Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Mit dem Aufrechterhalten, Aktualisieren und dem Manipulieren von Arbeitsgedächtnisinhalten verbundenes experimentelles Paradigma. Dem Probanden wird eine Reihe von Gedächtnisitems kurz nacheinander dargeboten, die sich nach einer gewissen Zeit wiederholen können und er muss angeben, ob das aktuell dargebotene Item identisch mit dem N-zurück dargebotenen Item ist. Durch Variation des N (z.B. 0, 1, 2 etc.) kann die Belastung des Arbeitsgedächtnis stufenweise manipuliert werden.
  • N-Back-Aufgabe (n-back task)
    Aufgabe, in der eine Serie von Buchstaben dargeboten wird, wobei nur auf solche Buchstaben reagiert werden soll, die mit dem Buchstaben identisch sind, der zwei oder drei Durchgänge zuvor dargeboten wurde, was die kontinuierliche Überwachung und Aktualisierung des Arbeitsgedächtnisses erfordert.
  • N. opticus
    siehe: Sehnerv
  • N. vagus (Nervus vagus)
    Der zehnte und längste Hirnnerv, welcher hauptsächlich parasympathische Afferenzen und Efferenzen enthält.
  • Ein Bindegewebsstrang mit Blutgefäßen, die den Fetus mit der Plazenta verbinden.
  • Nachahmungsheuristik
    Heuristik, die zur Entscheidungsfindung das Urteil der Mehrheit oder eines Experten zu Rate zieht und diesem folgt. Probleme können auftreten, wenn aufgrund der einheitlichen Entscheidung der Mehrheit Versorgungsengpässe entstehen.
  • Nachahmungslernen
    Lernen durch Imitation des Verhaltens anderer
  • Nachbesprechung
    Aufklären der Versuchsteilnehmer nach Abschluss des Experiments über die Studie, inklusive ihres Ziels und der verwendeten Täuschungen.
  • Nacheffekt (aftereffect)
    Nach dem Abschalten einer neuen sensomotorischen Transformation auftretende Fehler in Bewegungsweite, -richtung oder Trajektorie, die auf die pezeptuellmotorische Adaptation an die vorher ausgeübte Transformation hinweist.
  • Nacheffekte bezeichnen die Wahrnehmung, die nach der Beendigung einer längeren Darbietung eines Reizes auftreten.
  • Nachentscheidungs-Dissonanz
    Reaktanz
  • Nachhaltigkeit
    Nachhaltige Entwicklung bedeutet, die Erhaltung und Kultivierung der natürlichen und gesellschaftlichen Lebens- und Produktionsgrundlagen anzustreben, damit auch die künftigen Generationen keine geringere Chance haben als die heutigen, ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen. Eine kürzere Formulierung dafür ist „die Substanz erhalten“, eine konkretere „keine nichtabsorbierbaren privaten Kosten auf Umwelt und Gesellschaft abwälzen (externalisieren)“.
  • Nachinformationseffekt
    Informationen, die im Anschluss an eine Lernsituation wahrgenommen und behalten werden, können die Erinnerung an die Originalsituation verzerren. Forschungen zur Zuverlässigkeit von Zeugenaussagen haben z. B. klar gezeigt, dass falsche Informationen, die in eine „Befragung“ zum Hergang der Ereignisse eingebaut waren, Erinnerungen an das Originalereignis in eine bestimmte Richtung verzerren und sogar „Erinnerungen“ an gar nicht vorgekommene Elemente des Hergangs der Ereignisse erzeugen können.
  • Nachrichtenwert
    Der Nachrichtenwert entscheidet darüber, ob eine Nachricht in den Medien erscheint und in welchem Umfang über sie berichtet wird. Der Nachrichtenwert hat Inhalte vor allem, wenn er überraschend und neu ist oder einen Bezug zur Lebenswelt der Zielgruppe hat, also z. B. im näheren kulturellen oder regionalen Umfeld angesiedelt ist.
  • Elemente, die einander nahe sind, werden nach diesem Gestaltfaktor zu Elementen zusammengefasst.
  • Nahrungsdeprivation
    Nahrungsentzug
  • Nahtoderfahrung
    veränderter Bewusstseinszustand, der häufig von Menschen erlebt wird, die dem Tod nahe sind (z. B. bei einem Herzstillstand). ähnelt oft drogeninduzierten Halluzinationen.
  • Alltagspsychologische Vorstellungssysteme von Laien zu einem psychologischen Themenbereich (z. B. Persönlichkeitseigenschaften)
  • Das Alltagsverständnis von sich selbst und anderen Menschen.
  • Narkolepsie
    Schlafstörung, die durch unkontrollierbare Schlafattacken gekennzeichnet ist. Betroffene Personen fallen unter Umständen direkt in REM-Schlafstadien, oft zu den unpassendsten Gelegenheiten.
  • Narration
    Filmische Narration ist die erzählte Handlung in einem Film. Sie ist gekennzeichnet durch einen Anfang und ein Ende, dazwischen entfaltet sich die Bedeutung jeder Geschichte in einer bestimmten Richtung.
  • Selbsterzählte Lebensgeschichten (inkl. Autobiographie, Selbstkonzept, Identität)
  • Selbst verfasste Geschichte über sich selbst und sein Leben
  • Das narrative Interview („narrative interview“) wird nach einer kurzen Erklärung des Vorgehens durch einen Erzählanstoß der Interviewenden eingeleitet, der sich auf autobiografische Erfahrungen bezieht und eine Stegreiferzählung der Befragungsperson auslösen soll. Im Zuge des freien Erzählens ergeben sich für die Befragten von allein Erzählzwänge, die zum Weitererzählen animieren. An die Haupterzählung schließt sich eine vom Interviewer geleitete Nachfrageund Bilanzierungsphase an.
  • ist ein nonstandardisiertes Interview, das dazu dient, Erzählungen der gesamten Lebensgeschichte oder auch einzelner relevanter Episoden aus dem Leben der befragten Personen zu rekonstruieren. Es gliedert sich in die Phasen: Erzählanstoß, Haupterzählung, Nachfrage- und Bilanzierungsphase.
  • Narzissmus
    exzessive Selbstliebe und Selbstversunkenheit.
  • Disposition zu Selbstüberschätzung und Überempfindlichkeit gegenüber Kritik
  • narzisstische Persönlichkeitsstörung
    Selbstüberschätzung, mangelnde Empathie
  • Naturalistische Studie
    Beobachtungsstudie ohne experimentelle Variation.
  • Naturalistische Vorgehensweise wird in der qualitativen Forschung realisiert, indem der Gegenstand in seiner natürlichen Umgebung und in seinem natürlichen Erscheinungsbild untersucht wird, ohne ihn aktiv zu verändern.
  • Natürliche Arten (natural kinds)
    Kategorien, die sich auf in der Natur vorgefundene Objekte beziehen (z. B. Tiere, Mineralien, Pflanzen).
  • Natürliche Beobachtung (Feldbeobachtung) (naturalistic observation)
    Beobachten und Erfassen von natürlich auftretendem Verhalten ohne experimentelle Manipulation oder Kontrolle der Variablen. Gegensatz: direkte Beobachtung.
  • Natürliche Killerzellen
    Subklasse von Lymphozyten, die ohne vorherige Antigenexposition im Rahmen der angeborenen (konstitutiven) Immunität Zielzellen zerstören können.
  • Natürliche Selektion
    Prinzip, dass von den unterschiedlichen vererbten Merkmalen eher diejenigen an nachfolgende Generationen weitergegeben werden, die zu vermehrter Reproduktion und zum Überleben führen.
  • natürliche Selektion
    umweltabhängige Senkung der Reproduktionsrate eines Gens oder Genoms
  • natürliches Experiment
    experimentähnliche korrelative Studie, in der die Werte der unabhängigen Variablen vorgefunden und als Konsequenz eines Kausalfaktors interpretiert werden
  • Navon-Reize/-Buchstaben
    Von Navon (1977) entwickelte hierarchisch strukturierte Buchstaben, bei dem jeder große, globale Buchstabe sich aus mehreren einzelnen, kleinen Buchstaben zusammensetzt. Patienten mit → Simultanagnosie, können nur den lokalen Buchstaben benennen, während sie außerstande sind, den globalen Buchstaben zu erkennen.
