Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Wachheitszustand (wakefulness)
    Erregungszustand eines Systems, der von Bewusstlosigkeit (Koma) über Schlaf bis zu Zuständen höchster Vigilanz reicht. Diese Form des Bewusstseins existiert auch bei Tieren.
  • Das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung wird von Maslow als Wachstumsbedürfnis bezeichnet. Es bleibt unbegrenzt wirksam
  • Wachstumsbedürfnis
    Sollwert chronisch höher als Istwerte in Regelkreismodell der Motivation
  • Wachstumsbedürfnis (growth need)
    Sollwert chronisch höher als Istwerte in Regelkreismodell der Motivation
  • Statistisches Analyseverfahren, das die Entwicklung bzw. das Wachstum einer Variablen über Zeiteinheiten hinweg (z. B. Monate, Jahre) modelliert
  • Wachstumsmotivationen
    Motivationen, die uns veranlassen, über unser bisheriges Tun und Handeln hinauszuwachsen.
  • Waffeneffekt
    Befund, dass Personen, die zuvor geärgert worden waren, in Gegenwart von Waffen mehr aggressives Verhalten zeigen als in Gegenwart neutraler Gegenstände.
  • Der Anblick von Waffen erhöht die kognitive Zugänglichkeit aggressiver Konstrukte, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für tatsächlich gezeigtes aggressives Verhalten erhöht.
  • Eine falsche Überzeugung aufgrund unrichtiger Schlussfolgerungenüber die äußere Realität. Die Überzeugung wird trotz abweichender Ansichten fast aller anderen Personen und trotz aller unwiderlegbaren und klaren Gegenbeweise aufrechterhalten und wird nicht von den Angehörigen desselben Kulturkreises oder derselben kulturellen Gruppe geteilt (ist also z. B. kein religiöser Glaubensinhalt). Wenn eine solche falsche Überzeugung ein Werturteil betrifft, wird dies nur dann als Wahn angesehen, wenn dieses Werturteil so extrem ist, dass ihm jegliche Glaubhaftigkeit fehlt. Wahnhafte Gewissheit tritt in einem Kontinuum auf und kann manchmal aus dem Verhalten der Person abgeleitet werden. Wahn und überwertige Idee (bei der eine unbegründete Überzeugung oder Vorstellung vorliegt, an der aber nicht so starr festgehalten wird wie beim Wahn) sind manchmal schwer zu unterscheiden Wahnphänomene werden nach ihrem Inhalt unterschieden. Die häufigsten sind: Beziehungswahn, Eifersuchtswahn, Gedankenausbreitung, Gedankeneingebung, Größenwahn, Liebeswahn, körperbezogener Wahn, Verfolgungswahn und Wahnphänomene der Beeinflussung oder des Gemachten.
  • Häufigstes Positivsymptom bei Schizophrenie; eines der markantesten Merkmale akut psychotischer Episoden. Wahnphänomene sind falsche Überzeugungen, die gewöhnlich mit einer Fehldeutung von Wahrnehmungen oder Erfahrungen einhergehen (DSM-IV-TR). Wahnideen können sich z. B. auf eigene Gedanken, Verfolgungs- oder Größenideen, Halluzinationen oder Beziehungsideen beziehen.
  • Wahnphänomene der Beeinflussung oder des Gemachten
    Hierbei werden Empfindungen, Impulse, Gedanken oder Handlungen als nicht der eigenen Kontrolle unterliegend, sondern als von einer äußeren Macht kommend erlebt.
  • Wahnvorstellung (Delusion)
    Eine falsche Überzeugung, die gewöhnlich mit einer Fehldeutung von Wahrnehmungen oder Erfahrungen einhergeht.
  • Wahnvorstellungen
    falsche Überzeugungen (häufig zu Verfolgung oder eigener Großartigkeit), die mit psychotischen Störungen einhergehen können.
  • Die wahre Varianz Var(τ) ist die Varianz der wahren Werte τv in einem Test. Sie ist meistens niedriger als die Testwertevarianz Var(x). Aus dem Verhältnis beider Varianzanteile resultiert in der KTT die Reliabilität.
  • Wert auf Konstruktebene
  • wahrer Wert
    Der messfehlerbereinigte Testwert einer Person; entspricht der tatsächlichen Ausprägung eines Merkmals, wie sie mit dem Test gemessen wird. Der wahre Wert einer Person in einem Test ist unveränderlich und – zumindest über einen bestimmten Zeitraum - konstant. Er könnte theoretisch ermittelt werden, indem man den Test extrem (genau genommen unendlich) oft durchführt und dabei sicherstellt, dass keine Erinnerungs- und Übungseffekte auftreten. Der Mittelwert oder Erwartungswert aller Messergebnisse (also aller beobachteter Werte) wäre dann der wahre Wert.
  • wahrer Wert (true score)
    Wert auf Konstruktebene
  • Wahrgenommene Selbstwirksamkeit
    Die Einschätzung eines Menschen zur Wirksamkeit des eigenen Verhaltens, eigener Gedanken und Gefühle beim Erreichen erwünschter Ziele.
  • Wahrgenommene Selbstwirksamkeitserwartung
    Mit diesem Konstrukt lieferte Bandura (1997) einen bedeutenden Beitrag zur Psychologie im Allgemeinen und zur Medienpsychologie im Besonderen. Damit ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit gemeint, ein bestimmtes Verhalten, das zur Erreichung eines Zieles notwendig ist, erfolgreich ausführen zu können. Vor diesem Hintergrund hängt auch die Nutzung eines Mediums von der subjektiven Erwartung ab, die damit verbundenen Verhaltensweisen kompetent ausführen zu können.
  • Wahrgenommene Verhaltenskontrolle
    Die Auffassung, nach der die Verhaltensvorhersage davon beeinflusst wird, ob Personen überzeugt sind, dass sie in der Lage sind, das betreffende Verhalten auszuführen.
  • Wissenschaftliche Forschung besteht im Verständnis des Kritischen Rationalismus bzw. Fallibilismus in einer nie endenden Wahrheitssuche („search for truth“) durch kritische Prüfung von Theorien, wobei man sich durch Versuch und Irrtum der Wahrheit zumindest annähert. Dies setzt voraus, dass wissenschaftliche Theorien so zu formulieren sind, dass man sie prinzipiell empirisch prüfen und falsifizieren kann (Falsifizierbarkeit). Nicht-falsifizierbare Behauptungen sind laut Kritischem Rationalismus nicht Gegenstand der Erfahrungswissenschaft.
  • Wahrheitstabelle (truth table)
    Tabellarische Darstellung des Wahrheitswertverlaufs logischer Aussagen in der Aussagenlogik. Die Wahrheitstabelle zeigt den Wahrheitswert einer Gesamtaussage auf der Basis der nicht weiter zerlegbaren Teilaussagen.
  • Wahrheitswert (truth value)
    Logischer Wert, der in der klassischen Logik ausdrückt, ob eine Aussage „wahr“ oder „falsch“ ist. Der Wahrheitswert einer Aussage hat mit ihrer Bedeutung zu tun. Der Wahrheitswert einer zusammengesetzten Aussage ergibt sich aus den Wahrheitswerten der Teilaussagen. In nichtklassischen Logiken gibt es mehr als zwei Wahrheitswerte.
