Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Q-Faktorenanalyse
    statistisch: Faktorenanalyse von Profilen
  • Diagnostisches Instrument zur Erfassung von Abweichungen von Real- und Selbstbild des Therapieverlaufs (Rogers und Dymod 1954); Verwendung anstelle von störungsspezifischer Eingangsdiagnostik. Annahme in der klassisch-rogerianischen Form der GT: Ausgiebige (störungsspezifische) Diagnostik hinderlich für vorurteilsfreie Zusammenarbeit.
  • Beurteilung, wie gut vorgegebene Eigenschaften eine Person charakterisieren
  • Q-Sort-Technik
    Hierbei sortiert der Proband auf Karten vorgegebene Aussagen nach dem Grad, wie sie auf ihn zutreffen. Neben dem auf diese Art erfassten (realen) Selbstkonzept können die Karten auch entsprechend eines idealen Selbstkonzepts sortiert werden. Da in der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie eine Annäherung von realem und idealem Selbstbild angestrebt wird, kann dieses Verfahren zur Kontrolle des Therapieverlaufs und -erfolgs im Rahmen der Gesprächspsychotherapie eingesetzt werden.
  • Kann als Alternative zum Fremde-Situations-Test eingesetzt werden. Es vermeidet emotionale Belastungen auf der Seite des Kindes und bietet die Möglichkeit, verschiedene Beurteilerperspektiven zu berücksichtigen.
  • genetischer Marker für eine Eigenschaft
  • Quadratische Pläne sind eine Sonderform der hierarchischen bzw. unvollständigen Pläne, bei denen alle Faktoren die gleiche Stufenzahl aufweisen. Mit Plänen dieser Art können nur Haupteffekte überprüft werden. Varianten quadratischer Pläne sind lateinische sowie griechisch-lateinische Quadrate.
  • Quadratsumme
    Die Quadratsumme QS ist die Bezeichnung für die Summe quadrierter Differenzen. Sie ist ein Maß für die Streuung von Messwerten, welches noch nicht an der Größe der Stichprobe relativiert ist.
  • Quadratsumme
    Summe der quadrierten Abweichungen eines einzelnen Werts von einem Mittelwert. Bildet den Zähler einer Varianz. Durch Division mit den Freiheitsgraden ergibt sich ein Schätzer für die Populationsvarianz
  • Summe der quadrierten Abweichungen aller Messwerte einer Verteilung vom Mittelwert
  • Qualia (qualia)
    Aus der Philosophie stammender, lateinischer Terminus für die Erlebniseigenschaften mentaler Repräsentationen.
  • Qualität ist die Gesamtheit von Eigenschaften und Merkmalen eines Produktes oder einer Tätigkeit, die sich auf deren Eignung zur Erfüllung gegebener Erfordernisse bezieht.
  • Eine Qualität ist eine Wahrnehmungsdimension innerhalb eines Sinnessystems. Ein Beispiel ist die Helligkeit innerhalb des visuellen Systems.
  • Qualitative Befragung
    Forschungsmethode, bei der Versuchspersonen mit spezifischen Fragen interviewt werden. Diese sind meist nicht standardisiert.
  • Bei der qualitativen Beobachtung („qualitative observation“) werden verbale, visuelle bzw. audiovisuelle Daten erhoben, die den jeweiligen Gegenstand der Beobachtung sehr detailreich repräsentieren. Besonders einschlägig sind verbale Daten in Form von Beobachtungsprotokollen. Qualitative Beobachtung erfolgt häufig als (aktiv oder passiv) teilnehmende Beobachtung („participant observation“) im Feld.
  • Qualitative Beobachtung mit geringem Komplexitätsgrad
    Die Qualitative Beobachtung mit geringem Komplexitätsgrad („qualitative observation with a lesser//lower degree of complexity“) ist eine teilstrukturierte Beobachtung des Handelns anderer Personen (Fremdbeobachtung), die sich auf vorher festgelegte einzelne Aspekte des Verhaltens konzentriert. Die interessierenden sozialen Sachverhalte werden von den Beobachtenden im Beobachtungsprotokoll in eigenen Worten beschrieben. Die qualitative Beobachtung mit geringem Komplexitätsgrad findet häufig als passiv teilnehmende Feldbeobachtung statt, sie kann aber auch im Labor durchgeführt werden.
