Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • vagale Afferenzen
    Zum ZNS führende Teile des N. vagus; geben Informationen aus dem Körper an das Hirn weiter
  • Das Hauptmerkmal des Vaginismus ist eine wiederkehrende oder anhaltende unwillkürliche Kontraktion der perinealen Muskulatur im äußeren Drittel der Vagina, wenn eine vaginale Penetration mit dem Penis, dem Finger, einem Tampon oder einem Spekulum versucht wird.
  • Sexuelles Problem bei Frauen, bei dem es zu unwillkürlichen Spasmen der Scheidenmuskulatur kommen kann, die eine Penetration unmöglich machen können.
  • Vagusnerv
    Siehe auch N. vagus; der zehnte und längste Hirnnerv, welcher hauptsächlich parasympathische Afferenzen und Efferenzen enthält.
  • Bei evaluativen Urteilen wird ein Urteilsobjekt auf einer evaluativen Dimension bewertet, beispielsweise auf einer Skala positiv–negativ, gut–schlecht oder angenehm–unangenehm.
  • "Damit wird in der Leistungsmotivationstheorie das Produkt aus Motiv und Anreiz bezeichnet. Ein Erfolgsanreiz (Aufgabenmerkmal) wirkt demzufolge stärker, wenn ein hohes Erfolgsmotiv (Personenmerkmal) vorhanden ist (Valenz des Erfolgs = Erfolgsanreiz × Erfolgsmotiv). Analog dazu wirkt ein Misserfolgsanreiz stärker, wenn eine Person über ein hohes Misserfolgsmotiv verfügt (Valenz des Misserfolgs = Misserfolgsanreiz × Misserfolgsmotiv). Als Kriterium wird zumeist die Intensität leistungsbezogener (Erwartungs-)Emotionen bestimmt (erwartete Zufriedenheit bei Erfolg; erwartete Unzufriedenheit bei Misserfolg). Personen, bei denen das Erfolgsmotiv stärker als das Misserfolgsmotiv ausgeprägt ist, erleben nach Erfolg mehr Zufriedenheit und nach Misserfolg weniger Unzufriedenheit als Personen, bei denen das Misserfolgsmotiv stärker als das Erfolgsmotiv ausgeprägt ist."
  • Valenz (valence)
    Durch Bedürfnisse oder Motive gewichteter Anreiz.
  • Die Validität („validity“) als psychometrisches Gütekriterium eines Tests gibt an, wie gut der Test in der Lage ist, genau das zu messen, was er laut Testbezeichnung zu messen beansprucht. Ein valider psychologischer Test liefert Messwerte, die sich zielgenau auf das interessierende Merkmal beziehen. Von diesem traditionellen Validitätsverständnis abzugrenzen ist eine übergeordnete Definition von Validität bzw. Konstruktvalidität, die sich auf die Gültigkeit von Interpretationen basierend auf Testergebnissen bezieht. Dabei sind sechs verschiedene Evidenzquellen zur Aussagekraft der Testwerte einzubeziehen (Konstruktvalidität in der Messick-Tradition: Messick, 1995) sowie – vor allem bei einer Testverwendung im Kontext (quasi-)experimenteller Studien – auch diverse Merkmale des Untersuchungsdesigns.
  • Validität
    Ein Urteil zur Eignung erhobener Werte als Kennzahlen für die zu untersuchende Fragestellung.
  • Bezieht sich auf die Frage, ob ein Test das misst, was er messen soll, und kann sich auf Inhalt, Kriterienbezogenheit und das Konstrukt beziehen.
  • "Gültigkeit. Gütekriterium für Untersuchungsverfahren und Studien, das beschreibt, wie geeignet ein Verfahren zur Abbildung eines zu messenden Sachverhaltes ist. Externe Validität meint wie gut Ergebnisse der untersuchten Stichprobe auf die gesamte interessierende Population generalisierbar sind; interne Validität meint, wie eindeutig die gezogenen Schlüsse durch die Versuchsplanung möglich sind (auch methodische Validität). "
  • Nach traditionellem Verständnis ist die Validität eines Instrumentes dann gegeben, wenn ein Instrument das gültig bzw. zutreffend erfasst, was es erfassen soll.
  • Tritt bei einer Messung auf, wenn das Messinstrument nachweislich das Konstrukt misst, das gemessen werden soll und nicht irgendein anderes, nicht beabsichtigtes Merkmal erfasst wird.
  • Validität
    Das entscheidende Gütekriterium in der psychologischen Diagnostik. Auf einer theoretischen Ebene geht es vorrangig darum, inhaltlich-psychologisch zu beurteilen und zu begründen, inwiefern eine spezifische Messung geeignet ist das intendierte Konstrukt abzubilden. Auf einer empirischen Ebene geht es insbesondere darum, datengestützt zu demonstrieren, dass Kernannahmen über die Eigenschaften einer Messung zutreffen. Ergebnisse zur konvergenten und diskriminanten Validität helfen hier häufig auch die Relevanz psychologischer Diagnostik zu unterstreichen.
  • Gültigkeit einer Messung
  • Validität
    Unter Validität wird die Übereinstimmung von Testergebnissen mit dem, was der Test messen soll, verstanden. Es handelt sich um ein Urteil darüber, wie angemessen bestimmte Schlussfolgerungen vom Testwert auf das Verhalten außerhalb des Tests oder auf ein Merkmal der Person sind.
  • Gültigkeit der Messung oder eines Messbereichs eines Verfahrens
  • Validität
    Bezeichnet den Grad, in dem eine Datenerhebungsmethode tatsächlich das Konstrukt erfasst, das damit erfasst werden soll.
  • Ein Test entspricht dann diesem Gütekriterium, wenn er das Merkmal, das er messen soll, auch wirklich misst und nicht irgendein anderes. Bezeichnet darüber hinaus die Menge der zutreffenden Schlussfolgerungen, die aus einem Testergebnis gezogen werden können.
  • Allgemeine Gültigkeit einer (wissenschaftlichen) Aussage.
  • Validität (Gültigkeit)
    Eine Messung ist in dem Maße valide, in dem sie genau das misst, was sie zu messen vorgibt.
  • Das Ausmaß, in dem ein Test das misst, was er messen soll.
  • beurteilt eine quantitative Untersuchung danach, ob sie auch gemessen hat, was sie messen wollte. Ursprünglich beurteilte dieser Qualitätsmaßstab ein diagnostisches Messinstrument, z. B. einen Intelligenztest, danach, ob es misst, was es zu messen vorgibt, also ob ein Intelligenztest tatsächlich Intelligenz und nicht etwa Frustrationstoleranz misst.
  • Validität (Gültigkeit) (validity)
    Grad der Genauigkeit, mit der ein Test dasjenige Merkmal (beziehungsweise das Verhalten), das es messen soll oder zu messen vorgibt, tatsächlich misst (Lienert 1961).
  • Validität oder Gültigkeit
    Ausmaß, in dem ein Test das misst oder vorhersagt, was er messen oder vorhersagen soll (s. auch Inhaltsvalidität und Vorhersagevalidität).
  • Validitätsgeneralisierung
    Möglichkeit zur Verallgemeinerung von Befunden aufgrund eines metaanalytischen Verfahrens nach Hunter und Schmidt auf eine Grundgesamtheit über unterschiedliche Situationen und Stichproben hinweg.
  • Validitätsmatrix
    Die Verknüpfung zwischen den vorgenommenen Behandlungen und deren Ergebnis (gleichsam der Erfolg im Kriterium) wird festgehalten in der sog. Validitätsmatrix. Deren Einträge geben die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass ein Proband mit xr und der Behandlung t den Kriteriumswert cr erlangt: p(c|x<(sub>r,t). Die Kriteriumswerte können im einfachsten Fall dichotome Kategorien (erfolgreich/nicht erfolgreich; gesund/krank) bilden; möglich sind auch kontinuierliche Abstufungen.
  • Als Vampireffekt wird das Phänomen bezeichnet, dass dominante Gestaltungsmerkmale der Werbung, etwa Erotik oder Humor, zwar Aufmerksamkeit erregen und Gefallen erzeugen, dass sie dies aber nur für sich selbst tun und Aufmerksamkeit und Gefallen dadurch von Werbeinhalt und Produkt regelrecht abziehen.
  • Vandalismus
    Vandalismus bezeichnet die bewusste illegale Beschädigung oder Zerstörung fremden Eigentums.
  • Variabilitätsnormen
    Variabilitäts- oder Abweichungsnormen setzen voraus, dass die Messwerte im Sinne der Gaußschen Glockenkurve normalverteilt sind. Der Normwert gibt an, wie weit eine Person mit ihrer Testleistung unter oder über dem Mittelwert einer Vergleichsgruppe liegt. Als Vergleichsgruppe können Personen gleichen Alters (Altersnormen), gleichen Geschlechts (Geschlechtsnormen) oder etwa gleicher Bildung (schul- oder bildungsspezifische Normen) dienen.
  • Variable
    Der Begriff beschreibt die messbare Repräsentation eines Konstrukts.
  • Eine Variable ist ein Merkmal eines Sachverhaltes (z. B. ein Trainingsprogramm für Mitarbeiter) oder von Personen (z. B. die Leistung eines Mitarbeiters), das unterschiedliche Ausprägungen hat.
  • Variable ist eine Bezeichnung für eine Menge von Merkmalsausprägungen, wobei es mindestens zwei Ausprägungen geben muss.
  • Eine Variable ist eine veränderliche Beobachtungsgröße. Diese veränderlichen Beobachtungsgrößen sind aus dem Bereich des menschlichen Erlebens, Verhaltens und Handelns. Jede Variable hat mindestens zwei, in der Regel viele Ausprägungen (Hussy & Jain, 2002).
  • Merkmale, die von Person zu Person und von Situation zu Situation variieren können, etwa Alter, Geschlecht oder Erwartungen.
  • Analyseeinheiten sind Variablen bzw. Merkmale
  • Variabler Fehler
    → Fehlermaße zur Erfassung von Bewegungen.
  • Variabler Intervallplan
    ein Verstärkungsplan in der operanten Konditionierung, bei dem eine Reaktion in unvorhersehbaren Zeitabständen verstärkt wird.
  • Variabler Intervallplan (variable interval schedule)
    Verstärkung wird auf die erste Reaktion nach Verstreichen eines variablen Zeitintervalls gegeben. Zum Beispiel wird alle 2–4 min, mit einem Mittelwert von 3 min, verstärkt (s. auch fester Intervallplan).
  • Variabler Quotenplan
    ein Verstärkungsplan in der operanten Konditionierung, bei dem die Anzahl der Reaktionen, die gezeigt werden, bevor eine Verstärkung gegeben wird, von einer Verstärkungsphase zur anderen variiert.
  • Variabler Quotenplan (variable ratio schedule)
    Verstärkung wird erst nach Ausführung einer variablen Anzahl von Reaktionen gegeben. Zum Beispiel wird jede zweite bis vierte Reaktion verstärkt, im Schnitt jede dritte (s. auch fester Quotenplan).