  • Der Prozess der Strukturierung und Interpretation sensorischer Information.
  • Wahrnehmung
    Prozess, bei dem die sensorischen Informationen organisiert und interpretiert werden. dies ermöglicht uns, die Bedeutung von Gegenständen und Ereignissen zu erkennen.
  • Wahrnehmung
    Unter Wahrnehmung versteht man in einem engeren Begriffsverständnis bewusste sensorische Erfahrung (Goldstein 2008, S. 6). In einem weiteren Verständnis bezieht sich Wahrnehmung auf den Prozess, mit dem die von den Sinnesorganen bereitgestellten Informationen organisiert und interpretiert werden (Hagendorf et al. 2011, S. 5).
  • Wahrnehmung bezeichnet das, was von den mit Sinnesorganen aufgenommenen Informationen erfasst wird. Im Rahmen der Social-Cognition-Forschung wird damit die erste Informationsverarbeitungsstufe bezeichnet.
  • Wahrnehmung ist ein Prozess, mit dem wir die Informationen, die von den Sinnessystemen bereitgestellt werden, organisieren und interpretieren.
  • Wahrnehmung (perception)
    Die Integration und Interpretation von sensorischer Information. (Empfindung)
  • Wahrnehmung, subliminale
    Wahrnehmung unterschwelliger Reize
  • Wahrnehmung, viszerale
    Informationsübertragung aus den inneren Organen zum ZNS über viszerale Afferenzen des autonomen Nervensystems, beispielsweise mechanische Dehnung, Druck, chemische Reize und Schmerzreize.
  • Bei Wahrnehmungen handelt es sich um die Aufnahme von Reizen und deren begrifflich urteilendes Erfassen.
  • Wahrnehmungs-Handlungs-Zyklus
    Zahlreiche Autoren haben darauf hingewiesen, dass ein Wahrnehmungs-Handlungs-Zyklus vorliegt:Interne Wissensschemata steuern die zielgerichtete Exploration der Umwelt. Dies führt zur Wahrnehmung von Objekteigenschaften, die das betreffende Schema entweder bestätigen oder (an die Wirklichkeit) anpassen. Wahrnehmung besteht demnach in einem fortlaufenden Zyklus von der Registrierung von Umweltinformation, der Integration dieser Information in Objektschemata, der dadurch gesteuerten, zielgerichtete Exploration, die weitere Information erzeugt, usw. Wahrnehmung ist also aktiv, weil es ja meist zielgerichtete Handlungen sind, die wahrnehmbare Information erst erzeugt.
  • Wahrnehmungsadaptation
    Fähigkeit zur Anpassung an ein künstlich verzerrtes oder gar auf den Kopf gestelltes Blickfeld.
  • Wahrnehmungsbasierte Klassifikation
    Die Gruppierung von Objekten mit ähnlichem Erscheinungsbild.
  • Wahrnehmungskonflikte entstehen, wenn verschiedene Sinnessysteme widersprüchliche Informationen bereitstellen.
  • Die Wahrnehmung von Objekten in konstanter Größe, Form, Farbe etc. trotz physikalischer Unterschiede des Netzhautabbildes von diesem Objekt.
  • Wahrnehmungskonstanz
    Fähigkeit, Objekte als unverändert (mit gleichbleibender Helligkeit, Farbe, Form und Größe) wahrzunehmen, auch wenn sich die Beleuchtung und die Bilder auf der Retina verändern.
  • Wahrnehmungskonstanz (perceptual constancy)
    Trotz zum Teil sehr unterschiedlicher retinaler Projektionsbedingungen werden Reize weitgehend unverändert wahrgenommen. Man unterscheidet die Helligkeits- bzw. Farbkonstanz, die Größenkonstanz und die Formkonstanz (auch Objektkonstanz).
  • Wahrnehmungskonstanz (perceptual constancy)
    Phänomen, Objekte als unverändert wahrzunehmen (mit gleichbleibender Form, Größe, Farbe, Helligkeit), auch wenn die Bilder auf der Retina sich bei jeder Bewegung oder veränderter Beleuchtung ändern (Formkonstanz, Größenkonstanz, Ortskonstanz, Helligkeitskonstanz, Farbkonstanz).
  • Wahrnehmungslernen ist die relativ dauerhafte und oft sehr spezifische Veränderung von Wahrnehmungsleistungen.
  • Wahrnehmungsökologischer Ansatz
    Geht von der Wahrnehmung in natürlichen (ökologischen) Umwelten aus und hebt die wichtige Rolle der Bewegung des Beobachters hervor, die zur direkten Erfassung invarianter Information führt (Texturgradient, Muster optischen Fließens, Horizontverhältnis).
  • Die Wahrnehmungsorganisation ist eine Gruppierung kleiner Einheiten zu größeren Strukturen in der Wahrnehmung.
  • Eine Wahrnehmungsschwelle markiert den Übergang von einer perzeptiven Erfahrung zu einer anderen als Resultat einer minimalen Änderung des physikalischen Reizes.
  • Wahrnehmungsschwelle (perceptual threshold)
    In der Psychophysik unterscheidet man die absolute Schwelle (die Mindeststärke eines physikalischen Reizes, die einen gerade überschwelligen Wahrnehmungseindruck hervorruft) und die Unterschiedsschwelle (Schwelle des eben merklichen Unterschieds, also der physikalische Mindestunterschied zwischen zwei Reizen, damit diese als zwei verschiedene Wahrnehmungsereignisse empfunden werden). Wahrnehmungsschwellen lassen sich mithilfe psychophysischer Methoden bestimmen.
  • Wahrnehmungsset
    mentale Prädisposition, etwas Bestimmtes wahrzunehmen und nicht etwas anderes.
  • Wahrnehmungsverengung (perceptual narrowing)
    Anpassungsprozess an die jeweilige Umwelt, bei dem nach Beendigung einer sensiblen Lernphase nur noch bestimmte bedeutsame Reizqualitäten unterschieden werden.
  • Wahrscheinlichkeitsfunktion
    Funktion, die bei diskreten Zufallsvariablen angibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit jedes Ereignis bei einem Zufallsexperiment auftritt. Bei stetigen Variablen bezeichnet man die Wahrscheinlichkeitsfunktion als Dichtefunktion
  • Waist to Height Ratio (WHtR)
    Verhältnis von Hüftumfang und Körpergröße. Maßzahl zur Erfassung der Fettverteilung.
  • Waist to Hip Ratio (WHR)
    Verhältnis zwischen Taillen- und Hüftumfang; dient der Bestimmung des Fettverteilungsmusters.
  • In Abhängigkeit von der Frequenz sich entlang der Scala Media (Basilarmembran) bildende Welle (ähnlich wie Wellen an einem horizontal gehaltenen Seil), die für jede Schallfrequenz charakteristische Maxima und Minima bildet.
  • Wanderwellen der Basilarmembran
    Diese erzeugen über eine minimale Relativbewegung der Basilar- gegen die Tektorialmembran eine Deflexion der Haarzellenzilien, was zur Auslösung von Rezeptorpotenzialen führt.
