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Begriff Erklärung
Betriebswirtschaftslehre

"Teilbereich der Wirtschaftswissenschaften, welcher sich mit den ökonomischen Prozessen aus der Perspektive einzelner Betriebe befasst. Wichtige Themen der Betriebswirtschaftslehre sind z. B. Produktion, strategische Unternehmensführung, Finanzen, Organisation, Marketing oder Personal. Der zweite große Teilbereich der Wirtschaftswissenschaften ist die Volkswirtschaftslehre."

Entwicklungspsychologie

"Teilbereich der Psychologie, der sich mit der kognitiven, sozialen und körperlichen Entwicklung des Menschen über die gesamte Lebensspanne beschäftigt."

"Hand, unsichtbare"

"Postulat von Adam Smith, wonach die Summe des individuellen Glücksstrebens als unsichtbare Hand wirkt, die das wirtschaftliche Geschehen in Richtung des Gemeinwohls lenkt."

Hawthorne-Studien

"Studien von Mayo, Roethlisberger und Dickson in den 1920er und 1930er Jahren in den Hawthorne-Werken in Chicago. Ziel war es, den Effekt von Arbeitsbedingungen auf die Leistung der Angestellten zu untersuchen. Das für die damalige Zeit überraschende Ergebnis war, dass härteres Anpeitschen nicht unbedingt zu mehr Leistung führt, wohl aber Sinnhaftigkeit, Anerkennung und gute Beziehungen zu Kollegen und Vorgesetzten. Die Hawthorne-Studien waren Ausgangspunkt der Human Relations-Bewegung."

Homo oeconomicus

"Überholtes Menschenbild in der Ökonomie, wonach der Mensch rational handelt und stets bestrebt ist, seinen Nutzen zu maximieren."

Human Relations-Bewegung

"Ökonomische Auffassung, welche die Bedeutung eines positiven Arbeitsklimas für die Arbeitsleistung betonte. Dies stand im Gegensatz zum bis dahin verbreiteten Taylorismus, der Effizienzsteigerung vor allem durch Kontrolle und Antrieb zu erreichen suchte. Auslöser der Human Relations-Bewegung waren die Hawthorne-Studien."

Industrialisierung

"Übergang von der Agrarproduktion zur industriellen Produktion, in Europa ab Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Industrialisierung führte in Europa zu wirtschaftlichem Wandel: Produktionssteigerung, prekäre Arbeitsbedingungen, zunehmende Mobilität, Urbanisierung, erstarkendes Bankenwesen, Arbeitsteilung, sinkende Selbstversorgung."

"Kahneman, Daniel"

"Kognitionspsychologe, der 2002 für seine zusammen mit Amos Tversky seit den 1970er Jahren durchgeführten Untersuchungen zu Entscheidungen unter Unsicherheit den Wirtschaftsnobelpreis erhielt. Kahneman und Tversky formulierten die bedeutende Prospect Theory, welche das Menschenbild des Homo oeconomicus stark schwächte, weil sie das menschliche Verhalten zutreffender beschreibt als die zuvor dominierende Erwartungsnutzentheorie."

"Münsterberg, Hugo"

Begründer der Wirtschaftspsychologie. Münsterberg war ein Schüler von Wilhelm Wundt und baute Anfang des 20. Jahrhunderts an der Harvard University ein experimentalpsychologisches Labor nach Leipziger Vorbild auf. Er wandte sich in der Folge der Anwendung psychologischen Wissens in der Praxis zu (insbesondere in betrieblichen Fragestellungen) und prägte dafür den von William Stern eingeführten Begriff der Psychotechnik.

New-Economy-Boom

"Die gegen Ende des 20. Jahrhunderts verbreitete Tendenz zahlreicher Anleger, die Gewinnmöglichkeiten von Internet-Firmen („Dotcom“-Firmen) zu überschätzen. Der New-Economy-Boom führte zusammen mit weiteren wirtschaftlichen Extremereignissen zur Erkenntnis, dass das klassisch-ökonomische Menschenbild des Homo oeconomicus für die Erklärung menschlichen Verhaltens unzulänglich ist. Der New-Economy-Boom endete mit dem Platzen der Dotcom-Blase im März 2000."

Persönlichkeitspsychologie

"Teilbereich der Psychologie, der sich mit den psychologischen Unterschieden zwischen Menschen befasst. Ein Kernbereich der Persönlichkeitspsychologie ist die Diagnostik, welche in der Wirtschaftspsychologie (insbesondere Personal) eine Rolle spielt."

"Psychologie, Angewandte"

"Oberbegriff für anwendungsorientierte Teilbereiche der Psychologie. Die beiden prominentesten Vertreter sind Klinische Psychologie und Pädagogische Psychologie, weitere sind Sportpsychologie, Rechtspsychologie, Medienpsychologie oder Verkehrspsychologie. Aufgrund ihrer hohen Anwendungsorientierung lässt sich auch die Wirtschaftspsychologie als Teil der Angewandten Psychologie verstehen."

"Psychologie, Biologische"

Teilbereich der Psychologie. Befasst sich mit dem Zusammenspiel von biologischen und psychischen Prozessen.

"Psychologie, Evolutionäre"

"Teilbereich der Psychologie, der sich mit den evolutionären Grundlagen des menschlichen Verhaltens und Erlebens befasst."

Psychotechnik

"Von Münsterberg geprägte Reihe von apparativen und physiologischen Verfahren, mit denen menschliches Verhalten objektiv beschrieben werden konnte. Die Psychotechnik hatte zum Ziel, psychologisches Wissen für praktische Anwendungen nutzbar zu machen."

"Smith, Adam"

"Begründer der modernen Wirtschaftswissenschaften. Smith sah Arbeit, uneingeschränkten Wettbewerb und freien Handel als Quelle des Wohlstands. Smith postulierte eine unsichtbare Hand als wesentliche ökonomische Gestaltungskraft."

Sozialpsychologie

"Teilbereich der Psychologie, der sich mit dem menschlichen Erleben und Verhalten in Bezug auf die soziale Umgebung befasst. Sozialpsychologie ist eine wichtige Grundlage der Wirtschaftspsychologie."

Taylorismus

"Von Wilfried Taylor (1856-1915) begründete Auffassung, dass sich die betrieblichen Arbeitsabläufe mittels Aufteilung der Arbeit in kleinste Schritte und deren möglichst schnelle und starre Durchführung optimieren lassen. Taylors Methode führte zu Monotonie und Sinnentleerung der Arbeit. Die Human Relations-Bewegung läutete das Ende des Taylorismus ein."

"Tversky, Amos"

"Kognitionspsychologe, der zusammen mit Daniel Kahneman Entscheidungen unter Unsicherheit untersuchte und die einflussreiche Prospect Theory formulierte. Da er 1996 verstarb, ging der Nobelpreis für die gemeinsamen Arbeiten 2002 nur an Daniel Kahneman."

Verhaltensökonomie

"Teilbereich der Ökonomie, welcher sich mit menschlichem Verhalten in wirtschaftlichen Situationen beschäftigt. Im Unterschied zur Wirtschaftspsychologie legt die Verhaltensökonomie den hauptsächlichen Fokus auf Entscheidungsprozesse."

Volkswirtschaftslehre

"Teilbereich der Wirtschaftswissenschaften (neben Betriebswirtschaftslehre), der sich mit dem Verhalten von Wirtschaftssubjekten wie Haushalten und Unternehmen und deren Interaktion auf Märkten befasst (Mikroökonomik), sowie mit der Rolle des Staates in der Wirtschaft, der gesamtwirtschaftlichen Leistung, Konjunktur, Geldpolitik oder Arbeitslosigkeit (Makroökonomik)."

