtungsdaten, die eine bestimmte Arbeitseinheit kritisch beleuchten, indem beispielweise eine Besprechung oder auch ein ganzer Arbeitstag analysiert wird.
  • Prozessansatz (processing approach)
    Analyse des Gedächtnisses als eine Menge von verschiedenen Typen von Informationsverarbeitungsprozessen. Das neuronale Korrelat dieser Prozesse spielt bei diesem Ansatz eine untergeordnete Rolle. Innerhalb dieses Ansatzes sind Konzepte wie die Transferangemessenheit der Informationsverarbeitung, die Verarbeitungstiefe sowie Interferenz- und Kontexteffekte von besonderer Bedeutung.
  • Prozessberater begleiten Prozesse der Organisationsentwicklung, wobei ihre Hauptaufgabe in der Hilfe zur Selbsthilfe besteht. Im Sinne der Aktionsforschung sollen sie dabei mit den Klienten ein gemeinsames, kooperatives Handlungssystem bilden.
  • Form der Organisationsberatung, bei der Organisationen und ihre Mitglieder aktiv am Organisationsentwicklungsprozess beteiligt sind.
  • Identifiziert förderliche und hinderliche Faktoren, die dazu führen, dass ein Trainingsprogramm wirkt oder nicht wirkt und führt zur Optimierung von Trainingsprogrammen.
  • Prozessdiagnostik
    Im Zentrum steht die Erfassung von Veränderungen (z. B. in Einstellungen oder Verhaltensweisen) über mehrere Zeitpunkte hinweg.
  • Prozessdiagnostik
    Diagnostik mit kontinuierlicher Erfassung des zu verändernden Merkmals während einer Intervention. Sie erlaubt die Anpassung der Intervention an die Veränderungen.
  • Prozessmanagement
    Prozessmanagement beschäftigt sich mit der Planung, Steuerung und Optimierung von Handlungsabläufen in Bildungseinrichtungen. Es richtet sich also in erster Linie auf die Organisation von Lernumgebungen und die Steuerung von Lehr-Lern-Prozessen im Rahmen einer Bildungseinrichtung.
  • Prozessmodell (process model)
    Modell, das die hypothetischen kognitiven Verarbeitungsschritte beim Urteilen und Entscheiden spezifiziert.
  • Prozessmodelle (isomorphe Modelle) beanspruchen, die Prozesse zu beschreiben und vorherzusagen, die Urteilen, Entscheidungen oder Problemlösungen zugrunde liegen.
  • Prozessmodelle des Gedächtnisses
    Danach ist das episodische Erinnern eine Folge der Prozesse, die während des Enkodierens und Abrufens ablaufen. Das Erinnern besteht in der Reaktivation der Enkodierprozesse im Behaltenstest, die durch mehr oder weniger Hinweisreize (»cues«) ausgelöst werden. Zentral ist dabei die Unterscheidung von itemspezifischen und relationalen Prozessen.
  • Im Mittelpunkt der Prozessorganisation steht die Ablauforganisation des Unternehmens. Dabei richtet sich die Aufbauorganisation nach der Ablauforganisation. Es werden Führungs-, Geschäfts- und Unterstützungsprozesse differenziert. Der Geschäftsprozess, auch als Kern- oder Leistungsprozess bezeichnet, besteht aus wertschöpfenden Aktivitäten, die sich am Unternehmenszweck orientieren und funktionsübergreifend sind.
  • Motivationstheorien, die die psychologischen Prozesse, die dazu führen, dass und wie eine Handlung durchgeführt wird, fokussieren
  • Ansatz der Organisationsentwicklung, bei dem der Fokus auf einer Veränderung der Prozesse innerhalb der Organisation liegt.
  • Prüfreaktionsaufgabe
    Eine einfache Reaktionszeitaufgabe, bei der die residuale Aufmerksamkeitskapazität erfasst wird, also die Menge an Aufmerksamkeit, die trotz der Durchführung der primären Aufgabe übrig bleibt. Diese Aufgabe zieht keine Aufmerksamkeit von der primären Aufgabe ab (es handelt sich nicht um eine ressourcenerschöpfende Aufgabe).
  • Prüfsystem für Schul- und Bildungsberatung (PSB)
    Das PSB ist eine gekürzte Fassung des Leistungsprüfsystems LPS (Horn, 1983), die jene zehn von 15 Untertests vereinigt, die sich am besten zur Trennung von Schülern nach den drei Schularten (Haupt-, Realschule, Gymnasium) eignen. Mit dem PSB-R 4-5 Horn et al., 2002) und PSB-R 6-13 (Horn et al., 2003) liegen revidierte und neu normierte Nachfolgeverfahren für die Klassen 4-5 bzw. 6-13 vor.
  • Prüfung probabilistischerHypothesen durch statistische Signifikanztests
    Da probabilistische Theorien und Hypothesen nicht durch widersprechende Einzelfälle falsifizierbar sind, müssen begründete Falsifikationskriterien eingeführt werden. Zur Prüfung von Forschungshypothesen durch Daten dient im quantitativen Paradigma meist der statistische Signifikanztest, der Stichprobenergebnisse wahrscheinlichkeitstheoretisch bewertet und konventionell mit einem Signifikanzniveau von ? D 5% (oder 1 %) als Falsifikationskriterium operiert. Das Ergebnis eines statistischen Hypothesentests ist deswegen immer mit Unsicherheit behaftet: Statistisch liefert bei einem Signifikanzniveau von 5% dementsprechend von 20 Signifikanztests ein Signifikanztest ein falsch-positives Ergebnis (d. h. ein statistisch signifikantes Ergebnis, obwohl die Forschungshypothese nicht zutrifft).
