Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • E+V-Technik (Erfolg-und-Vergnügen-Technik)
    Strategie, die als Teil der Verhaltenstherapie depressiver Störungen angewendet wird und dabei helfen soll, den Alltag des Patienten zu strukturieren und verstärkende Aktivitäten zu integrieren. Kern der Technik ist das regelmäßige Planen und Protokollieren von (a) Erfolgen (d. h. erfolgreiches Anstreben von systematisch gesetzten kleinen Zielen) und (b) genussvollen/angenehmen Erlebnissen.
  • E-Assessment
    Inter- und/oder intranetgestützte Verfahren der Personaldiagnostik
  • Unter E-Commerce versteht man die Anbahnung und Abwicklung von Geschäften über das Internet oder ähnliche Computernetze. Gelegentlich wird der Begriff auch für Aktivitäten verwendet, die über den Handel mit Waren und Dienstleistungen hinausgehen, etwa Online Aktivitäten in den Unternehmensbereichen Beschaffung, Personal oder Finanzierung. Gebräuchlicher ist allerdings für diesen erweiterten Wortgebrauch der Begriff „E-Business“.
  • E-Lancer
    "Selbständig Erwerbstätige, die mit Partnern oder Auftraggebern vorwiegend über elektronische Netze kooperieren (Malone & Laubacher, 1998). Beispiele hierfür sind v.a. hochspezialisierte Beratungs- und Dienstleistungstätigkeiten (Design, Marketing, etc.)."
  • Lernen, welches mit elektronischen Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt bzw. ermöglicht wird.
  • E-Learning bezeichnet Lehr-/Lernformen, die auf dem Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechniken beruhen und vielfältige Formen des didaktisch gestalteten computer- und internetbasierten Lehrens und Lernens beinhalten.
  • E-Learning
    Jegliches Lernen und darauf bezogenes Lehren sowohl in Aus-, Weiter- und Selbstbildung („Lebenslanges Lernen“), das digitale und/oder Komponenten von Informations- und Kommunikationstechnologien für das Gestalten, Organisieren und Durchführen der Prozessabläufe einsetzt.
  • E-Rekrutierung
    Ansprache und Kontaktierung potenzieller MitarbeiterInnen mit Hilfe inter- und/oder intranetgestützter Medien und Verfahren innerhalb und/oder außerhalb einer Organisation. Ein Ziel besteht dabei im Aufbau eines längerfristigen Images der Organisation auf den Arbeitsmarkt („employer branding“).
  • Early-Starter-Modell
    Modellvorstellung, der die Annahme zugrunde liegt, dass die meisten delinquenten, antisozialen Jugendlichen ihre »Karriere« aufgrund negativer familiärer Erfahrungen bereits im Vorschulalter begonnen haben.
  • Ease-of-Retrieval-Effekt
    Effekt, der beschreibt, dass die Wahrscheinlichkeitseinschätzung für ein bestimmtes Ereignis umso größer ist, je mehr Informationen zu diesem Ereignis abgerufen werden können.
  • Echo Planar Imaging (EPI)
    Sehr schnelle Methode der Bildaufnahme bei der funktionellen Kernspintomografie (fMRT). Mit dieser Technik ist es möglich, Aufnahmen des ganzen Kopfes in ca. 2 s anzufertigen.
  • Echo, echoische Repräsentation
    Kurzzeitige Repräsentation für akustische Reize im sensorischen Gedächtnis.
  • Echogedächtnis
    kurzzeitiges sensorisches Gedächtnis für auditive Reize. wenn die Aufmerksamkeit abgelenkt ist, können Wörter oder Geräusche noch in einem Zeitfenster von 3 oder 4 Sekunden erinnert werden.
  • Echoisches Gedächtnis (auditives Gedächtnis) (echoic memory)
    Kurzzeitiges sensorisches Gedächtnis für akustische Reize. Bei abgelenkter Aufmerksamkeit können Wörter oder Geräusche noch bis zu 3 oder 4 s erinnert werden. Die hier gespeicherten Inhalte werden als Echo bezeichnet.
  • Echtes Experiment mit Zufallszuweisung
    Ein Experiment, bei dem die Versuchsteilnehmer den unterschiedlichen Experimentalbedingungen zufällig zugewiesen werden.
  • Nach C.R. Rogers neben Empathie und Wertschätzung eine der drei notwendigen Bedingungen für den Therapieerfolg. Meint authentisches, offenes (kongruentes) Verhalten des Therapeuten ggü. dem Klienten. Zeigt sich in Übereinstimmung von innerem Erleben des Therapeuten mit seiner Mimik, Gestik, Sprache.
  • Ecstasy
    synthetisches Stimulans und schwaches Halluzinogen. Führt zu Euphorie und dem Gefühl sozialer Nähe, birgt jedoch kurzfristige Gesundheitsrisiken und beschädigt längerfristig serotonerge Neuronen. wirkt auf Stimmung und Kognition.
  • ECTVA-Modell
    Versucht zu erklären, auf welche Art und Weise Handlungsziele die Informationsverarbeitung strukturieren können: Die Etablierung eines Handlungsziels führt zur Spezifizierung von vier variablen Kontrollparametern - einer dieser Parameter legt fest, welche Kategorisierungen man vorzunehmen beabsichtigt; ein zweiter bestimmt die Merkmale, die die handlungsrelevanten Reizereignisse kennzeichnen; ein dritter beeinflusst, wie komplexe Reizereignisse perzeptuell strukturiert werden; ein vierter kontrolliert, ob man schnell und riskant oder langsam und präzise reagiert.
  • Educational Governance
    Educational Governance ist die Gesamtheit der Grundsätze und Maßnahmen zur Steuerung und Koordinierung des Bildungswesens bzw. seiner Einrichtungen, um unter Wahrung der Entscheidungsfähigkeit aller Beteiligten und der Effizienz auf allen Ebenen größtmögliche Transparenz der Prozesse und ein ausgewogenes Verhältnis von Lenkung und Qualitätskontrolle zu erzielen.
  • EEG
    siehe: Elektroenzephalogramm
  • → Elektroenzephalografie.
  • Elektroencephalogramm
  • Als Effekt bezeichnet man die Wirkung einer unabhängigen Variable auf eine abhängige Variable. Effekte lassen sich in Form von Unterschieden oder Zusammenhängen beschreiben.
  • Effekt der bloßen Darbietung
    siehe Mere-Exposure-Effekt
  • Effekte von Versuchsleitererwartungen
    Effekte, die vom Versuchsleiter im Verlauf seiner Interaktion mit den Versuchsteilnehmern unbeabsichtigt hervorgerufen werden. Diese Effekte entwickeln sich aus dem Wissen des Versuchsleiters über die Hypothese, die überprüft werden soll, und lassen die Wahrscheinlichkeit dafür ansteigen, dass sich die Versuchsteilnehmer so verhalten, wie es der Hypothese des Versuchsleiters entspricht.
  • Effektgesetz
    Thorndikes Prinzip, dass Verhaltensweisen, die angenehme Konsequenzen zur Folge haben, häufiger auftreten, während Verhaltensweisen, denen unangenehme Konsequenzen folgen, seltener gezeigt werden.
  • Wurde von Edward Thorndike beschrieben. Wenn eine Reaktion in einer bestimmten Reizsituation unmittelbar zu befriedigenden Konsequenzen führt, dann erhöht sich gemäß dem Effektgesetz die Auftretenswahrscheinlichkeit dieser Reaktion, wenn der Organismus wieder auf dieselbe Reizsituation trifft.
  • Nach dem Effektgesetz wird die Verbindung zwischen einer Reizsituation (Si) und einem Verhalten (Ri) verstärkt (»reinforcement«), wenn das Verhalten zu einer Belohnung führt. In der Folge tritt das Verhalten umso wahrscheinlicher in der jeweiligen Situation auf, je häufiger seine Ausführung in dieser Situation belohnt wurde. Umgekehrt wird die Verbindung zwischen einer Situation und einem Verhalten geschwächt, wenn das Verhalten in der entsprechenden Situation zu keiner Belohnung bzw. zu einer Bestrafung führt (»punishment«). In der Folge tritt das Verhalten in der Situation zunehmend seltener auf.
  • Effektgesetz (Law of effect)
    Es besagt, dass Verhalten durch seine Konsequenzen kontrolliert wird. Verhaltensweisen, die angenehme Konsequenzen zur Folge haben, werden häufiger auftreten. Verhaltensweisen, denen unangenehme Konsequenzen folgen, werden eher seltener gezeigt.
  • Um eine spezifische Alternativhypothese formulieren zu können, muss man die erwartete Effektgröße im Voraus angeben. Die Festlegung einer Effektgröße ist auch notwendig, um den für die geplante Untersuchung benötigten Stichprobenumfang zu bestimmen bzw. die Teststärke eines Signifikanztests angeben zu können. Da sich bei großen Stichproben auch sehr kleine (für die Praxis unbedeutende) Effekte als statistisch signifikant erweisen können, sollte ergänzend zur statistischen Signifikanz immer auch die Effektgröße betrachtet werden
  • Effektgröße
    statistisch: Mittelwertsdifferenz ausgedrückt als Vielfaches der Standardabweichung
  • Die Effektgröße drückt aus, inwiefern ein Mittelwertsunterschied nicht nur statistisch, sondern auch psychologisch-inhaltlich bedeutsam (relevant) ist.
  • Effektgröße (effect size)
    statistisch: Mittelwertdifferenz ausgedrückt als Vielfaches der Standardabweichung
  • Effektgröße (Effektstärke)
    Effektgrößen sind standardisierte Maße für die Größe eines Effektes. Sie sind über Stichproben und Themenbereiche hinweg vergleichbar. Man kann Abstandmaße (z.B. d und g) und Zusammenhangsmaße (z.B. r) unterscheiden.
  • Effektgrößen in Minimum-Effekt-Nullhypothesen
    Bei Minimum- Effekt-Nullhypothesen wird als Effektgröße die Varianzaufklärung herangezogen. Dabei wird der Bereich vernachlässigbar kleiner Effektgrößen traditionell entweder auf 0%–1% Varianzaufklärung (H??: ?² ? .01) oder auf 0%–5% Varianzaufklärung (H??: ?² ? .05) festgelegt.
  • Effektivität ist definiert als Grad der Zielerreichung und stellt Maßgröße für das Ausmaß des erzielten Effektes dar.
  • Effektivität
    Effektivität beschreibt den Grad der Zielerreichung (Wirksamkeit, Qualität der Zielerreichung) von Handlungen.
  • Das Effektmodell derMetaanalyse gibt vor, wie die Gewichtungsfaktoren für die Ergebnisse der einzelnen Primärstudien-Effekte zu bestimmen sind, auf deren Basis der Gesamteffekt als gewichteter Mittelwert berechnet wird. Man unterscheidet Fixed- Effect-, Random-Effects- und Mixed-Effects-Modelle der Metaanalyse.
  • Substanz, die an einer Zelle ihre Wirkung entfaltet
  • Effektstärke
    Deskriptive Größe für die Beschreibung der Wirksamkeit von Therapien, ermittelt durch den Vergleich der Mittelwerte von behandelten und unbehandelten Patienten in Relation zur Standardabweichung. Eine Effektstärke von ES = 0,80 gilt konventionell als Indikator „großer“ Wirksamkeit.
  • Ausmaß eines Effekts, z. B. in Form eines Mittelwertunterschieds, relativiert an einer bestimmten vom Kontext abhängigen Standardabweichung. Man unterscheidet hiervon die Effektintensität, die auf eine solche Relativierung verzichtet. Bei Studien, bei denen die Teilnehmer unterschiedlich zusammengesetzt sind, sollte man besser die Effektintensität zum Vergleich heranziehen.
  • Effektstärke
    Statistisches Maß, das aufzeigt, inwiefern Unterschiede zwischen Populationen, Korrelationen, Prozentwertdifferenzen o. Ä. nicht nur statistisch, sondern auch praktisch bedeutsam sind.
  • Effektstärke (Effektgröße)
    Ein statistisches Maß, das sich aus der Größe des Unterschieds zwischen Gruppenmittelwerten im Verhältnis zum Grad der Überlappung der zugehörigen Verteilungskurven ergibt.
  • Die Effektstärke bzw. Effektgröße („effect size“, ES) ist definiert als die Größe des im Zuge einer Hypothesenprüfung interessierenden Populationsparameters. Bei dem interessierenden Populationsparameter kann es sich z. B. um einen Prozentwert oder eine Prozentwertdifferenz, einen Mittelwert oder eine Mittelwertdifferenz, einen bivariaten oder multivariaten Korrelationsoder Regressionskoeffizienten oder eine Korrelationsdifferenz handeln. Die Populations-Effektgröße ist in der Regel unbekannt und wird auf der Basis der Stichproben-Effektgröße geschätzt, sei es als Punktschätzung oder als Intervallschätzung mit einem Konfidenzintervall.
  • Effektstärke d
    Die Effektstärke d gibt an, wie stark sich die Mittelwerte zweier Messwerte-Verteilungen voneinander unterscheiden. Die Differenz wird in Streuungseinheiten (gemittelten Standardabweichungen beider Verteilungen) ausgedrückt. Bei Standardwerten beträgt die Standardabweichung 10; d = .56 entspricht 0,56 Streuungseinheiten und somit 5,6 Standardwertpunkten.
  • Efferent (efferent)
    Aus einem Organ oder einer bestimmten Struktur des Nervensystems herausführend, z. B. motorische Signale vom Cortex an die spinalen Motorneurone.
  • Vom ZNS zur Peripherie verlaufende Nervenfaser, die Neurone (in peripheren Ganglien) oder Muskeln (Herz-, Skelett- oder glatte Muskeln) oder exokrine oder endokrine Drüsen innerviert
  • Efferenzkopie
    Kopie der an ein Körperglied gesendeten Muskelkommandos; wird bei jeder Bewegung automatisch erzeugt.
  • Efferenzkopie
    Neuronales, meist motorisches Impulsmuster, das an andere ZNS-Strukturen eine Kopie des Nervenerregungsmusters zur Mitinformation gesandt wird
  • Unter der Efferenzkopie versteht man die Kopie eines motorischen Signals, das vom motorischen Kortex an die Augenmuskulatur gegeben wird.
  • Neuronales, meist motorisches Impulsmuster, das als Kopie der Erregungsefferenz an andere Strukturen des Zentralnervensystems zur Mitinformation gesandt wird.
  • Efferenzkopie (efference copy)
    Kopie des efferenten Signals, die bei der Ausführung einer Körperbewegung erstellt wird.
  • Effizienz stellt eine Relation von Input und Output dar und kann als Maßstab für Ressourcenwirtschaftlichkeit dienen.
  • Kriterium der Parameterschätzung: Je größer die Varianz der Stichprobenverteilung eines Kennwertes, desto geringer ist seine Effizienz
  • Effizienz
    Effizienz ist ein Maß für die Wirtschaftlichkeit: Das zu erzielende Ergebnis und die eingesetzten Mittel sollen in einem optimalen Kosten-Nutzen- Verhältnis stehen, und der Nutzen soll dabei stets größer sein als die Kosten (ökonomisches Prinzip).
  • Im Effort-Reward-Imbalance-Modell wird das Ungleichgewicht von Anforderungen und Gratifikationen zur Erklärung von Stressentstehung herangezogen.
  • egozentriertes Netzwerk
    individuelles Netzwerk
  • egozentriertes Netzwerk (ego-centered network)
    individuelles Netzwerk
  • Egozentrisch; Egozentrisches Bezugssystem
    Beobachter-zentriert. Mittelpunkt/Anker eines egozentrischen Bezugs- bzw. Koordinatensystems ist der (Standpunkt des) Beobachter(s).
  • Egozentrische Repräsentation
    Die Codierung eines Ortes relativ zum eigenen Körper, unabhängig von der Umgebung.
  • Tendenz, Sachverhalte vorwiegend aus der eigenen Perspektive zu betrachten. Probleme bereitet es, die Perspektive einer anderen Person einzunehmen und einen Sachverhalt aus einer fremden Perspektive zu betrachten
  • Die Tendenz, die Welt ausschließlich aus der eigenen Perspektive wahrzunehmen.
  • Egozentrismus
    in Piagets Entwicklungstheorie die mangelnde Fähigkeit des Kindes im präoperatorischen Stadium, den Standpunkt eines anderen Menschen einzunehmen.
  • EHRM
    Unterstützung der Personalarbeit in Organisationen durch den geplanten Einsatz inter- und/oder intranetgestützter Medien und Verfahren.
  • Eine repräsentative Stichprobe von Probanden, die zur Normierung eines Testverfahrens eingesetzt wird.
  • Der Wahn, dass der Sexualpartner untreu ist.
  • Eifollikel
    Auch als Follikel bezeichnet. Eizelle, die während der Follikelphase des Menstruationszyklus im Ovar zu einem befruchtungsfähigen Ei heranreift.
  • s. biologische Bewegung
  • Eigengruppe
    »Wir« – die Menschen, mit denen man eine gemeinsame Identität teilt.
  • Die Gruppe, zu der man aufgrund bestimmter eigener Merkmale zugehört.
  • Eigengruppenbegünstigung
    Verhaltensweisen oder Bewertungen, die die Eigengruppe gegenüber der Fremdgruppe begünstigen; durch die Begünstigung der Eigengruppe wird die Eigengruppe positiver behandelt, durch die Herabsetzung der Fremdgruppe wird die Fremdgruppe weniger positiv behandelt.
  • Die Tendenz, die Mitglieder und Besonderheiten der eigenen Gruppe (ingroup) im Vergleich zu Außengruppen (outgroups) als überlegen zu bewerten.
  • Eigengruppenverzerrung
    Tendenz, die eigene Gruppe anderen vorzuziehen.
  • Eigengruppenvorteil bei der Erkennung emotionaler Gesichtsausdrücke
    Menschen scheinen insbesondere Emotionsausdrücke anderer Mitglieder ihrer eigenen Kultur akkurater einzuschätzen als die Ausdrücke Angehöriger anderer Kulturen.
  • Hier werden Teilnehmende aufgefordert, Zeichnungen, Fotografien, Videos usw. zu erstellen.
  • Eigenreflex
    Kontraktion eines Muskels nach Reizung (durch Dehnung) seiner eigenen (homonymen) Muskelspindeln
  • überdauerndes Merkmal einer Person
  • Eigenschaft
    Neuropsychische Struktur, die viele Reize funktionell äquivalent macht und konsistente äquivalente Formen von Handlung und Ausdruck einleitet und ihren Verlauf lenkt.
  • Eigenschaft (trait)
    überdauerndes Merkmal einer Person
  • Zeitlich stabiles Merkmal, das zwischen Personen variiert
  • Eigenschaften
    Eigenschaften (Traits) sind in der Persönlichkeitsforschung überdauernde (stabile) Merkmale und Eigenschaften, die eine Person dazu disponieren, sich über unterschiedliche Situationen hinweg konstant zu verhalten (Gerrig 2015, S. 506; Rammsayer und Weber 2010, S. 200).
  • Eigenschaftsmodell
    "Nach dem Eigenschaftsmodell lässt sich das Verhalten und Erleben von Menschen in Form von Eigenschaften (""traits"") beschreiben, welche relativ breite und zeitlich stabile Dispositionen zu bestimmten Verhaltensweisen darstellen, die konsistent in verschiedenen Situationen auftreten können. Eigenschaften sind hypothetische, gedankliche, konstruierte Gebilde (Konstrukte), die nicht direkt beobachtbar sind und somit aus direkt beobachteten Verhaltensweisen nur erschlossen werden können."
  • Gesamtvarianz der Indikatoren, die durch einen Faktor aufgeklärt wird (Faktorenanalyse)
  • Der Eigenwert eines Faktors gibt an, wie viel Varianz von allen Items (Variablen) durch diesen Faktor erklärt wird.
  • Grafische Darstellung der Eigenwerte einer PCA in einem Diagramm (Faktorenanalyse)
  • Bereitschaft oder Begabung Verhaltensweisen mit Leistungscharakter zu zeigen
  • Eignungstest
    Test, der die künftig zu erwartende Leistung eines Menschen vorhersagen soll. Eignung ist die Fähigkeit zu lernen.
  • Einbindung (systemische Therapie)
    Aktives Sicheinbinden des Therapeuten in bestehende Strukturen, anstelle von Restrukturierungsversuchen als Außenstehender von außen. Schafft kooperatives Arbeitsbündnis zwischen Therapeut und Klient und liefert tragfähige Vertrauensbeziehung.
  • Eindimensionale Sichtweise von Einstellungen
    Eine Sichtweise, nach der positive und negative Elemente entlang einer einzelnen Dimension abgespeichert sind.
  • Eindimensionale und mehrdimensionale Tests
    Bei einem eindimensionalen Test („one dimensional test“) messen alle Testfragen bzw. Testaufgaben („test items“) dasselbe Konstrukt. Die Beantwortung aller Items wird zu einem einzelnen (Gesamt-)Testwert („test score“, „total test score“) zusammengefasst, der global über die Ausprägung des gemessenen Merkmals informiert (z.B. Ausprägung der Intelligenz). Ein mehrdimensionaler Test („multidimensional test“) dagegen besteht aus zwei oder mehr Untertests (Teiltests, Subtests, „subtests“), die verschiedene Dimensionen des gemessenen Konstruktes separat erfassen. Alle Items, die zu einem Subtest gehören, werden jeweils zu einem Subtest- Wert („subtest score“) zusammengefasst. Im Ergebnis liegen für jede Testperson mehrere Subtest-Werte vor, die über die Ausprägungen verschiedener Teilaspekte des interessierenden Merkmals informieren (z.B. Ausprägungen verschiedener Dimensionen von Intelligenz).
  • eindimensionaler Chi-Quadrat-Test
    χ2-Methode zur Signifikanzprüfung der Häufigkeiten eines k-fach gestuften Merkmals; hierbei kann getestet werden, ob die untersuchten Daten gleich verteilt sind oder ob sie einer bestimmten Verteilungsform (z. B. Normalverteilung) folgen
  • Zwillinge, die aus der Teilung der Zygote in zwei identische Hälften entstehen, von denen jede genau dieselben Gene hat.
  • Eineiige Zwillinge
    Zwillinge, die sich aus einer einzigen (monozygotisch) befruchteten Eizelle entwickeln, die sich dann in zwei Eizellen teilt und somit zwei genetisch identische Organismen bildet.