  • Die Varianz s² ist ein Maß zur Beschreibung der Streuung einer Verteilung. Sie ist die durchschnittliche quadrierte Abweichung aller Werte von ihrem gemeinsamen Mittelwert.
  • Wichtigstes Dispersionsmaß in der Statistik. Sie berechnet sich aus der Summe der quadrierten Abweichungen aller Messwerte vom arithmetischen Mittel, dividiert durch die Anzahl aller Messwerte minus eins
  • Summe der quadrierten Abweichungen aller Messwerte einer Verteilung vom Mittelwert, die am Stichprobenumfang relativiert wird. Maß für die Unterschiedlichkeit der einzelnen Werte einer Verteilung
  • statistisch: Maß der Variabilität von Messungen (Quadrat der Standardabweichung)
  • Varianz „innerhalb“
    Varianz innerhalb einer Bedingung. Sie gibt die Variation der einzelnen Messwerte um ihren Gruppenmittelwert an. Sie bildet den Nenner des F-Bruchs einer Varianzanalyse und eines t-Tests und heißt auch Residualvarianz
  • Varianz „zwischen“
    Varianz zwischen den Bedingungen. Sie gibt die Variation der Gruppenmittelwerte an und bildet den Zähler des F-Bruchs in einer Varianzanalyse
  • Varianzanalyse
    Die Varianzanalyse (ANOVA = Analysis of Variance) untersucht die Unterschiede (Variation) der Mittelwerte von zwei oder mehr Gruppen. Sie prüft das Verhältnis zwischen erklärter Varianz (zwischen den Gruppen) und nicht erklärter Varianz (innerhalb der Gruppen) in den Daten. Ist die erklärte Varianz in diesem Verhältnis groß genug, führt das zu einem signifikanten Gruppenunterschied. Anstelle von verschiedenen Gruppen kann es sich dabei auch um verschiedene Messwiederholungen handeln.
  • Allgemeine Bezeichnung für eineVerfahrensklasse zur Überprüfung von Unterschiedshypothesen. Man unterscheidet ein- und mehrfaktorielle Varianzanalysen, uni- undmultivariate Varianzanalysen, hierarchische und nicht-hierarchische Varianzanalysen sowie Kovarianzanalysen
  • Varianzanalyse (ANOVA)
    Auswertungsverfahren für intervallskalierte Daten; ermöglicht den simultanen Mittelwertsvergleich über die Betrachtung verschiedener Varianzanteile. Neben Haupteffekten lassen sich bei mehrfaktoriellen Varianzanalysen auch Wechselwirkungen zwischen den Faktoren analysieren
  • Varianzhomogenität
    Die Varianzen eines Merkmals oder Fehlers in einer Bedingung bzw. Gruppe werden in der Population als gleich angenommen. Sie ist Voraussetzung für viele statistische Verfahren wie z. B. für den t-Test und die Varianzanalyse
  • Varianzhomogenität
    Die Varianzen eines Merkmals oder Fehlers in einer Bedingung bzw. Gruppe werden in der Population als gleich angenommen. Sie ist Voraussetzung für viele statistische Verfahren wie z. B. für den t-Test und die Varianzanalyse
  • Variationsbreite
    Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert einer Verteilung.
  • Gibt an, in welchem Bereich sich die Messwerte einer Stichprobe befinden; ergibt sich als Differenz des größten und kleinsten Werts der Verteilung
  • Variationsforschung
    nach William Stern: Beschreibung der Verteilung einer Eigenschaft in einer Population
  • Rotationskriterium, das die Varianz der quadrierten Ladungen pro Faktor maximiert (Faktorenanalyse)
  • Vasodilatation
    Erweiterung der Gefäße.
  • Vasodilatation
    Weitstellung der Blutgefäße
  • Vasokongestion
    Blutstauung in den Blutgefäßen
  • Vasokonstriktion
    Verengung der Gefäße.
  • Vasokonstriktion
    Engstellung der Blutgefäße
  • Vasopressin
    Syn. Adiuretin, antidiruetische Hormon, ADH
  • Vasopressin
    Ein wichtiges Hormon zur Regulation des Wasserhaushaltes. Es scheint darüber hinaus bedeutsame Wirkungen auf das zwischenmenschliche Bindungsverhalten zu haben, es ist ausschlaggebend für die Ausbildung der Paarbindung bei Tieren. Der Spiegel im Blut nimmt während der Paarungszeit rapide zu.
  • Vasopressin (vasopressin)
    Antidiuretisches Hormon, das die Aufmerksamkeit steigert und mit der Anregung des Leistungsmotivs in Zusammenhang gebracht werden konnte.
  • Der Veblen-Effekt besteht in einem Geltungskonsum, bei dem Konsumenten gezielt und demonstrativ eher hochpreisige Produkte bevorzugen, um zu zeigen, dass sie sich diese Produkte auch leisten können.
  • VEE (Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte)
    Konzept stellt verhaltensnahe Option zur Umsetzung empathischen Verhaltens dar. Therapeut spiegelt dem Patienten bei VEE wider, was er von dessen Erlebnissen und damit zusammenhängenden Emotionen verstanden hat. Gefahr bei ungeschicktem Einsatz: papageienhaftes Verhalten.
  • Vegetatives Nervensystem
    Nicht willlentlich steuerbares Netzwerk aus Nervenfasern, das u. a. für die Anpassung der Körperorgane an aktuelle Belastungen zuständig ist.
  • Gefühl einer Eigenbewegung, das durch großflächige Bewegungsreize ausgelöst wird.
  • Velten-Aussagen zur Stimmungsinduktion
    Bei der Velten-Methode versetzen sich die Probanden in die Stimmungslage, die in den selbstbezogenen, von ihnen laut vorgelesenen Sätzen suggeriert wird.
  • Bauchwärts; im ZNS im rechten Winkel zur Schädelbasis oder der Körpervorderfläche verlaufend
  • s. Was-Bahn
  • Ventraler Pfad
    Kortikaler Verarbeitungspfad visueller Information, der in der primären Sehrinde beginnt und sich in den Temporalkortex erstreckt. Es werden vor allem die Objekteigenschaften eines visuellen Reizes verarbeitet (Was-System).
  • Verarbeitungsroute visueller Information, die vom visuellen zum temporalen Cortex verläuft und vermutlich dem Erkennen von Objekten und Reizmerkmalen dient. Gegensatz: dorsaler Pfad.
  • Ventraler Pfad (ventral path)
    Verarbeitungsstrang innerhalb des visuellen Systems, der für die visuelle Identifikation von Objekten erforderlich ist.
  • Ventraler Pfad der neuronalen visuellen Verarbeitung (ventral cortical pathway)
    Dieser Pfad, auch als Was-Pfad bezeichnet, umfasst hauptsächlich Funktionen der Berechnung lokaler visueller Attribute wie Farbe, Form und Textur und in höheren Stufen die form- und farbbasierte Erkennung bzw. Kategorisierung ganzer Objekte (s. auch dorsaler Pfad).
  • Ventraler Pfad der visuellen Verarbeitung
    Ein Verarbeitungspfad im Gehirn, dem höhere Funktionen visueller Analyse zugeschrieben werden. Auch als Was-Pfad bezeichnet, wird dem ventralen Pfad die Verarbeitung der Identität von Objekten zugeschrieben.
  • Ventraler visueller Pfad (ventral visual pathway)
    Verarbeitungsstrang innerhalb des visuellen Systems, welcher der Objektidentifikation dient (Was-Pfad).
  • Der sog. Bauchrednereffekt: Die Integration visueller und auditiver Information erfolgt derart, dass die Quelle auditiver Information (Stimme) einem visuellen Stimulus (Mundbewegung) zugordnet wird.
  • Die Grundannahme, dass sich das Intelligenzniveau eines Menschen verändern lässt und nicht fixiert ist.
  • Veränderter Bewusstseinszustand (altered states of consciousness)
    „Eine derartige qualitative Veränderung des Gesamtmusters psychischen Funktionierens, dass das eigene Bewusstsein sich radikal von der Art unterscheidet, wie es,normalerweise‘ funktioniert“ (Tart 1972).
  • Veränderungsblindheit
    Unfähigkeit, Veränderungen in der Umgebung wahrzunehmen.
  • Beschreibt ein Wahrnehmungsphänomen, bei dem eine offensichtliche Veränderung in der visuellen Umgebung nicht wahrgenommen wird, da der entsprechenden Stelle keine Aufmerksamkeit zugewiesen wird.
  • Veränderungsblindheit (change blindness)
    Ausgeprägte Veränderungen eines Objekts oder Objektmerkmals werden oft übersehen werden, wenn sie nicht im Aufmerksamkeitsfokus stehen. Erklärungen gehen davon aus, dass dem Ausschnitt des visuellen Feldes, in dem eine Veränderung erfolgt, selektive Aufmerksamkeit zugewiesen werden muss, damit die Veränderung wahrgenommen bzw. in eine Gedächtnisrepräsentation überführt werden kann.
  • Veränderungsblindheit (change blindness)
    Wahrnehmungsphänomen, wonach große Veränderungen innerhalb einer komplexen visuellen Szene nicht erkannt werden.
  • Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens VEV
    Fragebogen, der im Kontext der Gesprächspsychotherapie entwickelt wurde. Die Klienten sollen nach Abschluss der Behandlung 42 Aussagen der Art »Ich habe mehr Selbstvertrauen« im Vergleich zum Beginn der Therapie beurteilen.
  • Veränderungsindex
    "Mehrere Autoren schlagen die Berechnung eines Veränderungsindex (""reliable change index"", RC) vor, um der Frage nachzugehen, ob sich einzelne (oder in einer Gruppenstudie: wie viele) Patienten nach einer Intervention in dem relevanten Merkmal tatsächlich verbessert haben und - wenn ja - wie groß diese Veränderung ausfällt. In den Index gehen die Differenz der Werte vor und nach der Behandlung und der Standardmessfehler der Differenzen der Referenzstichprobe (dysfunktionale Population) ein."
  • Motivation, die zum Lösen relevanter Probleme notwendigen Veränderungen vorzunehmen.
  • Veränderungswissen
    Ziel einer Intervention ist , die vorhandene Störung entweder zu beseitigen oder zumindest zu lindern und die mit der Problematik verbundenen Einschränkungen zu reduzieren. Um dieses Ziel erreichen zu können, ist es notwendig, Kenntnisse darüber zu haben, wie eine Behandlung durchgeführt werden sollte, damit sich mit hoher Wahrscheinlichkeit der gewünschte Erfolg einstellt (»Veränderungswissen«).
  • Verankerte Kognition (grounded cognition)
    Theoretische Richtung der Kognitiven Psychologie, nach der Kognition in verschiedenen Modalitäten verankert ist. Modale Systeme sind beispielsweise Wahrnehmung (z. B. Sehen, Hören), Handlung (z. B. Bewegung, Priopriozeption) und Introspektion (z. B. Affekte, Intention, Metakognition).
