Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • U-Test (Mann-Whitney)
    Statistischer Test für den Vergleich zweier unabhängiger Gruppen bei rangskalierten Daten. Bietet einen Ersatz zum t-Test bei groben Verletzungen der Voraussetzungen
  • U-Test (Wilcoxon)
    U-Test für abhängige Stichproben
  • Ulcus duodeni
    Zwölffingerdarmgeschwür
  • Ulcus ventriculi
    Magengeschwür.
  • ultimate Erklärung
    Erklärung durch Reproduktionsvorteile in der evolutionären Vergangenheit
  • ultimate Erklärung (ultimate explanation)
    Erklärung durch Reproduktionsvorteile in der evolutionären Vergangenheit
  • ultradian
    Mehr als 24 Stunden dauernd
  • Ultrafiltration
    Durch hydrostatische Druckdifferenz zweier Flüssigkeiten entlang einer halbdurchlässigen Membran kommt es zu Flüssigkeitsbewegungen in Richtung der niedrigeren Konzentration
  • Geschmackempfindung für Glutamat (Natriumsalz von Glutamin)
  • Umdeutung/Reframing (systemische Therapie)
    Umdeutung von Phänomenen (Ereignisse, Gedanken, Verhaltensweisen, etc.), sodass sie eine andere Bedeutung bekommen und andere Reaktionen auslösen (wörtlich: in einen anderen (Bezugs-)Rahmen stellen).
  • Kontinuierliche, unternehmensweite Qualitätssicherung mit dem Ziel höchster Kundenzufriedenheit.
  • Umfrageforschung
    Eine Forschungsstrategie, bei der eine Stichprobe von Befragten interviewt wird (oder einen Fragebogen ausfüllt); die Befragten werden so ausgewählt, dass sie repräsentativ für die Population sind, aus der sie gezogen wurden.
  • Die Umfrageforschung sammelt standardisierte Informationen zu einem spezifischen Fragegegenstand (Wahl, Produktbeliebtheit, Irakkrieg usw.) indem eine repräsentative Stichprobe der jeweiligen Population befragt (interviewt) wird.
  • Umschriebene Entwicklungsstörung
    Sind durch Funktions- und Reifungsstörungen gekennzeichnet, die in den Bereichen Sprache, Motorik und schulische Fertigkeiten auftreten können. Darunter fallen Sprachstörungen (Beeinträchtigungen von Sprachverständnis und Sprachproduktion), Auffälligkeite
  • Umstrukturierung (restructuring)
    Plötzliche Veränderung in der Wahrnehmung der Problemsituation (Gestaltpsychologie); Veränderung der Problemrepräsentation (in der Kognitionswissenschaft).
  • Alles außer den Genen, was zum Individuum und seiner Umgebung gehört. Die materiellen und sozialen Umgebungen, die unsere Entwicklung beeinflussen.
  • Umwelt
    jeder nichtgenetische Einfluss, von der pränatalen Ernährung bis zu den Menschen und Dingen in unserer Umgebung.
  • Gesamtheit aller externen Einflüsse auf eine Person bzw. ihr Genom
  • Umwelt (environment)
    Gesamtheit aller externen Einflüsse auf eine Person bzw. ihr Genom
  • Umweltbeherrschung versus Harmonie
    Kennzeichen einer Kultur, in der Leistung im Unterschied zu Harmonie mit der Natur angestrebt und geschätzt wird.
  • Umweltdetermination
    Annahme, dass Menschen Opfer ihrer Umwelt sind
  • Umweltorientierte Prävention
    Umweltorientierte Präventionen setzen an äußeren Bedingungen an. Die Umwelt der Betroffenen wird mit unterschiedlichsten Ressourcen angereichert. Somit wird die Minimierung der Auftretenswahrscheinlichkeit objektiver Belastungen angestrebt. (Synonym: Verhältnisprävention).
  • Unabhängige Messungen
    Unabhängig sind Messungen dann, wenn die Versuchsteilnehmer rein zufällig den verschiedenen Gruppen, die verglichen werden sollen, zugeordnet wurden und sich daher nicht gegenseitig beeinflussen.