  • Prüfungsangst
    Unlustvolles emotionales Erleben von Aufgeregtheit, Nervosität und Unsicherheit vor und während Prüfungen und ähnlichen Bewertungssituationen. Es wird typischerweise zwischen der „Worry-Komponente“ und der „Emotionality-Komponente“ von Prüfungsangst unterschieden.
  • Prüfvarianz
    Varianz, „gegen“ die bei varianzanalytischen Verfahren geprüft wird. In der Regel besteht die Prüfvarianz aus der unsystematischen Varianz (auch Residualvarianz)
  • Pruritus vulvae
    Starker Juckreiz der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane.
  • Pseudodiagnostizität
    Tendenz, Alternativhypothesen nicht zu berücksichtigen; das Auftreten bestimmter Ereignisse wird dabei als Bestätigung einer Hypothese angesehen, obwohl diese Ereignisse auch unabhängig von der jeweiligen Hypothese auftreten können.
  • Zuweilen werden Evaluationen aber auch für vordefinierte Zwecke instrumentalisiert bzw. missbraucht: Bei einer solchen Pseudoevaluation wird gar nicht ergebnisoffen eine wissenschaftliche Bewertung des Evaluationsgegenstandes vorgenommen, sondern das Ergebnis strategisch beeinflusst, manipuliert oder ignoriert.
  • Pseudoparallelformen
    Um in Gruppentestungen Abschreiben zu verhindern, kann man Paralleltests einsetzen. Echte Paralleltests sind selten. Pseudoparallelformen enthalten exakt dieselben Aufgaben; diese werden jedoch in einer anderen Reihenfolge dargeboten.
  • Pseudowissenschaft („pseudo science“) erhebt den Anspruch der Wissenschaftlichkeit, ohne ihn jedoch nach gängigen Standards der Wissenschaftlichkeit einzulösen. Grob lassen sich unbeabsichtigte, vorsätzliche und ideologische Pseudowissenschaft voneinander abgrenzen. Die Abgrenzung zwischen Wissenschaft und ideologischer Pseudowissenschaft geht oft mit hochkontroversen öffentlichen Debatten einher.
  • Stellt die differenzierteste Methode zur Schlafdiagnostik dar. Umfasst: Aufzeichnung von EEG, Elektrookulogramm (EOG), Elektromyogramm (EMG) sowie nach Bedarf Variablen wie Schnarchgeräusche, Atmung oder Beinbewegung. Ist erst bei Verdacht auf organische Ursache oder bei chronischer therapierefraktärer Insomnie mit mehreren erfolglosen Behandlungsversuchen indiziert.
  • PSQI (Pittsburgher Schlafqualitäts-Index)
    Schlaffragebogen. Liefert Überblick über die Schlafproblematik. (Buysse et al. 1989)
  • Psychiatrie
    Teildisziplin der Medizin, die sich mit psychischen Störungen beschäftigt. wird von Ärzten ausgeübt, die sowohl medizinische Behandlung (z. B. Medikamente) als auch Psychotherapie anbieten.
  • Psychische Abhängigkeit
    psychisches Verlangen nach einer Droge, um negative Gefühle zu dämpfen.
  • Freuds Ausdruck für die Gesamtheit der biologisch begründeten instinktiven Triebe, die Verhalten, Gedanken und Gefühle seiner Ansicht nach antreiben.
  • Zentrale Thematik der klinischen Psychologie in Forschung und Praxis: Gruppe untereinander zusammenhängender, klinisch relevanter Symptome, die mit außergewöhnlichem Leid und/oder Funktionsbeeinträchtigungen einhergehen.
  • Psychische Störung
    abweichendes, beeinträchtigendes und dysfunktionales Muster von Gedanken, Gefühlen oder Verhalten.
  • Psychische Störungen
    Zentrale Komponenten für die Definition psychischer Störungen sind: Das Erleben und Verhalten stellt eine deutliche Abweichung von Normen (statistisch, gesellschaftlich, individuell) dar, geht mit einer verhaltensmäßigen, psychischen oder biologischen Funktionsstörung einher, führt zu Beeinträchtigungen (Funktionseinschränkung) in wichtigen Lebensbereichen, ist mit persönlich empfundenem Leid verbunden und geht mit einer Selbst- oder Fremdgefährdung einher.
  • Psychischer und Sozial-Kommunikativer Befund PSKB
    Mit dem PSKB stufen Therapeuten auf der Basis des anamnestischen Gesprächs einerseits psychische Störungen hinsichtlich ihrer Symptomatik (psychischer Befund) ein, andererseits das Ich-Erleben, die soziale Bewältigung sowie Reaktionen auf belastende Lebensereignisse. Das Verfahren kann auch als Fragebogen eingesetzt werden.
  • Psycho(neuro)endokrinologie
    Wissenschaft vom (neuronal vermittelten) Zusammenhang zwischen Erleben und Verhalten einerseits und Hormonen andererseits
  • Psycho(neuro)immunologie
    Wissenschaft vom (neuronal vermittelten) Zusammenhang zwischen Erleben und Verhalten einerseits und der Aktivität des Immunsystems andererseits
  • Psychoaktive Droge
    ein chemischer Stoff, der Wahrnehmungen und Stimmungen verändert.
  • Psychoaktive Substanzen
    Natürliche, chemisch aufbereitete oder synthetische Stoffe, die zentralnervös auf den Organismus einwirken und Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen.