  • Nebennieren
    Paar endokriner Drüsen direkt oberhalb der Niere. Sie schütten die Hormone Adrenalin (oder Epinephrin) und Noradrenalin (oder Norepinephrin) aus, die den Körper bei Stresssituationen in Erregung versetzen.
  • Nebennierenmark
    Sympathisch innervierte Drüsenzellen, die bei ihrer Aktivierung ein Gemisch aus Adrenalin (80 %) und Noradrenalin (20 %) in die Blutbahn ausschütten
  • Nebennierenrinde
    Das Äußere der Nebenniere, die Nebennierenrinde, wird in 3 Zonen unterteilt, in denen unterschiedl. Hormone produziert werden: Mineralkortikoide, Glukokortikoide und Androgene (von außen nach innen)
  • Need for Closure
    Psychologischer Ausdruck für das Bedürfnis nach Klarheit, Struktur und Ordnung bzw. umgekehrt die Abneigung gegenüber Ambiguität.
  • Eine Form der Identität, die im Widerspruch zu den Werten des sozialen Umfelds steht.
  • Negative Interdependenz
    Eine Situation, in der die Bindungen zwischen Einzelpersonen oder Gruppen durch Interessenkonflikte gekennzeichnet sind, die oft zu einer Feindschaft oder einem realistischen Konflikt führen.
  • Negative Verstärker (negative reinforcer)
    Reize, die, wenn sie nach einer Reaktion entfernt werden, zu einer Bekräftigung und damit zu einer höheren Auftretenswahrscheinlichkeit der Reaktion führen. Beispiele hierfür sind das Abschalten von starkem Lärm, grellem Licht oder das Entziehen von Zuwendung und Aufmerksamkeit (nicht zu verwechseln mit Bestrafung!). Gegensatz Positive Verstärker.
  • Negative Verstärkung
    Verhaltenskonsequenz, die auf ein Verhalten hin erfolgt und in der Entfernung oder Verringerung der Intensität eines bis dahin vorliegenden aversiven Reizes besteht.
  • Negative Verstärkung
    Zunahme der Häufigkeit eines Verhaltens, wenn negative Reize wie ein Elektroschock nicht mehr oder schwächer dargeboten werden. Ein negativer Verstärker ist jeder Reiz, der, wenn er nach einer Reaktion entfernt wird, die Reaktion bekräftigt. (Beachten Sie bitte, dass negative Verstärkung nicht dasselbe wie Bestrafung ist.)
  • Negative Verstärkung (negative reinforcement)
    Prozedur des instrumentellen Konditionierens, bei der ein aversiver Stimulus durch eine Reaktion verhindert werden kann.
  • Negative Verstärkung (negative reinforcement)
    Zunahme der Häufigkeit eines Verhaltens, wenn negative Reize nicht mehr oder schwächer dargeboten werden.
  • Negative-State-Relief-Hypothese
    Hypothese von Schaller und Cialdini (1988), die besagt, dass Menschen in negativer Stimmung häufiger helfen als Menschen in positiver oder neutraler Stimmung. Grund hierfür ist, dass negativ gestimmte Personen durch ihr Hilfeverhalten eine Stimmungsaufhellung antizipieren.
  • Negativer Prädiktionswert
    Wahrscheinlichkeit, mit der eine negative Diagnose zutreffend ist
  • Negativsymptomatik (Minussymptomatik)
    Symptomatik, bei der im Vergleich zum normalen Zustand etwas fehlt oder geringer ausgeprägt ist, z. B. Verhaltensauffälligkeiten wie Affekt- und Sprachverarmung, Verlangsamung, Aktivitätsminderung, Kontaktmangel, sozialer Rückzug und Einbuße an Initiative.
  • Negativsymptome der Schizophrenie
    Symptome der Schizophrenie, die durch das Fehlen üblicherweise vorhandener Funktionen der menschlichen Psyche gekennzeichnet sind (z. B. Affektverflachung, Gedankenarmut).
  • "Störung der Aufmerksamkeit für eine Körperseite oder deren Umgebung; führt zu Vernachlässigung oder Unaufmerksamkeit gegenüber dieser Körperseite."
  • Patienten mit dieser Störung erkennen Reize, die auf einer Seite des Wahrnehmungsfeldes dargeboten werden, nicht. Sie reagieren nicht auf entsprechende Reize und stoßen beispielsweise mit der Schulter am Türrahmen an.
  • Durch (in den meisten Fällen) rechtsseitige Hirnschädigung hervorgerufene Störung der Raumorientierung. Die Augen und der Kopf der Kranken weichen deutlich zur Seite der Hirnschädigung ab. Obwohl keine Gesichtsfeldstörung besteht, werden Personen, Gegenstände etc. nicht beachtet, wenn sich diese auf der gegenüberliegenden, linken Seite befinden.
  • Medizinisch-neurologisches Störungsbild, charakterisiert durch die Nichtbeachtung von Reizen, die sich auf der kontralateralen Seite der zugrunde liegenden Hirnschädigung befinden. Es gibt visuelle, auditorische, somatosensible, olfaktorische, motorische wie auch repräsentationale Formen. Die Reize bleiben nicht erkannt und nicht beantwortet.
  • Nennkonzepte werden nur deshalb gebildet weil es ein Wort für sie gibt. Die einzige Verhaltenserfahrung, die zur Bildung von Nennkonzepten anregt, besteht somit in der Anwendung des Wortes als Bezeichnung für Objekte oder Sachverhalte, zu denen darüber hinaus kein Verhaltensbezug besteht. So kann bspw. das Konzept _Sextant_ als Repräsentation aller Erscheinungen gebildet werden, die als Sextant bezeichnet wurden, ohne jemals einen Sextanten auch nur in der Hand gehabt zu haben.
  • Instrument zur Ermittlung von Persönlichkeitsanforderungen auf der Basis des Fünf-Faktoren-Modells der Persönlichkeit („Big Five“) nach Costa und McCrae.
  • Persönlichkeitsinventar zur Erfassung der fünf grundlegenden Dimensionen der Persönlichkeit nach Costa und McCrae mit 60 Items.
  • Persönlichkeitsinventar zur Erfassung der fünf grundlegenden Dimensionen der Persönlichkeit mit je sechs Facetten in jeder Dimension nach Costa und McCrae mit 240 Items.
  • NEO-PI-R: NEO-Persönlichkeitsinventar nach Costa und McCrae – Revidierte Fassung
    Das NEO-PI-R (Ostendorf & Angleiter, 2004) ist ein Persönlichkeitstest, der dem Big-Five-Modell verpflichtet ist. Zu jeder der großen Dimensionen Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrung, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit liegen zusätzlich sechs Subskalen (Facetten) vor.
  • Neokortex
    Jüngster Kortexteil, besteht aus den sensiblen, motorischem und den Assoziationskortices
  • Neoplasien
    Neubildungen von Gewebe. Speziell: maligne Neoplasien: bösartige Neubildungen als Begriff für Krebserkrankungen.
  • Funktionelle Einheit der Niere (ca. 1,2 Mio/Niere), bestehend aus Glomerulus, Bowman-Kapsel, proximalem und distalem Tubulus und der Henle-Schleife
  • Nerven
    neuronale »Kabel«, die aus vielen gebündelten Axonen bestehen. Diese sind Teil des peripheren Nervensystems und verbinden das zentrale Nervensystem mit Muskeln, Drüsen und Sinnesorganen.
  • Ein Nervenimpuls ist eine schnelle Änderung des elektrischen Potenzials, die sich in einer Nervenfaser fortsetzt.
  • Nervensystem
    Das Nervensystem setzt sich aus dem zentralen und dem peripheren Nervensystem zusammen, wobei letzteres weiter in das somatische und autonome Nervensystem unterteilt werden kann. Letzteres besteht wiederum aus dem sympathischen, parasympathischen und enterischen Nervensystem (= Darmnervensystem).