  • eineiige Zwillinge
    Zwillinge, die derselben Eizelle entstammen
  • eineiige Zwillinge (monozygotic twins)
    Zwillinge, die derselben Eizelle entstammen
  • Einfache corticale Zelle
    Einfache corticale Zellen sind Neurone im visuellen Cortex, die optimal auf Streifen oder Kanten einer bestimmten Orientierung auf der Retina ansprechen.
  • Aufgabe in Experimenten des Paradigmas der visuellen Suche, bei denen sich der Zielreiz durch ein einzelnes Merkmal von (homogenen) Distraktorreizen unterscheidet.
  • Zeitliche Distanz zwischen dem Beginn der Präsentation eines Zielreizes und der Reaktion durch die Versuchsperson.
  • Einfache visuelle Reizerscheinungen
    Sehen von einfachen (unbunten oder bunten) Formen oder Mustern ohne externen Reiz, die durch pathologische neuronale Entladungen in den frühen visuellen kortikalen Arealen hervorgerufen werden.
  • Man zieht eine einfache Zufallsstichprobe („simple random sample“), indem man aus einer vollständigen Liste aller Objekte der finiten Zielpopulation (Auswahlrahmen, „sample frame“) nach einem „blinden“ statistischen Zufallsprinzip (z. B. mittels Zufallszahlen) eine Anzahl von Objekten auswählt, wobei die Auswahlwahrscheinlichkeiten aller Objekte gleich groß sein müssen.
  • Einfache Zufallsstichprobe
    Eine Stichprobe, in der jedes Mitglied der Population die gleiche Chance hat, ausgewählt zu werden und in der jede mögliche Kombination der gewünschten Anzahl von Mitgliedern die gleiche Ziehungswahrscheinlichkeit hat.
  • Unterschiedlichkeit der Stufen des Faktors A für eine Stufe des Faktors B (und umgekehrt). Unterschiedlichkeit der Stufen des Faktors A für eine Stufe des Faktors B (und umgekehrt)
  • Dieser Effekt zeigt sich im zeilen- bzw. spaltenweisen Vergleich der Zellmittelwerte in einer Stufe des jeweils anderen Faktors. Sind die Zellmittelwerte gleich oder nur wenig unterschiedlich, so liegt kein solcher Effekt vor. Zeigen sich dagegen deutliche Unterschiede, so kann mit statistischen Methoden überprüft werden, ob dieser Effekt nicht nur erkennbar, sondern im statistischen Sinne auch überzufällig ist.
  • Einfühlsamkeit
    soziale Fähigkeit von Eltern, die eine sichere Bindung ihrer Kinder fördert
  • Einfühlsamkeit (sensitivity)
    soziale Fähigkeit von Eltern, die eine sichere Bindung ihrer Kinder fördert
  • Einfühlungsvermögen der Eltern
    Die Fähigkeit, das Befinden und die Bedürfnisse ihrer Kinder wahrzunehmen und im Handeln umzusetzen; ein wichtiger Faktor, der zur Sicherheit der kindlichen Bindung beiträgt. Das Einfühlungsvermögen der Eltern kann auf verschiedene Weise gezeigt werden, z
  • Eingangsdiagnostik
    Statusdiagnostik, die vor einer Intervention durchgeführt wird, um zu überprüfen, ob bestimmte Maßnahmen erforderlich sind.
  • ist ein Mixed-Methods-Design, bei dem ein dominierendes und ein untergeordnetes Paradigma mit ihrem jeweiligen Datentyp zur Beantwortung unterschiedlicher, aber verwandter Forschungsfragen miteinander kombiniert werden.
  • Eingebettetsein versus Autonomie
    Kennzeichen einer Kultur, in der eigenen langfristigen Gruppenzugehörigkeiten Vorrang gegeben wird gegenüber der emotionalen und intellektuellen Separation von anderen.
  • Gehen von der Existenz einer begrenzten zentralen Aufmerksamkeitskapazität aus, was auch für Modelle struktureller als auch gradueller Kapazitätsbegrenzungen gilt. Können viele Phänomene des menschlichen Multitaskings erklären, haben jedoch Probleme zu erklären, warum die Leistung bei Doppeltätigkeiten umso stärker verschlechtert ist, je ähnlicher sich die Aufgaben sind (Ähnlichkeitseffekte).
  • Einortstheorie (place theory)
    Sie besagt, dass jede Tonhöhe je nur einen bestimmten Ort der Basilarmembran maximal in Schwingung versetzt. Genauer: Unsere Wahrnehmung der Tonhöhe erfolgt aufgrund der Stimulierung jeweils eines bestimmten Ortes auf der Basilarmembran, wo jeweils auch die Haarzellen für diese Frequenz besonders empfindlich sind.
  • Einschätzungen durch Peers
    Methode zur Erfassung aggressiven Verhaltens, bei der Bezugspersonen gleichen Alters oder Status‘ (peers, z. B. Klassenkameraden) die Aggressivität einer Person einschätzen.
  • Einschätzungsfunktion
    Wenn Einstellungen als energiesparende Hilfsmittel zur Einschätzung von Objekten dienen.
  • Einseitige Tests
    Von einseitigem Testen spricht man, wenn man eine Hypothese testet, die eine Annahme über die Richtung des Effektes beinhaltet (z.B., Gruppe A sollte höhere Werte haben als Gruppe B; der Zusammenhang zwischen X und Y sollte negativ sein).
  • Statistischer Test, der eine gerichtete Hypothese überprüft
  • Einsicht
    plötzliche und oft überraschend auftauchende Lösung eines Problems. im Unterschied zu strategisch angelegten Lösungen.
  • Die plötzlich und unerwartet im Bewusstsein auftauchende Lösung eines lange ungelöst gebliebenen Problems.
  • Einsicht (insight)
    Plötzliches vollständiges Verstehen eines schwierigen Problems, das zur Lösung führt.
  • Einsichtnahme
    Sind Auftraggeber und Begutachtete nicht identisch, kann das Gutachten bzw. der Untersuchungsbericht den Begutachteten nur mit Einwilligung des Auftraggebers zugänglich gemacht werden. Psychologen sind gehalten, darauf einzuwirken, dass die Begutachteten ihr Gutachten bzw. den Untersuchungsbericht auf Wunsch einsehen können, sofern für sie kein gesundheitlicher Schaden zu befürchten ist. Falls der Auftrag eine Einsichtnahme von vorneherein ausschließt, müssen die Begutachteten vorab davon in Kenntnis gesetzt werden.
  • Einsichttherapien
    Vielzahl von Therapien, deren Ziel es ist, die seelische Gesundheit zu verbessern, indem sie das Bewusstsein einer Person für ihre grundlegenden Beweggründe und Abwehrreaktionen stärkt.
  • Einstellung
    Gesamtbewertung eines Stimulusobjekts.
  • Emotional-kognitive Werthaltung einer Person, die ihr Zuwendungs- und Abwendungsverhalten gegenüber einem Einstellungsobjekt bestimmt
  • Einstellung
    Gefühle, oft von unseren Überzeugungen beeinflusst, die Menschen prädisponieren, in einer bestimmten Art und Weise auf Dinge, Menschen und Ereignisse zu reagieren.
  • "Innerer Zustand (""psychologische Tendenz""), der sich in einer positiven, neutralen oder negativen Bewertung gegenüber einer bestimmten Person, Sache oder Situation ausdrückt (Eagly & Chaiken, 1993)."
  • Art der Bewertung konkreter Objekte der Wahrnehmung
  • Grad zu Zu-/Abneigung gegenüber einem Einstellungsobjekt (z. B. Themen, Geschehnisse, anderen Personen)
  • Einstellung
    Gesamtbewertung eines Einstellungsgegenstands
  • Bewertung eines Einstellungsobjekts (z.B. einer Person oder einer Partei) auf der Dimension positiv–negativ.
  • Einstellung (attitude)
    Art der Bewertung konkreter Objekte der Wahrnehmung
  • Einstellung (auch: Erwartung) (attitude)
    Überzeugung oder Gefühl, das Menschen prädisponiert, in einer bestimmten Art und Weise auf Reize, Dinge, Menschen und Ereignisse zu reagieren.
  • Einstellungen zu Risiken
    Menschen haben offenbar Einstellungen zu Risiken. Diese beeinflussen ihre Entscheidungen, ob sie Optionen wählen, bei denen sie ein Risiko meiden oder aufsuchen, unabhängig vom tatsächlichen erwartbaren Nutzen ihrer Entscheidung.
  • Einstellungsambivalenz
    Ein Zustand, der auftritt, wenn eine Person ein Einstellungsobjekt sowohl mag als auch nicht mag.
  • Einstellungseffekt (mental set effect)
    Negativer Vorwissenseffekt, der nach wiederholter Ausführung derselben Lösungsroutine die Entdeckung einfacherer Lösungen verhindert.
  • Einstellungsfunktionen
    Die psychologischen Bedürfnisse, die von einer Einstellung befriedigt werden.
  • Einstellungskonträres Verhalten
    Verhalten (gewöhnlich herbeigeführt durch finanzielle Anreize oder Drohungen), das nicht mit den Einstellungen oder Überzeugungen des Handelnden im Einklang steht.
  • Einstellungsübertragung
    Die Einstellung zur Werbung wird auf die beworbene Marke übertragen. Handelt es sich um emotionale Werbung, wird die Übertragung mit Merkmalen der Werbegestaltung und nicht mit deren Argumenten begründet.
  • Legale Drogen gelten als Einstiegsdrogen. Jeder junge Mensch wird meistens zuerst mit legalen Drogen wie Alkohol und Nikotin konfrontiert. Legale Drogen können den Weg in den Konsum illegaler Drogen bahnen.
  • einstufiges oder sequentielles Testen
    Im Fall von einstufigem Testen erfolgt die Zuordnung eines Probanden zu einer Behandlung auf der Basis einer punktuell-einmaligen Diagnose, bei sequentiellem Testen hingegen als Resultat eines gestuften Vorgehens in mehreren Schritten.
  • Einwortstadium
    Phase der Sprachentwicklung, die ungefähr das 2. Lebensjahr umfasst, während der das Kind hauptsächlich in einzelnen Wörtern spricht.
  • Von quantitativer Einzelfallforschung spricht man, wenn eine einzelne Untersuchungseinheit (in der Regel eine Person) bezüglich einer oder mehrerer AV unter möglichst kontrollierten Bedingungen wiederholt beobachtet wird, um die Wirkung einer UV messen und bewerten zu können.
  • Bei einer Einzelfallstudie bzw. Fallstudie („case study“) wird ein typischer oder untypischer Einzelfall (d. h. eine Person, ein Ereignis, eine Organisation etc.) umfassend untersucht, wobei unterschiedliche Datenerhebungsmethoden zum Einsatz kommen (Beobachtung, Interview, Fragebogen, Dokumentenanalyse etc.). Fallstudien können qualitativ, quantitativ oder nach einem Mixed-Methods-Design angelegt sein. Einen Sonderfall stellen quantitative Einzelfallstudien mit quasi-experimentellen Versuchsplänen dar, die durch Messwiederholungen bei einer Versuchsperson umgesetzt werden („single subject design“, „single participant design“).
  • Einzelfallstudie
    Beobachtungstechnik, bei der ein Individuum gründlich und intensiv beobachtet wird in der Hoffnung, auf diese Weise universelle Prinzipien entdecken zu können.
  • Einzeluntersuchung
    Test, der nur mit einer einzelnen Person durchgeführt wird
  • Alternative Bezeichnung für Kontrast
  • Einzelvergleiche (Post-hoc-Tests)
    Im Anschluss an Varianzanalysen prüfen Einzelvergleiche, welche Faktorstufen sich signifikant voneinander unterscheiden. Sie funktionieren im Prinzip wie einzelne t-Tests. Allerdings wird hier die Alpha-Fehler-Kumulation berücksichtigt, indem diese Einzelvergleiche eine sogenannte Alpha-Korrektur erhalten.
  • Methode zur Untersuchung von Nervenzellenaktivität, bei der eine Elektrode direkt in eine einzelne Zelle eingesetzt wird. Dies geschieht entweder nach Entnahme von Gewebeproben oder durch Implantation der Elektrode beim betäubten Tier.
  • Das Hauptmerkmal einer Ejaculatio praecox ist ein anhaltendes oder wiederkehrendes Einsetzen des Orgasmus und der Ejakulation bereits bei minimaler sexueller Stimulation vor, bei oder kurz nach der Penetration und bevor die Person es wünscht.
  • Samenerguss ereignet sich noch vor oder unmittelbar nach dem Einführen in die Scheide.
  • Eklektischer Ansatz
    Form der Psychotherapie, bei der je nach dem Problem des Klienten Techniken aus unterschiedlichen Therapieformen eingesetzt werden.
  • Freie Kombination von psychotherapeutischen Interventionen, die aufgrund der individuellen Erfahrung oder Ausbildung des Therapeuten als erfolgreich oder sinnvoll für eine erfolgreiche Behandlung erachtet werden, wobei die theoretische Kompatibilität der Elemente keine Rolle spielt.
  • EKT
    siehe: Elektrokrampftherapie
  • Elaboration
    Bezieht sich auf das Ausmaß, in dem eine Person über die in einer Botschaft enthaltenen themenrelevanten Argumente nachdenkt.
  • Ein geistiger Prozess, in dem der Lernende sein vorhandenes Wissen ausbaut und durch Beispiele, Analogien, Situationsmodelle etc. anreichert.
  • Elaboration
    Bezieht sich auf das Ausmaß, in dem eine Person über die themenrelevanten Argumente, die in einer Botschaft enthalten sind, nachdenkt.
  • Elaboration-Likelihood-Model (ELM, auch: Verarbeitungs-Wahrscheinlichkeits-Modell)
    Das ELM unterscheidet zwischen zentraler und peripherer Verarbeitung von Argumenten/Informationen. Beim zentralen Weg, der bei hoher Motivation/Fähigkeit wahrscheinlich ist, wirkt sich vor allem die Qualität von Informationen auf Einstellungsänderungen aus. Beim peripheren Weg (bei niedriger Motivation/Fähigkeit) hingegen sind periphere Reize (z. B. der Status des Senders) entscheidend.
  • Elaboration-Likelihood-Modell
    Zwei-Prozess-Modell zur Vorhersage von Einstellungsänderungen, das in Abhängigkeit von Motivation und Verarbeitungsfähigkeit zwischen einer zentralen und peripheren Route unterscheidet. Bei ersterer ist Einstellungsänderung wahrscheinlicher, wenn die Argumente ausführlich und qualitativ hochwertig sind, wohingegen bei der peripheren Route situative und periphere Hinweisreize eine Einstellungsänderung begünstigen.
  • Elaborationswahrscheinlichkeit
    Modellvorstellung, nach der die Wirkungsweise beeinflussender Kommunikation von der Wahrscheinlichkeit abhängt, mit der die Argumente aufmerksam verarbeitet, elaboriert werden. Bei hoher Elaboration gilt der zentrale Weg der Beeinflussung, bei niedriger gilt der periphere.
  • Fragen von Erwachsenen, die das Kind dazu anregen, eine Geschichte genauer zu erzählen.
  • Der Konflikt, den Mädchen in der phallischen Phase erleben, wenn sie nicht akzeptable romantische Gefühle für ihren Vater entwickeln und ihre Mutter als Rivalin betrachten. (Der Komplex ist nach der griechischen Sagengestalt Elektra benannt, die bei dem R
  • Elektrische Stimulation
    Künstliche Aktivierung von Neuronen und Neuronengruppen durch Zufuhr elektrischen Stroms. Heutzutage in Form der Mikrostimulation, bei der Ströme in einer Größenordnung von wenigen uAmp bis zu mehreren 100 uAmp über Mikroelektroden appliziert werden und Gebiete einer Ausdehnung etwa 10 um bis 1 mm beeinflussen.
  • Elektroencephalogramm
    Aufzeichnung der in den Gehirnzellen ablaufenden elektrischen Potenzialschwankungen („Summenpotentiale“) mit Hilfe von an standardisierten Stellen angesetzten Elektroden.
  • Die Elektroenzephalografie („electroencephalography“, EEG) ist eine Methode zur Messung der elektrischen Hirnaktivität der obersten Schicht der Hirnrinde mittels auf der Kopfhaut angebrachter Elektroden. Sie dient der Messung des Spontan-EEG im wachen oder schlafenden Zustand sowie der Messung von gezielt durch Stimuli, motorische Reaktionen, kognitive und emotionale Prozesse hervorgerufener Hirnaktivität (ereigniskorrelierte Potenziale, EKP; „event related potentials“ ERP). Als elektrophysiologisches Verfahren, das direkt die Aktionspotenziale der Nervenzellen der Großhirnrinde misst, hat das EEG eine sehr hohe Zeitauflösung, allerdings eine geringe räumliche Auflösung.
  • Elektroenzephalografie (EEG)
    Methode, mit der geringe Gehirnströme von der Kopfhaut abgeleitet werden können.
  • Elektroenzephalogramm
    Verstärkung von Hirnstromwellen, also Wellen elektrischer Aktivität, die über die Oberfläche des Gehirns laufen. Diese Wellen werden von Elektroden gemessen, die am Schädel befestigt werden.
  • Elektroenzephalographie (EEG)
    Aufzeichnung der Hirnströme (Summenpotenziale der Großhirnrinde) durch auf der Kopfhaut angebrachte Elektroden
  • Elektrogastrogramm
    Aufzeichnung der elektrischen Aktivität (Summenpotenziale) der glatten Muskulatur der Magenwand
  • Die Elektrokardiografie (EKG; „electrocardiography“, ECG) ist ein physiologisches Messverfahren, das u. a. zur Erfassung der Herzschlagfrequenz dient. Mittels Elektroden auf dem Oberkörper werden die elektrischen Spannungen abgeleitet, die durch die Herzmuskulatur erzeugt werden. Das Ergebnis der Elekrokardiografie ist das Elektrokardiogramm (EKG) als grafische Darstellung der Potenzialschwankungen (inMikrovolt V) über die Zeit hinweg. Als „das EKG“ wird üblicherweise nicht nur das Elektrokardiogramm, sondern auch die Methode der Elektrokardiografie (eigentlich „die EKG“) bezeichnet.
  • Elektrokardiogramm (EKG)
    Aufzeichnung der elektrischen Aktivität (Summenpotenziale) der Herzmuskulatur
  • Elektrokonvulsive Schockbehandlung (ECS)
    Durch mehrmaliges (ca. 10 mal) kurzes (0,5 s) Anlegen einer Wechselspannung (70-120 V) an den Kopf wird ein generalisierter epileptischer Anfall ausgelöst; eingesetzt z.B. bei schwerer Depression, Schizophrenie, Katatonie
  • Elektrokortikogramm
    Aufzeichung der Summenpotenziale (Feldpotenziale) der Hirnrinde durch direkt auf das Gehirn aufgelegte Elektroden
  • Elektrokrampftherapie
    biomedizinische Therapie für schwer depressive Patienten, bei der ein kurzer Stromstoß durch das Gehirn des anästhesierten Patienten geschickt wird.
  • Elektromagnetische Wellen sind periodische Änderungen in der Stärke eines elektromagnetischen Feldes. Ein Beispiel dafür ist das Licht.
  • Elektromogramm (EMG)
    Aufzeichnung der Aktionspotenziale (Summenpotenziale) von Skelettmuskeln
  • Die Elektromyografie („electromyography“, EMG) ist ein Messverfahren zur Erhebung der elektrischen Muskelaktivität. Sie kann invasiv mit Nadelelektroden oder nicht-invasiv mittels Oberflächenelektroden durchgeführt werden, die die Aktivationspotenziale der Muskelzellen ableiten. Als Ergebnis der Elektromyografie werden die Potenzialschwankungen an den Muskelzellen (in Mikrovolt, V) über die Zeit hinweg grafisch in einem Elektromyogramm (EMG) dargestellt. Als „das EMG“ wird üblicherweise nicht nur das Elektromyogramm, sondern auch die Methode der Elektromyografie (eigentlich „die EMG“) bezeichnet.
  • Elektromyographie (EMG)
    Die Elektromyographie ist eine elektrophysiologische Methode, bei der mithilfe von auf dem Gesicht gezielt platzierten Elektroden die elektrische Aktivität von kontrahierten Gesichtsmuskeln gemessen werden kann.
  • Elektroneurographie
    Aufzeichnung der Aktionspotenziale (Summenpotenziale) der Nerven
  • Die Elektrookulografie („electrooculography“, EOG) ist ein Verfahren zur Erfassung der elektrischen Aktivität der Augenmuskeln. Diese wird mittels Elektroden abgeleitet, die direkt auf die Haut in der Nähe des Augapfels angebracht werden. Die Elektrookulografie kommt v. a. zum Einsatz, um in der EEG-Forschung Artefakte durch Augenbewegungen zu kontrollieren. Als Ergebnis der Elektrookulografie werden die Potenzialschwankungen am Augapfel (in Mikrovolt, V) über die Zeit hinweg grafisch in einem Elektrookulogramm (EOG) dargestellt. Als „das EOG“ wird üblicherweise nicht nur das Elektrookulogramm, sondern auch die Methode der Elektrookulografie (eigentlich „die EOG“) bezeichnet.
  • Elektrookulogramm (EOG)
    Aufzeichnung der Augapfelbewegungen durch Messung korneoretinaler Potenziale
  • Element-Level-Kompatibilität (element level compatibility)
    Übereinstimmung bestimmter Merkmale von Reizen und darauf erforderlichen Reaktionen auf einer gemeinsamen Dimension.
  • Beschreiben die kognitiven Bausteine von Entscheidungsregeln (z.B. zwei Werte vergleichen, zwei Werte addieren etc.). Über die Anzahl wird der kognitive Aufwand einer Entscheidungsstrategie abgeleitet.
  • Elementare Informationsverarbeitungsprozesse (elementary information process)
    Ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung von Prozessmodellen in der Entscheidungsforschung war die Definition einzelner kognitiver Verarbeitungsschritte (z. B. zwei Werte vergleichen), die elementare Informationsverarbeitungsprozesse genannt werden und anhand derer sich viele sequenzielle Entscheidungsstrategien exakt beschreiben lassen.
  • Ein einzelnes Ergebnis eines Zufallsexperiments (z. B. beim Würfeln eine bestimmte Augenzahl würfeln)
  • Die Elementarmerkmale sind die grundlegenden individuellen Komponenten eines Musters.