  • Teilgebeit der Psychotherapie, das sich auf psychoanalytische Konzepte bezieht, wie sie vor allem von Sigmund Freud entwickelt wurden. Zugleich psychologische Theorie und Methode zur Untersuchung seelischer Vorgänge Therapie psychischer Störungen. Psychoanalyse als Verfahren meint die Behandlung psychischer Störungen in einem definierten Setting, zu dessen Kernen u. a. Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene, Widerstandsanalysen und Deutungstechniken gehören.
  • Psychoanalyse
    Freuds Persönlichkeitstheorie, die alle unsere Gedanken und Handlungen unbewussten Motiven und Konflikten zuschreibt. der Begriff umschreibt auch die bei der Behandlung psychischer Störungen verwendeten Techniken, mit deren Hilfe unbewusste Spannungen aufgedeckt und interpretiert werden. Freud nahm an, dass die freien Assoziationen des Patienten, sein Widerstand, seine Träume und Übertragungen – und deren Deutung durch den Therapeuten – zuvor verdrängte Gefühle freisetzen. dies gestattet es dem Patienten, Selbsteinsicht zu erlangen.
  • Psychoanalyse
    Sigmund Freuds umfassendes Theoriegebäude, in dem die drei Persönlichkeitsinstanzen Es, Ich und Über-Ich sowie das Konzept des Unbewussten eine zentrale Rolle spielen. Die Psychoanalyse ist ein Gefüge verschiedenster Teiltheorien (entwicklungs-, persönlichkeits- und klinisch-psychologisch sowie kulturanalytisch).
  • Psychoanalyse
    Paradigma der Psychologie, das von einer unbewussten Verarbeitung psychischer Energie ausgeht
  • Psychoanalyse (psychoanalysis)
    (1) Von Freud begründete Disziplin (Persönlichkeitstheorie), in der die Untersuchung unbewusster Konflikte, die für unser Verhalten und unsere Motive bestimmend sind, im Vordergrund steht. (2) Name eines Verfahrens zur Untersuchung seelischer Vorgänge, die sonst kaum zugänglich sind. (3) Darauf aufbauend, Behandlungsmethode neurotischer Störungen.
  • Psychoanalytische Ansatz
    betrachtet menschliches Verhalten als vornehmlich von starken unbewussten intrapsychischen „Trieben“ und „Impulsen“ (unbewussten Wünschen, Ängsten und Vorstellungen) getrieben und von Konflikten zwischen diesen Bedürfnissen und den Forderungen der Gesellschaft nach sozial angepasstem Verhalten bestimmt.
  • Psychochirurgie
    chirurgischer Eingriff zur Entfernung oder Zerstörung von Hirngewebe mit dem Ziel, dadurch eine Verhaltensänderung zu bewirken.
  • Ursachen von Verhalten und psychischen Störungen werden in intrapsychischen, zumeist unbewussten Konflikten, Impulsen und Prozessen gesehen.
  • Psychodynamik
    Psychodynamik wird als Lehre vom Wirken innerseelischer Kräfte begriffen, die die Einflüsse der Umwelt auf die emotionale Befindlichkeit und das (soziale) Verhalten des Menschen gemäß den physikalischen Gesetzen der Dynamik beschreibt. Dem äußeren physikalischen Raum (äußere Psychophysik) wird ein innerer Raum für den Ablauf seelischer Prozesse gegenübergestellt (innere Psychophysik). Die Psychodynamik geht wesentlich auf die Persönlichkeitslehre der Psychoanalyse zurück und befasst ich mit dem Zusammenwirken unterschiedlicher psychischer Kräfte (z. B. Motive, Emotionen und Kognitionen) bei der Bewältigung von Problemen, die von der Außenwelt an das Individuum herangetragen werden. Unter Beachtung des Zeitverhaltens im äußeren Raum beschreibt die Psychodynamik das Zusammenspiel von sozialen Beziehungsmustern, inneren Konfliktkonstellationen und strukturellen Bedingungen der Situation. Die Psychodynamik will damit über die Auslösung seelischer Vorgänge als Reaktionen auf bestimmte äußere und innere Ereignisse und Einflüsse Aufschluss geben (vgl. Mentzos 2011).
  • Psychodynamisch orientierte Verfahren
    Das Ziel dieser Verfahren (z.B. analytische Psychotherapie) ist das Bewusstmachen von verdrängten Gefühlen und Erinnerungen, die eine Entwicklung zum gesunden, selbständigen Individuum blockieren. Die Ursachen und Lösungen für gegenwärtige Probleme sind laut Neurosenlehre im Unbewussten und in der Vergangenheit des Patienten zu suchen. Der Patient soll im Laufe der Therapie die Konflikte von prägenden Entwicklungsphasen erneut durchleben um sie zu verarbeiten. Dies geschieht u.a. in der systematischen Analyse von Übertragung und Gegenübertragung.
  • Psychodynamische Theorien
    betrachten Persönlichkeit mit dem Fokus auf das Unbewusste und die Bedeutung von Kindheitserlebnissen.
  • Psychodynamische Therapie
    von der psychoanalytischen Tradition abgeleitete Therapie, die annimmt, dass das Handeln von Individuen durch unbewusste Kräfte und Kindheitserinnerungen beeinflusst wird, und die die Verbesserung der Selbsteinsicht anstrebt.
  • Psychoedukation
    Vermittlung von Wissen an Patienten und deren Angehörige über physische und psychische Erkrankungen.
  • Systematische und strukturierte Vermittlung wissenschaftlich fundierter gesundheits- und/oder störungsrelevanter Informationen und Kompetenzen.