Wirtschaftspsychologie

"Teilbereich der Psychologie, der sich mit dem Erleben und Verhalten des Menschen beim wirtschaftlichen Handeln befasst. Wirtschaftspsychologie umfasst die drei Bereiche Markt, Konsum und Werbung; Arbeit, Organisation und Personal sowie Geld, Gesellschaft und Entwicklung. Wirtschaftspsychologie zählt aufgrund ihrer hohen Anwendungsorientierung zur Angewandten Psychologie."

"Wundt, Wilhelm"

"Begründete 1879 in Leipzig das erste experimentalpsychologische Labor und wurde so zum Mitbegründer der Psychologie als empirische Wissenschaft. Wundt war Lehrer von Hugo Münsterberg, dem Begründer der Wirtschaftspsychologie."

Ankereffekt

"Bezeichnet den Effekt, nach dem sich Menschen bei Entscheidungen an zuvor genannten, eigentlich irrelevanten Informationen orientieren. Diese wirken als «Anker» und verzerren die Entscheidung in ihre Richtung. So kann z. B. ein zuerst genannter hoher Ausgangspreis dazu führen, dass der schließlich bezahlte Preis höher ist, als wenn zuerst ein niedriger Ausgangspreis genannt worden wäre."

Anschlussmotiv

"Motiv, das Menschen (auch als Konsumenten) den Anschluss zu einer Bezugsgruppe suchen lässt. Wirkt sich auch auf den Konsum aus, z. B. wenn Konsumenten Güter kaufen, um damit die Zugehörigkeit zur Bezugsgruppe zu demonstrieren."

Ausdrucksmotiv

"Motiv, nach dem Menschen (auch als Konsumenten) ihre Persönlichkeit und Identität ausdrücken wollen, z. B. durch einen bestimmten Kleiderstil."

Bewertungssysteme

"Insbesondere im Online-Shopping eingesetzte technische Systeme zur Bewertung von Produkten durch Konsumenten, z. B. mittels Punktevergabe oder kurzen Beschreibungen."

"Bezahlen, Schmerz des"

"Bezeichnet das schmerzhafte Empfinden beim Bezahlvorgang. Wird je nach Zahlungsart unterschiedlich wahrgenommen – beim Bezahlen mit Plastikgeld schwächer, beim Bezahlen mit Bargeld stärker, da bei letzterem das Loslassen einer Ressource materiell greifbar ist und daher direkter erlebt wird."

Consideration Set

"In der präselektionalen Phase einer extensiven Kaufentscheidung wird die Vielzahl möglicher Angebote auf Basis von Ausschlusskriterien, Überzeugungen und Präferenzen auf eine Handvoll relevanter Angebote reduziert: das Consideration Set."

Deliberation-without-Attention Effect

"Bezeichnet die von Dijksterhuis und Kollegen beschriebene Möglichkeit, dass intuitive Abwägungen zu komplexen Sachverhalten unter bestimmten Bedingungen sogar besser sein können als intensives, bewusstes Nachdenken – insbesondere dann, wenn man sich zwischen der Informationsaufnahme und der Entscheidung noch mit etwas anderem beschäftigen kann."

Variety Seeking

"Die Bereitschaft von Konsumenten, andere Produkte auszuprobieren. Ohne diese wäre die Einführung neuer Produkte oder die Veränderung bestehender Angebote kaum möglich."

Equal Weight Rule

"Equal Weight Rule ist eine Entscheidungsstrategie, nach welcher für jede Eigenschaft (z. B. von Produkten im Consideration Set) der Nutzen geschätzt und anschließend aufsummiert wird. Die Option mit dem größten resultierenden Gesamtnutzen wird dann gewählt."

Geltungskonsum

"Konsum exklusiver, teurer Güter zur Demonstration von Status und Reichtum."

Gewohnheitskauf

"Kauf gewohnter Güter, gekennzeichnet durch positive Erfahrungswerte und Wahl vertrauter Marken."

Heuristik

"Mentale Faustregel für komplexe Entscheidungen. Die Ergebnisse von Heuristiken sind zwar nicht immer ganz so exakt wie bei langsamer, algorithmischer Bearbeitung des Entscheidungsproblems, aber dafür schneller verfügbar – und meistens „gut genug“."

Involvement

"Bezeichnet das Ausmaß persönlicher Beteiligung und die Tiefe der Informationsverarbeitung, z. B. bei einer Kaufentscheidung."

Kompromisseffekt

"Bezeichnet die Tatsache, dass nach Hinzufügen eines besonders teuren Produktes zu einem Sortiment das zuvor teuerste Produkt häufiger verkauft wird, da dieses nun im Vergleich günstiger erscheint."

Konformität

"Anpassung von Einstellungen oder Verhaltensweisen an Gruppennormen, beispielsweise um Gruppenzugehörigkeit zu signalisieren."

Konsistenz

"Bedürfnis, seine Einstellungen und Verhaltensweisen über die Zeit beizubehalten."

"Konsum, symbolischer"

"Beim symbolischen Konsum werden Güter nicht ihrer Funktion wegen gekauft, sondern wegen dem, was sich mit ihnen ausdrücken lässt – insbesondere Status."

Konsummotive

"Zielgerichtete, auf menschlichen Bedürfnissen basierende Antriebe, die bestimmen, ob und was wir kaufen und welche Verhaltensmuster wir dabei zeigen."

Laddering-Methode

"Methode zur Identifikation der Means-End-Kette. Sie besteht aus insgesamt vier Schritten: Ermittlung der relevanten Produkteigenschaften, Laddering-Interviews, Inhaltsanalyse der Interviewprotokolle und Erstellung einer hierarchischen Wertekarte."

Marktüberzeugung

"Übergeordnete marktbezogene Einstellungen, die spezifischere Einstellungen, z. B. gegenüber einzelnen Marken, überlagern können. Z. B. «Bio-Produkte sind gesünder»."

Maslow-Pyramide

"Verbreitetes, aber überholtes Modell der menschlichen Motivstruktur, das eine Hierarchie der Motive postuliert. Danach müssen zunächst die tieferliegenden Motive befriedigt werden, bevor die höherliegenden aktiv werden können."

Means-End-Kette

"Beschreibt den Zusammenhang von Produkteigenschaften, dem daraus entstehenden Nutzen und den Zielen und Werten, die hinter dem Konsum des Produktes stehen."

Preis-Qualitäts-Heuristik

"Daumenregel, nach welcher der Preis Aufschluss über die Produktqualität gibt."

Preisschwelle

"Preis, oberhalb oder unterhalb dessen der Absatz relativ konstant bleibt, bei dessen Über- oder Unterschreiten aber sprunghaft sinkt oder steigt."

Preiswahrnehmung

"Bezeichnet die Tatsache, dass ein Preis zwar einen absoluten Wert hat, der jedoch relativ wahrgenommen wird – z. B. abhängig von Preisschwellen."

Satisficing

"Entscheidungsstrategie, bei der nicht die bestmögliche Alternative gesucht wird, sondern eine, die als gut genug erscheint."

Sensation Seeking

"Persönlichkeitseigenschaft, welche den Drang beschreibt, neue Erfahrungen zu suchen, und häufig auch die damit verbundenen Risiken einzugehen."

Veblen-Effekt

"Bezeichnet Konsum, bei dem die Demonstration von sozialem Status im Vordergrund steht. Dies ist nur mit Gütern möglich, die für die meisten in der Vergleichsgruppe nicht oder nur schwer erschwinglich sind, typischerweise Luxusgüter."

Impliziter Assoziationstest

"Nichtreaktives Verfahren zur Messung von Einstellungen, basierend auf Reaktionszeitmessungen wertender Assoziationen zwischen Bildern und Worten. Vorgestellt von Greenwald et al. (1998). Hohe innere Konsistenz, aber umstrittene Validität."

Beschwerdeanalyse

"Systematische Erfassung und Verarbeitung von Kundenfeedback zwecks Messung und Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Eingeschränkte Repräsentativität, aber kostengünstig und von hoher Relevanz."