  • Die qualitative Datenanalyse („qualitative data analysis“) wertet qualitatives – in der Regel verbales/textuelles, aber auch visuelles oder sonstiges nicht-numerisches – Datenmaterial im Hinblick auf das Forschungsproblem einer empirischen Studie interpretierend (hermeneutisch) aus. Sie folgt dabei dem explorativen (gegenstandserkundenden, hypothesen- und theoriebildenden) Erkenntnisinteresse qualitativer Forschung und ist stark induktiv (datengesteuert) ausgerichtet. Es liegen eine Reihe von allgemeinen (d. h. auf qualitatives Datenmaterial aller Art anwendbaren) sowie von spezialisierten (d. h. nur für bestimmte Arten von Daten und Fragestellungen einsetzbaren) qualitativen Datenanalysemethoden vor. Bei der sehr verbreiteten kategorienbildenden Analyse wird das Material in sinnvolle Analyseeinheiten segmentiert (z.B. Sätze, Absätze), den Analyseeinheiten werden Codes zugeordnet (Prozess der Kodierung) und die Codes werden zu übergeordneten Kategorien zusammengefasst. Neben der kategorienbildenden existiert noch die sequenzielle Analyse, bei der Ablaufstrukturen aus den Daten herausgearbeitet werden. Die qualitative Datenanalyse erfolgt in der Regel im ersten Schritt fallbezogen und im zweiten Schritt fallübergreifend, indem sie meist Themen, Typen oder Theorien generiert. Schließlich kann eine qualitative Datenanalyse eines einzelnen Datensatzes noch erweitert werden, indem sie – im Rahmen der Bearbeitung desselben Forschungsproblems – mit anderen qualitativen Auswertungen (Methoden-Triangulation) sowie mit quantitativen Analysen (Mixed- Methods-Ansatz) verknüpft wird.
  • Unter einer qualitativen Dokumentenanalyse („qualitative document analysis“) als Datenerhebungsmethode verstehen wir die zielgerichtete, systematische und regelgeleitete Sammlung (qualitative Stichprobenbildung), Archivierung und Auswertung von vorgefundenen textuellen/verbal-schriftlichen sowie nichttextuellen (visuellen, auditiven, audiovisuellen, multimedialen, hypermedialen etc.) Dokumenten als Manifestationen menschlichen Erlebens und Verhaltens. Die Auswertung der Dokumente erfolgt qualitativ-interpretativ. Dafür stehen zahlreiche qualitative Datenanalysemethoden zur Verfügung, die gleichermaßen für die Auswertung forschungsgenerierter Dokumente genutzt werden. Die verschiedenen qualitativen Analysetechniken unterscheiden sich hinsichtlich ihrer erkenntnistheoretischen Fundierung und inhaltlichen Zielsetzung sowie ihrer Eignung für bestimmte Arten von qualitativem Datenmaterial.
  • Die qualitative Fragebogenmethode beinhaltet unstrukturierte und halbstrukturierte schriftliche Befragungen. Dabei kommen als Erhebungsintrumente qualitative Fragebögen („qualitative questionnaires“) zum Einsatz, die offene Fragen beinhalten, so dass sich die Befragten schriftlich in eigenen Worten äußern. Man unterscheidet nicht-standardisierte und teilstandardisierte qualitative Fragebögen.
  • Qualitative Interviews („qualitative interviews“) arbeiten mit offenen Fragen, so dass sich die Befragten mündlich in eigenenWorten äußern können. Zudem wird der Gesprächsverlauf weniger von den Interviewenden und ihren Fragen vorstrukturiert, sondern stärker von den Befragten mitgestaltet. Auf diese Weise sollen die individuellen Sichtweisen der Befragten nicht nur oberflächlich, sondern detailliert und vertieft erschlossen werden. Qualitative Interviews existieren in vielen verschiedenen methodischen Varianten.