  • Psychoedukation
    Schulung von Menschen, welche an einer psychischen Störung leiden. Durch Psychoedukation soll das Verständnis und der Umgang mit der Krankheit verbessert werden.
  • Psychogene Amnesie
    Eine Unterform der dissoziativen Störungen, bei der es – in der Regel ohne strukturell sichtbare Hirnschäden – zu einer Amnesie (oder präziser ausgedrückt: Blockade, weswegen man auch den Terminus mnestisches Blockadesyndrom eingeführt hat) vor allem im Bereich des autobiografischen Gedächtnisses kommt. In seltenen Fällen kann es auch zu anterograder Amnesie kommen. Mit funktioneller Hirnbildgebung (Glukose-PET) oder modernen, die Faserstrukturen betreffenden kernspintomografischen Verfahren lassen sich allerdings Hinweise auf Hirnveränderungen finden; ebenso mittels volumetrischer Messungen vor allem des Hippocampus. Ursachen werden in frühen, unzureichend verarbeiteten Stress- und Trauma-Erlebnissen gesehen. Die Heilungschancen sind sehr unterschiedlich.
  • Psychographie
    nach William Stern: Beschreibung vieler Eigenschaften bei einer Person
  • Psycholinguistik
    Als Teilbereich der Linguistik erforscht sie den Prozess des Spracherwerbs bei Kindern und die Sprachverarbeitung gesunder Sprachbenutzer unter Verwendung kognitionswissenschaftlicher Methoden wie z. B. Reaktionszeits- oder Blickbewegungsmessungen.
  • Psychologie
    die Wissenschaft vom Verhalten und von den mentalen Prozessen.
  • Psychologie ist die Wissenschaft von den Formen und Gesetzmäßigkeiten des Erlebens und Verhaltens und ihrer Deutung (Neuer Brockhaus 1975). Psychologie ist das wissenschaftliche Studium von Verhalten und mentalen Prozessen (Atkinson 2008, zit. n. Nolen-Hoeksema et al. 2014).
  • Psychologisch-diagnostisches Gutachten
    Ein psychologisch-diagnostisches Gutachten ist ein Bericht über die Beantwortung von konkreten Fragestellungen, die eine Person oder eine Gruppe von Personen betreffen. Die Antwort kommt durch Anwendung wissenschaftlich anerkannter Methoden und Kriterien nach feststehenden Regeln der Gewinnung und Interpretation von Daten zustande. Der zur Beantwortung der Fragestellung führende diagnostische Prozess wird transparent und nachvollziehbar dargestellt. Er umfasst die Herleitung psychologischer Fragen, die Auswahl und Anwendung von Erhebungsmethoden, die Darstellung und Interpretation der Ergebnisse sowie die Beantwortung der Fragestellung(en).
  • Psychologische Beratung
    ein Zweig der Psychologie, der Menschen bei Problemen hilft, die sie im Leben (oft in Bezug auf Studium, Arbeit oder Ehe) und beim Erreichen eines besseren Allgemeinzustands haben.
  • repräsentiert Vorgehensweisen, welche eine Erfassung von Charakteristika von Personen, Personengruppen, Institutionen, Situationen etc. zur Folge haben. Die Erfassung und Gewinnung von Charakteristika erfolgt zielgerichtet und systematisch mit wissenschaftlich fundierten Methoden, wie Testverfahren, Fragebogen, Verhaltensbeobachtungen und Anamnesen. Mit der Diagnostik wird das Ziel verfolgt, Erkenntnisse über die Merkmalsträger (Probanden, Klienten, Patienten) zu gewinnen und für eine Entscheidung über eine nachfolgende Maßnahme, wie Beratung, Therapie, Training etc., zu nutzen.
  • Psychologische Diagnostik
    Psychologische Diagnostik ist eine Teildisziplin der Psychologie. Sie dient der Beantwortung von Fragestellungen, die sich auf die Beschreibung, Klassifikation, Erklärung oder Vorhersage menschlichen Verhaltens und Erlebens beziehen. Sie schließt die gezielte Erhebung von Informationen über das Verhalten und Erleben eines oder mehrerer Menschen sowie deren relevanter Bedingungen ein. Die erhobenen Informationen werden für die Beantwortung der Fragestellung interpretiert. Das diagnostische Handeln wird von psychologischem Wissen geleitet. Zur Erhebung von Informationen werden Methoden verwendet, die wissenschaftlichen Standards genügen.
  • psychologische Fragen
    Hypothesen in einem Gutachten, die aus der Fragestellung des Auftraggebers abgeleitet sind. Bei der Formulierung von konkreten psychologischen Fragen kommt es darauf an, die im vorliegenden Fall naheliegenden Faktoren zu erkennen (deshalb benötigt man Vorinformationen). Die psychologischen Fragen müssen so gewählt werden, dass sie grundsätzlich durch geeignete diagnostische Verfahren geklärt werden können.
  • Psychologische Kommunikationsmodelle
    Können nach Krauss und Fussel (1996) je nach ihrer Schwerpunktsetzung in vier Modellkategorien unterteilt werden. Unterschieden werden Encoder-/Decoder-Modelle, Intentionsorientierte Modelle, Modelle der Perspektivübernahme und Dialog-Modelle.
  • Psychologische Marktforschung
    Die systematische Sammlung, Analyse und Interpretation von Informationen über Konsumenten und deren Motive, Wünsche, Bedürfnisse und subjektive Vorstellungen mit dem Ziel, das Konsumentenverhalten zu erfassen und ursächlich zu verstehen.