  • Elementenpsychologie (elementarism)
    Die Vorstellung, dass Wahrnehmung aus elementaren Empfindungen besteht und sich auf diese reduzieren lässt.
  • Durch Elimination werden die Einflüsse einer Variablen auf null gesetzt, ihr Einfluss auf die AV im Sinne einer Störvariablen wird aus dem Bedingungsgefüge genommen.
  • Analytische, nonkompensatorische Entscheidungsstrategie, die die Werte der Konsequenzen mit einem Kriterium vergleicht. Wird das Kriterium nicht erreicht, wird die entsprechende Option ausgeschlossen und der Vergleich auf dem nächsten Kriterium fortgesetzt. Gewählt wird schließlich die Option, die als einzige den Ausschlussprozess besteht.
  • Eliminativer Materialismus (eliminative materialism)
    Philosophische Position, wonach psychische Prozesse mit materiellen Prozessen (vor allem Gehirnprozessen) identisch und auf diese reduzierbar sind.
  • Elterliche Sorge
    Die elterliche Sorge gilt von der Geburt bis zur Volljährigkeit des Kindes und umfasst die Personen- und die Vermögensfürsorge. Zur Personenfürsorge gehören die Fürsorge für das körperliche Wohl des Kindes, die Erziehung, Aufenthaltsbestimmung, Aufsichtspflicht und die Umgangsbestimmung. Die Vermögensfürsorge betrifft die Vertretung des Kindes in finanziellen Angelegenheiten. Die Ausübung der elterlichen Fürsorge ist nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht.
  • Ausmaß der elterlichen Informiertheit über den Aufenthalt, die Aktivitäten und das Befinden des Kindes. Als wesentliche Einflussgröße gilt die Bereitschaft des Kindes, sich den Eltern mitzuteilen.
  • Embodied Cognition
    in der psychologischen Wissenschaft der Einfluss von körperlichen Empfindungen, Gesten und anderen Zuständen auf kognitive Vorlieben und Urteile.
  • Embodiment
    siehe: Embodied Cognition
  • Perspektive, welche die Tatsache betont, dass Menschen nicht nur abstrakte Informationsverarbeiter sind, sondern in einem Körper leben, der mit einer konkreten, komplexen und dynamischen Umwelt interagiert. Von daher werden sensorische und motorische Systeme für das Verständnis von menschlichen Handlungen als äußerst relevant betrachtet.
  • Embodiment (embodied cognition)
    Theoretische Richtung der Kognitiven Psychologie, nach der körperliche Signale, innere Zustände und Handlungen als essenzieller Bestandteil kognitiver Prozesse betrachtet werden.
  • Bezeichnung für den sich entwickelnden Organismus von der dritten bis zur achten Woche der pränatalen Entwicklung.
  • Embryo
    sich entwickelnder menschlicher Organismus. Die Embryonalphase dauert etwa von der 2. Woche nach der Befruchtung bis zum Ende des 2. Monats
  • Embryonale Zellen, die sich zu jedem Körperzelltyp entwickeln können.
  • Zeitspanne von der 3. bis zur 8. Schwangerschaftswoche
  • Emergente Eigenschaften
    Eigenschaften, die sich aus der spezifischen Konfiguration elementarer Bestandteile ergibt und die sich aus den einzelnen Bestandteilen nicht „ableiten“ lassen.
  • Als emergent bezeichnet man die Eigenschaften eines Musters, die den elementaren Bestandteilen des Musters nicht zukommen.
  • Annahmen und Instrumente werden im Verlauf der Untersuchung flexibel an den Gegenstand angepasst und entsprechend modifiziert.
  • Ein System besitzt emergente Eigenschaften, wenn es Eigenschaften zeigt, die seine Bestandteile nicht besitzen.
  • Sie besagt, dass die kognitiven Fähigkeiten des Menschen eine emergente Eigenschaft (Emergenz) darstellen, die durch das kombinierte verhalten der Neurone entsteht, obgleich das einzelne Neuron sie nicht besitzt.
  • Eigenschaft eines psychologischen Konstrukts, kulturspezifisch zu sein
  • emisch (emic)
    Eigenschaft eines psychologischen Konstrukts, kulturspezifisch zu sein
  • Die wahrgenommene Größe eines Objekts ergibt sich aus der Multiplikation der Netzhautbildgröße mit der wahrgenommenen Entfernung. Diese von Emmert gefundene Beziehung zwischen wahrgenommener Distanz (Dw) und der Größe des Retinabildes (GR) wird als Emmert’sches Gesetz bezeichnet. Danach ist die wahrgenommene Größe proportional zu GW = .GR DW/K (wobei K eine zusätzliche Proportionalitätskonstante darstellt).
  • Emotion ist gekennzeichnet durch neuronale und körperliche Reaktionen, subjektive Gefühle, mit diesen Gefühlen zusammenhängende Kognitionen und der Motivation zu handeln.
  • Emotion
    Reaktion des gesamten Organismus, die 1. physiologische Erregung, 2. Ausdrucksverhalten und 3. bewusste Erfahrung beinhaltet.
  • Emotion
    Eine Emotion ist ein aktueller psychischer Zustand von Personen, dessen Qualität, Intensität und Dauer näher bestimmt werden können, der meist objektgerichtet ist und mit Veränderungen auf einer oder mehreren der folgenden Ebenen einhergeht: subjektives Erleben (Gefühl), physiologische Veränderungen und Verhalten (Ausdruck und Handlungen) (Meyer et al. 2001, S. 24).
  • Emotionen sind dynamische Prozesse, die von konkreten Ereignissen ausgelöst werden. Sie sind gekennzeichnet durch eine Reaktionstriade bestehend aus Veränderungen auf der neurophysiologischen, der Gefühls- (Affekt-) und der Verhaltensebene.
  • Emotion
    Emotion ist eine komplexe, physiologisch vermittelte Wechselwirkung von personalen und umweltbezogenen Faktoren, die Affekte bewirken und kognitive Prozesse hervorrufen, um eine Bewertung und Interpretation der Situation herbeizuführen. Affekte und ihre Interpretation setzen ausgedehnte physiologische Anpassungen an die erregungsauslösenden Bedingungen in Gang und führen zu Verhalten, das expressiv, zielgerichtet und adaptiv ist.
  • Emotion (emotion)
    Eine auf ein bestimmtes Objekt ausgerichtete affektive Reaktion, die mit zeitlich befristeten Veränderungen des Erlebens und Verhaltens einhergeht.
  • "Ein komplexes Muster von Veränderungen; es umfasst physiologische Erregung, Gefühle, kognitive Prozesse (Bewertungen) und Verhaltensreaktionen auf eine Situation, die als persönlich bedeutsam wahrgenommen wurde (Gerrig und Zimbardo 2008)."
  • emotional-instabile Persönlichkeitsstörung
    Instabilität in Gefühlen und Verhalten
  • emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (emotional-unstable personality disorder)
    Instabilität in Gefühlen und Verhalten
  • Emotionale Ansteckung
    Übertragung von Stimmungen und Emotionen unter Personen in einer Gruppe.
  • Emotionale Ansteckung
    Emotionale Ansteckung liegt vor, wenn die nonverbal, durch Mimik, Gestik, Körpersprache und paralinguistische Merkmale ausgedrückten Emotionen des einen Interaktionspartners einen unmittelbaren Einfluss auf die Emotionen des anderen haben.
  • Emotionale Ansteckung (emotional contagion)
    Die Beobachtung einer Emotion bei einer anderen Person erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst diese Emotion empfindet.
  • Emotionale Dissonanz
    Emotionale Dissonanz liegt vor, wenn sich erlebte und dargestellte Emotionen widersprechen. Emotionale Dissonanz ist die Folge von Oberflächenhandel als einer Form der Gefühlsarbeit und kann zu negativen Konsequenzen, u. a. zu Burn-out, führen.
  • emotionale Dissonanz
    Emotionale Dissonanz besteht, wenn gezeigte Emotionen nicht mit erlebten Gefühlen übereinstimmen.
  • Emotionale Intelligenz
    Ein (früher umstrittenes) Konstrukt, das sich auf die Fähigkeit von Personen bezieht, in sozialen Interaktionssituationen eigene und fremde emotionale Reaktionen erfolgreich zu steuern (vgl. Abschn. 15.4 Joseph & Newman, 2010).
  • Eine Gruppe von Fähigkeiten, die zur Kompetenz im sozialen und emotionalen Bereich beitragen.
  • Emotionale Intelligenz
    Fähigkeit, Emotionen wahrzunehmen, zu verstehen, mit ihnen umzugehen und sie zu nutzen.
  • Emotionale Intelligenz
    bezeichnet die Fähigkeit, eigene Emotionen und die anderer wahrnehmen, verstehen und im Handlungsvollzug integrieren sowie eigene Emotionen sinnvoll regulieren zu können.
  • emotionale Intelligenz
    soziale Kompetenz plus Fähigkeit der emotionalen Selbstregulation
  • emotionale Intelligenz (emotional intelligence)
    soziale Kompetenz plus Fähigkeit der emotionalen Selbstregulation
  • Fähigkeiten, konstruktive mit affektive Zustände (d. h. Stimmungen, Emotionen, motivationale Impulse, Stressreaktionen) umgehen zu können (v. a. bewusst wahrzunehmen, zu benennen, zu verändern, zu akzeptieren, ihre Ursachen zu verstehen und sich selbst während der Konfrontation mit aversiven Gefühlen innerlich zu unterstützen).
  • emotionale Kompetenz
    wie bei: emotionale Intelligenz
  • emotionale Kompetenz (emotional competence)
    wie bei: emotionale Intelligenz
  • Emotionale Konditionierung
    Ein unbekannter Markenname wird gemeinsam mit emotionsauslösenden Reizen (Begriffe, Bilder, Gerüche, Musik) dargeboten, sodass die emotionale Bedeutung der Reize auf die Marke übertragen wird.
  • Mittelpunkt der Behandlung beim prozess-/erlebnisorientierten Therapieansatz nach Greenberg. Verständnis emotionaler Schemata: Organisationseinheiten von sich stetig verändernden Erfahrungen, die dem Bewusstsein bis zum Zeitpunkt ihrer Aktivierung oder Restrukturierung unzugänglich sind. Ziel im Rahmen des Therapieprozesses: Patient soll Zugang zu emotionalen Schemata erlangen, um diese zu restrukturieren.
  • emotionale Selbstregulation
    adäquates Erleben und Ausdrücken von Emotionen
  • emotionale Selbstregulation (emotional self-regulation)
    adäquates Erleben und Ausdrücken von Emotionen
  • Emotionale Selbstregulierung
    Der Prozess, durch den innere Gefühlszustände und die damit verbundenen physiologischen Prozesse, Kognitionen und Verhaltensweisen initiiert, gehemmt oder moduliert werden.
  • emotionale Stabilität
    Gegenteil von Neurotizismus
  • emotionale Stabilität (emotional stability)
    Gegenteil von Neurotizismus
  • Emotionale Taubheit (Numbing)
    Typisches Symptom der akuten Belastungsstörung, welches durch ein Fehlen der emotionalen Reaktionsfähigkeit gekennzeichnet ist.
  • Emotionale Werbung
    Emotionale bzw. transformationelle Werbebotschaften versuchen, angenehme Gefühle, Emotionen oder Stimmungen zu erzeugen und sie auf die beworbenen Marken zu übertragen.
  • Emotionaler Ausdruck
    Der emotionale Ausdruck hat (1) eine sozialkommunikative Funktion, er dient (2) der Regulation emotionaler Zustände und scheint umgekehrt (3) auch das emotionale Erlebnis zu unterstützen beziehungsweise auszulösen.
  • emotionaler Erlebniswert
    Verbraucher erwarten von Produkten nicht nur Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit, sondern auch einen emotionalen Erlebnis- bzw. Zusatzwert. Dieser kann z.B. durch Produktwerbung, das Image des Herstellers oder optische Merkmale des Produkts entstehen.
  • Emotionales Schema
    Ein emotionales Schema ist eine Struktur mit fest integrierten Variablen (defaults), die auf spezifische Kontextbedingungen von Situationen „anspringen“ und subjektive Gefühle erzeugen, die mit physiologischer Erregung verbunden sind und sich mehr oder weniger deutlich im körperlichen Ausdruck niederschlagen. Grundsätzlich kann zwischen angeborenen emotionalen Schemata, kulturspezifischen und individuellen emotionalen Schemata unterschieden werden, die sich hinsichtlich der Verbindlichkeit ihrer Effekte unterscheiden.
  • Emotionen
    Emotionen haben subjektive erfahrbare und objektive erfassbare Komponenten, die zielgerichtetes Verhalten begleiten bzw. fördern, das dem Organismus eine Anpassung an seine Lebensbedingungen ermöglicht.
  • Emotionen
    Mehrdimensionales Konstrukt, besteht aus affektiven, physiologischen, kognitiven, expressiven und motivationalen Komponenten.
  • Emotionen
    Aktuelle psychische Zustände, die zeitlich begrenzt sind (vgl. dagegen Stimmungen) und einen konkreten (realen oder vorgestellten) Auslöser haben. Man kann Emotionen hinsichtlich ihrer Qualität unterscheiden (z.B. Freude, Wut, Angst, …) und sie auf drei Ebenen messen und/oder beobachten: der Erlebens-, der physiologischen und der Verhaltensebene.
  • Emotionsarbeit ist eine bezahlte Arbeit, bei der ein Management der eigenen Gefühle notwendig ist, um nach außen hin in Mimik, Stimme und Gestik ein bestimmtes Gefühl zum Ausdruck zu bringen, unabhängig davon, ob dies mit den inneren Empfindungen übereinstimmt oder nicht.
  • Siehe Gefühlsarbeit
  • Emotionsarbeit
    Der Begriff „Emotionsarbeit“ bezieht sich auf die Notwendigkeit, z.B. in Dienstleistungsberufen Emotionen zu zeigen, die man u.U. gar nicht hat bzw. Emotionen zu verbergen, die man hat, die aber in einer bestimmten Situation nicht wünschenswert sind.
  • Emotionsfokussierte Bewältigung
    Versuch, den Stress indirekt zu verringern, indem man einen Stressor meidet oder ihn ignoriert und seine Aufmerksamkeit auf emotionale Bedürfnisse richtet, die mit der eigenen Stressreaktion zusammenhängen.
  • Emotionsinduktion
    Erzeugen von Emotionen im experimentellen Kontext. Dazu können verbale (z.B. Lesen eines lustigen Textes) oder nonverbale Methoden eingesetzt werden, z.B. entsprechende Musikstücke, Bilder, Photos und vor allem Filme (Slapstick, Erotika, Kriegsszenen, Beschneidungsrituale etc.).
  • Emotionskomponenten
    Emotionen setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Dabei handelt es sich um eine subjektive oder Erlebniskomponente (Gefühl), um eine physiologische Komponente (Herzrasen, Schwitzen, Erröten usw.) und um eine Verhaltenskomponente, die sich in der Gestik und Mimik ausdrückt. In manchen Ansätzen zählt auch eine kognitive Komponente dazu.
  • Emotionsmodul (emotion module)
    Angeborenes und funktional spezialisiertes emotionales System, das auf eine spezifische Klasse von Umweltreizen selektiv anspricht, über ein eigenes biologisches System implementiert wird und weitgehend abgeschlossen von anderen Systemen operiert.
  • Emotionsregulation
    Steuerung von aufkommenden starken Gefühlen und Stimmungen.
  • Regulationsbemühungen zum Umgang mit Emotionen. Eine zentrale Unterscheidung bezieht sich auf die intrapsychische und die interpsychische Regulation. Während die intrapsychische Regulation sich auf die selbstständige Form bezieht (z. B. Lutschen an den Fi
  • Menge aller Prozesse, die bei Monitoring, Evaluation und Modifikation emotionaler Reaktionen (in Bezug auf deren Qualität, Intensität und zeitliche Dauer) involviert sind.
  • Emotionsregulation
    Emotionsregulation umfasst nach Gross (2002) diejenigen Prozesse, die uns ermöglichen, Einfluss darauf auszuüben, welche Emotionen wir haben, wann wir diese haben und wie wir diese erleben und zum Ausdruck bringen.
  • Emotionsregulation
    Zielgerichtete, bewusste oder unbewusste Aktivitäten zur Aufrechterhaltung, Steigerung oder Senkung der eigenen Emotionen oder der anderer Menschen.
  • Emotionsregulation (emotion regulation)
    Alle Wege und Mittel, über die Personen Einfluss darauf nehmen, welche Emotionen sie haben, wann sie sie haben und wie sie sie erleben und ausdrücken.
  • Emotionswissen
    Ein umfangreiches und differenziertes Emotionswissen zu haben, bedeutet, Emotionen gut erkennen und voneinander unterscheiden sowie soziale Effekte des Emotionsausdrucks antizipieren zu können. Das Emotionswissen ist eine wichtige kognitive und motivationale Grundlage bzw. Voraussetzung für den Ablauf von Emotionsregulationsprozessen.
  • Emotionswissen
    Zum Emotionswissen zählt die Fähigkeit, eigene Emotionen und die Emotionen anderer zu erkennen und zu benennen, sowie die Fähigkeit, diese zu verstehen und mit Ursachen in Verbindung zu bringen, und um das Wissen, wie man Emotionen bei sich und anderen verändern kann. Dieses Wissen ist nicht immer explizit.
  • Fähigkeit, eine eigene emotionale Reaktion herzustellen, die der Gefühlslage einer anderen Person ähnelt.
  • "Fähigkeit der Einfühlung, des Erkennens und Verstehens der Gefühle anderer. Therapeutische Grundhaltung; Kernverhalten in der Gesprächspsychotherapie."
  • Empathie
    Die Erfahrung, den emotionalen Zustand einer anderen Person zu verstehen oder ihn gemeinsam mit ihr zu haben.
  • Einer der drei Faktoren, der die therapeutische Grundhaltung in der GT prägt: Einfühlsames Verstehen und Nachempfinden der Welt (innerer Bezugsrahmen) des Patienten sowie Wiedergabe des empathisch Verstandenen.
  • Empathie
    Empathie ist die Fähigkeit, sich in andere hinein zu versetzen, zu verstehen, was sie denken und fühlen, und sogar mit ihnen zu fühlen.
  • Fähigkeit, sich in den gefühlsmäßigen und gedanklichen Zustand einer anderen Person einfühlen bzw. diesen verstehen und nachvollziehen zu können.
  • Empathie
    Bezeichnet die Fähigkeit, an den Emotionen bzw. Intention einer anderen Person teilzuhaben, ohne diese notwendig auch zu teilen. Indem man die Perspektive einer anderen Person einnehmen kann, wird es möglich diese zu verstehen.
  • Empathie (Einfühlungsvermögen)
    Die Fähigkeit, sich in den Zustand eines anderen hineinversetzen zu können.
  • Empathie-Altruismus-Hypothese
    Von Batson et al. (1991) aufgestellte Hypothese, die besagt, dass Menschen nur dann altruistisch handeln, wenn sie in einer bestimmten Situation Empathie empfinden. Findet Hilfeverhalten statt ohne Empathie zu empfinden, so ist dies auf andere Faktoren zurückzuführen, wie etwa die Vermeidung negativer Konsequenzen durch das Nicht-Helfen.
  • Empathiefähigkeit bedeutet, sich in die Lage anderer Personen hineinversetzen und ihre Gefühle verstehen oder nachvollziehen zu können. Damit einhergehend bezeichnet Empathie die Befähigung, neue soziale Rollen zu übernehmen und fremde Wertvorstellungen in die eigenen zu integrieren.
  • Empathiemediationshypothese
    Annahme, dass die Enge des Zusammenhangs zwischen elterlicher Erziehung und prosozialem Handeln durch die Stärke des empathischen Mitempfindens vermittelt wird.
  • Empathische Anteilnahme
    Ein Gefühlszustand, der insbesondere aus den Emotionen Mitgefühl, Wärme und Fürsorglichkeit für eine andere Person besteht.
  • Empathische Schuldgefühle
    Schuldgefühle, die auf der Fähigkeit zum empathischen Mitempfinden beruhen. Sie treten dann auf, wenn eine Person sich als Quelle für die Schädigung oder Verletzung einer anderen Person erlebt, und sind eine Form des Mitfühlens mit dem Anderen.
  • Empathizing-Systemizing-Theorie
    Ansatz zur Erklärung von Geschlechtsunterschieden, der davon ausgeht, dass bei Frauen eine stärkere Tendenz zu einer empathischen und bei Männern zu einer analytischen Informationsverarbeitung besteht.
  • Empfindung (sensation)
    Erste Stufe im Wahrnehmungsprozess, bei dem unsere Sinnesrezeptoren Umweltreize aufnehmen und weiterleiten.
  • Empirically Supported Treatment
    Intervention/Therapieverfahren, welche/welches in randomisierten Kontrollgruppenstudien als wirksam nachgewiesen werden konnte.
  • Datengestützt, auf überprüfter Erfahrung beruhend
  • Empirisch ermittelter Test
    ein Test, wie der MMPI, in dem ein Itempool untersucht wird und hinterher diejenigen Items zu Gruppen zusammengefasst werden, die am besten zwischen den Dimensionen diskriminieren.
  • entsteht durch die Operationalisierung der theoretisch-inhaltliche Hypothese TIH.
  • Empirische Daten („empirical data“) sind gezielt im Hinblick auf das Forschungsproblem ausgewählte und dokumentierte Informationen über die Erfahrungswirklichkeit. Sie werden mit wissenschaftlichen Datenerhebungsmethoden (Beobachtung, Interview, Fragebogen, psychologischer Test, physiologische Messung, Dokumentenanalyse) unter Nutzung entsprechender standardisierter oder nicht-standardisierter Erhebungsinstrumente (Beobachtungsplan, Interviewleitfaden, Fragebogen, Messgerät etc.) gesammelt. Aussagekräftig sind die Daten nur, wenn sie im Rahmen eines dem Forschungsproblem angemessenen Forschungsprozesses und Untersuchungsdesigns an einer passenden Stichprobe (oder an der gesamten Population) erhoben wurden, sachgerecht ausgewertet und theoriebezogen interpretiert werden.
  • Die empirische Studie („empirical study“) dient der Lösung von inhaltlichen Forschungsproblemen auf der Basis systematischer eigener Datenerhebung und/oder Datenanalyse, wobei es sich um eine Originalstudie („original study“) oder um eine Replikationsstudie („replication study“) handeln kann.