  • Unabhängige Stichproben
    Die Werte der einen Stichprobe haben in keiner Weise Einfluss auf die Werte der zweiten Stichprobe
  • Unabhängige Variable
    Variable, die ein Wissenschaftler systematisch verändert (manipuliert), um ihren Einfluss auf eine oder mehrere > abhängige Variablen zu untersuchen.
  • Unabhängige Variable
    Die vom Forscher manipulierte Variable (Gruppiervariable) bzw. die zur Vorhersage herangezogene Prädiktorvariable
  • Die manipulierte Bedingung, der Kinder der Experimentalgruppe ausgesetzt sind, aber Kinder der Kontrollgruppe nicht.
  • Unabhängige Variable
    Faktor im Experiment, der manipuliert wird und dessen Wirkung untersucht wird.
  • Merkmal, das systematisch variiert wird, um seine Auswirkung auf die abhängige Variable zu untersuchen
  • Unabhängige Variable (independent variable)
    Faktor im Experiment, der manipuliert wird und dessen Wirkung untersucht wird.
  • unabhängiges Selbstkonzept
    Selbstkonzept bei Individualismus
  • unabhängiges Selbstkonzept (independent self)
    Selbstkonzept bei Individualismus
  • Verhältnis zweier Ereignisse zueinander, wenn das Auftreten des einen Ereignisses nicht davon beeinflusst wird, ob das andere eintritt oder nicht. Mathematisch drückt sich dies darin aus, dass die Wahrscheinlichkeit für das gemeinsame Auftreten beider Ereignisse dem Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten der beiden Ereignisse entspricht
  • Unabhängigkeitstest
    Der Unabhängigkeitstest prüft für nominalskalierte Daten, ob die Ausprägung einer Variable unabhängig von der Ausprägung einer anderen Variable ist.
  • Unaufmerksamkeitsblindheit
    siehe: Blindheit durch Unaufmerksamkeit
  • Beschreibt ein Wahrnehmungsphänomen, bei dem (Merkmale unerwarteter) Objekte nicht wahrgenommen werden, wenn die Aufmerksamkeit nicht auf sie gerichtet ist.
  • Unaufmerksamkeitsblindheit (inattentional blindness)
    Die Identifikation eines zusätzlich dargebotenen Objekts gelingt nicht, wenn eine schwierige Diskriminationsaufgabe gelöst werden muss. Erklärungen gehen davon aus, dass dem Ausschnitt des visuellen Feldes, in dem eine Veränderung erfolgt, selektive Aufmerksamkeit zugewiesen werden muss, damit die Veränderung wahrgenommen bzw. in eine Gedächtnisrepräsentation überführt werden kann.
  • Unbeabsichtigtes Verhaltens-Effekt-Lernen
    Unbeabsichtigtes Verhaltens-Effekt Lernen liegt vor, wenn Verhaltensweisen auch mit nur beiläufig eintretenden Effekten verbunden werden, die mit dem jeweiligen Verhalten weder angestrebt und auch sonst nicht beabsichtigt wurden. Beiläufige Effekte müssen aber vermutlich beachtet werden, um mit dem vorangehenden Verhalten verbunden zu werden.
  • Unbedingte Antwortmusterwahrscheinlichkeit P(av)
    Bei der dichotomen LCA: Wahrscheinlichkeit eines Antwortmusters av in der Stichprobe.
  • Unbedingte Itembejahungswahrscheinlichkeit P(xvi=1)
    Bei der dichotomen LCA: Wahrscheinlichkeit, mit der ein Item i bejaht wird.
  • Unbedingte Kategorienwahrscheinlichkeit P(xvi=k)
    Bei der polytomen LCA: Wahrscheinlichkeit, mit der ein Item xvi mit der Antwortkategorie k beantwortet wird.
  • Unbedingte Klassenzuordnungswahrscheinlichkeit P(g)
    Bei der dichotomen LCA: Wahrscheinlichkeit, mit der eine beliebige Person v zur Klasse g gehört (auch: relative Klassengröße πg).
  • Unbedingte Reaktion
    siehe: Unkonditionierte Reaktion
  • Unbedingte Wertschätzung
    nach Rogers eine Einstellung, die durch das vollkommene Akzeptieren eines anderen Menschen gekennzeichnet ist.