  • werden im Rahmen der qualitativen Forschung angewendet, unter der Sozialwissenschaften eine sinnverstehende, interpretative wissenschaftliche Verfahrungsweise bei der Erhebung und Aufbereitung sozial relevanter Daten verstehen.
  • Qualitative Sozialforschung („qualitative social research“) steht in der wissenschaftstheoretischen Tradition der Geisteswissenschaften. Sie bedient sich im Zuge eines zirkulär bzw. iterativ strukturierten Forschungsprozesses qualitativer d. h. unstrukturierter Methoden der Datenerhebung (z. B. teilnehmende Feldbeobachtung, narratives Interview), aus denen qualitative bzw. nichtnumerische Daten (d. h. Text-, Bild-, Videomaterial) resultieren, die interpretativen Methoden der Datenanalyse unterzogen werden.
  • Diese sind Top down-Verfahren der bewussten Fallauswahl, bei denen die Ausprägungen relevanter Merkmale miteinander kombiniert und jede Zelle mit einer kleinen Anzahl von Fällen besetzt wird (meist n=1).
  • Hier kommen eher sinnverstehende (unstandardisierte) Verfahren zum Einsatz.
  • Im qualitativen Forschungsansatz („qualitative research approach/strategy“) werden offene Forschungsfragen an wenigen Untersuchungseinheiten sehr detailliert mit unstrukturierten oder teilstrukturierten Datenerhebungsmethoden untersucht. Ziel ist eine Gegenstandsbeschreibung samt Theoriebildung. Die erhobenen qualitativen (nicht-numerischen, d. h. verbalen, visuellen) Daten werden interpretativ ausgewertet.
  • ist eine Forschungsmethode und wurde von Kleining entwickelt. Es ist der nach wissenschaftlichen Regeln vorgenommene Eingriff in einen (sozialen) Gegenstand nach dem Prinzip der maximalen strukturellen Variation. Dabei kommen nur solche Verfahren zur Anwendung, die dem Gegenstand gerecht werden. Ziel ist es, die Struktur des Gegenstandes aufzudecken.
  • Qualitätsbeurteilung von Gütern und Dienstleistungen
    Die Qualitätsbeurteilung von Gütern und Dienstleistungen erfolgt anhand von drei Merkmalen: Mit _Prüfqualitäten_ sind Eigenschaften gemeint, die der Kunde bereits vor dem Kauf beurteilen kann. _Erfahrungsqualitäten_ basieren auf dem Erleben und können deshalb erst während oder nach dem Kauf und der Nutzung bewertet werden. _Vertrauensqualitäten_ entziehen sich generell der Beurteilung durch den Kunden.
  • Qualitätskriterien des Journalismus
    Recherche, Vielfalt der Perspektiven, Ausgewogenheit, Transparenz, Faktentreue, Fairness   
  • Qualitätszirkel setzen sich aus Mitarbeitern unterer Hierarchieebenen zusammen und besprechen regelmäßig selbst gewählte, in der Organisation bestehende Problemebereiche, die verschiedenen Arbeitsbereiche betreffen, um gemeinsam Lösungen zu generieren
  • Grundidee des Konzepts von Qualitätszirkeln ist die stärkere Einbeziehung der Mitarbeiter der ausführenden Ebenen in betriebliche Problemlösungsprozesse. In kleinen Gruppen, in der Regel 5–10 Mitarbeiter, werden Probleme und Schwachstellen im eigenen Arbeitsbereich identifiziert, Lösungsvorschläge erarbeitet und diese wenn möglich auch selbst umgesetzt sowie deren Erfolg kontrolliert. Die Gruppen werden durch einen geschulten Moderator unterstützt. Die Qualitätszirkelmitglieder treffen sich freiwillig regelmäßig alle 2–4 Wochen, meist während der Arbeitszeit, für jeweils 1–2 Stunden und wählen ihre Themen in der Regel selbst aus.