  • Hierarchisches Verfahren, das zur Clusteranalyse gehört
  • Wärmekonduktion
    Wärmeleitfähigkeit durch das Körpergewebe (von Zelle zu Zelle)
  • Wärmekonvektion
    Wärmeleitfähigkeit durch das Blut und die Lymphe
  • Wärmerezeptoren sprechen in einem bestimmten Temperaturbereich besonders auf Temperaturerhöhungen an.
  • Die Was-Bahn oder ventrale Bahn ist in einem einfachen Modell der visuellen Verarbeitung im Gehirn eine Verbindung zwischen dem primären visuellen Kortex und dem Temporallappen. Entlang dieser Bahn erfolgt die Objekterkennung.
  • Eine von zwei Arten der Aufteilung von Achtsamkeitsfertigkeiten in der DBT. Was-Skills beschreiben, was beherrscht und praktiziert werden sollte. Dazu zählen die Skills: Wahrnehmen, Beschreiben, Teilhaben.
  • Wason-Wahlaufgabe (Wason Selection TaskWST)
    von Wason 1966 entwickelte Aufgabe zur Untersuchung des deduktiven Schließen (→ Deduktion); verdeutlicht, dass Menschen vor allem der „modus tollens“ (negierte Konsequenz: Wenn nicht q, dann auch nicht p) Schwierigkeiten bereitet, wird in Verbindung gebracht mit der → Bestätigungstendenz (confirmation Bias)
  • Wasserfalltäuschung
    Ein Bewegungsnacheffekt. Objekte die man anblickt, nachdem man einen nach unten stürzenden Wasserfall längere Zeit (1 min) angeschaut hat, erscheinen in entgegengesetzter Richtung bewegt.
  • Weber'sches Gesetz: es setzt Reizdifferenzen zu wahrgenommenen Unterschieden in Beziehung. Je größer der Reiz ist, umso mehr muss sich der Reiz von einem Standardwert unterscheiden, um noch als verschieden von diesem wahrgenommen zu werden.
  • Der eben merkliche Unterschied (just noticible difference, jnd) zweier Reize (?S) steht in konstantem Verhältnis zur absoluten Größe des Standardreizes (S).
  • Weber’sche Konstante (Weber’s law)
    Das Verhältnis zwischen einem Standardreiz und einem Reiz mit eben merklichem Unterschied ΔI ist – zumindest innerhalb eines gewissen Grenzbereichs – konstant. Aus dieser Gesetzmäßigkeit ergibt sich das Fechner’sche Gesetz (bzw. das Weber-Fechner’sche Gesetz).
  • Weber’sches Gesetz
    Prinzip, das besagt, dass sich zwei Reize um einen konstanten minimalen Prozentsatz (und nicht um einen konstanten Absolutbetrag) unterscheiden müssen, damit sie als unterschiedlich wahrgenommen werden.
  • Weblog
    Ein Weblog, meist abgekürzt als Blog bezeichnet, ist ein auf einer Webseite geführtes und damit öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal.
  • Leistungseinbußen bei der Durchführung einer Aufgabe, wenn im direkten Vorfeld eine andere Aufgabe bearbeitet wurde.
  • Wechselkosten (switch costs)
    Erhöhte Reaktionszeiten und Fehlerraten beim Wechseln zwischen Aufgaben im Vergleich zur Wiederholung der gleichen Aufgabe. In den Wechselkosten spiegeln sich multiple Prozesse, u. a. der Abruf einer Aufgabenrepräsentation, die Implementierung neuer Reiz-Reaktions-Regeln sowie proaktive Interferenz durch nicht vollständig deaktivierte irrelevante Aufgaben. Aufgabenwechsel gehen mit erhöhter neuronaler Aktivierung in einem frontoparietalen Kontrollnetzwerk einher.
  • Wechselkosten (switching costs)
    Leistungsdefizite, die durch das Wechseln zu einer neuen Aufgabe entstehen, z. B. die Differenz zwischen der Reaktionszeit nach einem Aufgabenwechsel und der Reaktionszeit nach einer Aufgabenwiederholung.
  • Wechselseitige Differenzierung oder Kategorisierungsansatz zur Verbesserung der Intergruppenbeziehungen
    Empfiehlt, Gruppenzugehörigkeiten während des Kontakts salient zu machen und Mitgliedern der entsprechenden Gruppen distinkte, aber einander ergänzende Rollen zu geben.
  • Wechselwirkung
    Die Wechselwirkung erfasst den gemeinsamen Einfluss bestimmter Stufen der betrachteten Faktoren auf die abhängige Variable, der nicht durch die Haupteffekte der Faktoren zu erklären ist
  • Wechsler Adult Intelligence Scale
    in Deutschland der am häufigsten verwendete Intelligenztest, zu dem Untertests gehören, die zu einem Verbalteil und einem Handlungsteil (nonverbal) zusammengefasst sind.
  • Wegintegration
    Ein einfacher Mechanismus der Navigation besteht darin, Eigenbewegungen zu messen (z. B. aus dem → optischen Fluss, aus vestibulären Signalen oder aus der → Proprizeption) und diese Eigenbewegung über einen Weg aufzuintegrieren. Ergebnis ist eine Schätzung der Position des Ausgangspunkts relativ zum aktuellen Standpunkt. Im Heimvektormodell nimmt man an, dass nur das Ergebnis der Integration gespeichert wird. Alternativ könnte der zurückgelegte Weg z. B. als Bewegungsprogramm gespeichert sein und daraus bei Bedarf der Vektor zu einem Zielpunkt bestimmt werden.
  • Analytische, kompensatorische Entscheidungsstrategie die eine lineare Regel zur Informationsintegration verwendet, d.h. die gewichteten Werte der Konsequenzen werden innerhalb einer Option aufsummiert. Die Alternative mit dem höchsten gewichteten Summenwert wird gewählt.
  • Unter Weiterbildung versteht man Lernaktivitäten von Personen zur Weiterentwicklung von Qualifikationen bzw. Kompetenzen im Anschluss an grundlegende berufliche Ausbildungsphasen.
  • Vom größeren Summanden so viele Male weiterzählen, wie der kleinere Summand angibt.
  • Wellenlänge
    Abstand zwischen den Scheitelpunkten von zwei aufeinander folgenden Wellen. Das Spektrum der elektromagnetischen Wellenlägen reicht von den kurzen Impulsen der kosmischen Strahlen bis zu den Langwellen, die für die Radioübertragung verwendet werden.
  • Werbewirkung
    Beziehung zwischen Werbeinstrument und Verhalten der Umworbenen. Im engeren Sinne betrifft dies Konsumentenvariablen wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Verständnis, Erinnerung oder Einstellung, im weiteren Sinne den ökonomischen Werbeerfolg.
  • Werbewirkungsmodell
    Ein System von theoretischen Aussagen, das empirisch überprüfbare Hypothesen über das Zusammenspiel verschiedener psychologischer Prozesse bei der Entstehung von Werbewirkung formuliert.
  • Diese Hirnregion ist im Wesentlichen für das Sprachverständnis zuständig, während das Broca-Areal mit der Sprachproduktion in Zusammenhang gebracht wird.
  • Wernicke-Areal
    Sensorisches Sprachzentrum im oberen posterioren Temporallappen und unteren Parietallappen der sprachdominanten Hemisphäre
  • Wernicke-Zentrum
    steuert die Aufnahme von Sprache. Bereich des Gehirns, der am Sprachverstehen und am sprachlichen Ausdruck beteiligt ist und sich meist im linken Temporallappen befindet.
