Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • T-Gruppen (auch Sensitivity-Training oder Laboratoriumsmethode genannt) wurden entwickelt mit dem Ziel, Menschen die Möglichkeit zu geben, effektiver mit menschlichen Beziehungen und Problemen umzugehen. In T-Gruppen gelten die Prinzipien der Unstrukturierheit der Situation (die Mitglieder haben keine gemeinsame Vergangenheit und keine gemeinsame Zukunft), Hier und Jetzt (es darf nur über die aktuellen Vorgänge in der Gruppe gesprochen werden) und Feedback (die Teilnehmer geben sich wechselseitig Rückmeldung darüber, wie sie die anderen sehen).
  • T-Helferzelle
    Lymphozyt des erworbenen Immunsystems
  • T-Killerzelle
    Lymphozyt des erworbenen Immunsystems
  • Statistisches Auswertungsverfahren für den Vergleich zweier Gruppenmittelwerte. Der t-Test prüft mithilfe des t-Werts, ob eine empirische Mittelwertsdifferenz signifikant von null verschieden ist oder ob sie auf Zufall beruht. Er ist ein parametrischer Test (siehe parametrische Verfahren). Es gibt einen t-Test für unabhängige und abhängige Stichproben sowie für eine einzige Stichprobe.
  • t-Test für Beobachtungspaare
    Statistischer Signifikanztest, der zwei Gruppen (parallelisierte Stichproben oder Messwiederholung) auf einen Unterschied bezüglich ihrer Mittelwerte eines intervallskalierten Merkmals untersucht.
  • t-Test für unabhängige Stichproben
    Statistischer Signifikanztest, der zwei Gruppen auf einen Unterschied bezüglich ihrer Mittelwerte eines intervallskalierten Merkmals untersucht
  • t-Tests sind eine Gruppe von Tests, die für verschiedene Fragestellungen verwendet werden können, bei denen Mittelwerte verglichen werden. Das Prinzip des t-Tests ist immer der Vergleich zweier Mittelwerte (aus unabhängigen oder abhängigen Stichproben oder ein Mittelwert, der gegen einen theoretisch zu erwartenden Mittelwert getestet wird).
  • t-Verteilung
    Verteilung des t-Werts, dient zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit des t-Werts unter der Nullhypothese. Ihre Form ist von der Anzahl ihrer Freiheitsgrade abhängig, bei hohen Freiheitsgraden geht sie in eine Standardnormalverteilung über
  • Standardisierte Differenz zweier Stichprobenmittelwerte
  • t-Wert, empirischer
    Der t-Wert wird für eine empirische Mittelwertsdifferenz berechnet und ordnet dieser Differenz eine Auftretenswahrscheinlichkeit zu. Die Größe des t-Werts ist abhängig von der Größe der Differenz, der Streuung des Merkmals in der Population und der Stichprobengröße
  • t-Wert, kritischer
    Der kritische t-Wert schneidet die Fläche unter der Kurve der t-Verteilung ab, die dem gewählten Signifikanzniveau entspricht. Er erlaubt eine direkte Einordnung des empirischen t-Werts
  • Siehe Normwerte
  • Tachykinine
    Neuropeptide, die z.B. in Gehirn, Rückenmark, peripheren Geweben vorkommen und die Immunkompetenz reduzieren und so das Entstehen psychosomatischer Krankheiten fördern
  • Die vollstrukturierte Tagebuchmethode („diary method“) ist eine genuin sozialwissenschaftliche Befragungsmethode. Das Tagebuch besteht aus einer chronologisch geordneten Serie vollstandardisierter Fragebogenformulare, die von den Befragten fortlaufend (mindestens einmal pro Tag) über längere Zeitperioden (mehrere Tage bis Wochen) hinweg ausgefüllt werden. Ziel ist es, möglichst unverzerrte und detaillierte Angaben über alltägliche Erlebens- und Verhaltensweisen zu erhalten, was jedoch mit großem Aufwand für die Befragten verbunden ist.
  • Patienten werden den Tag über therapeutisch betreut ohne in der betreuenden Einrichtung zu übernachten. Tageskliniken sind oft angeschlossen an vollstationäre Psychiatrien, Fachkrankenhäuser für Psychotherapie oder psychosomatische Kliniken. Oft dienen sie als Übergangsform zwischen ambulantem und stationärem setting zu verstehen.
  • Konkrete (kurzfristige) Umsetzung von strategischen Zielen in operatives Handeln.
  • Erst dadurch, dass ein Lehrer einen chemischen Versuch vorführt, werden die theoretischen chemischen Prozesse für die Schüler tangibel, also gestaltlich erfassbar; tangibel bedeutet auch „anfassbar“ oder „berührbar“.
  • Die Stichprobenziehung nach der Methode des Targeted Sampling ist besonders geeignet für schwer erreichbare Populationen, derenMitglieder untereinander nicht besonders eng vernetzt sind. Sie stellt eine ortsbasierte Alternative zu netzwerkbasierten Verfahren wie dem Schneeballverfahren und dem Respondent Driven Sampling dar.
  • Einstellung des kognitiven Systems, die die Ausführung einer spezifischen Aufgabe auf einen dargebotenen Reiz erlaubt.
  • Tastscheiben
    Merkelzellen in der behaarten Haut
  • Der Tastsinn umfasst die Wahrnehmung von Berührung, Druck und Vibrationen.
  • Thematischer Apperzeptionstest, ein spezieller projektiver Test
  • TAT: Thematischer Apperzeptionstest
    Der TAT (Murray, 1991) wurde erstmals 1943 publiziert. Er soll es dem geübten Diagnostiker ermöglichen, vorherrschende Triebe, Gefühle, Gesinnungen, Komplexe und Konflikte des Probanden zu erkennen. Der TAT besteht aus 31 Bildtafeln, die grundlegende menschliche Problemsituationen ansprechen; eine Tafel ist völlig weiß, also ohne jedes Bild. Der Proband wird aufgefordert, zu jedem Bild eine möglichst dramatische Geschichte zu erzählen. Die Antworten werden nach einer nicht hinreichend standardisierten Prozedur inhaltsanalytisch ausgewertet.
  • Eine Tätigkeit ist auf einer höheren Ebene als die Handlung anzusiedeln und bezieht sich auf ein übergeordnetes Ziel oder Motiv, welches dem Individuum nicht unbedingt bewusst sein muss. Eine Tätigkeit umfasst dabei sowohl geistig-mentale, d. h. innere, als auch praktische, gegenstandsbezogene, also äußere Prozesse, welche den erwähnten Motiven oder Oberzielen zugeordnet sind. Das Motiv des Tätigwerdens ist auf ideelle oder materielle Gegenstände gerichtet, durch deren Veränderung individuelle und gesellschaftliche Bedürfnisse erfüllt werden.
  • Tätigkeitsanreize
    Tätigkeitsanreize sind Anreize, die in der Tätigkeit selbst (z.B. Freude am Musizieren) und nicht im Ergebnis der Tätigkeit (z.B. Applaus nach Konzert) liegen.
  • Tätigkeitsanreize
    Tätigkeitsanreize (auch tätigkeitsspezifische Vollzugsanreize) sind Anreize, die im Vollzug der Tätigkeit selbst liegen und ihr unabhängig von den Anreizen des angestrebten Endresultates (Zwecks) zukommen können.
  • Tätigkeitsbewertungssystem (TBS)
    Ein dem handlungsregulations- bzw. tätigkeitstheoretischen Ansatz verpflichtetes Verfahren ist das Tätigkeitsbewertungssystem TBS (Hacker et al., 1995). Es wird vor allem zur Arbeitsgestaltung eingesetzt und ist für verschiedene Bereiche wie Produktion oder Büro und Verwaltung geeignet.
  • Tätigkeitsgesellschaft
    Vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosigkeit in früh industrialisierten Ländern gerät das Modell der Lohnarbeitsgesellschaft immer stärker in die Kritik. Erwerbsarbeit, als eine Form von Tätigkeit, soll künftig stärker in Bezug zu anderen Tätigkeitsformen wie z. B. Hausarbeit und freigemeinnützige Arbeit gesetzt werden. Ziel ist die Neubewertung des gesamten Spektrums menschlicher Tätigkeit, wobei dies nicht nur anhand geldökonomischer Werte gemessen werden soll. Durch die Gleichgewichtung unterschiedlicher Tätigkeiten in der Gesellschaft soll die Arbeitslosigkeit reduziert und gleichzeitig eine Aufwertung anderer Tätigkeitsformen außerhalb der Erwerbsarbeit ermöglicht werden.
  • Tätigkeitsspielraum
    Das Tätigkeitsspielraumkonzept beinhaltet die grundlegende Annahme, dass unterschiedliche Spielräume bei der Arbeit mit verschiedenen Möglichkeiten zur Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung verbunden sind. Selbst gestaltete, vielseitige und teamorientierte Arbeitsaufgaben bieten mehr Entwicklungsangebote und sind motivierender als fremdbestimmte, monotone und sozial isolierte Tätigkeiten. Einem größeren Tätigkeitsspielraum entspricht außerdem eine höhere Handlungsverantwortung, sodass sich Arbeitende außerdem mehr als Verursacher eigener Handlungen und eine größere Kontrolle über ihre Handlungen und Handlungsergebnisse erleben. Der Tätigkeitsspielraum setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem Handlungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsspielraum.
  • Tau charakterisiert die Information, die die Zeit bis zur Kollision mit einem Objekt angibt.
  • Tau-Äquivalenz
    die True Scores zweier (oder mehrerer) Tests sind identisch
  • Eine Täuschung liegt vor, wenn eine Wahrnehmung nicht dem physikalischen Reizmuster entspricht.
  • Tausenderkontaktpreis
    Wertgröße, mit der die Preise verschiedener Werbeträger (Medienprodukte) für eine Werbeschaltung (z.B. für eine Zeitungs- oder Zeitschriften-Anzeigenseite oder für 30 Sekunden eines Radio- bzw. TV-Werbespots) miteinander vergleichbar gemacht werden. Dieser Preis wird dann durch die Zahl der Rezipienten des Medienproduktes geteilt, die dort die Werbung jeweils erreicht (die Zahl der Werbekontakte). Dieser Wert wird mit 1000 multipliziert, da ansonsten Preise im Bereich von Zehntel Eurocent herauskommen würden.
  • Systematische Ordnung nach festen Regeln.
  • Struktursystem, das meistens mehrere Konstrukte und deren Interrelationen ordnet
  • Besagt, dass ein Kind davon ausgeht, dass sich Worte in einer Benennungssituation auf Objekte desselben Typs beziehen.
  • Taxonomien sind hierarchische Ordnungen von Objektkonzepten, in denen auf der jeweils nächsthöheren Ebene mehrere nebengeordnete Konzepte durch ein allgemeineres übergeordnetes Konzept zusammengefasst werden, bspw. Rosen, Tulpen, Nelken, usw. im Konzept _Blume_ und Blumen, Bäume, Sträucher, usw. wiederum im Konzept _Pflanze_.
  • Taxonomien (taxonomies)
    Hierarchische Anordnung von Kategorien in über- und untergeordnete Kategorien, wobei zwischen den Ebenen Klasseninklusion besteht (z. B. Tier – Hund – Pudel).
  • Taylorismus wird häufig synonym zu Scientific Management gebraucht. Allerdings beschreibt es nicht das originäre Konzept Taylors, sondern seine Umsetzung und Wirkung.
  • Taylorismus bezeichnet ein Konglomerat von Methoden zur Steigerung des betrieblichen Outputs, wobei vier Prinzipien dominieren: Zergliederung der Arbeitsaufgaben, Auswahl und Schulung von Mitarbeitern, Trennung von Hand- und Kopfarbeit und Einvernehmen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
  • Veröffentlichtes Testbeurteilungssystem des Testkuratoriums zur standardisierten Erstellung und Publikation von Testrezensionen anhand eines vorgegebenen Kriterienkataloges.
  • Teaching to the test
    Ist ein Phänomen, das die Validität bewertender Interpretationen im Bildungssystem dadurch gefährdet, dass gezielt spezielle Aufgaben geübt werden, um ein besseres Abschneiden der Schülerinnen und Schüler bei den Tests zu gewährleisten.
  • Von der konkreten Aufgabe unabhängige Überzeugung eines Teams über seine Kapazitäten und Potenziale.
  • Teambewusstsein
    Ist das Verständnis der laufenden Handlungen der anderen; es liefert einen Kontext für das eigene Arbeitshandeln.
  • Teamcoaching ist ein Ansatz zur nachhaltigen Begleitung von Teams. Die Berücksichtigung der Ebenen Individuum und Gruppe ist für dessen Erfolg ausschlaggebend.
  • Eine Teamdiagnose dient der Gewinnung von Informationen über die Zusammensetzung des Teams und der darin ablaufenden Prozesse, um passende Interventionen zur Verbesserung von Abläufen oder Leistung auswählen zu können. Zudem werden Diagnoseverfahren zur Evaluation von Teamentwicklungsmaßnahmen eingesetzt.
  • Teamdiagnostik
    Zur Beschreibung der Arbeit und des Klimas in Teams bzw. Organisationen wurden spezielle Fragebögen konstruiert.
  • Maßnahmen zur Teamentwicklung zielen darauf ab, teaminterne Prozesse zu optimieren und Probleme zu reduzieren. Im optimalen Fall werden die Phasen Kontakt, Diagnose, Planung, Durchführung und Evaluation durchlaufen.
  • Teamentwicklung (Teambuilding) zielt auf soziale und aufgabenbezogene Prozesse innerhalb bereits bestehender Teams, um in direkter Interaktion mit den Teammitgliedern Barrieren abzubauen, Rollenbilder zu klären und zwischenmenschliche Beziehungen zu verbessern.