  • Unbedingter Stimulus
    siehe: Unkonditionierter Stimulus bzw. Reiz
  • Unbewusste Wahrnehmung (unconscious perception)
    Reizwahrnehmung ohne damit verbundenes subjektives Erleben, d. h. ohne phänomenales Bewusstsein. Die Reize werden dennoch verarbeitet und können das Verhalten beeinflussen (s. auch subliminale Wahrnehmung).
  • Der Psychoanalyse zufolge der Teil unserer mentalen und affektiven Abläufe, der sich unserem Bewusstsein entzieht und unser Verhalten, Fühlen und Denken beeinflusst.
  • Unbewusstes (unconsciousness)
    (1) Laut Freud ein Bereich der menschlichen Psyche für meist inakzeptable Gedanken, Wünsche Gefühle und Erinnerungen. (2) In der neueren (kognitiven) Psychologie Begriff für eine Form der Informationsverarbeitung, derer wir uns nicht bewusst sind.
  • Und-Strategie
    Auswahlstrategie, die Mindestwerte bei mehreren Variablen (Prädiktoren) verlangt. Probanden, die zuvor festgelegte Mindestwerte in den Prädiktoren nicht erreichen, werden »abgeschnitten«; deshalb wird auch von einem »multiple cutoff«-Modell gesprochen.
  • Phänomen, dass die (schulischen) Leistungen eines Kindes deutlich unter seinem intellektuellen Potenzial (z. B. gemessen mit einem Intelligenztest) liegen. Das Kind leistet also weniger als es leisten könnte.
  • Underachiever und Achiever
    Die strikte Unterscheidung zwischen Fähigkeit (Potenzial) und Performanz führt dazu, dass – bei einer kategorialen Betrachtung – zwei Typen von Hochbegabten resultieren: Underachiever (die Leistungen sind niedriger als nach dem Potenzial zu erwarten wäre) und Achiever (Hochbegabte, deren Leistungen ihren Fähigkeiten entsprechen).
  • Konzept aus der ökonomischen Entscheidungsforschung. Wenn auf einem Markt weniger Güter gehandelt werden, als nach dem mittleren Marktpreis zu erwarten gewesen wäre, spricht man von Undertrading.
  • Undifferenzierte Schizophrenie
    Wird diagnostiziert, wenn das klinische Bild die Merkmale von mehr als einem der drei Subtypen der Schizophrenie (paranoid, desorganisiert, kataton) erfüllt.
  • Undifferenzierte Somatisierungsstörung
    Vorliegen von mindestens einer unklaren Körperbeschwerde seit mindestens sechs Monaten.
  • Die Unfallrate bezeichnet die relative Häufigkeit bzw. Anzahl von Unfällen in einem Zeitraum für eine bestimmte Personengruppe. Sie wird auf der Grundlage quantitativer Unfalldokumentationen bestimmt.
  • Unfalluntersuchung
    Mithilfe einer Unfalluntersuchung sollen Erkenntnisse über Umstände und Ursachen der zu einem bestimmten Unfall führenden Gefahren gewonnen werden. Die Unfalluntersuchung wird von einer betrieblichen Fachkraft für Arbeitssicherheit und/oder dem Vorgesetzten der verunglückten Person durchgeführt. Zur Untersuchung des Vorfalls und zur Erstellung des Unfallberichts sind eine Ortsbesichtigung mit Beweisaufnahme (Unfallskizze, Fotografieren des Unfallorts, Überprüfung der Funktionsfähigkeit von Geräten etc.) und eine Befragung zum Unfallhergang durchzuführen. Abschließend ist ein Unfallbericht zu erstellen, der Unfallhergang und -folgen detailliert beschreibt, Auskunft gibt über technische, verhaltensbezogene und organisatorische Unfallursachen sowie Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Unfälle in Zukunft benennt.
  • Unfallursachen beziehen sich auf die unfallauslösenden Faktoren. Jeder Unfall hat meist mehrere Ursachen, wobei diese meist in gefährlichen Zuständen oder Eigenschaften der Arbeitsumwelt und risikoreichen Verhaltensweisen, Unterlassungen oder Vorgängen der unmittelbar und indirekt beteiligten Personen liegen. Grob kann man zwischen personengebundenen, organisatorischen und technischen Ursachen unterscheiden. Auch wenn menschliches Fehlverhalten oft eine unmittelbar auslösende Funktion bei Unfällen hat, sind es meist bestimmte Verknüpfungen oder Verkettungen von Ursachen, die zum Unfall führen.