  • Qualitätszirkel
    Gesprächsgruppen von maximal 10 Mitarbeitern eines Arbeitsbereichs, die arbeitsbezogene Themen untersuchen und Lösungsvorschläge erarbeiten.
  • Quantitative Befragung
    Forschungsmethode, mit der ein emprischer Sachverhalt numerisch, d.h. in Zahlen, dargestellt wird. Hierzu werden meist Fragebögen eingesetzt.
  • Bei der quantitativen bzw. vollstrukturierten Beobachtung („quantitative observation“, „fully structured observation“) werden numerische Beobachtungsdaten über das Verhalten anderer Personen (Fremdbeobachtung) erhoben, die einzelne Aspekte des beobachteten Geschehens in ihrer Häufigkeit, Dauer oder Intensität messen. Als Datenerhebungsinstrument fungiert ein standardisierter Beobachtungsplan.
  • Quantitative Beobachtung mit geringem Komplexitätsgrad
    Bei der quantitativen Beobachtung mit geringem Komplexitätsgrad („quantitative observation with a lesser/lower degree of complexity“) werden einige wenige und einfache Aspekte des beobachteten Geschehens in ihrer Häufigkeit, Dauer und/oder Intensität gemessen, so dass numerische Beobachtungsdaten resultieren. Quantitative Beobachtungen mit geringem Komplexitätsgrad finden sowohl im Feld als auch im Labor statt. Sie basieren auf einem einfachen standardisierten Beobachtungsinstrument, das oft selbst konstruiert wird.
  • Im Rahmen der quantitativen Datenanalyse („quantitative data analysis“) wird numerisches Datenmaterial im Hinblick auf das Forschungsproblem einer empirischen Studie statistisch ausgewertet. Die dabei eingesetzten statistischen Verfahren gliedern sich in zwei große Felder: Die Deskriptivstatistik („descriptive statistics“, beschreibende Statistik) fasst die Stichprobendaten anhand von Stichprobenkennwerten (z.B. Mittelwerte, Prozentwerte etc.) zusammen und stellt diese bei Bedarf in Tabellen und Grafiken anschaulich dar. Die Inferenzstatistik („inferential statistics“, schließende Statistik) schließt anhand von Stichprobendaten auf Populationsverhältnisse. Dabei wird zum einen die Ausprägung einzelner Variablen in der Population geschätzt (Methoden der statistischen Parameterschätzung) und zum anderen werden Hypothesen zu Relationen zwischen Variablen in der Population geprüft (Methoden der statistischen Hypothesenprüfung).
  • Unter einer quantitativen Dokumentenanalyse („quantitative document analysis“) als Datenerhebungsmethode verstehen wir die zielgerichtete, systematische und regelgeleitete Sammlung (quantitative Stichprobenziehung) und Archivierung von vorgefundenen textuellen/verbal-schriftlichen sowie nicht-textuellen (visuellen, auditiven, audio-visuellen, multimedialen, hypermedialen etc.) Dokumenten als Manifestationen menschlichen Erlebens und Verhaltens. Die Auswertung der Dokumente erfolgt quantitativ-statistisch. Um aus dem qualitativen Ausgangsmaterial Messwerte zu gewinnen, werden die Dokumente im ersten Schritt einer quantitativen Inhaltsanalyse unterzogen und mithilfe eines vollstandardisierten Kategoriensystems kodiert. Im zweiten Schritt werden die mit der quantitativen Inhaltsanalyse gewonnenen Messwerte dann mit den üblichen deskriptivund inferenzstatistischen Methoden der Datenanalyse ausgewertet.
  • Die quantitative Inhaltsanalyse („quantitative content analysis“) erfasst deduktiv anhand eines vollstandardisierten Kategoriensystems die Ausprägungen unterschiedlicher formaler und inhaltlicher Merkmale von Dokumenten. Die Merkmalsausprägungen der Dokumente werden dabei quantifiziert, wobei je nach Definition der einzelnen Kategorien Messwerte auf allen vier Skalenniveaus generiert werden. Die per Inhaltsanalyse gewonnenen Messwerte werden anschließend statistisch ausgewertet.