  • Teamreflexivität ist das Ausmaß der Reflexion teambezogener Aspekte und der daraus resultierenden Verhaltensanpassung durch die Teammitglieder. Sie gliedert sich in Reflexions-, Planungs- und Aktions-/ Adaptionsphase.
  • Technik, die bei Männern mit Impotenzproblemen eingesetzt werden kann: Eine Erektion soll immer wieder gezielt abklingen und nachher erneut aufgebaut werden, um dem Betroffenen die Sicherheit zu vermitteln, dass eine abgeschwächte Erektion erneut aufgebaut werden kann.
  • Technik, „den Ball flach zu halten“
    Auf Compliance gegenüber einem anfänglichen Einflussversuch folgt eine kostspieligere und weniger vorteilhafte Variante der gleichen Bitte.
  • Technologische Theorien dienen der Beschreibung, Erklärung und Vorhersage von Interventionen und geben dadurch Handlungsanweisungen.
  • Bei der teilstrukturierten bzw. halbstrukturierten schriftlichen Befragung kommt ein teil-/halbstandardisierter Fragebogen („semi-standardized questionnaire“) zum Einsatz. Er besteht aus einer Liste offener Fragen, die von den Untersuchungspersonen in eigenenWorten zu beantworten sind. Der halbstandardisierte Fragebogen für halbstrukturierte schriftliche Befragungen ist das Pendant zum Interviewleitfaden bei halbstrukturierten mündlichen Befragungen.
  • Teilautonome Arbeitsgruppen sind in die Arbeitsorganisation integrierte Gruppen von Mitarbeitern, die eigenverantwortlich ein Produkt oder eine Dienstleistung erzeugen und hierdurch soziale Belange mit in die tägliche Arbeit integrieren. Teilautonome Arbeitsgruppen zeichnen sich durch die zentralen Merkmale Job Rotation, Job Enlargement und Job Enrichment aus.
  • Teilautonome Arbeitsgruppen
    Teilautonome Arbeitsgruppen sind als sich selbst regulierende Arbeitsgruppen in der regulären Arbeitsorganisation verankert. Eine kleine Gruppe von Mitarbeitern, die konstant zusammenarbeitet, ist mehr oder weniger verantwortlich für die Erstellung eines kompletten (Teil-)Produktes oder einer Dienstleistung. Durch die Integration von indirekten Tätigkeiten, z. B. die Qualitätskontrolle oder kleine Wartungs- und Reparaturarbeiten, geht es nicht nur um eine quantitative Arbeitserweiterung (Job Enlargement), sondern auch um eine qualitative Arbeitsbereicherung (Job Enrichment). Innerhalb der Gruppe findet außerdem ein regelmäßiger Wechsel zwischen den verschiedenen Arbeitsplätzen statt (Job Rotation). Entscheidendes Kennzeichen teilautonomer Arbeitsgruppen ist, dass die Planung, Steuerung und Kontrolle der übertragenen Aufgaben zumindest teilweise selbst durchgeführt wird.
  • Teilautonome Gruppen
    Gruppen, die bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben den Arbeitsablauf, die Verteilung von Teilaufgaben und mitunter auch die Arbeitsplatzgestaltung selbst bestimmen.
  • Teilhabe
    Im Kontext der Verhaltensmedizin, Neuropsychologie und Klinischen Psychologie das Prinzip der möglichst umfassenden Teilnahme am sozialen Geschehen trotz funktioneller Einschränkungen.
  • Teilleistungsstörungen
    Unter Teilleistungsstörungen versteht man Leistungsdefizite, die anders als eine Lernstörung oder Lernbehinderung auf einen bestimmten Bereich schulischer Fertigkeiten beschränkt sind. Es können die Fertigkeiten zum Lesen, Schreiben und Rechnen betroffen sein.
  • Teilnehmende Beobachtung
    Beobachtungsmethode, bei welcher der Wissenschaftler die Zielgruppe als Teilnehmer am Gruppengeschehen beobachtet und seine Beobachtungen sorgfältig aufzeichnet.
  • ist das wichtigste Verfahren der Datenerhebung im Rahmen der deskriptiven Feldforschung. Dabei wird das Forschungsteam selbst Teil des Feldes, nimmt also im Feld eine aktive Rolle innerhalb der untersuchten Kultur ein. Diese Methode dient dazu, das Feld aus der Innenperspektive kennen zu lernen.
  • ist eine Form der nonstandardisierten Beobachtung. Dabei übernehmen die Forschenden aktiv eine Rolle im Feld, werden also selbst zu einem Mitglied des Feldes, das den Forschungsgegenstand darstellt.
  • Teilnehmende Beobachtung, Beschattungen
    Methode, bei welcher der Wissenschaftler die Zielgruppe als Teilnehmer am Gruppengeschehen beobachtet und seine Beobachtungen sorgfältig aufzeichnet.
  • teilnehmende Verhaltensbeobachtung
    Der Beobachter ist in der Beobachtungssituation anwesend und nimmt selbst am Geschehen teil.
  • Teilstrukturiertes bzw. halbstrukturiertes Interview
    Dem teilstrukturierten bzw. halbstrukturierten Interview („semi-structured interview“) liegt ein Interview-Leitfaden („interview guide“) als Liste offener Fragen (d.h. Fragen ohne festgelegte Antwortmöglichkeiten) zugrunde. Der Interview-Leitfaden bietet ein Grundgerüst, das für eine Vergleichbarkeit der Interviews sorgt. Er kann flexibel an die jeweilige Interviewsituation angepasst werden. Das halbstrukturierte Interview wird synonym auch als Leitfaden-Interview bezeichnet.
  • Unter Telearbeit werden Arbeitstätigkeiten verstanden, die räumlich entfernt vom Auftraggeber bzw. der Betriebsstätte unter Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik verrichtet werden. Der Telearbeiter ist dabei elektronisch mit der zentralen Betriebsstätte oder anderen Telearbeitern verbunden.
  • Telearbeit
    Erwerbstätigkeit, die räumlich entfernt vom Auftraggeber unter Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik ausgeübt wird, wobei der Telearbeiter elektronisch mit der zentralen Organisation verbunden ist. Typische Tätigkeiten sind z. B. Softwareprogrammierung, Managementaufgaben, Sachbearbeitung und Kundenbetreuung.
  • Das telefonische Leitfaden-Interview] („semi-structured telephone interview“) ist eine medienvermittelte Variante des Leitfaden-Interviews. Hierbei findet der Interviewkontakt telefonisch statt.
  • Wenn Kinder Worte zu Sätzen zusammenstellen, lassen sie auf charakteristische Weise Satzelemente aus.
  • Ein Begriff, der die ersten Sätze von Kindern, die meist Zweiwortkombinationen sind, beschreibt.
  • Telegrammstil
    frühe Sprechphase, in der das Kind ähnlich den Formulierungen in einem Telegramm spricht – »Auto gehen« - d. h. es verwendet vorzugsweise Substantive und Verben.
  • Telekooperation bezieht sich auf die mediengestützte arbeitsteilige Leistungserstellung von individuellen Aufgabenträgern, Organisationseinheiten und Organisationen, die über mehrere Standorte verteilt sind. Telekooperation beinhaltet somit die Teilnahme an Arbeitsprozessen mithilfe von Computern und Telekommunikationsmedien, die unabhängig von bestimmten Arbeitsplätzen bzw. Orten und teilweise auch Zeiten erfolgt.
  • Unter Telemanagement versteht man Formen der Führung, mit denen über größere räumliche Distanzen eine verteilte Aufgabenerfüllung koordiniert und gesteuert werden kann.
  • Telepräsenz
    Das Konstrukt der Telepräsenz dient zur Beschreibung ein Zustandes während der Rezeption von medialen Inhalten, in dem die mediale Vermittlung in den Hintergrund rückt und die virtuelle Erfahrung über die unmittelbare, reale dominiert.
  • Hiermit sind Zentren gemeint, in denen Telearbeitsplätze gebündelt werden. Zum einen können dies _Telearbeitszentren_ sein, d. h., verschiedene ausgelagerte Arbeitsplätze bzw. -stätten eines Unternehmens werden an einem Standort zusammengefasst. Zum anderen handelt es sich um _Teleservicezentren_, deren Ziel es ist, kundenorientierte Teledienstleistungen anzubieten.
  • Telomere
    Mit Proteinen verwobene DNA-Abschnitte an den Enden der Chromosomen, die selbst keine codierende Erbinformation enthalten. Sie schützen die Chromosomen und sorgen für chromosomale Stabilität.
  • Bezieht sich auf stabile behaviorale und emotionale Verhaltensreaktionen, die bereits sehr früh beobachtet werden können und in hohem Maße genetisch determiniert sind.
  • Veranlagungsbedingte individuelle Unterschiede in der emotionalen, motorischen und aufmerksamkeitsbezogenen Reagibilität und in der Selbstregulierung, die über Situationen hinweg konsistent sowie über die Zeit hinweg stabil sind.
  • Temperament
    charakteristische emotionale Reaktionsbereitschaft und Reaktionsstärke eines Menschen.
  • Persönlichkeitsbereich, der sich auf das „Wie“ des Verhaltens bezieht
  • Früh in der Entwicklung auftretende und an biophysiologische Prozesse gekoppelte Eigenschaften, die stilistische Formaspekte des Verhaltens einfangen
  • Auf der Basis von Temperamentsdimensionen werden drei Typen bei Kindern unterschieden: Einfache, schwierige und langsam auftauende Kinder.
  • Stabilität eines Merkmals über (Mess-)Zeitpunkte hinweg
  • Temporale Vergleiche
    Vergleiche der eigenen aktuellen Leistung mit vorherigen Leistungen.
  • Temporallappen
    Teile des zerebralen Kortex, die etwas oberhalb der Ohren liegen. sie enthalten die auditorischen Areale, die hauptsächlich Informationen vom jeweils gegenüberliegenden Ohr empfangen.
  • Temporallappen (Schläfenlappen)
    Der Teil des Cortex, der mit Gedächtnis, visuellem Wiedererkennen und mit der Verarbeitung von Emotionen und auditiven Informationen verknüpft ist.
  • Tendenz zu Extremurteilen
    Bei einer Tendenz zu Extremurteilen werden bevorzugt hohe und niedrige Ausprägungen angekreuzt. Daraus ergibt sich eine erhöhte Varianz der Urteile.
  • Tendenz zu sozial erwünschten Antworten
    interindividuell variierende Tendenz zu sozial erwünschten Antworten in Fragebögen
  • Eine Antworttendenz, die extreme Antworten eher vermeidet und mittlere Antwortkategorien eher bevorzugt.
  • Ein externer Wirkstoff, der während der pränatalen Entwicklung zu Schädigungen und zum Tode führen kann.
  • Hierbei handelt es sich um Einflussfaktoren, die bereits pränatal die Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen können. Besonders hervorzuheben sind dabei Alkohol oder Drogen, Rauchen, spezifische Medikamente, Umweltgifte oder Strahlenschäden und Infektion
  • Teratogene
    Wirkstoffe (wie chemische Stoffe und Viren), die zum Embryo bzw. Fötus durchdringen und ihn während der pränatalen Entwicklung schädigen können.
  • terminale oder investigatorische Entscheidungen
    Wird auf der Basis der diagnostischen Information ein Proband einer Behandlung zugeführt, in der er mehr oder weniger lange verbleibt (z. B. Übertragung einer neuen Verantwortung, Aufnahme in ein Ausbildungsprogramm), handelt es sich um eine terminale Entscheidung. Mit der Zuweisung ist die diagnostische Aufgabe abgeschlossen. Eine investigatorische Entscheidung stellt den ersten Schritt in einem mehrstufigen Entscheidungsverfahren dar. Ihr folgt direkt oder nach einer Behandlung eine weitere diagnostische Untersuchung, die dann entweder zu einer weiteren investigatorischen oder zu einer terminalen Entscheidung führt.
  • Terrorismus
    Politisch motivierte Gewalt mit dem Ziel, Angst und Schrecken in einer Gesellschaft zu verbreiten und dadurch politische Entscheidungsträger zu beeinflussen.
  • Terrormanagement-Theorie
    Eine Theorie, die annimmt, dass Menschen die Furcht vor ihrem eigenen Tod dadurch bewältigen, dass sie sich eine Weltsicht konstruieren, die ihr Selbstwertgefühl wahren hilft.
  • Terrormanagementtheorie
    besagt, dass der Glaube an die eigene Weltanschauung und das Streben nach einem hohen Selbstwertgefühl Schutz bieten gegen eine tief verwurzelte Todesangst.
  • Terrormanagementtheorie
    Theorie, die postuliert, dass sich Menschen durch ihren Selbsterhaltungstrieb und ihre Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung ihrer Sterblichkeit bzw. der Gewissheit des Todes bewusst sind. Dieses Bewusstsein kann Terror, Angst angesichts der eigenen Sterblichkeit, auslösen.
  • Tertiärprävention liegt vor, wenn sich ein unerwünschter Zustand bereits manifestiert hat, z. B. eine chronische Beeinträchtigung. Ziel tertiärer Maßnahmen ist es, die Konsequenzen des Zustands zu mildern und Folgeschäden oder Rückfälle zu verhindern.
  • Interventionen heißen Tertiärpräventionen, wenn sie sich mit der Begrenzung von Krankheitsfolgen oder der Vermeidung von Chronifizierung bei bereits erkrankten Personen befassen.
  • statistisch: Drittel einer Verteilung
  • Verfahren zur Untersuchung eines empirisch abgrenzbaren Merkmals (z. B. der Kompetenz) mit dem Ziel einer quantitativen Aussage über den relativen Grad der individuellen Ausprägung des Merkmals. Die Antworten der Person auf bestimmte Testaufgaben dienen als Indikator für die (latente) Fähigkeit einer Person, auch außerhalb der Testsituation eine vergleichbare Aufgabe oder ein vergleichbares Problem lösen zu können. Aus der Testleistung eines Schülers wird also auf das Potenzial bzw. die Kompetenz der Person geschlossen.