  • Verantwortlichkeit
    Ein Verarbeitungsziel, bei dem Wahrnehmende glauben, dass sie ihre Reaktionen auf eine Zielperson gegenüber einem Dritten rechtfertigen müssen und für ihre Eindrücke verantwortlich gemacht werden. Im typischen Fall führt dies zu weniger stereotypen Eindrücken.
  • Verantwortungsdiffusion
    Der Prozess, durch den die Verantwortung unter der Gruppe der anwesenden Zuschauer aufgeteilt wird. Je mehr Menschen in einer Notsituation anwesend sind, desto stärker diffundiert die Verantwortung zwischen ihnen; jeder einzelne individuelle Zuschauer fühlt sich weniger verantwortlich, als wenn er allein wäre.
  • Verantwortungsdiffusion
    Die Tendenz, die allgemeine Verantwortung auf alle anwesenden Personen aufzuteilen. Erhöht sich deren Anzahl, verringert sich automatisch die subjektiv wahrgenommene Verantwortlichkeit des Einzelnen und die Wahrscheinlichkeit zur Hilfeleistung sinkt.
  • Verarbeitungsengpass
    Untersuchungen zur Mehrfachtätigkeit zeigen, dass verschiedene kognitive Prozesse beim Multitasking einen Verarbeitungsengpass verursachen: Bei Mehrfachtätigkeiten kann die Organisation von Information im Arbeitsgedächtnis und der Umgang mit dieser Information Engpässe kreieren. Zahlreiche Befunde sprechen auch für die Existenz eines Verarbeitungsengpass bei der Reaktionsauswahl; die Aktivierung von Reaktionsrepräsentationen für mehrere Aufgaben scheint nicht parallel erfolgen zu können. Schließlich erschwert die Initiierung einer Reaktion die Auswahl oder Initiierung anderer Reaktionen. hier bin ich mir seh unsicher, ob es einen großen Unterschied macht, wenn ich es in die Einzahl schreibe.
  • Verarbeitungsmodelle der Doppelaufgaben-Interferenz
    Verarbeitungsmodelle der Doppelaufgaben-Interferenz schreiben die Leistungsverschlechterung bei Mehrfachtätigkeit bestimmten Verarbeitungsstufen zu. Sie gehen davon aus, dass manche Verarbeitungsstufen ohne besondere Kosten von mehreren Aufgaben zugleich in Anspruch genommen werden können, andere hingegen nur seriell arbeiten und nur für jeweils eine Aufgabe zugleich zur Verfügung stehen. Maßgeblich für den Erfolg der Verarbeitungsmodelle war die Entwicklung der Locus-of-Slack-Methode, mit deren Hilfe Verarbeitungsengpässe systematisch identifiziert werden können.
  • Verarbeitungstiefe (depth of processing)
    Annahme, dass diejenigen Informationen, die in der Lernphase tief (semantisch) verarbeitet wurden, später besser wieder abrufbar sein sollten als nur oberflächlich (nicht semantisch) verarbeitete Informationen.
  • Verarbeitungstiefe (depth of processing)
    Nach dieser Theorie wird das Gedächtnis für Informationen verbessert, wenn diese auf einer tieferen Analyseebene verarbeitet werden.
  • Verarbeitungstiefe-ansatz
    Danach ist das Behalten eine Funktion der Verarbeitungstiefe. Sie verläuft nach dem ursprünglichen Ansatz von der strukturellen über die phonologische zur semantischen Verarbeitung.
  • verbale Intelligenz
    Leistung in sprachlichen Intelligenzaufgaben
  • Verbale Kommunikation
    Legt den Fokus in der Regel auf den Inhalt der Botschaft. Verbale Kommunikation verläuft in der Regel sequenziell (d. h. meist wechseln sich die Interagierenden in ihrer Sprechrolle ab), nutzt Symbole in Form von Wörtern und adressiert vor allem kognitive Belange.
  • Verbale Protokolle stellen eine Methode dar, wie man Prozesse des Entscheidens nachverfolgen kann. Dazu bittet man Probanden, während ihrer Entscheidung laut zu denken.
  • Verdeckte Beobachtung
    Qualitative Untersuchungsmethode, bei der die Versuchspersonen nicht wissen, beobachtet zu werden bzw. sich der Versuchsleiter nicht als solcher ausgibt. Dadurch soll soziale Erwünschtheit reduziert werden; gleichzeitig ist die Methodik ethisch zu bedenken.
  • Hier wissen die beobachteten Personen nicht, dass sie Gegenstand einer Beobachtung sind. Die verdeckte Beobachtung wirft erhebliche ethische Probleme auf.
  • verdeckte Verhaltensbeobachtung
    Bei einer verdeckten Verhaltensbeobachtung ist der Beobachter nicht sichtbar. Sie soll aus ethischen Gründen nur mit Zustimmung der beteiligten Personen durchgeführt werden. Verdeckt beobachten kann man auch mit einer Kamera, die fest installiert ist und nur zu bestimmten Zeiten aufzeichnet.
  • Die Verdeckung ist ein monokulares Tiefenkriterium. Wenn ein Objekt ein anderes verdeckt, dann ist das verdeckende Objekt vor dem verdeckten.
  • Verdeckungsparadigma (occlusion paradigm)
    In dem Paradigma wird die Darstellung einer handelnden Person zu einem bestimmten (kritischen) Zeitpunkt verdeckt. In einer Variante des Paradigmas sollen Personen den Ausgang der Handlung vorhersagen. In einer anderen Variante wird die Handlung nach einem bestimmten Intervall fortgeführt. Die Fortführung entspricht entweder dem tatsächlichen Zeitablauf, setzt zu einem früheren Zeitpunkt wieder ein oder setzt zu einem späteren Zeitpunkt wieder ein. Versuchspersonen werden aufgefordert, die zeitliche Übereinstimmung zu beurteilen.
  • In der psychoanalytischen Theorie der Abwehrmechanismus, auf dem alle anderen Formen der Abwehr beruhen und mit dessen Hilfe Gedanken, Gefühle und Erinnerungen, die Angst auslösen, aus dem Bewusstsein gedrängt werden.
  • Verdrängung
    in der psychoanalytischen Theorie der wichtigste Abwehrmechanismus, auf dem alle anderen Formen der Abwehr beruhen und mit dessen Hilfe Angst auslösende Gedanken, Gefühle und Erinnerungen aus dem Bewusstsein verbannt werden.
  • Verdrängung (repression)
    In der psychoanalytischen Theorie ein Prozess, durch den Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, die Angst auslösen, aus dem Bewusstsein „verdrängt“ werden (wichtigster Abwehrmechanismus).
  • Hierbei ist das zentrale Thema, dass der Betroffene (oder jemand, der ihm nahesteht) angegriffen, verfolgt oder betrogen wird, dass eine Verschwörung gegen ihn besteht oder dass ihm nachgestellt wird.
  • Verfügbarkeit
    Beim Konzept der kognitiven Verfügbarkeit geht es darum, ob Informationen Gedächtnis repräsentiert sind oder nicht (z.B. haben einige Personen die Verbindung zwischen ‚Kinofilm’ und ‚24 Bildern pro Sekunde’ verfügbar, andere nicht). Im medienpsychologischen Kontext taucht zuweilen eine zweite Bedeutung von Verfügbarkeit auf, bei der die Verfügbarkeit und Verbreitung von Medienangeboten angesprochen ist (z.B. Verfügbarkeit des Breitband-Internets im ländlichen Osthessen).
  • Verfügbarkeitsheuristik
    Eine kognitive Abkürzung, die es ermöglicht, uns darauf zu stützen, wie schnell uns Informationen über ein bestimmtes Ereignis in den Sinn kommen, um daraus auf die Häufigkeit bzw. Wahrscheinlichkeit dieses Ereignisses zu schließen.
  • Verfügbarkeitsheuristik
    Wenn Informationen nicht wiedererkannt, sondern aus dem Gedächtnis selbst generiert werden sollen, wie beim freien Erinnern, wird für Entscheidungen häufig die „Verfügbarkeitsheuristik” (Tversky & Kahneman, 1973) angewandt. Diese Regel beruht auf einer Meta-Kognition, bei der die Person die Leichtigkeit, mit der sie bestimmte Informationen verarbeitet, selbst wieder als Information wertet. Flüssig verarbeitete Informationen werden für relevanter gehalten als weniger flüssig verarbeitete, und dieser Unterschied kann sich auch in Präferenzurteilen niederschlagen. Wenn ein Produkt der Person also relativ schnell in den Sinn kommt, wird es daher möglicherweise als höherwertig eingeschätzt, als wenn es ihr erst nach einigem Nachdenken einfällt
  • Verfügbarkeitsheuristik
    Einschätzung der Wahrscheinlichkeit von Ereignissen je nach ihrer Verfügbarkeit in der Erinnerung. wenn uns Beispiele schnell einfallen (vielleicht weil sie spektakulär sind), halten wir ein solches Ereignis fu?r normal.
  • Verfügbarkeitsheuristik
    Heuristik, bei der die Menge sowie Abrufleichtigkeit von Informationen die subjektive Wahrscheinlichkeitseinschätzung für ein bestimmtes Ereignis bestimmen.
  • Die Vergenz erfasst in der horizontalen Ebene die Stellung der Augen zueinander.
  • Vergessen wird einerseits dem Spurenzerfall über die Zeit und andererseits der Interferenz durch das Überlagern von Gedächtnisspuren zugeschrieben. Allgemein wird die Interferenz als der entscheidende Faktor beim Vergessen angesehen. Vergessen kann auch eine temporäre Erschwerung des Zugriffs auf bestimmte Gedächtnisspuren bedeuten. Erinnerungen können andere blockieren. Man spricht von abrufinduziertem oder erinnerungsinduziertem Vergessen. Beim gerichteten Vergessen versuchen wir bewusst zu beeinflussen, ob wir etwas erinnern oder vergessen wollen.
  • Vergessen kann unterschiedliche Ursachen haben. Experimentelle Belege gibt es für das Nichteinprägen und die Nichtzugänglichkeit von Informationen. Ein Zerfall von Informationen im Langzeitgedächtnis kann dagegen nicht experimentell belegt werden.
  • Vergessen (forgetting)
    Vergessen im Langzeitgedächtnis geht vor allem auf Interferenzprozesse zurück. Wir unterscheiden proaktive und retroaktive Interferenz.
  • Vergleichs-Veränderungs-Rückkopplungs-Einheiten
    Vergleichs-Veränderungs-Rückkopplungs-Einheiten entsprechen inhaltlich den TOTE-Einheiten und stellen in sich vernetzte und hierarchisch organisierte zyklische Einheiten der Handlung dar. Unter zyklischen Einheiten sind Grundbausteine menschlichen Handelns zu verstehen, die aus einem Ziel bzw. Zwischenziel sowie mehreren Transformationen, die auf das Ziel bezogen sind, bestehen. Im Unterschied zu den TOTE-Einheiten nehmen die Vergleichs-Veränderungs-Rückkopplungs-Einheiten Bezug auf Ziele als Resultate und Vergleichsmuster des Handelns und weisen deutlicher auf umweltverändernde Wirkungen des Handelns hin.