  • Darunter verstehen wir Vorgehensweisen, mit deren Hilfe wir Antworten auf Fragen aus dem Gegenstandsbereich der Psychologie erhalten können. Im Lexikon der Psychologie (Wenninger, 2001, Bd. 3) finden wir die etwas abstraktere Definition: „Methode, griechisch ‚meta hodos’, der Weg zu etwas hin, das wissenschaftliche Vorgehen bzw. auf einem Regelsystem aufbauendes Verfahren, das zur Erlangung von wissenschaftlichen Erkenntnissen dient.“ Methoden sind folglich eingebunden in einen wissenschaftlichen Problemlöseprozess mit dem Ziel der Generierung von Erkenntnissen.
  • Psychologische Refraktär-Periode (PRP)
    Der Begriff Psychologische Refraktär-Periode impliziert, dass sich bei der Verarbeitung von Information Verarbeitungsengpässe ergeben und zwar dadurch, dass manche kognitive Prozesse nur für eine Aufgabe zugleich zur Verfügung stehen. Diese Prozesse werden auch als kognitive‘Flaschenhälse‘ bezeichnet. Nach Telford (1931) erklärt diese Annahme, warum Doppelaufgabenkosten entstehen, wenn wir eine Aufgabe zeitgleich mit oder in enger zeitlicher Nachbarschaft zu einer anderen Aufgabe ausführen.
  • Muss auf zwei aufeinander folgende Stimuli reagiert werden, so ist die Reaktionszeit auf den später präsentierten Stimulus um so länger, je kürzer der zeitliche Abstand (Interstimulusintervall) zwischen den beiden Stimuli ist. Dieser Zusammenhang wird theoretisch so erklärt, dass die Verarbeitung des ersten Stimulus abgeschlossen sein muss, bevor die eines neuen beginnen kann. In Analogie zur neuronalen Refraktäreperiode, wird dies als psychologische Refraktärperiode bezeichnet.
  • Begriff, der die Annahme umschreibt, dass es zur Unterbrechung der Prozesse in einer Aufgabe B kommt, wenn gleichzeitig Engpassprozesse in einer Aufgabe A ablaufen. Die Dauer der Unterbrechung ist so groß, wie die Engpassprozesse in A andauert. Ursprünglich als Analogie zur Refraktärzeit eines Neurons gedacht, die entsteht, weil ein Neuron nach dem Feuern für kurze Zeit nicht für die Verarbeitung eines neuen Stimulus zur Verfügung steht. Für die Psychologische Refraktärperiode ist in den meisten Fällen ein struktureller Aufmerksamkeitsengpass verantwortlich, jedoch kann auch eine strategische Entscheidung, die Aufgabenbearbeitung kurz auszusetzen, dazu führen.
  • Psychologische Refraktärperiode (PRP)
    Verzögerte Ausführung einer Aufgabe, wenn der zu bearbeitende Reiz sehr kurzzeitig nach einem anderen Reiz dargeboten wird, der gemäß einer anderen Aufgabe zu bearbeiten ist.
  • Psychologische Refraktärperiode (PRP; psychological refractory period)
    Empirische Beobachtung, dass die Reaktionszeit auf den zweiten Reiz von zwei aufeinanderfolgenden Reizen von der Zeitverzögerung zwischen dem Darbietungsbeginn des ersten Reizes und dem des zweiten Reizes abhängt, und Interpretation im Sinne eines zentralen Engpasses (bottleneck) in der menschlichen Informationsverarbeitungskapazität.
  • Psychologische Refraktärperiode (psychological refractory period, PRP)
    Verminderung der Leistung in einer Aufgabe, wenn sie unmittelbar nach oder gar während einer anderen Aufgabe ausgeführt werden soll. Ursprünglich als Erklärungsbegriff gedacht dient er mittlerweile zur Kennzeichnung empirisch festgestellter Mehrfachaufgabenkosten.
  • Psychologische Tests
    Psychologische Tests sind standardisierte und routinemäßig anwendbare Verfahren, mit denen die Ausprägung einer oder mehrerer latenter, d.h. direkter Beobachtung nicht zugänglicher Personeneigenschaften erfasst werden soll. Die Fragen oder Aufgaben eines Tests werden als standardisierte Reize verstanden, die so konzipiert und zusammengestellt sind, dass die Reaktionen der Testpersonen als Indikatoren für die Ausprägung der latenten Personeneigenschaft gelten können.
  • Psychologischer Essenzialismus (psychological essentialism)
    Annahme, dass natürliche Arten sich durch eine gemeinsame, ihnen innewohnende Essenz auszeichnen, die entscheidend ist für die Kategorienzugehörigkeit.
  • Psychologischer Kontrakt
    Ein psychologischer Kontrakt beinhaltet die Art der Austauschbeziehung zwischen einem erwerbstätigen Organisationsmitglied und der Organisation. Beim sog. _transaktionalen Kontrakt_ steht der Leistungstausch (Arbeit gegen Bezahlung) im Vordergrund. Beim sog. _relationalen Kontrakt_ steht der Ausbau, die Festigung und Erhaltung der Beziehung im Vordergrund.
  • Psychologischer Psychotherapeut
    Psychologe (Master oder Diplom) mit erfolgreich abgeschlossener drei- bis fünfjähriger Zusatzausbildung in Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie oder Psychoanalyse und anschließender Approbation.