  • Quantitative Inhaltsanalyse von visuellen Dokumenten
    Die quantitative Inhaltsanalyse von visuellen Dokumenten („quantitative content analysis of visual documents“) erfasst anhand eines vollstandardisierten Kategoriensystems die Ausprägungen unterschiedlicher formaler und inhaltlicher Merkmale von visuellen Dokumenten (Fotos, Grafiken, Cartoons, Videos, Animationen etc.). Dabei ist die inhaltsanalytische Vorgehensweisen den Besonderheiten der visuellen Dokumente anzupassen, dies betrifft z. B. die Festlegung der Analyse- und Kodiereinheiten, die Stichprobenziehung, die Archivierung des Materials, die Medienspezifik der betrachteten formalen und inhaltlichen Kategorien und nicht zuletzt die Darstellung von Materialbeispielen in Publikationen.
  • Die quantitative Metaanalyse („meta analysis“, „meta-analytic review“) ist ein spezieller Typ der Forschungssynthese. Sie fasst den Forschungsstand zu einer bestimmten Fragestellung zusammen, indem sie die statistischen Einzelergebnisse inhaltlich vergleichbarer, aber unabhängiger quantitativer Primärstudien integriert. Dazu werden unterschiedliche konzeptionelle und methodische Verfahren verwendet, darunter auch spezielle statistische Analysetechniken. Das Ergebnis der Metaanalyse basiert auf einer Gesamtstichprobe, die sich aus den Stichproben der einzelnen Primärstudien zusammensetzt.
  • werden im Rahmen der quantitativen Forschung eingesetzt und repräsentieren eine Vorgehensweise zur numerischen Darstellung empirischer Sachverhalte.
  • Quantitative Sozialforschung („quantitative social research“) steht in der wissenschaftstheoretischen Tradition der Naturwissenschaften. Sie bedient sich im Zuge eines sequenziell strukturierten Forschungsprozesses quantitativer d. h. strukturierter Methoden der Datenerhebung (z. B. standardisierte Fragebogenerhebungen, psychologische Testverfahren, physiologische Messungen), aus denen quantitative bzw. numerische Daten (Messwerte) resultieren, die statistischen Methoden der Datenanalyse unterzogen werden.
  • Hier kommen objektiv messende (standardisierte) Verfahren zum Einsatz.
  • Im quantitativen Forschungsansatz („quantitative research approach/strategy“) werden theoretisch abgeleitete Forschungshypothesen an vielen Untersuchungseinheiten mit strukturierten Datenerhebungsmethoden untersucht. Ziel ist meist die Theorieprüfung. Die erhobenen quantitativen (numerischen) Daten werden statistisch ausgewertet.
  • Quantitatives bzw. (voll)strukturiertes Interview
    Das quantitative bzw. (voll)strukturierte Interview („quantitative interview“, „structured interview“) basiert auf einem (voll)standardisierten Interview-Fragebogen („interview questionnaire“, „survey questionnaire“, „interview schedule“), der den Befragungspersonen von den Interviewenden präsentiert wird, die auch die Antworten registrieren (intervieweradministrierter Fragebogen, „interviewer administered questionnaire“, „interviewer administered survey“). Der vollstandardisierte Interviewfragebogen besteht aus geschlossenen Fragen mit klaren Antwortvorgaben, die in exaktem Wortlaut und festgelegter Reihenfolge zu bearbeiten sind. Vollstandardisierte Interviews können persönlich, telefonisch oder online geführt werden. Eine Ergänzung des standardisierten Instruments um einige offene Fragen ist möglich.
  • Sprachlicher Ausdruck (jeder, alle, einige, kein usw.) der angibt, wie viele Dinge einer bestimmten Art eine bestimmte Eigenschaft haben, z. B. „Alle Menschen sind sterblich“.
  • Quantor (quantifier)
    Operator, der Mengenangaben über die Anzahl von Objekten macht, für die eine Aussage gilt.