  • Das Wernicke-Zentrum in der linken Hemisphäre des Gehirns ist für das Verstehen von Sprache wichtig.
  • Wert-Erwartungs-Theorie
    Theorie, die Motivation als Produkt von Erwartungen und Werten versteht.
  • Entscheidungstheorie, die vorhersagt, dass Personen die Option mit dem höchsten Erwartungswert wählen.
  • Wertausdrucksfunktion
    Wenn Einstellungen dazu beitragen, Wertvorstellungen zum Ausdruck zu bringen.
  • Generelle Präferenzen, die eine Aussage darüber machen, was gut oder schlecht ist und wie Dinge sein sollen / sollten.
  • Werte sind Auffassungen des Wünschenswerten, die für einen Einzelnen oder eine Gruppe kennzeichnend sind und die Auswahl der Weisen, Mittel und Ziele des Handelns beeinflussen.
  • Werte im Entdeckungs- und Verwendungszusammenhang
    Wertvorstellungen der Forschenden dürfen und sollen darüber mitentscheiden, welchen Forschungsproblemen sie sich zwecks Theoriebildung zuwenden oder nicht zuwenden (Entdeckungszusammenhang) und inwiefern sie eine bestimmte Anwendung ihrer Forschungsergebnisse und ihrer Theorien aktiv fördern oder nicht fördern (Verwendungszusammenhang).
  • Bewusste Grundsätze und Leitprinzipien, nach denen eine Person ihr Denken, Handeln und Leben ausrichtet
  • Psychophysikalische Funktion der Prospect Theory. Sie stellt dar, wie objektive Werte subjektiv wahrgenommen werden.
  • Art der Bewertung übergeordneter Ziele oder Handlungen zur Erreichung von Zielen
  • Werthaltung (value)
    Art der Bewertung übergeordneter Ziele oder Handlungen zur Erreichung von Zielen
  • Werther-Effekt
    "Auch Ansteckungseffekt; geht auf eine angebliche Selbstmordwelle junger Männer nach der gleichnamigen Romanfigur von Goethe zurück und steht allgemein für die Selbsttötung von Menschen nach dem Vorbild (fiktionaler) Charaktere in den Medien."
  • Wertneutralität im Begründungszusammenhang
    Die Prüfung von wissenschaftlichen Theorien soll gemäß Kritischem Rationalismus methodisch angeleitet anhand von Daten erfolgen und zwar im Wissenschaftssystem ergebnisoffen und wertfrei/wertneutral bzw. objektiv hinsichtlich des inhaltlichen Ergebnisses. Dies wird vor allem durch die Strukturierung, Standardisierung und detaillierte Offenlegung des Vorgehens sowie die kritische Prüfung durch Peers (d. h. Forschende im jeweiligen inhaltlichen Gebiet) sichergestellt. Mit Objektivität ist aber nicht gemeint, dass Forschende der sozialen Wirklichkeit gegenüber generell eine „neutrale“ Haltung einnehmen sollen oder können oder dass sie gegenüber ihren eigenen Theorien eine „neutrale“ Haltung haben sollen oder können. Vielmehr gibt der Kritische Rationalismus vor, dass die Wertvorstellungen der Forschenden hinsichtlich des Forschungsproblems im Begründungszusammenhang von Theorien keine Rolle spielen und das Ergebnis der Theorieprüfung nicht vorbestimmten dürfen. Als wichtigstes Korrektiv gilt dabei die kritische Prüfung und Replikation durch Fachkollegen.
  • Therapeutische Grundhaltung, nicht an Bedingungen geknüpftes Akzeptieren, emotionale Wärme.
  • WET: Wiener Entwicklungstest
    Der WET (Kastner-Koller & Deimann, 2002) soll bei Vorschulkindern im Alter von 3;0–5;11 Jahren den Entwicklungsstand in sechs Funktionsbereichen (Motorik, visuelle Wahrnehmung/Visumotorik, Lernen und Gedächtnis, kognitive Entwicklung, Sprache sowie sozial-emotionale Entwicklung) überprüfen.
  • Whistle­Blowing
    Eine besondere Form des Ungehorsams, bei der Menschen über Korruption oder unmoralische Praktiken innerhalb einer Organisation berichten.
  • International verbreiteter Fragebogen von Hiller und Rief (2004), der eine ökonomische Erhebung hypochondrischer Merkmale durch die Bereiche Krankheitsängste, somatische Beschwerden und Krankheitüberzeugung ermöglicht.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation) ist Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das internationale öffentliche Gesundheitswesen. Eine zentrale Aufgabe der WHO stellt die Entwicklung und weltweite Durchsetzung von Leitlinien, Standards (z. B. ICD) und Methoden in gesundheitsbezogenen Bereichen dar.
  • Mixed-Methods-Forschung basiert immer auf einer dezidierten Mixed-Methods-Methodologie („mixed methods methodology“), die quantitative und qualitative Forschungsprozesse miteinander koppelt. Dazu stehen diverse Kombinationsstrategien zur Verfügung, die jeweils Verzahnungen in unterschiedlichen Phasen des Forschungsprozesses – etwa auf der Ebene der Forschungsfrage, des Untersuchungsdesigns, der Datenerhebung, der Datenanalyse und/oder der Interpretation – beinhalten.
  • Wichtige qualitative Methodologien sind u. a. die ethnografische Feldforschung („ethnographic field research“), bei der die Forschenden über längere Zeiträume hinweg in das untersuchte soziale Feld eintauchen, um durch Miterleben des Alltags ein umfassendes Verständnis zu gewinnen, sowie die Biografieforschung („biographical research“), bei der die interessierenden sozialen Sachverhalte im Kontext der Lebensgeschichten von Menschen betrachtet werden und im Zuge von narrativen Interviews Raum gegeben wird für ausführliche Erzählungen von Lebensereignissen. Ein populärer qualitativer Ansatz ist auch die Grounded-Theory-Methodologie („grounded theory methodology“), die durch theoretische Stichprobenbildung, die Kodiermethode des permanenten Vergleichs sowie systematisches Verfassen von Memos auf der Basis von qualitativem Datenmaterial schrittweise gegenstandsverankerte Theorien generiert.
  • Wichtige quantitative Methodologien sind u. a. die Umfrageforschung („survey research“), die mit sehr großen und teilweise bevölkerungsrepräsentativen Stichproben arbeitet, welche anhand standardisierter Fragebögen untersucht werden, sowie die Experimentalforschung („experimental research“), bei der Ursache-Wirkungs-Relationen durch kontrollierte Variation der Bedingungen und Messung der Effekte im Feld oder im Labor geprüft werden. Typisch für quantitative Sozialforschung ist darüber hinaus der Einsatz von psychometrischen Tests („psychometric tests“) sowie physiologischen Messungen („physiological measurements“), um psychische und physische Merkmale des Menschen präzise zu quantifizieren.
  • Der Psychoanalyse zufolge erzeugt das Aufdecken unbewusster Motive Abwehr, die sich im therapeutischen Prozess als Widerstand zeigt und sich gegen das Wirksamwerden der Intervention richtet. Zu typischen Widerstandsreaktionen zählen u. a. Verpassen von Sitzungen, Zuspätkommen, Schweigen und automatisiertes Ablehnen von Deutungsvorschlägen.