  • Ein Test ist ein wissenschaftliches Routineverfahren zur Untersuchung eines oder mehrerer empirisch unterscheidbarer Persönlichkeitsmerkmale mit dem Ziel einer möglichst genauen quantitativen Aussage über den relativen Grad der individuellen Merkmalsausprägung. Ein Test besteht in der Regel aus mehreren Aufgaben oder Fragen (Items), die von verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten oder Eigenschaften unterschiedlich gelöst bzw. beantwortet werden. In einem abstrakteren methodischen Sinn wird ein Test auch als eine standardisierte Verhaltensstichprobe definiert, die aus Antworten auf eine Mehrzahl von Items besteht. Aus den Antworten wird der Testwert der untersuchten Person aggregiert.
  • Test d2-R (Test d2 – Revision): Aufmerksamkeits- und Konzentrationstest
    Beim Test d2-R (Brickenkamp et al., 2010) handelt es sich um die revidierte Form eines bewährten Aufmerksamkeits- und Konzentrationstests, der schon seit 1962 auf dem Markt ist. Aufgabe ist es, unter Zeitdruck Zielobjekte (den Buchstaben d mit 2 Strichen) unter visuell sehr ähnlichen Objekten (d mit weniger oder mehr als 2 Strichen oder p mit Strichen) zu finden und durchzustreichen. Die Zeichen sind in 14 Zeilen angeordnet, und für jede Zeile stehen 20 Sekunden Zeit zur Verfügung.
  • Test, psychologischer
    Unter psychologischen Tests versteht man standardisierte, routinemäßig anwendbare Verfahren zur Messung individueller Verhaltensmerkmale, aus denen Schlüsse auf Eigenschaften der betreffenden Person oder ihr Verhalten in anderen Situationen gezogen werden können. Es handelt sich dabei häufig um publizierte Verfahren, die über den Testhandel bezogen werden können.
  • Das Ausmaß der Ähnlichkeit von Leistungsmessungen, die zu unterschiedlichen Zeiten erhoben wurden.
  • Bezeichnet den Prozess einer qualitativ hochwertigen Übertragung (Übersetzung unter Berücksichtigung von Konstruktäquivalenz) und empirischen Evaluation psychologischer Tests aus anderen Sprachen und in andere Sprachen unter Beachtung der kulturellen Unterschiede.
  • Testauswerteprogramm
    Die Auswertungsobjektivität kann durch Verwendung eines Testauswerteprogramms erhöht werden. Die Antworten der Testperson (in der Regel die Nummer der angekreuzten Antwortalternative) werden in den Computer eingegeben, woraufhin das Programm die Rohwerte für jede Skala bzw. den Gesamttest sowie die dazugehörigen Normwerte ermittelt.
  • Testeffekt
    verbesserte Gedächtnisleistung, nachdem Informationen reproduziert und nicht bloß nochmal gelesen wurden. manchmal auch als »retrieval practice effect« oder »test-enhanced learning« bezeichnet.
  • Dient dazu, Normwerte zur normorientierten Testwertinterpretation zu gewinnen. Dazu wird der Test an Personen einer Normierungsstichprobe, welche hinsichtlich einer definierten Bezugsgruppe repräsentativ ist, durchgeführt.
  • Unter dem Begriff Testen versteht man die Untersuchung von Merkmalen einer Person. Mithilfe einer Zusammenstellung von Fragen oder Aufgaben (Items) sollen dabei die individuellen Merkmalsausprägungen möglichst quantitativ erfasst werden. Man kann grob zwischen Persönlichkeits- und Leistungstests unterscheiden.
  • Unter einem Test versteht man Datenerhebung unter Anwendung einer bestimmten Methode, nämlich Tests. Psychologische Diagnostik kann weitere Methoden wie z.B. das Interview oder Verhaltensbeobachtung einsetzen und zu einem Ergebnis integrieren.
  • Die Ähnlichkeit der Validität eines Tests in unterschiedlichen Bewerbergruppen, sodass keine Bewerbergruppe durch den Test systematisch diskriminiert wird.
  • Testgütekriterien
    Stellen ein System zur Qualitätsbeurteilung psychologischer Tests dar. Folgende 10 werden üblicherweise unterschieden: Objektivität, Reliabilität, Validität, Skalierung, Normierung (Eichung), Testökonomie, Nützlichkeit, Zumutbarkeit, Unverfälschbarkeit und Fairness.
  • Ein Testimonial ist im Grunde jeder, der sich für ein Produkt ausspricht bzw. noch genauer: der dem Produkt ein „Zeugnis“ ausstellt – sei es nun gut oder schlecht. Normalerweise stellen Testimonials allerdings gute Zeugnisse aus, jedenfalls dann, wenn sie strategisch in der Werbung eingesetzt werden. Üblich sind z.B. aktuell Fielmann oder Knoppersz.B. Prominente (George Clooney für Nespresso), aber auch Laien (der „typische Produktverwender“ oder eine Person von der Straße im gestellten Interview) und sogar virtuelle Testimonials (Meister Proper, der Bär der Bärenmarke).
  • Testing on Demand
    Bei der Verwendung von Computertests verursacht die Anschaffung der Test-Software meist relativ hohe Kosten, während jede einzelne Anwendung nur wenig Geld kostet. Die Anschaffungskosten entfallen, wenn man sich für »Testing on Demand« entscheidet; die einzelne Anwendung ist dafür teurer als beim Computertest. Testverlage bieten an, dass manche Tests über das Internet durchgeführt werden können; die Ergebnisse stehen direkt nach der Durchführung zur Verfügung.
  • Zu beantwortende Aufgabe (Frage, Statement etc.) eines Tests.
  • Gremium der Föderation Deutscher Psychologievereinigungen (Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V. und Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.), dessen Aufgabe es ist, die Öffentlichkeit vor unzureichenden diagnostischen Verfahren und vor unqualifizierter Anwendung diagnostischer Verfahren zu schützen.
  • Testleistung
    Testleistung ist das Ergebnis aus einem Leistungstest. Die Testleistung kann als Indikator für eine Fähigkeit (z. B. fluide Intelligenz), für eine Fertigkeit (z. B. das Beherrschen der Grundrechenarten) oder für Wissen verstanden werden.
  • Ein Test entspricht dann diesem Gütekriterium, wenn er, gemessen am diagnostischen Erkenntnisgewinn, relativ wenig Ressourcen wie Zeit, Geld oder andere Formen beansprucht.
  • Testosteron
    wichtigstes der männlichen Sexualhormone. Es ist bei Frauen und Männern vorhanden, allerdings stimuliert die zusätzliche Menge an Testosteron bei Männern die Entwicklung männlicher Sexualorgane im Fötus sowie das Wachstum der männlichen Geschlechtsmerkmale während der Pubertät.
  • primär männliches Geschlechtshormon
  • Testosteron (testosterone)
    Primäres männliches Sexualhormon, das in den Keimdrüsen gebildet wird, aber auch zyklusabhängig schwankend bei Frauen nachweisbar ist. Es reguliert die Sexualität, beeinflusst das Streben nach Dominanz und ungehemmter Macht sowie aggressives Verhalten.
  • Im Kontext der Datenerhebung mittels psychologischer Tests sind die untersuchten Testpersonen („test taker“) und die untersuchenden Testanwender („test user“) zu unterscheiden.
  • Testreihe zur Prüfung der Konzentrationsfähigkeit (TPK)
    Die Testreihe zur Prüfung der Konzentrationsfähigkeit (TPK) nach Kurth und Büttner (1999; s. auch Kurth & Büttner, 2004) wurde für Schulkinder der zweiten bis sechsten Klasse konzipiert und enthält drei Aufgabenarten, die typische Anforderungen im Schulunterricht aufgreifen: Lesen, Rechnen und Reproduzieren.
  • Vereinheitlichte Leitlinien, in denen sich allgemein anerkannte Zielsetzungen zur Entwicklung, Adaptation, Anwendung und Qualitätsbeurteilung psychologischer Tests widerspiegeln.
  • Die Teststärke („power“) hat das Symbol 1 - ? und ist definiert als die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Signifikanztest einen in der Population vorhandenen „wahren“ Effekt bestimmter Größe durch ein statistisch signifikantes Ergebnis tatsächlich aufdeckt. Bei hoher Teststärke weist ein Signifikanztest eine hohe Sensitivität auf, kann also auch kleine Populationseffekte mit großer Sicherheit aufdecken. Konventionell wird in Anlehnung an Cohen (1988) eine Teststärke von mindestens 80% gefordert. Das heißt umgekehrt, es wird eine ?-Fehlerwahrscheinlichkeit (Wahrscheinlichkeit, die H? fälschlich anzunehmen bzw. die H? fälschlich zu verwerfen) von maximal 20% akzeptiert. Man beachte, dass die Konventionen für das ?-Fehler-Niveau (.05), das ?-Fehler-Niveau (.20) sowie die Teststärke (.80) nicht mechanisch anzuwenden, sondern inhaltlich begründet festzulegen sind. Wenn also z. B. inhaltlich ein ?-Fehler nicht 4-mal gravierender ist als ein ?- Fehler, sollten ?- und ?-Fehler-Niveau entsprechend ausgewogen festgelegt werden.
  • Teststärke
    Wahrscheinlichkeit, ein signifikantes Testergebnis zu erhalten, falls ein Effekt einer bestimmten Größe in der Population tatsächlich existiert. Sie ist die Gegenwahrscheinlichkeit zur β-Fehlerwahrscheinlichkeit
  • Teststärke
    Wahrscheinlichkeit, ein signifikantes Testergebnis zu erhalten, falls ein Effekt einer bestimmten Größe in der Population tatsächlich existiert. Sie ist die Gegenwahrscheinlichkeit zur β-Fehlerwahrscheinlichkeit
  • Gegenwahrscheinlichkeit des Fehlers 2. Art: 1 − β. Sie gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Signifikanztest zugunsten einer spezifischen Alternativhypothese entscheidet, sofern diese wahr ist, d. h. mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Unterschied oder Zusammenhang entdeckt wird, wenn er existiert
  • Teststärke (Power)
    Die Teststärke oder Power gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der ein in der Population tatsächlich vorhandener Effekt mithilfe eines Testverfahrens identifiziert werden kann, also zu einem signifikanten Ergebnis führt.
  • Kommen bei wiederholten Datenerhebungen vor, indem die vorhergehende Datenerhebung Effekte hervorruft, die sich auf eine folgende Datenerhebung auswirken (z. B. Übungseffekte, Gewöhnungseffekte etc.).
  • Das individuelle numerische Testresultat; wird aus den registrierten Antworten einer Testperson durch Anwendung definierter Regeln unmittelbar gebildet.
  • Testwertestreuung SD(x)
    Sagt aus, wie breit die empirisch gewonnenen Testwerte einer Stichprobe um den Mittelwert der Testwerte verteilt sind. Die Streuung der Testwerte wird meist als Standardabweichung SD(x) angegeben; man gewinnt sie als Wurzel aus der Testwertevarianz Var(x).
  • Testwertevarianz Var(x)
    Die Testwertevarianz Var(x) ist die Varianz der beobachteten Testwerte. Sie setzt sich aus der wahren Varianz Var(τ) und der Fehlervarianz Var(ε) zusammen.
  • Hierbei gehen Unterschiede zwischen zwei Testzeitpunkten auf das zwischenzeitliche Geschehen zurück, das über verschiedene Kohorten hinweg das zu erhebende Merkmal beeinflusst (z. B. Ernährungsmangel in Kriegsjahren, der sich auf das Größenwachstum in meh
  • 1) extreme, krampfartige Aktivierung von Muskel- und Nervenzellen; 2) durch Tetanusbazillus ausgelöster Wundstarrkrampf
  • tetrachorische Korrelation
    Verfahren zur Berechnung eines Korrelationskoeffizienten rtet für zwei künstlich dichotomisierte Merkmale; diese werden im Allgemeinen in einer 2 × 2-Tabelle dargestellt. Treatment: Im Rahmen der Varianzanalyse synonym
  • Tetrahydrocannabinol
    siehe: THC
  • Teuro-Illusion
    Im deutschsprachigen Raum nachgewiesenes Phänomen, dass im Zusammenhang mit der Einführung des Euros systematisch stärkere Preissteigerungen wahrgenommen werden als tatsächlich erfolgt sind. Dieses Phänomen beruht v. a. auf der Erwartung von Preissteigerungen und auf dem Mechanismus der selektiven Fehlerkorrektur: Je höhere Preissteigerungen erwartet werden, desto höhere Preissteigerungen werden auch wahrgenommen. Bei der Umrechnung von der alten Währung in die neue werden nur solche Rechenfehler korrigiert, die den Erwartungen widersprechen, nicht jedoch solche, die mit ihnen im Einklang stehen.
  • Textlinguistik (text linguistics)
    Teildisziplin, die sich mit der Struktur satzübergreifender sprachlicher Strukturen beschäftigt.
  • Als Textur bezeichnet man die visuell und haptisch wahrnehmbare Struktur einer Oberfläche, die sich durch die Größe und die Dichte der Elemente charakterisieren lässt, welche diese Fläche bilden.
  • Der Texturgradient ist ein Muster, das durch eine Textur auf einer Fläche erzeugt wird, die sich vom Beobachter weg erstreckt und auf der Retina als zweidimensionales Abbild repräsentiert wird.
  • Texturgradient (texture gradient)
    Hinweisreiz für unmittelbare Tiefenwahrnehmung. Die nach hinten (oben) zunehmend dichtere Packung der Strukturelemente einer Oberfläche. Sie lässt diese perspektivisch erscheinen.
  • Als Texturgrenzen bezeichnet man die Übergänge von einem Bereich mit einer bestimmten Textur zu einem Bereich mit davon verschiedener Textur.