  • Um Unfälle zu verhüten und Arbeitssicherheit zu gewährleisten, ist ein systematisches Vorgehen erforderlich, das die Schritte Ermittlung und Analyse der Gefahren und Gefährdungen, Ableitung und Festlegung von Schutzzielen, Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Erreichung der Schutzziele sowie die Erfolgskontrolle der umgesetzten Arbeitssicherheitsmaßnahmen beinhaltet.
  • ungerichtete Alternativhypothese
    Annahme, die einen Unterschied oder Zusammenhang voraussagt, ohne deren Richtung zu spezifizieren. Beispiel: Männer und Frauen sind im Durchschnitt unterschiedlich groß (im Gegensatz zur gerichteten H1: Männer sind im Durchschnitt größer als Frauen)
  • Ungerichtete Hypothesen werden durch einen zweiseitigen Signifikanztest geprüft, indem die zweiseitige Irrtumswahrscheinlichkeit (Fläche, die vom empirischen Wert an beiden Seiten der Prüfverteilung abgeschnitten wird) mit dem Signifikanzniveau von 5% verglichen wird. Alternativ wird beim Rechnen per Hand (z.B. in Klausuren) für die Signifikanzentscheidung der empirische Wert mit dem kritischenWert für ?/2 = 2.5%verglichen, der auf beiden Seiten des H? -Modells die Grenze des zweiseitigen Ablehnungsbereichs für die H? bildet.
  • Ungeselligkeit
    Gegenteil von Geselligkeit
  • Ungeselligkeit (unsociability)
    Gegenteil von Geselligkeit
  • Störung der visuellen Wahrnehmung bei der Reize auf der kontralateral zur Hirnschädigung liegenden Raumseite vernachlässigt werden.
  • Unimorbidität
    Vorliegen einer einzigen Erkrankung oder Störung.
  • Affektive Störung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass depressive Symptome bei Abwesenheit von (hypo-)manischen Symptomen vorliegen. Innerhalb der unipolaren Depression wird eine Unterscheidung zwischen Störungsbildern getroffen, die einen phasischen Verlauf aufweisen (einzelne depressive Episoden, rezidivierende depressive Störung), und solchen, die einen chronischen Verlauf aufzeigen (Dysthymie oder chronische Depression). Gemäß ICD-10 zählen auch die saisonale affektive Störung und die postnatale/-partiale Depression zu den unipolaren Depressionen. Kernsymptome unipolarer Depressionen sind eine anhaltende dysphorische Stimmung, Anhedonie und Antriebslosigkeit bzw. leichte Ermüdbarkeit. Die Bandbreite depressiver Symptome umfasst unterschiedlichste affektive, kognitive, behaviorale und somatische Veränderungen.
  • Univarianz bedeutet, dass das gleiche Aktionspotenzial bei einem Zapfen durch zwei verschiedene Wellenlängen ausgelöst werden kann. Damit ist eine Unterscheidung von Wellenlängen nicht möglich.
  • univariate oder multivariate Informationen
    Die diagnostische Information kann sich auf eine Dimension beschränken (z. B. die Abiturnote), also univariat vorliegen, oder aus mehreren Dimensionen stammen und somit multivariat beschaffen sein (z. B. die Abiturnote und Allgemeine Intelligenz). Meist werden zur Erhöhung der Validität und damit auch der Entscheidungssicherheit mehrere Prädiktoren herangezogen, weil damit verschiedene Facetten des Kriteriums abgedeckt werden können.
  • Eine Reihe hochabstrakter, unbewusster Regeln, die allen Sprachen gemeinsam sind.
  • Universalismus
    Annahme, dass psychologische Konstrukte vergleichbar zwischen Populationen sind und ihre Operationalisierung und Interpretation kulturunabhängig erfolgen kann
  • Universalismus (universalism)
    Annahme, dass psychologische Konstrukte vergleichbar zwischen Populationen sind und ihre Operationalisierung und Interpretation kulturunabhängig erfolgen kann
  • Universalität von Emotionen
    Emotionen, die bei allen Menschen zu finden sind, und zwar unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht und kulturellen Hintergrund und die Menschen kulturübergreifend verstehen, sind universell.