  • Nervensystem
    elektrochemisches Hochgeschwindigkeitskommunikationsnetz in unserem Körper, das aus allen Nervenzellen des peripheren und zentralen Nervensystems besteht.
  • Nervensystem, autonomes
    Steuerung unwillkürlicher Organfunktionen und viszerale Wahrnehmung. Umfasst Sympathikus, Parasympathikus und das Darmnervensystem.
  • Nervensystem, autonomes
    Syn. Vegetatives Nervensystem; reguliert die Organfunktionen und kontrolliert das innere Milieu
  • Nervensystem, enterisches
    Darmnervensystem, Eingeweidenervensystem.
  • Nervensystem, parasympathisches
    Teil des autonomen Nervensystems, in der Regel, jedoch nicht obligat, Gegenspieler des sympathischen Nervensystems. Transmittersubstanz des parasympathischen Nervensystems ist Azetylcholin, sowohl im Bereich der nikotinergen Ganglienrezeptoren als auch im Bereich der muskarinergen Rezeptoren am innervierten Organ.
  • Nervensystem, peripheres
    Teil des Nervensystems, bestehend aus somatischem und autonomem Nervensystem.
  • Nervensystem, peripheres
    Die Gesamtheit der Nerven, außerhalb von Gehirn und Rückenmark
  • Nervensystem, somatisches
    Steuerung von Willkürbewegungen und somatosensorische Wahrnehmung aus Muskeln, Gelenken und der Haut.
  • Nervensystem, sympathisches
    Teil des autonomen Nervensystems, in der Regel, jedoch nicht obligat, Gegenspieler des parasympathischen Nervensystems. Transmittersubstanz des sympathischen Nervensystems ist Noradrenalin, im Bereich der nikotinergen Ganglienrezeptoren jedoch Azetylcholin.
  • Nervensystem, zentrales
    Teil des Nervensystems, bestehend aus Rückenmark und Gehirn.
  • Nervus vagus
    X. Hirnnerv, mit motorischen, sensiblen und parasympathischen Fasern
  • (Geschachtelte) Modelle, die durch Parameterrestriktionen ineinander überführbar sind.
  • Unter Networking versteht man den Aufbau, die Pflege und Nutzung von persönlichen Kontakten zu einflussreichen und mächtigen Personen innerhalb und außerhalb der eigenen Organisation als Karrierestrategie.
  • Netzhaut
    siehe: Retina
  • Der Grundgedanke der Netzwerkbildung ist die längerfristig angelegte Entwicklung und Pflege von Netzwerken mit anderen (mehr oder weniger selbstständigen) Partnern, die auch Unternehmen sein können.
  • Neubewertung
    Neubewertung bezieht sich auf die Möglichkeit, dass einer potenziell emotionsauslösenden Situation oder einem Reiz eine neue Bedeutung verliehen und sie/er somit anders wahrgenommen und eingeschätzt wird.
  • Neueinschätzung der Eigengruppe
    Erkenntnis, dass die Normen, Bräuche und Lebensstile der Eigengruppe nicht schon an sich denen von Fremdgruppen überlegen sind. Es wird angenommen, dass dieser Prozess der Generalisierung positiver Kontakteffekte auf andere Fremdgruppen zugrunde liegt.
  • Neukategorisierung
    Empfehlung, die salienten Unterschiede zwischen Eigengruppe und Fremdgruppe durch eine gemeinsame Eigengruppenidentität auf einem übergeordneten Niveau zu ersetzen, die sowohl Mitglieder der früheren Eigengruppe als auch solche der früheren Fremdgruppe einschließt.
  • Eine U-förmige Furche in der oberen Schicht der sich ausdifferenzierenden Zellen des Embryos, aus der sich Gehirn und Rückenmark entwickeln.
  • Neuro-Imaging
    Bildgebungsverfahren zum Sichtbarmachen von neuronalen Funktionen
  • Neurofeedback
    Form des Biofeedback, bei dem der Patient eine Rückmeldung über das eigene Hirnstrommuster erhält.
  • Spezialform des Biofeebacks. Rückmeldung über im EEG abgeleitete Gehirnwellen. Angenehme optische oder akustische Reize erfolgen, wenn die Frequenz der EEG-Wellen im Gehirn eine als günstig angenommene Verteilung aufweist.
  • Neurofeedback
    Sensorische (visuelle, auditorische, taktile) Rückmeldung der elektrischen Aktivität des Gehirns an den Probanden. Dadurch wird die willentliche Beeinflussung der sonst nicht unter bewusster Kontrolle stehenden Hirnaktivität möglich.
  • Die Vermehrung von Neuronen durch Zellteilung. Neurone Nervenzellen, die auf das Senden und Empfangen von Signalen zwischen Gehirn und allen Teilen des Körpers sowie innerhalb des Gehirns selbst spezialisiert sind.
  • Neurogenese
    Bildung neuer Neuronen.
  • Neurohypophyse
    Hypophysenhinterlappen, welcher die Hormone Vasopressin und Oxytozin, die über axonalen Transport vom Hypothalamus zur Neurohypophyse gelangen, in die Blutbahn freisetzt.
  • Betrachtung der Informationsverarbeitung im Nervensystem aus der Perspektive funktionaler kognitiver Mechanismen.
  • Neuroleptika
    siehe: Antipsychotika
  • Neuroleptika (Antipsychotika)
    Gruppe der Psychopharmaka, die antipsychotisch wirken. Man unterscheidet hochpotente Neuroleptika mit starker antipsychotischer Wirkung und niederpotente Neuroleptika, die vorwiegend sedierend wirken.
  • Neurolinguistik
    Als Teilbereich der Linguistik eine interdisziplinäre Wissenschaft, die die neuroanatomischen Grundlagen sprachlicher Funktionen mit kognitionswissenschaftlichen Methoden untersucht. Für ihre Theoriebildung verwendet sie Daten von Patienten mit erworbenen Sprachstörungen nach einer Hirnläsion oder Daten, die mit sprachgesunden Versuchspersonen unter Verwendung bildgebender Verfahren erhoben wurden.
  • Neuron
    Auf die Übertragung von Informationen spezialisierte Zelle im Nervensystem, bestehend aus Soma mit Zellkern, Dendriten, Axon und Endknöpfchen.
  • Neuron
    Nervenzelle, der Grundbaustein des Nervensystems.
  • Nervenzelle
  • Strukturelle Einheit aus Nervenzellkörper (Soma) und deren Fortsätzen (Axon und Dendriten)
  • Ein Neuron ist eine Nervenzelle mit Zellkörper, Axon und Dendriten.
  • Neuron (Nervenzelle) (neuron)
    Grundeinheit des Nervensystems, bestehend aus Zellkörper (Soma) und ihren Fortsätzen: dem efferenten Axon und den Afferenten Dendriten.
  • Neuronale Oszillationen
    Rhythmische Aktivierung von Nervenzellen, die durch einen Wechsel von erregenden und hemmenden Einflüssen entsteht.
  • neuronale Plastizität
    Fähigkeit des Gehirns, sich umweltabhängig zu entwickeln
  • Neuronaler Wettbewerb
    Entsteht, wenn mehrere Reize zeitgleich im visuellen Feld präsent sind und drückt sich in der wechselseitigen Unterdrückung der durch die einzelnen Reize hervorgerufenen neuronalen Aktivität aus. Wettbewerb um neuronale Ressourcen ist auf der Ebene des rezeptiven Feldes am stärksten ausgeprägt.
  • Neuronenensembles (cell assemblies)
    Funktionelle Einheiten des zentralen Nervensystems. Diese Zellverbände umfassen etwa 1000 bis 10.000 Zellen.
  • Neuropädagogik
    Die Neuropädagogik befasst sich damit, was, wann, wie und warum das Gehirn lernt, und entwickelt evidenzbegründete Vorschläge für die Entwicklung von Curricula, Lehren und diagnostischen Methoden, die darauf zielen, Funktionen des Gehirns zu optimieren und auf diese Weise Lernen zu fördern.