  • Widerstand
    bedeutet in der Psychoanalyse, dass mit Angst verbundenes Material vom Bewusstsein ferngehalten wird.
  • Eine von zwei Arten der Aufteilung von Achtsamkeitsfertigkeiten in der DBT. Wie-Skills beschreiben, wie die Was-Skills eingesetzt werden sollen. Zu diesen Fertigkeiten zählen die Attribute: bewertungsfrei, fokussiert, effektiv.
  • Wiederaufnahme
    Prozess, bei dem die ausgeschütteten Neurotransmitter aus dem synaptischen Spalt wieder vom präsynaptischen Neuron aufgenommen werden.
  • Wiedererkennen
    Maß für die Erinnerungsfähigkeit. Wie bei einem Multiple-Choice-Test muss die Versuchsperson lediglich Items identifizieren, die sie vorher erlernt hat.
  • Wiedererkennen (recognition)
    Erinnerungsfähigkeit beim Abruf von Gedächtnisinhalten bei Vorgabe von Erinnerungsreizen. Identifizieren vorher gelernter Items wie beim Multiple-Choice-Test.
  • Wiedererkennen (retrieval-, vertrautheitsbasiert)
    Beim Wiedererkennen werden zwei Prozesse unterschieden. Das vertrautheits-basierte Wiederekennen beruht darauf, dass Items einem sehr vertraut erscheinen. Beim retrieval-basierten Wiedererkennen werden Reize dagegen bewusst wiedererkannt.
  • Wiedererkennungsschema (recognition schema)
    Abstrakte Repräsentation einer regelhaften Beziehung zwischen früher erfahrenen sensorischen Konsequenzen einer Bewegung und den mit diesen sensorischen Signalen einhergehenden Bewegungsergebnissen und entsprechend Ausgangsbedingungen.
  • Wiedergabeschema (recall schema)
    Abstrakte Repräsentation einer regelhaften Beziehung zwischen früher erzielten Bewegungsergebnissen und den entsprechenden Bewegungsparametern und Ausgangsbedingungen.
  • Im Alltag bewältigen Menschen eine Fülle von Entscheidungssituationen. Wiederholte Entscheidungen unterscheiden sich strukturell von neuen, weil man bereits eine bewährte Option (Routine) kennt, für die man sich wieder entscheiden könnte.
  • Wiederholte transkranielle Magnetstimulation
    sich wiederholende Einwirkung von Pulswellen magnetischer Energie auf das Gehirn. kommt zum Einsatz, um Gehirnaktivität zu stimulieren oder zu unterdrücken.
  • Wiederholung (Rehearsal) (rehearsal)
    Bewusste aktive (erhaltende) Wiederholung von Informationen, um sie im Bewusstsein zu behalten oder aber für die Speicherung zu encodieren.
  • Wiederholungsblindheit (repetition blindness)
    Wenn zwei identische, kurz dargebotene Reize unmittelbar hintereinander wiederholt werden, wird die Wiederholung nicht bewusst wahrgenommen, sondern beide Reize werden zu einem Wahrnehmungsereignis zusammengefasst.
  • Wiederholungsstrategien
    Unter dieser Bezeichnung werden Vorgehensweisen beim Lernen zusammengefasst, die darauf beruhen, dass Lernstoff wiederholt wird. Dazu zählt das Aufsagen und Memorieren von Listen, Formeln, Bezeichnungen, ebenso wie das Herausschreiben und Unterstreichen von Textpassagen. Allen Vorgehensweisen ist gemeinsam, dass die ursprüngliche Information wenig eigenständig bearbeitet oder umgeformt (transformiert) wird.
  • Verteilungsfreier Signifikanztest, der zwei Gruppen, die nicht unabhängig voneinander ausgewählt wurden (Matched Samples oder Messwiederholung), auf einen Unterschied bezüglich ihrer zentralen Tendenz eines ordinalskalierten Merkmals untersucht
  • Wilde-Intelligenztest (WIT-2)
    Der WIT-2 (Kersting et al., 2008) wurde auf der Grundlage von umfassenden Analysen des bisherigen WIT neu konstruiert; dabei wurden neue Aufgabengruppen eingeführt. Der Test dient vorrangig der berufsbezogenen Diagnostik; deshalb sind die Testaufgaben teilweise in eine Semantik aus dem Berufs- und Arbeitsleben eingekleidet. Der WIT-2 repräsentiert fünf der sieben Primärfähigkeiten Thurstones (Verbal Comprehension, Number, Space, Reasoning, Memory). Das schlussfolgernde Denken wird im WIT-2 (anders als bei Thurstone) als eine dem verbalen, rechnerischen und räumlichen Denken übergeordnete Skala konzipiert. Darüber hinaus werden die Dimensionen Arbeitseffizienz und Wissen (Wirtschaft sowie Informationstechnologie) erfasst.
  • Sammelbegriff für handlungsregulative Prozesse, die die Zielrealisierung unterstützen.
  • Willenshandlung (willed action; voluntary action)
    Verhalten, das auf die Erreichung eines mental repräsentierten Zielzustands gerichtet ist und auf einer Abwägung der Erreichbarkeit und Wünschbarkeit antizipierter Handlungsergebnisse beruht.
  • Willkürliches Verhalten
    Willkürliches Verhalten ist auf ein Ziel gerichtet. Es wird nicht aktiviert, weil eine bestimmte Situation gegeben ist, sondern um eine bestimmte (angestrebte) Situation herzustellen. Fast das gesamte Verhalten ist willkürlich.
  • Willkürlichkeit (der Wortwahl)
    Dass wir ein reales Objekt mit Wurzeln, einem Stamm und einer Krone als Baum bezeichnen, ist eine Festlegung, die willkürlich getroffen wurde. Man hätte sich auch für eine andere Lautfolge entscheiden können. Wichtig ist allerdings, dass in einer Sprachgemeinschaft Einigkeit über die Zuordnung von Wort und realem Objekt besteht.
  • Wirkfaktoren (Wirkprinzipien)
    Allgemeine oder methodenspezifische Mechanismen, die einer angestrebten Veränderung zugrunde liegen. Für die Psychotherapie werden u. a. von Grawe die vier Wirkfaktoren Ressourcenaktivierung, Problemaktualisierung, Problembewältigung und motivationale Klärung benannt.
  • Analyse der klinischen Effektivität einer standardisierten Intervention unter kontrollierten Bedingungen.
  • Wirksamkeitsstreben
    Streben danach, die Aussenwelt durch eigenes Handeln wirksam zu beeinflussen.
  • Die Einbeziehung breiterer wirtschaftlicher Zusammenhänge in Form der Markt- und Werbepsychologie sowie der Finanzpsychologie. Wirtschaftspsychologie stellt in diesem Sinne eine Ergänzung dar.
  • Wirtschaftspsychologie
    untersucht das Verhalten und Erleben der Menschen in breiteren wirtschaftlichen Zusammenhängen.