  • Thalamus
    Verschaltet einkommende Reize aus den Sinnessystemen und leitet sie an höhere Zentren weiter.
  • Thalamus
    Umschaltzentrale für sensorische Signale im Gehirn, die am oberen Ende des Hirnstamms lokalisiert ist. Der Thalamus übermittelt Informationen zu sensorischen Arealen im Kortex und leitet die Reaktionen zum Kleinhirn sowie zur Medulla oblongata weiter.
  • (Wörtlich: innere Kammer, Schlafgemach) Zentrales Kerngebiet des Dienzephalons. Er besteht aus zwei taubeneigroßen Kerngebieten, die beidseitig im Gehirn angelegt sind. Er bildet die Umschaltstation fast aller sensorischen Afferenzen, bevor sie in den Kortex weitergeleitet werden.
  • THC
    Hauptwirkstoff von Marihuana. Hat verschiedene Wirkungen, unter anderem führt es zu leichten Halluzinationen.
  • Thematische Rollen (thematic roles)
    Die unterschiedlichen Rollen, die die Argumente eines Prädikats in einem beschriebenen Ereignis einnehmen können. So erwartet das Verb fressen zwei Argumente, eines für denjenigen, der frisst (Agens), und eines für das, was gefressen wird (Patiens oder Thema).
  • Thematischer Apperzeptionstest (TAT)
    Beim TAT etwa sind die Probanden aufgefordert zu einem Bild eine Geschichte zu erfinden, wobei sie ausdrücklich auf Szenen vor und nach der abgebildeten Situation sowie auf die Gefühle der handelnden Personen eingehen sollen.
  • Thematischer Auffassungstest (TAT)
    Von Morgan und Murray (1935) entwickelter Test, der auf der Idee beruht, dass Fantasien etwas über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse (Motive) aussagen. Entsprechend werden bei diesem sog. projektiven Test die Probanden gebeten, zu mehrdeutigen Bildvorlagen Fantasiegeschichten zu formulieren.
  • Thematischer Auffassungstest (TAT) (Thematic Apperception Test)
    Projektives Verfahren, das Auskunft über das Erleben und die Wahrnehmung und über implizite Motive von Probanden Aufschluss geben soll. Probanden schreiben Geschichten zu vorgegebenen Bildern. Zur Erfassung impliziter Motive wird der Test inzwischen als Picture Story Exercise (PSE) bezeichnet.
  • nennt man eine Hypothese, bei welcher noch keine Operationalisierung ihrer abstrakten Variablen vorgenommen wurde.
  • Theoretische Sättigung ist das Abbruchkriterium im Rahmen der Gegenstandsbezogenen Theoriebildung. Die Untersuchung wird beendet, wenn eine Einbeziehung zusätzlicher Fälle keine weitere Modifikation der Theorie erfordert. Die Theorie gilt dann als gesättigt.
  • Es handelt sich um ein Bottom-up-Verfahren der bewussten Fallauswahl, das in der Grounded Theorie entwickelt wurde. Ziel ist es, einen Gegenstandsbereich in seiner Variabilität abzubilden. Die Fallauswahl erfolgt nach den Prinzipien der maximalen Ähnlichkeit und der maximalen Differenz, bis eine gesättigte Theorie erreicht ist.
  • Theoretische und empirische Fundierung von Tests
    Grundlage psychologischer Tests sind immer sowohl inhaltsbezogene Theorien (Theorien über das zu erfassende Konstrukt; z. B. Theorie der Intelligenz für einen Intelligenztest) als auch methodenbezogene Theorien (sog. Testtheorien, die Aussagen über Aufbau und Eigenschaften von psychologischen Tests und Testaufgaben treffen; z. B. sog. Klassische oder Probabilistische Testtheorie) sowie empirische Belege, die diese Theorien stützen.
  • Theorie
    Eine Gruppe abstrakter Begriffe (d. h. Konstrukte) und Aussagen darüber, wie diese Konstrukte miteinander zusammenhängen.
  • Eine Theorie stellt in der wissenschaftlichen Psychologie ein Modell zur Erklärung eines bestimmten Phänomens dar.
  • Theorie
    auf Prinzipien gestütztes Erklärungsmodell, das Beobachtungen in einen Zusammenhang stellt und Verhalten oder Ereignisse vorhersagt.
  • System an beschreibenden und erklärenden Aussagen, die zu einem gewissen Gegenstandsbereich Begriffe, Hypothesen, Untersuchungsmethoden und Dateninterpretationen bündeln und strukturieren
  • Theorie
    Ein Gefüge von Sätzen, ein Aussagensystem, das bestimmten Kriterien (z. B. Explizitheit, Widerspruchsfreiheit, Produktivität) genügen muss, um als wissenschaftliche Theorie anerkannt zu werden.
  • Auf Prinzipien gestütztes Erklärungsmodell, das Beobachtungen in einen Zusammenhang stellt und Vorhersagen ermöglicht.
  • Theorie der diskreten Emotionen (Basisemotionen)
    Eine von Tomkins, Izard und anderen vertretene Emotionstheorie, in der Emotionen als angeboren und seit frühester Kindheit voneinander abgegrenzt betrachtet werden. Weiter wird angenommen, dass jede Emotion mit einem spezifischen und unverwechselbaren Sat
  • Theorie der elterlichen Investition
    Eine Theorie, welche die evolutionäre Grundlage vieler Aspekte des elterlichen Verhaltens betont, einschließlich der umfangreichen Investitionen von Eltern in ihren Nachwuchs.
  • Theorie der Entscheidungsgrenzen (decision boundaries)
    Weiterentwicklung der Signalentdeckungstheorie. Die Theorie geht davon aus, dass sich Kategorienexemplare in einem multidimensionalen Merkmalsraum repräsentieren lassen. Kategorisierung besteht darin, dass man diesen Raum mithilfe von Grenzen in Segmente unterteilt, die den einzelnen Kategorien entsprechen.
  • Theorie der Ereigniskodierung
    Arbeitsmodell der menschlichen Kognition und Handlungssteuerung, das nicht den Reiz an den Anfangspunkt der Analyse stellt, sondern die Intentionalität des Akteurs, seine aktuellen Handlungsdispositionen und Handlungsmöglichkeiten. Im Vordergrund steht nicht die Frage, wie man auf Reize reagiert, sondern wie man Handlungsdispositionen in Handlungen umsetzt. Drei Basisannahmen: (i) Wahrgenommene Ereignisse und produzierte Ereignisse (eigene Handlungen) sind in einem gemeinsamen Repräsentationsmedium kodiert („common coding“). (i) Die Repräsentation der Ereignisse erfolgt durch Kodes ihrer Merkmale; Ereignisse werden also „verteilt“ repräsentiert und nicht z.B. durch abstrakte Symbole. (iii) Die Kodes beziehen sich auf die distalen Eigenschaften der repräsentierten Ereignisse.
  • Theorie der Erfolgsintelligenz
    Sternbergs Theorie der Intelligenz, die die Fähigkeit, im Leben erfolgreich zu sein, betont.
  • Theorie der Erwartungszustände
    Vertritt die Auffassung, dass Statusunterschiede innerhalb einer Gruppe Ergebnis unterschiedlicher Erwartungen sind, die Gruppenmitglieder aneinander haben.
  • Theorie der gelernten Hilflosigkeit
    Die Hypothese, nach der Depressionen darauf beruhen, dass man lernt, dass Handlungsergebnisse nicht kontingent auf das eigene Verhalten folgen.
  • "Die Theorie der gesteuerten Suche (""guided search"", GS) erklärt die Ergebnisse von Merkmals- und Kojunktionssuchen durch die Annahme von dimensionsbasierten Salienzaktivierungen, die in eine Gesamtsalienzrepräsentation integriert werden. Fokale Aufmerksamkeit wird dem Ort mit der höchsten Salienz zugewiesen. In Merkmalssuchen wird Aufmerksamkeit unmittelbar an den einzigen Ort mit einem hohen Salienzsignal gelenkt; den Ort, an dem sich (in Zielreiz-anwesend-Durchgängen) der Zielreiz befindet. In Merkmalskonjuntionssuchen müssen u.U. mehrere „Kandidaten“-Orte mit hoher Salienz seriell verarbeitet werden, bevor der Zielreiz gefunden wird."
  • Theorie der gesteuerten Suche (GS)
    Die Theorie der gesteuerten Suche erklärt die Ergebnisse von Merkmals- und Konjunktionssuchen durch die Annahme von dimensionsbasierten Salienzaktivierungen, die in eine Gesamtsalienzrepräsentation integriert werden. Fokale Aufmerksamkeit wird dem Ort mit der höchsten Salienz zugewiesen. In Merkmalssuchen wird Aufmerksamkeit unmittelbar an den einzigen Ort mit einem hohen Salienzsignal gelenkt; den Ort, an dem sich (in Zielreiz-anwesend-Durchgängen) der Zielreiz befindet. In Merkmalskonjunktionssuchen müssen u. U. mehrere „Kandidatenorte“ mit hoher Salienz seriell verarbeitet werden, bevor der Zielreiz gefunden wird.
  • Theorie der kognitiven Dissonanz
    Nimmt an, dass Dissonanz ein aversiver Zustand ist, der Menschen dazu anregt, ihn zu reduzieren (z. B. durch Meinungs-, Einstellungs- oder Verhaltensänderung, aber auch durch die Suche nach konsonanten oder durch das Meiden dissonanter Informationen).
  • Theorie der kognitiven Dissonanz
    besagt, dass wir handeln, um den unangenehmen Zustand (kognitive Dissonanz) zu verringern, den wir empfinden, wenn zwei unserer Gedanken (Kognitionen) miteinander inkonsistent sind. Wenn beispielsweise unsere bewusste Einstellung unseren Handlungen widerspricht, können wir die Dissonanz, die sich daraus ergibt, verringern, indem wir unsere Einstellung ändern.
  • Theorie der korrespondierenden Schlussfolgerungen
    Nimmt an, dass Betrachter unter bestimmten Umständen aus einem beobachteten absichtlichen Verhalten auf entsprechende (korrespondierende) Absichten und Dispositionen schließen.
  • Theorie der perzeptuellen Symbole (perceptual symbol system)
    Ein perzeptuelles Symbol besteht aus der Erfahrung bestimmter neuraler Aktivierungen, die in eine multimodale Repräsentation integriert werden. Zu einem späteren Zeitpunkt können perzeptuelle Symbole auch in Abwesenheit von sensorischem Input durch Simulationsprozesse wieder aktiviert werden.
  • Theorie der Schutzmotivation
    Diese Theorie zeigt auf, wie Motivation und Fähigkeit von Rezipienten erhöht werden können, um Einstellungs- und Verhaltensänderungen zu erreichen.
  • Theorie der Selbstwahrnehmung
    In der von Bem (1967; 1972) aufgestellten Theorie wird postuliert, dass durch die Beobachtung und Analyse des eigenen Verhaltens auf die zugrunde liegende Einstellung geschlossen werden kann, sofern diese nur schwer zugänglich ist.
  • Theorie der sozialen Identität (Social Identity Theory; SIT)
    Von Tajfel und Turner (1979; 1986) entwickelte Theorie, die sich mit den psychologischen Faktoren von Intergruppenprozessen beschäftigt. Zentral ist hierbei die Wahrnehmung von Eigen- und Fremdgruppe, die soziale Kategorisierung voraussetzt. Dabei werden drei verschiedene Möglichkeiten beschrieben, wie individuelle Personen im Rahmen von sozialen Kategorien strategisch handeln können: Soziale Mobilität, Soziale Kreativität, Sozialer Wettbewerb.
  • Theorie des erwarteten Nutzens (expected utility theory)
    Normatives Prinzip der Maximierung des erwarteten Nutzens bei riskanten Entscheidungen. Es wird angenommen, dass die Nutzenwerte aller Konsequenzen mit ihren jeweiligen Eintretenswahrscheinlichkeiten multipliziert und aufsummiert werden. Die Option mit der größten gewichteten Summe wird gewählt.
  • Theorie des geplanten Verhaltens
    Theorie von Ajzen (1985), die den Zusammenhang zwischen Einstellung und Verhalten beschreibt. Dieser zufolge wird ein Verhalten am besten von einer konkreten Verhaltensabsicht vorhergesagt. Diese wiederum wird bestimmt durch die eigene Einstellung und die soziale Norm gegenüber dem Verhalten sowie durch die wahrgenommene Verhaltenskontrolle, also die subjektive Möglichkeit, das Verhalten zu zeigen.
  • Theorie des globalen Arbeitsraumes
    Nach der Theorie des globalen Arbeitsraumes werden Zielvorstellungen in Form einer ineinander verschachtelten Zielhierarchie im sog. globalen Arbeitsraum repräsentiert, der im Wesentlichen zwei Funktionen hat: Erstens strukturieren Handlungsziele die Informationsverarbeitung, indem sie die Arbeitsweise von spezialisierten Prozessoren beinflussen. Diese Prozessoren (die die Gesamtheit der angeborenen und erworbenen kognitiven Fertigkeiten repräsentieren) sind modular organisiert, d.h. sie können Informationen zwar bearbeiten und weiterleiten, sich aber nicht direkt mit anderen Prozessoren austauschen. Dieser Austausch funktioniert indirekt über den globalen Arbeitsraum, zu dem die spezialisierten Prozessoren ihre Ergebnisse weiterleiten und sie dort für den gesamten kognitiven Apparat und alle beteiligten Module erreichbar zur Verfügung stellen.
  • Theorie des realistischen Gruppenkonflikts
    Von Sherif (1966) aufgestellte Theorie, die besagt, dass eine Knappheit an Ressourcen zu Streit, Vorurteilen und Diskriminierung zwischen Gruppen führt.