  • Neuropathie, periphere
    Schädigung des peripheren Nervensystems, v. a. in den unteren Extremitäten, gekennzeichnet durch Sensibilitätsstörungen (Parästhesien), Sensibilitätsverlust oder Schmerzen in den Beinen.
  • Neuropeptid Y
    Ein aus 36 Aminosäuren bestehendes Molekül, das v. a. im Gehirn und an noradrenergen Rezeptoren des peripheren Nervensystems wirksam ist. Es ist in hoher Konzentration im ZNS, im Nebennierenmark, in sympathischen Ganglien und adrenergen Neuronen des peripheren Nervensystems zu finden. Es ist an der Regulation von Hunger (wirkt Appetit steigernd), Insulinfreisetzung, gastrointestinaler Motilität sowie Angst beteiligt und kontrolliert epileptische Krämpfe.
  • Neuropeptide
    Proteine, welche im Nervensystem als Botenstoffe wirken. Wichtige Neuropeptide sind das CRH, das Neuropeptid Y und das Oxytozin.
  • Neuroplastizität
    Fähigkeit des zentralen Nervensystems sich an Änderungen im Umgang mit der Umwelt anzupassen, neue Verhaltensweisen zu akquirieren, zu erlernen und zu optimieren, um Verhalten bestmöglich an die Gegebenheiten des täglichen Umfeldes anzupassen.
  • Die Neuropsychologie ist die Wissenschaft von den Zusammenhängen zwischen Funktionen des Gehirns und psychischen Prozessen.
  • Neuropsychologische Diagnostik
    Die neuropsychologische Diagnostik befasst sich mit Störungen, die auf (angeborene oder erworbene) Defekte im Zentralnervensystem zurückzuführen sind. »Ziel der neuropsychologischen Diagnostik ist die Erfassung und Objektivierung von kognitiven und affektiven Funktionsstörungen nach einer Hirnfunktionsstörung oder Hirnschädigung und ggf. der emotionalen Reaktionen des Patienten auf diese Störungen« (Gesellschaft für Neuropsychologie et al., 2005, S. 185).
  • Aus psychodynamischer Perspektive heraus entwickelte Annahme, dass misslungene Verarbeitungsversuche von ungelösten und unbewußten Konflikten zwischen Trieben und Grundbedürfnissen einerseits, und triebabwehrenden Kräften des Ich andererseits, Ursache einiger psychischer Störungen seien. Neurotische Symptome werden als oder Ersatz für derartige verdrängte Konflikte und Impulse gesehen.
  • Persönlichkeitsmerkmal zur Vorhersage individueller, beruflicher Stressresistenz; je höher der Neurotizismus, desto geringer die Stressresistenz. Wichtige Facetten des Neurotizismus sind Ängstlichkeit, Impulsivität, Selbstaufmerksamkeit, Reizbarkeit, Verletzlichkeit und Depressivität.
  • Neurotizismus
    Disposition zu übermäßiger Besorgtheit
  • Neurotransmission
    Interzelluläre Übertragung von Informationen.
  • Neurotransmitter
    Botenstoffe zur Übertragung von Informationen zwischen Neuron und Zielzelle. Zu den wichtigsten Neurotransmittern gehören die schnellen Aminosäuren (Glutamat, GABA), das Azetylcholin, die Katecholamine (Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin) und das Serotonin.
  • Chemische Botenstoffe, die den synaptischen Spalt überqueren. Die Stoffe werden vom präsynaptischen Neuron ausgeschüttet und wandern über den Spalt zum postsynaptischen Neuron, wo sie an Rezeptorenmoleküle gebunden werden. Damit beeinflussen die Neurotransmitter die Entstehung eines neuronalen Impulses (Verweis auf: Aktionspotenzial) in der postsynaptischen Zelle.
  • Chemische Substanzen, die am Informationsaustausch zwischen Neuronen beteiligt sind.
  • Neurotransmitter
    chemische Botenstoffe, die den synaptischen Spalt zwischen den Neuronen überqueren. Die Stoffe werden vom präsynaptischen Neuron ausgeschüttet und wandern über den Spalt zum postsynaptischen Neuron, wo sie an Rezeptormoleküle gebunden werden. Damit haben die Neurotransmitter einen Einfluss darauf, ob in der postsynaptischen Zelle ein neuronaler Impuls entsteht.
  • Neurotransmitter
    Träger der Informationsübertragung zwischen zwei Nervenzellen
  • Neurotransmitter
    Substanzen die an Synapsen bei Erregung präsynaptisch freigesetzt werden und postsynaptisch erregende oder hemmende Potenziale (EPSP bzw. IPSP) auslösen
  • Beim Neurotransmitter handelt es sich um eine chemische Substanz, die durch eintreffende Impulse ausgeschüttet wird und eine erregende oder hemmende Funktion auf das empfangende Neuron ausübt.
  • Chemische Botenstoffe, die an Synapsen bei Erregung präsynaptisch freigesetzt werden und nach Überqueren des synaptischen Spalts postsynaptisch erregende oder hemmende Potenziale (EPSP bzw. IPSP) auslösen. Bekannte Transmitter sind Acetylcholin, Dopamin, Epinephrin, Norepinephrin, Serotonin.
  • Neurotransmitter (neurotransmitter)
    Substanz, die bei der Übertragung von Erregung zwischen Synapsen freigesetzt wird (z. B. Dopamin, Acetylcholin).
  • Die Neurulation setzt etwa 19 Tage nach der Befruchtung der Eizelle ein und stellt die Anlage des zentralen Nervensystems dar. Ausgangspunkt ist die Bildung einer Neuralplatte, deren Ränder sich im weiteren Verlauf wölben, um in der Mitte eine Neuralrinne
  • Neutraler Stimulus bzw. Reiz
    in der klassischen Konditionierung ein Reiz, der vor der Konditionierung keine Reaktion auslöst.
  • Durchführung von Zwangshandlungen, um (durch Zwangsgedanken ausgelöste) Anspannung zu reduzieren oder die bedrohlichen Vorstellungen zu verhindern.
  • Mit New Look wurde eine Programm in der Wahrnehmungspsychologie bezeichnet, mit dem der Einfluss von Motivation und Kogniton auf die Wahrnehmung untersucht wurde.
  • Newtons Prismenversuch
    Es geht hervor: Wir sehen weiß, wenn alle Wellenlängen des Spektrums gleichzeitig und mit gleicher Intensität auf uns einwirken. Wir sehen aber farbig, sobald nur ein Teil der Wellenlängen des Spektrums unser Auge trifft.
  • Neyman-Pearson-Kriterium
    Eine Entscheidungsregel, um die Fehler bei Zuordnungsverfahren gering zu halten. Das Neyman-Pearson-Kriterium erlaubt es, unterschiedliche Risiken von Fehlentscheidungen in die Klassenzuordnungsunterscheidung mit einzubeziehen. Sein Prinzip besteht darin, das Modell der statistischen Hypothesenprüfung auf die Klassenzuordnungsentscheidung anzuwenden.
  • Nicht korrespondierende Punkte sind alle Punkte, die nicht auf dem Horopter liegen, sie werden auf den Netzhäuten der beiden Augen abgebildet.
  • Eine nicht-experimentelle Studie („non-experimental study“, „descriptive study“) greift auf vorgefundene Gruppen zurück (keine Randomisierung) und betrachtet deren vorgefundene Unterschiede (keine experimentelle Variation der unabhängigen Variable/n, sondern vorgefundene Variation). Sie ist zur Prüfung von Kausalhypothesen nur sehr bedingt geeignet, aus forschungsökonomischen sowie forschungsethischen Gründen aber bei manchen Forschungsthemen die einzige Option.