  • Erlaubt Perseverationstendenzen (z.B. Frontalhirnpatienten) zu erfassen. Die Probanden müssen Karten mit Symbolen mit unterschiedlichen Dimensionen sortieren. Das Kriterium für die Sortierung wird implizit durch den Versuchsleiter vorgegeben und muss durch geschicktes Sortierverhalten und durch Verarbeitung der Rückmeldung (richtig/falsch) durch den Probanden erkannt werden; aus den Sortierfehlern nach Wechsel des Sortierkriteriums kann auf Perseveration geschlossen werden.
  • Wisconsin-Kartensortiertest (Wisconsin Card Sorting Test)
    Test zur Messung der kognitiven Flexibilität, bei dem Probanden Karten mit verschiedenen Symbolen nach wechselnden Kriterien sortieren müssen. Patienten mit Frontalhirnverletzungen zeigen dabei häufig perseveratives Verhalten und bleiben nach dem Wechsel des Sortierkriteriums trotz Fehlerrückmeldung bei der zuvor angewandten Regel.
  • Unter _deklarativem Wissen_ wird Wissen über die Realität verstanden, welches der Mensch in der Lage ist mitzuteilen. Dies kann auf der einen Seite die Erinnerung an ein (Arbeits-)Ereignis der vergangenen Tage sein (sog. episodisches Wissen), aber auch das Wissen über Aufbau und Funktionsweise einer bestimmten Maschine (sog. semantisches Wissen). Mit _prozeduralem Wissen_ ist Wissen in Form von Handlungsabläufen gemeint (insbesondere Bedienungswissen, z. B. wie eine Fertigungsmaschine zu Beginn der Schicht angefahren wird). Dieses Wissen entsteht über die Wiederholung und „Einübung“ von Handlungsabläufen oder durch wiederholten Umgang mit bestimmten Situationen. _Implizites Wissen_ beschreibt die Nutzung von Informationen, die wahrgenommen, jedoch nicht bewusst gespeichert wurden (z. B. in Bezug auf Motorengeräusche, die Hinweise auf den Regelungsbedarf der Motorkraft geben). _Explizites Wissen_ beschreibt hingegen den bewussten Abruf vorher eingeprägter Informationen (z. B. in Bezug auf Werte zur Justierung von Messvorrichtungen).
  • Relativ dauerhaft (im LZG) gespeicherte Gedächtnisinhalte, deren Bedeutsamkeit durch soziale Übereinkunft festgelegt wird („Allgemeinwissen“). Vom Wissen eines bestimmten Menschen ist in der Regel nur die Rede, wenn er Überzeugung von der Gültigkeit dieses Wissens besitzt.
  • Wissensarbeiter sind hoch qualifizierte Fachkräfte, mit theoretischem und analytischem Wissen, welches sie für die Entwicklung neuer Produkte und Serviceangebote verwenden. Die von ihnen ausgeführte Wissensarbeit ist meist eine komplexe und auf spezifische Kontexte bezogene Arbeit.
  • wissensbasierte Fehler
    Entstehen vor allem in neuartigen, ungewohnten Situationen, in denen Handlungen ad hoc geplant werden müssen.
  • Wissenschaft („science“) erhebt den Anspruch der Wissenschaftlichkeit und erfüllt alle vier Standards der Wissenschaftlichkeit: 1. wissenschaftliches Forschungsproblem, 2. wissenschaftlicher Forschungsprozess, 3. Wissenschafts- und Forschungsethik sowie 4. Dokumentation des Forschungsprojektes.
  • Unter einer Wissenschaft versteht man die Gesamtheit von Erkenntnissen, die auf einen Erkenntnisgegenstand bezogen sind und in einem Begründungszusammenhang stehen. Einzelwissenschaften beziehen sich auf umgrenzte Themenbereiche: z. B. Neurologie, Psychologie, Soziologie. Kennzeichnend für Wissenschaften sind methodisch begründete Vorgehensweisen, d. h. intersubjektiv nachvollziehbare Prozesse des Forschens und Erkennens (Wenninger, 2001).
  • Ansätze, die gängigen Standards und Kriterien für Wissenschaftlichkeit genügen
  • Wissenschaftliche Autorschaft („academic authorship“) meint die namentliche Nennung aller Forschenden, die maßgeblich an der Durchführung und Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Studie beteiligt waren. Da human- und sozialwissenschaftliche Studien meist in Teamarbeit durchgeführt werden, muss gemäß den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis in sachlich angemessener und fairer Weise festgelegt werden, welche Art von Mitarbeit eine Person zur Mit-Autorschaft qualifiziert und wie bei kollektiver Autorschaft die Autorenreihenfolge festzulegen ist.
  • Unter einer wissenschaftlichen Beobachtung („scientific observation“) versteht man die zielgerichtete, systematische und regelgeleitete Erfassung, Dokumentation und Interpretation von Merkmalen, Ereignissen oder Verhaltensweisen mithilfe menschlicher Sinnesorgane und/oder technischer Sensoren zum Zeitpunkt ihres Auftretens
  • Bei der wissenschaftlichen Beobachtung („scientific observation“) erfolgt die Datenerhebung im Rahmen eines empirischen Forschungsprozesses in geplanter und dokumentierter Weise. Perspektivität, Selektivität und Konstruiertheit des Beobachtungsprozesses werden offengelegt, theoretisch reflektiert und kontrolliert (z.B. gleichzeitiger Einsatz mehrerer Beobachtender und Vergleich der Ergebnisse), um Beobachtungsfehler zu minimieren.
  • ist die systematische und regelgeleitete Registrierung des Auftretens bzw. der Ausprägung von ausgewählten, psychologisch relevanten Merkmalen oder Ereignissen. Sie folgt einem zuvor festgelegten Beobachtungsplan, der festlegt, 1. was beobachtet werden soll (Kategorien für das/die interessierende/n Ereignis/se oder Merkmal/e); 2. welche Aspekte weniger oder nicht relevant sind; 3. welchen Interpretationsspielraum der Beobachtende bei der Beobachtung hat; 4. wann, wie lange und wo die Beobachtung erfolgt (Zeitpunkte, Zeiträume, Situationen); 5. auf welche Weise das Beobachtete registriert und protokolliert wird.
  • Wissenschaftliche Betriebsführung
    Wissenschaftliche Betriebsführung geht auf F.W. Taylor zurück. Es sollte der Optimierung handwerklicher Produktionsstrukturen durch eine wissenschaftliche Herangehensweise in Form von Zeit- und Bewegungsstudien dienen und ist gekennzeichnet durch Trennung von Hand- und Kopfarbeit, Partialisierung der Arbeitsaufgabe in einzelne Elemente und Repetition.
  • Unter einer wissenschaftlichen Dokumentenanalyse („scientific document analysis“) als Datenerhebungsmethode verstehen wir die zielgerichtete, systematische und regelgeleitete Sammlung und Archivierung von vorhandenen (d. h. unabhängig vom Forschungsprozess produzierten) Dokumenten als Manifestationen menschlichen Erlebens und Verhaltens. Dabei kann es sich inhaltlich um persönliche oder offizielle Dokumente sowie formal um textuelle/verbal-schriftliche sowie um nicht-textuelle (visuelle, auditive, audiovisuelle, multimediale, hypermediale etc.) Dokumente handeln. An die Sammlung, Archivierung und Aufbereitung des Rohdatenmaterials schließt sich eine Auswertung der Dokumente hinsichtlich ihrer inhaltlichen und formalenMerkmale an. Bei der qualitativen Dokumentenanalyse stellt die interpretative Auswertung der Dokumente bereits die eigentliche qualitative Datenanalyse dar. Bei der quantitativen Dokumentenanalyse wird das qualitative Ausgangsmaterial mittels quantitativer Inhaltsanalyse in Messwerte überführt, die anschließend einer üblichen quantitativ-statistischen Datenanalyse unterzogen werden.