  • Ein psychologischer Test („psychological test“) ist ein wissenschaftliches Datenerhebungsverfahren, das aus mehreren Testaufgaben (Testbogen/Testmaterial) sowie festgelegten Regeln zu deren Anwendung und Auswertung (Testmanual) besteht. Ziel eines psychologischen Tests ist es, ein latentes psychologisches Merkmal (Konstrukt) – typischerweise eine Fähigkeit oder Persönlichkeitseigenschaft – in seiner absoluten oder relativen Ausprägung zu Forschungszwecken oder für praktische Entscheidungen zu erfassen.
  • Psychologischer Test
    Ein psychologischer Test ist eine Messmethode, mit der ein psychologisches Merkmal (oder auch mehrere Merkmale) erfasst werden soll(en). Es handelt sich um ein standardisiertes Verfahren, welches die Erhebung einer Verhaltensstichprobe einschließt. Das Verhalten wird durch die spezifischen im Test realisierten Bedingungen hervorgerufen und seine Variation soll weitgehend auf die Variation des zu messenden Merkmals zurückzuführen sein. Das Ziel eines Tests ist eine quantitative und/oder qualitative Aussage über das Merkmal.
  • Psychologischer Test (psychological test)
    Verfahren zur Messung psychologisch bedeutsamer Merkmale oder Eigenschaften mit dem Ziel einer quantitativen Bestimmung der untersuchten Merkmalsausprägung.
  • psychologisches Geschlecht
    psychologisch definiertes Geschlecht
  • Messung von psychologischen Variablen (und Evaluation der Messmethoden)
  • Psychometrische Diagnostik
    Psychometrische Diagnostik sollte möglichst multimethodal geschehen. Sie sollte also nicht nur auf einer einzigen Erhebungsmethode beruhen, sondern zusätzliche Datenquellen einsetzen. Dazu bieten sich validierte psychometrische Instrumente sowie systematische Verhaltensbeobachtungen oder Fremdanamnesen an.
  • Die psychometrische Funktion stellt die relative Entdeckungshäufigkeit eines Reizes in Abhängigkeit von der Reizintensität dar.
  • Eine psychometrische Skala („psychometric scale“) dient der Operationalisierung eines theoretischen Konstrukts im Rahmen eines reflektiven Messmodells. Sie besteht aus einem Satz von formal und inhaltlich ähnlichen bzw. reflektiven Indikatorvariablen in Form von Skalen-Items. Skalen-Items („scale items“) sind Fragen, Aussagen oder Aufgaben plus standardisiertem Antwortformat (häufig werden als Antwortformat Ratingskalen verwendet). Anhand der Antworten auf die einzelnen Items wird der Skalenwert („score“) gebildet (z. B. als ungewichteter oder gewichteter Summen- oder Durchschnittswert). Eine psychometrische Skala kann eindimensional (aus allen Items wird ein Gesamtskalenwert gebildet) oder mehrdimensional sein (aus jeweils einem Teil der Items werden Subskalenwerte gebildet, welche die Ausprägung von Unteraspekten des gemessenen Merkmals repräsentieren). Die Dimensionalität einer Skala muss geprüft und bekannt sein. Ebenso müssen die psychometrischen Gütekriterien (v. a. Reliabilität und Validität) der Skala empirisch überprüft sein und Mindestanforderungen erfüllen. Die von psychometrischen Skalen erzeugten Messwerte werden üblicherweise als intervallskaliert aufgefasst. Mit Techniken der probabilistischen Testtheorie bzw. Item-Response-Theorie kann das Skalenniveau auch empirisch geprüft werden.
  • Psychoneuroendokrinologie
    Untersuchung der wechselseitigen Zusammenhänge zwischen Verhalten und Erleben einerseits und dem endokrinen System andererseits.
  • Psychoneuroimmunologie
    Interdisziplinäres Forschungsgebiet, das die funktionellen Beziehungen zwischen dem Nervensystem, dem Endokrinum und dem Immunsystem analysiert.
  • Psychoneuroimmunologie
    die Wissenschaft darüber, wie psychologische, neuronale und endokrine Prozesse zusammen das Immunsystem und die daraus resultierende Gesundheit beeinflussen.
  • Psychiatrische Lehre von der Beschreibung abnormen Erlebens, Befindens und Verhaltens.
  • Lehre der psychischen Störungen und Krankheiten (wörtlich „Lehre der Seelenleiden“)
  • Psychopharmakologie
    Wissenschaftsrichtung, die sich mit Medikamenten befasst, die eine steuernde Wirkung auf die psychischen Abläufe im Menschen ausüben und zur Behandlung psychischer Störungen eingesetzt werden.
  • Psychopharmakologie
    die Untersuchung der Effekte von Medikamenten auf seelische Vorgänge und das Verhalten.
  • Psychophysik
    Untersuchung der Beziehungen zwischen den physikalischen Merkmalen von Reizen, z. B. Reizintensität, und unserem psychischen Erleben dieser Reize.
  • Im klassischen Sinne umfasst die Psychophysik ein Methodeninventar zur Erfassung von Wahrnehmungsschwellen. Im allgemeineren Sinne ist es ein Ansatz, um den Zusammenhang zwischen Eigenschaften des physikalischen Reizes und der subjektiven Wahrnehmung zu erfassen.
  • Untersuchung der Beziehungen zwischen den physikalischen Merkmalen von Reizen und unserem psychischen Erleben dieser Reize (äußere Psychophysik nach Fechner. Innere Psychophysik: Beziehung der Seele zu körperlichen Innenwelt). Heute meist auf die Untersuchung der sensorischen Reaktionen auf physikalische Stimulation eingeschränkt.
  • Psychophysik (psychophysics)
    Die klassische Psychophysik befasst sich mit der Analyse und der Bestimmung der quantitativen Transformationsgleichungen zwischen einer sensorischen Eingangsgröße und einer am Empfinden und Verhalten orientierten Ausgangsgröße.