  • Maßnahmen, die an die gesamte Bevölkerung gerichtet sind und somit ebenfalls nicht oder nur schwach belastete Personen miteinbeziehen.
  • Unkonditionierte Reaktion
    in der klassischen Konditionierung die nicht gelernte, natürlich auftretende Reaktion auf einen unkonditionierten Stimulus (US), wie etwa Speichelfluss, wenn sich Futter im Maul befindet.
  • Unkonditionierte Reaktion (UCR)
    In der klassischen Konditionierung die nicht gelernte, sich natürlich ereignende Reaktion auf einen unkonditionierten Stimulus (US), wie etwa Speichelfluss, wenn sich Futter im Maul befindet.
  • Unkonditionierte Reaktion (UCR)
    Beim klassischen Konditionieren die Reaktion (oder der Reflex), die (der) durch den unkonditionierten Reiz ausgelöst wird.
  • Unkonditionierte Reaktion (UR, unconditioned response)
    Die Reaktion, die normalerweise von allein auf den konditionierten Reiz (US) auftritt.
  • Unkonditionierter Reiz (UCS)
    Beim klassischen Konditionieren der Reiz, der eine Reaktion oder einen Reflex auslöst.
  • Unkonditionierter Reiz (US, unconditioned stimulus)
    Der biologisch bedeutsame Stimulus, der dem konditionierten Reiz (CS) im Paradigma des klassischen Konditionierens folgt.
  • Unkonditionierter Stimulus (UCS)
    In der klassischen Konditionierung ein Reiz, der unkonditioniert (ungelernt) – natürlich und automatisch – eine Reaktion auslöst.
  • Unkonditionierter Stimulus bzw. Reiz
    in der klassischen Konditionierung ein Reiz, der unkonditioniert (ungelernt) – natürlich und automatisch – eine Reaktion (UR) auslöst.
  • Das Uno-Aktu-Prinzip besagt, dass bei der Erstellung von Dienstleistungen Produktion und Konsumtion räumlich und zeitlich zusammenfallen.
  • Unsicher-ambivalente Bindung
    Ein Typ unsicherer Bindung, bei dem Säuglinge klammern und nahe bei der Bezugsperson bleiben, statt ihre Umwelt zu erkunden. In der Fremden Situation werden unsicher-ambivalent gebundene Kinder häufig ängstlich, wenn die Bezugsperson sie allein im Raum lä
  • Unsicher-vermeidende Bindung
    Ein Typ unsicherer Bindung, bei dem Säuglinge oder Kleinkinder gleichgültig gegenüber ihrer Bezugsperson erscheinen und diese gegebenenfalls sogar meiden. In der Fremden Situation erscheinen sie der Bezugsperson gegenüber gleichgültig, bevor diese den Rau
  • Ein Bindungsmuster, bei dem Säuglinge oder Kleinkinder eine weniger positive Beziehung zu ihrer Bindungsperson haben als sicher gebundene. Bei unsicher gebundenen Kindern lässt sich zwischen unsicher-ambivalenter, unsicher-vermeidender und desorganisiert-
  • Entscheidungssituationen, bei denen die Konsequenzen von Optionen nicht mit Sicherheit eintreten und zudem die genauen Wahrscheinlichkeiten nicht bestimmt werden können.
  • Unsicherheitstoleranz
    Ausmaß der empfundenen Bedrohung durch unbekannte oder unsichere Situationen.
  • Unsichtbarer Doppelgänger
    "Auch als ""Gefühl der Anwesenheit"" bezeichnete amodale Halluzination einer Wesenheit im Körperaußenraum"
  • unspezifische Alternativhypothese
    Annahme, die einen Unterschied oder Zusammenhang voraussagt, ohne deren Größe zu spezifizieren
  • Unstandardisiertebzw. absolute Effektgrößen
    Unstandardisierte bzw. absolute Effektgrößen („unstandardized effect size measures“) werden in der Messeinheit der gemessenen Variablen angegeben. Unstandardisierte Effektgrößenmaße sind nur bei verhältnisskalierten Variablen mit absolutem Nullpunkt sinnvoll interpretierbar. So kann der Effekt von Interventionsmaßnahmen direkt beurteilt werden, wenn man z. B. erfährt, um welchen Absolutbetrag diese die Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag oder das Körpergewicht in Kilogramm reduziert haben.