  • ist daran interessiert, Hypothesen und Theorien zu den Fragen zu entwerfen, mit denen man sich gerade beschäftigt. Diese Hypothesen und Theorien werden nun ihrerseits mit der Realität konfrontiert. Man vergleicht also ‒ wie in anderen Naturwissenschaften auch ‒ die gedankliche Antwort auf die Frage mit den in der Realität diesbezüglich vorfindbaren Sachverhalten.
  • Empirischer Effekt
    Aus Daten berechneter Effekt, dient als Schätzer für Populationseffekte
  • Aus empirischen Objekten bestehendes Relationensystem (im Gegensatz zu einem numerischen Relativ)
  • Wissenschaftsposition, derzufolge Erkenntnisgewinn durch Erfahrung erreicht wird. Ausschließlich empirische Daten oder Beobachtungen lassen demnach Schlussfolgerungen über theoretisch relevante Hypothesen zu.
  • Employability bezeichnet die individuellen Faktoren, die dazu beitragen, dass eine Person ihre Erwerbstätigkeit auch angesichts unsicherer und sich wandelnder Arbeitsmarktchancen erhalten kann. Sie werden eingeteilt in „knowing why“ (Identität), „knowing how“ (Qualifikation) und „knowing whom“ (Kontakte und Netzwerke).
  • Employee Self Services (ESS)
    Portale im Intranet einer Organisation, über die die MitarbeiterInnen persönliche Daten selbständig erfassen und verändern können (Urlaubszeiträume, Reisekostenabrechnungen, Buchung von Weiterbildungsveranstaltungen, etc.).
  • Empowerment wird aus Sicht der Mitarbeiter als das Gefühl der Kontrolle über Situationen und damit des Einflusses auf Entscheidungen durch die Mitarbeiter beschrieben.
  • Der Prozess, bei dem Information im Gedächtnis repräsentiert wird, die Aufmerksamkeit auf sich zieht oder als wichtig erachtet wird.
  • Encodierspezifität
    Das Prinzip, dass der spätere Abruf von Information verbessert wird, wenn die Hinweisreize (Kontext) von Abruf- und Codierungssituation übereinstimmen.
  • Encodierung
    Allgemeine Bezeichnung für die Entschlüsselung bzw. Umwandlung einer Botschaft in ein Signal nach einem zuvor festgelegten Regelsystem (z. B. die Umwandlung einer Bedeutung in einen sprachlichen Ausdruck durch einen Kommunikator).
  • Encodierung (encoding)
    In der Gedächtnisforschung (Gedächtnis) der mentale Prozess der (bewussten oder unbewussten) Einspeicherung von mentalen Inhalten in eine (oder mehrere) Gedächtniskomponente(n) zum Zweck der langfristigen Speicherung und des späteren Abrufs.
  • Encodierungsspezifität
    Mit Encodierungsspezifität meint man, dass Informationen, die bei der Reizaufnahme präsent waren – seien sie nun inhaltlich relevant oder nicht – für unser Einprägen, unsere Encodierung, so spezifisch sind, dass sie später als Erinnerungshilfe taugen.
  • End-State-Comfort-Effekt
    Tendenz, eine Handlung auszuwählen, die eine bequeme Endposition beinhaltet.
  • Endigung, präsynaptische
    Vor der Erregungsleitungsumschaltstelle lokalisiertes Ende einer Nervenfaser, hier erfolgt die Freisetzung der Überträgersubstanzen auf das nächste Neuron
  • Endliche Automaten
    Für die Modellierung von Verhalten können theoretische Automaten verwendet werden, die eine endliche Anzahl von inneren Zuständen sowie sensorische Eingänge und motorische Ausgänge aufweisen. Essenziell für das jeweilige Verhalten sind dann Übergangsregeln, die dem aktuellen Zustand und einem sensorischen Eingang einen neuen Zustand zuordnen. Motorische Ausgänge sind direkt an bestimmte Zustände gekoppelt. Endliche Automaten sind ein Standardmodell informationsverarbeitender Maschinen; in der Psychologie werden ähnliche Konzepte unter der Bezeichnung Produktionssysteme (z. B. ACT-R) als Modelle kognitiver Prozesse beim Menschen eingesetzt.
  • (Intentionale, willentliche) Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf, die typischerweise durch eine relativ lange Latenz (>200ms) und relativ lange aufrechterhaltene Aktivation (>500ms) und eine willentlich kontrollierte Funktionsweise gekennzeichnet ist.
  • Endokrines System
    »langsames« chemisches Kommunikationssystem des Körpers. es besteht aus einer Reihe von Drüsen, die Hormone ins Blut ausschütten.
  • Als endokrines System bezeichnet man die Gesamtheit der zusammenwirkenden endokrinen Hormondrüsen.
  • Endokrinologie
    Lehre von den Drüsen mit innerer Sekretion, ihrer Funktion und ihrer Hormone
  • Endometriose
    Schmerzhafte, chronische gynäkologische Erkrankung, bei der sich endometriumähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter befindet und sich zyklisch, unter dem Einfluss von Östrogen und Progesteron aufbaut und wieder abblutet.
  • Endometrium
    Gebärmutterschleimhaut.
  • Endometriumablation
    Operative Abtragung der Gebärmutterschleimhaut.
  • Endometriumkarzinom
    Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut.
  • Neurobiologische Krankheitskorrelate, die zeitlich stabil und durch Gene beeinflusst sind. Annahme, dass psychische Störungen nicht nur neurobiologische Korrelate aufweisen, sondern neurobiologisch bedingt bzw. verursacht sind.
  • Natürliche, den Opiaten ähnelnde Neurotransmitter, die in Verbindung zu Schmerzlinderung und Freude stehen.
  • Endorphine
    »innere Morphine«. natürliche, den Opiaten ähnelnde Neurotransmitter, die mit Schmerzlinderung und Lust in Zusammenhang gebracht werden.
  • Den Opiaten ähnelnde Neurotransmitter, die wie Morphium schmerzreduzierend wirken.
  • Endoskopie (Spiegelung)
    Medizinische Technik, mit deren Hilfe es möglich ist, ohne oder nur mit einem kleinen chirurgischen Eingriff in Körperhöhlen oder Hohlorgane für diagnostische und therapeutische Maßnahmen einzudringen.
  • Endosonografie
    Ultraschalluntersuchung, die nicht von außen durch die Haut, sondern von innen durch ein Hohlorgan durchgeführt wird.
  • Endowment-Effekt
    Psychologisches Phänomen, nach dem die Drohung eines Verlustes höher bewertet wird und stärker motiviert als die Aussicht auf einen gleichwertigen Gewinn.
  • Siehe „Besitztumseffekte“.
  • Endozytose
    Aufnahme von Molekülen und Partikeln in die Zelle über eine Einstülpung der Zellmembran
  • Endplatte, neuromuskuläre
    Synapse der motorischen Nervenfasern auf einer Skelettmuskelfaser, hier wird die Erregung vom Motoneuron an die Muskelfaser weitergegeben
  • Endplattenpotenzial
    Praktisch immer überschwelliges synaptisches Potenzial an der Endplatte, dass eine Kontraktion der Muskelfaser auslöst
  • Endurance-Response-Modell
    Modell, wonach auch übermäßiges Durchhalten und Bagatellisieren von Schmerzsymptomen den Schmerz verstärken kann
  • Energieumsatz
    Energieverbrauch pro Zeiteinheit
  • enge Beziehung
    soziale Beziehung, die durch besondere psychologische Nähe charakterisiert ist
  • enge Beziehung (close relationship)
    soziale Beziehung, die durch besondere psychologische Nähe charakterisiert ist
  • Engpass (kognitiver)
    Mentale Operation, die zum selben Zeitpunkt nicht für mehr als eine Aufgabe durchgeführt werden kann.
  • Engpassmodell (bottleneck model)
    Modelltyp, demzufolge Leistungsdefizite durch bestimmte, lokalisierbare Verarbeitungsstufen entstehen, die nur seriell arbeiten und daher Informationsstaus auslösen können.
  • Gedächtnisspur im Gehirn, die eine Wiedererinnerung ermöglicht
  • Enjoyment
    Beim Begriff Enjoyment handelt es sich um ein psychologisches Konzept, dass in der Mediennutzungsforschung neben Utility und Usability als Bewertungskriterium für Medienprodukte herangezogen wird. Der Nutzspaß kann durch ästhetische, humorvolle und/oder originelle Gestaltungselemente gesteigert werden.
  • Enkodieren
    Verarbeitung von Informationen zur Eingabe in das Gedächtnissystem, z. B. durch Herstellen eines Bedeutungszusammenhangs.
  • Enkodierspezifität
    Nach dem Prinzip der Enkodierspezifität hängt das Behalten vom Ausmaß der Überlappung der Enkodier- und Abrufsituation ab.
  • Enkodierung
    Die Art und Weise, das, was wir sehen, in ein verarbeitbares Format zu übersetzen, das mental gespeichert wird.
  • Enkodierung und Dekodierung von Emotionen
    Enkodierung von Emotionen: Nonverbales Emotionsverhalten zeigen (Lächeln, Nase rümpfen). Dekodierung von Emotionen: Nonverbales Emotionsverhalten anderer Menschen wahrnehmen und interpretieren.
  • Altersunangemessenes Einkoten, wobei eine organische Ursache für das Verhalten ausgeschlossen werden kann.
  • Enkulturation
    Die Enkulturation dient dem Erwerb von Kultur im weitesten Sinne, d. h. dem Erwerb aller kultureller Erfahrungen, Inhalte, Maßstäbe und Einstellungen und auch des Lebensstils einer Kulturgemeinschaft. Enkulturation ist nicht nur ein Garant für die Tradierung und Fortführung der Kultur einer Gemeinschaft, sondern schließt auch die Bereitschaft und Fähigkeit zur Erweiterung der Kultur unter den sich verändernden Bedingungen von Globalisierung und Multikulturalität ein (Wiater 2012).
  • Entbehrlichkeitseffekt
    Ist eine Verringerung der aufgabenbezogenen Anstrengung bei Gruppenmitgliedern, weil ihr individueller Beitrag nur einen geringen Einfluss auf die Gruppenleistung zu haben scheint.
  • Entdeckendes Lernen
    Hinter diesem didaktischen Ansatz steht die Vorstellung, dass ein tieferes Verständnis erreicht und das eigenständige Problemlösen gefördert wird, wenn Lernende grundlegende Sachverhalte (z.B. Prinzip des Unterdrucks) nicht präsentiert bekommen sondern sich selbst erarbeiten. Die Funktion des Lehrenden ist es, passende Materialien bereitzustellen und – je nach Ansatz – den Entdeckungsprozess zu begleiten bzw. zu strukturieren.
  • Im Entdeckungszusammenhang („context of discovery“) geht es darum, wie neue Theorien und Hypothesen von den Forschenden aufgestellt werden. Im Verständnis des Kritischen Rationalismus ist dies keine wissenschaftstheoretische, sondern eine psychologische Frage der Kreativität und Intuition. Eine logisch stringente Methode zur Produktion neuer wissenschaftlicher Ideen wird nicht für möglich gehalten, da gute Einfälle immer auch ein irrationales Moment haben. In der Forschungspraxis haben sich dennoch bestimmte Strategien und Techniken der Bildung neuer Theorien etabliert (z.B. Theoriearbeit, empirische Vorstudien).
  • Wegfall von betrieblichen, tariflichen oder gesetzlichen Regelungen der Erwerbsarbeit, die einerseits die individuellen Freiräume der Erwerbstätigen erhöhen, aber andererseits auch mit einem höheren Beschäftigungs- und Einkommensrisiko verbunden sind.
  • Enthüllungsreziprozität
    Menschen neigen dazu, das Ausmaß der Selbstenthüllung wechselseitig aufeinander abzustimmen.
  • Entitativität
    Das Ausmaß, in dem eine Anzahl von Personen als miteinander verbundene, kohärente Einheit wahrgenommen wird.
  • Entladungsrate
    Anzahl Aktionspotenziale pro Zeit (AP/s)
  • Führung ohne sichtbaren Kontakt von Vorgesetzten und Geführten. Strukturen veranlassen Mitarbeiter zu systemkonformen Handeln.
  • Phänomen, dass eigene Verhaltensweisen häufig nicht beendet werden, obwohl deutlich wird, dass diese nicht mehr gewinnbringend sind bzw. zu Nachteilen führen können. Im Kontext der Milgram-Experimente: immer stärker werdende Verpflichtung, der Autorität zu gehorchen, nur weil dieser schon zuvor gehorcht wurde.
  • Das Treffen einer Auswahl aus mindestens zwei Alternativen. Mit der Wahl der einen Alternative wird gleichzeitig die andere Option aufgegeben.
  • Entscheiden ist der Prozess des Wählens zwischen mindestens zwei Optionen, mit dem Ziel, erwünschte Konsequenzen zu erreichen und unerwünschte Konsequenzen zu vermeiden.
  • Grafische Hilfe zur Veranschaulichung der Struktur von Entscheidungssituationen, ihren Elemente und deren Relationen.
  • Entscheidungsspielraum
    Der Entscheidungsspielraum bezieht sich auf das Ausmaß an Entscheidungskompetenzen von Beschäftigten, Arbeitsaufgaben selbst festzulegen und voneinander abzugrenzen.
  • Entscheidungsstrategie
    Entscheidungsstrategien beschreiben unterschiedliche Vorgehensweisen bei Kaufentscheidungen. Im Vordergrund steht dabei, welche Produkte und welche Produkteigenschaften in welcher Reihenfolge beachtet werden. Die Strategien unterscheiden sich in der aufgenommenen Informationsmenge, dem produkt- vs. eigenschaftsorientierten Vorgehen, dem kompensatorischen vs. nonkompensatorischen Vorgehen und der Selektivität, mit der Produkte oder Eigenschaften herausgegriffen werden.
  • Entscheidungsstrategien, analytische, nichtanalytische
    Regeln der Informationssuche und des Entscheidens, von denen angenommen wird, dass sie Menschen tatsächlich verwenden, z.B. lexikografische Regel.
  • Entschlussfassung/Vorbereitung
    Phase im Veränderungsmodell von Prochaska und Diclemente: Die Entscheidung für Veränderung ist gefallen. Konkrete Veränderungsschritte werden geplant.
  • Entspannungsreaktion
    Physiologisch: spezifischer psychophysiologischer Prozess, bei dem es zu einer Absenkung des Arousalniveaus kommt, was sich wiederum auf den Ebenen Körper, Verhalten, Emotion und Kognition niederschlägt. Psychologisch: Verschiebung auf Erregungs-, Spannungs- oder Unlust-Dimensionspolen in Richtung Beruhigung, Lösung oder Wohlbefinden.
  • Methoden zur Absenkung des psychophysiologischen Erregungsniveaus eines Organismus. Geht auf psychologischer Ebene mit Verbesserung des Wohlbefindens, dem Gefühl der Ausgeglichenheit und allgemeiner Zufriedenheit einher.
  • Diese Emotion entsteht, wenn die gewählte Option zu schlechteren Ergebnissen führt, als die Person erwartet hatte. Die Antizipation dieser Emotion und der Wunsch nach deren Vermeidung ist von großer Bedeutung beim Entscheiden.
  • Relativ überdauernde intraindividuelle Veränderungen des Erlebens und Verhaltens über die Zeit hinweg. Dementsprechend gehörem beispielsweise Befindlichkeitsveränderungen oder Veränderungen durch abrupt eintretende Ereignisse nicht dazu.
  • Entwicklung
    Entwicklung ist eine allgemeine Bezeichnung für eine zeitlich geordnete Folge von Veränderungen äußerer Merkmale, innerer Strukturen und/oder Verhaltensweisen, die für körperliche sowie für seelische Vorgänge verwendet wird. Entwicklung ist von Lernen abzugrenzen.
  • Entwicklung
    Entwicklung ist das Ergebnis einer Wechselwirkung von Lernund Reifungsprozessen, die alterskorrelierte Veränderungen der Persönlichkeit bewirken. Entwicklung ist mit der Realisierung von Anlagen sowie der lernenden Auseinandersetzung des Individuums mit der Umwelt befasst. Unterschieden werden drei Formen der Entwicklung: 1. Die Phylogenese bezieht sich auf die Entwicklung von Arten bzw. Spezies im Rahmen der Evolution (über einen Zeitraum von Jahrmillionen). 2. Die Anthropogenese ist als Spezialfall der Phylogenese zu begreifen, wobei der Fokus auf die Entwicklung des Menschen als Spezies gerichtet ist. 3. Unter Ontogenese wird die Entwicklung des Menschen von der Empfängnis bis zum Tode verstanden.
  • Kinder zeigen Verhaltens- oder Erlebensweisen, die für ihr Alter unangemessen und untypisch sind.
  • Entwicklungsaufgabe
    Entwicklungsaufgaben sind altersgradierte Anforderungen, die von jedem Individuum bewältigt werden müssen, um seiner Entwicklung Richtung und Auftrieb zu verleihen. Im Kindesalter sind die Entwicklungsaufgaben hauptsächlich durch die Sozialisationsinstanzen Familie und Schule gekennzeichnet.
  • Aufgaben/Herausforderungen, mit denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Laufe ihres Lebens konfrontiert werden und deren erfolgreiche Lösung zu einer positiven Weiterentwicklung beiträgt.
  • Entwicklungsaufgaben
    Entwicklungsaufgaben sind geteilte normative Erwartungen, die an Personen in unterschiedlichen Lebensabschnitten herangetragen werden. Sie stellen wichtige Auslöser individueller Entwicklungsprozesse dar. Die erfolgreiche Bewältigung einer Entwicklungsaufgabe führt zu Zufriedenheit und Anerkennung, Versagen führt dagegen zu Unzufriedenheit und Ablehnung. Die Laufbahnentwicklungstheorie hat die beruflichen Entwicklungsaufgaben über die Lebensspanne herausgearbeitet.
  • Entwicklungsaufgaben
    Altersnormative Herausforderungen an die individuelle Entwicklung, die sich aus der biologischen Reifung, den kulturellen Traditionen und altersgradierten sozialen Institutionen (z.B. Schulsystem) ergeben.
  • Bestimmung des Entwicklungsstandes eines Kindes in Relation zu einer Bezugsgruppe. Der Entwicklungsstand kann für die Gesamtentwicklung sowie für die Entwicklung in einzelnen Entwicklungsbereichen (wie Sprache, Motorik etc.) bestimmt werden.
  • Methode zur Optimierung von Entwicklungsergebnissen. Vor allem bei ungünstigen Entwicklungsprognosen kann es sinnvoll sein, hiernach zu suchen, um das andernfalls zu erwartende ungünstige Entwicklungsergebnis zu vermeiden.
  • Aus der Kenntnis des aktuellen Entwicklungsstandes können Voraussagen über die zukünftige Entwicklung abgeleitet werden. Dies gelingt allerdings nur bei Entwicklungsmerkmalen, die eine gewisse Stabilität über die Zeit aufweisen.
  • Sind in der Therapie von Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen. Haben große Bedeutung für Störungsausprägung und Verlauf: Eine Vielzahl potenziell pathologischer Symptome tritt im Verlauf von normaler kindlicher Entwicklung auf (z. B. motorische Unruhe, Fremdeln, Trotzverhalten). Das Fortbestehen über entsprechendes Entwicklungsalter hinaus macht solche Verhaltensweisen erst zu klinisch relevantem Problemverhalten.
  • Entwicklungspsychologie
    Teildisziplin der Psychologie, die die im Verlauf des Lebens auftretenden Veränderungen auf der physischen, kognitiven und sozialen Ebene untersucht.
  • Entwicklungspsychologie
    Entwicklungspsychologie beschäftigt sich mit Veränderungen und Stabilitäten im Lebenslauf (Montada 2002b, S. 3).
  • Die erfolgreiche Entwicklung trotz mehrfacher und scheinbar überwältigender Entwicklungsrisiken.
  • Störungen wie z. B. LRS, Dyskalkulie oder motorische Entwicklungsverzögerung, die zusätzliche Wirkung auf psychische Symptomatik haben können.
  • Entwicklungstests
    Mit Entwicklungstests soll festgestellt werden, ob sich ein Kind allgemein oder in einem speziellen Bereich altersgemäß entwickelt hat. Solche Tests sollten deshalb Items aufweisen, die vor allem mit dem Lebensalter hoch korrelieren, also beispielsweise zwischen benachbarten Altersstufen differenzieren. Durch Vergleich der individuellen Ergebnisse mit den Leistungen Gleichaltriger lassen sich Hinweise auf eventuell behandlungsbedürftige Entwicklungsretardierungen finden.
  • Im Entwicklungsverlauf auftretende Übergänge, die begünstigend auf Entwicklung psychischer Störungen wirken können (z. B. Einschulung, Pubertät, Ablösung von Eltern).
  • Unangenehme und quälende Folgen des Absetzens der suchterzeugenden Substanz.
  • Entzug
    unangenehme und quälende Folgen des Absetzens der suchterzeugenden Substanz.
  • Mit diesem Begriff wird ein altersunangemessenes Einnässen bezeichnet, wobei eine organische Ursache für das Verhalten ausgeschlossen werden kann (z. B. anatomische Fehlbildung oder Harnwegsentzündungen).
  • Das Enzephalogramm („electroencephalogram“, EEG) ist das Ergebnis einer Elektroenzephalografie und besteht in einer grafischen Darstellung der Potenzialschwankungen (in Mikrovolt: V) im Zeitverlauf. Als „das EEG“ wird üblicherweise nicht nur das Enzephalogramm, sondern auch die Methode der Enzephalografie (eigentlich „die EEG“) bezeichnet.
  • Von lebenden Zellen gebildete organische Substanz, die Stoffwechselvorgänge des Organismus beschleunigt
  • Epidemiologie
    Disziplin, die sich mit der Häufigkeit von Neuerkrankungen bzw. der Verbreitung von Erkrankungen und auch ihren Ursachen in Populationen beschäftigt.
  • Epidemiologie (analytisch, deskriptiv)
    Lehre von der Verbreitung der Krankheiten bzw. Störungen in der Bevölkerung.
  • Epidremis
    Oberhaut; äußere Hautschicht, besteht aus drei Schichten: Regenerations-, Verhornungsschicht und Hornhaut
  • Die Ausbildung von Strukturen und Funktionen im Verlauf der Entwicklung.