  • statistisch: Viertel einer Verteilung
  • Das erste, zweite bzw. dritte Quartil (Q1, Q2, Q3) ist jener Testwert xv, der von 25%, 50% bzw. 75% der Testwerte unterschritten bzw. höchstens erreicht wird.
  • Quasi-)experimentelle Studie mit Messwiederholungen
    Eine (quasi-)experimentelle Studie mit Messwiederholungen („repeated measures/ measurement designs“; „within-subjects design“) e beinhaltet a) eine Prä-Post-Messung zur Prüfung individueller Veränderungen durch die Intervention (was die interne Validität der Studie erhöht) und/oder es werden b) ganz oder teilweise dieselben Versuchspersonen in den unterschiedlichen Experimental- und Kontrollgruppen eingesetzt (was sowohl die Zahl der benötigten Probanden als auch den Einfluss personengebundener Störvariablen reduziert). Die Vorteile vonMesswiederholungen sind jedoch mit gewissen Nachteilen und Risiken verbunden, so dass die Einsatzmöglichkeiten von Messwiederholungen in Abhängigkeit von Forschungsproblem und Rahmenbedingungen bei der Planung des Untersuchungsdesigns abzuwägen sind.
  • Quasi-/experimentelle Studie ohne Messwiederholungen

    Eine (quasi-)experimentelle Studie ohne Messwiederholungen („independent measures designs“, „between-subjects design“) verzichtet auf eine Messwiederholung im Sinne einer Prä-Post-Messung und beschränkt sich auf die Nachher-Messung. Dies schränkt die interne Validität der Studie ein, wenn die Vorher-Werte nicht in allen Untersuchungsgruppen identisch waren. Zudem werden in einem Design ohne Messwiederholungen in allen Untersuchungs- und Kontrollgruppen jeweils andere Versuchspersonen untersucht.

  • Quasi-Bedürfnisse
    Nach Kurt Lewin aus echten Bedürfnissen abgeleitet. Sie sind vorübergehender Natur und entstehen häufig durch die Vornahme, etwas Bestimmtes, was dem Erreichen des Zieles dient, zu tun.
  • Ein Quasi-Experiment ist eine Studie mit systematischer Bedingungsvariation, bei der jedoch keine vollständige randomisierte Zuweisung der Untersuchungsteilnehmer zu den variierten Bedingungen vorliegt, wie z. B. häufig dann, wenn Geschlechtsuntersschiede untersucht werden.
  • Quasi-Experiment
    Methodisches Vorgehen, bei dem auf eine zufällige Zuweisung der Versuchsperson auf die experimentellen Bedingungen verzichtet wird. Stattdessen basiert die Gruppenzugehörigkeit auf zuvor festgelegten Kriterien, was einen Ursache-Wirkungs-Schluss unmöglich macht.
  • Untersuchung, bei der auf Randomisierung verzichtet werden muss, weil natürliche bzw. bereits bestehende Gruppen untersucht werden; Beispiel: Raucher vs. Nichtraucher, männliche vs. weibliche Personen (man kann nicht per Zufall entscheiden, welcher Gruppe eine Person angehören soll)
  • Quasi-experimentelle Studie/nicht-randomisierte kontrollierte Studie
    Die quasi-experimentelle Studie/nicht-randomisierte kontrollierte Studie („quasi-experimental study“, „non-randomized study“) greift zur Prüfung einer Kausalhypothese auf Gruppen zurück, die nicht zufällig zusammengestellt, sondern oft einfach vorgefunden oder anderweitig gebildet wurden (keine Randomisierung), behandelt diese jedoch ebenso wie im echten Experiment systematisch unterschiedlich (experimentelle Variation der unabhängigen Variable/n) und misst die in den Experimental- und Kontrollgruppen resultierenden Effekte auf die abhängige/n Variable/n. Man spricht auch von einer nicht-randomisierten kontrollierten Studie („non-randomized controlled trial“, NRCT).