  • Theorie des realistischen Konflikts
    Von Sherif entwickelte Theorie. Demnach können Konflikt und Wettbewerb zwischen Gruppen bezüglich wichtiger Ressourcen zu Feindseligkeit und Vorurteilen zwischen Gruppen führen.
  • Theorie des sozialen Austauschs
    besagt, dass es sich bei unserem Sozialverhalten um einen Austauschprozess handelt, dessen Ziel es ist, den Nutzen zu maximieren und die Kosten zu minimieren.
  • Theorie des sozialen Austauschs
    Sozialpsychologische Theorie, die auch zur Erklärung für prosoziales Verhalten herangezogen wird. Gemäß dieser Theorie wird Hilfeverhalten nur dann gezeigt, wenn der erwartete Nutzen der Hilfeleistung höher ist als deren Kosten.
  • Theorie des sozialen Lernens
    besagt, dass wir Sozialverhalten lernen, indem wir etwas beobachten und nachahmen und indem wir dafür belohnt oder bestraft werden.
  • Theorie des sozialen Lernens
    Dieser Theorie (Bandura, 1986) zufolge resultiert Verhalten aus einer Wechselwirkung von Person und Umwelt. Eine wichtige Rolle hierbei spielen Erwartungen, welche nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern auch aus Beobachtungen des Verhaltens anderer erlernt werden. Ob eine Verhaltensweise ausgeübt wird oder nicht, wird von regulativen Mechanismen gesteuert, die sich etwa aus der Situation, der Motivation des Handelnden, der Verfügbarkeit der Mittel oder den erwarteten Konsequenzen ergeben.
  • Theorie geplanten Verhaltens
    Eine Erweiterung der Theorie überlegten Handelns, in der der Begriff der wahrgenommenen Verhaltenskontrolle enthalten ist.
  • Theorie multipler Intelligenzen
    Gardners Theorie des Intellekts, die auf der Annahme beruht, dass es mindestens acht Typen von Intelligenz gibt.
  • Theorie über mentale Zustände
    siehe: Theory of Mind
  • Theorie überlegten Handelns
    Ein Modell, bei dem Verhalten aus Verhaltensabsichten vorhergesagt wird, die wiederum von Einstellungen und subjektiven Normen bestimmt sind.
  • Theorie vom Sündenbock
    Demnach beruhen Vorurteile auf durch bestimmte Personen, Gruppen oder unpersönliche Umstände erzeugter Frustration. Die resultierende Aggressivität wird ersatzweise auf die Mitglieder einer Fremdgruppe (= „Sündenböcke“) verschoben, weil die Aggressivität nicht an den eigentlichen Verursachern abreagiert werden kann (z. B. weil diese zu mächtig sind).
  • Theorien dimensionsbasierter visueller Aufmerksamkeit (dimension- based theories of visual attention)
    Theorien der selektiven Aufmerksamkeit, die postulieren, dass Selektion aufgrund bestimmter, in eine endliche Anzahl von basalen Dimensionen organisierten Objekteigenschaften (z. B. Farbe, Helligkeit, Orientierung, Bewegung) erfolgt, bzw. dass Aufmerksamkeit zu einer gegebenen Zeit nur auf eine begrenzte Zahl von Dimensionen gerichtet werden kann.
  • Theorien dynamischer Systeme
    Eine Klasse von Theorien, die sich darauf konzentriert, wie sich Veränderung im Verlauf der Zeit in komplexen Systemen abspielt. Dabei sind dynamische Systeme von instabilen Übergangsphasen gekennzeichnet, in denen sich das Zusammenwirken verschiedener Ei
  • Theorien früher Selektion (early selection theories)
    Diese theoretischen Ansätze gehen davon aus, dass Information zu einem frühen Zeitpunkt in der Verarbeitung aufgrund physikalischer Eigenschaften selektiert wird (s. auch späte Selektion).
  • Theorien objektbezogener visueller Aufmerksamkeit (object-based theories of visual attention)
    Theorien der selektiven Aufmerksamkeit, die annehmen, dass Aufmerksamkeit nicht auf einen (abstrakten) Ort, sondern auf ein bestimmtes Objekt an einem bestimmten Ort ausgerichtet wird, bzw. dass Aufmerksamkeit nur auf ein oder einige wenige Objekte zu einer gegebenen Zeit gerichtet werden kann. Objektbezogene Ansätze postulieren, dass alle Eigenschaften der beachteten Objekte gleichzeitig selektiert werden.
  • Theorien ortsbasierter visueller Aufmerksamkeit (space-based theories of visual attention)
    Theorien der selektiven Aufmerksamkeit, die davon ausgehen, dass Aufmerksamkeit zu einer gegebenen Zeit nur auf einen oder einige wenige Orte im visuellen Feld gerichtet werden kann. Jede visuelle Information, die sich an diesen Orten befindet, wird selektiert.
  • Theorien später Selektion (late selection theories)
    Diese theoretischen Ansätze nehmen an, dass Information aufgrund semantischer Kriterien ausgewählt wird (s. auch frühe Selektion).
  • Theorien überlappender Wellen
    Ein Informationsverarbeitungsansatz, der die Variabilität kindlichen Denkens bei der Anwendung verschiedener Strategien des Problemlösens betont.
  • Theorien zentraler Kapazität (central capacity theories)
    Diese Theorien gehen von einem einzigen zentralen Allzweckprozessor mit limitierter Kapazität (GPLCP = general-purpose limited-capacity central processor) aus.
  • Theoriensicht (theory-based categorization view; theory theory)
    Diese Sicht geht davon aus, dass die meisten Kategorien nicht als Bündel definitorischer oder charakteristischer Merkmale gespeichert werden, sondern als strukturierte Gebilde, die auch funktionale und kausale Relationen zwischen Merkmalen enthalten. Kategorisierung wird in Analogie zur Wissenschaft als Vergleich zwischen Daten (Lernexemplaren) und Theorien (Kategorien) konzeptualisiert. Empirisch stehen Untersuchungen zur Rolle des Vorwissens bei der Kategorisierung im Vordergrund.
  • Die Theoriestudie („theoretical study“, „research/ literature review“) präsentiert und bewertet auf der Basis einer Literaturrecherche den Forschungsstand. Der Forschungsstand wird entweder in einem Review bzw. Überblicksartikel zusammengefasst („research review“) oder mittels Metaanalyse („meta analysis“) werden die zentralen statistischen Ergebnisse bisheriger Studien zu einem Gesamtbefund aggregiert.
  • Dieser Ansatz bezieht sich auf das Verständnis für das Funktionieren des Verstandes und den Einfluss, den dieser auf das Verhalten ausübt.
  • Theory of Mind
    naive Psychologie, mit deren Hilfe sich Menschen die mentalen Zustände und inneren Prozesse anderer Menschen erklären. Dadurch sind sie in der Lage, die Gefühle, Wahrnehmungen und Gedanken anderer einzuordnen und Verhaltensweisen vorab einzuschätzen.
  • Theory of Mind
    Die Fähigkeit, innere Zustände einer anderen Person zu kennen bzw. nachvollziehen zu können.
  • Theory of mind
    Fähigkeit, den mentalen Zustand einer anderen Person einzuschätzen und zu verstehen.
  • Ein grundlegendes Verständnis davon, wie Geist und Psyche das Erleben und Verhalten beeinflussen – im Gegensatz zu einer Theorie des Geistes, die nur geistige Einflüsse auf das Bewusstsein beschreibt.
  • Theory-of-Mind-Modul (TOMM)
    Ein hypothetischer Gehirnmechanismus, der das Verstehen anderer Menschen ermöglichen soll.
  • Therapeutisch optimiertes Störungsmodell
    Modell, welches der Therapeut gemeinsam mit dem Patienten entwickelt, damit der Patient seine Störung auf hilfreiche Art versteht. Das bedeutet in der Regel, dass das Modell die Störung im Einklang mit der aktuellen wissenschaftlichen Theorie- und Befundlage und im Einklang mit den Erfahrungen und Denkweisen des Patienten so erklärt, dass Schuld- und Schamgefühle minimiert, Kontrollerwartungen gestärkt und konkrete Veränderungspunkte identifiziert werden. Außerdem sollte das Modell möglichst einprägsam sein, sodass es auch in Belastungssituationen aktiviert werden kann.
  • Therapeutische Basisvariablen
    Variablen, die nach Rogers wichtige Voraussetzungen für die Realisierung einer guten therapeutischen Beziehung sind. Dazu zählen: Empathie, Akzeptanz und Echtheit oder Kongruenz.
  • Therapeutischer Prozess (IPT)
    Mittlere Behandlungsphase. Primäre Ziele: Erarbeitung adäquater Bewältigungsstrategien und alternativer Verhaltensweisen, Erreichen von Symptomverringerung.
  • Therapeutisches Bündnis
    ein Band des Vertrauens und gegenseitigen Verständnisses zwischen Therapeut und Klient, die zusammen versuchen, zielführend das Problem des Klienten zu bewältigen.
  • Motivation, eine Therapie zu beginnen und fortzuführen.
  • Thermogenese
    Wärmebildung entweder durch Stoffwechselpro­zesse, durch Muskelzittern oder zitterfrei in braunem Fettgewebe
  • Thermorezeptor
    Sinnesrezeptoren deren adäquater Reiz Wärme oder Kälte ist (Warm- bzw. Kaltsensoren)
  • Diese Theorie der Intelligenz von Carroll kombiniert verschiedene andere Intelligenzmodelle. Auf der obersten Ebene wird eine allgemeine Intelligenz (g) angenommen, auf der Ebene darunter befinden sich acht breite Intelligenzfaktoren und darunter zahlreic
  • Thrombozyt
    Blutplättchen; kleine, kernlose, scheibenförmige Blutkörperchen; wichtiger Bestandteil der Blutgerinnung
  • Eine Thurstone-Skala („thurstone scale“) ist eine psychometrische Skala, die aus mehreren Aussagen besteht, die alle dasselbe Merkmal messen und jeweils mit Zustimmung oder Ablehnung (Ja-/Nein-Format) einzuschätzen sind. Für alle Thurstone-Items wurden im Zuge der Skalenkonstruktion Expertenurteile darüber eingeholt, welche Intensität des Merkmals das jeweilige Item ausdrückt. Diese Expertenurteile werden auf Ratingskalen abgegeben. Das durchschnittliche Experten-Rating pro Item fungiert als Gewichtungsfaktor, ist jedoch den Befragungspersonen nicht bekannt. Der Skalenwert der Thurstone-Skala berechnet sich als Summe der Gewichtungsfaktoren der zugestimmten Items.
  • Eine unwillkürliche, plötzliche, schnelle, wiederholte, nicht rhythmische, stereotype Bewegung oder Lautäußerung.
  • Tiefe Verarbeitung
    semantische Enkodierung, die auf der Bedeutung von Worten beruht. erzielt im Durchschnitt die beste Behaltensleistung.
  • Hierbei handelt es sich um Indikatoren für räumliche Tiefe. So erscheinen beispielsweise näher liegende Objekte größer als entfernt liegende Objekte. Die über die Entfernung abnehmende Größe von Objekten kann damit als Hinweis zur Einschätzung der räumlic
  • Begriff aus der Emotionsarbeit. Die arbeitende Person bemüht sich erfolgreich, die erwarteten und erwünschten Gefühle tatsächlich zu empfinden.
  • Tiefeninterview (auch Intensivinterview)
    ist ein nonstandardisiertes Interview mit dem Ziel, unbewusste Prozesse und Motive der befragten Personen aufzuklären.
  • Tiefenkriterien sind Information über die räumliche Tiefe, die dem Netzhautbild realer Szenen entnommen werden kann.
  • Informationen über die räumliche Tiefe und Beobachtungsentfernung, die zum überwiegenden Teil aus den zweidimensionalen Abbildungen realer Szenen auf den Netzhäuten beider Augen entnommen werden können. Weiter werden unterschieden: bewegungsinduzierte, binokolare, monokulare und okulomotorische Tiefenkriterien.
  • Tiefenkriterien (depth cues)
    Raum- und Tiefenwahrnehmung wird durch monokulare (Linearperspektive, Texturgradient, Verdeckung usw. bei ruhendem Auge), binokulare (Querdisparation), okulomotorische (Konvergenz und Akkommodation) und bewegungsinduzierte (Bewegungsparallaxe, visuelle Flussmuster) Tiefenkriterien vermittelt.
  • Tiefensensibilität
    Modalität der Somatosensorik, syn: Propriozeption
  • Ein spezieller Teil der visuellen Wahrnehmung bezieht sich auf die Fähigkeit zur Wahrnehmung räumlicher Tiefe. Die Entwicklung der Fähigkeit hierzu wurde u. a. mit der visuellen Klippe analysiert.
  • Tiefenwahrnehmung
    Fähigkeit, Gegenstände in drei Dimensionen zu sehen, obwohl die Bilder, die auf die Retina projiziert werden, zweidimensional sind. Die Tiefenwahrnehmung befähigt uns zur Einschätzung der Entfernung.
  • Tiefgreifende Entwicklungsstörung
    Entwicklungsstörungen, die mit einer schweren Beeinträchtigung mehrerer Entwicklungsbereiche verbunden sind. Beispielhaft sind in diesem Zusammenhang autistische Störungen zu nennen.
  • Time sampling
    Will man die Dauer von Verhaltensweisen erfassen, bieten sich Time-sampling oder Event-sampling an. Beim Time-sampling werden Zeitabschnitte von beispielsweise zehn Sekunden festgelegt. Wird das Verhalten direkt beobachtet, ist es erforderlich, dass der Beobachter über einen Kopfhörer ein akustisches Signal erhält, wenn ein Zeitabschnitt zu Ende ist. Er macht einen Strich, wenn das Verhalten in dem zurückliegenden Zeitabschnitt aufgetreten ist.