  • Epigenetik
    Über epigenetische Mechanismen (z. B. Methylierung, Histonmodifikation) können Umwelteinflüsse die Aktivität von Genen erhöhen oder vermindern, ohne die Sequenz der DNA zu verändern.
  • Die Epigenetik beschäftigt sich als Teilgebiet der Biologie mit den Prozessen, die die Aktivität des Genoms beeinflussen, sowie mit der Vererbbarkeit der Zustände der Genaktivität.
  • Beschäftigt sich mit Umweltbedingungen wie z. B. pharmakologischen Manipulationen, psychotherapeutischen Interventionen oder Lebensereignissen und den Mechanismen, wie einzelne Gene und/oder Genabschnitte an- und abgeschaltet werden, ohne dass sich die Abfolge der DNA ändert.
  • Die Erforschung der bleibenden Veränderungen bei der Genexpression, die durch Umwelteinflüsse bewirkt werden können.
  • Epigenetik
    die Untersuchung der Einflüsse auf die Genexpression, die auftreten ohne die DNA zu verändern.
  • Teil der Biologie, der sich mit epigenetisch kodierten Zuständen der Genaktivität von Zellen beschäftigt, die an Tochterzellen weitergegeben werden, aber nicht auf Änderungen des Genoms beruhen
  • Epigenetik (epigenetics)
    Teil der Biologie, der sich mit epigenetisch kodierten Zuständen der Genaktivität von Zellen beschäftigt, die an Tochterzellen weitergegeben werden, aber nicht auf Änderungen des Genoms beruhen
  • Epigenetische Einflüsse
    Einflüsse, die nicht auf Abweichungen in der Sequenz der genetischen Information in der DNS (Desoxyribonukleinsäure) der Zelle zurückgehen, sondern auf eine (ggf. auch vererbbare) Änderung der Genregulation und Genexpression unter dem Einfluss von Umweltfaktoren.
  • Die Gesamtheit aller epigenetischen Informationen wird als Epigenom bezeichnet. Diese Informationen sind in unterschiedlichen Kodierungen zu finden. Drei der am besten erforschten Kodierungen sind die RNA-Interferenz, die DNA-Methylierung und die Histonmo
  • epigenetische Markierung des Genoms in Form von Methyl-Kodierung, Histon-Kodierung und RNA-Interferenz-Kodierung
  • Epigenom (epigenome)
    epigenetische Markierung des Genoms in Form von Methyl-Kodierung, Histon-Kodierung und RNA-Interferenz-Kodierung
  • Epinephrin (Adrenalin) (epinephrine)
    Wichtiges Hormon, das durch das Nebennierenmark als Reaktion auf Stress ausgeschüttet wird. Wirkt wie der Sympathicus und führt zu allgemeinerErregung, erhöhte Pulsfrequenz und Blutdruck. Ist auch ein erregender Neurotransmitter.
  • Eine Erscheinung, die zusammen mit anderen in bestimmten Kontexten auftritt, aber selbst darin keine weitere Wirkung entfaltet. Die klassische rationalistische Perspektive der Entscheidungsforschung versteht Gefühle als ein Epiphänomen der kognitiven Bewertung.
  • Bezieht sich im Wesentlichen auf eigene autobiografische Erfahrungen und ist zeitlich organisiert.
  • episodisches Gedächtnis
    Das episodische Gedächtnis umfasst Erinnerungen an persönliche Erlebnisse in einem konkreten raum-zeitlichen Kontext, etwa daran, was ich zum Frühstück gegessen habe, wer mir gestern auf dem Bahnhof begegnet ist, oder wo ich am 11. September 2001 gewesen bin, als der Anschlag auf das World Trade Center in New York stattfand. Die Erinnerung an diese Erfahrungen ist ein bewusster Vorgang.
  • Episodisches Gedächtnis (episodic memory)
    Verantwortlich für die Speicherung von Ereignissen. Es bezieht sich auf Informationen über persönliche Erlebnisse und Episoden.
  • ist ein nonstandardisiertes Interview zur Erhebung von Erzählungen über kürzere Ereignisse.
  • Episodisches versus semantisches Gedächtnis (episodic versus semantic memory)
    Deskriptive Unterscheidung innerhalb des deklarativen Gedächtnisses zwischen Erinnerungen an persönlich erfahrene, räumlich und zeitlich festgelegte Ereignisse einerseits und Sachwissen ohne zeitlich-räumliche Einbettung andererseits.
  • Epistemologische Überzeugungen
    Subjektive Vorstellungen über die Beschaffenheit (d. h. Objektivität, Richtigkeit oder Aussagekraft) von Wissen. Sie beeinflussen Informationsverarbeitung, Lernverhalten, Lernmotivation und Lernleistung.
  • Eine Epoche ist ein größerer historischer Abschnitt, der durch das Überwiegen gemeinsamer Merkmale im Vergleich zu anderen Epochen gekennzeichnet ist.
  • Ansatz zur Elaboration positiver Perspektiven in der Psychotherapie (Koban und Willutzki 2001): Methode zur Generierung von persönlich relevanten Annäherungszielen. Diese stellen die zentrale Antriebsmotivation für Einleiten und Aufrechterhalten adaptiver Veränderungen dar.
  • Korrektur der Freiheitsgrade im Rahmen einer Varianzanalyse mit Messwiederholungen, die erforderlich wird, wenn bestimmte Voraussetzungen dieses Verfahrens verletzt sind
  • EPSP (exzitatorisches postsynaptisches Potenzial)
    Erregendes Aktionspotenzial.
  • Analytische, kompensatorische Entscheidungsstrategie die die Werte der Konsequenzen innerhalb der Option aufsummiert, ohne sie zu gewichten. Die Alternative mit dem höchsten Summenwert wird gewählt.
  • Equipotenzialität
    Gleiches Potenzial an unterschiedlichen Hirn- oder Zellabschnitten
  • Equity
    ein Zustand, in dem Menschen aus einer Beziehung genauso viel bekommen, wie sie geben.
  • Equity-Theorie
    Eine Theorie, die versucht, Zufriedenheit mit einer Beziehung dadurch zu erklären, wie sehr wir die Verteilung der Ressourcen in zwischenmenschlichen Beziehungen als fair oder unfair wahrnehmen.
  • Eine Integration verschiedener Aspekte des Selbst in ein kohärentes Ganzes, das über die Zeit und über Ereignisse hinweg stabil ist.
  • Erbe-Umwelt-Debatte
    siehe: Anlage-Umwelt-Debatte
  • Erbkoordinationen (Instinktreaktionen) (fixed action pattern)
    Angeborene und ohne jede Erfahrung und Übung vollständig und offenbar automatisch ablaufenden Handlungselemente (nach K. Lorenz).
  • Bezieht sich auf die genetisch bedingten Merkmale.
  • Eine statistische Schätzung desjenigen Anteils an der gemessenen Varianz eines Merkmals bei Individuen einer bestimmten Population, der genetischen Unterschieden dieser Individuen zuzurechnen ist.
  • Erblichkeit
    Ausmaß, in dem interindividuelle Unterschiede auf Gene zurückgeführt werden können. Die Erblichkeit eines Persönlichkeitsmerkmals kann in Abhängigkeit von der ausgewählten Population und den untersuchten Umweltbedingungen variieren.
  • Diese geben an, welcher Anteil an der Variation eines Merkmals auf die genetische Ausstattung bzw. die Umweltvariation entfällt.
  • Erbrechen, antizipatorisches
    Siehe „Übelkeit, antizipatorische“.
  • Mehrere Elementarereignisse werden zu einem Ereignis zusammengefasst (z.B. beim Würfeln das Ereignis „alle geraden Zahlen“)
  • Ereignisbezogene Kategorien (event-related categories)
    Kategorien, die Ereignisabläufe ausdrücken (z. B. Frühstück, Restaurantbesuch; auch Skriptkategorien genannt).
  • Ereigniskorrelierte Potentiale
    Ereigniskorrelierte Potenziale (EKP) sind kleine systematische Spannungsschwankungen im Elektroenzephalogramm (EEG), die einem diskreten Ereignis, z. B. einer visuellen Reizdarbietung, vorhergehen oder nachfolgen..
  • Ereigniskorrelierte Potentiale (EKPs)
    Veränderungen der elektrischen Gehirnaktivität im EEG, die als Reaktion auf die Darbietung eines bestimmten Stimulus auftreten.
  • Kurz EKP, ist eine Untersuchungsmethode der Elektroenzephalografie (EEG), bei der elektrische Gehirnpotenziale mit Ereignissen (z.B. dem Präsentationsbeginn eines Stimulus) in zeitlichen Zusammenhang gebracht werden, um auf kognitive und neuronale Zusammenhänge bzw. Mechanismen zu schließen.
  • Ereigniskorrelierte Potenziale (EKP)
    Auf der Kopfoberfläche ableitbare Potenzialschwankungen (Amplitude: einige Mikrovolt), die zeitlich an ein sensorisches, motorisches oder kognitives Ereignis gekoppelt sind. Bei dieser Technik werden Stimuli zu präzise definierten Zeitpunkten präsentiert und die an jeder Elektrode mit Elektroenzephalografie (EEG) oder Magnetenzephalografie (MEG) gemessenen Signale für ein bestimmtes Intervall um diesen Zeitpunkt herum extrahiert. Danach werden diese Signalabschnitte für einzelne Stimulusklassen über alle Wiederholungen gemittelt, um ein repräsentatives Mittelwertsignal zu erhalten.
  • Ereigniskorreliertes Potenzial (EKP)
    Potenzial im Elektroenzephalogramm nach einem sensorischen, motorischen oder kognitiven Ereignis
  • erfahrene Unterstützung
    subjektive Wahrnehmung der Unterstützung
  • erfahrene Unterstützung (perceived support)
    subjektive Wahrnehmung der Unterstützung
  • Erfahrungsabhängige Plastizität
    Dies meint, dass Synapsen im Gehirn in Abhängigkeit von den jeweiligen Umwelterfahrungen gebildet werden.
  • Erfahrungsabhängige Plastizität
    Der Prozess, durch den Nervenverbindungen im Verlauf des Lebens als Funktion der Erfahrungen eines Individuums hergestellt und reorganisiert werden.
  • Erfahrungsabhängige Synapseneliminierung
    Dies besagt, dass wenig aktivierte Synapsenverbindungen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit wieder beseitigt werden.
  • Entscheidungen können auf der Basis von Beschreibungen der Konsequenzen oder aufgrund erfahrungsbasiertem Wissens gefällt werden. In der Forschung werden häufig beschreibungsbasierte Entscheidungen untersucht, während unsere Alltagsentscheidungen häufig erfahrungsbasiert sind.
  • Erfahrungserwartende Plastizität
    Dies meint, dass das Gehirn in bestimmten Entwicklungsabschnitten spezifische Erfahrungen benötigt, um sich optimal entwickeln zu können.
  • Erfahrungserwartende Plastizität
    Der Prozess, durch den die normale Verschaltung des Gehirns teilweise als Ergebnis von Erfahrungen geschieht, die jeder Mensch in halbwegs normaler Umgebung macht.
  • erfahrungsgeleitet-intuitive Methode
    Unter der erfahrungsgeleitet-intuitiven Methode versteht man die freie, nicht formalisierte Beurteilung der Anforderungen an einen Beruf oder eine Stelle. Sie verlangt gründliche Kenntnisse der Stelle und ihrer organisatorischen Einbettung.
  • Erfolg beruflicher Selbstständigkeit
    Sammelbegriff für ökonomische und psychologische Bewertungskriterien beruflich selbstständigen und/oder unternehmerischen Verhaltens. Ökonomische Kriterien sind Umsatzzahlen, Gewinnmargen, Investitionen und Wachstumskennziffern, psychologische Kriterien tätigkeitsbezogene Gefühlsbindungen, die Selbsteinschätzung unternehmerischer Leistungen, Arbeitszufriedenheit und Wohlbefinden.
  • Erfolgskontrolle
    Statusdiagnostik nach Beendigung einer Intervention, die der Feststellung der Erreichung des angestrebten Zieles dient, welches durch die Messung vor der Intervention (Eingangsdiagnostik) festgelegt wurde
  • Motiv, Erfolg zu erreichen
  • Erfolgsmotiv (success motive)
    Motiv, Erfolg zu erreichen
  • Ergebnisabhängigkeit
    Ein motivationales Ziel, bei dem die Versuchsteilnehmer der Auffassung sind, dass sie später auf eine Zielperson treffen und mit ihr an einer gemeinsam beurteilten Aufgabe zusammenarbeiten werden; es lässt sich zeigen, dass dies zu weniger stereotypen Eindrücken von der Zielperson führt.
  • Untersucht die Wirksamkeit einer Maßnahme.
  • Ergebnisbezogenes Feedback (knowledge of results)
    Zusätzliche von außen gegebene Information über das Bewegungsergebnis bzw. das Erreichen oder Nichterreichen eines angestrebten Bewegungszieles.
  • Ergebnisse bzw. Folgen des kommunikativen Handelns
    Betreffen die Wirkungen der Kommunikationsprozesse auf die Beteiligten: Bei den Adressierten entsteht zum einen ein Eindruck bezüglich des Sendenden, zum anderen ein Eindruck bezüglich des in der Botschaft angesprochenen Themas.
  • Ergonomie befasst sich mit der optimalen Gestaltung von Arbeitssystemen im Hinblick auf die Schnittstelle von Mensch, Maschine und Arbeitsumfeld. Das bedeutet eine körpergerechte Gestaltung der Arbeitsplätze, eine Beschränkung der Beanspruchung durch die Arbeit im Sinne einer Humanisierung der Arbeit und die Gestaltung des Arbeitsumfeldes, so dass ein wirtschaftlicher Einsatz menschlicher Fähigkeiten möglich ist.
  • Ergonomie
    Ergonomie ist die Wissenschaft von der Gesetzmäßigkeit menschlicher Arbeit. Sie zielt darauf ab, technische Systeme so zu gestalten, dass sie bequem nutzbar sind und bei ihrer Nutzung keine körperlichen Schäden entstehen.
  • erhaltene Unterstützung
    tatsächlich erhaltene Unterstützung
  • erhaltene Unterstützung (received support)
    tatsächlich erhaltene Unterstützung
  • Erhaltenswiederholung (maintenance rehearsal)
    Wiederholung.
  • Erweiterungsphase der IPT: gerichtet an remittierte Patienten. Ziel: Erhalt des Remissionszustandes und Verhinderung von erneuter depressiver Episode.
  • Erholung wird als ein dem Prozess der der Beanspruchung entgegengesetzten Prozess verstanden, wobei Erholung mehr ist als die bloße Unterbrechung der Arbeitstätigkeit.
  • Erinnerungen an erlebte Ereignisse werden rekonstruiert und dabei mit plausiblen Einzelheiten aufgefüllt (konstruktives Gedächtnis). Falsche Erinnerungen können dabei auch durch die Art der Fragestellung induziert werden.
  • Erkennen von Wörtern
    Das Erkennen von Wörtern ist die notwendige Fähigkeit für das Verstehen größerer sprachlicher Einheiten.
  • Erklärungen
    Erfolgen in der Regel als Interaktion zwischen einer Person die einer anderen eine Erklärung anbietet. Gute Erklärungen sind u. a. unter Berücksichtigung der Problematik, des Vorwissens und anderer Charakteristika des Gegenübers formuliert. Sie können interpretativ, deskriptiv, oder begründend sein. Interpretative Erklärungen beziehen sich auf die Fragen nach dem WAS (z. B. „Was bedeutet das für meine Prüfungsnote?“). Im Zentrum der Erklärung steht das Deuten oder Klären eines Sachverhalts bzw. Spezifizieren der zentralen Bedeutung einer Aussage bzw. eines Ausdruckes. Deskriptive Erklärungen behandeln Fragen nach dem WIE (z. B. „Wie kann ich mich optimal auf eine mündliche Prüfung vorbereiten?“). Im Mittelpunkt der Erklärung stehen folglich Prozesse, Strukturen und Vorgehensweisen. Begründende Erklärungen beziehen sich auf die Frage WARUM (z. B. „Warum muss ich mich eigenverantwortlich um das Vorhandensein notwendiger Technik für meine Präsentation bemühen?“). Diese Erklärungen beinhalten Begründungen, die beispielsweise auf Prinzipien oder Motive verweisen. Begründende Erklärungen lassen sich unterteilen in kausale Erklärungen, die auf Ursache-Folge-Beziehungen fokussieren und funktionale Erklärungen, die sich auf Funktionen beziehen.
  • sind Angaben über Bedingungsverhältnisse von Sachverhalten bzw. Angaben über Abhängigkeiten zwischen Sachverhalten. Erklärungen setzen die Beschreibung von mindestens zwei Sachverhalten voraus.
  • Erklärungslücke (explanatory gap)
    Behauptung, dass phänomenales Bewusstsein grundsätzlich nicht durch die Angabe kognitiver oder neurobiologischer Mechanismen erklärbar ist.
  • Das Erleben von Hunger und Sättigung und damit das Beendigen der Nahrungsaufnahme wird durch einen Mehrphasen-Sättigungsprozess über mehrere Rückmeldesysteme in gekoppelten Regelkreisen gesteuert.
  • erlernte Hilflosigkeit
    Hoffnungslosigkeit und Resignation, die Tiere und Menschen lernen, wenn sie wiederholt auftretenden aversiven Ereignissen nicht ausweichen können.
  • Erlernte Hilflosigkeit
    Hoffnungslosigkeit und passive Resignation, die Tiere und Menschen lernen, wenn sie wiederholt auftretenden aversiven Ereignissen nicht ausweichen können.
  • Erlernte Hilflosigkeit
    Das Konzept der erlernten Hilflosigkeit wurde von Seligman im Ergebnis von Tierversuchen entwickelt. In den Versuchen machten beispielsweise Hunde zunächst die Erfahrung, dass sie, egal was sie taten, einem leichten elektrischen Schlag nicht entfliehen konnten. In nachfolgenden Situationen bemühten sie sich nicht mehr, schmerzhaften Reizen auszuweichen, sondern erduldeten sie. Die Tiere, so interpretierte Seligman, hatten gelernt, dass sie hilflos sind und waren es dadurch auch. Vergleichbar kann auch beim Menschen die Erfahrung, dass 'Bestrafungen' willkürlich erfolgen und durch eigenes Verhalten nicht vermieden werden können, zu erlernter Hilflosigkeit führen.
  • Erlernter Auslösemechanismus (EAM) (learned releasing mechanism)
    Durch Lernerfahrung entstandene Reiz-Reaktionsverknüpfung (Ethologie). (EAAM) Durch Erfahrung modifizierter Auslösemechanismus.
  • Ernährung, enterale
    Elementardiät („Astronautenkost“), hochkonzentrierte Nahrung, die z. B. über eine Sonde direkt in den Magen appliziert werden kann und die schnell resorbiert wird.
  • Ernährung, parenterale
    Ernährung unter Umgehung des Verdauungstraktes (z. B. Infusion).
  • Erneutes Lernen
    Maß für die Erinnerungsfähigkeit, mit dem erfasst wird, wie viel schneller bereits erlerntes Material zum wiederholten Mal gelernt wird.
  • psychoanalytisch: lustvoll besetzter Körperbereich
  • erogene Zone (erogeneous zone)
    psychoanalytisch: lustvoll besetzter Körperbereich
  • In der Freud’schen Theorie diejenigen Körperbereiche, die in den einzelnen Entwicklungsphasen erotische Empfindungen (Lustgefühle) auslösen.
  • Intensität der physiologischen Erregung
  • Erregung (arousal)
    Intensität der physiologischen Erregung
  • Erregung: Kosten-Belohnungs-Modell
    Legt nahe, dass es im Zuschauer ein Gefühl der Erregung hervorruft, wenn er eine Notsituation beobachtet. Diese Erregung, die fortlaufend unangenehmer wird, kann durch den Zuschauer abgebaut werden, wenn er auf eine Weise reagiert, die die Kosten und Belohnungen dafür berücksichtigt, dass er hilft oder nicht hilft.
  • Erregungsleitung, saltatorische
    Markhaltige Nervenfasern leiten ein Aktionspotenzial sprunghaft (saltatorisch) von einem Ranvier-Schnürring zum nächsten weiter
  • Zweite Phase beim Sexualverhalten, die durch physiologische Reaktionen gekennzeichnet ist (z. B. beschleunigte Atmung und Puls, Hautrötungen) und charakterisiert das damit einhergehende Erleben (beim Mann z. B. Errektion, Anschwellen der Hoden).
  • Erregungstransfer
    Das Phänomen des Erregungstransfers bestätigt einen kleinen Ausschnitt aus der Zwei-Faktoren-Theorie der Emotion: Es belegt, daß wir unspezifische Erregung, die nicht eindeutig einer Quelle zugeordnet werden kann, mit dem nächstbesten Material verknüpfen. Die Basis für diesen Effekt ist offenbar unsere Unkenntnis über unsere eigenen Erregungszustände. Wir überschätzen die Geschwindigkeit, mit der sich Erregung in unserem Körper wieder abbaut. Bereits nach kurzer Zeit, wenn unser Erregungsniveau in Wirklichkeit noch immer recht hoch ist, tun wir so, als seien wir so gelassen wie vorher und schreiben jede folgende Erregung dem nächsten plausiblen Anlaß zu, und sei der auch noch so unschuldig.
  • Erregungstransfer (excitation transfer)
    Eine Resterregung aus Situation A verstärkt die emotionale Reaktion in einer nachfolgenden (emotional wahrgenommenen) Situation B.
  • Erregungstransfer (exitation transfer)
    Erregungsreste aus einer gerade erlebten Situation führen in einer nachfolgenden emotionalen Situation zu einer Verstärkung der Erregung.
  • Erregungsübertragung
    Übertragung einer neutralen körperlichen Erregung auf eine Erregung, die sich aus einer Frustration ergibt, wodurch die Ärger-Erregung verstärkt und die Stärke der aggressiven Reaktion erhöht wird.
  • Erregungsübertragung
    Transfer der physiologischen Erregung aus einer zeitlich früheren Situation auf eine zeitlich spätere, die aufgrund der Diskrepanz zwischen der kognitiven Bewertung aktuell vorliegender Umweltsituationen und der wahrgenommenen physiologischen Erregung, die die kognitive minutenlang, manchmal stundenlang überdauert, zustande kommt.