  • Unstrukturiertes bzw. halbstrukturiertes Paar- oder Gruppeninterview
    Bei einem unstrukturierten bzw. halbstrukturierten Paar- oder Gruppeninterview („joint couple interview“, „paired interview“, „group interview“) werden zwei oder mehr Befragungspersonen gleichzeitig interviewt. Dabei kommt entweder kein Interviewinstrument (unstrukturiertes Interview) oder ein Leitfaden (halbstrukturiertes Interview) zum Einsatz.
  • Dem nicht-strukturierten bzw. unstrukturierten Interview („unstructured interview“) liegt kein vorgefertigtes Interviewinstrument zugrunde und der Interviewverlauf wird auch nicht durch die Interviewenden in Form eines Wechselspiels von Fragen und Antworten geleitet. Stattdessen liefern Interviewende mit einer einzelnen biografischen Frage einen Erzählanstoß (narratives Interview), fordern zur Verbalisierung handlungsbegleitender Denkprozesse auf (Methode des lauten Denkens) oder stellen im Zuge einer ethnografischen Feldbeobachtung spontane Verständnisfragen zum Feldgeschehen (ethnografisches Feldinterview).Weil die Interviewsituation durch die Forschenden nicht aktiv vorstrukturiert wird, kommen Strukturierungen durch die Befragten zustande (z. B. anhand ihrer Relevanzstrukturen, subjektiven Theorien etc.).
  • Unsystematische Varianz
    Variation der Werte innerhalb einer Bedingung, die nicht auf die experimentelle Manipulation zurückzuführen ist. Auch als Residualvarianz oder Varianz „innerhalb“ bezeichnet
  • Unsystematische Varianz
    Variation der Werte innerhalb einer Bedingung, die nicht auf die experimentelle Manipulation zurückzuführen ist. Auch als Residualvarianz oder Varianz „innerhalb“ bezeichnet
  • Unterbauchbeschwerden, chronische
    Chronische Schmerzen im Unterbauchbereich, welche unabhängig vom Menstruationszyklus auftreten und die alltäglichen Tätigkeiten und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen.
  • Nach Herbert Simon fungieren Gefühle und Emotionen auch als Unterbrechungsmechanismus laufender Handlungen. Sie signalisieren Veränderungen in der inneren und äußeren Umwelt, steuern die Aufmerksamkeit und motivieren die Person, sich neuen Entscheidungen oder Problemen zuzuwenden.
  • Unterdrückung eines Stereotyps
    Der Versuch, ein aktiviertes Stereotyp daran zu hindern, die eigenen Urteile über eine Person aus einer stereotypisierten Gruppe zu beeinflussen.
  • Die niedrigste Ebene einer Klassenhierarchie, so wie „Pudel“ im Beispiel Tier – Hund – Pudel.
  • Untergewichtig für das Gestationsalter
    Babys, die erheblich weniger wiegen, als es ihrem Alter – gemessen in Wochen nach der Befruchtung – entspricht.
  • Untergewichtige Neugeborene (low birth weight infants)
    Babys, die bei der Geburt weniger als 2500 g wiegen.
  • unterkontrollierter Persönlichkeitstyp
    Persönlichkeitstyp, der durch mangelnde Emotions- und Motivationskontrolle charakterisiert ist
  • unterkontrollierter Persönlichkeitstyp (undercontrolled personality type)
    Persönlichkeitstyp, der durch mangelnde Emotions- und Motivationskontrolle charakterisiert ist
  • Alle Interaktionsprozesse mit Blick auf die Beschaffung, Verteilung, Nutzung, Kontrolle und Entwicklung einzelner Ressourcen einer Organisation, die mit der Absicht erfolgen, das Erreichen der wesentlichen Unternehmensziele zu befördern.
  • Unternehmerische Persönlichkeit
    Typus von Person, die aufgrund einer genetischen Prädisposition, frühkindlichen Prägung und Sozialisation im Elternhaus eine Affinität zu beruflicher Selbstständigkeit besitzt. Die unternehmerische Persönlichkeit zeichnet sich durch Eigenschaften und Kompetenzen aus, deren Ausprägungen empirisch fundierte Unterschiede zu abhängig beschäftigten Personen erkennen lassen.