  • Nach dem theoretischen Erwartungsmodell gebildete F-Brüche, um nicht direkt zu testende Effekte approximativ zu testen (Varianzanalyse)
  • Quasiexperiment
    Ein Experiment, bei dem die Versuchsteilnehmer nicht zufällig auf die verschiedenen Experimentalbedingungen zugeteilt werden (in der Regel aufgrund von Faktoren, die nicht der Kontrolle des Forschers unterliegen).
  • Quasiexperiment
    Quasiexperimente sind Experimente, bei denen die Gruppeneinteilung von Natur aus vorgegeben und daher keine Randomisierung möglich ist (z.B. Raucher und Nichtraucher).
  • Als historische Quellen werden im weitesten Sinn alle Zeugnisse (Überlieferungen) verstanden, die über geschichtliche Abläufe, Zustände, Denk- und Verhaltensweisen informieren, also letztlich über alles, was sich in der Vergangenheit ereignet hat und diese kennzeichnet.
  • Quellenamnesie
    man ordnet ein erlebtes Ereignis oder etwas, das man gehört, gelesen oder sich vorgestellt hat, einer falschen Quelle zu (auch _Quellen-Fehlattribution_ genannt). Zusammen mit dem Fehlinformationseffekt ist die Quellenamnesie der Ursprung vieler falscher Erinnerungen.
  • Querdisparation
    Objekte in endlicher Entfernung bilden sich auf den Netzhäuten beider Augen an unterschiedlichen Orten ab; wird vom ZNS zur Entfernungsmessung genutzt
  • Tiefenhinweis, der sich aus einer Abweichung der beiden Netzhautbilder bei der Betrachtung eines Gegenstands ergibt. Seine „Verrechnung“ im Zentralnervensystem ermöglicht uns eine räumliche, plastische Wahrnehmung (stereoskopisches oder 3-D-Sehen).
  • Querdisparation (binocular disparity)
    Ein Tiefenkriterium, das die beiden geringfügig unterschiedlichen Augenblickwinkel berücksichtigt.
  • Eine Forschungsmethode, bei der in einer Zufallsstichprobe Kinder unterschiedlichen Alters zu einem Messzeitpunkt hinsichtlich bestimmter Verhaltensweisen oder Eigenarten verglichen werden.
  • Daten werden zu einem Messzeitpunkt gewonnen
  • Hierbei werden Stichproben aus verschiedenen Altersgruppen zu einem bestimmten Zeitpunkt einmalig untersucht.
  • Bei einer Querschnittstudie („cross-sectional study“) wird eine Stichprobe zu einem Zeitpunkt untersucht. Umfasst die Stichprobe mehrere Altersgruppen, so sind Alterseffekte immer nur im Zusammenhang mit Kohorteneffekten interpretierbar.
  • Querschnittstudie
    eine Vorgehensweise, bei der zu einem Untersuchungszeitpunkt Menschen verschiedener Altersstufen miteinander verglichen werden.
  • Querschnittstudie
    Studie an mehreren Variablen zum gleichen Zeitpunkt
  • Quotenstichprobe
    Eine Stichprobe, die bestimmten im Vorhinein festgelegten Quoten entspricht und damit bestimmte Merkmale der Population (wie Alter oder Geschlecht) wiedergibt, die als für die Forschungsfrage relevant angesehen werden.
  • Die Stichprobenziehung nach dem Quotenverfahren („quota sampling“) setzt voraus, dass man die Populationszusammensetzung hinsichtlich einiger, für die Untersuchungsfrage wichtiger soziodemografischer Merkmale kennt. Diese Merkmalsverteilung wird anhand des Quotenplans („quota plan“) dann durch bewusste bzw. systematische Auswahl von Personen oder Objekten mit bestimmten Merkmalen (oder Merkmalskombinationen) in der Stichprobe nachgebildet. Die resultierende Quotenstichprobe („quota sample“) kann als nichtprobabilistische Stichprobe zwar keine globale Repräsentativität, durch den Quotenplan aber merkmalsspezifische Repräsentativität (hinsichtlich der Quotierungsmerkmale) beanspruchen.