  • Wer wissenschaftliche Forschung („scientific research“) betreibt, sucht mithilfe anerkannter wissenschaftlicher Methoden und Methodologien auf der Basis des bisherigen Forschungsstandes (d. h. vorliegender Theorien und empirischer Befunde) zielgerichtet nach gesicherten neuen Erkenntnissen, dokumentiert den Forschungsprozess sowie dessen Ergebnisse in nachvollziehbarer Weise und stellt die Studie in Vorträgen und Publikationen der Fachöffentlichkeit vor.
  • Ein Ansatz zur Prüfung von Annahmen, bei dem zunächst eine Fragestellung gewählt und dazu eine Hypothese formuliert wird, die man prüft, um danach auf der Basis empirischer Ergebnisse eine Schlussfolgerung zu ziehen.
  • Wissenschaftliche Methoden („scientific methods“) sind in der empirischen Sozialforschung vor allem einzelne Verfahren bzw. Techniken der Datenerhebung und Datenanalyse. Wissenschaftliche Datenerhebungsmethoden in diesem Sinne sind beispielweise psychologische Testverfahren wie der Intelligenztest, physiologische Messungen wie die EKG-Messung oder Interviewtechniken wie das Leitfaden-Interview. Wissenschaftliche Datenanalysemethoden sind z.B. die qualitative Inhaltsanalyse oder die statistische Varianzanalyse.
  • Wissenschaftliche Methodologien oder Forschungsstrategien
    Wissenschaftliche Methodologien („scientific methodologies“) oder Forschungsstrategien („research strategies“, „strategies of inquiry“) sind Anweisungen zur Gestaltung des Forschungsprozesses und des Untersuchungsdesigns. Methodologien geben an, in welcher Weise einzelne Methoden in einen Untersuchungsplan zu integrieren sind und was beim Durchlaufen des Forschungsprozesses zu beachten ist, um Wissenschaftlichkeit und hohe Aussagekraft zu gewährleisten. So stehen z. B. hinter ethnografischer Feldforschung oder experimenteller Laborforschung unterschiedliche Methodologien, welche die Basis bilden für Entscheidungen über Untersuchungsbedingungen, Untersuchungszeitpunkte, Untersuchungsdauer, Auswahl von Untersuchungspersonen, Anzahl und Rolle der Forschenden, Art der Dokumentation der Daten etc. Im Rahmen einer bestimmten Methodologie können unterschiedliche Methoden einzeln oder kombiniert zum Einsatz kommen. In einer zweiten Begriffsbedeutung meint Methodologie die wissenschaftstheoretische Begründung der Methoden
  • Wissenschaftliche mündliche Befragung bzw. wissenschaftliches Interview
    Unter einer wissenschaftlichen mündlichen Befragung bzw. einem wissenschaftlichen Interview („research interview“/„ scientific interview“) verstehen wir die zielgerichtete, systematische und regelgeleitete Generierung und Erfassung von verbalen Äußerungen einer Befragungsperson (Einzelbefragung) oder mehrerer Befragungspersonen (Paar-, Gruppenbefragung) zu ausgewählten Aspekten ihres Wissens, Erlebens und Verhaltens in mündlicher Form. Interviews können im persönlichen Face-to-Face-Kontakt sowie telefonisch (fernmündlich) oder online (schriftliche Mündlichkeit) durchgeführt werden. Die dem Interview zugrunde liegenden verbalen Fragen werden den Befragungspersonen („interviewees“, „respondents“) in einer Interaktion jeweils von einer Interviewerin oder einem Interviewer („interviewer“) gestellt. Die Antworten werden dokumentiert und systematisch analysiert. Die vier zentralen Elemente der mündlichen Befragung sind a) die Befragungspersonen, b) die Interviewerin bzw. der Interviewer, c) die Interviewsituation und d) die Interviewfragen.
  • wissenschaftliche Theorie
    Eine wissenschaftliche Theorie ist ein Modell zur Beschreibung oder Erklärung eines bestimmten Realitätsbereichs, das zwei Minimalkrieterien zu genügen hat: Eine wissenschaftliche Theorie sollte: a) in sich wiederspruchsfrei sein und b) die Ableitung empirisch gehaltvoller, d. h. durch eine systematische Untersuchung realer Phänomene überprüfbare Hypothesen ermöglichen.
  • Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn („scientific knowledge gain“) basiert in Erfahrungswissenschaften wie den Sozial- und Humanwissenschaften auf der systematischen Sammlung, Aufbereitung und Analyse von empirischen Daten im Rahmen eines geordneten und dokumentierten Forschungsprozesses. Dabei kommen sozialwissenschaftliche Methoden der Untersuchungsplanung, Stichprobenziehung, Datenerhebung, Datenaufbereitung und Datenanalyse zum Einsatz. Des Weiteren ist der empirische Forschungsprozess theoriebasiert, d. h. in seinem Verlauf werden wissenschaftliche Theorien über den Forschungsgegenstand (sowie über die Forschungsmethodik) angewendet und geprüft oder gebildet und weiterentwickelt. Erst mit Bezug auf Theorien sind empirische Daten sinnvoll interpretierbar.
  • Wissenschaftliches Handeln als Problemlösen
    Aus allgemeinpsychologischer Sicht stellt wissenschaftliches Handeln somit ein Beispiel für einen Problemlöseprozess dar. Nach Hussy (1998) liegt ein Problem vor, wenn ein gegebener Ausgangszustand (eine vorläufige Antwort auf eine Frage) in einen Zielzustand (geprüfte Aussage) überführt werden soll, wobei eine Barriere diese Überführung erschwert.
  • Eine Wissenschaftsfälschung („scientific fraud“) liegt vor, wenn a) empirische Forschungsergebnisse bewusst in Richtung eines Wunschergebnisses manipuliert werden (z.B. gezielte Eliminierung hypothesenkonträrer Fälle oder geschönte Darstellung von Befunden; „data falsification“, „data massaging“) oder wenn b) gar keine empirischen Daten erhoben, sondern die Ergebnisse erfunden wurden (z.B. simulierte Datensätze; „data fabrication“).
  • Wissenschaftstheorie
    Die Wissenschaftstheorie beschäftigt sich mit unterschiedlichen Weltbildern, deren verschiedenen Auffassungen über die Fähigkeit der Wissenschaft die Wahrheit aufzudecken, sowie den damit verbundenen Herangehensweisen an wissenschaftliche Fragestellungen.
  • Bei der Wissenschaftstheorie handelt es sich um jene Disziplin, die sich mit dem Begriff und der Einteilung von Wissenschaften, ihren Erkenntnisprinzipien und Methoden, sowie ihrer Sprache beschäftigt (Wenninger, 2001).
  • Gedächtnis, in dem unser verbalisierbares „Faktenwissen“ gespeichert ist.