  • nicht-orthogonaleVarianzanalysen
    Varianzanalysen mit ungleichen Stichprobenumfängen; auch unbalancierte Varianzanalyse genannt
  • Nicht-probabilistische (nicht zufallsgesteuerte) Stichprobe
    Bei einer nicht-probabilistischen (nicht zufallsgesteuerten) Stichprobe erfolgt die Auswahl der Untersuchungsobjekte willkürlich und/oder bewusst/absichtsvoll durch die Forschenden. Bei nicht-probabilistischen Stichproben ist unbekannt, welche Auswahlwahrscheinlichkeit die einzelnen Elemente der Population haben bzw. in welcher Weise und in welchem Ausmaß die Stichprobenzusammensetzung gegenüber einer Zielpopulation verzerrt ist.
  • Bei der nicht-strukturierten bzw. unstrukturierten schriftlichen Befragung wird ein nicht-standardisierter Fragebogen („nonstandardized questionnaire“) genutzt. In diesem werden die Befragungspersonen mittels einer einzelnen Frage oder Aufgabe zu einem bestimmten Thema um ausführliche schriftliche Beschreibungen, Erklärungen oder Erzählungen in Aufsatzform gebeten.
  • Nicht-Wissenschaft („non science“) befasst sich häufig mit ähnlichen Fragestellungen wie wissenschaftliche Forschung (das gilt besonders für die Human- und Sozialwissenschaften mit ihren oft alltagsnahen Untersuchungsgegenständen). Allerdings wird bei Nicht- Wissenschaft kein geordneter Forschungsprozess durchlaufen und auch nicht der Anspruch der Wissenschaftlichkeit erhoben.
  • nichtadditiver genetischer Effekt
    statistische Wechselwirkung zwischen mehreren Genen
  • Das Hauptmerkmal nichtexperimenteller Forschungsmethoden besteht in ihrem Ziel, einen Sachverhalt möglichst genau beschreiben zu wollen (▶ Abschn. 1.3.1 und 2.2). Es werden die beteiligten Variablen identifiziert und beschrieben. Häufig wird auch nach deren Zusammenhang gefragt. Numerische Daten bilden die Grundlage von Hypothesengenerierung und Hypothesenentscheidung. Der Hauptunterschied zu den experimentellen Forschungsmethoden besteht darin, dass in der Regel keine Kausalhypothesen im Sinne der Erklärung von Wirkzusammenhängen geprüft werden.
  • nichtgeteilte Umwelt
    individuelle Umweltfaktoren, die innerhalb von Personenpaaren (z. B. Geschwistern) variieren
  • nichtgeteilte Umwelteffekte
    Umwelteffekte, die Personenpaare (z. B. Geschwister) unähnlich machen
  • Nichtkompensatorische Entscheidungsstrategien (non-compensatory decision strategies)
    Im Gegensatz zu den kompensatorischen Strategien (s. dort) erlauben nichtkompensatorische Strategien bei Attributen keine Ausgleichsmöglichkeit – meist deswegen, weil sie nur auf einige wenige Attribute fokussieren und andere ignorieren.
  • Nichtlexikalische Prozedur
    Benutzt ein Regelsystem, um kleinste Einheiten in einer Modalität, z. B. Buchstaben der visuellen Schriftsprache, in Einheiten einer anderen Modalität, z. B. Einzellaute der gesprochenen Sprache, umzuwandeln.
  • Nichtmonotonie (non-monotonicity)
    Eine weitere Information (Prämisse, Argument) kann dazu führen, das man weniger weiß als vorher bzw. eine logisch gültige Schlussfolgerung zurücknimmt.
  • Nichtparametrische Tests
    Verteilungsfreie Tests; Auswertungsverfahren für Daten mit Ordinal- oder Nominalskalenqualität, auch angewendet bei grober Verletzung der für parametrische Tests wichtigen Verteilungsvoraussetzungen
  • Nichtreaktive Methoden
    Messmethoden, deren Anwendung die Versuchsteilnehmer nicht bemerken und die daher ihr Verhalten nicht beeinflussen können (> Reaktivität).
  • nichtsequentielle Batterie
    Die gesamte Batterie von diagnostischen Verfahren wird an alle Probanden vorgegeben, und es werden diejenigen Probanden ausgewählt, die in dem zugrunde gelegten Entscheidungsmodell die höchsten Werte erzielen. Zur Auswahl kann etwa der (optimal gewichtete) Summenwert herangezogen werden.
  • Nichtsprachliche Kommunikation
    Kommunikation ohne Sprache, z. B. durch Gesten, Mimik oder den Stil unserer Bewegungen.
  • Nichtsprachliche Persönlichkeitstests
    Wie ein Proband auf ein Item reagiert, hängt auch davon ab, wie er die Iteminhalte versteht und interpretiert. Mit nichtsprachlichen Tests soll die Abhängigkeit vom Sprachverstehen reduziert werden. Im Leistungsbereich haben sprachfreie Verfahren eine lange Tradition. Nichtsprachliche Persönlichkeitstests verwenden Bilder anstatt Worte, um eine Situation und ein Verhalten zu beschreiben. Der Proband gibt an, ob er sich so verhalten würde, wie es auf dem Bild zu sehen ist.
  • nichtteilnehmende Verhaltensbeobachtung
    Der Beobachter ist in der Beobachtungssituation anwesend, verhält sich jedoch passiv.
  • nichtverbale Intelligenz
    Leistung in nichtsprachlichen Intelligenzaufgaben
  • Night Eating Syndrome
    Essstörung, bei der mindestens 25% der täglichen Nahrungsaufnahme nachts bzw. nach dem Abendessen geschieht.
  • Nikotin
    eine stimulierende und höchst süchtig machende psychoaktive Substanz in Tabak.
  • NIMH (National Institus of Mental Health)
    1949 in den USA gegründete Organisation, die als Meilenstein für die Entwicklung von Ausbildungsrichtlinien zum Clinical Psychologist gesehen wird.
  • Niveautests
    Niveautests (Power-Tests) sind Leistungstests, bei welchen auch bei unbegrenzter Zeitvorgabe von keinem Testteilnehmer alle Aufgaben gelöst würden. Die Items sind meist nach ihrer Schwierigkeit gereiht; die Aufgaben werden gegen Ende immer schwerer lösbar.
  • Nominalgruppe
    Ist eine Anzahl von Individuen, die eine Aufgabe individuell ausführen und unabhängig voneinander arbeiten. Nominale Gruppen werden dazu verwendet, die potenzielle Leistung von Gruppen zu bestimmen.
  • Nominalität
    Identifizierung von Objekten einer Menge
  • Eine Nominalskala („nominal scale“, „categorial scale“) ordnet den Objekten eines empirischen Relativs Zahlen zu, die so geartet sind, dass Objekte mit gleicherMerkmalsausprägung gleiche Zahlen und Objekte mit verschiedener Merkmalsausprägung verschiedene Zahlen erhalten.
  • Ordnet den Objekten eines empirischen Relativs Zahlen zu, die so geartet sind, dass Objekte mit gleicher Merkmalsausprägung gleiche Zahlen, Objekte mit verschiedener Merkmalsausprägung verschiedene Zahlen erhalten. Eine Nominalskala erlaubt nur Aussagen über Gleichheit von Objekten (Äquivalenzrelation), nicht aber über deren Rangfolge. Beispiel: Zuweisung des Wertes 0 für männliche, 1 für weibliche Versuchspersonen
  • Skala, bei der nur die (Un-)Gleichheit von Zahlen psychologisch interpretierbar ist
  • Nomologisches Netz
    Beziehungsgeflecht zwischen (latenten) Konstrukten und beobachtbaren Testvariablen dar. Die beiden Ebenen werden mit Axiomen bzw. empirischen Gesetzen beschrieben und durch Korrespondenzregeln miteinander verbunden.
  • nomologisches Netzwerk
    Interkorrelationen zwischen unterschiedlichen Operationalisierungen desselben Konstrukts
  • nomologisches Netzwerk
    Unter einem nomologischen Netzwerk werden Aussagen oder Gesetze verstanden, die die Beziehung zwischen (a) beobachtbaren Merkmalen, (b) theoretischen Konstrukten und Beobachtbarem oder (c) verschiedenen theoretischen Konstrukten beschreiben. Es kann sich dabei um feste, deterministische Zusammenhänge handeln oder auch um statistische.