  • Psychophysiologische Krankheit
    wörtlich, eine »Körper-und-Geist«-Krankheit. körperliche Krankheit, die mit Stress in Zusammenhang steht, z. B. Bluthochdruck und bestimmte Formen von Kopfschmerzen.
  • "Die psychophysiologischen Messungen („psychophysiological measurements“) entstehen, wenn man physiologische Messungen mit Merkmalen des Verhaltens und Erlebens zeitbasiert verknüpft (z. B. gleichzeitige Messung von Hirnaktivität und Steuerung eines Computerspiels). Erst dadurch werden die physiologischen Messwerte für die sozial- und humanwissenschaftliche Forschung
  • Psychophysische Methoden (psychophysical methods)
    Die vorwiegend innerhalb der klassischen Psychophysik entwickelten Methoden zur Bestimmung des Zusammenhangs der sensorischen Eingangsgröße und der am Empfinden und Verhalten orientierten Ausgangsgröße. Man unterscheidet im Wesentlichen die Grenz-, die Konstanz-, die Herstellungsmethode und die Methode der direkten Größenschätzung.
  • Psychose
    psychische Störung, bei der eine Person den Kontakt mit der Realität verliert, indem sie irrationale Ideen und eine gestörte Wahrnehmung hat.
  • Psychosexuelle Phasen
    Entwicklungsphasen in der Kindheit (oral, anal, phallisch, latent und genital), in denen sich laut Freud die Lust suchenden Energien des Es auf bestimmte erogene Zonen richten.
  • Psychosoziale Risiken
    Entwicklungsgefährdende Umweltbedingungen überwiegend im familiären Bereich, die die Befriedigung grundlegender physischer und psychischer Bedürfnisse verhindern. Hierunter fallen vor allem deprivierende Lebensumstände, psychische Erkrankungen mindestens eines Elternteils und Armut. Das Risiko für eine ungünstige Entwicklung der Kinder steigt, je schwerwiegender die Unterversorgungen ausfällen.
  • Eine Auszeit, während der Jugendliche noch keine festen Werte entwickelt haben und noch keine Erwachsenenrolle übernehmen, sondern Aktivitäten nachgehen können, die Selbsterfahrung ermöglichen.
  • Anwendung psychologischer Konzepte zur Optimierung der Arbeitstätigkeit und -mittel
  • Den Begriff _Psychotechnik_ hat William Stern eingeführt, der darunter die Wissenschaft von der Menschenbehandlung als geeignete Handlungsweise für wertvolle Zwecke verstanden hat. Hugo Münsterberg hat sie als die Wissenschaft von der praktischen Anwendung der Psychologie im Dienste der Kulturaufgaben definiert.
  • Zielgerichteter interaktioneller Prozess, bei dem in einem festgelegten räumlich-zeitlichen Rahmen mithilfe psychologischer Interventionen Veränderungsprozesse bei vorliegenden psychischen Störungen angestrebt werden.
  • Gezielter Einsatz psychologischer Verfahren zur Reduktion/Bewältigung von leidhaften und/oder beeinträchtigenden Erlebens- und Verhaltensmustern: Bewusster und geplanter interaktioneller Prozess zur Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidenszuständen, die übereinstimmend für behandlungsbedürftig gehalten werden. Es werden psychologische Mittel zur Hilfe gezogen, die auf der Basis einer Theorie des normalen und pathologischen Verhaltens basieren, um eine Veränderung in Richtung eines (gemeinsam) vereinbarten Ziels (Symptomminimalisierung und/oder Strukturänderung der Persönlichkeit) zu bewirken.
  • Psychotherapie
    Behandlung, die psychologische Techniken beinhaltet. Besteht aus Interaktion zwischen einem ausgebildeten Therapeuten und jemandem, der psychologische Schwierigkeiten überwinden oder persönliches Wachstum erreichen will.
  • Psychotherapiegesetz (PsychThG)
    Dient der Regelung der Voraussetzungen für den Beruf des psychologischen Psychotherapeuten. Wichtige Funktionen sind z. B. Schützung des Begriffs Psychotherapeut/in, Vorschreibung von Approbation für Ausübung von Psychotherapie als Psychologischer Psychotherapeut, Regelung von zu erfüllenden Voraussetzungen und Anforderungen zur Approbationserlangung, Abgrenzung von Therapie gegenüber Beratung.
  • Psychotherapierichtlinien
    Konkretisierung der verfahrensspezifischen Ansätze, die im Rahmen von Therapie erbracht werden dürfen.
  • Die engste Definition beschränkt sich auf Wahnphänomene oder auf ausgeprägte Halluzinationen, wobei die Halluzinationen ohne Einsicht in ihre pathologische Natur auftreten. Eine etwas weniger enge Definition würde auch solche ausgeprägten Halluzinationen mit einbeziehen, die der Betroffene als halluzinatorisches Erleben erkennt. Eine noch weitere Definition schließt andere positive Symptome der Schizophrenie ein (z. B. desorganisierte Sprache, grob desorganisiertes oder katatones Verhalten).
  • Natürliche, chemisch aufbereitete oder synthetisch erzeugte Substanzen, die das zentrale Nervensystem beeinflussen. Nehmen Einfluss auf Wahrnehmung, Fühlen, Verhalten. Zeichnen sich z. T. durch substanzielles Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial aus.