  • Tinnitus (tinnitus)
    Subjektive Wahrnehmung von Geräuschen (z. B. Klingeln) im Ohr ohne adäquate externe Reize; oft bedingt durch corticale Reorganisationsprozesse nach peripherer Schädigung des Hörsystems; gelegentlich auf interne physiologische Geräusche zurückzuführen (objektiver Tinnitus).
  • Tip-of-the-Tongue-Phänomen
    Gedächtnisphänomen, bei dem das gesuchte Wort „auf der Zunge“ liegt, es aber zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht erinnert werden kann.
  • TIPI: Trierer Integriertes Persönlichkeitsinventar
    Beim TIPI handele es sich um das »erste nach dem eindimensionalen ordinalen Rasch-Modell konstruierte Inventar (…), das eine facettenreiche Erfassung von Eigenschaften und Dimensionen sowohl der ‚normalen‘ als auch der ‚gestörten‘ Persönlichkeit« gewährleiste (Becker, 2003, S. 3).
  • TKI: Teamklima-Inventar
    Das TKI enthält 44 Items, die sich auf das Klima für Innovation und Leistung in Arbeitsgruppen beziehen. Dem Fragebogen liegt eine 4-Faktoren-Theorie mit den Dimensionen »Vision«, »Aufgabenorientierung«, »Partizipative Sicherheit« und »Unterstützung für Innovation« zugrunde. Den vier Faktoren sind insgesamt 13 Skalen untergeordnet.
  • → Transkranielle Magnetstimulation.
  • Token (token)
    Token sind einmalige physische Objekte mit bestimmter Lokalisierung in Raum und Zeit. Sie werden als Exemplare desselben Typs identifiziert aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit anderen Individuen und kraft ihrer Übereinstimmung mit dem Typ, den sie vertreten.
  • Tokensystem
    Verfahren der operanten Konditionierung, bei dem Personen Symbolgeld erhalten, wenn sie das gewünschte Verhalten zeigen. Anschließend können sie die Chips gegen verschiedene Vergünstigungen oder Leckereien eintauschen.
  • Tokensystem (Token Economy)
    "Verfahren beim operanten Konditionieren zur Verstärkung von gewünschtem Verhalten. Ein Patient kann Symbolgeld (sog. Token) erwerben, indem er das gewünschte Verhalten zeigt; anschließend kann er die Token gegen Vergünstigungen eintauschen."
  • Toleranz
    die abnehmende Wirkung, wenn man dieselbe Dosis einer Droge regelmäßig nimmt. der Konsument muss dann immer größere Dosen nehmen, bis er die Wirkung der Droge erlebt.
  • Widerstandsfähigkeit; Verträglichkeit einer Therapie; verminderte Ansprechbarkeit auf ein Medikament oder eine Droge; Ausbleiben einer Immunreaktion
  • Toleranzentwicklung
    Anstieg der Empfindlichkeitsschwelle gegenüber psychoaktiven Substanzen. Die zum Erreichen einer bestimmten Wirkung benötigte Substanzmenge nimmt zu.
  • Tonhöhe
    Höhe oder Tiefe eines Tons. sie hängt von der Frequenz ab.
  • Die Tonhöhe ist eine Wahrnehmungsqualität des Schalls, die mit der Frequenz zusammenhängt.
  • Die Höhe oder Tiefe eines Tones hängt von der Frequenz ab.
  • Die kortikale Repräsentation ist tonotop, weil ähnliche Töne in benachbarten Gehirnregionen repräsentiert sind.
  • Top down-Verfahren der bewussten Stichprobenziehung
    Dies sind Verfahren der bewussten Fallauswahl, bei denen die Kriterien für die Zusammensetzung der Stichprobe vor Untersuchungsbeginn festgelegt werden, z. B. qualitative Stichprobenpläne, Auswahl bestimmter Arten von Fällen.
  • Top-down (top-down)
    Repräsentationen, die weiter von der Signaleingabe entfernt sind, beeinflussen Repräsentationen, die näher zur Signaleingabe liegen.
  • Konzeptionierung von Prozessen als endogen initiiert und determiniert; Prozesse die willens- oder wissensgetrieben sind (siehe hierzu auch den Komplementärbegriff „Bottom-Up-Mechanismus“).
  • Bei einem Top-down-Prozess wird die Verarbeitung eingehender Information durch bereits im Gedächtnis vorhandene Information beeinflusst. Der Prozess wird auch begriffsgesteuert genannt.
  • Top-Down-Prozesse
    Kognitive Prozesse, die die Verarbeitung neuer Informationen beeinflussen; hierzu zählen beispielsweise Aufmerksamkeit, Motivation oder Abgleich mit Gedächtnisinhalten. So bewirkt z. B. die Ausrichtung von Aufmerksamkeit oft eine erhöhte Aktivierung kortikaler Neurone.
  • Einflüsse des (Vor-)Wissens auf das Urteilen und Entscheiden.
  • Top-down-Verarbeitung
    Informationsverarbeitung, gesteuert durch höhere mentale Prozesse, beispielsweise wenn wir Wahrnehmungen aufgrund unserer Erfahrungen und Erwartungen interpretieren.
  • Top-down-Verarbeitung (top-down processing)
    Verarbeitungsrichtung, die an einem vergleichsweise hohen Verarbeitungsniveau ansetzt und daher den Gegensatz zur reizgetriebenen Verarbeitung bildet.
  • Top-down-Verarbeitung (top-down-processing)
    Diese absteigende, konzeptgesteuerte Informationsverarbeitung findet statt, wenn wir Wahrnehmungen durch höhere mentale Prozesse gesteuert interpretieren, z. B. aufgrund unserer Erfahrungen oder Erwartungen.
  • Eine geordnete Abbildung des Sehfeldes im visuellen Kortex ist eine topografische Abbildung.
  • Tor-Kontroll-Theorie
    Theorie nach Melzack und Wall, welche die präsynaptische Hemmung der Weiterleitung nozizeptiver Signale im Rückenmark postuliert. Das wichtige Konzept der absteigenden Hemmung wurde in diesem Modell erstmals formuliert.
  • Total Productive Maintenance (TPM)
    Umfassendes Produktionssystem, dass auf Kennzahlen fokussiert ist und kontinuierliche Verbesserung durch Minimierung von Verlusten zum Ziel hat.
  • TOTE-Modell (Test-Operate-Test-Exit-Modell)
    Das TOTE- bzw. Test-Operate-Test-Exit-Modell wurde in der Psychologie zur Untersuchung zielstrebigen Verhaltens eingeführt, und diente dazu, menschliches (Arbeits-)Handeln unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation ganzheitlich zu erklären. Verhalten ist gemäß dem TOTE-Modell hierarchisch organisiert und läuft nach folgendem Muster ab: In einem ersten Schritt erfolgt ein Vergleich zwischen Soll- und Ist-Situation (Test 1). Daran schließt sich eine bestimmte Operation an, durch welche die Umwelt verändert wird (Operate 1). Hiernach erfolgt eine Rückmeldung über das erzielte Veränderungsresultat (Test 2). Diese Test-und-Operate-Einheiten wiederholen sich so lange, bis das gewünschte Resultat erreicht wird (Exit).
  • Totgeburt (intrauteriner Fruchttod)
    Bezeichnung für das Versterben des Feten nach der 24. Schwangerschaftswoche bzw. ab einem Gewicht von 500g.
  • 1. Tracer (vom englischen „to trace“ = ausfindig machen). Zur Darstellung der Gehirndurchblutung, der Aufnahme eines bestimmten Stoffes in eine Nervenzelle oder z. B. der Darstellung der Dopaminausschüttung bei komplexen kognitiven Aufgaben werden chemisch veränderte Formen eines natürlich vorkommenden Stoffes (z. B. Glukose oder Wasser) eingesetzt. Die Glukose oder das Wasser werden mit einer leicht radioaktiven Substanz gekoppelt. Diese Moleküle verteilen sich im Körper wie normale Glukose oder Wasser und zerfallen nach kurzer Zeit unter Freisetzung eines Positrons. Diesen Vorgang kann man in einem speziellen Untersuchungsgerät sichtbar machen (→ Positronenemissionstomografie, PET). 2. Anatomische Tracer. Auf das Tierexperiment beschränkte Substanzen (Farbstoffe, Enzyme usw.), die die Darstellungen neuronaler Verbindungen mit höchster Auflösung erlauben. Aufnahme durch Axonterminalien und Transport zum Zellkörper (retrogrades Tracing) oder umgekehrt Aufnahme durch den Zellkörper und Transport in Richtung Axonterminalien (anterograd). Die meisten anatomischen Tracer sind nicht in der Lage, Synapsen zu passieren. Eine wichtige Ausnahme stellen verschiedene Viren dar, die transsynaptisch transportiert werden und die Darstellung polysynaptischer Verbindungen erlauben.
  • Tracking im Internet
    (Teil-)verdeckte Verhaltenserfassung im Internet. Es existieren mehrere Anwendungsbereiche, wie die Nutzung allgemeiner Internetseiten, sozialer Netzwerke, E-Commerce-Seiten oder mobiler Endgeräte (z. B. Smartphones).
  • Tracking-Aufgabe (tracking)
    Bei Tracking-Aufgaben muss der Proband ein bewegliches Ziel mit den Augen und/oder der Hand verfolgen. Beliebtes Paradigma, um die Integration von visuellen und motorischen Prozessen zu studieren.
  • Tractus corticospinalis
    Monosynaptische motorische Projektionsbahn. Von Betz’schen Riesenzellen im Gyrus praecentralis und Sulcus centralis entspringen Axone, die direkt auf Alphamotoneurone im Vorderhorn des Rückenmarks projizieren.
  • Trade-off
    Wenn kein Produkt zwei wichtige Produkteigenschaften in sich vereint, muss ein Kompromiss gewählt werden, d. h. es wird zugunsten einer positiv ausgeprägten Produkteigenschaft auf eine andere positive Eigenschaft verzichtet und dafür eine negative Ausprägung dieser Eigenschaft in Kauf genommen.
  • Tradeoff im Verhandlungsprozess
    Dieser Begriff kennzeichnet eine bestimmte Technik im Rahmen des _integrativen Verhandelns_. Jede Verhandlungspartei bildet zunächst eine Rangfolge ihrer Interessen. Anschließend tauschen die Parteien systematisch Zugeständnisse aus und zwar so, dass die erste Partei in einem unwichtigen Punkt nachgibt, der für die Gegenseite von großer Bedeutung ist, während die zweite Partei ihrerseits in einem bedeutungslosen Punkt nachgibt, welcher der ersten Partei wichtig ist.
  • Unter Training wird die systematische Aneignung von Wissen, Fähigkeiten oder Einstellungen verstanden, die zu effektiven bzw. besseren Leistungen bei einer beruflichen Tätigkeit führen.
  • Ein Training ist eine strukturierte und zeitlich begrenzte Intervention, in der mittels wiederholter Ausübung von Tätigkeiten die Absicht verfolgt wird, Fertigkeiten und Fähigkeiten aufzubauen oder zu verbessern. Es gibt pädagogisch-psychologische Trainings für kognitive, motivationale, selbstregulative, soziale und emotionale Funktionsbereiche. Trainings können zur allgemeinen Förderung, zur Prävention, zur Rehabilitation und zur Behebung von Defiziten eingesetzt werden.
  • Trainings, die jobbegleitend stattfinden und bei denen alle Formen des Trainings zum Einsatz kommen können.
  • Trainings zur Vorbereitung auf den Job, die dem Kennenlernen der Organisation, ihrer Ziele, Philosohie, Taktiken und Produkte dienen.
  • Trainings zur Vorbereitung auf den nächsten Job, bei denen Potenzialträger auf eine bestimmte Zielperspektive hin entwickelt und gefördert werden.
  • Trainingsformen in denen nicht nur die Kompetenzentwicklung der Teilnehmer fokussiert sind, sondern auch eine konkrete inhaltliche Erarbeitung von Problemlösungen und Verbesserungsvorschlägen für den Arbeitsbereich erwartet wird.
  • Trainingsformen, die außerhalb des Arbeitsplatzs stattfinden.
  • Trainingsformen, die direkt am Arbeitsplatz stattfinden.
  • Trainings, die sich an Mitarbeiter wendet, die das Unternehmen verlassen werden. Es wird zwischen Outplacement und Ruhestandsvorbereitung unterschieden.
  • Training von sozialen Fähigkeiten
    Trainingsprogramme zur Förderung der Akzeptanz abgelehnter Kinder bei ihren Peers; diese Programme beruhen auf der Annahme, dass abgelehnten Kindern wichtige Wissensbestände und Fähigkeiten fehlen, die für positive Interaktionen mit Gleichaltrigen hilfrei
  • Trainingseffektivität
    Der Erfolg beruflicher Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ist nicht nur von einer fundierten und effektiven Analyse, Konzeption und Durchführung der Maßnahmen abhängig, sondern wird darüber hinaus auch von bestimmten personen- und organisationsbezogenen Einflussfaktoren geprägt. Bestimmte _personale Charakteristika_ üben Einfluss aus, indem sie das Lernverhalten während des Trainings mitbestimmen und die Anwendung bzw. den Transfer des Gelernten unterstützen oder beeinträchtigen. Hierzu gehören z. B. die kognitiven Fähigkeiten von Lernenden, Persönlichkeitseigenschaften (z. B. Gewissenhaftigkeit), arbeitsbezogene Einstellungen oder die Trainings- und Transfermotivation. Neben den personalen Faktoren sind es bestimmte _organisationale Merkmale_, die auf das Lernverhalten und die Lernerfahrungen sowohl direkt als auch vermittelt über die Trainingsmotivation und die Erwartungen und Einstellungen gegenüber den Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen Einfluss ausüben. Hierzu gehören beispielsweise die Erwartungen des Unternehmens in Bezug auf Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, die Form der Teilnehmerrekrutierung sowie finanzielle und zeitliche Restriktionen in Bezug auf Art und Form des Lernens.