  • Verhalten, raumbezogenes
    Raumbezogenes Verhalten umfasst zwei Kategorien: Unter _Annäherungsverhalten_ wird alles gefasst, was sich als Ausdruck des Wunsches, an einem Ort zu bleiben, interpretieren lässt: der Wunsch, an einem Ort zu bleiben, ihn zu erforschen, dort zu arbeiten oder auch sich dort anderen Menschen anzuschließen. _Vermeidungsverhalten_ umschreibt dagegen die gegensätzlichen Verhaltenstendenzen, d. h. den Wunsch, an dem Ort nicht zu bleiben etc.
  • Verhaltens- oder nichtstoffgebundene Sucht (behavioral addiction)
    Die Sucht bezieht sich auf nichtsubstanzassoziiertes Verhalten (z. B. Spielsucht, Internetsucht, Sexsucht etc.).
  • Verhaltens-Ereignis-Kontingenz
    Enger zeitlicher Zusammenhang zwischen einem Verhalten und einem Ereignis.
  • Verhaltensaktivierungssystem
    Das Verhaltensaktivierungssystem ist eine neuroanatomische Struktur, die zur Verhaltensinitiierung (z.B. bei Stimuli, die eine Belohnung ankündigen) führt. Sie ist eine autonome Erregung, die der Mobilisierung des Organismus für Annäherungsverhalten dient.
  • Verhaltensaktivierungssystem
    System nach Gray, das die Reaktion auf konditionierte Belohnungsreize organisiert
  • Verhaltensanalyse
    Psychologisches Diagnoseverfahren, bei dem verhaltenssteuernde Bedingungen wie z. B. auslösende und aufrechterhaltende Faktoren über die systematische Selbst- oder Fremdbeobachtung identifiziert werden.
  • Verhaltensanalyse, funktionale
    Verhaltensorientierte Form der Problemanalyse. Diagnostische Informationen werden in ein individuelles funktionales Bedingungsmodell der Störung integriert.
  • Verhaltensbeobachtung
    Die Verhaltensbeobachtung dient der Beschreibung des Verhaltens eines oder mehrerer Personen. Sie wird in der diagnostischen Praxis sehr oft eingesetzt – und sei es nur, um das Verhalten einer Person bei der Durchführung eines Tests oder während eines diagnostischen Interviews zu beschreiben.
  • Verhaltensbeobachtung im Feld
    Eine Verhaltensbeobachtung im Feld, beispielsweise die Beobachtung eines Kindes beim Spiel mit der Mutter, hat den Vorteil, dass auch die Kontextbedingungen mit erfasst werden, die für das interessierende Verhalten mit verantwortlich sind.
  • Verhaltensbeurteilung
    Die Verhaltensbeurteilung ist von der Verhaltensbeobachtung zu unterscheiden. Letztere liefert Daten über die Häufigkeit oder Dauer von konkreten Verhaltensweisen, die vom Diagnostiker (der nicht selbst Beobachter gewesen sein muss) interpretiert werden können. Bei der Verhaltensbeurteilung nimmt der Beobachter diese Interpretation direkt vor: Er sieht bestimmte Verhaltensweisen und schließt daraus direkt auf die Eigenschaft. Die lästige Registrierung während des Beobachtungsvorganges entfällt; der Beurteiler braucht sein Urteil in der Regel nicht einmal zu begründen.
  • Verhaltensdiagnostik
    Im Rahmen einer Verhaltensdiagnostik wird neben der Verhaltensanalyse auch versucht die Bedingungen zu bestimmen (Bedingungsanalyse), die zur Entwicklung und/oder zur Auslösung des Symptoms beitragen.
  • Verhaltensexperiment
    Therapeutische Intervention. Verfahren der kognitiven Umstrukturierung, bei dem der Patient dazu angeleitet wird, in einer bewusst hergestellten Situation Evidenz für seine negative Erwartungen, irrationale Einstellungen oder Befürchtungen zu suchen. Durch die wiederholte Erfahrung, dass die Erwartungen und Befürchtungen in der Realität nicht eintreten, kommt es zum Aufbau neuer Wahrnehmungs- und Interpretationsmuster.
  • Nach der Lerntheorie kommt es hierzu (bzw. zur Verhaltenslöschung), wenn über einen mehr oder minder langen Zeitraum keine Verhaltensverstärkung stattfindet.
  • Verhaltensformung
    siehe: Shaping
  • Verhaltensgedächtnis
    Entspricht dem impliziten Gedächtnis oder prozeduralen Gedächtnis, in dem unser „Können“ gespeichert ist.
  • Die Analyse individueller Unterschiede in Verhalten und Entwicklung im Hinblick auf genetische und umweltbedingte Einflussfaktoren, deren Zusammenwirken diese Unterschiede verursacht.
  • Verhaltensgenetik
    die Untersuchung der relativen Gewichte und Grenzen von genetischen und Umwelteinflüssen auf das Verhalten.
  • Verhaltensgenetik
    Populationsgenetik des Verhaltens
  • Verhaltensgleichung
    Kern des funktionalen Bedingungsmodells ist die sog. Verhaltensgleichung, in der das Verhalten selbst (R = Reaktion) sowie die auslösenden Bedingungen (S = Situation) und die nachfolgenden, meist verstärkenden Bedingungen (C = Konsequenz) in ihren funktionalen Zusammenhängen beschrieben werden. Die Verhaltensgleichung nach dem respondenten Modell enthält nur zwei Aspekte (S-R), die nach dem operanten Modell in der ursprünglichen Form drei Komponenten (S-R-C).
  • Eine auf dem Temperament beruhende Verhaltenstendenz zu ängstlichen und zurückhaltenden Reaktionen in neuartigen oder stressreichen Situationen.
  • Verhaltenshemmungssystem
    System nach Gray, das die Reaktion auf Neuigkeit und konditionierte Bestrafungsreize organisiert
  • Verhaltensinhibitionssystem
    Das Verhaltensinhibitionssystem ist eine neuroanatomische Struktur, die zur Verhaltenshemmung (z.B. bei Stimuli, die eine Bestrafung ankündigen oder potenziell gefährlich sind) führt. Sie ist eine autonome Erregung, die der Mobilisierung des Organismus für Vermeidungsverhalten dient.
  • Verhaltenskette
    Mehrere nacheinander geschaltete Verbindungen aus Stimuli und Reaktionen, wobei die Konsequenz einer Reaktion wiederum das Folgeverhalten auslöst.
  • Verhaltenskodex
    "Eine Sammlung von Verhaltensweisen, welche in bestimmten Zusammenhängen und Umgebungen in Abhängigkeit von der jeweiligen Situation Anwendung finden sollen bzw. können. Im Unterschied zu einer Regelung ist die Zielgruppe nicht zwingend an die Einhaltung gebunden - häufig wird daher auch der Begriff der ""freiwilligen Selbstkontrolle"" verwendet."
  • Verhaltenskomponente von Einstellungen
    Frühere (sowie gegenwärtige und antizipierte) Verhaltensweisen, die mit einem Einstellungsobjekt verbunden sind.
  • Verhaltensmedizin
    Anwendung verhaltenstherapeutischer Methoden in der Medizin und die empirische Erforschung der Zusammenhänge zwischen Verhalten, somatischen Erkrankungen und Problemen der Gesundheitsversorgung.
  • Interdisziplinäres Arbeitsfeld, in dem Gesundheits- und Krankheitsmechanismen unter Berücksichtigung psychosozialer, verhaltensbezogener und biomedizinischer Wissenschaften erforscht und die gewonnenen Erkenntnisse in Diagnostik, Prävention, Therapie und Rehabilitation eingesetzt werden.
  • Eine Therapieform, die auf Prinzipien des operanten Konditionierens beruht. Dabei werden Verstärkungskontingenzen verändert, um ein angepassteres Verhalten zu fördern.
  • Verhaltensorientierte Maßnahmen der Personalentwicklung
    Diese Maßnahmen umfassen die Verhaltensmodellierung, simulationsorientierte Verfahren sowie die Fallstudienmethode.
  • Durch Maßnahmen der Verhaltensprävention sollen gesundheitsgefährdende Verhaltensmuster modifiziert werden, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, die Gesundheit zu verbessern und Fehlzeiten zu minimieren.
  • Verhaltenstheorie
    Die Verhaltenstheorie erklärt Verhalten als eine Funktion der Situation. Sie befasst sich ausschließlich mit dem beobachtbaren Verhalten und den ebenfalls beobachtbaren situativen Bedingungen des Verhaltens (Auslöser und Konsequenzen). Geistige Prozesse und Gefühle sind somit von dieser Forschungsrichtung ausgeschlossen.
  • "Psychotherapeutische Grundorientierung; umfasst störungsspezifische und unspezifische Therapieverfahren, die aufgrund eines fundierten Störungs- und Änderungswissens eine systematische Verbesserung der Problematik anstreben."
  • Verhaltenstherapie
    Therapie, die Lernprinzipien anwendet, um unerwünschte Verhaltensweisen zu löschen.
  • Verhaltenstherapie
    Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass Menschen ihr Verhalten und Erleben durch Erfahrungen im Laufe ihres Lebens erlernen. Eine psychische Krankheit entsteht dann, wenn die erlernten Muster problematisch oder unangemessen sind. Der Psychotherapeut erarbeitet gemeinsam mit dem Patienten neue Verhaltens- und Erlebensmuster, die der Patient mit Hilfe verschiedener Methoden einübt. Ziel ist, die negativen Muster durch positive zu ersetzen. Die Verhaltenstherapie ist eine gedanken- und handlungsorientierte, problembezogene Therapieform.
  • Therapieform, die zu Erklärung und Behandlung psychischer Störungen v. a. auf lerntheoretische Prinzipien zurückgreift (klassische und operate Konditionierung, Modelllernen). Prototypische Interventionsmethoden sind z. B. Expositionsverfahren und Kontingenzmanagementsysteme.
  • Therapeutische Vereinbarung, die bestimmte Regeln der Zusammenarbeit oder des therapeutischen Vorgehens sowie Konsequenzen für deren Einhaltung oder Nichteinhaltung enthält.
  • Mittels verhältnispräventiver Maßnahmen sollen Lebens- und Arbeitsbedingungen dauerhaft modifiziert werden, um die Gesundheit zu erhalten und zu verbessern.
  • Verhältnisprävention beinhaltet Ausrichtung der gesellschaftlichen und staatlichen Gegebenheiten in der Form, dass Krankheiten vermieden oder frühzeitig erkannt werden können. Synonym: Umweltorientierte Prävention.
  • Ordnet den Objekten eines empirischen Relativs Zahlen zu, die so geartet sind, dass das Verhältnis zwischen je zwei Zahlen dem Verhältnis der Merkmalsausprägungen der jeweiligen Objekte entspricht. Eine Verhältnisskala erlaubt Aussagen über Gleichheit (Äquivalenzrelation), Rangfolge (Ordnungsrelation) und Größe des Unterschieds der Merkmalsausprägung von Objekten. Sie hat außerdem einen empirisch begründbaren Nullpunkt. Beispiel: Länge
  • Eine Verhältnisskala bzw. Ratioskala („ratio scale“) ordnet den Objekten eines empirischen Relativs Zahlen zu, die so geartet sind, dass das Verhältnis zwischen je zwei Zahlen dem Verhältnis der Merkmalsausprägungen der jeweiligen Objekte entspricht. Die Verhältnisskala verfügt über einen absoluten Nullpunkt.