  • PTBS
    siehe: Posttraumatische Belastungsstörung
  • PTSD
    siehe: Posttraumatische Belastungsstörung
  • Die Entwicklungsphase der Geschlechtsreifung, die durch die einsetzende Fortpflanzungsfähigkeit und dramatische körperliche Veränderungen geprägt ist.
  • Pubertät
    Zeit, in der der menschliche Körper die Geschlechtsreife und damit die biologische Fortpflanzungsfähigkeit erlangt.
  • Public Affairs
    Public Affairs sind eng und unauflöslich mit Lobbying verknüpft und stellen die Meinungsgestaltung und –pflege im öffentlich-politischen Raum dar. Vor allem Verbände, aber auch andere, eigens zu bestimmten Zwecken gebildete Initiativen versuchen mit Public Affairs-Kampagnen gesellschaftliche Rahmenbedingungen dadurch mitzugestalten, dass sie Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen.
  • Eine in vielen Kulturen verbreitete Beruhigungstechnik, bei der das Baby fest in Tücher oder eine Decke eingewickelt wird.
  • Risiko-Ressourcen-Modell, bei dem davon ausgegangen wird, dass Ressourcen die Wirkung von Stressoren mindern können.
  • Schlagen, pulsierend, pochend
  • Bei der Pulsfrequenzmessung („pulse rate measurement“) wird die Pulsrate entweder nicht-apparativ an der Halsschlagader oder am Handgelenk getastet und mit der Uhr ausgezählt oder apparativ durch einen Clip-Sensor am Finger, Ohrläppchen oder Zeh mittels Pulsoxymetrie kontinuierlich gemessen und grafisch in einer Pulskurve dargestellt.
  • Kernkomplex, der Teil des Thalamus ist und durch Beeinflussung der Aufmerksamkeitszuwendung zur visuellen Analyse beiträgt.
  • Kerngebiet des posterioren Thalamus, vor allem mit visuellen kortikalen Arealen verbunden
  • Punktbiseriale Korrelation
    Gibt den Zusammenhang zwischen einer nominalskalierten, zweistufigen Variable und einer intervallskalierten Variable an
  • punktbiseriale Korrelation
    Verfahren zur Berechnung eines Korrelationskoeffizienten rpbis für ein metrisches und ein natürlich dichotomes Merkmal
  • Punktdiagramm
    siehe: Streudiagramm
  • Punkteschwarm, -wolke
    Siehe Streudiagramm
  • Bei einer Punktschätzung („point estimation“) wird ein unbekannter Populationsparameter mittels eines einzelnen Stichprobenkennwertes (Punktschätzer, „point estimator“) geschätzt. Die Qualität einer Punktschätzung wird über die Kriterien Erwartungstreue, Konsistenz, Effizienz, Suffizienz und Robustheit ermittelt. Wichtige klassische Schätzmethoden sind a) die Momenten-Methode, b) die Kleinstquadrat- Methode und c) die Maximum-Likelihood-Methode. Hinzu kommen Punktschätzungen mit Resampling- sowie Bayes-Verfahren.
  • Schätzung des Wertes eines Parameters (im Unterschied zur Intervallschätzung)
  • Pupille
    regulierbare Öffnung in der Mitte des Auges, durch die das Licht einfällt.
  • Die Pupille ist die Öffnung des Auges, durch die das Licht in das Augeninnere fällt.
  • Aus dem Pupillendurchmesser können Rückschlüsse auf die Arbeitsgedächtnisbelastung, die Konzentration und andere emotionale und motivationale Komponenten gezogen werden.
  • Kompensatorische Maßnahmen zur Vorbeugung einer Gewichtszunahme, z. B. selbst herbeigeführtes Erbrechen oder Missbrauch von Laxantien (Abführmitteln) oder Diuretika (Entwässerungsmittel).
  • Unangemessene kompensatorische Verhaltensweisen im Rahmen von Essstörungen, die eine Gewichtszunahme verhindern sollen. Zu Purging-Verhaltensweisen werden selbstinduziertes Erbrechen und Missbrauch von Laxanzien oder Diuretika gezählt.
  • Purkinje-Zelle (Purkinje cell)
    Nach dem tschechischen Physiologen J. E. von Purkinje (1787–1869) benannte birnenförmige Nervenzelle der Kleinhirnrinde.
  • Pusher-Symptomatik
    → Pusher-Syndrom.
  • Pusher-Syndrom
    Durch eine einseitige Hirnschädigung hervorgerufenes Verhalten, bei dem sich der Patient aktiv mit den nichtgelähmten Extremitäten zur Seite der → Hemiparese drückt. Die Kranken drücken sich häufig in eine solche laterale Neigung, dass sie zu dieser Seite fallen
  • Pygmalioneffekt
    Speziell auf die Interaktion zwischen Lehrern und Schülern bezogene Form der sich selbst erfüllenden Prophezeiung, bei der sich die Leistungen der Schüler entsprechend der Lehrererwartungen entwickeln; vgl. Erwartungseffekt.
  • Pyramidenbahn
    syn: Tractus corticospinalis; schnellste der efferenten motorischen Bahnen, verläuft ohne Umschaltung ins Rückenmark; kreuzt in der Pyramide des Hirnstamms
  • Pyramidenbahn (pyramidal tract)
    Allgemeine Bezeichnung für den Tractus corticospinalis. Großes Nervenfaserbündel, das von der motorischen Rinde des Großhirns zu den Motorneuronen im Spinalmark zieht.
  • Pyrogen, endogenes
    Vom Körper gebildete fieberauslösende Substanz
  • Pyrogen, exogenes
    Von außen dem Körper zugeführte fieberauslösende Substanz