Conjoint-Analyse

"Statistisches Verfahren zur Bestimmung des wahrgenommenen Nutzens bestimmter Merkmale, etwa von Produkten oder Dienstleistungen. Basierend auf Präferenzurteilen zwischen vergleichbaren Stimuli, die sich in den fraglichen Merkmalen unterscheiden."

Critical Incident Technique

Bei der Critical Incident Technique (Methode der kritischen Ereignisse) werden Kunden nach besonders negativen oder positiven Ereignissen gefragt. Diese werden als kritisch für die Kundenzufriedenheit erachtet.

Diskonfirmationsparadigma

"Modell zur Erklärung der Kundenzufriedenheit. Danach sind Kunden zufrieden, wenn die erbrachte Leistung ihren Erwartungen entspricht (Konfirmation) oder sie übertrifft (positive Diskonfirmation)."

Kognitive Dissonanz

"Aversiver Zustand innerer Spannung, der sich aus der Unvereinbarkeit sich widersprechender Kognitionen ergibt, z. B. «ich möchte gesund leben» und «ich rauche». Resultiert im Wunsch nach Reduktion der Dissonanz."

Investment-Modell der Paarbindung

"Von Rusbult (1983) vorgeschlagenes Modell der Paarbindung, nach welchem die für eine Bindung ausschlaggebenden Faktoren die Zufriedenheit mit der Beziehung, die Attraktivität vefügbarer Alternativen und die bereits geleisteten Investitionen für die Beziehung sind."

Kano-Modell

"Angelehnt an das Zwei-Faktoren-Modell von Herzberg erklärt das Kano-Modell Kundenzufriedenheit anhand von Basis-, Leistungs- und Begeisterungsmerkmalen. Fehlen Basismerkmale, resultiert Unzufriedenheit; sind sie vorhanden, erhöhen sie die Zufriedenheit aber nicht. Fehlen Leistungsmerkmale, resultiert Unzufriedenheit; sind sie vorhanden, erhöhen sie die Zufriedenheit. Fehlen Begeisterungsmerkmale, reduziert sich die Zufriedenheit nicht; sind sie vorhanden, steigt die Zufriedenheit."

Kundenbindung

"Bindung von Kunde und Unternehmen als Folge positiver Bewertung. Resultiert, wenn ein Kunde einen Anbieter rational (z. B. hinsichtlich Leistungsunterschieden) und emotional (z. B. hinsichtlich Vertrauen) positiv einschätzt."

Kundenorientierung

"Geschäftsstrategie, nach der ein Unternehmen sein Wirken maßgeblich an den Bedürfnissen und Erwartungen der Kunden ausrichtet. Insbesondere wichtig bei Mitarbeitern mit Kundenkontakt, aber relevant für sämtliche Mitarbeiter."

Kundenzufriedenheit

Zufriedenheit von Kunden mit einem Anbieter. Kann als Einstellung aufgefasst und entsprechend gemessen werden. Wird oft anhand des Diskonfirmationsparadigmas erklärt. Umfasst sowohl kognitive als auch emotionale Aspekte.

"Kundenzufriedenheit, Messung von"

Kundenzufriedenheit lässt sich mit objektiven Daten (z. B. Häufigkeit von Reklamationen) oder subjektiven Daten (z. B. Fragebogen) erfassen. Zur Messung impliziter Aspekte der Kundenzufriedenheit können Verfahren wie der Implizite Assoziationstest (IAT) verwendet werden.

"Lerntheorie, sozial-kognitive"

"Erklärt soziales Verhalten (z. B. Aggressivität gegenüber einer Puppe) als Lernergebnis von Beobachtung (z. B. dem Betrachten eines modellhaften Vorbilds, das eine Puppe schlägt; Bandura, 1986)."

Net Promoter Score

"Maß für Kundenzufriedenheit, basierend auf einer einzelnen Frage: «Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unsere Dienstleistung einem Freund oder Bekannten weiterempfehlen würden?» Der Net Promoter Score (NPS) ist einfach und schnell zu erheben, aber von geringer Reliabilität und Validität."

SERVQUAL

"Fragebogen zur Messung der Dienstleistungsqualität. Umfasst die Dimensionen Souveränität, Einfühlung, Entgegenkommen, Zuverlässigkeit, Materielles. Zu jedem Item wird sowohl Ausprägung (z. B. „wie ernst werden Kundenprobleme genommen?“) als auch Wichtigkeit („wie ernst sollten Kundenprobleme genommen werden?“) erfragt. In der Praxis verbreitet, aber nicht branchenübergreifend valide."

Szenarioverfahren

"Diagnostisches Verfahren, bei dem verschiedene Szenen beurteilt werden. Zum Beispiel könnten im Rahmen der Personalselektion auf Video aufgezeichnete Interaktionen zwischen Kunden und Verkäufern präsentiert werden, die dann von einem Bewerber eingeschätzt werden müssen."

Unvoiced complaints

"Beschwerden, die Kunden für sich behalten, weil Motivation oder Gelegenheit zur Äußerung von Beschwerden fehlen."

Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg

"Nach der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg resultiert Arbeitszufriedenheit aus Hygienefaktoren und Motivatoren. Hygienefaktoren machen unzufrieden, wenn sie fehlen, erhöhen aber die Zufriedenheit nicht, wenn sie gegeben sind. Motivatoren hingegen machen zufrieden, wenn sie vorhanden sind, aber nicht unzufrieden, wenn sie fehlen. Manche Bedingungen von Arbeit sind zugleich Hygienefaktor als auch Motivator."

Differenzierung

"Positionierungsstrategie mit dem Ziel, sich auf dem Markt möglichst eindeutig vom Angebot der Konkurrenz zu unterscheiden."

Fast Moving Consumer Goods

"Verbrauchsgüter wie verpackte Lebensmittel, Körperpflegeartikel und Putz- und Waschmittel. «Fast moving», weil die entsprechenden Regale in schneller Folge geleert und wieder befüllt werden."

Gap-Modell

"Modell zur Analyse der Qualität von Dienstleistungen. Danach resultieren Mängel bei Dienstleistungen aus Lücken (Gaps): zwischen Kundenerwartungen und Vorstellungen des Managements (Gap 1), zwischen Vorstellungen des Managements und deren Umsetzung als Normen für die Servicequalität (Gap 2), zwischen Normen für die Servicequalität und geleistetem Service (Gap 3), zwischen geleistetem Service und versprochenem Service (Gap 4) und zwischen erwartetem Service und wahrgenommenem Service (Gap 5)."

"Generation X, Y, Z"

"Mit der Bezeichnung ganzer Bevölkerungskohorten als „Generation“ ist die Auffassung verbunden, diese würden sich hinsichtlich bestimmter Werte und Einstellungen klar voneinander abgrenzen lassen. Diese Auffassung wird bezweifelt."

Gestaltpsychologie

"Beschreibt die menschliche Fähigkeit und Neigung, bei der Wahrnehmung der Umwelt deren Struktur, Ordnung, Ganzheit und Konsistenz zu detektieren – „gute Gestalt“ eben."

Konsumentenschutz

"Sammelbegriff für Organisationen, die sich um die Wahrung der Interessen von Konsumenten bemühen, z. B. Stiftung Warentest (D) oder die Stiftung für Konsumentenschutz (CH)."

Kostenführerschaft

"Positionierungsstrategie mit dem Ziel, sich von der Konkurrenz vor allem durch niedrigere Verkaufspreise zu unterscheiden."

Kundensegmentierung

"Zuteilung ähnlicher Kunden in unterschiedliche Gruppen, um deren spezifische Bedürfnisse gezielt ansprechen zu können. Zur Erstellung von Kundensegmenten kommen statistische Verfahren wie die Clusteranalyse zum Einsatz."

Ladengestaltung

"Bewusste Gestaltung der Verkaufsflächen, in der Regel mit dem Ziel der Absatzsteigerung. Dazu wird u. a. angestrebt, die Orientierung zu erleichtern, Sicherheit zu vermitteln und Wohlbefinden auszulösen."