  • Gesetzmäßige Beziehungen zwischen einem fokale Konstrukt und anderen Konstrukten
  • bezogen auf allgemeine Gesetzmäßigkeiten
  • Nomothetische Prognose
    Bei der Begutachtung können statistische Erkenntnisse über viele vergleichbare Fällen genutzt werden. Beispielsweise kann eine Rückfallprognose damit begründet werden, dass Straftäter mit ähnlicher Vorgeschichte, gleichem Geschlecht und etwa gleichem Alter häufig rückfällig werden.
  • Ableitung allgemeingültiger Gesetzmäßigkeiten für eine ganze Population
  • Nicht klinisch relevant, sich nicht auf eine Störung beziehend
  • Verlängerung der Schlafstadien S3 und S4 (Tiefschlaf ) nach längerem Gesamtschlafentzug.
  • Schlafphase, die durch eine regelmäßige Atmung, geringe motorische Aktivität und eine geringe Muskelspannung charakterisiert ist. Es treten keine schnellen Augenbewegungen („rapid eye movements“, REM) auf.
  • Ein ruhiger oder tiefer Schlafzustand ohne motorische Aktivität und ohne Augenbewegungen; Atmungs- und Herzfrequenz sowie Gehirnwellen sind langsam und regelmäßig.
  • Non-REM-Schlaf (NRM-Schlaf)
    Die Schlafphase, in der keine schnellen Augenbewegungen auftreten (Tiefschlafphase), charakterisiert durch langwelliges EEG (Elektroencephalogramm) und durch weniger oder keine Traumaktivität.
  • Fehlende Führung durch die Führungskraft, welche sich durch das Vermeiden von Entscheidungen, zögerliches Handeln, fehlende Unterstützung bei Problemen sowie Belohnungs- und Sanktionsunterlassung auszeichnet.
  • Nonparametrische (verteilungsfreie) Testverfahren
    Nonparametrische oder verteilungsfreie Testverfahren testen Zusammenhänge von Variablen oder Unterschiede zwischen Gruppen. Sie machen jedoch im Gegensatz zu parametrischen Testverfahren keine Annahmen, die sich auf die Verteilung der Messwerte in der Population beziehen, und eignen sich daher auch für Daten auf Nominal- und Ordinalskalenniveau.
  • Die nonreaktive Beobachtung („nonreactive observation“) als Spezialform der nonreaktiven Datenerhebung bezieht sich auf die Erfassung von quantifizierbaren Verhaltensspuren im Feld mithilfe menschlicher Sinnesorgane und/oder technischer Sensoren zum Zeitpunkt (oder im Zeitraum) ihres Auftretens. Nonreaktive Beobachtung kann sich dabei auf Offline-Verhaltensspuren („non-reactive offline observation“) sowie auf Online-Verhaltensspuren („non-reactive online observation“) beziehen.
  • sind dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Beobachtenden und den beobachteten Personen kein Kontakt besteht. Gegenstand der Beobachtung sind die Spuren, die Menschen mit ihren Handlungen hinterlassen.
  • Nonreaktive Verfahren der Datenerhebung („nonreactive/nonintruding/unobstrusive measures“) umfassen allgemein alle Datenerhebungstechniken, bei denen das Verhalten und Erleben der Untersuchungsteilnehmenden nicht durch Interaktion mit den Forschenden beeinflusst werden kann. Die erhobenen Daten sind somit unverzerrt von möglichen Reaktionen der Untersuchten auf den Forschungsprozess selbst.
  • Hier wird nicht vorab festgelegt, was genau beobachtet werden soll; was von Bedeutung ist, ergibt sich im Verlauf der Untersuchung. Der Gegenstand der Beobachtung wird dabei möglichst in seiner Ganzheit und in seinen verschiedenen Facetten erfasst.
  • ist diejenige Form des Interviews, die sowohl den Befragenden als auch den befragten Personen den größten Spielraum lässt. Es werden vorab lediglich Themenkomplexe festgelegt, aber keine Fragen vorformuliert.
  • Nonverbale Kommunikation
    Legt den Fokus auf der Art und Weise, WIE wir etwas sagen. Nonverbale Kommunikation kann simultan erfolgen (d. h. beide Interagierende können gleichzeitig nonverbal kommunizieren; z. B. durch gegenseitigen Blickkontakt Interesse und Aufmerksamkeit bekunden), verläuft eher kontinuierlich (d. h. ohne klaren Anfang und Ende) und gibt häufig Aufschluss über emotionale Belange. Sie umfasst haptische Signale, Körpersprache, Proxemik und Aspekte der äußeren Erscheinung.
  • Nonzentrale Verteilung
    Verteilung eines Stichprobenkennwerts unter der Annahme der Alternativhypothese, meist nicht symmetrisch
  • Nonzentralitätsparameter λ (Lambda)
    bestimmt die Form der nonzentralen Verteilung. Wird bei der Berechnung der Teststärke und bei der Stichprobenumfangsplanung benötigt
  • Gruppe von Medikamenten, die höhere Hirnfunktionen, wie Gedächtnis, Auffassungs-, Denk- und Konzentrationsfähigkeit verbessern soll, obwohl noch kein spezifischer einheitlicher Wirkmechanismus bekannt ist.
  • Noradrenalin
    Hormon, das durch das Nebennierenmark freigesetzt wird; gleichzeitig auch Transmitter. Unterstützt die Aktivität des sympathischen Nervensystems.
  • Neurotransmitter des Zentralnervensystems sowie Hormon des Nebennierenmarks, das ähnliche Wirkungen wie Adrenalin hat. Störungen des Noradrenalinhaushalts werden im Zusammenhang mit Depressionen und der Manie diskutiert.
  • Neurotransmitter und Hormon
  • Norepinephrin (auch: Noradrenalin) wird im Nebennierenmark gebildet und fungiert als Hormon und (im Gegensatz zum Adrenalin) als Neurotransmitter. Eine erhöhte Konzentration von Norepinephrin führt zu einer Verengung der Blutgefäße und damit zu einer Blut
  • Norm
    allgemein verstandene Regel für akzeptiertes und erwartetes Verhalten. Normen schreiben ein »angemessenes« Verhalten vor.
  • Norm der sozialen Verantwortung
    Erwartung, dass wir denen, die von uns abhängig sind, helfen.
  • Normaktualisierung
    Erneute Testeichung, sobald die empirische Überprüfung der Gültigkeit von Normen ergeben hat, dass sich die Merkmalsverteilung in der Bezugsgruppe seit der vorherigen Testeichung bedeutsam verändert hat.
  • Die menschliche Sexualität zeichnet sich durch eine ausgeprägte Heterogenität aus. Die Definition einer Störung des Sexualverhaltens oder der Präferenzen unter Rückgriff auf soziale oder statistische Nomen ist entsprechend erschwert. Daher gilt, dass alles normal ist und keinen Veränderungsbedarf aufweist, womit alle Beteilligten zufrieden sind und niemand zu Schaden kommt.
  • Bei der Normalisierung wird eine nicht-normalverteilte Testwertvariable zur besseren Interpretierbarkeit so transformiert, dass die Variable danach normalverteilt ist. Die Normalisierung ist von der Normierung zu unterscheiden, die bei der Testeichung vorgenommen wird.
  • Normalverteilung
    Die Normalverteilung ist die Form, mit der sich die Verteilung vieler Merkmale in der Population (sowohl physiologische als auch mentale Merkmale) beschreiben lässt. Diese Verteilungsform ist symmetrisch und ähnelt einer Glocke, weshalb sie auch als Gauss’sche Glocke bezeichnet wird.