  • Verhandeln meint die Beilegung eines Konflikts durch den Austausch von Vorschlägen und Gegenvorschlägen mit dem Ziel, eine Vereinbarung zu finden, die von allen Seiten akzeptiert werden kann. Nehmen die Verhandlungspartner die Unterstützung einer neutralen Partei in Anspruch, so lässt sich von _Mediation_ sprechen. Der allparteiliche Mediator steuert den Kommunikations- und Verhandlungsprozess mit dem Ziel, eine allseits zufriedenstellende Konfliktlösung herbeizuführen; die Entscheidungsmacht verbleibt bei den Konfliktparteien.
  • Sichere Erkenntnis durch Bestätigung von Theorien anhand von Daten (Verifikation; „verification“) ist im Verständnis des Kritischen Rationalismus nicht möglich, da ein Induktionsschluss nicht logisch zwingend ist. Lediglich die Widerlegung von Theorien durch Daten (Falsifikation; „falsification“) ist – unter bestimmten Bedingungen – zu rechtfertigen auf der Basis des Deduktionsschlusses.
  • Verlauf, finaler
    Endgültiger, auf den unvermeidlichen Tod hinauslaufender Krankheitsverlauf.
  • Verlaufsbezogenes Feedback (knowledge of performance)
    Zusätzliche von außen gegebene Information über die Ausführungsmerkmale einer Bewegung, die zu einem bestimmten Ergebnis geführt hat.
  • Verlaufsdiagnostik
    Siehe Prozessdiagnostik
  • Verlustaversion
    Menschen sind sehr viel stärker motiviert, mögliche Verluste abzuwenden als gleich hohe und gleich wahrscheinliche Gewinne herbeizuführen. Die in dieser Asymmetrie zum Ausdruck kommende Verlustaversion ist eine der wichtigsten motivationalen Größen im wirtschaftlichen Handeln. Der Effekt, daß Menschen das was sie bereits besitzen, deutlich höher schätzen als das, was sie „nur“ besitzen könnten, wird auch als „Endowment“-Effekt bezeichnet.
  • Verlustaversion (loss aversion)
    Die Tendenz, gegenüber potenziellen Verlusten sensitiver zu sein als gegenüber potenziellen Gewinnen.
  • Verhalten, das auf die Beseitigung oder das Umgehen angstauslösender Situationen oder Objekte gerichtet ist.
  • Vermeidung von Unsicherheit
    Das Ausmaß, in dem man in einem Land vermeidet, Risiken einzugehen und sich Unsicherheiten auszusetzen.
  • Vermeidungsmotivation
    Vermeidungsmotivation zielt auf das Vermeiden eines unerwünschten negativen Zielzustandes.
  • Vermeidungstemperament
    Nach Elliot und Trash (2001) ist ein Vermeidungstemperament eine generelle neurobiologische Sensibilität gegenüber negativen Stimuli. Dies kommt in einer wahrnehmungsmäßigen Vigilanz für, einer affektiven Reaktion auf und einer verhaltensmäßigen Prädisposition gegenüber solche(n) Stimuli zum Ausdruck.
  • Tendenz, aversive Erfahrungen zu verhindern oder schnellstmöglich zu beenden. Vermeidungstendenzen können sich u. a. auf Therapie als Gesamterfahrung (Investition von Zeit, Mühe und Geld, Stigmatisierungsgefahr), auf aversiv erlebte therapeutische Übungen (Exposition, etc.) und/oder schmerzhafte Erkenntnisse beziehen.
  • Vermeidungsziele
    Vermeidungsziele beziehen sich auf einen spezifizierten negativen Zustand, den es zu vermeiden gilt.
  • Vernachlässigender Erziehungsstil
    Gekennzeichnet durch ein niedriges Ausmaß an Lenkung und ein niedriges Ausmaß an Responsivität. Das elterliche Verhalten ist geprägt durch ein geringes Interesse und Engagement in der Eltern-Kind-Interaktion. Zudem besteht ein sehr distanziertes oder gar
  • vernetztes Selbstkonzept
    Selbstkonzept bei Kollektivismus
  • Vernetztheit im Sinne vieler Beziehungen zwischen den beteiligten Variablen macht die Effekte von Eingriffen in ein derartiges Netzwerk schwerer vorhersagbar und zwingt den Problemlöser die Abhängigkeiten in einem Modell abzubilden.
  • Versammlungskommunikation
    Kommunikationsmodus, bei dem die Kommunikationsteilnehmer zur selben Zeit am selben Ort physisch anwesend sind und mittels natürlicher Medien, v.a. der Sprache (sowie Gestik und Mimik), kommunizieren. Lange Zeit war dies die zentrale Form gesellschaftlicher Kommunikation.
  • Verschlossen-abgelehnte Kinder
    Eine Kategorie des soziometrischen Status, die sich auf abgelehnte Kinder bezieht, die sich sozial zurückziehen, argwöhnisch und häufig schüchtern und ängstlich sind.
  • Reflexe (wie der Moro-Reflex) haben spezifische Zeitfenster, in denen die einzelnen Reflexe zurückgebildet sein sollten. Abweichungen von den Zeitfenstern können auf neurologische Störungen hinweisen.
  • Versöhnlichkeit
    Versöhnlichkeit wird definiert als prosoziale Veränderung der Motivation gegenüber dem Missetäter trotz seines verletzenden Verhaltens.
  • Versorgungsformen stationärer Versorgung
    Kliniken für: 1. Psychiatrie und Psychotherapie, 2. Psychosomatik und Psychotherapie, 3. Psychosomatische Rehabilitation.
  • Versorgungspraktische Wirksamkeit
    Analyse der versorgungspraktischen Effektivität einer Intervention unter klinisch-praktischen Routinebedingungen.
  • Verstand und Vernunft
    Mit dem Begriff Verstand, dessen Verwendung bis zum heutigen Tage maßgeblich von Kant geprägt ist, ist die Fähigkeit des geistigen Erfassens, Verstehens, Begreifens und Urteilens gemeint. Demgegenüber bezeichnet der Begriff Vernunft die Fähigkeit des menschlichen Denkens, aus den Sachverhalten, die der Verstand durch Beobachtung und Erfahrung erfasst, durch Schlussfolgerungen allgemeingültige Zusammenhänge herzustellen, deren Bedeutung zu erkennen sowie Regeln und Prinzipien aufzustellen und danach zu handeln. Richtet sich die Vernunft auf das Erkennen, spricht man von theoretischer Vernunft, ist sie auf das konkrete Handeln in der Welt ausgerichtet, spricht man von praktischer Vernunft.
  • Der Prozess, das eigene Verstehen eines gelesenen Textes oder gehörter Rede zu kontrollieren.
  • Verhaltenskonsequenzen, die die Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens erhöhen ( Operante Konditionierung).
  • Jeder Reiz, der geeignet ist, ein mit ihm verbundenes Verhalten wahrscheinlicher zu machen. Typischerweise treten Verstärker als positive Verhaltenskonsequenzen bzw. Belohnungen (positive V.) oder als Wegfall eines unangenehmen Zustandes (negative V.) auf.
  • Verstärker (reinforcer)
    Reiz, der die Auftretenswahrscheinlichkeit einer Reaktion in einem operanten Konditionierungsparadigma ändert.
  • Verstärker (reinforcer)
    Bei der operanten Konditionierung jedes Ereignis, das die Wahrscheinlichkeit einer Verhaltensweise erhöht (verstärkt), auf die es folgt.
  • Hierdurch (Setzen einer positiven Konsequenz oder Wegnahme einer negativen Konsequenz) kommt es nach der Lerntheorie zu der Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens.
  • Führt in der Theorie des Operanten Konditionierens dazu, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Verhaltensweise häufiger auftritt, erhöht wird. Von positiver Verstärkung spricht man, wenn dies erreicht wird, indem (möglichst direkt) nach dem Auftreten des Verhaltens eine positive Konsequenz erfolgt. Negative Verstärkung liegt vor, wenn als Folge auf das Verhalten eine unangenehme Situation beendet wird.
  • Verstärkung
    in der operanten Konditionierung jedes Ereignis, durch das ein vorausgehendes Verhalten verstärkt wird.
  • Verstärkung, negative
    Die Wegfall einer negativen (aversiven) Konsequenz durch ein Verhalten führt zu einer erhöhten Auftretenswahrscheinlichkeit der vorausgehenden Reaktion.
  • Verstärkung, positive
    Die Darbietung einer positiven Konsequenz führt zu einer erhöhten Auftretenswahrscheinlichkeit der vorhergehenden Reaktion.
  • Verstärkung, somatosensorische
    Durch eine verstärkte Aufmerksamkeit auf körperliche Vorgänge und die Fehlbewertung dieser werden Symptome intensiver wahrgenommen.
  • Verstärkungsänderung (gain change)
    Experimentelles Paradigma, mit dem das Erlernen einer neuen Transformation der Bewegungsrichtung der Bewegungsweite bezeichnet wird.
  • Verstärkungsplan
    ein Muster, das definiert, wie oft ein erwünschtes Verhalten verstärkt wird.
  • Versteckter Hörverlust (hidden hearing loss)
    Periphere Schädigung des auditiven Systems, die sich nicht in erhöhten Absolutschwellen für die Detektion auditiver Reize niederschlägt und daher in der Vergangenheit fälschlicherweise als zentrale Schädigung interpretiert wurde.
  • Versuchsgruppe
    Gruppe in einem Experiment, deren Teilnehmer einer Behandlung unterzogen werden, die in diesem Fall eine Ausprägung der unabhängigen Variable darstellt.
  • (Unbewusste) Beeinflussung des Untersuchungsergebnisses durch das Verhalten oder die Erwartungen des Versuchsleiters
  • Unter einem Versuchsplan versteht man eine möglichst konkrete Handlungsanweisung zur Erhebung von Daten zum Zweck der ökonomischen, validen und präzisen experimentellen Hypothesenprüfung. Die Konkretisierung erfolgt auf der Grundlage einer zugehörigen Versuchsplananlage und mithilfe folgender vier Entscheidungen, die die Bedingungen angeben, unter welchen die Vpn beobachtet werden: 1. vollständige oder teilweise Realisierung der angelegten Zellen, 2. Bestimmung der Anzahl der Beobachtungen pro Zelle, 3. interindividuelle oder intraindividuelle Bedingungsvariation, 4. randomisierte oder nichtrandomisierte Zuordnung der Vpn zu den Zellen.