Linienerweiterung

Die Erweiterung bestehender Produktlinien durch Variation bestehender Produkte. Spart Entwicklungskosten und reduziert das Risiko von Flops.

Me-Too-Strategie

"Positionierungsstrategie mit dem Ziel, mit Nachahmerprodukten die Kosten für die eigene Produktentwicklung einzusparen."

Positionierung

"Gestaltung des eigenen Angebots, um es auf gesättigten Märkten in eine für Konsumenten attraktive Position zu bringen, z. B. durch Kostenführerschaft, Konzentration oder Differenzierung."

Positionierungsmodelle

"Statistische Modelle, welche die verschiedenen Angebote eines Marktes in einem gemeinsamen Raum aus relevanten Merkmalsdimensionen zusammengefasst abbilden."

Produktdesign

"Bewusste Gestaltung von Produkten, in der Regel mit dem Ziel, diese attraktiv, edel und wertig erscheinen zu lassen. Von besonderer Bedeutung im Luxus-Segment und bei Lifestyle-Produkten."

Produktentwicklung

"Umfasst sämtliche Bemühungen, neue oder verbesserte Angebote zu entwickeln, um den veränderten Ansprüchen der Konsumenten gerecht zu werden, mit den Entwicklungen der Konkurrenz mitzuhalten oder um gänzlich neue Konsumbedürfnisse zu wecken. Erfordert technisches ebenso wie betriebswirtschaftliches und psychologisches Wissen."

Produktmodifikationen

"Kleinere Veränderungen an einem bewährten Produkt, um dieses den veränderten Ansprüchen der Konsumenten anzupassen. Die Veränderungen dürfen nicht zu groß sein, da ansonsten das Produkt nicht mehr als dasselbe wahrgenommen wird."

Prospect-Refuge-Theorie

"Besagt, dass Menschen eine Umwelt bevorzugen, die Überblick und Schutz bietet."

Dienstleistungsqualität

"Bezeichnet die tatsächliche oder wahrgenommene Qualität von Dienstleistungen. Psychologisch unterschiedlich zu Produktqualität, da Dienstleistungen meist abstrakter und komplexer sind als Produkte und von Menschen erbracht werden."

Erfahrungsqualität

"Betrifft Produkteigenschaften, deren Qualität sich erst im Laufe der Zeit zeigen, zum Beispiel, ob ein Kleidungsstück langlebig ist."

Vertrauensqualität

"Betrifft Produkteigenschaften, die vom Konsumenten nicht selbst geprüft werden können, zum Beispiel, ob ein Kleidungsstück tatsächlich keine giftigen Chemikalien enthält."

Qualitätsmanagement

"Qualitätsmanagement umfasst bewusste, planvolle Bemühungen zur Erreichung von Qualität."

Trend

"Beobachtbare Veränderung in Märkten und Gesellschaft, von der angenommen wird, dass sie sich zumindest einige Jahre fortsetzen wird. Längerfristige und breiter wirksame Trends werden auch als Megatrends bezeichnet. Unternehmen betreiben im Rahmen ihrer Marktforschung Trendforschung, um für Veränderungen an den Märkten gerüstet zu sein."

Umweltpsychologie

"Beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt, etwa im Hinblick auf Umweltschutz, Städteplanung oder Architektur."

Unique Selling Proposition

"Alleinstellungsmerkmal, durch das sich ein Angebot gegenüber Angeboten der Konkurrenz auszeichnet."

Usability

"Bezeichnet die Bedienbarkeit von Software und Websites, allgemeiner auch von Produkten. Wichtiger Aspekt von Produktqualität. Zur Herstellung gut bedienbarer Produkte sind psychologische Kenntnisse von Vorteil."

Zielgruppe

"Gruppe von Konsumenten mit definierten Eigenschaften (Alter, Geschlecht, etc.), an die spezifische Angebote gerichtet werden. Durch gezielte Ansprache wohldefinierter Zielgruppen in Produktentwicklung und Kommunikation erhöhen sich die Erfolgschancen eines Angebots."

Zusatznutzen

"Zusätzlicher Nutzen eines Produktes, der über dessen reinen Gebrauchswert hinausgeht, zum Beispiel Sportlichkeit bei einem Auto oder Prestige bei einer Armbanduhr. Meist symbolischer Natur. Angesichts der großen Ähnlichkeit vieler Produkte ist eine Differenzierung oft nur noch per Zusatznutzen möglich."

Big Data

Unter Big Data versteht man verschiedene Ansätze zur systematischen Auswertung großer Datenmengen aus unterschiedlichen Datenquellen.

Blickmessung

"Erfassung der Blickrichtung, z. B. von Ladenbesuchern. Erlaubt Rückschlüsse darauf, wohin unter verschiedenen Bedingungen die Aufmerksamkeit fällt."

"Denken, lautes"

"Methode zur Erfassung von Wahrnehmungen, Empfindungen, Bewertungen und Entscheidungsprozessen, z. B. im Rahmen der Marktforschung. Dazu werden Probanden aufgefordert, ihre Gedanken fortlaufend zu verbalisieren."

Desk Research

"Unter Desk Research versteht man das Durchforsten bereits vorhandener Datensätze, Studien und Datenbanken, um eine bestimmte Fragestellung zu beanworten. So kann häufig auf ein eigenes Studiendesign und die Erhebung neuer Daten verzichtet werden, was Kosten spart."

Handelspanel

Ein Handelspanel gibt einen Überblick über die Verkaufszahlen in einem Markt. Dazu werden von Marktforschungsinstituten die Verkaufszahlen möglichst vieler Händler zusammengetragen und zusammengefasst.

Haushaltspanel

"Ein Haushaltspanel gibt einen Überblick darüber, welche Produkte von Konsumenten gekauft werden. Dazu erfassen einige Tausend Haushalte systematisch all ihre Einkäufe. Diese Daten werden von einem Marktforschungsinstitut zusammengefasst und aufbereitet, sodass sich Hersteller und Händler ein Bild über die Marktsituation machen können."

In-Home-Test

"Bei einem In-Home-Test werden Produkte nicht in einem Labor, sondern direkt beim potentiellen Kunden zu Hause getestet. Nach einer Testphase geben die Teilnehmer ein detailliertes Feedback zu den getesten Produkten."

Primärmarktforschung

"Bei der Primärmarktforschung werden für eine bestimmte Fragestellung neue Daten erfasst, beispielsweise mittels Befragung, Verhaltensbeobachtung oder Interviews."

Sekundärmarktforschung

"Im Gegensatz zur Primärmarktforschung werden bei der Sekundärmarktforschung bestehende Studien, Datenbanken und andere Quellen auf hilfreiche Informationen zur Beantwortung einer Fragestellung durchforstet (vergleiche auch Desk Research)."

Neuro-Marketing

"Beim Neuro-Marketing wird versucht, Fragestellung des Marketings mit neurowissenschaftlichen Methoden zu untersuchen, insbesondere mit bildgebenden Verfahren."

Usability

"Bedienbarkeit, insbesondere von Websites und Software, aber auch von Geräten oder Verpackungen."

"Verfahren, bildgebendes"

Neurowissenschaftliche Methoden zur bildlichen Lokalisierung der Gehirnaktivät.

AIDA-Modell

"Populäres Modell zur Erklärung der Werbewirkung. Danach verläuft wirksame Werbung entlang der vier Stufen Attention, Interest, Desire und Action. Das Modell ist anschaulich, wird aber der komplexen Realität nicht gerecht und konnte empirisch nicht bestätig werden."

Einführungswerbung

"Auf die Einführung eines neuen Angebots zugeschnittene Werbung, die zum Beispiel die Funktion eines neuen Produkts erklärt."