  • Wissenskluft-Perspektive
    Postuliert wird, dass durch die Intensivierung der Medienberichterstattung über ein Thema sich der Wissensstand der Bevölkerung nicht durchgängig verbessert, sondern dass sich die Wissensklüfte zwischen den verschiedenen sozialen und Bildungsgruppen verstärken.
  • Wissensmanagement ist das gezielte Steuern von Wissensressourcen in Unternehmen und umfasst alle bewussten und systematischen Maßnahmen bzgl. der Ressource Wissen und den zielgerichteten Einsatz von Wissen in der Organisation.
  • Wissensmanagement Definition
    „Das Management von Wissen muss […] darauf abzielen, die in einem Unternehmen vorhandenen Wissensressourcen zielgerecht einzusetzen bzw. die zur Erreichung der Unternehmensziele erforderlichen Wissenspotenziale aufzubauen oder zu erwerben“ (Picot und Scheuble 2000, S. 29).
  • Wissenspsychologie
    Forschungsrichtung der Psychologie, in der aus einer informationsverarbeitungstheoretischen Sichtweise vor allem vier Themenbereiche analysiert werden: Erwerb von Wissen, Repräsentation und Organisation von Wissen im Gedächtnis, Prozesse des Abrufs von Wissen, Anwendung des Wissens beim Denken und Handeln.
  • Wissensrepräsentation (knowledge representation)
    Sie wird angenommen, um zu erklären, wie verschiedene Arten von Informationen encodiert und verarbeitet werden (Anderson 1996).
  • Wissensschemata sind Wissensstrukturen, in denen aufgrund von Erfahrungen typische Zusammenhänge eines Realitätsbereichs repräsentiert sind (z. B. die Qualitätsmerkmale eines Produktes). Dazu gehört auch das Wissen über häufig wiederkehrende Handlungs- bzw. Ereignisfolgen (z. B. wie man einen Brief schreibt). In Schemata ist vorwiegend begriffliches Wissen repräsentiert.
  • WMS-R (Wechsler Memory Scale Revised)
    Test zur Erfassung der bereichsbezogenen kognitiven Leistungsfähigkeit, wie z. B. der Gedächtnisleistung.
  • Die Wo-Bahn oder dorsale Bahn ist in einem einfachen Modell der visuellen Verarbeitung eine Verbindung zwischen dem primären visuellen Kortex und dem Parietallappen. Entlang dieser Bahn erfolgt die Lokalisierung von Objekten.
  • Wochenbett
    Phase der ersten 6–8 Wochen nach der Entbindung, in der sich die durch die Schwangerschaft bedingten physiologischen Veränderungen zurückbilden, die Wunden der Geburt verheilen und die Milchproduktion einsetzt.
  • subjektiver Aspekt der psychischen Gesundheit
  • Wohlbefinden (subjective well-being)
    subjektiver Aspekt der psychischen Gesundheit
  • Er besagt, dass das Antwortverhalten der Befragten entscheidend durch die Wortwahl wie auch die Fragenformulierung des Fragenden beeinflusst wird.
  • Die Balance zwischen arbeitsbezogener Beanspruchung und Erholung. Ein Ungleichgewicht zwischen beiden Dimensionen kann zu verringertem Wohlbefinden und Fehlverhalten führen. Eine klare Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben ist schwierig, da sich beide Bereiche gegenseitig beeinflussen und teilweise miteinander vermischt sein können.
  • Work-Life-Balance
    Der Begriff der Work-Life-Balance bezieht sich auf Fragestellungen, die die Qualität und das Verhältnis verschiedener Lebensbereiche betreffen. Häufig wird im Bereich der Work-Life-Balance das Verhältnis von Arbeit und Freizeit, Arbeit und Familie sowie die Arbeitszeitforschung thematisiert. Im Bereich der Arbeitszeitforschung geht es darum, welche Auswirkungen (Chancen und Risiken) die Entgrenzung (z. B. durch die orts- und zeitunabhängige Nutzung von Informationstechnologien) der Arbeitszeit auf die Abgrenzung einzelner Lebensbereiche hat. Untersucht wird dabei u. a., wie Menschen Grenzen zwischen der Arbeit und anderen Lebensbereichen ziehen und wie flexibel und durchlässig diese Grenzen sind.
  • Work-Life-Balance
    Ausgewogenheit von beruflichem und außerberuflichem, z. B. familiärem Engagement.
  • Work-Life-Balance
    Work-Life-Balance bezeichnet ein Themengebiet, in dessen Vordergrund Fragen zur funktionalen alltags- und biografiebezogenen Relation zwischen Berufs- und Privatleben stehen. Der Prozess der Balancierung dient der Maximierung positiver Erlebensqualitäten bzw. Minimierung negativer Erlebensqualitäten in den verschiedenen Lebensbereichen.
  • Working Memory
    → Arbeitsgedächtnis
  • (1) (Freie, überlieferte) Zuordnung von Sprachlauten oder einer Buchstabenfolge zu einer Bedeutung oder einem Konzept. (2) Abgeschlossene sprachliche Einheit, die Bedeutung besitzt und aus einem oder mehreren Morphemen besteht (Atkinson 2001).
  • Wortfindungsstörung
    Stocken im Redefluss aufgrund einer mangelnden Verfügbarkeit bzw. reduzierten Abrufbarkeit des intendierten Wortes. Es kommt zu Ersatzstrategien: lange Pausen, Ausweichen in inhaltsarme Redefloskeln, perseveratorische Wiederholungen von gerade gebrauchten Wörtern, Fortführen des Themas in variierter Form, Ausweichen in Pantomime, Gestik und Mimik.
  • Repräsentation der lautlichen oder orthografischen Zusammensetzung eines Wortes.
  • Wortform (word form)
    Repräsentation der lautlichen oder orthografischen Zusammenstellung eines Wortes.
  • Wortklasse (word class)
    Information, die spezifiziert, ob ein Wort ein Substantiv, Verb, Adjektiv usw. ist.
  • Befund, dass die Anzahl der im Arbeitsgedächtnis kurzzeitig behaltbaren Wörter von ihrer Länge abhängig ist.
  • Setzt bei den meisten Kindern in der 2. Hälfte des 2. Lebensjahres ein. Dabei kommt es zu einem rapiden Anstieg des Wortschatzes.
  • Wortschatzexplosion / Vokabelspurt
    Phase gegen Ende des zweiten Lebensjahres, in der das Repertoire aktiv gesprochener Wörter bei Kleinkindern in der Regel massiv steigt.
  • Das Erkennen von Anfang und Ende eines Wortes im Sprachstrom.
  • Wortstamm (word stem)
    Teil des Wortes, der nach Entfernung von Suffixen übrig bleibt.
  • Worttaubheit
    → Reine Worttaubheit
  • Eine Wunsch-Nullhypothese liegt vor, wenn man theoriebasiert mithilfe einer empirischen Studie belegen möchte, dass hinsichtlich der betrachteten Variablen kein Effekt (kein Unterschied, kein Zusammenhang, keine Veränderung) in der Population vorliegt.
  • Würzburger Schule
    von Oswald Külpe (1862–1915) begründete Forschungsrichtung der Psychologie, die sich vor allem der Erforschung von Denkprozessen mithilfe experimenteller Methoden widmete. Zu den Hauptvertretern gehören neben Külpe Karl Bühler (1879–1963) und Narziß Ach (1871–1946).