  • Versuchsplan
    Unter einem Versuchsplan (Design) versteht man ein standardisiertes Schema zur Gestaltung einer empirischen Untersuchung, mit dem eine möglichst valide Überprüfung von Hypothesen oder Beantwortung von Forschungsfragen erreicht werden soll. Die wichtigsten Designtypen sind populationsbeschreibende Untersuchungen, korrelative Untersuchungen sowie experimentelle und quasi-experimentelle Untersuchungen.
  • Darunter wollen wir eine Menge von bewährten Schemata zur Anordnung von unabhängigen Variablen (Faktoren) und ihren Ausprägungen (Stufen) verstehen, mit deren Hilfe eine möglichst informationshaltige und gleichzeitig ökonomische symbolische Repräsentation der Variablenausprägungen (Faktorstufen) erreicht werden kann. (Hager, 1987, S. 56)
  • Versuchsteilnehmer
    Person, die an einer psychologischen Studie teilnimmt.
  • Verteilte Repräsentation (distributed representation)
    Eine Eigenschaft wird durch ein Muster mehrerer aktivierter Repräsentationen bestimmt.
  • verteilte Repräsentation von Wahrnehmung und Handlung
    TEC geht davon aus, dass Handlungen (wie andere Ereignisse auch) verteilt repräsentiert sind, d.h. durch ein ganzes Netzwerk von Merkmalskodes. Um ein derartiges Netzwerk für die spätere Ausführung einer Handlung vorzubereiten, müssen die wesentlichen Merkmalskodes aktiviert, d.h. in einen Zustand erhöhter Bereitschaft versetzt werden. Um sicherzustellen, dass bei der gleichzeitigen Kodierung die beteiligten Kodes nicht durcheinander geraten, nimmt TEC einen Integrationsprozess an, der die zum selben Ereignis gehörenden Kodes zusammen bindet.
  • statistisch: Häufigkeiten der Werte einer Variable
  • Wird notwendig, wenn Personen mehrere Dinge (z.B. Handlungen oder Aufgaben) gleichzeitig ausführen müssen und dabei die gleichen Aufmerksamkeitsmechanismen, -prozesse und -ressourcen gefordert sind.
  • Das Phänomen, dass in jeder Sprache bestimmte Laute mit höherer Wahrscheinlichkeit zusammen auftreten als andere.
  • verteilungsfreie Verfahren
    Statistische Tests, die keine besondere Verteilungsform der Grundgesamtheit (insbesondere Normalverteilung) voraussetzen. Sie sind vor allem für die inferenzstatistische Auswertung kleiner Stichproben geeignet; auch nichtparametrische Tests genannt
  • Kumulation der Wahrscheinlichkeitsfunktion einer Zufallsvariablen. Die Werte dieser Funktion benennen keine Einzelwahrscheinlichkeiten, sondern die Wahrscheinlichkeit des Wertes selbst sowie aller kleineren Werte. Die Verteilungsfunktion berechnet sich bei stetigen Zufallsvariablen durch das Integral der Dichtefunktion
  • Verträglichkeit
    Disposition, freundlich zu sein
  • Vertrauensintervall
    Siehe Konfidenzintervall
  • Vertrauenswahrscheinlichkeit
    Die Vertrauenswahrscheinlichkeit (Konfidenz) ist die Wahrscheinlichkeit, mit der man darauf vertrauen kann, dass ein bestimmtes Konfidenzintervall den wahren Wert in der Population beinhaltet.
  • Verwandtenselektion
    Ist auch als Theorie der Gesamtfitness bekannt und bezieht sich auf die Annahme, dass unsere Entwicklung dazu geführt hat, dass wir Menschen begünstigen, die genetisch mit uns verwandt sind, und es wahrscheinlicher ist, dass wir engen Verwandten (der Familie) helfen als Fremden.
  • Verwandtschaftskoeffizient (r)
    Der Verwandtschaftskoeffizient zwischen zwei Individuen kann berechnet werden, wenn man weiß, wie viele Schritte die Individuen von einem gemeinsamen Vorfahren entfernt sind. Beispielsweise sind die Verwandtschaftskoeffizienten zwischen Kindern und Eltern bzw. Enkeln und Großeltern 0.5 bzw. 0.25.
  • Verwässerungseffekt (informationale Diagnostizität)
    Urteilsverzerrung aufgrund des ungerechtfertigten Einflusses nicht diagnostischer (also irrelevanter) Informationen.
  • Verwechslungsfehler
    Ein Verwechslungsfehler liegt vor, wenn auf einen Distraktor so reagiert wird, als wäre es ein Zielreiz.
  • Mit dem Verwendungszusammenhang („context of application“) ist die Nutzung wissenschaftlicher Theorien und Forschungsergebnisse gemeint. Diese erfolgt teils innerhalb derWissenschaft (z. B. vorliegende Theorien und Befunde werden als Grundlage weiterer wissenschaftlicher Studien herangezogen), teils aber auch außerhalb der Wissenschaft in diversen Praxisfeldern (z. B. eine psychologische Theorie wird zur Entwicklung einer psychotherapeutischen Intervention herangezogen; eine erziehungswissenschaftliche Theorie wird zur Gestaltung einer Schulreform herangezogen). Eine Theorie, die in der Praxis oft und offenbar erfolgreich genutzt wird, kann einen hohen praktischen Bewährungsgrad beanspruchen. Allerdings sind die Verhältnisse in der Praxis von vielen Faktoren beeinflusst, so dass praktische Verwertbarkeit keine umfassende, systematische Theorieprüfung darstellt (diese ist im Verständnis des Kritischen Rationalismus im Begründungszusammenhang zu leisten).
  • Verwirrtheit(szustand)
    → Delir und → Reaktionstypen.
  • Verzerrung durch nachträgliche Einsicht
    siehe: Hindsightbias
  • Eine Methode, bei der Kindern Modellhandlungen vorgeführt werden, die nach einem mehr oder minder großen Zeitintervall imitiert werden sollen, um dadurch beispielsweise Aufschlüsse über die Gedächtnisleistung zu erhalten.
  • Den Gleichgewichtssinn betreffend.
  • vestibulärer Sinn
    siehe: Gleichgewichtssinn
  • Medikament Sildenafil zur Behandlung von Impotenz bei Männern. Wirkt sich positiv auf Erektionsfähigkeit aus und verkürzt u. U. ein wenig die Refraktärzeit. Ermöglicht Einflussnahme auf Erektionsfähigkeit, die gerade bei körperlich bedingten Errektionsstörungen und fehlenden alternativen Therapiemöglichkeiten wichtig ist.
  • videounterstütztes Erinnern
    Erfragen interner Zustände in einer Situation bei Zeigen eines Videos der Situation
  • Der Vieth-Müller-Kreis wird durch Objekte gebildet, deren Abbilder auf korrespondierende Punkte auf der linken und rechten Retina fallen.
  • Daueraufmerksamkeit, Wachheit, Wachsamkeit. Bereitschaft des Organismus, auf zufällige Reize bewusst zu reagieren.
  • Beschreibt den Grad des allgemeinen „Wachheitszustands“ einer Person. Wird im Wesentlichen durch das Aktivitätsniveau der Formatio reticularis im Hirnstamm bestimmt.
  • Vigilanz (Wachsamkeit, Daueraufmerksamkeit)
    Nach Mackworth Zustand der Bereitschaft, kleine zufallsverteilte Veränderungen in der Umwelt zu erkennen und darauf zu reagieren.
  • Virtual-Reality-Technologien (VR)
    Ermöglichen computerbasierte Modelle der realen Welt zu erstellen, mit denen mittels Mensch-Maschinen-Schnittstellen interagiert werden kann. Charakteristische Merkmale sind die Interaktion in Echtzeit und die Ansprache und Einbeziehung mehrerer menschlicher Sinne. Diese künstlich geschaffenen Welten lassen sich in vielen unterschiedlichen Bereichen einsetzen (z. B. Fahrzeugsimulatoren in der Autoindustrie, Gebäudeplanung in der Architektur, Flugsimulation in der Ausbildung von Piloten, Unterhaltungsindustrie, Telemedizin).
  • Grundgedanke der Virtualisierung ist eine aufgabenorientierte Vernetzung von räumlich verteilten Organisationseinheiten (oft über Ländergrenzen hinweg) mithilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien, die sich als Partner an einem arbeitsteiligen Wertschöpfungsprozess verstehen.
  • Virtuelle Mobilität
    Virtuelle Mobilität beschreibt die Bewegung der Nutzerin oder des Nutzers durch Datenräume, welche verschiedene metaphorische Orte repräsentieren.
  • Virtuelle Realität
    Kernstück einer virtuellen Umgebung ist ein Weltmodell, aus dem in einem Computer Bilder, Schallereignisse, oder andere Reize berechnet werden können, die von einer Versuchsperson unter bestimmten Bedingungen aufgenommen werden können. Man misst dann die Bewegungen der Versuchsperson (Tracking) und spielt ihr mittels geeigneter Schnittstellen (Datenbrille, Datenhandschuh, Bewegungsplattform etc.) für jede Position und Orientierung ihrer Sinnesorgane die entsprechenden Sinnesreize zu. Durch die virtuelle Realität kann der Kreislauf von Wahrnehmung und Verhalten geöffnet und in anderer, kontrollierter Weise wieder zusammengefügt werden.
  • Form der Teamarbeit, bei der sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe nicht an einem gemeinsamen Ort befinden, sondern durch Nutzung moderner Kommunikationsmittel (e-mail, Videokonferenzen, etc.) kommunizieren.
  • Fungieren hinweg über geographische und organisatorische Grenzen unter Nutzung diverser Übertragungsmedien für den Daten- und Informationsaustausch.
  • Virtuelle Teams sind flexible Gruppen standortverteilter und ortsunabhängiger Mitarbeiter, die auf der Grundlage von gemeinsamen Zielen bzw. Arbeitsaufträgen geschaffen werden und informationstechnisch vernetzt sind.
  • Virtuelle Teams
    Arbeitsgruppen, in denen ortsverteilte Mitglieder auch untereinander informationstechnisch vernetzt sind und gemeinsame Arbeitsziele verfolgen, z. B. ortsverteilte Projektteams in der Forschung oder in der Entwicklung neuer Produkte, sowie zentrale Verkaufs- oder Einkaufsteams größerer Unternehmen.
  • virtuelle Welt
    Psychologie: simulierte Welt mit Agenten, die teilweise autonom sind
  • Menschenbild eines Menschen, dessen Leben, Arbeiten und Kommunizieren durch die modernen Informationstechnologien beeinflusst wird und sich durch seine Flexibilität sowie Neigung zu Aktivitäten in Netzwerken auszeichnet.
  • Das direkte Übergehen von der visuellen Form eines Wortes zu seiner Bedeutung.
  • Visuell-räumlicher Notizblock (visuo-spatial sketchpad)
    Ein von Baddeley im Arbeitsgedächtnis angenommenes Subsystem, in dem visuelle Wahrnehmungen und Vorstellungen verarbeitet werden sollen.
  • Visuelle Agnosien (visual agnosias)
    Wahrnehmungsstörungen aufgrund der Schädigung von visuellen Arealen außerhalb des primären visuellen Cortex, welche die Integration von Reizmerkmalen betreffen.