  • Ein Error ist ein unsystematischer Urteils oder Meßfehler. Er ist nach der klassischen Testtheorie ein unvermeidlicher Bestandteil jedes Meßwertes, hat aber dabei die Eigenschaft, daß er über mehrere Messungen hinweg nicht immer derselbe ist. Nach dem zweite Axiom der klassischen Testtheorie ist der Erwartungswert eines Errors Null. Daraus folgt, daß sich Errors sozusagen „herausmitteln“, wenn man Messungen mehrmals wiederholt und aus den Messergebnissen den arithmetischen Mittelwert bildet. Aus diesem Grund sind Errors mit Vergleich zu den zu den systematischen à Biases der weitaus weniger dramatische Meßfehler
  • Error Score
    Siehe Fehlerwert
  • Error-related negativity (ERN) / Error negativity (Ne)
    An der Kopfoberfläche mittels EEG messbares ereigniskorreliertes Hirnpotenzial, das mit der Handlungsüberwachung assoziiert ist. Tritt z. B. bei Fehlern durch voreilige Reaktionen in Wahlreaktionsaufgaben auf. Bei negativen Rückmeldungen kann die zur selben Klasse von ereigniskorrelierten Hirnpotenzialen gehörende Feedback-related Negativity beobachtet werden. Beide Potenzialauslenkungen sind durch eine frontozentrale Negativierung gekennzeichnet. Vermutlicher Generator ist die rostrate cinguläre Zone (→ „rostral cingulate zone“ / „anterior midcingulate cortex“).
  • Erschöpfende Statistiken
    Die Zeilen- und Spaltensummenscores einer (0/1)-Datenmatrix werden als solche bezeichnet, wenn die Wahrscheinlichkeit der Daten nicht davon abhängt, welche Personen welche Items gelöst haben, sondern lediglich davon, wie viele Personen ein Item gelöst haben (Schwierigkeit des Items), bzw. wie viele Items eine Person lösen konnte (Fähigkeit der Person). (Auch: "suffiziente Statistiken")
  • Erschöpfungssyndrom, chronisches („chronic fatigue syndrome“; CFS)
    Ist durch eine medizinisch nicht ausreichend erklärte Erschöpfung von mindestens 6 Monaten Dauer definiert, die nicht das Resultat einer fortwährenden Anstrengung ist, die nicht durch Ruhe gemildert werden kann und die zu einer substanziellen Reduktion von beruflichen und sozialen Aktivitäten führt. Weiter müssen mindestens 4 von 8 begleitenden Symptomen vorliegen; dazu gehören nicht erholsamer Schlaf, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, Muskelschmerzen, Halsschmerzen und empfindliche Lymphknoten.
  • Gedächtnismessverfahren nach Ebbinghaus. Gemessen wird die Anzahl „gesparter Wiederholungen“ (gegenüber dem ersten Erlernen), wenn das Lernmaterial nach einer Vergessenspause wieder vollständig und in richtiger Reihenfolge gelernt wird.
  • subjektive Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses
  • Erwartung (expectancy)
    Nicht notwendig bewusste, subjektive Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintreten wird.
  • Erwartung (expectancy)
    subjektive Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses
  • Erwartung-mal-Wert-Modell
    Modell der Motivation, nach dem die Motivationsstärke das Produkt von Erwartung und Wert der Handlungsfolgen ist
  • Erwartung-mal-Wert-Modell (expectancy-by-value model)
    Modell der Motivation, nach dem die Motivationsstärke das Produkt von Erwartung und Wert der Handlungsfolgen ist
  • Erwartungs-Enttäuschungs-Paradigma
    Hierbei werden implizite Erwartungen des Säuglings dadurch erkennbar, dass er im Falle eines erwartungswidrigen Ereignisses mit einer Aufmerksamkeitssteigerung reagiert.
  • Erwartungs-Induktions-Paradigma
    Hierbei werden beim Säugling durch die Präsentation von Stimuli bestimmte Erwartungen erzeugt. Dem Säugling werden Reizserien gezeigt und er soll Relationen erkennen, die in der Reizserie enthalten sind. Ob die Relationen erkannt wurden, lässt sich dann d
  • Erwartungs-mal-Wert-Theorie
    Besagt, dass bei der Wahl zwischen mehreren Handlungsalternativen jene bevorzugt wird, bei der das Produkt von erzielbarem Wert (Anreiz) mit der Wahrscheinlichkeit, ihn zu erzielen (Erwartung), maximal ist.
  • Erwartungs-Wert-Modell
    Motivationspsychologisches Modell zur Erklärung leistungsbezogener Entscheidungsprozesse und Verhaltensweisen. Als zentrale Determinanten werden die subjektive Erfolgserwartung („Kann ich dieses Ziel erreichen?“) und der subjektive Wert des Handlungsergebnisses („Ist mir das Ziel wichtig?“) angenommen.
  • Erwartungsängste bei Sexualstörungen
    Beim Auftreten erster sexueller Probleme können Erwartungsängste entstehen, die das Problem verstärken. Zunehmende negative Erwartung, Angst vor Misserfolg und Vermeidung von bestimmten Situationen und Ereignissen können zu Angstreaktionskonditionierung und zur Chronifizierung sexueller Probleme führen.
  • Erwartungsbereich
    Bereich der wahrscheinlichen Abweichung des gemessenen Wertes vom wahren Wert
  • Erwartungsbereich
    Siehe Konfidenzintervall
  • Erwartungsbereich (expectancy interval)
    Bereich der wahrscheinlichen Abweichung des gemessenen Wertes vom wahren Wert
  • Erwartungseffekt
    Bezogen auf Unterrichtsprozesse bezeichnet der Begriff ein Phänomen, bei dem eine Lehrkraft bestimmte Überzeugungen über das Potenzial eines Schülers hat, und allein diese Erwartungen dazu beitragen, dass sich der Schüler so verhält oder Leistungen zeigt, wie die Lehrkraft es erwartet hat; vgl. Pygmalioneffekt.
  • Eigenschaft eines statistischen Kennwertes im Hinblick auf die Schätzung eines Populationsparameters, wenn das Mittel der Stichprobenverteilung bzw. deren Erwartungswert dem Populationsparameter entspricht
  • Ein Verfahren zur Untersuchung des kindlichen Denkens, bei dem man Kleinkindern ein Ereignis zeigt, das Überraschung oder Interesse auslösen sollte, falls es dem widerspricht, was das Kind weiß oder für zutreffend hält.
  • Erwartungswert
    Der Erwartungswert einer bestimmten Variable ist der Wert, den man in der Population erwarten würde, also eine Schätzung des Populationsparameters. Beispielsweise wird der Mittelwert einer Stichprobe als Erwartungswert für den Mittelwert in der Population benutzt.
  • Erwartungswert
    Der Erwartungswert ist (in den hier besprochenen Fällen) der Mittelwert einer Stichprobenkennwerteverteilung. Bei erwartungstreuen Schätzungen ist er identisch mit dem Populationsparameter
  • Mittelwert einer theoretischen (nicht empirischen) Verteilung einer Zufallsvariablen; bezeichnet durch den Buchstaben μ bzw. durch E(X)
  • Erwartungswert
    Stochastischer Begriff; arithmetisches Mittel einer Variablen, das sich bei unendlich vielen Wiederholungen theoretisch ergibt.
  • Ergibt sich aus der Summe (Σ) der Werte (v, „value“) der Konsequenzen (i) die mit ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit (p, „probability“) gewichtet werden.
  • Erwartungswert (expected value)
    Der Erwartungswert einer Entscheidungsoption – klassischerweise einer Lotterie – ist definiert als die Summe aller möglichen Konsequenzen multipliziert mit ihren jeweiligen Eintretenswahrscheinlichkeiten.
  • Erwerb
    erste Phase der klassischen Konditionierung. die Phase, in der ein neutraler Reiz mit einem unkonditionierten Reiz gekoppelt wird, sodass der neutrale Reiz eine konditionierte Reaktion auslöst. Bei der operanten Konditionierung: die Bekräftigung einer verstärkten Reaktion.
  • Erwerb von Handlungszielen
    Aus ideomotorischer Perspektive geschieht der Erwerb von Handlungszielen im Zuge von Lernprozessen, die registrieren, welche sensorischen Effekte mit der Ausführung bestimmter Bewegungen einhergehen. Das wiederholte Registrieren solcher Bewegungs-Effekt-Sequenzen führt zur Bildung von bidirektionalen Bewegungs-Effekt-Assoziationen.
  • Erwiderte beste Freundschaft
    Eine enge Freundschaft, in der sich beide Beteiligten als beste oder engste Freunde betrachten.
  • Erworbene Hirnschädigung
    Erworbene Hirnstörungen entstehen durch körperliche Erkrankungen, die das Gehirn direkt (z. B. durch Schädel-Hirn-Verletzungen) oder indirekt (z. B. als Folge einer den ganzen Organismus beeinflussenden Erkrankung) betreffen.
  • Erwünschtes Selbst
    Enthält unser potenzielles Selbst (mögliches Selbst), aber auch die Wünsche und Bestrebungen (ideales Selbst) sowie die Pflichten und Verpflichtungen (Soll-Selbst), deren Erfüllung wir oder bedeutsame Andere von uns erwarten.
  • Erythrozyt
    Rotes Blutkörperchen; scheibenförmige, kernlose, hämoglobinhaltige Blutzelle, die Sauerstoff transportiert
  • Beschreibungen zurückliegender Ereignisse, die der Grundstruktur einer Geschichte folgen.
  • Erziehung
    Zielt auf eine Förderung der psychischen Entwicklung Heranwachsender sowie die intergenerationale Transmission von gesellschaftlich als relevant erachteten Wissensbeständen, Werten und Normen ab. Erziehungsziele und ‑praktiken variieren daher interkulturell und unterliegen historischen Wandlungsprozessen. Auch wird in gängigen Definitionen der Selbsttätigkeit der zu Erziehenden Rechnung getragen, indem Erziehung immer nur als (absichtsvolles) „Versuchshandeln“ charakterisiert wird.
  • Erziehungsberatungsstellen
    Die institutionelle Erziehungsberatung obliegt dem achten Sozialgesetzbuch zufolge der Kinder- und Jugendhilfe und wird - im Sinne des Subsidiaritätsprinzips - meist von Erziehungsberatungsstellen in freier Trägerschaft (z.B. Diakonie, AWO) geleistet. Um dem vielfältigen Anlässen gerecht werden zu können, arbeiten in der Regel Fachkräfte mit unterschiedlicher Expertise (z. B. Ärzte, Psychologen, Pädagogen und Sozialarbeiter) im Team zusammen (vgl. Interdisziplinarität). Die Inanspruchnahme der Beratungsangebote ist grundsätzlich freiwillig und kostenlos.
  • Erziehungspraktiken
    beziehen sich auf spezifische Erziehungsmaßnahmen der Eltern, Erziehungsstile dagegen auf inhaltsunabhängige (d. h. übergreifende) Grundhaltungen.
  • Erziehungspsychologie
    Teil der Pädagogischen Psychologie, der sich nicht mit Bildungsprozessen (Lehren und Lernen), sondern mit Erziehung im engeren Sinne befasst, etwa mit dem Einfluss elterlicher Erziehungsmaßnahmen auf die Entwicklung des Kindes.
  • Die Gesamtheit der bewussten und unbewussten Verhaltensweisen, die im Rahmen der elterlichen Sozialisation auftreten. Nach der Konzeption von Baumrind lassen sich eine autoritäre, eine autoritative, eine vernachlässigende und eine permissive Form voneinan
  • Erziehungsstil
    Muster von elterlichen Einstellungen, Handlungsweisen und Ausdrucksformen, die die Art der Interaktion der Eltern mit ihrem Kind über eine Vielzahl von Situationen kennzeichnen.
  • Elterliche Verhaltensweisen und Einstellungen, die das emotionale Klima der Eltern-Kind-Interaktionen bestimmen, zum Beispiel die Ansprechbarkeit der Eltern und ihr Anforderungsniveau.
  • Repräsentiert die Triebbedürfnisse eines Menschen in der psychoanalytischen Konzeption Freuds und ist in der Regel auf unmittelbare Bedürfnisbefriedigung ausgerichtet.
  • In der psychoanalytischen Theorie die früheste und primitivste Persönlichkeitsstruktur. Das Es ist unbewusst und folgt dem Ziel des Lustgewinns.
  • Es
    enthält ein Reservoir unbewusster Energie, deren Streben laut Freud auf die Erfüllung grundlegender sexueller und aggressiver Triebe gerichtet ist. Das Es handelt nach dem _Lustprinzip_ und verlangt sofortige Befriedigung.
  • psychoanalytisch: Quelle der Libido
  • psychoanalytisch: Quelle der Libido
  • Dieser Begriff kennzeichnet die Verschlimmerung eines sozialen Konflikts im Zuge der Interaktion der Konfliktparteien. In der Literatur werden unterschiedliche Stufenmodelle und diverse Mechanismen der Konflikteskalation diskutiert.
  • ESM (experience sampling method)
    stichprobenartige Erhebung von Situationen im Feld
  • ESP
    siehe: Außersinnliche Wahrnehmung
  • ESS (Epworth Sleepiness Scale)
    Erfasst zusätzlich zu den Schlafproblemen auch Tagesmüdigkeit und Tagesschläfrigkeit. (Johns 1991)
  • Die Ansicht, dass lebende Dinge im Inneren ein Wesen besitzen, das sie zu dem macht, was sie sind. Essenzialistische Feststellungen Aussagen über Wesensmerkmale in Beschreibungen und Charakterisierungen, die Kategorien oder Gruppen insgesamt zukommen und
  • Zu dieser Gruppe von Störungen werden im Wesentlichen Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Adipositas gerechnet. Nach den gängigen Klassifikationssystemen gelten dabei Anorexia und Bulimia nervosa als psychische Störungen, während Adipositas als körperli
  • Korrelationskoeffizient, der die linearen und nonlinearen Zusammenhänge zwischen unabhängiger und abhängiger Variable erfasst (Varianzanalyse)
  • Eta-Quadrat (η2)
    Effektstärkenmaß. Gibt den Anteil der aufgeklärten Varianz an der Gesamtvarianz auf der Stichprobenebene mittels Quadratsummen an
  • Eta-Quadrat (η2)
    Effektstärkenmaß. Gibt den Anteil der aufgeklärten Varianz an der Gesamtvarianz auf der Stichprobenebene mittels Quadratsummen an
  • Ethik
    Wissenschaftliche Beschäftigung mit der Moral, die sittliche Orientierungen, Werte und Norme reflektiert und einordnet. Sie formuliert Kriterien, die Handlungsorientierung in ethisch relevanten Entscheidungssituationen liefert.
  • Ethisch-moralische Grundrechte
    Ethisch-moralische Grundrechte von Personen (wie z. B. das Recht auf rationale Selbstbestimmung, Würde, psychische und soziale Unversehrtheit) dürfen weder in psychologischen Untersuchungen noch in betrieblichen Verfahren (z. B. Personalauswahl, Personaleinsatz) verletzt werden.
  • Führungsstil, bei dem die Führungskraft normativ-ethischen Prinzipien folgt und sich durch Offenheit, Transparenz und Glaubwürdigkeit auszeichnet.
  • Die Vorstellung einer Person, zu einer ethnischen Gruppe zu gehören, einschließlich des Ausmaßes, in dem sie Gedanken, Wahrnehmungen, Gefühle und Verhaltensweisen mit der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe verbindet.
  • Die ethnografische Feldbeobachtung („ethnographic field observation“) ist eine nicht-strukturierte Beobachtung der sozialen Verhaltensweisen anderer Personen im natürlichen Umfeld, wobei kontextgebundene, komplexe Beobachtungseinheiten (z.B. Interaktionsmuster anstelle einzelner Verhaltensweisen) in den Blick genommen und von den Beobachtenden in eigenen Worten in Feldnotizen beschrieben werden. Kennzeichnend für die ethnografische Feldbeobachtung ist ein umfassendes Eintauchen der Forschenden in das zu beobachtende Feld, teilweise für längere Zeitperioden (teilnehmende Feldbeobachtung, „participant observation“, und oft in der Form der aktiven Teilnahme: „participant-as-observer“).
  • Da es bei der ethnografischen Feldbeobachtung um die Rekonstruktion komplexer Beobachtungseinheiten geht, wird sie meist durch Feldgespräche sowie die Sammlung von Dokumenten und Artefakten ergänzt und zusammenfassend als ethnografische Feldforschung („ethnographic field research“) bezeichnet.
  • Im Rahmen ethnografischer Feldforschung werden neben Feldbeobachtungen häufig ethnografische Feldinterviews („ethnographic interview“, „field interview“) als Einzel- oder Gruppeninterviews geführt. Sie folgen keinem festen Leitfaden, sondern gehen spontan auf die Situation im Feld ein und operieren oft mit WFragen (Wer? Wie? Wo? Wozu? Wie oft?). Um ihre Nähe zum Alltagsgespräch hervorzuheben, werden sie auch als Feldgespräche oder ethnografische Forschungsgespräche bezeichnet.
  • Ethnozentrismus
    Die Tendenz, die Merkmale der Eigengruppe als überlegen im Vergleich zu denen der Fremdgruppe zu beurteilen und ganz allgemein Fremdgruppen aus der Perspektive einer Eigengruppe zu beurteilen.
  • Befasst sich mit der vergleichenden Verhaltensforschung mit dem zentralen Ziel, angeborene Verhaltensbestandteile zu identifizieren.
  • Die Verhaltensforschung, die die evolutionsbiologischen Grundlagen des Verhaltens untersucht.
  • Ethologie (ethology)
    (1) „Klassische“ vergleichende Verhaltensforschung, Wissenschaft vom Verhalten der Tiere. Teilgebiet der Zoologie. (2) Wissenschaft von den Sitten und Gebräuchen eines Volkes.
  • Eigenschaft eines psychologischen Konstrukts, in allen Kulturen vorzukommen
  • etisch (etic)
    Eigenschaft eines psychologischen Konstrukts, in allen Kulturen vorzukommen
  • European Association of Social Psychology (EASP)
    "Vereinigung, die 1966 von europäischen Forschern gegründet wurde, um die Sozialpsychologie in Europa voranzutreiben; ursprünglich als European Association of Experimental Social Psychology bezeichnet."
  • Die Eustachische Röhre ist eine durchgehende Verbindung zwischen Mittelohr und Rachenhöhle.
  • Eva-Prinzip
    Prinzip, nach dem sich ohne Einwirkung von Hormonen in utero ein weiblicher Organismus ausbildet; nur eingeschränkt korrekt, da für die weibliche Entwicklung keine Androgene, aber das DAX-1-Gen notwendig ist
  • Evaluation
    Eine Evaluation dient der Bewertung einer Maßnahme, etwa eines Trainings oder eines Therapieprogramms. Sofern psychische Merkmale von Menschen oder deren Verhalten verändert werden sollen, können dazu psychologisch-diagnostische Methoden eingesetzt werden.
  • Evaluation
    Bewertung, Beurteilung. Im klinisch-psychologischen Bereich wird Evaluation eingesetzt, um den Erfolg (bzw. auch Misserfolg) einer Intervention zu messen.
  • ist in der allgemeinen Bedeutung des Begriffs die Beschreibung, Analyse und Bewertung von Prozessen und Organisationseinheiten, insbesondere im Bildungsbereich, in den Bereichen Gesundheit und Entwicklungshilfe, der Verwaltung oder der Wirtschaft. Evaluation kann sich sowohl auf den Kontext (Voraussetzungen, Rahmenbedingungen), die Struktur, den Prozess als auch auf das Ergebnis (Produkt) beziehen.
  • Evaluation Bias
    Maß der selektiven Informationsbewertung, d.h. das Ausmaß, in dem konsistente Information gegenüber inkonsistenter Information als qualitativ hochwertiger eingestuft wird. Im klassischen Forschungsparadigma bezieht sich das Maß auf die mittlere Differenz zwischen der Qualitätsbewertung konsistenter und inkonsistenter Informationen.
  • Die Evaluationsforschung widmet sich der Bewertung von Maßnahmen, Programmen (Maßnahmenbündeln), aber auch von anderen Evaluationsgegenständen. Dabei wird auf technologische oder auch grundlagenwissenschaftliche Theorien zurückgegriffen. Evaluationsforschung operiert meist stärker theorieanwendend als theorieentwickelnd.
  • Evaluationsforschung bzw. wissenschaftliche Evaluation
    Die Evaluationsforschung („evaluation research“) bzw. wissenschaftliche Evaluation („evaluation“) nutzt sozialwissenschaftliche Methoden, um einen Evaluationsgegenstand (z. B. ein Produkt oder eine Maßnahme) unter Berücksichtigung der relevanten Anspruchsgruppen (z. B. Patienten, Angehörige, Produktenwickler, Evaluationsauftraggeber) anhand bestimmter Evaluationskriterien (z.B. Akzeptanz, Wirksamkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit) undMaßgaben zu ihren Ausprägungen zu bewerten. Die durch den Prozess der Evaluationsforschung im Ergebnis erlangte Bewertung soll in der Praxis unterschiedliche Evaluationsfunktionen erfüllen (z.B. Legitimations- oder Optimierungsfunktion), was eine aktive Evaluationsnutzung, d. h. ein praktisches Aufgreifen der laufenden und/oder abschließenden Evaluationsergebnisse verlangt (z.B. unterstützt durch schriftliche Reports, mündliche Berichte und/oder Workshops des Evaluationsteams für die relevanten Anspruchsgruppen). Die Evaluationsforschung ist den üblichen Prinzipien der Wissenschaftlichkeit sowie der Wissenschafts- und Forschungsethik verpflichtet, die für die besonderen Bedingungen der Evaluationsforschung zusätzlich in verbindliche Evaluationsstandards als Gütestandards für Evaluationsstudien gefasst wurden. Die Evaluationsforschung stellt über sozialwissenschaftliche Methodenkompetenz hinaus besondere Anforderungen an die Qualifikation der Evaluierenden.
  • Im Zuge der Evaluationsforschung wird eine wissenschaftlich fundierte Bewertung des Evaluationsgegenstandes erarbeitet, die wiederum dazu dient, übergeordnete praxisbezogene Funktionen zu erfüllen, die sich als Erkenntnis-, Lern- und Dialog-, Optimierungs-, Entscheidungs- und Legitimationsfunktionen fassen lassen.
