Zusammenfassung

Kognitive Psychologie

 

Inhalt

Kapitel 1: Grundlagen und Überblick

Kapitel 2: Komplexität - einfache und komplexe Probleme

Kapitel 3: Gedächtnis - Informationsverarbeitung in der kognitiven Architektur

Kapitel 4: Problemlösen - Problemlösendes Denken als Informationsverarbeitung

Kapitel 5: Epilog

 

 

Kapitel 1: Grundlagen und Überblick


Im ersten Kapitel entsteht ein Überblick über die Themen des Buches und ihre Grundlagen. Anhand unterschiedlicher Beispiele wird eine erste Einsicht in die Zusammenhänge zwischen Komplexität, Gedächtnis und Problemlösen entwickelt. Dabei wird eine Verortung der eingenommenen kognitionspsychologischen Perspektive vorgenommen. Allgemeine Informationen zum Aufbau des Buches und ein wichtiger Hinweis zur begleitenden Website schließen dieses einführende Kapitel ab.

 

Kapitel 2: Komplexität - einfache und komplexe Probleme


Auch wenn die ersten Fragen dieses Kapitels zunächst von philosophischer Natur zu sein scheinen, so ist dies als Stilelement zu verstehen, um in die kognitionspsychologische Perspektive den Gegenstand des Problems einzuführen. Diese erste Perspektive auf den Gegenstand wird dem kognitionspsychologischen Paradigma folgen und somit von interner Symbolverarbeitung ausgehen, im nächsten Abschnitt werden ergänzend konnektionistische Modelle eingeführt. Nach dieser ersten Frage zur Ontologie des Problems, sollen sich dessen Dimensionen im Laufe des Kapitels immer weiter entfalten, sodass der Leser einen Einblick erhält in die Perspektiven und Fragen der Problemlöseforschung, die uns zum Begriff der Komplexität führen werden.

 

Kapitel 3: Gedächtnis - Informationsverarbeitung in der kognitiven Architektur


Das dritte Kapitel betrachtet die Personenmerkmale und stellt das Konstrukt der „Kognitiven Architektur“ in den Vordergrund. In einem ersten Schritt wird sich dem zentralen Begriff der Information genähert. An diesen Begriff sind eine Menge Konstrukte gekoppelt; so beschäftigen uns in diesem Zusammenhang Entropie, Redundanz, Kodierung und Algorithmus. In einem nächsten Schritt ist es daher notwendig, mithilfe der Semiotik auf die Form der Zeichen einzugehen, um anschließend Formen der Inferenzen zu differenzieren. Erst nachdem diese Konzepte eingeführt worden sind, ist der Blick auf die Architekturen der Kognition vorbereitet. Hier werden drei große und maßgebliche Architekturen betrachtet: das Rahmenmodell zur elementaren und komplexen menschlichen Informationsverarbeitung „MEKIV“ nach Walter Hussy (1984, Kap. 3), das Produktionssystem „ACT-R“nach John Anderson (1983, Kap. 3) und das Mehrkomponentenmodell nach Alan Baddeley (1974, Kap. 3).

 

Kapitel 4: Problemlösen - Problemlösendes Denken als Informationsverarbeitung


Im Mittelpunkt steht problemlösendes Denken als Informationsverarbeitung. Die in den vorherigen Kapiteln erarbeiteten Komponenten der Problemmerkmale und der Personenmerkmale werden zu einem Problemraum zusammengeführt. Zentral bleibt dabei die Information, die weiter differenziert wird. Als wesentlicher Prozess im Problemlösen wird die Entstehung neuer Codes betrachtet, wozu das Konstrukt eines Beobachters zweiter Ordnung notwendigerweise eingeführt wird. Danach wird der Übergang vom Problemraum in einen Planungsraum betrachtet. Erst dieser ermöglicht dem Organismus den Vollzug von Antizipation. Der dritte Teil des Kapitels rückt noch einmal die Betrachtung der Gedächtnisarchitektur und insbesondere des episodischen Buffers in den Fokus. Aus der Gesamtheit der bis dahin dargelegten Überlegungen wird ein Gedächtnismodell für das problemlösende Denken abgeleitet. Abschließend richtet sich der Focus auf das problemlösende Denken in komplexen Systemen.

 

Kapitel 5: Epilog


Das fünfte und letzte Kapitel des Buches bezieht sich noch einmal ausführlich auf die Strukturen der zuvor erarbeiteten kognitiven Architektur in Hinsicht auf die Prozesse vor und während des Problemlösens: dazu gehören das Äquilibrium, die Extrapolation, das Disäquilibrium und die Exploration. Die Einbettung des Systems wird durch die Historizität genauso kritisch in den Blick genommen, wie seine Ausrichtung auf zukünftige Ziele in der Polytelie.