  • Trainingsmotivation
    Trainingsmotivation wird definiert als Richtung, Intensität und Ausdauer mit der Individuen Lernaktivitäten vor, während und nach einem Training ausüben. Vor einem Training ist sie vor allem gekennzeichnet durch die Erwartungen, die mit dem Training verbunden werden. Insbesondere der erwartete Nutzen in Bezug auf die Erfüllung eigener Ziele (z. B. die Kundenbindung zu erhöhen) wirken mit bei der Entscheidung, an einem Training teilzunehmen, sich aktiv und engagiert zu beteiligen und das Erlernte anzuwenden.
  • Trainingssimulatoren
    Trainingssimulatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Lage sind, eine Arbeits- bzw. Systemumgebung synthetisch wiederzugeben und dabei auch die Systemdynamik widerzuspiegeln. Ziel der Darstellung ist insgesamt die Realisierung einer hohen Realitätsnähe in Bezug auf die System- und Aufgabenanforderungen, um sowohl spezifische Fertigkeiten als auch komplexere Fähigkeiten zur Aufgabenbewältigung anwendungsnah zu üben. Simulatoren für Trainingszwecke besitzen darüber hinaus Möglichkeiten zur lehr-/lernbezogenen Gestaltung der Simulation (z. B. bezüglich des Feedbacks).
  • Relativ überdauernde Disposition, in traitspezifischen Situationen mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit ein traitspezifisches Verhalten zu zeigen.
  • Trait
    für einen bestimmten Menschen typisches Verhaltens- oder Veranlagungsmuster, das sich in seiner Art zu fühlen und zu handeln ausdrückt. kann erfasst werden durch Fragebögen zur Erhebung der Selbst- und der Fremdeinschätzung.
  • Mehr oder weniger zeitlich stabiles Merkmal (Disposition), das personeninhärent und transsituativ überdauernd ist.
  • Trait (Persönlichkeitsmerkmal)
    Relativ stabiles, globales psychologisches Temperamentsmerkmale von Personen wie z. B. emotionale Stabilität, Extraversion, Offenheit für Erfahrung, Gewissenhaftigkeit oder Umgänglichkeit.
  • Trait-Methoden-Einheit
    In der Multitrait-Multimethod-Analyse wird angenommen, dass in jeder Messung Einflüsse des zu messenden Konstrukts und der verwendeten Messmethode zu finden sind. (Multiple) Messungen eines Traits repräsentieren somit eine Trait-Methoden-Einheit.
  • Tränenpapillen
    Teil der ableitenden Tränenwege im medialen Augenwinkel
  • Führungsstil, der auf einer Austauschbeziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter basiert und sich auf klare und operationale Definition von Zielen, Delegation von Aufgaben sowie Schaffung von Anreizen zur Zielerreichung auszeichnet.
  • Transaktionale Führung
    Transaktionale Führung beruht auf dem lerntheoretischen Prinzip der Verstärkung: Die Führungskraft kontrolliert sowohl den Weg, den die Mitarbeiter bei der Verfolgung ihrer Ziele einschlagen, als auch die Zielerreichung.
  • Transaktionale Führungskräfte
    Konzentrieren sich auf den angemessenen Austausch von Ressourcen. Sie geben den Mitarbeitern etwas (z. B. Lohn, Anerkennung) im Austausch für das, was die Führungskräfte erreichen wollen (z. B. Leistung).
  • Transaktionales Stressmodell
    Lazarus definiert eine Stresssituation als einen Wechselwirkungsprozess zwischen situationalen Anforderungen und der Bewertung durch die betroffene Person.
  • Beschreibt individuelle, kognitive Bewertungsprozesse als Auslöser von Stress.
  • Ansatz zur Erklärung der höheren Prävalenz psychischer Störungen bei Personen mit niedrigerem sozioökonomischen Status, der die Stress-and-Strain-Hypothese und die Social-Drift-Hypothese kombiniert. Danach führt ein niedriger SÖS über statusspezifische Belastungen und eine schlechte Versorgung mit effektiven Präventions- und Behandlungsverfahren zu psychischen Störungen. Anschließend führt ein Teufelskreis aus niedrigem SÖS, erhöhten Belastungen, schlechter Gesundheitsversorgung und psychopathologischen Symptomen dazu, dass die Störung aufrechterhalten bleibt und sich der SÖS weiter verschlechtert.
  • Transaktive Wissensysteme sind das geteilte Metawissen innerhalb eines Teams, also das Wissen der Teammitglieder über das Wissen und Können der Anderen.
  • Transaktives Gedächtnis
    Ein System des Wissens, das den Gruppenmitgliedern zur Verfügung steht, wobei man gemeinsam über das Expertenwissen, die Stärken und Schwächen der jeweils anderen informiert ist.
  • Transduktion
    Umwandlung einer Energieform in eine andere. Im sensorischen Bereich die Umwandlung von Reizenergien (wie Sehreize, Töne und Gerüche) in Nervenimpulse, die unser Gehirn interpretieren kann.
  • Transduktion
    1) Umwandlung eines Sinnesreizes in ein Rezeptorpotenzial; 2) Übertragung eines Gens von einer Bakterienzelle zur anderen mithilfe von Mikroorganismen
  • Unter Transduktion versteht man die Umwandlung eines physikalischen Reizes in bioelektrische Signale.
  • Transduktion (transduction)
    Umwandlung einer Energieform in eine andere. Im Bereich der Wahrnehmung die Umwandlung von Reizenergien (wie Lichtreize, Töne Gerüche) in Nervenimpulse, die über mehrere synaptische Verschaltungen zum Cortex weitergeleitet werden, wo sie interpretiert werden können.
  • Transfer (lat. hinüberbringen) oder Lerntransfer bezeichnet in der Pädagogischen Psychologie die Übertragung von durch Lernen erworbenes Wissen über konkrete Gegenstände oder Zusammenhänge auf mehr oder weniger ähnliche (naher vs. weiter Transfer) Phänomene oder Anwendungsbereiche, indem diese verallgemeinert oder abstrahiert werden.
  • Transfer von der Gruppe zum Individuum
    Bezeichnet einen Gruppenlernprozess, durch den sich die Fertigkeit eines Gruppenmitglieds, eine Aufgabe für sich allein durchzuführen, infolge der sozialen Interaktion zwischen den Gruppenmitgliedern bei wiederholter kollektiver Aufgabendurchführung verbessert.
  • Transfer von der Gruppe zum Individuum in der Gruppe
    Bezeichnet einen Gruppenlernprozess, durch den sich die Fertigkeit eines Gruppenmitglieds, eine Aufgabe innerhalb von Gruppen durchzuführen, infolge der sozialen Interaktion zwischen Gruppenmitgliedern bei wiederholter kollektiver Aufgabendurchführung verbessert.
  • Transfer von der Gruppe zur Gruppe
    Bezeichnet einen Gruppenlernprozess, durch den sich die Fertigkeit einer bestimmten Gruppe, eine Gruppenaufgabe durchzuführen, infolge der sozialen Interaktion zwischen ihren Gruppenmitgliedern bei wiederholter kollektiver Aufgabendurchführung verbessert.
  • Transfer von Individuum zu Individuum
    Bezeichnet individuelle Lernprozesse, durch die sich die Fertigkeit eines Gruppenmitglieds, eine Aufgabe allein auszuführen, als Folge einer wiederholten individuellen Aufgabenausführung verbessert.
  • Transferangemessenheit der Verarbeitung (transfer-appropriate processing)
    Annahme, dass der Grad der Überlappung von kognitiven Prozessen bei der Encodierung und dem Abruf von Information die entscheidende Variable für die Güte der Gedächtnisleistung ist.
  • Eine Transferfunktion beschreibt, wie die verschiedenen Frequenzen durch einen Filter abgeschwächt werden. Ein Beispiel ist die Abschwächung der Frequenzen eines Schallsignals beim Umlaufen des Kopfes, auch als kopfbezogene Transferfunktion bezeichnet.
  • Transfersicherung
    Bei Personalentwicklungs- und Trainingsmaßnahmen ist darauf zu achten, dass und in welchem Ausmaß die durchgeführten Interventionen auch zu Konsequenzen im Arbeitsfeld und in den Tätigkeiten der betroffenen Personen führen.
  • Transformation
    Mathematische Umformung nach einer bestimmten Formel
  • Durch eine Transformation wird eine Repräsentation in eine andere umgewandelt. In der Sinnesphysiologie wird damit auch die Kodierung der Reizstärke durch Aktionspotenzialfrequenzen bezeichnet.
  • Transformationale (charismatische) Führungskräfte
    Konzentrieren sich darauf, die Ziele der Gruppe bzw. der Organisation mit den Bedürfnissen und Bestrebungen der Mitarbeiter in Einklang zu bringen, indem sie eine attraktive Vision entwickeln.
  • Führungsstil, bei dem die Geführten Vertrauen, Loyalität und Bewunderung gegenüber der Führungskraft empfinden und dadurch überdurchschnittliche Leistungen erbringen.
  • Transformationale Führung
    Transformationale Führung setzt bei der normalen Anstrengung der Mitarbeiter an und erhöht – d. h. transformiert – sie zu einer Extra-Anstrengung.
  • Transformationelle Werbung
    Konsumenten erleben die gleichen Gefühle wie die Protagonisten in der Werbung, wenn sie die beworbenen Marken verwenden.
  • Eine Geschlechtsidentität, die nicht mit dem Geschlecht der Geschlechtschromosomen entspricht. Transgender identifizieren sich entweder mit einem dem genetischen Geschlecht entgegengesetzten Geschlecht oder mit beiden Geschlechtern oder auch mit keinem Ge
  • Transidentische Persönlichkeit
    Überbegriff für Personen, deren Geschlechtsidentität oder Ausdruck ihres Geschlechts sich von dem, was man mit ihrem Geburtsgeschlecht assoziiert, unterscheidet.
  • Transitivismus
    Projektion eigener Defizite auf andere Personen oder Trugbilder.
  • Siehe „Intransitivität“.
  • Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS)
    Ein Verfahren zur nichtinvasiven Hirnstimulation basierend auf der Applikation von schwachem Gleichstrom.
  • Transkranielle Magnetstimulation (TMS)
    Ein Verfahren zur nichtinvasiven Hirnstimulation basierend auf der Applikation von starken, kurzanhaltenden magnetischen Feldern. Durch einen sehr hohen Strom in einer geeigneten Spule wird kurzzeitig ein starkes Magnetfeld erzeugt, wodurch ein geringer Strom an der Gehirnoberfläche induziert wird, der wiederum zu einer Reizung von Neuronenverbänden auf der Kortexoberfläche führt.
  • von Datenmaterial bedeutet, es von einer auditiven in eine schriftliche Form zu überführen. Die Transkription kann vollständig oder selektiv erfolgen; sie kann sich auf die Inhalte beschränken oder auch para- und nonverbale Elemente enthalten.
  • regeln die Wiedergabe paraverbaler Elemente durch Symbole. Sie legen außerdem fest, wie die Beiträge mehrerer Sprecher/innen auf der Seite angeordnet sind.
  • Transkutan
    Durch die Haut
  • Übertragung. Im klinischen Bereich als familiäre Transmission als Weitergabe psychischer Störungen zwischen den Generationen einer Familie.
  • Über die Gehörknöchelchen erfolgende mechanische Verstärkung des Schallschwingungsdruckes.
  • Transmission View
    Lerntheoretische Überzeugung im Sinne des Informationsverarbeitungsansatzes, wonach eine fest umschriebene Menge an Informationen von der Lehrkraft effektiv an die Schüler „weitergegeben“ wird.
  • Transmitter
    Überträgersubstanz
  • Transmitter Agonisten und Antagonisten
    Pharmakologisch wirksame Substanzen, die die Aktivierung der Synapsen eines bestimmten Neurotransmitters erleichtern (oder übernehmen, imitieren), werden als Agonisten dieses Transmitters bezeichnet. Substanzen, die umgekehrt die Aktivierung der synaptischen Neurorezeptoren eines bestimmten Transmitters hemmen, werden als Antagonisten (Gegenspieler) des betreffenden Neurotransmitters bezeichnet
  • Transmodal ist eine Eigenschaft eines Codes, wenn sie unabhängig von der Modalität ist. Die Intensität ist eine solche Eigenschaft.
  • Transneuronale retinale Degeneration
    Eine Läsion der primären Sehrinde verursacht eine absteigende Degeneration, die über das Corpus geniculatum laterale hinaus die Ganglienzellen der Netzhaut angreift.
  • Durchschaubarkeit, Nachvollziehbarkeit und Offenlegung therapeutischer Ziele und Interventionen.
  • Transparenz
    Gutachten und Untersuchungsberichte müssen für die Adressaten inhaltlich nachvollziehbar sein.
  • Ausgeprägte Störung der Geschlechtsidentität, die mit einem anhaltenden Bedürfnis einhergeht, körperliche Merkmale und soziale Rollen des anderen Geschlechts innezuhaben.
  • transsituative Konsistenz
    Korrelation einer Eigenschaftsmessung zwischen Situationen
  • Störung der Geschlechtsidentität. Sexueller Lustgewinn durch Tragen der Kleidung des anderen Geschlechts.
  • Starkes Verbundenheitsgefühl mit anderen Personen und der Welt im Zuge euphorisierender Meditationszustände. In der Regel geht diese affektiv-kognitive Fokusverschiebung mit einer Reduktion von negativen Bewertungen des Selbst und anderer einher, reduziert gleichermaßen auch die Ängste vor zukünftigen Selbst- und Fremdabwertungen sowie Ärger auf sich und andere.