  • Normalverteilung
    Eine unimodale Verteilung mit glockenförmigem Verlauf. Sie ist symmetrisch und nähert sich der x-Achse asymptotisch an. Dadurch sind die Werte für Median, Modus und arithmetisches Mittel identisch
  • Eine Verteilung der relativen Häufigkeiten von Messwerten, bei der alle Messwerte symmetrisch um einen Mittelwert verteilt sind. Die meisten Messwerte liegen in der Nähe des Mittelwertes, und mit zunehmender Entfernung vom Mittelwert treten die Messwerte
  • Normalverteilung
    symmetrische, glockenförmige Kurve, mit der die Verteilung vieler Datentypen beschrieben wird. Die meisten Werte finden sich in der Nähe des Durchschnitts (ungefähr 68% liegen im Bereich einer Standardabweichung links oder rechts des Durchschnitts). Je weiter man sich zu den Extremen hin bewegt, desto weniger Werte findet man.
  • Wichtige Verteilung der Statistik; festgelegt durch die Parameter μ (Erwartungswert) und σ (Streuung); glockenförmig, symmetrisch, zwischen den beiden Wendepunkten (μ±1σ) liegen ca. 68% der gesamten Verteilungsfläche
  • Normative Entwicklungsaufgaben
    beschreiben Anforderungen, die erwartbar in verschiedenen Phasen der kindlichen Entwicklung auftreten (z.B. Identitätsfindung in der Adoleszenz) und bei unzureichender Bewältigung die Bearbeitung nachfolgender Entwicklungsaufgaben beeinträchtigen können. Familienentwicklungsaufgaben bezeichnen analog die in verschiedenen Phasen des Familienzyklus auftretenden, das ganze Familiensystem betreffenden Anforderungen.
  • Normative Familienentwicklung
    Bestimmte Stufenabfolgen der Familienentwicklung innerhalb eines bestimmten gesellschaftlichen Kontextes treffen auf eine Vielzahl von Familien zu.
  • Normative Sichtweise (normative view)
    Im Gegensatz zur deskriptiven Sichtweise (s. dort) definiert ein normatives Modell, wie optimale Urteile oder Entscheidungen aussehen sollten, was meist aus mathematischen und/oder ökonomischen Theorien hergeleitet wird.
  • Normative Theorien stellen ideale Regeln für das Urteilen, Entscheiden oder Problemlösen auf. Sie erheben aber nicht den Anspruch, diese Phänomene zu erklären oder vorherzusagen.
  • stellen ideale Regeln für rationale Entscheidungen auf.
  • Normativer Einfluss
    Einfluss, der darauf beruht, dass man mit den positiven Erwartungen von anderen konform gehen möchte – Menschen vermeiden es, sich so zu verhalten, dass dies zu sozialer Bestrafung oder Ablehnung führen wird.
  • Normativer sozialer Einfluss
    Einfluss, der sich aus dem Wunsch einer Person ergibt, Zustimmung zu bekommen und Ablehnung zu vermeiden.
  • Normativer sozialer Einfluss
    Einfluss der Gruppe auf ein Individuum, der bewirkt, dass sich dieses den Einstellungen/Verhaltensweisen der Gruppe anpasst, um dadurch soziale Anerkennung zu erfahren oder nicht negativ aufzufallen.
  • Normdifferenzierung
    Bildung von separaten Normen für die einzelnen Subpopulationen aus der Eichstichprobe hinsichtlich eines mit dem Untersuchungsmerkmal korrelierten Hintergrundfaktors (z.B. separate Normen für Männer und Frauen).
  • Normen
    Überzeugungssysteme dazu, wie man sich verhalten soll (bzw. nicht verhalten soll), die unser Verhalten steuern, aber ohne die Kraft von Gesetzen. Sie sind Ausdruck der gemeinsamen Erwartungen von Gruppenmitgliedern hinsichtlich typischer bzw. erwünschter Aktivitäten.
  • Normen sind Regeln für Verhaltensweisen, die in bestimmten Situationen (nicht) auftreten sollen. In Gruppen geben Normen Orientierung über das angemessene Verhalten in unsicheren Situationen, sie stabilisieren das Verhalten und machen es berechenbar und sie tragen zur Koordination des Verhaltens bei.
  • Zur Beurteilung von Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten werden drei Maßstäbe unterschieden, die auf unterschiedliche Normen Bezug nehmen. Unter der sozialen werden Verhaltung oder Leistung mit den entsprechenden Ausprägungen in der jeweiligen Bezugsgruppe verglichen (z.B. Schulklasse); bei der individuellen wird die eigene, bisherige Leistung oder das eigene Verhalten als Vergleich herangezogen; bei der sachlichen wird ein inhaltliches Kriterium zur Beurteilung herangezogen.
  • Innerhalb eines Testverfahrens werden Entwicklungsnormen angegeben, mit denen sich feststellen lässt, wie weit ein Kind im Verhältnis zu seinen Altersgenossen entwickelt ist.
  • Gütekriterium von Auswahlverfahren. Ein allgemeines Bezugssystem, um die Ergebnisse bzw. das Abschneiden von einzelnen Personen im Vergleich zur Gesamtgruppe (Population) einordnen zu können.
  • Damit mehrere Messreihen oder Testergebnisse miteinander verglichen werden können, muss ein einheitlicher Maßstab verwendet werden. Die Festlegung eines einheitlichen Maßstabs zur Einordnung individueller Messergebnisse nennt man Normierung. Bei der Herstellung dieses Bezugssystems wird vorausgesetzt, dass das untersuchte Merkmal normalverteilt ist. Häufig werden die charakteristischen Punkte einer Normalverteilung als Bezugspunkte zur Konstruktion eines Maßsystems verwendet. Dies ist z.B. bei der Intelligenzskala der Fall, bei der man den Mittelwert auf 100 und die Standardabweichung auf 15 festgelegt hat.
  • Normierung
    Festlegung sinnvoller Werte durch den Vergleich mit den Werten einer zuvor getesteten Normierungsstichprobe. auch Eichung genannt.
  • Normierung
    Die Normierung eines Tests liefert ein Bezugssystem, um die individuellen Testwerte im Vergleich zu denen einer größeren und meist repräsentativen Stichprobe von Testteilnehmern einordnen zu können. Normen sind wichtig, wenn ein Test zur Individualdiagnostik eingesetzt wird.
  • Normierung (Testeichung)
    Dient dazu, zur normorientierten Testwertinterpretation Vergleichswerte zu gewinnen. Dazu werden Testergebnisse von Personen einer "Eichstichprobe" in Normierungstabellen zusammengestellt.
  • Kennzeichnend für einen psychometrischen Test – im Unterschied zum standardisierten Forschungsfragebogen – ist insbesondere seine Normierung bzw. Eichung („standardization“), d. h. die Bereitstellung von Normwerten (Testergebnisse repräsentativer Bevölkerungsgruppen). Erst durch die Normierung sind Testwerte nicht nur für wissenschaftliche Aussagen auf Aggregatebene, sondern auch für die Beurteilung von Einzelpersonen im Rahmen der psychologischen Diagnostik („psychological assessment“) nutzbar.
  • Normierung, Standardisierung (standardization)
    Die einheitliche Festlegung der Beobachtung, Registrierung und Messung.
  • Normorientierte Intelligenzmessung
    Das individuelle Testergebnis einer Person wird ins Verhältnis zu einer Bezugsnorm gesetzt. Diese Bezugsnorm entsteht, indem der Test einer großen repräsentativen Normstichprobe gestellt wird. Anhand der Ergebnisse der Normstichprobe kann das individuelle
  • Normorientierte Testwertinterpretation
    Besteht darin, dass zu einem individuellen Testwert ein Normwert bestimmt wird, anhand dessen die Testperson bezüglich ihrer individuellen Merkmalsausprägung hinsichtlich ihrer relativen Position innerhalb der Bezugsgruppe eingeordnet wird.
  • Normorientiertes und kriteriumsorientiertes Testen
    Wird ein individueller Testwert mit empirischen Normwerten verglichen und daraus das Testergebnis abgeleitet (z. B. über- oder unterdurchschnittliche Intelligenz einer Person in Relation zu ihrer Bezugsgruppe), so spricht man von normorientiertem Testen („norm-oriented testing“), hierbei geht es um interindividuelle Vergleiche. Wird ein individueller Testwert mit einem vorab definierten Kriterium oder Schwellenwert verglichen (z.B. Festlegung von Mindestpunktzahl 50 zum Bestehen eines Schulleistungstests), so handelt es sich um kriteriumsorientiertes Testen („criteria-oriented testing“).
