Zusammenfassung

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Sprache und Denken

Inhalt

Kapitel 1: Einleitung: Sprache und Denken – zwei unzertrennliche Geschwister

Kapitel 2: Sprache

Kapitel 3: Denken

Kapitel 4: Sprache, Denken und weitere Geschwister – ein Fazit

Kapitel 5: Übungsfragen mit Antworten

 

Kapitel 1: Einleitung: Sprache und Denken – zwei unzertrennliche Geschwister

Sprache und Denken sind auf vielfältige Weise miteinander verknüpft. Ob das eine ohne das andere überhaupt möglich ist, wird nach wie vor intensiv  erforscht und heftig diskutiert. Inwieweit wir denken können, ohne dabei Sprache zu verwenden, hängt vermutlich stark davon ab, wie die damit zusammenhängenden Inhalte im Gedächtnis repräsentiert sind, z. B. bildlich oder sprachlich. Bei sehr konkreten Sachverhalten oder bei Problemen, die den Umgang mit ganz bestimmten Objekten erfordern, ist ein Denken evtl. auch ohne Sprache möglich. Geht es aber beispielsweise um komplexere Probleme, so zeigen Untersuchungen, dass Personen deutlich schlechtere Ergebnisse erzielten, wenn sie bei der Problembearbeitung ein inneres Sprechen unterlassen sollen. Die vielfältigen Aspekte der Sprache und die unterschiedlichen Arten des Denkens sowie ihre Zusammenhänge werden in der Sprach- und Denkpsychologie mit verschiedenen Methoden untersucht.

 

Kapitel 2: Sprache

Mithilfe der Sprache können Mitteilungen von einem Sprecher an einen Hörer übermittelt werden und der Hörer kann ebenfalls mittels der Sprache seine Meinung dazu äußern. Die Sprache spielt damit eine zentrale Rolle in der menschlichen Kommunikation. Sie erlaubt es zum Beispiel, Auskünfte über sich oder die Welt zu geben oder andere Personen zu Aktivitäten zu veranlassen. Dabei findet in der Regel ein Wechsel von Sprachverstehen und Sprachproduktion statt. Das Verstehen von Sprache ist wissenschaftlich schon recht gut untersucht. Ein Grund dafür liegt in der Möglichkeit, das Ausgangsmaterial, z. B. Wörter, Sätze oder Texte sehr präzise in Experimenten zu variieren und in der Wirkung zu untersuchen. Bei der Sprachproduktion ist hingegen der Ausgangspunkt, z. B. ein flüchtiges Motiv zur Interaktion mit anderen Personen, viel schwerer greifbar. Da Sprache und Sprachnutzung ein sehr komplexes Geschehen ist, konzentriert sich die Forschung zurzeit noch meist auf einzelne Komponenten dieses Prozesses. Das sind zum Beispiel die kleinsten Einheiten von Sprache (z. B. Buchstaben und Grapheme, Laute und Phoneme), das Verstehen von Worten, die Analyse der grammatischen Struktur von Sätzen (Syntax), die Untersuchung der Bedeutung von sprachlichen Einheiten (Semantik) oder Besonderheiten des Einsatzes von Sprache im „normalen“ Leben (Pragmatik).

 

Kapitel 3: Denken

Die Denkpsychologie befasst sich mit der Beschreibung, Erklärung und Vorhersage menschlichen Denkens. Ein wichtiger Aspekt des Denkens ist das Erschließen neuen Wissens aus bisher bekanntem Wissen, z. B. über das Bilden von Analogien. Diese Fähigkeit nutzen wir u. a., um kausale Zusammenhänge zu erschließen, komplexe Probleme zu bearbeiten oder kreative Lösungen zu entwickeln. Wie eng diese Elemente miteinander verknüpft sind, zeigt sich beim Problemlösen. Häufig ist hier nicht nur der Weg zum Ziel unbekannt. Das Ziel selbst kann unscharf definiert sein, zusätzlich kann eine Vielzahl vernetzter und sich verändernder Elemente die Problemsituation beeinflussen. Den Umgang mit solch komplexen Situationen vereinfachen Menschen durch die Nutzung sog. Heuristiken, erfahrungsabhängiger Faustregeln, die rasche Entscheidungen ermöglichen, jedoch nicht mit Sicherheit zur Problemlösung führen. Das Lösen von Problemen erfordert oft auch die Fähigkeit, neue Verbindungen zwischen Wissenselementen herzustellen, also kreativ zu denken. Und immer sind diese Prozesse an Emotionen gebunden, die unser Denken fördern, aber auch behindern können. So begünstigt eine positive Stimmung einerseits die Kreativität im Denken, andererseits führt sie häufiger zu typischen Denkfehlern.

 

Kapitel 4: Sprache, Denken und weitere Geschwister – ein Fazit

Beim Verhältnis von Denken und Sprechen kommt es darauf an, in welcher Situation oder Entwicklungsphase wir uns befinden oder mit welcher Aufgabe wir konfrontiert werden. Außerdem spielen hier auch zahlreiche weitere psychische Leistungen und Prozesse eine wichtige Rolle: Wahrnehmung, Lernen und Gedächtnis, Wissen und Aufmerksamkeit, unsere Emotionen und Motive, Persönlichkeitseigenschaften, individuelle und manchmal problematische Entwicklungsverläufe und nicht zuletzt die Einbindung in soziale Netzwerke in Familie, Ausbildung und Beruf. Führen wir uns vor Augen, dass das anspruchsvolle Ziel der Psychologie als Wissenschaft in der Beschreibung, Erklärung und Vorhersage menschlichen Verhaltens besteht, wird deutlich, dass die Sprach- und Denkpsychologie Teilbereiche eines äußerst komplexen Forschungsfeldes darstellen.

 

Kapitel 5: Übungsfragen mit Antworten

In diesem Kapitel finden Sie Antworten zu den Übungsfragen, die Sie am Ende der bisherigen Abschnitte des Buches vorgefunden haben. Zur besseren Übersicht werden die Fragen jeweils zuvor noch einmal wiederholt. Anschließend haben wir eine mögliche Antwort aus unserer Sicht formuliert. Ideal wäre, wenn Sie zunächst selbst eine Antwort auf die Fragen wenigstens versuchen. Diese können Sie dann anschließend mit unserer Meinung vergleichen. Wenn Sie sich intensiv mit den Themen beschäftigen, werden Sie schnell merken, dass es durchaus unterschiedliche Meinungen zur Beantwortung zumindest einiger Fragen geben kann. Es gibt also im Bereich Sprache und Denken, wie fast überall in der Psychologie und in der Wissenschaft überhaupt, keine „endgültigen Wahrheiten“. Vielleicht kommen Sie beim Durcharbeiten dieses Kapitel auch auf völlig neue Ideen. Dann wäre ein wichtiges Ziel dieses Buches erreicht.