  • Traum
    Abfolge von Bildern, Emotionen und Gedanken, die sich im Geist eines Schläfers abspielt. Bemerkenswert an Träumen sind die halluzinationsartigen Bilder, die Wandelbarkeit und Inkongruenz des Traumgeschehens sowie die beinahe wahrhafte Bereitschaft des Träumenden, das Traumgeschehen und den inhaltlich oft nicht nachvollziehbaren Zusammenhang des Erlebten zu akzeptieren.
  • Traumatisches Ereignis: Konfrontation mit einem oder mehreren Ereignissen, die den tatsächlichen oder drohenden Tod bzw. die Gefährdung der körperlichen Integrität der eigenen oder anderer Personen beinhaltet. Auf dieses Ereignis wird mit intensiver Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen reagiert.
  • Gedächtnisstruktur, in der alle mit einem Trauma assoziierten, z. T. impliziten Erinnerungen netzwerkartig gespeichert sind.
  • Viele Untersuchungsergebnisse sprechen dafür, dass die Traumphasen von Impulsen aus dem Hirnstamm gesteuert werden, die auf ihrem Weg neben anderen Wahrnehmungssystemen auch das optische Kreuzen und hier entsprechende gespeicherte „Erinnerungen“ auszulösen vermögen. Diese werden von uns als Traumbilder erlebt.
  • Tragen der gegengeschlechtlichen Kleidung geht mit sexueller Erregung einher.
  • Im Rahmen der Varianzanalyse synonym mit dem Begriff Faktor
  • Die Treatmentquadratsumme kennzeichnet im Rahmen der einfaktoriellen Varianzanalyse die Unterschiedlichkeit der Messwerte zwischen den Stichproben. Ihre Größe hängt von der Wirksamkeit der geprüften unabhängigen Variablen (Treatment) ab
  • Anzahl der geeigneten Bewerber im Verhältnis zur Gesamtzahl eingestellter Bewerber.
  • Index zur Beurteilung der Güte eines LCA-Modells. Definiert als die durchschnittliche Höhe der maximalen bedingten Klassenzuordnungswahrscheinlichkeit Pmax(g|av) über alle in der Stichprobe vorkommenden Antwortmuster (Na) hinweg.
  • Eine Trendstudie („trend study“) besteht aus mehreren, in zeitlichem Abstand durchgeführten Querschnittstudien, in denen jeweils (zumindest teilweise) dieselben Variablen erhoben werden. Trendstudien dienen der Untersuchung von gesellschaftlichem Wandel.
  • Durch Trendtests wird die Treatmentquadratsumme in orthogonale Trendkomponenten zerlegt, die auf verschiedene Trends (linear, quadratisch, kubisch usw.) in den Mittelwerten der abhängigen Variablen zurückzuführen sind (Varianzanalyse)
  • Trennschärfe
    Korrelation zwischen einem Item und dem Rest der Skala
  • Trennschärfe
    Die Trennschärfe einer Aufgabe ist definiert als die Korrelation des Items mit dem Test oder der Skala des Tests, zu der das Item gehört. Der Test- bzw. Skalenwert wird dabei über alle Items mit Ausnahme des analysierten bestimmt (s. Part-whole-Korrektur). Sie ist ein Kennwert dafür, in welchem Ausmaß die durch das Item erfolgte Differenzierung der Probanden in Löser und Nichtlöser mit derjenigen durch die Skala als Ganzes übereinstimmt.
  • ist zu entnehmen, wie gut das gesamte Testergebnis aufgrund der Beantwortung dieses einzelnen Items vorhersagbar ist. Damit gibt diese an, wie gut ein einzelnes Item den gesamten Test repräsentiert. Somit erreichen Personen, die einen hohen (niedrigen) Gesamttestwert aufweisen, auf einem trennscharfen Einzelitem ebenfalls einen hohen (niedrigen) Wert.
  • Psychische Störung des Kindes- und Jugendalters, bei der eine übermäßig starke Angst vor oder bei einer Trennung von Bezugspersonen auftritt.
  • Negative Gefühle, die insbesondere Säuglinge und Kleinkinder erleben, wenn sie von ihren Bezugspersonen getrennt werden oder eine solche Trennung erwarten.
  • Treppenstufen-Modell
    Beschreibt die Entstehung terroristischer Gewalt als Abfolge von Stufen, um zu erklären, warum aus einer großen Zahl mit ihrer sozialen Situation unzufriedener Personen nur eine kleine Minderheit zu
  • Triangulation
    Die Verwendung mehrerer Methoden und Messinstrumente, um ein gegebenes Thema zu erforschen.
  • Unter Triangulation im weiteren Sinne versteht man das Einnehmen unterschiedlicher Perspektiven auf denselben Forschungsgegenstand. In der Methodenliteratur bezeichnet Triangulation die Erhebung von Daten zu einem Gegenstand unter Anwendung von (mindestens) zwei verschiedenen Methoden.
  • ist ein Mixed-Methods-Design. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass zeitgleich qualitative und quantitative Verfahren der Datenerhebung zur Anwendung kommen; die Daten beziehen sich auf denselben Untersuchungsgegenstand, und es kommt ihnen dasselbe Gewicht zu.
  • Triarchische Intelligenztheorie
    Diese Theorie von Sternberg geht davon aus, dass Intelligenz vor allem darin zum Ausdruck kommt, wie erfolgreich man im Leben ist. Er nimmt drei große Intelligenzbereiche an: analytische, praktische und erfahrungsbezogene Fähigkeiten.
  • In der Psychoanalyse und der Verhaltenstheorie (behavioristische Lerntheorie) ein inneren Antrieb, der Verhalten zur Befriedigung von Bedürfnissen antreibt. Bedürfnis führt (über innere Stimulation) zu Trieb. Trieb führt in linearer Funktion zu erhöhter Aktivität.
  • Trieb (drive)
    Aus physiologischen Mangelzuständen resultierender, unspezifischer Energetisierungszustand.
  • Trieb (primäre Triebe) (drive, primary drive)
    (1) Eine aus dem Körperinneren kommende, konstant wirkende Kraft, ohne bewussten Zweck, die ohne Mitwirkung des Bewusstseins und des Denkens zustande kommt, dann aber bewusst erlebt wird und uns zu Handlungen bewegt oder antreibt (motiviert) (S. Freud 1915). (2) Das Erleben eines autogen entstehenden Dranges, wobei zumeist auch eine Zielvorstellung gegeben ist (nach Rohracher).
  • Trieb, homöostatischer
    Trieb, der durch Abweichungen vom stabilen körperinternen Sollwert entsteht und nicht aus der Lerngeschichte oder den Umgebungsbedingungen resultiert, z.B. Hunger, Durst, Temperaturerhalt
  • Trieb, nichthomöostatischer
    Tieb, der von variablen Sollwerten, Lernprozessen und Umgebungsvarianten abhängig ist, z.B. Sexualität, Bindung, Emotionen
  • Triebreduktion
    Befriedigung eines Triebs, führt zu einer assoziativen Bindung zwischen Reiz, Reaktion und Konsequenz
  • Triebreduktionstheorie
    Annahme, dass ein physiologisches Bedürfnis eine erregte Spannung erzeugt (einen Trieb), der den Organismus motiviert, das Bedürfnis zu befriedigen.
  • Triebreduktionstheorie (drive-reduction theory)
    Annahme, dass ein physiologisches Bedürfnis eine Erregung erzeugt (einen Trieb), der den Organismus motiviert, das Bedürfnis zu befriedigen. Die Abnahme der Triebspannung (Triebreduktion) wird psychologisch als Triebbefriedigung erlebt (Hull 1943).
  • Trier Sozialer Stresstest (TSST)
    Einer der meist angewandten Stresstests, welcher aus einer Instruktion, einer Vorbereitungsphase und dem eigentlichen Stresstest besteht, welcher sich aus einem fiktivem Bewerbungsgespräch und Kopfrechenaufgaben zusammensetzt.
  • trimodaler Ansatz
    Schuler und Höft (2007) haben mit dem sog. trimodalen Ansatz vorgeschlagen, drei Kategorien von Anforderungen zu unterscheiden, die ein Stellenbewerber erfüllen soll: Aufgaben und Ergebnisse, Verhalten sowie Eigenschaften. Um festzustellen, ob oder wie gut eine Person diese Anforderungen erfüllt, stehen drei Gruppen von Verfahren zur Verfügung, die als biografie-, simulations- und eigenschaftsorientiert bezeichnet werden.
  • Verbindung dreier Nukleotid-Basen, Grundstruktur von RNA und DNA
  • Trisomie 21
    siehe: Down-Syndrom
  • Trittbrettfahrer-Problem
    Phänomen der Spieltheorie, das die Versuchung beschreibt, den eigenen Nutzen auf Kosten des/der anderen zu maximieren.
  • Trotteleffekt
    Ist ein Motivationsverlust in Gruppen, der auftritt, wenn Gruppenmitglieder wahrnehmen oder erwarten, dass andere Gruppenmitglieder ihre Anstrengungen verringern. Um zu vermeiden, ausgenutzt zu werden, verringern sie ihre eigenen Anstrengungen.
  • True Score
    Siehe wahrer Wert
  • Der "true score" bzw. wahre Wert τv ist die wahre Ausprägung des Probanden v in dem von einem Test gemessenen Merkmal. Da Messungen in der Regel fehlerbehaftet sind, stimmen Testwert xv und wahrer Wert τv nicht völlig überein. Ein Konfidenzintervall für τv kann mit Hilfe des Standardmessfehlers bestimmt werden.
  • Tuba Eustachii
    Ohrtrompete; Verbindung zwischen Paukenhöhle und Rachen; Aufgabe ist die Belüftung der Paukenhöhle, damit das Trommelfell schwingen kann
  • Moralische Erlebens- und Verhaltensweisen, die Stärken einer Person sind und/oder allgemein positiv gewertschätzt werden
  • Tukey HSD-Test
    Post-hoc-Verfahren der Varianzanalyse, berechnet eine kritische Differenz, ab der sich zwei Gruppenmittelwerte signifikant voneinander unterscheiden
  • Tumorsuppressorgene
    Gene, deren Funktionsverlust die Entstehung bzw. Progression von Tumoren fördert.
  • Tuningkurven
    Die Funktion, die das Aktivitätsniveau sensorischer Neurone in Abhängigkeit eines Stimulusparameters (wie z. B. Orientierung eines visuellen Stimulus oder Frequenz eines auditorischen Reizes) ausdrückt.
  • Tür-ins-Gesicht-Technik
    Wir geben einer Bitte sehr viel eher nach, wenn wir bereits eine andere Bitte zurückgewiesen haben. Auf diesem Grundprinzip operiert die T. Der Fragende lässt sich gleichsam absichtlich die Tür vor der Nase zuschlagen, um dann ein zweites Mal an derselben Stelle mit einer Bitte aufzuwarten. Die zweite Bitte hat eine deutlich gestiegene Chance auf Gewährung, weshalb bei der T. meist das eigentliche Anliegen des Fragenden in der zweiten Bitte enthalten ist.
  • Der Begriff stammt aus der deskriptiven Feldforschung und bezeichnet eine Person aus einer anderen Kultur, die bereit ist, die Forschenden in diese Kultur einzuführen.
  • Eine bestimmte Zahl an Scheiben ist konzentrisch auf einen von drei Stäben gesteckt und muss durch schrittweise Verschiebung auf einen der beiden anderen Stäbe platziert werden.
  • Typ (type)
    Zugrunde liegende abstrakte Einheit mehrerer Token. Ein Typ ist eine Klasse äquivalenter Token.
  • Typ A
    Friedmans und Rosenmans Bezeichnung für ehrgeizige, gehetzte, ungeduldige, aggressive und reizbare Menschen.
  • Typ B
    Friedmans und Rosenmans Bezeichnung für gelassene und entspannte Menschen.
  • Typ-A-Bindung
    vermeidender Bindungsstil
  • Dieses Verhaltensmuster zeichnet sich durch eine hohe Leistungs- bzw. Wettbewerbsorientierung, beruflichen Ehrgeiz, verstärktes Konkurrenzverhalten, Ungeduld, ständige Kontrollambitionen und einen erhöhten Muskeltonus aus. Personen mit Typ-A-Verhalten haben zudem häufig ein labiles Selbstwerterleben. Dieses Verhaltensmuster wurde zuerst bei Herzpatienten beobachtet, was zu der Annahme führte, dass Personen mit Typ-A-Verhalten anfälliger für Stress und damit einhergehende längerfristige körperliche Beschwerden sind. Neuere Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass eher Aggression, Misstrauen und Feindseligkeit und weniger Wettbewerbsorientierung, beruflicher Ehrgeiz und Ungeduld für die längerfristigen körperlichen Symptome wie Herz- und Kreislaufkrankheiten ausschlaggebend sind.
  • Typ-B-Bindung
    sicherer Bindungsstil
  • Typ-C-Bindung
    ängstlich-ambivalenter Bindungsstil
  • Typ-D-Bindung
    desorganisiert-desorientierter Bindungsstil
  • Ziel der Typenbildung ist es, einander ähnliche Fälle zu identifizieren und so zu Gruppen bzw. Typen zusammenzufassen, dass die Fälle innerhalb eines Typus einander möglichst ähnlich sind und die Typen untereinander sich dagegen möglichst stark unterscheiden.
  • Bei diesem weist das interessierende Phänomen eine Ausprägung auf, wie sie auch für die anderen Fälle in der Grundgesamtheit charakteristisch ist.
  • Zuordnung zu Gruppen aufgrund bestimmter Merkmale oder Merkmalskombinationen.
  • Eine Typologie besteht aus mehreren Typen und ihrer Relation untereinander. Eine Typologie ist eine bestimmte Art und Weise, einen Gegenstandsbereich im Hinblick auf Ähnlichkeit und Unterschiede zu strukturieren.
  • Ein Typus besteht aus mehreren Fällen, die sich aufgrund von Ähnlichkeit im Hinblick auf verschiedene Merkmale oder Eigenschaften zusammenfassen lassen.