  • Beispiel: Prozentrang, zv-Wert. Ermöglicht es, den Testwert xv einer Testperson hinsichtlich seiner Position in der Testwerteverteilung einer bestimmten Bezugsgruppe zu interpretieren.
  • Normwerte
    Die Rohwerte in einem Test (z. B. die Summe richtiger Antworten) werden zur Interpretation in Normwerte transformiert. Diese geben an, wie viele Standardabweichungen ein Proband unter oder über dem Mittelwert der Vergleichsgruppe liegt. Es gibt verschiedene Normwerte, die sich darin unterscheiden, welcher Zahlenwert für eine genau durchschnittliche Ausprägung (Mittelwert der Vergleichsgruppe) steht und welcher für eine Standardabweichung. Bei IQ-Werten etwa beträgt der Mittelwert 100 und eine Standardabweichung entspricht 15 Punkten, bei T-Werten betragen diese Werte 50 und 10. Weitere gebräuchliche Normwerte sind Z-Werte (Standardwerte), Centil- und Stanine-Werte. Ein Normwert kann in einen anderen umgerechnet werden (Beispiel: IQ 115 entspricht T-Wert 60). Prozentrangwerte (siehe dort) stellen eine besondere Art von Normen dar.
  • Stressähnliche Symptome beim Lösen von komplexen Problemen; eine genetisch vorgegebene Reaktion auf unspezifische Gefahrensituationen; dient der Herstellung einer Bereitschaft für schnelle und allgemeine Reaktionen.
  • Nozizeption
    Physiologischer Prozess der Übertragung eines noxischen Reizes von der Peripherie ins Gehirn.
  • Nozizeption (nociception)
    Schmerzwahrnehmung.
  • Nozizeptor
    Sinnesrezeptor (Sensor), der nur durch gewebsschädigende oder potentiell gewebsschädigende mechanische, chemische oder thermische Reize erregt wird und Schmerzempfindungen vermittelt
  • NS
    siehe: Neutraler Stimulus bzw. Reiz
  • Nucleus accumbens
    Kernstruktur des neuronalen Belohnungszentrums, die stark an emotionalen Lernprozessen, dem Ausdruck von Motivation sowie der Ausbildung und Aufrechterhaltung von Sucht beteiligt ist.
  • Nucleus accumbens (nucleus accumbens)
    Zellstruktur, die zu den Basalganglien gehört und für die Initiierung von Handlungen verantwortlich ist. Sie steht im Zentrum eines aufsuchenden Motivationssystems.
  • Nucleus ruber (nucleus ruber)
    Rotgelblicher Kern im Mittelhirn. Sammelt Faserbahnen, die aus Kleinhirn und Großhirn zusammenströmen.
  • Nukleotid
    Grundbausteine der Nukleinsäuren DNA und RNA, auch wichtiger Energiespeicher, v.a. als ATP
  • Die Nullhypothese besagt, dass keine systematische Beziehung (z. B. Zusammenhang oder Unterschied) zwischen mindestens zwei Variablen in einer Population besteht.
  • Nullhypothese
    Die Nullhypothese (auch als H0 bezeichnet) als zentrale Idee des Signifikanztests behauptet, dass es in der Population keinen Effekt (Unterschied, Zusammenhang) gibt.
  • Behauptung über einen oder mehrere Populationsparameter, die besagt, dass der von der Alternativhypothese behauptete Unterschied bzw. Zusammenhang nicht besteht
  • Nullhypothese (H0)
    Die Nullhypothese stellt die Basis bei der statistischen Bewertung eines Ergebnisses dar. Der Test der Nullhypothese liefert eine Entscheidung darüber, ob die Nullhypothese verworfen und damit die Alternativhypothese angenommen werden kann oder nicht. Beim t-Test und der ANOVA besagt die Nullhypothese im Regelfall, dass kein Unterschied zwischen den untersuchten Gruppen existiert.
  • Nullhypothese (H0)
    Die Nullhypothese stellt die Basis bei der statistischen Bewertung eines Ergebnisses dar. Der Test der Nullhypothese liefert eine Entscheidung darüber, ob die Nullhypothese verworfen und damit die Alternativhypothese angenommen werden kann oder nicht. Beim t-Test und der ANOVA besagt die Nullhypothese im Regelfall, dass kein Unterschied zwischen den untersuchten Gruppen existiert.
  • Die Erkenntnis, dass alle Mengen mit gleicher Anzahl N an Elementen etwas gemeinsam haben.
  • Numerischer Distanzeffekt
    Die Unterscheidbarkeit zweier Anzahlen verbessert sich mit zunehmender numerischer Distanz zwischen diesen.
  • Numerischer Größeneffekt
    Die Unterscheidbarkeit zweier Anzahlen konstanter numerischer Distanz verschlechtert sich mit Zunahme der Beträge der Anzahlen.
  • Aus Zahlen bestehendes Relationensystem (z.B. Menge der reellen Zahlen), mit dem sich ein empirisches Relativ homomorph abbilden lässt
  • Numerosität
    Kognitionspsychologisches Äquivalent des mathematischen Begriffs „Kardinalität“, d. h. der abstrakten Anzahl der Objekte in einer Menge unabhängig von deren physikalischen oder gedachten, vorgestellten Eigenschaften. So können etwa die bekannten Rechenoperationen – Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division – anhand von Mengenoperationen und den Numerositäten der beteiligten Mengen definiert werden.
  • Nürnberger-Alters-Inventar (NAI)
    Eine Testbatterie, die speziell für ältere Menschen entwickelt und normiert wurde, ist das Nürnberger-Alters-Inventar (NAI; Oswald & Fleischmann, 1997). Es handelt sich um eine Auswahl altersgerechter Leistungstests zur kognitiven Schnelligkeit (u. a. ein Zahlen-Symbol-Test) und zum Gedächtnis sowie Skalen zur Selbst- und Fremdbeurteilung.
  • Nur­Nachtest­Kontrollgruppendesign
    Die Versuchsteilnehmer werden zufällig einer von zwei Gruppen zugeteilt. Eine Gruppe wird einem Treatment ausgesetzt, die zweite Gruppe (d. h. die Kontrollgruppe) nicht.
  • Stellt den subjektiven Wert dar, den eine Konsequenz für ein Individuum besitzt.
  • Nutzen von Personalauswahlverfahren
    Der finanzielle Nutzen eines Personalauswahlverfahrens für die Organisation hängt von folgenden Größen ab: Der Leistungsvarianz der Beschäftigten, der Validität der Auswahlverfahren, der Strenge der Auswahlverfahren (geringe Selektionsquote) sowie den Kosten des Verfahrens pro Bewerber.
  • Entscheidungstheorie, die vorhersagt, dass Personen die Option mit dem höchsten erwarteten Nutzen wählen.
  • Nützlichkeit
    Die Utility eines Medienangebotes ist hoch, wenn es Nutzern dabei hilft, für sie wichtige Aufgaben zu bewältigen.
  • Ein Test entspricht dann diesem Gütekriterium, wenn die auf seiner Grundlage getroffenen Entscheidungen (Maßnahmen) mehr Nutzen als Schaden erwarten lassen.
  • Unfähigkeit, von einer Memorisierungsstrategie zu profitieren, selbst wenn man sie einsetzen würde.
  • Nutzungsdilemma
    Überbegriff für Dilemmata, die sich mit dem Verbrauch gemeinnütziger Ressourcen beschäftigen. Dabei führt die individuelle Nutzenmaximierung zu einem Verfall dieser Ressourcen.
  • Nystagmus (nystagmus)
    Augenzittern, sichtbar als unwillkürliche Bewegungen des Augapfels in horizontaler oder vertikaler Richtung. Oft Begleitsymptom bestimmter neurologischer Erkrankungen.