  • Unterricht
    Abfolge von Lehr- und Lernsituationen, die von ausgebildeten Lehrpersonen in institutionalisierten Kontexten (Schule, Weiterbildung) absichtsvoll geplant und initiiert werden und die dem Aufbau von Wissen sowie dem Erwerb von Fertigkeiten und Fähigkeiten der Lernenden dienen.
  • Unterschied zwischen Handelndem und Beobachter
    Hypothetische allgemeine Neigung von Menschen, ihr eigenes Verhalten stärker mit der Situation, das Verhalten anderer Personen jedoch stärker mit deren Dispositionen zu erklären.
  • Unterschiedsschwelle
    Diejenige Intensität eines Reizes, um die man einen Ausgangsreiz verstärken muss, damit gerade eben ein Unterschied festgestellt werden kann.
  • Unterschiedsschwelle
    minimaler Unterschied zwischen zwei Reizen, der erforderlich ist, damit er in 50% der Fälle erkannt wird. Wir erleben die Unterschiedsschwelle als den _eben noch merklichen Unterschied_ (»just noticeable difference«).
  • Unterschiedsschwelle
    Minimaler Unterschied zwischen 2 Reizparametern, der gerade eine unterschiedliche Empfindung auslöst
  • Die Unterschiedsschwelle ist diejenige Intensitätsänderung, die nötig ist, um einen Reiz von einem anderen zu unterscheiden.
  • Unterschiedsschwelle
    Reizintensität, bei der die Hälfte der Versuche (50 %) zum Entdecken eines Reizunterschieds führt.
  • Unterschwellige Wahrnehmung arbeitet mit Reizen, die mit einer Intensität unterhalb der Absolutschwelle dargeboten werden.
  • Unterschwelligkeit
    Streng genommen bezeichnet der Begriff natürlich nur die Tatsache, dass ein Ereignis bzw. Reiz einen bestimmten Grenzwert nicht erreicht. In einem engen Sinne wird dieser Grenzwert durch die . absolute Reizschwelle definiert. In einem weiteren Sinne kann diese Schwelle auch durch die Aufmerksamkeit oder die Einsicht in einen wirksamen Mechanismus definiert werden. Der geläufige lateinische Begriff für „unterschwellig“ lautet subliminal.
  • Unterstützung, soziale
    Ressource, die es Menschen ermöglicht, soziale, emotionale und materielle Unterstützung durch andere Personen zu bekommen.
  • Das Untersuchungsdesign (Untersuchungsart, Untersuchungsplan, Forschungsdesign, Studiendesign, „research design“) charakterisiert ganz allgemein die methodische Vorgehensweise einer Studie. Zur Kennzeichnung von Untersuchungsdesigns werden neun verschiedene Klassifikationskriterien herangezogen, die teilweise in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Innerhalb eines konkreten Untersuchungsdesigns können unterschiedliche Stichprobenarten und Datenerhebungs- sowie Datenanalyseverfahren zum Einsatz kommen.
  • Unveränderbarkeitstheorie
    Die Grundannahme, dass das Intelligenzniveau eines Menschen unveränderbar fixiert ist.
  • Unverfälschbarkeit
    Gibt an, ob ein Test schwer zu verfälschen ist. Testpersonen können sowohl ein Interesse an hohen wie auch an niedrigen Testwerten haben. Ein Test ist umso schwerer zu verfälschen, je undurchsichtiger die Bedeutung der Items ist.
  • Unverfälschbarkeit
    Liegt vor, wenn das Verfahren derart konstruiert ist, dass die zu testende Person durch vorgetäuschtes Verhalten ("Faking") die konkreten Ausprägungen ihrer Testwerte nicht steuern bzw. verzerren kann.
  • Unwillkürliches Verhalten
    Unwillkürliches Verhalten ist nicht auf das Erreichen eines bestimmten Ziels ausgerichtet. Es wird aktiviert‚ weil eine bestimmte (innere oder äußere) Situation gegeben ist.
  • UR
    siehe: Unkonditionierte Reaktion
  • Harnvergiftung des Organismus, z.B. bei Nierenversagen
  • Schätzung einer objektiv messbaren Menge oder einer subjektiven Größe.