  • Evaluationsgegenstand oder Evaluationsobjekt
    Als Evaluationsgegenstand oder Evaluationsobjekt („evaluation object“, „evaluand“) bezeichnet man den Untersuchungsgegenstand, auf den sich eine wissenschaftliche Evaluation bezieht. Ein besonders typischer Evaluationsgegenstand sind einzelne Interventionsmaßnahmen (z.B. psychotherapeutische, pädagogische oder medizinische Verfahren) bzw. größer angelegte Programme (z. B. Weiterbildungs-, Frauenförder-, Integrationsprogramme), die auf bestimmte individuelle und kollektive Veränderungen abzielen.
  • Unter Evaluationsklienten („evaluation client“) versteht man Beteiligte und/oder Betroffene, die eine Evaluation in Auftrag geben bzw. denen das Evaluationsteam Dienstleistungen bietet.
  • Evaluationskriterien („evaluation criteria“) beziehen sich auf das Konzept, die Durchführung sowie die Ergebnisse einer Maßnahme bzw. eines Evaluationsobjektes und können ganz unterschiedliche Bewertungsaspekte ansprechen (z. B. ökonomische, ökologische, psychologische, soziale, ethische Kriterien). Die Festlegung der relevanten Kriterien erfolgt anhand der Zielsetzungen derMaßnahme, der Vorgaben der Auftraggebenden, der Erwartungen weiterer relevanter Stakeholder, anhand allgemein konsensfähiger Qualitätsstandards, auf der Basis von Hinweisen aus der Fachliteratur und Fachcommunity und/oder aus der Praxis. Ergänzend zur zielorientierten Evaluation anhand vordefinierter Erfolgskriterien, die sich aus den offiziellen Programmzielen ableiten („goal-based evaluation“), ist es oft sinnvoll, auch für nicht-intendierte Wirkungen einer Maßnahme offen zu sein und diese möglichst umfassend zu erheben. Hierzu eignen sich qualitative Methoden besonders gut. Die nicht-intendierten Effekte werden dann nachträglich anhand unterschiedlicher Kriterien bewertet. Bei der spezifischen Methode der zielfreien Evaluation („goal-free evaluation“) werden die offiziellen Maßnahmenziele den Evaluierenden gar nicht mitgeteilt, um so die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass sie auch nicht-intendierte Wirkungen aufdecken. Alternativ kann auch so vorgegangen werden, dass die Evaluierenden sich bewusst von den ihnen mitgeteilten offiziellen Maßnahmenzielen lösen und andere Wirkungen und Effekte erkunden. Von besonders großer praktischer Bedeutung ist die zielorientierte Evaluation der Ergebnisse einerMaßnahme im Hinblick auf ihre Effektivität (Wirksamkeit, Ausmaß der Zielerreichung) sowie ihre Effizienz (Kosten für die Zielerreichung bzw. Kosten-Nutzen-Bilanz).
  • Mit der Evaluationsnutzung („evaluation utilization“) ist die Verwendung der Ergebnisse einer wissenschaftlichen Evaluation durch Verantwortliche in der Praxis gemeint. Damit die Evaluationsergebnisse zu sachgerechten Entscheidungen (z. B. Weiterführung einerMaßnahme oder nicht) und sinnvollen Veränderungen (z. B. spezifische Verbesserungen einer Maßnahme) führen, ist die Abgabe eines Evaluationsberichtes mit entsprechenden Empfehlungen meist nicht ausreichend. Stattdessen sollten die Bedeutung und Konsequenzen der Evaluationsergebnisse mit den entsprechenden Stakeholdern diskutiert und Umsetzungsprozesse organisiert werden (z. B. durch Workshops, Weiterbildungsmaßnahmen, Einrichtung von Arbeitsgruppen). Insbesondere wenn eine Evaluation die Funktion hat, die Maßnahme fortlaufend zu verbessern, sind Bemühungen um die Evaluationsnutzung nicht nur am Projektende sinnvoll, sondern häufige Rückkopplungen von Evaluationsergebnissen an die für die Entwicklung, Realisierung und Umsetzung des Evaluationsgegenstandes Zuständigen notwendig, etwa im Sinne eines Regelkreissystems.
  • Unter Evaluationsrespondenten („evaluation respondent“) versteht man Betroffene und Beteiligte, die an Datenerhebungen im Zuge einer Evaluationsstudie teilnehmen (z.B. mittels Fragebogen, Interview). Im Rahmen der Evaluationsforschung gilt es, für die jeweilige Evaluationsfrage die relevanten Stakeholder zu identifizieren und deren Anliegen angemessen in den Forschungsprozess einzubeziehen. Besonders wichtige Stakeholder sind in der Regel die Auftraggebenden der Evaluation, die Maßnahmenverantwortlichen sowie die Zielgruppen der Maßnahme.
  • evaluative Konditionierung
    Bei der evaluativen Konditionierung wird durch wiederholte Assoziation die Valenz eines emotional relevanten Reizes auf einen neutralen (z.B. ein Produkt oder einen Markennamen) übertragen.
  • Evaluatives Konditionieren
    Verändert die Bewertung eines Stimulus, indem er wiederholt zusammen mit einem anderen, positiven oder negativen, Stimulus dargeboten wird.
  • evaporativ
    Durch Verdampfung
  • Event sampling
    Eine exakte Bestimmung der Dauer einer Verhaltensweise erfolgt nur beim Eventsampling. Dazu werden Anfang und Ende der Verhaltenssequenz zeitlich genau bestimmt, um daraus die Dauer zu berechnen. In der Regel ist dazu eine Videoaufnahme nötig, in die die Zeit eingeblendet ist. Durch eventuell wiederholtes Betrachten der Aufnahme im Slow-Motion-Modus gelingt es, den Zeitpunkt des Beginns und des Endes sehr genau festzustellen.
  • Event-related fMRT (efMRT)
    Verfahren der funktionellen Kernspintomografie (fMRT) analog zu den evozierten Potenzialen in der Elektroenzephalografie (EEG) oder Magnetenzephalografie (MEG). Stimuli werden zu definierten Zeitpunkten präsentiert und die Daten danach in Bezug auf diesen Zeitpunkt analysiert.
  • Evidenzbasierte Praxis
    Treffen klinischer Entscheidungen, bei dem die besten verfügbaren Forschungsbefunde, klinische Erfahrung und die Vorlieben und Eigenschaften der Patienten vereint werden.
  • Evidenzbasierte Psychotherapie
    Eine psychotherapeutische Intervention gilt als evidenzbasiert, wenn empirische Nachweise ihrer Wirksamkeit und Effizienz vorliegen.
  • Entwicklungsprozess der Entstehung und Veränderung von Arten
  • Evolution (evolution)
    Entwicklungsprozess der Entstehung und Veränderung von Arten
  • Evolutionäre Psychologie
    Der Versuch, das Sozialverhalten des Menschen als einen evolutionären Anpassungsprozess mit dem ultimaten Ziel der Fitnessmaximierung zu verstehen.
  • evolutionsbiologische Emotionstheorie
    Der evolutionspsychologische Ansatz betrachtet Emotionen als ein Ergebnis der Entstehungsgeschichte von Mensch und Tier. Man geht davon aus, dass die verschiedenen Emotionskomponenten (z.B. Ausdruck oder physiologische Komponente) der Spezies Überlebens- und Fortpflanzungsvorteile verschafften.
  • Evolutionspsychologie
    Ein Ansatz, der menschliche Verhaltensweisen und Präferenzen aufgrund ihres „Reproduktionswerts“ erklärt, also ihrer Wahrscheinlichkeit, Nachkommen hervorzubringen.
  • Evolutionspsychologie
    die Untersuchung der Evolution des Verhaltens und des Denkens mithilfe der Prinzipien der natürlichen Selektion.
  • Evolutionspsychologie
    Paradigma der Psychologie, das nach evolutionären Wurzeln des Erlebens und Verhaltens und den vermittelnden psychologischen Mechanismen sucht
  • Evolutionspsychologie (evolutionary psychology)
    Paradigma der Psychologie, das nach evolutionären Wurzeln des Erlebens und Verhaltens und den vermittelnden psychologischen Mechanismen sucht
  • Lebewesen, und der Mensch im Besonderen, müssen vornehmlich dasjenige wahrnehmen, was für das Überleben als Individuum oder als Mitglied in der Gruppe lebenswichtig ist: Nahrung, Schutz, Artgenossen, Sexualpartner, Hindernisse, Orte, Wissen. In diesem Sinne sind Wahrnehmungsleistungen als Adaptationen an die Anforderungen der Umwelt entstanden.
  • evolvierter psychologischer Mechanismus
    evolvierter, genetisch fixierter, bereichs- und kontextspezifischer psychologischer Mechanismus
  • evolvierter psychologischer Mechanismus (evolved psychological mechanism (EPM))
    evolvierter, genetisch fixierter, bereichs- und kontextspezifischer psychologischer Mechanismus
  • Evozierende Anlagewirkungen
    Mit diesem Begriff ist gemeint, dass ein Kind durch sein Verhalten Wirkungen in seiner sozialen Umgebung hervorruft, die zu seinen genetischen Anlagen passen.
  • Hier handelt es sich um kurzzeitige (d. h. weniger als 1 Sekunde andauernde) Reaktionen auf innere oder äußere Reize, die einen komplexen Verlauf mit interpretierbaren Höhe- und Tiefpunkten aufweisen.
  • Evozierte Potenziale (ereigniskorrelierte Potenziale, EKPs) (evoked potentials)
    Komplexe Wellenform im EEG als Reaktion auf bestimmte Reize. Neben der Spontanaktivität des Gehirns (EEG) können innere oder äußere Reize typische Potenzialverläufe hervorrufen (evozieren). Sensorische EKPs folgen zeitlich unmittelbar auf den Sinnesreiz und sind am stärksten über den modalitätszugehörigen corticalen Arealen ausgeprägt. Motorische EKPs gehen der motorischen Reaktion unmittelbar voraus und sind am stärksten über dem motorischen Cortex. Endogene EKPs entstehen, wenn ein Ereignis für das Individuum irgendwie „bedeutungsvoll“ ist, und sind nicht so streng an das auslösende Ereignis gekoppelt.
  • EWL: Die Eigenschaftswörterliste
    Bei der EWL (Janke & Debus, 1978) handelt es sich um ein mehrdimensionales Verfahren zur quantitativen Beschreibung des aktuellen Befindens mit Hilfe von Adjektiven (z. B. »energisch«, »traurig«). Die »Normalversion« umfasst 15 Skalen.
  • Ex-post-facto-Forschung
    Ex-post-facto-Forschung umfasst Studien, die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge untersuchen, indem ein bestimmter Stand der Dinge beobachtet und rückblickend nach Faktoren für sein Zustandekommen gesucht wird.
  • Exazerbation
    Verschlechterung (im Zusammenhang mit körperlichen Zuständen gebräuchlich).
  • Exekutive Funktionen
    Kontrollprozesse, die ein Individuum befähigen, seine Handlungsdurchführung in Situationen zu optimieren, die das Koordinieren und Tätigwerden mehrerer kognitiver Basisprozesse erfordern.
  • Exekutive Funktionen (executive functions)
    Sammelbezeichnung für kognitive Mechanismen, die die Koordination, Konfiguration, Überwachung und Bewertung sensorischer, kognitiver und motorischer Systeme im Sinne übergeordneter Ziele vermitteln. Beispiele sind die Inhibition inadäquater Reaktionen, die Planung neuer Handlungssequenzen, die flexible Umkonfigurierung kognitiver Einstellungen und die aktive Aufrechterhaltung aufgabenrelevanter Information. Der Begriff überlappt stark mit dem Konzept der kognitiven Kontrolle.
  • Exekutive Funktionen (executive functions)
    Sammelbegriff für diejenigen kognitiven Prozesse, die für die zielbezogene Kontrolle anderer, aufgabenspezifischer Prozesse verantwortlich sind.
  • Exekutive Funktionen/Prozesse
    Begriff, der eine heterogene Gruppe kognitiver Funktionen zusammenfasst, die zielorientiertes, adaptives und flexibles Verhalten ermöglichen. Zu den Exekutivfunktionen zählen Entscheidungsfindung, Handlungsplanung, Handlungsüberwachung, Aufmerksamkeitskontrolle, Arbeitsgedächtnis, Problemlösen und andere. U.a. dienen sie dazu, Handlungen über mehrere Teilschritte hinweg auf ein übergeordnetes Ziel zu planen, Aufmerksamkeit auf hierfür relevante Informationen zu fokussieren und ungeeignete Handlungen zu unterdrücken. Obwohl das Frontalhirn für die Exekutivfunktionen eine wichtige Rolle spielt, kann man Exekutivfunktionen nicht mit Frontalhirnfunktionen gleichsetzen, da auch andere Hirnareale essenziell beteiligt sind.
  • Zusammenfassender Begriff für eine Menge kognitiver Mechanismen, die die Zielerreichung in schwierigen Handlungssituationen ermöglichen. Solche Situationen können insbesondere dann auftreten, wenn der Kontext neuartig ist, besonders schwierige Handlungen auszuführen sind, Fehler vermieden werden müssen, eine Handlungsoption gegen eine andere automatisch aktivierte Option durchgesetzt werden muss, mehrere Handlungen oder Ziele koordiniert werden müssen.
  • Begriff für kognitive Mechanismen, die an der Aufmerksamkeitskontrolle und exekutiven Kontrolle beteiligt sind. Je nach Autor werden unterschiedliche Teilfunktionen aufgelistet: z.B. Smith und Jonides - Wechsel der Aufmerksamkeit zwischen verschiedenen Aufgaben, Planung von Aufgaben zur Zielerreichung, selektive Aufmerksamkeit und Inhibition von aufgabenirrelevanten Informationen und Reaktionen, Codierung von zeitlichen und räumlichen Repräsentationen im Arbeitsgedächtnis. Früher hatte man ein kognitives System als Ausgangssystem für die verschiedenen Teilfunktionen gesehen, heute geht man davon aus, dass es neben einem gemeinsamen Kern für verschiedene Teilfunktionen auch voneinander unabhängig funktionierende Teilmechanismen gibt.
  • Exemplarbasierte Ansatz (Exemplartheorien)
    charakterisiert Kategorien als eine Sammlung von Beispielen, die den Prototypeffekt ausmachen.
  • Exemplarmodelle (exemplar models)
    Basieren auf der Annahme, dass Instanzen von zu beurteilenden Objekten bei früheren Gelegenheiten zusammen mit dem Kriteriumswert abgespeichert wurden. Ein neues Urteilsobjekt wird dann aufgrund seiner Ähnlichkeit zu den gespeicherten Instanzen beurteilt. Die Modelle sind meist mathematisch präzise formuliert.
  • Exemplarrepräsentation
    In Exemplartheorien wird angenommen, dass Konzepte für ihre Repräsentation weder einer Abstraktion von Merkmalen (→ Merkmalsrepräsentation) noch eines Prototyps (→ Prototyprepräsentation) bedürfen, sondern allein durch die Objekte repräsentiert sind, die als zum Konzept gehörend erlebt wurden.
  • Exemplarsicht (exemplar view)
    Theorie der Kategorisierung, die davon ausgeht, dass beim Lernen die einzelnen Exemplare im Gedächtnis gespeichert werden. Kategorisierung wird auf der Basis von Ähnlichkeitsvergleichen mit den einzelnen Exemplaren vollzogen.
  • Exemplarstrategie (exemplar strategy)
    Klassifikationsstrategie, bei der bekannte Einzelbeispiele im Gedächtnis gespeichert und mit dem dazugelernten Begriff (dem Konzept) verbunden werden. Neue Objekte werden als zugehörig erklärt, wenn sie den gespeicherten Beispielen hinreichend ähnlich sind.
  • Exemplartheorien (instance theories)
    Exemplarbasierter Ansatz, nach dem unser Wissen über Konzepte durch den Abruf bestimmter Exemplare dieser Konzepte wirksam wird. Gegensatz: Abstraktionstheorien.
  • Theoriekonträre empirische Ergebnisse können zum Anlass genommen werden, die betreffende Theorie nicht komplett zu verwerfen, sondern zu modifizieren. Eine typische Theoriemodifikation besteht in der Exhaustion („exhaustion“), bei der der Geltungsbereich der Theorie eingeschränkt wird, um theoriekonträre Fälle auszuschießen. Diese Einschränkung des Geltungsbereiches läuft auf eine Erweiterung des Wenn-Teils der Theorie durch eine oder mehrere logische Und-Komponenten hinaus. Exhaustion kann den empirischen Bestätigungsgrad einer Theorie steigern, allerdings auf Kosten ihres Informationsgehaltes bzw. Allgemeingültigkeitsanspruchs.
  • Modifikation oder Erweiterung einer Theorie aufgrund von Untersuchungsergebnissen, die die ursprüngliche Form der Theorie falsifizieren
  • Merkmal von Antwortalternativen; liegt vor, wenn alle möglichen Antworten auf den vorgegebenen Antwortalternativen abgebildet werden können.
  • Form der Paraphilie: Bezeichnet die Zurschaustellung der eigenen Sexualorgane in der Öffentlichkeit. Befriedigung des Exhibitionisten hängt vom Überraschen oder Erschrecken fremder Personen ab, weshalb die Täter frustriert sind, wenn die Opfer mit Gelassenheit reagieren.
  • Exogen (durch einen Reiz reflexartig) initiierte Ausrichtung der Aufmerksamkeit, die typischerweise durch eine kurze Latenz (~50 ms), eine transiente Aktivation (50-200ms) und eine (relativ) automatische Funktionsweise gekennzeichnet ist.
  • Lebensbereiche nach der systemorientierten Theorie Bronfenbrenners, an denen eine Person nicht unmittelbar beteiligt ist, die jedoch Einfluss auf die eigenen Lebensbereiche einer Person nehmen (z. B. Ratschläge aus dem Freundeskreis der Eltern).
  • Im bioökologischen Modell Umweltbedingungen, die eine Person nicht direkt erfährt, welche die Person aber indirekt beeinflussen können.
  • Exozytose
    Austritt von Zellen aus den Blutgefäßen
  • Siehe „Erwartungswert“.
  • Experiment
    Methode, bei welcher der Versuchsleiter absichtlich eine Veränderung einer Situation herbeiführt, um die Konsequenzen dieser Veränderung zu untersuchen.
  • Als Experiment bezeichnet man Studien, bei denen die Untersuchungsteilnehmer zufällig unterschiedlichen Bedingungen zugeteilt wurden (z. B. unterschiedlichen Arbeitspausen). Diese Bedingungen müssen systematisch vom Versuchsleiter hergestellt worden sein (experimentelle Manipulation), um den Einfluss einer unabhängigen auf eine abhängige Variable zu untersuchen (z. B. Pausenanzahl auf die Arbeitsleistung pro Tag). Alle anderen möglichen Einflüsse auf die abhängige Variable (z. B. Arbeitsbedingungen, Ausbildung, Alter, Geschlecht, etc.) müssen dabei kontrolliert werden.
  • Wissenschaftlicher Versuch, bei dem ein Experimentleiter das zu untersuchende Verhalten oder Geschehen unter kontrollierten Bedingungen absichtlich herbeiführt und systematisch erfasst. Im klassischen Experiment wird einer Experimentalgruppe, bei der der Versuchsleiter eine Manipulation an der experimentellen Bedingung (unabhängige Variable, UV) vorgenommen hat, eine Kontrollgruppe gegenübergestellt, bei der in der Regel keine Maßnahme angewendet wird. Bei beiden Gruppen wird dasselbe Merkmal gemessen (abhängige Variable, AV), um die Ausprägungen dieser Variablen in den beiden Gruppen zu vergleichen.
  • Experiment
    Experimente sind künstliche Eingriffe in die natürliche Welt mit dem Ziel, systematische Veränderungen in einer unabhängigen Variable (UV) herzustellen, die ursächlich zu einer Veränderung in einer abhängigen Variable (AV) führen sollen. Alternativerklärungen werden dabei ausgeschlossen.
  • Experimente sind die einzige schlüssige Methode, um einen kausalen Zusammenhang zwischen abhängiger und unabhängiger Variable nachzuweisen. Die wesentlichen Bestimmungsstücke eines Experiments sind: Vergleich einer Experimental- mit einer Kontrollbedingung, Manipulation der Experimentellen Bedingungen, Zufällige Zusammensetzung von Experimental- und Kontrollgruppe.
  • Experiment
    Forschungsmethode, bei der der Forscher einen oder mehrere Faktoren (unabhängige Variablen) manipuliert, um die Auswirkung auf eine Verhaltensweise oder einen mentalen Prozess (abhängige Variable) zu beobachten. Durch _Zufallszuweisung_ der Teilnehmer können andere wichtige Faktoren kontrolliert werden.
  • Forschungsmethode, bei der die unabhängige Variable systematisch variiert und ihre Auswirkung auf die abhängige Variable gemessen wird. Aufgrund zuvoriger Randomisierung ist ein Ursache-Wirkungs-Schluss möglich.
  • Untersuchung mit randomisierten Stichproben, um die Auswirkung einer oder mehrerer unabhängigen Variablen auf die abhängige Variable zu überprüfen
  • Unter einem Experiment versteht man die systematische Beobachtung einer abhängigen Variablen unter verschiedenen Bedingungen einer unabhängigen Variablen bei gleichzeitiger Kontrolle der Störvariablen, wobei die zufällige Zuordnung von Probanden und experimentellen Bedingungen gewährleistet sein muss.
  • Versuchsdesign, bei dem durch die Manipulation einer unabhängigen Variablen (und der Kontrolle bzw. Konstanthaltung von Störvariablen) kausale Wirkungen auf eine abhängige Variable erforscht werden sollen
  • Experiment
    In einem Experiment wird mindestens eine unabhängige Variable systematisch und planvoll variiert. Wenn die Versuchsbedingungen zwischen Personen variiert werden, muss außerdem eine Kontrolle von Störvariablen durch eine Zuweisung der Probanden/innen zu den Versuchsbedingungen per Zufall (Randomisierung) erfolgen. Wenn dieselben Probanden/innen nacheinander unter mehreren Versuchsbedingungen untersucht werden, müssen die Reihenfolgen der Versuchsbedingungen so variiert werden, dass jede der möglichen Reihenfolgen von gleich vielen Probanden/innen durchlaufen wird (vollständige interindividuelle Ausbalancierung).