Elaboration Likelihood Model

"Zwei-Prozess-Modell der Informationsverarbeitung. Besagt, dass Informationen auf zwei unterschiedlichen Wegen verarbeitet werden: auf einer zentralen Route, die sich durch sorgfältige, bewusste und langsame Verarbeitung auszeichnet, und auf einer peripheren Route, auf welcher Informationen langsam, beiläufig und schnell verarbeitet werden. Informationen werden auf der zentralen Route verarbeitet, wenn die Person motiviert ist, fähig und über genügend Zeit verfügt, ansonsten wird die periphere Route beschritten. Zentrale Informationsverarbeitung führt zu stärkeren Einstellungsänderungen als periphere."

Heuristic Systematic Model

"Zwei-Prozess-Modell der Informationsverarbeitung. Besagt, dass Informationen auf zwei unterschiedliche Weisen verarbeitet werden: heuristisch (wenig aufwendig und genau, dafür schnell) oder systematisch (aufwendig und langsam, dafür genau). Ähnlich dem Elaboration Likelihood Model, spezifiziert das Heuristic Systematic Model jedoch die motivationalen Grundlagen und das Zusammenspiel mehrerer Verarbeitungsmotive genauer."

Image

"Das auf gesammelten Eindrücken basierende, sozial geteilte Vorstellungsbild, das Angehörige von Gruppen von einem Meinungsgegenstand haben, insbesondere von Marken, Firmen, Institutionen, Persönlichkeiten und Konzepten."

Mere-Exposure-Effekt

"Besagt, dass ein Stimulus bereits durch bloße Wiederholung der Exposition künftig positiv bewertet wird."

Mund-zu-Mund-Propaganda

"Werbeformat, bei dem zufriedene Kunden ihren Freunden und Bekannten von ihren positiven Erfahrungen mit einem Angebot erzählen und es dadurch empfehlen."

Preisimage

Image bezüglich des durchschnittlichen Preisniveaus eines Anbieters.

Promotional Mix

"Das Ensemble der unterschiedlichen Werbeformate, mit denen ein Unternehmen sein Angebot kommuniziert."

Verdrängungswerbung

"Auf das Verdrängen ähnlicher Produkte zugeschnittene Werbung, die zum Beispiel spezifisch die Vorteile des eigenen Angebots herausstreicht."

Werbepsychologie

"Teilgebiet der Wirtschaftspsychologie, das sich mit dem menschlichen Verhalten und Erleben bei der Rezeption von Werbung befasst."

Werbewirkung

"Bezeichnet den Grad der Zielerreichung werblicher Kommunikation, wobei das Ziel in der Regel aus der Persuasion von Kunden besteht."

Werbewirkungsmodell

Vereinfachende Darstellung der Funktionsweise von Werbung. Dient zum Verständnis und zur Verbesserung von Werbewirkung.

Zwei-Prozess-Modelle

"Besagen, dass Informationen (z. B. persuasive Werbebotschaften) in zwei unterschiedlichen Denkmodi verarbeitet werden: einem schnellen und wenig anstrengenden, aber ungenauen Modus und einem genauen, aber langsameren und anstrengenden Modus. Die bekanntesten Zwei-Prozess-Modelle sind das Elaboration Likelihood Model und das Heuristic Systematic Model."

Arbeitsanalyse

"Die strukturierte Erfassung der Merkmale eines Arbeitsplatzes, die sich auf die Tätigkeit am entsprechenden Arbeitsplatz auswirken, z. B. Hitze, Aufgabenkomplexität oder Lautstärke. Methodisch häufig als Fragebogen umgesetzt."

Arbeitsgestaltung

"Menschengerechte Gestaltung von Arbeit, insbesondere mit Blick auf Ausführbarkeit, Schädigungslosigkeit (z. B. Schadstoffe), Beeinträchtigungsfreiheit (z. B. Hektik) und Persönlichkeitsförderlichkeit."

Arbeitsmotivation

"Meint insbesondere den inneren Antrieb für zukünftige Arbeitshandlungen. Setzt sich aus verschiedenen Teilmotivationen zusammen (z. B. Leistungswunsch, Geldverdienen, Status, Sinnhaftigkeit) und variiert inter- und intrapersonell."

Arbeitssicherheit

"Umfasst alle Bemühungen, um Arbeitstätige vor Gefährdungen am Arbeitsplatz zu schützen, z. B. Helme für Tunnelbauer oder ergonomische Tastaturen für Programmierer."

Arbeitszufriedenheit

"Einstellung gegenüber der eigenen Arbeit, retrospektiv und mit evaluativem Charakter."

Burnout

"Symptomatik als Folge arbeitsbedingter Überlastung, gekennzeichnet durch emotionale Erschöpfung, Depersonalisation und reduzierte Leistungsfähigkeit."

Business Plan

"Aktive Handlungsplanung in Bezug auf die unternehmerische Tätigkeit, z. B. eine Geschäftsgründung. Hat stark handlungsleitende Wirkung und korreliert mit Unternehmenserfolg."

Flow

"Angenehmer Zustand optimaler Aktivierung, der sich einstellt, wenn eine angemessen schwierige Aufgabe bearbeitet wird, z. B. im Sport, aber auch bei der Arbeit."

Gruppenarbeit

"Zusammenwirken mehrerer Arbeitstätiger. Gekennzeichnet durch spezifische Vor- und Nachteile, die sich aus Merkmalen der Gruppe oder aus Merkmalen der Aufgaben ergeben können. In der Produktion nützlicher als in Management und Verwaltung."

Gruppendenken

Anpassung der eigenen Meinungen der Mitglieder einer Gruppe an die erwartete Mehrheitsmeinung. Mögliche negative Begleiterscheinung von Gruppenarbeit.

Hygienefaktor

"Komponente der Arbeitszufriedenheit, welche die Zufriedenheit mit einer Arbeit im Falle des Fehlens senkt, aber im Falle des Vorhandenseins nicht erhöht."

Motivator

"Komponente der Arbeitszufriedenheit, welche die Zufriedenheit mit einer Arbeit im Falle des Vorhandenseins erhöht, aber im Falle des Fehlens nicht senkt."

Overconfidence Bias

Systematische Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen.

Planning Fallacy

"Tendenz, die Dauer geplanter Aufgaben zu unterschätzen. Tritt auf, weil sich Menschen beim Schätzen der notwendigen Zeitdauer auf zu wenige Informationen stützen, beispielsweise über die Dauer vergangener, ähnlicher Projekte."

Selbstmanagement

"Systematisches Bemühen um effizienten Umgang mit den eigenen Ressourcen, insbesondere Zeit."

Stress

"Intensiver, in der Regel als unangenehm empfundener Spannungszustand, als Reaktion auf besondere Anforderungen, zum Beispiel großes Arbeitsaufkommen. Ermöglicht kurzfristige eine Leistungserhöhung, kann aber längerfristig die Gesundheit schädigen."

Stressor

"Faktor, der Stress auslöst – bei der Arbeit zum Beispiel ein schlechtes Oganisationsklima oder unzufriedene Kunden."

Teambuilding

"Aktivitäten zur Stärkung des sozialen Gefüges in einer Arbeitsgruppe, verbunden mit der Hoffnung auf höhere Arbeitsleistung und höhere Arbeitszufriedenheit."

Work-Life-Balance

"Stimmige Aufteilung der Zeit auf Arbeits- und Privatleben zur Erhaltung von Lebenszufriedenheit, Wohlbefinden, sozialer Sicherheit und Gesundheit."

Zwei-Faktoren-Theorie

"Theorie der Arbeitsmotivation, nach der die Arbeitszufriedenheit nicht lediglich aus einer Dimension besteht, sondern aus den beiden unabhängigen Dimensionen „Zufriedenheit“ und „Unzufriedenheit“. Dabei sind die verschiedenen Facetten der Arbeitszufriedenheit entweder Motivatoren, die zwar die Zufriedenheit erhöhen, aber nicht die Unzufriedenheit vermindern, oder sie sind Hygienefaktoren und vermindern die Unzufriedenheit, erhöhen aber nicht die Zufriedenheit."