  • Selektion visueller Signale, die zielgerichtetem Erkennen, Denken und Handeln zugrunde liegen.
  • Visuelle Dominanz
    Bei Redundanz multimodaler Sinneseindrücke dominiert oft der Sehsinn die integrierte Größeneinschätzung (zumindest bei räumlicher Wahrnehmung). Grund ist die Präzision der visuellen Sinneseindrücke, die für räumliche Eindrücke oftmals besser ist als die der anderen Modalitäten.
  • Visuelle Extinktion (visual extinction)
    Auslöschung der bewussten Wahrnehmung für einen Reiz, wenn im anderen visuellen Halbfeld gleichzeitig ein zweiter Reiz dargeboten wird. Tritt häufig bei Schädigungen im oberen Parietallappen auf und wird mit Aufmerksamkeitsdefiziten in Verbindung gebracht.
  • Visuelle Flussfelder
    Die Gesamtheit der durch Relativbewegungen zwischen den Objekten der Umwelt und dem Organismus entstehenden retinalen Bildverschiebungen. Bewegt man sich durch eine strukturierte Umwelt, so entsteht auf der Netzhaut ein charakteristisches Muster von Eigenbewegungen. Bei Translationen verlaufen die Objektbewegungen auf Linien, die aus einem sog. Expansionspunkt entspringen. Die Bewegung des Beobachters ist auf diesen Expansionpunkt gerichtet. Bei Rotationsbewegungen ist die Interpretation etwaiger Expansionspunkte schwieriger. Der optische Fluss spielt für die Schätzung der Eigenbewegung und auch für die Tiefenwahrnehmung eine große Rolle.
  • Eine Versuchsanordnung, mit der die Fähigkeit zur Tiefenwahrnehmung und zur Nutzung von Tiefencues geprüft wird. Dabei befindet sich vor dem Kind erkennbar ein Abgrund, der mit einer Glasplatte abgedeckt ist. Es stellt sich die Frage, ob das Kind die Tief
  • Visuelle Klippe
    Laboreinrichtung zum Testen der Tiefenwahrnehmung bei Kleinkindern und Jungtieren.
  • Visuelle Maskierung (visual masking)
    Experimentelles Verfahren, bei dem vor und/oder nach einem Zielreiz ein anderer Reiz (Maske) präsentiert wird, wodurch der Zielreiz nicht bewusst wahrgenommen wird.
  • Visuelle Suche
    Experimentelles Vorgehen, bei dem Probanden eine (variable) Zahl an Distraktorstimuli präsentiert wird, unter denen sich (meist in der Hälfte der Durchgänge) ein Zielreiz befindet, der sich von den Distraktoren durch ein einzigartiges Merkmal oder eine einzigartige Merkmalskonjunktion unterscheidet. Aufgabe der Probanden ist es, die An- bzw. Abwesenheit des Zielreizes durch das Drücken einer von zwei Tasten so schnell und so genau wie möglich zu indizieren.
  • Experimentelles Vorgehen, bei dem Probanden eine (variable) Zahl an Distraktorstimuli präsentiert wird, unter denen sich (meist in der Hälfte der Durchgänge) ein Zielreiz befindet, der sich von den Distraktoren durch ein einzigartiges Merkmal oder eine einzigartige Merkmalskonjunktion unterscheidet. Aufgabe der Probanden ist es, die An- bzw. Abwesenheit des Zielreizes durch das Drücken einer von zwei Tasten so schnell und so genau wie möglich zu indizieren.
  • Visueller Beeinträchtigungseffekt (visual impedance effect)
    Visuelle Vorstellungen können zu mehr Fehlern und längeren Entscheidungszeiten beim logischen Denken führen.
  • Visuomotorische Adaptation (visuomotor adaptation)
    Experimentelles Paradigma, bei dem Informationen des Sehsinnes verändert und in systematische Diskrepanz zu anderen Sinnen und der Motorik gebracht werden. In der klassischen Variante wird eine Prismenbrille getragen, die das Abbild der Umwelt auf der Netzhaut seitlich verschiebt. In einer Adaptationsphase führen Versuchspersonen eine sensomotorische Aufgabe durch. Initial sind die sensomotorischen Leistungen durch die Brille beeinträchtigt, werden aber nach kurzer Adaptation korrigiert. Nach längerer Adaptationsphase treten nach Absetzen der Brille negative Nacheffekte in der sensomotorischen Leistung auf. Die Effekte bei der visuomotorischen Adaptation werden durch das Zusammenwirken schneller motorischer Korrekturen und langsamer räumlicher Rekalibrierung zwischen den Sinnen erklärt.
  • Visuomotorische Rotation (visuomotor rotation )
    Experimentelles Paradigma, mit dem das Erlernen einer neuen Transformation der Bewegungsrichtung bezeichnet wird.
  • Visuospatialer Neglect (neglect)
    Neuropsychologisches Syndrom, bei dem nach einer Hirnverletzung im unteren Parietallappen die bewusste Wahrnehmung für alle Reize innerhalb eines visuellen Halbfeldes ausfällt.
  • Viszerosensor
    Rezeptoren der inneren Organe, vermitteln Informationen über den Zustand der Organe im Körper
  • Viszerozeption
    Wahrnehmung der Tätigkeit der inneren Organe
  • Vitalkapazität
    Wärmeabgabe durch Schweißsekretion aus den Schweißdrüsen, wird über sudomotorische symphatische Nervenfasern gesteuert
  • In der Nahrung vorkommende, lebenswichtige organische Substanzen, die der Organismus nicht oder nicht in genügender Menge synthetisieren kann und deren Energiegehalt ohne Bedeutung ist
  • VNS
    siehe: Autonomes (vegetatives) Nervensystem
  • Bezieht sich auf die Zeitdauer bis zum Einsetzen der Stimmbandvibrationen bei einem Laut. Sie unterscheidet sich beispielsweise bei Lauten wie „b“ und „p“. Durch systematische Variation dieser ließ sich feststellen, dass bereits Säuglinge ähnliche Lautgre
  • Die Vokaleinsatzzeit bezeichnet das kurze Zeitintervall zwischen dem Beginn eines Lautes und dem Einsatz der Schwingungen der Stimmbänder.
  • Volition
    In der klassischen Psychologie wird Volition (Wille) als diejenige Form der Motivation verstanden, die sich auf das Streben nach Zielen bezieht (Ach 1935; Lewin 1926). Achtziger und Gollwitzer (2010) beziehen in einer aktuellen Definition Volition auf Prozesse und Phänomene, die mit der konkreten Zielverwirklichung im Handeln einhergehen. Zentral ist dabei der Begriff der Intention, die im Zuge der Handlungsplanung und -ausführung gebildet, initiiert, realisiert und abschließend deaktiviert wird. Kuhl (1983, 1987) grenzt volitionale Prozesse dagegen als Probleme der Handlungskontrolle ab, die dafür sorgen, dass die Realisierung einer Intention nicht durch interne Störfaktoren (z. B. konkurrierende Motive) oder externen Druck (z. B. sozialer Art) zu Fall gebracht wird.
  • Volition
    Diejenige Form der Motivation, die sich auf das Zielstreben bezieht. Unter diesem werden alle motivationsregulatorischen Phänomene verstanden, die sich um das Erreichen vorhandener Ziele drehen. Somit steht hier die Frage im Vordergrund, wie die Umsetzung einer bereits gesetzten Zielintention reguliert wird.
  • Volition
    Die Frage, wie die Umsetzung von Zielen durch Handlungen vonstattengeht, hat zu einer Unterscheidung zwischen Motivation und Volition geführt. Während die Motivation entscheidet, welches Ziel von einer Person gewählt wird, gilt die Volition (bzw. der Wille) als treibende Kraft auf dem Weg zur Zielerreichung. Im Rubikonmodell der Handlungsphasen von Heckhausen und Gollwitzer (1987) werden vier Phasen des Planens und Handelns unterschieden, die vom Abwägen von Handlungsoptionen und der Auswahl einer Option über das Planen bis hin zu der Umsetzung in konkretes Handeln und der Bewertung der Handlungsergebnisse reichen (Abb. 3.36). Während motivationale Prozesse in diesem Modell in den Phasen vor und nach der Entscheidung zum Handeln dominieren, haben die volitionalen Prozesse mit der konkreten Realisierung von Zielen durch Handeln zu tun und sind daher in den Handlungsphasen vorherrschend. Die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Modells werden vor allem in der Pädagogik diskutiert (Kiper und Mischke 2008; Laux 2004). Die Förderung der Volition gilt als Mittel der Motivierung und als Weg zur Verbesserung des Lernens in der Schule.
  • Volition (volition)
    Sammelbegriff für metakognitive oder selbstregulatorische Funktionen, die die Verwirklichung von Absichten in Konfliktsituationen unterstützen, in denen starke Gewohnheiten, emotionale Versuchungen oder konkurrierende Motivationstendenzen unterdrückt oder in denen sensorische, kognitive und motorische Prozesse auf neue Weise im Sinne eines übergeordneten Zieles koordiniert werden müssen.
  • Volition (volition)
    Das Verwirklichen von Zielen. Sammelbegriff für die Prozesse und Phänomene, die sich auf die konkrete Realisierung von bereits gesetzten Zielen im Handeln beziehen.
  • Der Begriff Volk wird in einem zweifachen Sinne verwendet: Einerseits zur Kennzeichung einer Gruppe von Menschen, andererseits als Bezeichnung der politischen Subjekte eines Staates.
  • Voll funktionsfähige Person
    Hypothetischer Endzustand des menschlichen Entwicklungsprozesses; Annäherung an diesen Zustand ist das zentrale Ziel der GT. Zeichnet sich aus durch stabiles Selbstwertgefühl, welches eine angstfreie Wahrnehmung von Erfahrungen ermöglicht sowie die Integration dieser Erfahrungen in das Selbstkonzept.
  • Der vollstrukturierten schriftlichen Befragung liegt ein quantitativer bzw. (voll)standardisierter Fragebogen („quantitative questionnaire“, „standardized questionnaire“) zugrunde. Er besteht überwiegend aus geschlossenen Fragen bzw. Aussagen mit Antwortvorgaben, so dass die Befragten die jeweils passenden Antwortalternativen auswählen können.

  • Unter Vollerhebung (Totalerhebung, „total population survey“) versteht man die Untersuchung aller Objekte einer definierten Population.
  • Vollständige Aufgabe bzw. Tätigkeit
    Das Konzept der vollständigen Aufgabe bzw. Tätigkeit beschreibt, welche Merkmale bei der Gestaltung von Arbeitsaufgaben im Sinne einer persönlichkeitsförderlichen Arbeitsgestaltung berücksichtigt werden sollten. Dazu gehört die Möglichkeit, eigenständig Entscheidungen zu treffen (z. B. Ziele zu setzen, Arbeitsmittel auswählen) und Arbeitstätigkeiten mit planenden, ausführenden und kontrollierenden Aufgaben auszuführen. Neben einer _zyklischen Vollständigkeit_, d. h., ob Anteile aller Handlungsphasen bei der Tätigkeit im beschriebenen Sinne vertreten sind, wird zusätzlich eine _hierarchische Vollständigkeit_ von Aufgaben gefordert. Hierunter wird das Ausmaß, in dem wechselnde Anforderungen der Handlungsregulation auf unterschiedlichen Regulationsebenen (sensomotorische, perzeptiv-begriffliche und intellektuelle Regulationsebene) gegeben sind, verstanden.