  • Experiment
    Ein Experiment ist ein planmäßig ausgelöster und wiederholbarer Vorgang, bei dem beobachtet wird, in welcher Weise sich unter Konstanthaltung spezifischer Bedingungen mindestens eine abhängige Variable ändert, nachdem mindestens eine unabhängige Variable geändert worden ist. Wesentliche Merkmale des Experiments sind Planmäßigkeit, Wiederholbarkeit und systematische Variation bzw. Konstanthaltung von Bedingungen.
  • Experiment (experiment)
    Forschungsmethode, bei der der Forscher einen oder mehrere Faktoren (unabhängige Variablen) manipuliert, um deren Auswirkung auf eine Verhaltensweise oder einen (mentalen) Prozess (abhängige Variable) zu beobachten.
  • Eine Gruppe von Forschungsansätzen, die Schlussfolgerungen über Ursachen und Wirkungen zulassen.
  • Experimentalgruppe
    Gruppe von Versuchsteilnehmern, die der „Experimentalbedingung“ eines Experiments zugewiesen werden.
  • Die Gruppe von Teilnehmern an einem Experiment, die den interessierenden Bedingungen ausgesetzt werden.
  • Experimentelle Konfundierung
    Besteht eine unabhängige Variable aus zwei oder mehr potenziell trennbaren Komponenten, ist sie konfundiert. Ist die unabhängige Variable konfundiert, hat der Forscher nur eingeschränkte Möglichkeiten, eindeutige kausale Schlussfolgerungen zu ziehen.
  • Die spezifischen Bedingungen, denen Forscher Kinder im Verlauf des Experiments aussetzen und dabei gleichzeitig störende Einflussvariablen kontrollieren.
  • Experimentelle Studie/randomisierte kontrollierte Studie
    Die experimentelle Studie/randomisierte kontrollierte Studie („experimental study“) bildet für die Prüfung einer Kausalhypothese zunächst künstlich nach dem Zufallsprinzip mindestens zwei Gruppen (Randomisierung; „randomization“, „random assignment to groups“), behandelt diese systematisch unterschiedlich (experimentelle Manipulation der unabhängigen Variable/n; „experimental manipulation“, „manipulated independent variable/ s“), und misst die in den Experimental- und Kontrollgruppen resultierenden Effekte auf die abhängige/n Variable/n. Man spricht auch von einem echten Experiment (im Unterschied zum Quasi-Experiment) oder von einer randomisierten Kontrollgruppenstudie bzw. einer randomisierten kontrollierten Studie („randomized controlled trial“, RCT).
  • Experimentelles Szenario
    „Verpackung“, in der ein Experiment den Versuchsteilnehmern dargeboten wird.
  • Enthält Zustände des Problemraums, die durch Operatorenanwendung erzeugt werden.
  • Das Experten-Interview („expert interview“) ist eine Variante des Leitfaden-Interviews, bei der die Befragungspersonen als fachliche Expertinnen und Experten zu einem Thema befragt werden und ihr Spezialwissen (strukturelles Fachwissen und/oder Praxis-/Handlungswissen) erschlossen werden soll. Die Definition und Rekrutierung der Experten stellt hier eine besondere Herausforderung dar. Zudem muss von den Interviewenden eine geeignete Rolle gewählt und eingenommen werden (z.B. als Co-Experte oder Laie).
  • Erwerb von Wissen und besonderen Fertigkeiten, z. B. im Bereich von Mathematik, Musikinstrument spielen
  • Die Leistung in einer spezifischen Domäne, die auf Erfahrung zurückgeht.
  • wird durch jahrelanges intensives Training erworben. Dabei werden im Langzeitgedächtnis, domänenspezifisch,leicht zugängige Strukturen (Templates) gebildet, die die effektive Expertenleistung ermöglichen.
  • Expertise (expertise)
    Außergewöhnlich gute Problemlösefähigkeit oder Performanz in einem bestimmten Bereich, die auf extensive Erfahrung gegründet ist.
  • Expertise (expertise)
    Erwerb von Wissen und besonderen Fertigkeiten, z. B. im Bereich von Mathematik, Musikinstrument spielen
  • Die explanative Studie („explanatory study dient der Überprüfung vorher aufgestellter Hypothesen und somit auch der Theorien, aus denen sie abgeleitet wurden.
  • Der Begriff stammt aus dem Forschungsprogramm Subjektive Theorien und bezeichnet die zweite Phase im Rahmen dieser Forschungsmethode. Hier werden die Subjektiven Theorien hinsichtlich ihrer Geltung überprüft. Dies geschieht im Rahmen einer Korrelations-, Prognose- oder Modifikationsstudie.
  • ist ein Mixed-Methods-Design, bei dem zunächst eine quantitative, anschließend und darauf aufbauend eine vertiefende qualitative Forschungsphase implementiert wird.
  • Explizite Einstellungsmaße
    Einstellungsmaße, bei denen die Befragten direkt gebeten werden, über eine Einstellung nachzudenken und sie zu berichten.
  • Explizite Motive
    Explizite Motive sind „bewusste, sprachlich repräsentierte (oder zumindest repräsentierbare) Selbstbilder, Werte und Ziele, die sich eine Person selbst zuschreibt“ (Heckhausen und Heckhausen 2010, S. 5). „Sie dokumentieren letztendlich, welche Vorstellung eine Person von ihren eigenen handlungsleitenden Motiven hat“ (Brunstein 2010, S. 239). Beispiele hierfür sind Motive des Sporttreibens, wie Spaß, Gesundheit oder soziale Kontakte.
  • explizite Motive
    Explizite Motive sind bewusste, auf kognitiven Bewertungen (Selbstbild) basierende Motive.
  • Explizite Motive
    Solche Motive, die sich eine Person selbst zuschreibt und die daher mit Methoden des Selbstberichts (in der Regel Fragebögen) erfasst werden können.
  • Explizite Verfahren
    Verfahren, deren Zielsetzung für die Testperson leicht durchschaubar ist, z. B. wenn direkt nach einer Einstellung, Erinnerung oder Verhaltensabsicht gefragt wird. Explizite Verfahren sind gut interpretierbar, können aber nur das erfassen, was der Testperson bewusst ist und was diese auch preisgeben will.
  • Explizite versus implizite Messung von Gedächtnisleistungen (explicit versus implicit tests of memory)
    Bei einer expliziten Prüfung ist die Erinnerung an eine bestimmte Lernsituation gefordert (Beispiel: Wiedererkennen). Bei impliziten Prüfungen drückt sich die Nachwirkung einer bestimmten Lernerfahrung in einer mit weniger Fehlern behafteten oder schnelleren Verarbeitung aus (Beispiel: Sequenzlernaufgabe).
  • Explizites Behalten
    Explizites Behalten beruht auf bewusstem Erinnern. Die Absicht, sich zu erinnern, ist für den Behaltenstest konstitutiv.
  • Explizites Gedächtnis
    Gedächtnis für Fakten und Erfahrungen, die man bewusst wissen und »deklarieren« kann (auch als _deklaratives Gedächtnis_ bezeichnet).
  • Explizites Gedächtnis (deklaratives Gedächtnis) (explicite memory)
    Gedächtnis für Fakten und Erfahrungen, die man bewusst wissen und „deklarieren“ kann.
  • Explizites Kategorienlernen (explicit learning of categories)
    Bewusstes Suchen von Regeln, die die Kategorien unterscheiden (klassische Sicht). Solche Prozesse setzen vergleichsweise einfach strukturierte Kategorien voraus.
  • Explizites Lernen
    Bewusste Wiedergabe von Gedächtnisinhalten; Wissensgedächtnis
  • Exploration
    Der Begriff »Exploration« stammt ursprünglich aus der Psychiatrie und bezeichnet die Erkundung des subjektiven Lebensraums eines Probanden.
  • Explorations- und Neugierverhalten
    Kann sowohl bei Menschen als auch Tieren beobachtet werden und richtet sich auf die Erkundung neuer bzw. unbekannter Umweltbereiche.
  • Explorationsphase (CBASP)
    Erste Phase der Situationsanalyse. Patient soll Verständnis dafür entwickeln, warum Situation für Patient unbefriedigend verlaufen ist.
  • Explorative Statistik
    Die explorative Statistik untersucht Daten mit Hilfe geeigneter Darstellungen und Berechnungen nach besonderen Mustern, Auffälligkeiten oder Zusammenhängen.
  • Die explorative Studie („exploratory study“) dient der genauen Erkundung und Beschreibung eines Sachverhaltes mit dem Ziel, wissenschaftliche Forschungsfragen, Hypothesen und Theorien zu entwickeln.
  • ist ein Mixed-Methods-Design, bei dem zunächst eine qualitative, anschließend darauf aufbauend eine qualitative Untersuchungsphase realisiert wird.
  • Exploratorische FA
    Ein strukturierendes datenreduzierendes Verfahren, das typischerweise dann zur Anwendung kommt, wenn keine Hypothesen über die Anzahl der zugrundeliegenden Faktoren und über die Zuordnung der beobachteten Variablen zu den Faktoren vorliegen.
  • Exploratorische/explorative Faktorenanalyse
    Faktorenanalyse, die rein datengeleitet Faktoren aus den Interkorrelationen mehrerer Variablen aufdeckt
  • EXPLORIX: Das Werkzeug zur Berufswahl und Laufbahnplanung – Deutschsprachige Adaptation und Weiterentwicklung des Self-Directed Search (SDS) nach John Holland
    EXPLORIX (Joerin-Fux et al., 2003) wurde zur Unterstützung bei der Berufswahl und der Laufbahnplanung entwickelt. Der Fragebogen wird auch online zur Selbsttestung mit anschließendem Ergebnisbericht angeboten. Theoretischer Hintergrund ist die Berufswahltheorie von John Holland, der zufolge sechs berufsrelevante Interessens- bzw. Persönlichkeitstypen (z. B. »Realistic«: realistisch, handwerklich-technisch) zu unterscheiden sind. Die Ausprägung der sechs Merkmale wird in einen Code übersetzt, der zu bestimmten Berufen führt.
  • Im epidemiologischen Sinn: Vorhandensein eines krankheitsverursachenden Reizes. Im therapeutischen Sinn: Reizkonfrontation in vivo
  • Konfrontation mit einem angstauslösenden Reiz.
  • Expositionstherapie
    Technik der Verhaltensmodifikation zur Behandlung von Ängsten. Dabei werden die Patienten (in der Phantasie oder in der Realität) mit den Dingen konfrontiert, vor denen sie Angst haben und die sie vermeiden.
  • Expositionstherapie
    Technik der Verhaltensmodifikation – wie die systematische Desensibilisierung und die Expositionstherapie mit Hilfe virtueller Realität –, die Ängste bekämpft, indem Menschen (in der Vorstellung oder in der Realität) mit den Dingen konfrontiert werden, vor denen sie Angst haben und die sie vermeiden.
  • Expositionstherapie mit Hilfe virtueller Realität
    eine Angstbehandlung, bei der Menschen zunehmend mit simulierten Beispielen für ihre größten Ängste konfrontiert werden (z. B. Fliegen in einem Flugzeug, Spinnen, Sprechen vor Publikum).
  • Siehe Konfrontationsverfahren.
  • Strategie zur Vermeidung der öffentlichen Bekanntheit von Items durch unerwünscht häufigere Vorgabe der Items oder der Itemgruppen. Kann beim adaptiven Testen leichter erzielt werden.
  • Expressives Schreiben
    Patienten schreiben ein- bis dreimal jeweils 20–30 Minuten über belastende Ereignisse in ihrem Leben oder Belastungen im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung. Nachweislich lässt sich das Befinden der jeweiligen Patienten durch diese Intervention günstig beeinflussen.
  • Expresssakkaden
    Blicksprünge mit sehr kurzer Latenz, die vor allem dann ausgelöst werden, wenn zwischen Fixation und Präsentation des Blickziels eine zeitliche Lücke existiert.
  • Extension (extension)
    Die Extension eines Begriffs ist das, worauf er sich bezieht. Die Extension von Hund ist die Menge aller Hunde und die Extension von glücklich die Menge aller Individuen, die glücklich sind. Die Extension eines Satzes ist sein Wahrheitswert.
  • externale Attribution
    Attribution auf äußere Umstände
  • externale Attribution (external attribution)
    Attribution auf äußere Umstände
  • Externale Konstruktion
    Ansatzpunkt der externalen oder auch kriteriumsbezogenen Skalenentwicklung (nicht zu verwechseln mit kriteriumsorientierten Tests) ist das Vorliegen verschiedener Gruppen von Personen als Teil der sozialen Realität. Den Mitgliedern derartiger Gruppen wird eine möglichst große und inhaltlich breit gefächerte Zahl von Items vorgelegt, in der Hoffnung, dass sich darunter einige befinden werden, die zwischen den Gruppen empirisch diskriminieren, also verschiedene Beantwortungsrichtungen oder Lösungswahrscheinlichkeiten zeigen. Jene Items werden schließlich selegiert und zu Skalen zusammengestellt, die zwischen den Gruppen statistisch bedeutsam unterscheiden und bei denen diese Diskrimination einer Kreuzvalidierung an weiteren Personen standhält.
  • Externale Kontrollüberzeugung
    die Wahrnehmung, dass das eigene Schicksal vom Zufall oder von äußeren Kräften bestimmt wird, die sich der eigenen Kontrolle entziehen.
  • Externalisierende Problemverarbeitung
    Bewältigungsstil, bei dem ein nach außen gerichtetes Bewältigungsverhalten im Vordergrund steht. Bei diesem Bewältigungsstil treten dementsprechend Symptomatiken wie Aggression, Gewalt und delinquentes Verhalten in den Vordergrund. Dieser Stil findet sich
  • Externalisierung
    Abwälzung eigener Verantwortung auf andere. Abgewälzt werden entweder Aufwendungen, z. B. für die Regeneration eines durch Tagebau zerstörten Ökosystems, oder Lasten, z. B. Lärmbelästigung. Es sind Kosten, die der Abwälzende selbst tragen müsste, indem er die Aufwendungen begleicht oder die Belastung vermeidet. Durch die Unterlassung macht er sie zu externen Kosten, spart also interne Kosten ein. Es sind private Kosten, wenn sie durch eine private Nutzung (Fischfang, Autofahren) entstehen. Es sind öffentliche Kosten, wenn sie für ein Gemeinschaftsgut (Denkmal, Polizei) anfallen.
  • Externalisierungsprobleme
    Syndrom aus Aggressivität, antisozialem Verhalten und Drogenkonsum
  • Externalisierungsprobleme (externalizing problems)
    Syndrom aus Aggressivität, antisozialem Verhalten und Drogenkonsum
  • externe Personalauswahl
    Auswahl für einen Arbeitsplatz
  • externe Personalauswahl (external personnel selection)
    Auswahl für einen Arbeitsplatz
  • Externe Validität („external validity“): Inwiefern können die Ergebnisse der Studie – vor allem im Sinne der Wirkungen einer Maßnahme – auf andere Orte, Zeiten, Wirkvariablen, Treatmentbedingungen oder Personen als die konkret untersuchten verallgemeinert werden? Die externe Validität ist vor allem von der Qualität des Untersuchungsdesigns und der Stichprobenziehung (in der Umfrageforschung idealerweise probabilistische bzw. repräsentative Stichprobe; in der Experimentalforschung dagegen meist nicht-probabilistische Stichproben) abhängig.
  • („external validity“) Eine Untersuchung ist extern valide, wenn ihre Ergebnisse über die Bedingungen der Untersuchungssituation und über die untersuchten Personen hinausgehend generalisierbar sind. Die externe Validität sinkt meist mit wachsender Unnatürlichkeit der Versuchsbedingungen im Hinblick auf die alltägliche Lebenswelt und mit abnehmender Repräsentativität der Versuchspersonen im Hinblick auf die Zielpopulation.
  • Externe Validität
    Betrifft die Generalisierbarkeit von Befunden auf andere als die untersuchten Situationen und Populationen.
  • Das Ausmaß, in dem sich Befunde über die jeweilige Untersuchung hinaus verallgemeinern lassen.
  • Externe Validität
    Eine Untersuchung ist extern valide, wenn man davon ausgehen kann, daß sich die Ergebnisse auf andere, ähnliche Situationen verallgemeinern lassen. Das bedeutet zum Beispiel, daß außerhalb des Labors und mit anderen Probandengruppen ganz ähnliche Effekte zu beobachten sein werden. Man erzielt externe Validität durch die Replikation bekannter Befunde in neuen, möglichst lebensnahen Situationen und in Stichproben mit unterschiedlichen Probanden. Die Merkmale, die die externe Validität fördern, können potentiell auch Störfaktoren sein, die einen existierenden Effekt überdecken oder Effekte vortäuschen können, die in Wirklichkeit nicht existieren. Insofern sollte man die externe Validität erst dann in den Mittelpunkt des Interesses rücken, wenn die à interne Validität gesichert ist.
  • Externe Validität
    Ausmaß, in dem sich experimentelle Ergebnisse generalisieren und damit auf andere Personen und Situationen der wirklichen Welt übertragen lassen.
  • Liegt vor, wenn das Ergebnis einer Untersuchung über die untersuchte Stichprobe und die Untersuchungsbedingungen hinaus generalisierbar ist. Sie sinkt, je unnatürlicher die Untersuchungsbedingungen sind und je weniger repräsentativ die untersuchte Stichprobe für die Grundgesamtheit ist
  • eines Experiments ist gegeben, wenn die Ergebnisse der Untersuchung übertragbar sind. Dabei sind drei Aspekte zu unterscheiden, nämlich die Populationsvalidität, die Situationsvalidität und die Variablenvalidität.
  • Externe Validität
    Die externe bzw. ökologische Validität bezieht sich auf die Allgemeingültigkeit und Verallgemeinerungsfähigkeit der Ergebnisse einer Untersuchung. Im Zentrum steht die Frage nach der Generalisierbarkeit der Ergebnisse. Ein Experiment gilt als extern bzw. ökologisch valide, wenn sich die Resultate auf die Grundgesamtheit und auf andere Situationen verallgemeinern lassen.
  • Wenn Aussagen einer Studie für das Alltagsleben gültig sind
  • → Löschung
  • Extinktion
    siehe: Löschung
  • Unfähigkeit als Folge einer unilateralen Hirnschädigung, einen kontraläsionalen Reiz wahrzunehmen, wenn dieser gleichzeitig mit einem ipsiläsionalen Reiz präsentiert wird. Dagegen ist die Wahrnehmung einzeln dargebotener kontra- und ipsiläsionaler Reize unbeeinträchtigt.
  • Störung der visuellen Wahrnehmung, bei der Reize auf der kontralateral zur Hirnschädigung liegenden Raumseite nur vernachlässigt werden, wenn in beiden visuellen Halbfeldern ein Objekt zu sehen ist.
  • Löschung
  • extrafusal
    Außerhalb einer Muskelspindel liegend
  • Extrapyramidal-motorische Nebenwirkungen
    Auswirkungen auf motorische Systeme, die nicht die Pyramidenbahn als efferente Bahn benutzen.
  • Extrapyramidalmotorik
    Motorische Systeme, die nicht die Pyramidenbahn als efferente Bahn benutzen; anatomische Abgrenzung, die funktionell wenig Sinn macht
  • Extravasation
    Austritt von Flüssigkeit aus einem Gefäß
  • Lebhaftigkeit oder Geselligkeit
  • Extraversion (extraversion)
    Lebhaftigkeit, Geselligkeit
  • Beim Extremfall ist das interessierende Phänomen besonders stark oder besonders schwach ausgeprägt.
  • Extremitätstendenz
    Disposition zu mehr oder weniger extremen Antworten in Fragebögen
  • Extremitätstendenz (extremity bias)
    Disposition zu mehr oder weniger extremen Antworten in Fragebögen
  • extrinsische Anreize
    Extrinsische Anreize liegen außerhalb der Person, z.B. in der sozialen Bewertung (Lob, Tadel, Anerkennung, Beförderung).
  • Extrinsische Motivation ist das Gegenstück zur intrinsischen Motivation. Extrinsische Motivation liegt dann vor, wenn Tätigkeiten nicht um ihrer selbst Willen ausgeübt werden (Selbstzweck: Sinn, Spaß oder Neugier), sondern zum Beispiel für Geld oder Anerkennung (Mittel zum Zweck) oder dem Entgehen einer Strafe.
  • Liegt extrinische Motivation vor, dann wird ein Verhalten ausgeführt, um erwünschte externe Konsequenzen zu erreichen (wie z.B. Geld, Lob, Anerkennung)
  • Extrinsische Motivation
    Wunsch, ein Verhalten wegen versprochener Belohnungen oder drohender Bestrafung zu zeigen.
  • extrinsische Motivation
    Extrinsische Motivation bedeutet, dass eine Person eine Tätigkeit ausführt, weil sie von außen dafür belohnt (Dank, Lohn, Anerkennung) oder für deren Unterlassung bestraft (Tadel, Missbilligung) wird.
  • Extrinsische Motivation
    Wird als Gegenteil von intrinsischer Motivation verstanden und entsprechend unterschiedlich definiert.
  • Extrinsische Motivation
    Motivation, die uns bewegt, sich mit einer Sache um ihrer Konsequenzen willen und weniger ihrer selbst willen zu befassen. Gegensatz: intrinsische Motivation.
  • Extrinsische Religiosität
    Das Praktizieren des Glaubens aufgrund sozialer Faktoren religiöser Gemeinschaften.
  • Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)
    Therapeutische Methode bei der Behandlung traumatischer Belastungen, Panikattacken und Phobien. Durch schnelle rhythmische Augenbewegungen bei gleichzeitigem Denken an das belastende Ereignis sollen die psychischen Belastungen verringert werden.
  • Siehe „Blickregistrierung“.
  • Das Eye-Tracking („eye tracking“, Blickbewegungsmessung) ist ein Messverfahren zur Erfassung von Blickbewegungen, das mittels hochauflösender Kameras Stellung und Bewegung der Augen registriert. Entsprechende Blickbewegungskameras werden entweder in Brillen integriert oder an einem Monitor oder Display angebracht, auf dem das Stimulusmaterial präsentiert wird. Im Ergebnis kann der Blickbewegungsverlauf auf dem Stimulusmaterial statisch als Grafik oder dynamisch als Video visualisiert werden. Zudem können diejenigen Bereiche des Stimulusmaterials, die besonders häufig fixiert wurden, in einer grafischen Darstellung ähnlich einem Wärmebild (sog. „heat maps“) farblich markiert werden.