Change Management

"Es umfasst alle bewusst getroffenen Maßnahmen, die zur Anpassung einer Organisation an sich wandelnde Anforderungen getroffen werden. Die getroffenen Maßnahmen sind oft weitreichend und können Strukturen, Prozesse, Strategie, Führung und Personal einer Organisation betreffen."

Empowerment

"Spezielle Form der direkten Partizipation, die unmittelbar von einer Führungskraft ausgeht. Die Führungskraft kann z. B. ihre Teammitglieder gezielt dazu anhalten, sich an Entscheidungen zu beteiligen. Empowerment kann auch bedeuten, dass eine Führungskraft bestimmte verantwortungsvolle Aufgaben an ihr Team delegiert, wodurch die Autonomie der einzelnen Teammitglieder erhöht wird."

"Führung, transaktionale"

"Interaktionsorientierter Führungsansatz, bei dem die Transaktionen zwischen Führungskraft und Mitarbeiter im Vordergrund stehen. Kernaufgabe bei der transaktionalen Führung ist das Festlegen von Zielvereinbarungen, die Kontrolle der Zielerreichung und das damit verbundene Belohnen oder Bestrafen der Mitarbeiter. Transaktionale Führung zielt damit eher auf die Steuerung von Prozessen als auf die Vermittlung von Visionen."

"Führung, transformationale"

"Interaktionsorientierter Führungsansatz, bei dem ein Vorgesetzter seine Mitarbeiter durch attraktive, gemeinsame Ziele inspiriert, begeistert und motiviert, sie auf der intellektuellen Ebene anregt, sie herausfordert und individuell auf ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten eingeht. Einem transformational Führenden gelingt es, den Mitarbeitern die Vision, die Mission und auch die Kultur eines Unternehmens in der täglichen Arbeit glaubwürdig zu vermitteln."

Führungsstil

"Relativ stabile und situationsunabhängige Verhaltensmuster, die von einer Führungskraft in der Interaktion mit ihren Mitarbeitern gezeigt werden."

Great-Man-Theorie

"Eigenschaftsorientierter Führungsansatz, nach dem nicht nur historische Ereignisse, sondern auch unternehmerische Erfolge vor allem „großen Männern“ zu verdanken sind, deren Eigenschaften sich klar und eindeutig identifizieren lassen."

"Kommunikation, interkulturelle"

"Die adäquate Ansprache und zwischenmenschliche Verständigung in einer spezifischen Landeskultur. Andere Kulturen verfügen oft über ganz andere soziale Normen, beispielsweise darüber, was in der Werbung gezeigt werden darf oder was sich in Verhandlungen gehört und was nicht."

Kultur

"Kultur umfasst die gesellschaftlichen und individuellen Gewohnheiten, Regeln und Verhaltensweisen, die von einer größeren Gruppe über einen längeren Zeitraum hinweg gestaltet, übernommen und angewendet werden und die das Zusammenleben der Menschen unter einem gemeinsamen Wertegefüge bestimmen."

Management by Objectives

"Führung durch Zielvereinbarung. Führungsinstrument, das in erster Linie der Leistungssicherung im Hinblick auf die Ziele der Organisation dient. Dabei werden mit jedem Mitarbeiter persönlich zu erreichende Ziele definiert, die schließlich in der Summe zum Unternehmenserfolg führen sollen."

Mediation

"Mediation ist begleitete Konfliktlösung, typischerweise durch eine neutrale, oftmals speziell geschulte Person, mit dem Ziel, die Kommunikationsfähigkeit zwischen den Konfliktparteien wiederherzustellen. Dabei wird den tieferliegenden Gründen eines Konflikts Beachtung geschenkt."

Mitarbeitergespräch

"Sehr verbreitet eingesetztes Führungsinstrument. Dient zur Übergabe und Kontrolle von Aufgaben, zur Beziehungspflege, Besprechung von Leistungen, Motivierung und Entwicklung des Mitarbeiters."

Moderation

"Begleitete Konfliktlösung, in Organisationen meist durch den Vorgesetzten. Ziele dabei sind die Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähigkeit der Konfliktparteien und das Finden der für die Organisation bestmöglichen Lösung."

Organisationsdiagnose

"Dient dazu, ein Verständnis der aktuellen Funktionsweise einer Organisation zu erlangen. Wird häufig dann durchgeführt, wenn eine Organisation auf anstehende Veränderungen vorbereitet werden muss oder wenn durchgeführte Veränderungen evaluiert werden sollen. Organisationsdiagnose kann auf der Ebene Organisation, Abteilung oder Individuum erfolgen und umfasst typischerweise sieben Phasen: Einführungs-, Erkundungs- und Planungsphase, Hauptuntersuchung, Datenverarbeitung, Datenaufbereitung und -interpretation und Präsentation."

Organisationsentwicklung

"Die planvolle Gestaltung von Organisationen, deren Abteilungen und ihren Mitgliedern. Sie umfasst eine Vielzahl von Methoden und Maßnahmen, um die Strukturen und Prozesse von Organisationen zu verändern. Ziel ist deren Weiterentwicklung – im Hinblick auf ökonomische und soziale Verbesserungen oder als Antwort auf Anpassungsbedarf, der sich aus äußerem oder innerem Wandel ergibt."

Organisationsklima

"Beschreibt die Umgangsformen, die gemeinsam erlebte Stimmung und den Aktivierungsgrad der Mitglieder einer Organisation. Organisationsklima ist zeitlich relativ überdauernd und beeinflusst das Erleben, das Verhalten und die Zufriedenheit der Organisationsmitglieder. Es kann bewusst wahrgenommen und daher auch relativ leicht gemessen und gestaltet werden."

Organisationskultur

"Organisationskultur beschreibt ein System von Regeln, Normen, Werten und typischen Verhaltensweisen, das sich im Laufe der Zeit unter den Mitgliedern einer Organisation etabliert hat. Sie ist den Organisationsmitgliedern meist nicht bewusst, hat aber dennoch großen Einfluss auf deren Verhalten. Operationalisierung und damit auch Messung und Veränderung der Organisationskultur sind schwierig."

Partizipation

"Beteiligung der Mitarbeiter an den Prozessen der Organisation. In vielen Bereichen wird Partizipation formell über gesetzliche Vorgaben geregelt, wobei oft auch Betriebsräten eine zentrale Rolle zukommt."

Produktionsansatz von Dienstleistungen

"Gegenläufige Bewegung zur Partizipation. Die Gestaltungsbefugnisse der Mitarbeiter werden auf ein Minimum beschränkt. Experimente mit Partizipation oder Empowerment sind hier unerwünscht, stattdessen vertraut man auf fixe Verfahrensweisen, die von den Mitarbeitern nicht verändert und nicht hinterfragt werden sollen."

Wandel

"Technologische, wissenschaftliche, demografische oder politische Veränderungen, die die Entwicklung bestimmter Branchen beeinflussen, sodass die betroffenen Organisationen mit Anpassung reagieren müssen. Historische Beispiele für Wandel auslösende Veränderungen sind Kolonialisierung, Mechanisierung, Industrialisierung, Elektrifizierung oder Entwicklungen wie Eisenbahn, Telefon, Automobil und später Radio und Fernsehen; aktuelle Beispiele sind Internet, weltumspannende Märkte oder künstliche Intelligenz."

Anforderungsanalyse

"Eine Anforderungsanalyse dient zur Identifikation der Eigenschaften und Fähigkeiten, die eine Person für eine bestimmte Stelle aufweisen muss. Sie ist eine wichtige Grundlage der Personalauswahl. Je nach zeitlichen und finanziellen Ressourcen bieten sich dazu verschiedene methodische Zugänge an: die erfahrungsgeleitet-intuitive Methode, die arbeitsplatzanalytisch-empirische Methode oder die personenbezogen-empirische Methode."