  • Vollständige sequentielle Strategie
    Diese Strategie stellt eine Kombination der beiden Vorgehensweisen Vorauswahl und Vorentscheidung dar. Nach Maßgabe der Punktwerte in einem Test erfolgt eine Aufteilung aller Probanden in drei Gruppen: eine, die (terminal) akzeptiert, eine andere, die definitiv abgewiesen, und eine dritte, die mit einem Folgetest untersucht wird. Die Entscheidung über Annahme vs. Ablehnung wird aus der Kombination zwischen Erst- und Folgetests getroffen.
  • Vollständiges interindividuelles Ausbalancieren
    Hier werden alle möglichen Reihenfolgen der experimentellen Bedingungen realisiert. Man ordnet jeder denkbaren Abfolge mindestens eine Versuchsperson per Zufall zu.
  • Voraktivierung
    siehe: Priming
  • Vorauswahl-(Pre-reject-) Strategie
    Nach einem ersten Test werden alle Probanden, die einen bestimmten Wert nicht erreichen, von weiteren Untersuchungen ausgeschlossen und zurückgewiesen. Die verbleibenden Probanden absolvieren weitere Verfahren. Die Entscheidung über Annahme vs. Ablehnung wird aus der Kombination zwischen Erst- und Folgetests getroffen.
  • Vorauswahlverfahren
    Internetbasierte Tests, die vom Probanden zu Hause bearbeitet werden. Die Ergebnisse liegen dem Diagnostiker vor, der daraufhin entscheidet, ob der Bewerber zu einer weiteren Untersuchung eingeladen wird oder nicht. Eine Ergebnisrückmeldung an den Probanden ist möglich, aber nicht zwingend.
  • Vorbereitete Reflexe
    Wenn eine bestimmtes intendiertes Verhalten in Bereitschaft steht, können vertraute passende Reizbedingungen die Ausführung des Verhaltens unmittelbar triggern. Anders als bei einem unbedingten Reflex (→ Klassisches Konditionieren) bestimmt aber nicht der Reiz das Verhalten, sondern der Reiz bringt lediglich ein bereits intendiertes Verhalten zur Ausführung. In diesem Sinne kann man von vorbereiteten Reflexen sprechen.
  • psychoanalytisch: psychischer Inhalt, der bewusst gemacht werden kann
  • Vorentscheidungs-(Pre-accept-)Strategie
    Nach einem ersten Test werden alle Probanden, die einen bestimmten Trennwert überschreiten, bereits (terminal) akzeptiert. Mit den verbleibenden Probanden wird analog zur Vorauswahlstrategie verfahren.
  • Die tollpatschigen schlagenden Bewegungen von Säuglingen in die ungefähre Richtung von Objekten, die sie sehen.
  • Vorhersage (prediction)
    Simulationsprozesse beinhalten in der Regel Vorhersageprozesse. Vorhergesagt werden zukünftige sensorische Ereignisse. Bei Handlungen sind dies die Konsequenzen der eigenen Handlung oder auch die Konsequenzen der Handlung einer anderen Person.
  • Vorhersagecodierung (predictive coding)
    Vorhersagecodierung ist ein bayesianisches schlussfolgerndes System. Gehirnareale sind hierarchisch organisiert und haben reziproke Verbindungen. Auf jeder Ebene der corticalen Hierarchie werden unter Verwendung von Vorwärtsmodellen (generativen Modellen) Vorhersagen für die darunterliegenden Ebene gebildet. Diese Vorhersagen werden auf der darunterliegende Ebene mit tatsächlichen Repräsentationen verglichen.
  • Vorhersagen (Prognosen) sind vorwärts gerichtete Erklärungen. Derselbe Bedingungszusammenhang, den man annimmt, um einen Sachverhalt zu erklären, dient dazu, das Eintreten eines zukünftigen Sachverhalts zu prognostizieren (Nolting & Paulus, 2008).
  • Vorhersagevalidität
    Ausmaß, in dem ein Test das Verhalten vorhersagt, das er vorhersagen soll. Der Erfolg wird durch Berechnung der Korrelation zwischen den Testwerten und dem kriteriumsrelevanten Verhalten erfasst.
  • Vorinformation (precue)
    Ereignis, das vor der Präsentation eines wahrzunehmenden Reizes oder der Ausführung einer Reaktion verfügbar ist bzw. präsentiert wird und (zumeist nur zum Teil) über deren zu erwartende Eigenschaften informiert.
  • Vorsatz/Durchführungsintention
    Steht im Dienste einer Zielintention und ist ein Wenn-Dann-Plan der die Realisierung der Zielintention unterstützt. Es wird in dem Plan eine Situation/innerer Zustand definiert, bei deren/dessen Eintreten ein bestimmtes zielförderliches Verhalten gezeigt werden soll.
  • Vorurteil
    Eine Einstellung bzw. Orientierung gegenüber einer Gruppe (bzw. ihren Mitgliedern), die sie direkt oder indirekt abwertet, oft aus Eigeninteresse oder zum Nutzen der eigenen Gruppe.
  • Vorurteil
    ungerechtfertigte (und in der Regel negative) Einstellung gegenüber einer Gruppe und ihren Mitgliedern. Vorurteile beinhalten i. Allg. stereotype Überzeugungen, negative Gefühle und die Bereitschaft zu diskriminierendem Verhalten.
  • Ablehnende Haltung, meist verbunden mit einer ablehnenden Bewertung gegenüber einer Person oder Personengruppe, allein aufgrund deren Mitgliedschaft in einer bestimmten Gruppe.
  • Vorurteil
    Vorurteile sind emotionale Bewertungen, die sich in Gefühlen, Emotionen und Stimmungen im Hinblick auf eine Gruppe bzw. ein Mitglied der Gruppe manifestieren.
  • Vorwärtsmodell
    Begriff aus der Regelungstechnik. Regelkreise versuchen den „Istwert“ des Systems einem „Sollwert“ anzunähern. Nötige Anpassungen erfordern den Vergleich des Istwertes mit dem Sollwert. In vielen Regelkreisen wird der aktuelle Istwert nur mit erheblicher Verzögerung verfügbar, was eine effiziente Regelung unmöglich macht. Vorwärtsmodelle lösen das Problem der Verspätung des Istwertes, indem sie ihn durch eine zeitnahe Schätzung des zu erwartenden Istwertes ersetzen.
  • Vorwärtsmodell (forward model)
    Inneres Modell des Muskel- Skelett-Systems, das auf Basis sensorischer Informationen über den gegenwärtigen Zustand des Systems und der motorischen Kommandos Vorhersagen über zukünftige sensorische Signale generiert.
  • Vorwärtsmodell (forward model)
    Kybernetisches Modell, das die gleichen Transformationen durchführt wie das System, das es abbildet. In der Motorik vollziehen Vorwärtsmodelle eine motorischsensorische Transformation. Sie berechnen z. B. die zu erwartende Sensorik auf der Basis einer Kopie der motorischen Kommandos.
  • Vorwärtsmodell (forward model)
    Vorwärtsmodelle berechnen aus einer Efferenzkopie des motorischen Kommandos die Konsequenzen der Handlung für den Körper und die Umgebung, d. h., sie sagen diese vorher.
  • Typischerweise greifen Experten auf umfangreiches Fall- und Hintergrundwissen zurück und wenden dieses Wissen auf das Problem an.
  • Das in eine Urteils- oder Problemsituation mitgebrachte Verständnis von Ausgangs- und Zielsituation sowie die Kenntnis der verfügbaren Mittel.
  • Vorwissen (prior knowledge)
    Wissensbestand, der zu Beginn der Problemlösung zur Verfügung steht.
  • Ansätze, die gängigen Standards und Kriterien für Wissenschaftlichkeit nicht genügen
  • Abkürzung für „Volumenelement“; bezeichnet den kleinsten definierbaren Punkt innerhalb eines Volumens. Der Begriff setzt sich zusammen aus den Wörtern „volume“ und „pixel“ (= kleinster Bestandteil eines zweidimensionalen digitalen Bildes) und beschreibt so das dreidimensionale Äquivalent eines Pixels. Bei einem räumlichen Datensatz, wie z. B. einem kernspintomografischen Datensatz von einem Gehirn, bezeichnet Voxel den diskreten Wert an einer XYZ-Koordinate des Datensatzes.
  • Voxel-based lesion symptom mapping (VLSM)
    → Voxel-basierte Läsionsanalyse (VLBM)
  • Voxel-basierte Läsionsanalyse (VLBM)
    Methode zur Analyse der Auswirkung von Läsionslokalisationen auf eine Verhaltensvariable. Das Softwarepaket MRIcron (www.mricro.com) bietet zwei Klassen von voxelbasierten statistischen Analysen: solche für dichotome (z. B. Hemianopsie vorhanden bzw. nicht vorhanden) und solche für kontinuierliche (z. B. Anzahl erinnerter Items in einem Gedächtnistest etc.) Verhaltensvariablen. So erhält man eine Signifikanzkarte für das gesamte Gehirn, die es erlaubt, Unterschiede in der Läsionslokalisation zwischen Patienten mit unterschiedlichen Ausprägungen/Störungsgraden in der interessierenden Verhaltensvariable zu ermitteln.
  • Voxel-basierte Morphometrie (VBM)
    Methode zum Vergleich der Gehirnstruktur basierend auf hochauflösenden Kernspintomografiebildern. Mit dieser Methode können geringe strukturelle Unterschiede, z. B. zwischen verschiedenen Probanden- oder Patientengruppen, untersucht werden (→ Morphometrie).
  • Form der Paraphilie: Sexuelle Erregung wird durch das heimliche Beobachten sexueller Handlungen anderer ausgelöst. Besondere Luststeigerung resultiert aus Gefahr, die mit Eingriff in Intimsphäre anderer verknüpft ist. Anteil derer, die im Verlauf zu sexueller Delinquenz neigen, ist bei Voyeuren deutlich größer als bei Exhibitionisten.
  • Disposition, wodurch das Auftreten einer Störung prädisponiert oder zumindest begünstigt wird.
  • Erblich-konstitutionelle oder erworbene Disposition oder Anfälligkeit zu abnormen oder krankhaften Reaktionen an bestimmten Organen oder Systemen.
  • Wörtlich Verwundbarkeit; im Kontext der klinischen Psychologie i. d. R.: Anfälligkeit für das Entwickeln psychischer Symptome.
  • Vulnerabilitäts-Stress-Modell
    Annahme der Psychopathologie, dass Belastungen ( Stress) bei Personen mit einer bestehenden Anfälligkeit für abweichendes Verhalten ( Vulnerabilität) zu psychischen Störungen führen.