  • Urteilsfehler bzw. Urteilsverzerrungen („rater bias“) liegen vor, wenn Untersuchungspersonen Merkmale ihres eigenen Verhaltens und Erlebens bzw. Merkmale vorgegebener Urteilsobjekte auf Ratingskalen (oder anderen Messinstrumenten) nicht korrekt einstufen, sondern die „wahre“ Merkmalsausprägung unwillentlich systematisch über- oder unterschätzen. Anzahl, Art und Ursachen aller möglichen Urteilsverzerrungen sind nicht vollständig bekannt. Typische Urteilsfehler sollten bei der Konstruktion von Ratingskalen (und anderen Messinstrumenten), bei der Gestaltung von Erhebungssituationen sowie bei der Interpretation von quantitativen Daten in reflektierter Weise berücksichtigt werden.
  • Urteilsheuristik
    Kognitive „Faustregeln“ bei der Urteilsbildung, die in vielen Situationen hinreichend genaue Urteile bei geringem Verarbeitungsaufwand erlauben. Sie machen sich einen regelhaften Zusammenhang zwischen leicht zu verarbeitenden Hinweisreizen und der infrage stehenden Urteilsdimension zunutze. Da der Zusammenhang zwischen diesen Hinweisreizen und der tatsächlichen Ausprägung des Urteilsgegenstands jedoch nicht perfekt ist, kann es zu systematischen Urteilsverzerrungen oder Urteilsfehlern kommen.
  • Urteilsheuristiken
    Urteilsheuristiken (vom altgriechischen heureka für „Ich hab’s gefunden“) sind vereinfachende Problemlöseroutinen („Daumenregeln“), die schnelle Urteile erlauben und die die Komplexität der Urteilsfindung reduzieren. Sie beschreiben deshalb manchmal auch Entscheidungen unter Ungewissheit, weil häufig gar nicht alle notwendigen Informationen für das Treffen der „richtigen“ Entscheidung vorliegen.
  • Urteilstendenzen bei der Leistungsbeurteilung
    Zur Mittelwertstendenz gehören die Milde- und Strengetendenz. Varianzeinschränkungen bei Leistungsbeurteilungen bezeichnet mal als Streuungstendenz. Den Halo-Effekt bezeichnet man als Korrelationstendenz.
  • Urvertrauen
    laut Erik Erikson ist Urvertrauen das Gefühl, dass die Welt ein sicherer und vertrauenerweckender Ort ist. Dieses Vertrauen entsteht in der frühen Kindheit durch die entsprechenden Erfahrungen mit aufgeschlossenen und einfühlsamen Bezugspersonen.
  • US
    siehe: Unkonditionierter Stimulus bzw. Reiz
  • Usability Engineering
    Usability Engineering beschäftigt sich als angewandte Wissenschaft vorwiegend mit der Gestaltung und Optimierung der Schnittstellen zwischen Produkten und deren Benutzer. Dabei geht es nicht darum, die Fähigkeiten der Benutzer zu trainieren, sondern vielmehr die Bedienung eines Produktes den menschlichen Fähigkeiten anzupassen.
  • Uses-and-Gratifications-Ansatz
    Der Uses-and-Gratifications-Ansatz geht davon aus, dass es sich bei der Medienwahl um einen aktiven und bewussten Prozess handelt. Das Ziel der Medienwahl ist dabei immer funktional und dient der Erreichung gewünschter Wirkungen.
  • Uteroplazentäre Durchblutungsstörungen
    Störungen in der plazentaren Durchblutung mit der Folge von fetalen Wachstumsstörungen.
  • Gebärmutter
  • Uterusexstirpation (Hysterektomie)
    Chirurgische Entfernung der Gebärmutter.
  • Vor allem bei Patienten mit Störungen im Frontalhirn auftretendes Verhalten; ist dadurch gekennzeichnet, dass ein mit einem wahrgenommenen Stimulus (z.B Alltagsobjekt – Lichtschalter) natürlich verbundenes Verhalten nicht unterdrückt werden kann und deshalb ausgeführt wird, auch wenn es nicht adäquat zur Situation ist.
  • Utilitaristische Funktion
    Wenn Einstellungen dazu beitragen, Belohnungen zu maximieren und Kosten zu minimieren.
  • Siehe „Nutzentheorie“.
  • Utilization Behaviour
    Durch habituelle Handlungen dominiertes Verhalten nach Hirnschädigung.