"Ansatz, trimodaler"

"Die eignungsdiagnostischen Verfahren der Personalauswahl lassen sich in eigenschafts-, simulations- und biografieorientierte Ansätze unterteilen. Für eine möglichst valide Einschätzung des zukünftigen Berufs- oder Ausbildungserfolgs einer Person sollten alle drei berücksichtigt werden. Man spricht dabei vom trimodalen Ansatz der Eignungsdiagnostik."

"Arbeitsmarkt, externer"

"Wendet sich eine Organisation im Rahmen ihrer Rekrutierungsmaßnahmen an Personen außerhalb der Organisation, spricht man vom externen Arbeitsmarkt."

"Arbeitsmarkt, interner"

"Wendet sich eine Organisation im Rahmen ihrer Rekrutierungsmaßnahmen an Personen innerhalb der Organisation, spricht man vom internen Arbeitsmarkt."

Assessment Center

"Verfahren zur Personalauswahl, bei dem mehrere simulationsorientierte Verfahrenstechniken kombiniert werden, z. B. Gruppendiskussionen oder Rollenspiele. Mehrere Assessees werden gleichzeitig von mehreren Assessoren beurteilt. Assessment Center werden in aller Regel um Tests und Interviews ergänzt."

Coaching

"Psychologische Einzelberatung in berufsbezogenen Zusammenhängen, etwa Führung, Karriereplanung, Stressmanagement, meist an Führungskräfte gerichtet. Das Ziel ist nicht das Anbieten einer fixfertigen Lösung, sondern Hilfe zur Selbsthilfe. Die Bezeichnung Coach ist im deutschsprachigen Raum nicht geschützt."

"Eignungsdiagnostik, berufliche"

"Befasst sich mit der Frage, wie gut sich jemand für eine bestimmte berufliche Tätigkeit eignet."

Personalmarketing

"Sämtliche Maßnahmen und Aktivitäten einer Organisation, um geeignete Mitarbeiter zu identifizieren, für eine längerfristige Mitarbeit zu gewinnen und an die Organisation zu binden. Viele Unternehmen betreiben Personalmarketing, um als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen zu werden."

Akteur

"Bezeichnet in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ein handelndes Individuum oder eine handelnde Organisation (Unternehmen, Staat, NGO)."

Aktienprämie

"Unterschied in der Rendite von Aktien gegenüber weniger risikobehafteten Wertpapieren wie Staatsanleihen, der über den theoretisch erwarteten Aufschlag für das höhere Risiko hinausgeht."

Ambiguitätsaversion

Präferenz für bekannte gegenüber unbekannten Risiken.

Arbitrage

Risikolose (oder beinahe risikolose) Ausnutzung von Preisunterschieden zwecks Gewinnerzielung.

Armutsfalle

"Hypothese, dass Sozialhilfe und Steuersysteme in gewissen Fällen Anreize setzen, die den Ausbruch aus der Armut erschweren. Beispiel: Das Annehmen einer Arbeit ist rein finanziell unattraktiv, wenn das verfügbare Einkommen (nach Abzug von Steuern, Versicherungen, Mobilitätskosten etc.) geringer ist als beim Bezug von Sozialhilfe."

Behavioral Finance

"Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaft, das sich mit dem Verhalten der Anleger befasst."

"Dilemma, soziales"

"Entscheidungssituation, in der ein individuell nutzenmaximierendes Verhalten zu einer schlussendlich für alle suboptimalen Situation führt. Beispiel: Wenn jeder Fischer so viel fischt wie möglich, droht ein Aussterben der Fischpopulation."

Efficient Market Hypothesis

"Theorie, nach der die Preise von Wertschriften deren fundamentalem Wert entsprechen. Dabei wird angenommen, dass die Erwartungen der Anleger alle verfügbaren Informationen einbeziehen."

Entscheidungsgewichtungsfunktion

"Bestandteil der Prospect Theory, der zeigt, wie objektive Wahrscheinlichkeiten in subjektive umgerechnet werden: Objektiv geringe Wahrscheinlichkeiten werden eher überschätzt, hohe Wahrscheinlichkeiten eher unterschätzt."

Erwartungsnutzentheorie

"In den Wirtschaftswissenschaften gängige Theorie über Entscheidungen mit unsicheren Ergebnissen. Sie geht davon aus, dass Menschen rational handeln: dass sie im Durchschnitt korrekte Vorstellungen über ihre Umwelt bilden; und dass sie Entscheidungen treffen, die den größten erwarteten Nutzen bringen. Die Theorie berücksichtigt zwar das Phänomen der Risikoaversion, nicht aber weitere relevante Phänomene, wie sie etwa in der Prospect Theory beschrieben werden. Die Theorie beschreibt deshalb ökonomisches Verhalten weniger realistisch als die Prospect Theory."

Finanzmarktregulierung

"Regelwerk, das Finanzinstitutionen und das Marktgeschehen lenkt, beaufsichtigt und kontrolliert."

"Finanzmarkttheorie, traditionelle"

"Besagt, dass Modelle mit rationalen Akteuren in der Lage sind, das Geschehen auf den Finanzmärkten zu erklären. Ein wichtiger Bestandteil der Theorie ist die Efficient Market Hypothesis."

Geldillusion

"Bezeichnet das Phänomen, dass Menschen auch dann oft in nominalen Geldeinheiten denken, wenn die realen Geldeinheiten relevant wären."

Herdenverhalten

"Bezeichnet die Tendenz von Akteuren auf Finanzmärkten, sich wie eine Herde zu verhalten, also in ihren Entscheidungen den Entscheidungen der anderen Individuen zu folgen."

Humankapitalvariablen

"Variablen, mit denen in den Wirtschaftswissenschaften das Wissen und die Fähigkeiten von Arbeitskräften charakterisiert werden. Beispiele sind Ausbildung und Berufserfahrung."

Loss Aversion

"Menschliche Tendenz, lieber einen Verlust zu vermeiden, als einen Gewinn gleicher Höhe zu erzielen."

Prospect Theory

"Modell zur Beschreibung des menschlichen Verhaltens in von Unsicherheit geprägten Situationen, wie sie ökonomische Entscheidungen häufig darstellen. Experimentelle Bestätigung fand die Prospect Theory insbesondere in Glücksspielen, denn diese sind in ihrer Problemstruktur mit vielen ökonomischen Entscheidungssituationen vergleichbar. Die Prospect Theory umfasst eine Reihe von Erklärungen des ökonomischen Verhaltens – zum Beispiel, dass die möglichen Ergebnisse einer Entscheidung relativ zu einem Referenzpunkt bewertet werden (typischerweise dem Besitzstand); dass Verluste mehr wiegen als Gewinne gleicher Höhe; dass Menschen im Gewinnbereich risikoscheu und im Verlustbereich risikosuchend sind; und dass in Entscheidungen unter Unsicherheit tiefe Wahrscheinlichkeiten übergewichtet werden und hohe Wahrscheinlichkeiten untergewichtet."

Repräsentativitätsheuristik

"Urteilsheuristik, nach der die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen danach beurteilt wird, wie prototypisch sie sind. Zum Beispiel wird eine Person, die als «Linda, die sich für Frauenrechte engagiert» beschrieben wird, eher als «feministische Bankangestellte» eingeschätzt denn als «Bankangestellte»."

Sparmentalität

"Persönliches Sparverhalten, das anhand von Persönlichkeitsmerkmalen, Gewohnheiten und Einstellungen beschrieben werden kann."

Steuerwahrnehmung

Wahrgenommene Steuerbelastung. Diese kann von der tatsächlichen Steuerbelastung abweichen.

Wertfunktion

Bildet in der Prospect Theory den Zusammenhang zwischen einem aktuell eintretenden Gewinn oder Verlust und dem damit verbundenen subjektiven Nutzen ab.

Corporate Volunteering

Einsatz von Mitarbeitern eines Unternehmens für gemeinnützige Zwecke.

"Funktionen der Erwerbsarbeit, latente"

"Positive Begleiterscheinungen der Erwerbsarbeit, etwa soziale Kontakte oder Zuweisung von Identität und Status."

Globalisierung

"Zunahme von internationalen Verflechtungen in vielen Bereichen (wie Wirtschaft, Politik und Kultur) und auf verschiedenen Ebenen (Individuen, Gesellschaften, Staaten)."

Index of Consumer Sentiment (ICS)

"Auf Befragung beruhender Indikator für Konsumentenvertrauen, der in den 1950er Jahren in den USA entwickelt wurde und heute in ähnlicher Form auch in vielen weiteren Ländern berechnet wird."

Konjunktur

"Situation einer Volkswirtschaft gemessen an der Auslastung der Produktionsfaktoren und weiteren volkswirtschaftlichen Größen wie Nachfrage, Beschäftigung und Zinsen."

Konjunkturindikatoren

Kennzahlen für konjunkturelle Entwicklungen. Aus psychologischer Sicht sind vor allem sog. vorlaufende Konjunkturindikatoren wie z. B. Indikatoren der Konsumentenstimmung oder Gewinnerwartungen von Unternehmen von Interesse. Diese geben Hinweise auf die erwartete zukünftige Entwicklung der Konjunktur.

Konsumentenstimmung

"Wird anhand der subjektiven Einschätzungen und Erwartungen der Haushalte betreffend Wirtschaftslage, finanzielle Situation, Entwicklung der Preise usw. erfasst."

"Paternalismus, sanfter"

"Regulierungsansatz, der das Verhalten der Individuen zu ihrem eigenen Vorteil in eine bestimmte Richtung lenkt, aber die Wahlfreiheit der Individuen wahrt. Wird auch als liberaler Paternalismus bezeichnet."

"Regeln, verbindliche"

"Verhaltensvorgaben, die generell gelten und durchgesetzt werden, im Gegensatz zu Ansätzen der Verhaltenssteuerung, die auf Freiwilligkeit beruhen."

Reziprozität

Gegenseitigkeit im sozialen Austausch.

Schattenwirtschaft

"Umfasst im engeren Sinn illegale wirtschaftliche Aktivitäten wie Schwarzarbeit, Schmuggel und Drogenhandel. Im weiteren Sinn umfasst der Begriff auch Tätigkeiten wie Hausarbeit und Kinderbetreuung (Haushaltssektor) und Aktivitäten wie Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliche Arbeit (informeller Sektor)."

Schwarzarbeit

Bezeichnet verschiedene Formen der Missachtung arbeitsbezogener Melde- und Bewilligungspflichten zur Vermeidung von Steuer- oder Versicherungszahlungen.

Selbstversorgungswirtschaft

Oberbegriff für wirtschaftliche Tätigkeiten im Haushaltssektor und im informellen Sektor (s. Schattenwirtschaft).

Standardoption

"Zur Auswahl stehende Handlungsoption, die zum Zug kommt, wenn der Entscheidungsträger keine aktive Wahl trifft. Hat oft starken Einfluss auf individuelle und gesellschaftliche Ergebnisse."

Trittbrettfahrer

"Wirtschaftliche Akteure, die ein Gut nutzen oder eine Leistung beanspruchen, ohne dafür eine eigene Leistung einzubringen."

Volunteering

"Umfasst gemeinnützige Aktivitäten wie Freiwilligenarbeit, die nicht institutionalisiert ist, sowie (institutionalisierte) ehrenamtliche Tätigkeiten. Ist im Gegensatz zu spontaner Hilfeleistung das Ergebnis einer bewussten Entscheidung."

"Wohltätigkeit, sanfte"

"Bezeichnung für Anwendungen des liberalen Paternalismus, die individuelles Verhalten zum Vorteil der Allgemeinheit lenken, ohne ein solches Verhalten einzufordern."

Easterlin-Paradox

"Scheinbarer Widerspruch zwischen Querschnitts- und Längsschnittsdaten zum Zusammenhang von Einkommen und Lebenszufriedenheit. Querschnittsdaten zeigen bei steigendem Einkommen steigende Lebenszufriedenheit. Längsschnittdaten zeigen, dass die Lebenszufriedenheit über die Jahrzehnte trotz steigendem Einkommen weitgehend konstant ist."

"Evolution, kulturelle"

Entwicklung von Kulturen und Gesellschaften im Lauf der Geschichte der Menschheit.

Glück

"Vielschichtiger Begriff, der in der Wirtschaftspsychologie insbesondere zwei Aspekte umfasst: die kognitive Einschätzung der Lebenszufriedenheit und das aktuell erlebte subjektive Wohlbefinden."

Glücksforschung

"Befasst sich mit der Messung von verschiedenen Aspekten von Glück und den Bedingungen, die Glück beeinflussen."

"Güter, positionale"

"Güter, bei denen der Vergleich mit Referenzgruppen für die Bewertung des Gutes besonders wichtig ist. Ein Beispiel sind (nach Frank, 2005) Häuser: Viele Menschen leben lieber in einem kleinen Haus, wenn die anderen in noch kleineren Häusern leben, als in einem großen Haus, wenn die anderen in noch größeren Häusern leben."

Knappheitshypothese

"Hypothese betreffend Wertewandel, nach der wir das für wertvoll halten, was knapp ist."

Lebenszufriedenheit

Aus einer kognitiven Bewertung resultierende Einschätzung der allgemeinen persönlichen Lebenssituation.

"Normen, soziale"

Die Erwartungen einer Gesellschaft an das soziale Verhalten ihrer Mitglieder.

Nutzen

"Bezeichnet in den Wirtschaftswissenschaften 1. das Niveau der Bedürfnisbefriedigung eines Individuums in einer bestimmten Situation (gleichbedeutend mit ‚Nutzenniveau‘, engl. utility) und 2. die maximale Zahlungsbereitschaft für ein Gut (gleichbedeutend mit ‚Wert‘, engl. benefit)."

Sozialisierungshypothese

"Hypothese betreffend Wertewandel, nach der Werte in frühen Lebensphasen geprägt werden."

"Tretmühle, hedonische"

"Tendenz des Menschen, nach stark positiven oder negativen Ereignissen wie hohen Lotteriegewinnen oder Unfällen schnell zu einem relativ stabilen Niveau von Glück zurückzukehren. Die hedonische Tretmühle ist eine mögliche Erklärung dafür, warum mehr Einkommen und Wohlstand die Menschen nicht dauerhaft glücklicher macht."

"Vergleich, sozialer"

"Vergleich der eigenen Situation mit derjenigen von Referenzgruppen, insbesonde in Bezug auf Einkommen und materiellen Wohlstand."

Wertewandel

"Wertewandel bezeichnet die Veränderung von Werten – allgemeinen Leitlinien erstrebenswerten Verhaltens – auf individueller oder gesellschaftlicher Ebene. Empirisch untersucht wird Wertewandel anhand von Umfragen, die in regelmäßigen Zeitabständen durchgeführt werden. Da sich Wertewandel schwer nachweisen lässt, wird er meistens im Rahmen von Hypothesen diskutiert (z. B. Sozialisierungshypothese)."

Wertsubstitution

"Allmähliche Ablösung von Werthaltungen in einer Gesellschaft durch andere Werthaltungen. Häufig verwendet im Zusammenhang mit der These, dass eine Entwicklung von materiellen hin zu postmateriellen Werten stattfindet."

Wohlbefinden

"Ein Aspekt von Glück, der an der Qualität des aktuellen subjektiven emotionalen Erlebens gemessen wird."

Wohlfahrt

Bezeichnet in den Wirtschaftswissenschaften den über die ganze Gesellschaft aggregierten Nutzen.

Wohlstand

"Umfasst den materiellen und immateriellen Wohlstand. Da immaterieller Wohlstand schwieriger zu erfassen ist, wird häufig nur der materielle Wohlstand als Wohlstandsindikator verwendet (gemessen am Bruttoinlandprodukt)."

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